Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Eine Großmutter tritt für die Gesundheit von Babys ein und wird zum Umweltaktivisten

Babylätzchen können Blei enthalten wenn sie aus Vinyl sind

Babylätzchen aus Kunststoff können Blei enthalten, fand eine Großmutter heraus

Eigentlich ist Marilyn eine Großmutter wie jede andere, sie liebt ihre Enkel über alles. Doch etwas ist anders an ihr, sie ist ein Umweltaktivist. Dazu wurde sie nicht berufen, sie wurde es per Zufall. Marilyn fand heraus, dass Babylätzchen aus Vinyl Blei enthalten.

Alles fing an, als Marilyn darüber hörte, dass Frühstücksdosen aus Kunststoff Blei enthalten können. Als sie bei ihrer Tochter in Florida zu Besuch war, sah sie, dass ihre beiden Enkel solche Plastikdosen mit in die Schule nahmen. Sie ging in den Baumarkt und kaufte Selbsttests zum Feststellen des Bleigehaltes. Drei der im Gebrauch befindlichen Frühstücksdosen enthielten tatsächlich Blei und flogen sofort in den Abfall. Das war 2005.

Ungefähr ein Jahr später bekam ihr jüngstes Engelchen, Jensen, Plastiklätzchen, weil er soviel kleckerte. Seine Kleckerei war so schlimm, dass er in der Familie den Spitznamen „Wasserfall“ erhielt. Es waren ständig mehrere dieser Lätzchen im Einsatz und sollten dafür sorgen, dass Jensens Kleidung wenigstens etwas trocken blieb. Die Großmutter musste jedoch zur Kenntnis nehmen, dass der Kleine nach wenigen Tagen die Marotte entwickelte, das Lätzchen in den Mund zu stecken und begann, heftig daran zu nuckeln. Sie hatte ein schlechtes Gefühl dabei.

Marilyn Furer wollte eigentlich nicht glauben, dass ausgerechnet ein Babylätzchen Blei enthalten kann, doch durch die Frühstücksdosen vorgewarnt, ging sie erneut in den Baumarkt und kaufte Bleitests. Sie wollte absolut auf Nummer Sicher gehen. Eigentlich ging sie innerlich davon aus, dass kein Test anschlagen würde. Sie wurde enttäuscht, die Tests waren positiv.

Zuerst glaubte die Großmutter trotzdem an einen Irrtum. Das konnte doch einfach nicht sein. Marilyn schickte die Babylätzchen mitsamt den Bleitests zu einen Umweltorganisation. Der Rest ist Geschichte, die Großmutter Marilyn erreichte über die Umweltorganisation, dass die Generalstaatsanwälte von New York und Illinois dafür sorgten, dass eine große Discounterkette den Verkauf der Babylätzchen einstellte. Zusätzlich warnte das US Ministerium für Verbraucherschutz Mütter davor, Babylätzchen zu benutzen, wenn sie schon Risse aufwiesen. Kurze Zeit später wurden neue Sicherheitsstandards festgelegt, die dafür sorgten, dass Blei aus Produkten für Babys eliminiert wird.

In einem Interview sagte Marilyn Furer: Es sei schon unfassbar, dass es eine Großmutter aus dem Mittleren Westen braucht, die per Zufall herausbekommt, dass Babylätzchen Blei enthalten, damit sich etwas ändert und unsere Babys geschützt werden. Aber wenn es so sein müsse, ein Umweltaktivist sei man nicht nur für einen Tag, sie würde niemals damit aufhören. Marilyn Furer ist seitdem Mitglied einer bekannten US Umweltorganisation und setzt sich für die Sicherheit von Alltagsprodukten ein.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 24. August 2009

Gedicht der Glasprinzessin: Von Mara zu Joy

Lächeln, smilie statt verbittert

Von Mara zu Joy

Einst war ich Joy

und irgendwann

dann

Mara.

Und als ich Mara war

war es ein langer Weg

um wieder Joy

zu werden.

Mit Disziplin suchen

nach Joy

sie sich nicht nehmen

zu lassen.

Sie anziehen

und behalten

kostet ungeheure Kraft

in einer entarteten Welt.

Mara wird man schneller

Ereignisse stürmen ein

und stampfen dich

um Mara zu sein.

Joy ist versteckt

sie will gefunden werden

sie möchte

erarbeitet werden.

Joy ist leicht

Mara ist schwer

sie hängt wie ein Gewicht

an dir.

Und zieht in deine Seele

ein

sie trennt dich von

anderen

sie will dich für sich.

Joy hat viele Freunde

sie ist beschwingt

und angenehm

so hat sie Gelingen.

Wen wählst Du?

Mara heißt: bitter

Joy heißt: Freude.


Dieses Gedicht wurde von Mona, der „Glasprinzessin“ geschrieben. Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze Zeit draußen in der Natur verbringen.

