Archiv der Kategorie ‘Krank durch Chemikalien‘

Bessere Aussichten für Umweltkranke? Konferenz Gesunde Umwelt in Innenräumen

Umweltkranke und Menschen mit Chemikalien-Sensitivität / MCS, die bereits auf geringste Konzentrationen von Schadstoffen in Innenräumen reagieren, warten gespannt auf das Ergebnis der Konferenz GESUNDE UMWELT IN INNENRÄUMEN die vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt in Berlin ausgerichtet wurde. Wenn sich neue Regelungen zur Verbesserung der Innenraumluft in Innenräumen daraus ergeben, könnte dies für Menschen mit Chemikalien-Sensitivität, Asthmatiker und viele Millionen Allergiker mehr Lebensqualität bedeuten und ein erster Schritt in Richtung Barrierefreiheit für diese Behinderten sein.

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Presse-Information 041/2009 – Gemeinsame Presseinformation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:

Konferenz Gesunde Umwelt in Innenräumen

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, hat heute in Berlin eine Konferenz zur Luftqualität in Innenräumen eröffnet: „Umweltschutz ist vorsorgender Gesundheitsschutz. Wir müssen überall dort tätig werden, wo Umweltfaktoren zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Da wir uns 80 bis 90 Prozent des Tages in Innenräumen aufhalten, ist die Sorge um die Raumluftqualität ein wichtiger Bestandteil der Prävention von gesundheitsbezogenen Umweltbelastungen“, sagte Müller. Die gemeinsam von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt ausgerichtete Konferenz soll heute und morgen (23. und 24. Juni) klären, welche Probleme es aktuell in Innenräumen gibt, wie diese gesundheitlich zu bewerten sind und welche politischen Handlungsoptionen sich daraus ergeben.

Zu Hause, in der Schule, im Büro oder in Verkehrsmitteln – die Menschen in Deutschland halten sich den überwiegenden Teil des Tages in Innenräumen auf. Sie sind dort vielfältigen Belastungen ausgesetzt: Chemische Stoffe wie Lösemittel oder Weichmacher, feiner und ultrafeiner Staub oder Mikroorganismen wie Bakterien und Schimmel. Einige Innenraumschadstoffe, die in der Vergangenheit eine Rolle spielten, sind dank politischer Bemühungen und konsequenten Handelns verschwunden, beispielsweise das Holzschutzmittel Pentachlorphenol, chlorierte Lösemittel wie Perchlorethylen oder auch Asbest.

Andere, neue Stoffe sind an ihre Stelle getreten: So finden sich heute mehr als 200 flüchtige und schwer flüchtige organische Verbindungen in der Innenraumluft. Die Raumluftkonzentrationen hängen dabei von den eingesetzten Materialien ab, von Bauprodukten über das Inventar bis zu beispielsweise Reinigungsmitteln. Die Belastung hängt auch von dem Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer sowie von der Gebäudekonstruktion und -situation ab. In vier Fachforen werden auf der Konferenz die Themen Energiesparen und gute Raumluft, Emissionen aus Bauprodukten, Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern sowie der zunehmende und aus gesundheitlicher Sicht problematische Eintrag von Duftstoffen in die Raumluft behandelt.

Literatur:

UBA, Pressemitteilung: Gesunde Umwelt in Innenräumen, Dessau-Roßlau, 23.06.2009

Bildmaterial UBA

Offener Brief einer Selbsthilfegruppe für MCS – Multiple Chemical Sensitivity an den Bundespräsidenten Horst Köhler

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Offener Brief der MCS Selbsthilfegruppe Stuttgart an den Bundespräsidenten Horst Köhler bzgl. der Situation von Menschen in Deutschland, die an Chemikalien-Sensitivität / Multiple Chemical Sensitivity (MCS) erkrankt sind.

An den

Bundespräsidenten Horst Köhler

Bundespräsidialamt

Spreeweg 1

10557 Berlin

Waiblingen, 22.06.2009

Gilt das Grundgesetz auch für alle kranken Menschen?

Sehr geehrter Herr Köhler,

gilt das Grundgesetz auch für alle kranken Menschen? Auf diese Frage würden Sie mir wahrscheinlich antworten – „aber selbstverständlich“. Ich müsste Ihnen dann entgegnen, dass dies in der Praxis leider ganz und gar nicht der Fall ist. Bei vielen Menschen die an Umweltkrankheiten wie MCS (Multiple Chemikalien Sensitivität) leiden, wird das Recht auf körperliche Unversehrtheit täglich verletzt.

Was ist MCS?

MCS (Multiple Chemikalien Sensitivität) ist eine Erkrankung die besonders häufig bei Personen auftritt die über längere Zeiträume toxischen Chemikalien ausgesetzt waren. Unter Menschen, die beruflich mit Lösungsmitteln arbeiten, erkranken bis zu 60% an MCS. Erkrankte Personen reagieren dann auf Chemikalien (u.a. auch auf Duftstoffe, siehe hierzu den beiliegenden MCS-Flyer von CSN und die beiden DVD´s).