Mona’s Geschichte: Mona die „Glasprinzessin“ – ein einsames Leben mit Wind und Wetter

Weitere Gedichte und eine Geschichte der Glasprinzessin:

Naturchaos * Heilung * Rotkehlia, das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben * Dazwischen * Sonntagsgeschichte: Papo Mio’s Oase für Umweltkranke * Isolation – Sonntagsgedicht der Glasprinzessin * Vertigo * Wohlig * Am Bug * Ich nehm Dich mit* Kinderlachen * Einsicht – Aussicht * Im Walde * Tausendschönchen * Karrusell * Der Piano-Player

Kräuter und „Killergewürze“ als biologische Pestizide: wirkungsvoll, gesundheitsverträglicher und umweltschonend

Kräuter als Schädlingsbekämpfungsmittel

Öl aus Rosmarin, Nelke und Pfefferminze schützt vor Schädlingen

Zunehmend wird man sich der Gefahr chemischer Pestizide bewusst und den Schäden, die sie bei Mensch und Natur anrichten. Wissenschaftler weltweit suchen gezielt nach Alternativen. Die Natur hat einiges aufzuwarten um Schädlinge in den Griff zu bekommen. Allergiker müssen jedoch auch bei den natürlichen Alternativen abwägen, ungefährlicher als langlebige hochtoxische Chemikalien sind sie jedoch allemal. Der nachfolgende Bericht aus Vancouver erläutert die Möglichkeiten und auch deren bisherige Schwächen, die man zu beseitigen versucht.

Natürliche Schädlingsbekämpfung im Trend

Extrakte aus Kräutern und Gewürzen bilden eine umweltverträgliche und gesündere Alternative zur herkömmlichen Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft. Zu diesem Schluss kommen US-amerikanische Forscher beim Treffen der American Chemical Society Laut einem BBC-Bericht entwickelten sie biologische Pestizide, die auf der Mischung winziger Mengen von zwei bis vier verschiedenen Kräutern beruhen, die in Wasser aufgelöst werden. Die Substanzen töten Insekten direkt ab oder halten sie fern, ohne dabei für den Menschen oder die Umwelt ungünstige Nebenwirkungen zu entfalten. Besonders konzentrierten sich die Wissenschaftler dabei auf Wirkstoffe aus Rosmarin, Thymian, Gewürznelke und Pfefferminze.

Killergewürze

„Die neu entwickelten Produkte erweitern die bisher beschränkten Möglichkeiten, Schädlinge in der biologischen Landwirtschaft zu bekämpfen. Bisher gibt es nur wenige dafür geeignete Insektizide, doch ihre Zahl steigt ständig“, berichtet Studienleiter Murray Isman von der University of British Columbia http://www.ubc.ca. Einige Gewürz-basierte kommerzielle Produkte, die derzeit von Bauern eingesetzt werden, schützen bereits mit Erfolg biologische Erdbeer-, Spinat- und Tomatenfelder vor Blattläusen und Milben. Anders als konventionelle Pestizide könnten die „Killergewürze“ laut Isman den Zulassungsbehörden furchtlos ins Auge blicken und seien zudem bereits fertig für ihren Einsatz. „Ein wichtiger Vorteil dieser Methode ist, dass die bekämpften Insekten keine Resistenzen entwickeln“, so Isman. Zudem seien sie auch sicherer für Beschäftigte in der Landwirtschaft, die gewöhnlich den Pestiziden in Verbindung mit hohem Risiko ausgesetzt sind.

Pluspunkte bei Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit

Derzeit haben biologische Pestizide allerdings noch mit einigen Schwächen zu kämpfen. So verdunsten und zerfallen ätherische Pflanzenöle etwa schnell unter Sonnenlicht, zudem ist der Arbeitsaufwand größer, da Bauern sie häufiger als herkömmliche Pestizide anwenden müssen. „Die Wirkung von manchen Essenzen vergeht sogar schon nach einigen Stunden, während herkömmliche Pestizide tage- bis monatelang wirken. Da sie außerdem weniger stark sind, müssen sie in höheren Konzentrationen eingesetzt werden, um erwünschte Effekte zu erzielen“, so Isman. Um diesen Nachteil aufzuholen, sucht man derzeit nach Methoden, die neuen Wirkstoffe länger haltbar und stärker zu machen. „Sie sind kein Allheilmittel für die Schädlingsbekämpfung, haben jedoch in Sachen Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit eindeutige Vorteile.“

Pflanzliche Wirkstoffe weniger Gegenargumente als behauptet

„Der biologische Landbau verwendet „Pflanzenschutzmittel“ im wahrsten Wortsinn, wohingegen diese Aussage beim Einsatz herkömmlicher Pestizide ironisch ist. Hier trifft eher „Schädlingsbehandlung zu“, betont Lukas Schrattenthaler, Sprecher von Bio-Austria, gegenüber pressetext. In der EU sind mehrere hundert pflanzliche Wirkstoffe erlaubt, die in der biologischen Landwirtschaft eingesetzt werden können. Viele dieser Essenzen fördern auch gezielt die Entwicklung von Nützlingen, die das Pflanzenwachstum begünstigen. Schrattenthaler sind die Probleme, mit denen biologische Pestizide zu kämpfen haben, bekannt. „Die Benetzung und Haftung ist geringer als beim Einsatz von Chemie. Das oft vorgebrachte Gegenargument, dass die Notwendigkeit, in Folge häufiger in den Acker gehen zu müssen, dem Boden mehr schadet als die Chemie, ist jedoch nicht haltbar.“

Sensibilisierung der Konsumenten verlangt sichere Produkte

Als entscheidenden Vorteil der pflanzlichen Düngemethode sieht der Biobauern-Sprecher die Vermeidung von Rückständen in den Produkten selbst als auch in der Umwelt. „Ein Teil der herkömmlichen Spritzmittel landet in der Luft, im Boden oder im Trinkwasser und sorgt auch dort für entsprechende, unerwünschte Umweltwirkungen. Biologische Lösungen sind somit Teil des Umwelt- und Klimaschutzes und liefern einen gesellschaftlichen Beitrag.“ Schrattenthaler hält es für wahrscheinlich, dass „biologische Pestizide“ eines Tages auch in der nicht-biologischen Landwirtschaft größere Verbreitung erringen. „Erstens spielt der Kostenfaktor eine entscheidende Rolle, denn chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel werden immer teurer. Daneben steigt beim Konsumenten die Sensibilisierung dafür, dass Agrarförderungen aus Steuermitteln für Lösungen eingesetzt werden, die umweltverträglich sind.“

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 20. August 2009

pressetext.austria, Kräuter als biologische Pestizide, Vancouver (pte/19.08.2009/11:35)

„Öko-Autos“ – hält der Name was er verspricht?

Öko-Autos sollten auch innen schadstoffkontrolliert sein

Aktuell berichtet die deutsche Presse über die derzeit zehn umweltfreundlichsten PKW. Demnach sind von den über 300 getesteten PKW-Modellen, japanische Autos siebenmal und deutsche Fahrzeuge dreimal in den Top-Ten der VCD Auto-Umweltliste vertreten. Seit 1989 analysieren Autoexperten, welche Hersteller die umweltfreundlichsten Autos konstruieren. Die Bewertungskriterien sind in drei Rubriken unterteilt, in denen es zu überzeugen gilt, um den Sprung in die begehrte Umweltliste zu schaffen.

  • Spritverbrauch und CO2-Emission pro gefahrenen Kilometer
  • Lärm
  • Menge und Art der Schadstoffe, die aus dem Auspuff kommen

Diese Aspekte sind wichtig, aber nicht ausreichend um tatsächlich umweltfreundliche Autos zu küren. Denn diese Bewertungsansätze lassen die berechtigte Frage aufkommen, wie verhält es ich mit den freigesetzten Schadstoffen im Innenraum der Fahrzeuge? Dieser umweltrelevante Faktor wird bei der Bewertung der Autos komplett ausgeklammert. In Anbetracht dessen, dass die Zahl der Allergiker und Menschen mit Chemikalien-Sensitivität weiterhin massiv ansteigt, ist es dringend erforderlich – auch um dem Begriff „Öko-Autos“ gerecht zu werden – ebenfalls die Schadstoffemissionen in der Fahrzeugkabine kritisch unter die Lupe zu nehmen. Es kann nicht angehen, dass man von „Öko-Autos“ berichtet, die im Innenraum wahre Giftcocktails auf die Insassen loslassen und deren Gesundheit massiv gefährden. Wahrhaftig umweltschonend und ökologisch können Fahrzeuge nur sein, wenn die Gesamtheit aller Umweltfaktoren einbezogen wird. Hier besteht erheblicher Nachbesserungsbedarf, dessen Umsetzung durch die Politik dringend forciert werden sollte, damit der Name „Umweltliste“ bzw. „Öko-Autos“ auch hält, was er verspricht.

Autor: Maria

Weiterer Artikel zum Thema:

Innenraum von Neuwagen ist oft der reinste Giftcocktail- Gesundheit bleibt auf der Strecke

Schwer MCS-Kranke sind Psycho? Wikipedia-Admins lassen keine andere Meinung zu!

Ärzte leisten Nachtschicht auf Wikipedia, schreiben gegen Kranke

Ärzte leisten harte Nachtschichten gegen Kranke auf Wikipedia

Macht es Sinn, einen Wikipedia-Artikel alle fünf Minuten zu editieren? Und das nicht etwa einen, der mit den aktuellen Nachrichten zusammenhängt, sondern mit wissenschaftlichen, sogar medizinischen Sachfragen, deren Lage sich sicherlich nicht im Minutentakt ändert? Nein, das macht keinen Sinn. Es sei denn, es geht um einen äußerst brisanten Interessenkonflikt.

Zum Beispiel bei dem Wikipedia-Artikel zu Multiple Chemical Sensitivity (Multipler Chemikalien-Sensitivität, MCS). Personen, die persönlich mit MCS Erfahrung haben, als Patienten oder Angehörige, und über medizinisches Wissen verfügen, zum Beispiel als langjährige Betreiber von Webseiten und Foren zu MCS und als wichtige Ansprechpartner für Betroffene, stellen einen Artikel zu MCS ein, der kurz und bündig erklärt, um was es sich handelt. Was sie schreiben, wird von Wiki-Admins ständig wieder geändert.

Was ist Multiple Chemikalienunverträglichkeit (MCS)?

Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der Chemikalien unabhängig von der Dosis wie bei einer Allergie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die sich von lästig bis lebensgefährlich erstrecken. Das kennt man ja auch von der Allergie, hier können z.B. Pollen zu etwas Naselaufen führen, im Extremfall aber zum Asthmaanfall oder allergischen Schock.

Bei MCS sind die Auslöser eben nicht die Pollen – auch wenn viele Erkrankte zusätzlich unter Allergien z.B. auf Pollen leiden – sondern Chemikalien und Schadstoffe. Symptome werden ausgelöst z.B. durch Chemikalien aus Fußbodenbelägen, Lacken, Rauch aus Grill oder Kaminen, Parfüm, beduftetem Waschmittel oder Weichspüler. Da der Patient all diese ständig gegenwärtigen Chemikalien nicht mehr verträgt, ist er unfähig, am normalen Alltag, auch am normalen Erwerbsalltag, teilzunehmen.

Was soll daran jetzt so problematisch sein? Allergien und Unverträglichkeiten sind nichts Neues, nichts besonders Ungewöhnliches. Eigentlich. Aber MCS ist problematisch. Problematisch für die Finanzen gewisser Personen.

MCS- Ein finanzielles Problem

MCS ist als körperlich bedingte Krankheit in Deutschland einklassifiziert und kann als Berufskrankheit auftreten. Viele Erkrankte arbeiteten mit Schadstoffen, z.B. in einer Schuhfabrik, als Drucker, als Maler und Lackierer. Die Betroffenen werden durch MCS arbeitsunfähig. Und? Brauchen Rente. Wer soll jetzt dafür aufkommen? Für Berufskrankheiten müssen bestimmte Stellen aufkommen.

Dazu gibt es noch sehr viele Fälle von MCS in stark schadstoffbelasteten Gebäuden. Es ist richtig, dass die größten Chemikalienmengen in der Produktion vorkommen. Aber auch in Schulen oder Büros werden Schadstoffe oft zum Problem. Gerade Schulen sind ein Problem. Von einer staatlichen Einrichtung könnte man Sanierung – teure Sanierung oder Abriss und schadstoffarmer d.h. teurer Neubau – verlangen. Würde offen zugegeben, dass die Chemikalien die Kinder krank machen.

Außerdem: MCS-Kranke bräuchten eigentlich ein paar Euro mehr als Hartz IV oder Sozialhilfe. Wer auf kleinste Mengen Chemikalien reagiert, brauchte schadstoffarme Umgebung. Eine „saubere“ Wohnung, also biologisch gebaut und nicht verschimmelt oder mit Billiglaminat ausgeklebt. Luftfilter für belastete Außenluft – gibt es für ca. 1000 Euro pro Stück -, Wasserfilter für Schadstoffe im Wasser. Dazu die bekanntlich teureren Biolebensmittel, weil MCS-Kranke die Spritzmittel an „normalen“ Lebensmitteln nicht vertragen. So was zahlt keine Krankenkasse der Welt.

Kranke: Wir brauchen Geld zum Überleben… Industrie: Wir zahlen nicht!

Würde man MCS-Kranken ihren lebensnotwendigen Bedarf zahlen und öffentliche Gebäude sanieren, würde eine riesige Kostenlawine auf Deutschland zurollen. Klar, wer das nicht will. Es gibt da ein paar Leute, die nicht gern mehr Steuern von ihrem Millioneneinkommen zahlen würden. Und ein paar Leute, die nicht gern zugeben, dass in ihren Fabriken, vermieteten oder verkauften Wohnungen, Schulen etc. Menschen krank werden.

Psychiatrisierung: Wie das Problem der Kosten durch MCS „gelöst“ wird

Die Lösung für solche Probleme haben diese Leute immer parat. Natürlich, die Krankheit kommt nicht von der Fabrik oder dem Fußbodenkleber in der Schule. Und nicht nur das. MCS gibt es als körperliche Erkrankung, die die nötigen Kosten nach sich ziehen würde, gar nicht. Die Erkrankten sind psychisch krank. Sie reden sich ein, dass ihnen Schadstoffe schaden würden.

Am Besten, die Menschen finden gar nicht erst heraus, dass sie MCS haben. Die Chemikalien sind ständig da, also geht es dem Patienten andauernd schlecht. So kann man dem Patienten leicht sagen, er habe eine andere Krankheit. Eine psychosomatische.

Internet: Gefahr für finanzkräftige Meinungsmonopole

Aber manche Menschen finden doch heraus, was sie haben – Nicht zuletzt dank des Internets, in dem Patienten sich vernetzen können. Und in dem MCS-Kranke anders als in der sonstigen Welt noch handlungsfähig sind, zumindest einem Teil der Patienten ist die Benutzung eines Computers noch möglich, wenn auch z.B. nur mit einer Schutzmaske, um die Schadstoffe aus der Lüftung des Computers nicht einzuatmen.

Musterbeispiel Wikipedia

Also, um die Interessen unserer Personengruppe zu wahren, müssen andere Infos in Netz. Die sagen: MCS ist Psycho. Und so muss es dann auch auf Wikipedia stehen.

So schreibt zum Beispiel jemand mit Erfahrung und Sachwissen, mit ausreichender Quellenangabe, Zitierung offizieller und wissenschaftlicher Quellen:

„Die multiple Chemikalienunverträglichkeit ist offiziell als ein organisch bedingtes Krankheitsbild anerkannt. Sie wird von den Gesundheitsinstitutionen der WHO und dem Bundesministerium für Gesundheit, sowie dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), ausschließlich als organische Erkrankung einklassifiziert und nicht als somatoforme Erkranung eingestuft. Eine Zuordnungsverschiebung dieser Erkrankung in den Bereich Psychischer Erkrankungen ist von offizieller Seite her nicht vorgesehen.“

Tatsächlich scheint es in Behörden auch Ansichtsunterschiede zu geben, zumindest was das Schreiben von Briefen angeht. Da erkennen das DIMDI und das Bundesministerium für Gesundheit MCS als körperliche Erkrankung an. Das dann in der Praxis fast nie MCS diagnostiziert wird, sondern einfach eine andere Erkrankung, ist eine andere Sache. Immerhin, ein Admin auf Wiki ließ den oben zitierten Artikel zu.

Dennoch. Einen solchen Netzartikel können gewisse Ärzte doch nicht stehen lassen. Ärzte, die Wiki-Admins sind. Sie editieren dann. Und sind sich untereinander nicht mal einig, was wie zu editieren ist. Also wird ununterbrochen editiert. In Abständen von Minuten. Teilweise sogar mitten in der Nacht.

„Die multiple Chemikalienunverträglichkeit ist ein umstrittenes, in medizinischen Fachkreisen nicht allgemein anerkanntes Krankheitskonzept. So zeigen wissenschaftliche Studien eine hohe psychosomatische bzw. psychiatrische Komorbidität von MCS-Patienten.[…]

Unter kontrollierten Bedingungen durchgeführte Provokationstests erlauben keine auf spezifische Chemikalieneinwirkung zurückgehende Unterscheidung zwischen subjektiv von MCS betroffenen Patienten und Vergleichspopulationen.“

Das schrieb der Arzt mit dem Wiki-Admin-Namen Christian2003.

Die Editierliste eines Artikels kann man ansehen, wenn man in Wikipedia eingeloggt ist. Häufig editierte Artikel werden aber auf Wikirage genannt: Beispiel MCS auf Wikirage Dort kann man sehen, wann editiert wurde, leider nur die letzten drei Mal. Tipp: Wer morgens guckt, findet manchmal noch die Nachtarbeiter am Werke.

Wer sind die Dauereditierer?

Und wer sind die dauereditierenden Mediziner? Zum Beispiel Christian2003 oder der ebenfalls dauereditierende Mesenchym?

Wikipedia Redaktion Chemie/Treffen der Naturwissenschaftler

Da kann man es sehen. Ärzte mit viel Interesse an der Chemie. Ziele der Treffen der wiki-aktiven Chemiker:

„Fachübergreifendes „WikiProjekt Pharma“[…]

Einrichtung einer gemeinsamen Qualitätssicherungsseite für themenübergreifende Artikel. […]

Schwarze Listen für Internetseiten […]“

Kennen wir das irgendwoher? Zensurfreudige Industriefreunde, die das halbe Internet auf die Schwarze Liste setzen würden?

Größter Feind: Freies Internet

Wer zu den Vorlieben und Meinungen des Arztes Mesenchym mehr wissen will, sollte auf den von ihm verlinkte YouTube-Kanal klicken: User MontyPython

„For 3 years you YouTubers have been ripping us off, taking tens of thousands of our videos and putting them on YouTube. Now the tables are turned. It’s time for us to take matters into our own hands.

We know who you are, we know where you live and we could come after you in ways too horrible to tell. But being the extraordinarily nice chaps we are, we’ve figured a better way to get our own back: We’ve launched our own Monty Python channel on YouTube.

No more of those crap quality videos you’ve been posting. We’re giving you the real thing – HQ videos delivered straight from our vault.

What’s more, we’re taking our most viewed clips and uploading brand new HQ versions. And what’s even more, we’re letting you see absolutely everything for free. So there!

But we want something in return.

None of your driveling, mindless comments. Instead, we want you to click on the links, buy our movies & TV shows and soften our pain and disgust at being ripped off all these years.“

Kürzen wir es ab, statt es ganz zu übersetzen. Die YouTube-User, die Allgemeinheit, die YouTube nutzt, stellt Videos ein, die Elite-Standards nicht entsprechen. „Wir wissen wer ihr seid, und wir könnten euch verfolgen, auf Arten, die so schlimm sind, dass man sie besser nicht erwähnt“, übersetzt sich ein Teil davon. Das spricht Bände über Netzüberwachung und Einstellungen, was? Eine Hasspredigt darauf, dass das „gemeine Volk“ nun YouTube nutzt.

Aber man sei ja gnädig. Und stelle einfach einen Kanal in hoher Qualität ein – MonthyPhyton genannt. Nur hohe Qualität.

„Aber wir wollen etwas zurück dafür. Keine von euren hirnlosen Kommentaren. Stattdessen sollt ihr auf die Links klicken, unsere Filme & TV-Shows kaufen und damit unseren Schmerz und Ekel (!) der letzen Jahre lindern.“

Na also. Wer ist das wohl, „wir“, die sich davor ekeln, wenn es ein freies Internet gibt?

Quellen für diesen Blog sind Wikipedia-Artikel, die mittlerweile längst editiert sind. Wer ein bisschen genauer reinlesen will, kann sich hier informieren: CSN Forum Thread „Hat da wer Panik vor MCS? Wiki“

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity, 12. August 2009

Gesundheitsvorsorge einfach und billig – Das steht dahinter

Nachgedacht

Wenn Sie die Blogserie „Gesundheitsvorsorge einfach und billig“ verfolgt haben, haben Sie viel darüber gelesen wie man mit auch mit wenig Geld und wenig Zeit die Schäden minimieren kann, die unser Alltag an unserer Gesundheit verursacht. Sie haben über die richtige Auswahl von Lebensmitteln gelesen, über mehr Bewegung und Entspannung im Alltag und über die Vermeidung von Schadstoffen.

Die Tipps waren immer an Normalverdiener ohne Managergehalt, orientiert. In diesem Blog wurde nicht davon ausgegangen, dass uns Allen die Mittel zur Verfügung stehen, die wir brauchen, weil es nicht so ist.

Und in diesem letzten Teil des Blogs geht es um den Hintergrund, der so eine Blogserie notwendig macht. Bevor Sie nun aufhören, weiterzulesen, der praktische Ansatz bleibt erhalten. Artikel, die sagen „So isses – Ja und jetzt?“ gibt es genug, dieser Blog ist keiner davon. Das Weiterlesen macht also wirklich Sinn.

In dieser Blogserie ging es um Schadensbegrenzung. Wäre es nicht ideal, wenn es hochqualitätive Biolebensmittel für Alle gäbe, öffentliche Möglichkeiten für mehr Sport und Spaß an der frischen Luft? Wenn es solide Wohnungen und schadstoffarme, praktische Möbel und ebensolche Kleidung gäbe? Und Arbeitsplätze, mit denen alle Beteiligten zufrieden sein können? Qualitätssicherung für alle Produkte? Ein Traum, den unsere Wirtschaft nicht gerade in Erfüllung gehen lässt.

Belastende Arbeitsplätze

Die Realität sieht anders aus. Auf der Arbeit werden wir ständig mit Bedingungen konfrontiert, die unsere Gesundheit gefährden oder uns zumindest unangenehm sind. Zeitdruck, Schichtarbeit, Überstunden, Lärm, Staub und Schadstoffdämpfe, Hitze oder Kälte, und so weiter.

Im schlimmsten Fall lassen wir unseren Frust gegenseitig aneinander aus, und ein furchtbares Betriebsklima entsteht – was wirklich nicht sein muss, aber es gibt auch positive Beispiele, gute Teams, die sich verstehen. Das ist leider Zufall, auch wenn wir selbst nicht über andere lästern und Streit anfangen müssen.

Zeitungen berichteten vor einiger Zeit von einem Mann, der an einer Papierwalze gearbeitet hat. Er wurde von der Maschine erfasst und überlebte wie durch ein Wunder, ist aber schwer verletzt und wird nie wieder ganz gesund. Wie wäre der Unfall zu verhindern gewesen? Durch das Anbringen eines Geländers vor der Maschine…

Gespart wird wirklich an allen Ecken und Enden. Viele Bedingungen am Arbeitsplatz, egal ob Büro, Fabrik oder Handwerksbetrieb, könnte man verbessern. Woran es hängt? An den Euros natürlich…

Auch nach Feierabend: Die Misere geht weiter

Und an den Euros hängt auch unser Leben nach Feierabend, unser Essen, Trinken, Wohnen und letztendlich unser Zusammenleben in der Familie oder unsere Freundschaften. Kontakte leiden unter Hetze, Erschöpfung, Frust, Krankheit und wenig Zeit.

Konventionelle, also mit Chemikalien künstlich so billig wie möglich produzierte Lebensmittel, bestimmen den Markt. Bio, viel gesünder, ist teuer. Wer wenig Geld hat, muss sich eine Wohnung mieten, so billig es geht. Schimmel und Schadstoffe sind oft dabei, irgendeinen Haken hat so eine Wohnung immer. Billige Kleidung wird unter erbärmlichen Bedingungen in Fernost produziert und ist voller Schadstoffe, das Gleiche gilt für Möbel.

Profitable Kranke

Werden wir unter all diesen Bedingungen krank, ist das kein Wunder. Hier wird gespart, dort wird gespart, und je billiger, desto schädlicher. Wer Geld hat, kann sich ein gesundes Leben leisten, wer keines hat, hat Pech. Und die Behandlung wird auch zum Privileg. Schonende, gründliche Behandlung ist oft ein Privileg für Selbstzahler und Privatversicherte. Gesundheit ist Privileg für die wenigen mit Geld, das muss man so sagen. Gesundheit muss man sich leisten können.

Aber nicht, dass Normalversicherte nicht behandelt werden. Nein. Mit Kranken wird eine ganze Medizinindustrie betrieben. An Kranken können Ärzte, Pharmakonzerne, Kliniken, Psychotherapeuten, usw. usw. massenhaft Geld verdienen.

Psychopharmaka betäuben problematische Patienten. Je mehr operiert, therapiert, verschrieben wird, desto mehr wird verdient. Haben diese Leute ein Interesse an unserer Gesundheit? Ist der Bock nicht längst Gärtner?

Wer uns den letzten Cent aus der Tasche zieht

Die gleiche Industrie, die sich mit all den oben genannten Fakten äußerst unbeliebt macht, hat aber noch ein paar Trümpfe in der Tasche. Diese Trümpfe heißen Werbung und Luxusprodukte, oft minderer Qualität. Einerseits haben viele von uns zu wenig Geld. Andererseits gibt ein eine Werbung, die ständig neue Trends ausruft, uns neue Dinge kaufen lässt.

Uns fehlt was – Und die Industrie kann es nicht ersetzen!

Uns fehlt was. Uns fehlt Sicherheit, Geborgenheit. Uns fehlt die solide Grundlage einer Gesellschaft, in der – kurz gesagt – Leben wachsen und gelebt werden kann. Unser Leben wird zum brutalen Markt. Und wenn uns was fehlt, haben wir ständig das Gefühl, dass wir was brauchen.

Glauben wir nur nicht, mit diesem Gefühl könnte man nicht kräftig Profit machen. Die Werbung zeigt uns ständig neue Dinge, und wir kaufen Vieles, was wir nicht brauchen. Dabei brauchen wir doch unser Geld!

Aber unser Gefühl, dass uns etwas fehlt, wird ausgenutzt, und irgendetwas Schönes muss es in unserem Leben doch geben! Ständige neue Moden und neue billige Kleidung, neue Lebensmittel, die uns als „wie hausgemacht“ und so weiter angeboten werden, und tatsächlich aus eiskalten Fabriken stammen, Alkohol und Fernsehunterhaltung um uns zu betäuben, Zuckerzeug, dass krank und abhängig macht, Zigaretten, die laut Packungshinweis sogar töten können, Düfte die uns in geschlossenen Gebäuden Sommer und Natur aus der Chemiefabrik vorgaukeln, nichts, was beim näheren Hinsehen irgendwie gut ist, nur Dinge, die eine kurze Befriedigung und einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, Zeitungen, die aus dem Tod von Menschen reißerische Sensationen machen, Filme, die – Stopp! Sei still, Amalie, hör auf, das Letzte zu zerreden, was uns Allen noch bleibt! Sei ganz besonders still, wenn du die Wahrheit sagst!

Man kann nicht still sein. Was wir brauchen, ist nicht käuflich, aber die Profitgier kann es zerstören. Produkte können unsere menschlichen Bedürfnisse sowenig ersetzen, wie Prostitution Liebe ersetzt. Und doch – Kritik zerläuft im Sand. Kritik wird in Zeitungen, im Radio, im Fernsehen, ebenso eiskalt vermarktet wie alles andere auch.

Chancen auf Verbesserung gleich Null?

Unsere Chancen auf Verbesserung scheinen auf Null zu stehen. Also hat sich eine höchst problematische Haltung durchgesetzt – „Die Welt geht unter, na und, ich besauf mich noch mal“, kann man das überspitzt ausdrücken. Wir besaufen uns, mit krankmachenden Lebensmitteln, Alkohol, Zigaretten, Mode, Medien. Nichts im Leben scheint möglich, ohne die Industrie zu bezahlen, die uns soviel genommen oder besser gesagt nie gegeben hat. Wenn das alles so ist, wieso sollen wir aufhören, uns zu besaufen? Kritik geht ohnehin unter, wird noch mit verkauft.

… oder doch nicht?

Würde, um in der überspitzen Darstellung zu bleiben, die Welt auch untergehen, wenn wir uns nicht mehr besaufen? Angenommen, das kollektive Besäufnis wäre vorbei, wir kaufen nur noch, was wir wirklich brauchen. Dann hätten wir erst mal ein dickes Wirtschaftsproblem. Und dann wäre Umdenken gefragt. Veränderung, neue Möglichkeiten, vielleicht doch Verbesserung? Chancen, Achtung vor uns selbst und unseren Mitmenschen zu gewinnen?

Wirtschaftssanktionen für die Industrie

Verbraucher haben Macht und müssen diese zeigen. Kritik kann untergehen oder vermarktet werden. Die Verweigerung von Luxusprodukten kann keiner mehr vermarkten, und keiner bestrafen. Sie wird schon gezwungenermaßen häufiger. Deutschland wird ärmer. Viele Menschen können sich nur noch das Nötigste leisten.

Man kann nur alleine anfangen, und versuchen, Andere zu überzeugen. Das Internet bietet als einem großen Teil der Bevölkerung zugängliches Medium unglaubliche – kostenlose – Chancen.

Seinen Lebensstil zu verändern, überhaupt Veränderung, ist nie leicht. Aber die Aussicht auf ein Leben im kollektiven Besäufnis ist auch alles andere als anziehend. Geldnot hier, Konsumzwang da – ja, und wo ist für uns noch Platz? Wir müssen einfach Raum schaffen, für uns selbst, für die Natur und für Menschlichkeit, auch wenn die Industrie diesen Raum scheinbar felsenfest besetzt hält.


Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity Network, 10. August 2009 

SERIE: Gesundheitsvorsorge einfach und billig

Sonntagsgedicht der Glasprinzessin: Karussell

Das Leben ist wie ein Karussell

Karussell

Eine Zeitlang

sitzt du

am äußeren Platz

des Kettenkarussells.


Dann spürst du

wie es dich nach draußen hebt

immer schneller rauschst du

an allem vorbei.

Aller wird leichter

du schwebst über dem Alltag

dein Horizont erweitert sich

deine Beine baumeln in der Luft.


Doch dann

mitten im herrlichsten Sausen

stoppt der Flug

das Karussell fährt plötzlich rückwärts.


Du möchtest

es anhalten

ruderst dagegen

deine Kraft erlahmt.

Unweigerlich kommst du

da an, wo du

losgeflogen bist

deine Freiheit ist zu Ende.

Dieses Gedicht wurde von Mona, der „Glasprinzessin“ geschrieben. Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze Zeit draußen in der Natur verbringen.

Mona’s Geschichte: Mona die „Glasprinzessin“ – ein einsames Leben mit Wind und Wetter

Weitere Gedichte und eine Geschichte der Glasprinzessin:

Naturchaos * Heilung * Rotkehlia, das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben * Dazwischen * Sonntagsgeschichte: Papo Mio’s Oase für Umweltkranke * Isolation – Sonntagsgedicht der Glasprinzessin * Vertigo * Wohlig * Am Bug * Ich nehm Dich mit* KinderlachenEinsicht – Aussicht Im Walde * Tausendschönchen

Neue strikte Dienstanweisung im Krankenhaus: Parfum, Tops, Miniröcke, Flipflops verboten

Krankenschwestern ab sofort ohne Parfum im Dienst

Neue strikte Dienstanweisung im Krankenhaus: Parfum verboten

Die Leitung des königlichen Krankenhauses in Aberdeen ist dabei, neue strikte Richtlinien hinsichtlich Kleidung und Auftreten des Personals herauszugeben. Das Personal der im östlichen Teil Schottlands befindlichen Klinik hätte jederzeit auch äußerlich ein professionelles Image zu wahren und müsse stets bestrebt sein, Infektionen zu verhindern.

Neben legerer Kleidung wie Tops, Miniröcken, T-Shirts mit Aufdruck, verwaschenen Jeans, durchsichtige Kleidung und Armbanduhren, soll zukünftig auch die Benutzung von Parfum beim Personal untersagt sein. In Kürze wird der Entwurf für diese Dienstanweisung von der Krankenhausleitung nochmals beraten und dann endgültig entschieden.

Literatur: Evening Express, Aberdeen hospital dress code would ban sexy outfits, New strict guidelines for health staff, 04.08.2009

CSN Blog Top 10 – Die beliebtesten Artikel im Juli 2009

CSN Blog Top 10

Statt Sommerhitze regnet es dieses Jahr fast nur, „heiß“ sind stattdessen zwei Blogartikel, die es in die CSN Top 10 für den Monat Juli 2009 schafften.

Auf Platz Eins ist der Artikel der Spanierin Eva Caballe „Die nackte Wahrheit über MCS“ gelandet, der in zehn Sprachen übersetzt wurde. Im englischsprachigen CSN Environmental Medicine Matters Blog landete er ebenfalls auf Platz Eins – Super Eva!

Gewundert hat uns bei Statistikauswertung, dass es ein weiterer „heißer“ Artikel in die Top 10 schaffte, obwohl Thommy ihn bereits im Mai letzten Jahres veröffentlicht hatte. Wie das passieren kann? Ganz einfach: Eine andere Webseite oder ein Forum findet einen Artikel interessant und verlinkt ihn. So passierte es mit Thommy’s Blogartikel „Domina bietet außergewöhnliche Dienste an“. Erinnert Ihr Euch noch daran?

Auf Platz Zwei kam der Blogartikel zur Nominierung von Silvia K. Müller und Dr. Peter Binz zum taz Panther Preis.

Voll „abgesahnt“ hat Amalie, drei Artikel von ihr schafften es in die Top10 im Juli, kein Wunder, denn sie waren wirklich sehr informativ.

Zum Lesen der CSN Top 10 Artikel einfach anklicken:

taz Panter Preis 2009 – Jetzt Stimme abgeben: Umweltkranke und Chemikaliengeschädigte unterstützen

Unermütlicher Einsatz für Menschen die durch Chemikalien erkrankten

Nominiert für den taz Panter Preis 2009

Silvia K. Müller, CSN, und Dr. Peter Binz, Neurologe aus Trier, sind für den diesjährigen taz Panterpreis nominiert. Ihr Engagement gilt seit vielen Jahren Menschen, die durch Chemikalien auf ihrem Arbeitsplatz, durch Wohngifte in ihrem Haus oder anderweitige Chemikalienexposition erkrankten. Viele dieser Erkrankten leiden dadurch unter MCS – Multiple Chemical Sensitivity, einer Hypersensibiltät auf Chemikalien. Sie reagieren auf geringste Spuren von Alltagschemikalien und müssen deshalb oft sozial vollig isoliert leben. Die seit den Vierziger Jahren bekannte Krankheit betrifft mindestens 10% der Bevölkerung (internationale Studien sprechen von 10-30%), sie wird jedoch weitgehend verschwiegen und bagatellisiert. Von Behörden, Insitutionen und Versicherungen bekommen Menschen, die durch Chemikalien erkrankten, in den seltensten Fällen Hilfe, im Gegenteil, man rückt ihre Beschwerden häufig sogar mit Kalkül in Richtung Psyche, um so auf subtile Weise Ansprüche abzuwehren. Die taz berichtete in ihrem Artikel „Gegen Gifte, die das Hirn zerfressen“ über die Arbeit und die Beweggründe der beiden Nominierten.

Jetzt an der Wahl der Preisträger beteiligen

Stimme für Umweltkranke und Chemikaliengeschädigte abgeben

Die LeserInnenwahl für den taz Panter Preis hat am Samstag, den 1. August 2009, begonnen. Bis zum 29. August 2009 ist es möglich, das Projekt zu wählen, das einem am Wichtigsten erscheint. Jeder kann mitmachen, man muss dazu kein taz Abonennt sein. Auch Stimmen aus dem Ausland sind zulässig.

Die Nominierten >>> Panter Preis 2009

taz Präsentation >>> Bericht über Silvia K. Müller und Dr. Peter Binz

Bericht im CSN Blog >>> Nominiert für den taz Panther Preis: Silvia K. Müller – CSN und Neurologe Dr. Peter Binz

Man kann online oder per Briefpost abstimmen. Jeder kann nur einmal wählen. Es zählen nur Stimmabgaben, die mit Absender versehen sind. Es ist möglich, dass mehrere Personen aus einem Haushalt unter Angabe des vollen Namens abstimmen.

Wer Silvia K. Müller und Dr. Peter Binz wählen möchte, klickt online die Namen über dem Adressfeld im taz Formular an, und wer per Post abstimmt, schreibt einfach die beiden Namen und seine eigene Adresse auf eine Karte (ohne ist ungültig).

Online Stimme abgeben >>> taz Panterpreis

Die Postadresse der taz:

taz, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin

Preisverleihung taz Panter Preis 2009

Der taz Panter Preis wird am 19. September in der Komischen Oper Berlin verliehen. Es gibt zwei Preise, die verliehen werden, einen, den die taz Jury vergibt und einen, bei dem die Leser die Entscheidung treffen. Die Nominierten haben also eine doppelte Chance, den Preis zu erhalten. Die Gewinner und Gewinnerinnen des taz Panter Preises werden auf der Preisverleihung bekannt gegeben.

taz Panter Preis - CSN und Umweltmediziner nominiert

Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Ihrer Stimme das Engagement von Silvia K. Müller und Dr. Peter Binz, und damit Menschen die durch Chemikalien erkrankten, unterstützen.