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im ICD-10 Code MCS unter T 78.4 den Vergiftungen zugeordnet. Nach US-Amerikanischen Studien leiden ca. 4-6% der Bevölkerung an schwerer MCS. Wenn man diese Zahl auf Deutschland überträgt dann wären dies mindestens 3 Millionen Menschen. Viele leiden an dieser Erkrankung, ohne es zu wissen.

Wer bereits erkrankt ist und u.a. auf Duftstoffe reagiert, der ist gezwungen in einer Isolation zu leben. Nahezu jeder Mensch verwendet Duftstoffe, die chemische Industrie ist überall sehr präsent. Kontakte mit anderen Menschen, einkaufen gehen, Arztbesuche erledigen sind nur mit Schwierigkeiten oder gar nicht möglich, von lebenswichtigen Aufenthalten in Krankenhäusern ganz zu schweigen. Die meisten können nicht mehr arbeiten, dadurch befinden sie sich in einer kritischen finanziellen Situation.

Zusammenfassend erklärt bedeutet dies: Luftverschmutzungen durch chemische Stoffe führen dazu, dass an MCS erkrankte Menschen aus der Gesellschaft ausgegrenzt, diskriminiert und täglich mit „Körperverletzungen“ konfrontiert werden. Der Artikel 1 des Grundgesetzes, in dem die Würde des Menschen unantastbar sein soll, das ein Recht auf körperliche Unversehrtheit garantiert,

wird vollständig ausgehebelt, in dem auf ein angeblich ungeklärtes Krankheitsbild von MCS verwiesen wird. In Wirklichkeit handelt es sich um eine durch die WHO als körperliche Erkrankung anerkanntes Leiden.

Herr Köhler, könnten Sie mir eine Antwort darauf geben, wie wir, MCS-Kranke, unsere Grundrechte einfordern können?

Duftstoffe sollten zumindest in öffentlichen Räumen verboten werden, um den MCS-Behinderten Menschen einen barrierefreien Zugang zu Behörden, Ärzten, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Räumen zu ermöglichen. Es gibt bereits in USA und in Schweden teilweise Duftstoffverbote für öffentliche Einrichtungen. Diese Länder haben die Gefahr von Duftstoffen erkannt und nehmen sie ernst.

Was ist ein Grundgesetz und eine Demokratie wert, wenn die Chemie-Lobby sich gegen die Gesundheitsinteressen und Prävention durchsetzt. Dabei gibt es bereits mehrfach bestätigte wissenschaftliche Studien über die negative und irreparable Wirkung vieler alltäglicher Chemikalien auf alle Lebewesen. Wir alle sind täglich von so vielen giftigen Substanzen umgeben, die uns auf Dauer krank machen. Auch durch die REACH-Verordnung Nr. 134/2009 vom 16.02.09 wird sich für die MCS-Kranken effektiv nichts ändern. Die wirtschaftlichen Interessen der chemischen Industrie werden weiterhin geschützt und die Kranken werden immer tiefer in ihr Leid gedrängt.

Deshalb ist eine Aufklärung der Bevölkerung unumgänglich. Schutz und Hilfe für die Betroffenen sowie eine Anerkennung der Umweltkrankheiten wäre dringend notwendig. Denn die „Epidemie“ der Umwelterkrankungen wird sich in den folgenden Jahren so weit ausbreiten, dass es für das Gesundheitswesen und die Wirtschaft ernste Folgen haben wird.

Ich und andere MCS-Erkrankte würden es uns wünschen und wären Ihnen sehr dankbar dafür, wenn Sie sich mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für die Aufklärung und die Verbesserung der momentanen Situation einsetzen. Es ist bekannt, dass Sie keine direkte Einflussnahme auf die Gesetzgebung haben. Jedoch könnten Sie auf die bestehende Problematik immer wieder deutlich hinweisen und Ihre Zustimmung nur entsprechenden Gesetzen erteilen. Sie haben doch bisher bewiesen, dass Sie die Gesellschaft mit Ihren einfühlsamen Reden wachrütteln können.

Können wir auf Ihre Unterstützung zählen?

Sie haben vor Ihrer diesjährigen Wiederwahl öffentlich gesagt „Wir wollen eine Gesellschaft sein, die nicht wegschaut, wenn Menschen in Not sind, und keinen zurück lässt“. Da haben einige Ministerien aber noch sehr viel zu tun!

Dieses Schreiben habe ich heute als offenen Brief unter folgender Internetadresse veröffentlicht:

http://www.csn-deutschland.de/forum/showboard.php?id=51

Ihr Antwortschreiben werde ich ebenfalls dort veröffentlichen. Ihrerseits haben Sie die Möglichkeit, evtl. Kommentare zu meinem Schreiben von anderen Mitbetroffenen auch auf dieser Seite nachzulesen.

Mit freundlichen Grüßen

Olga Hogk

(Mitglied der MCS-Selbsthilfegruppe Stuttgart)

Anlagen:

MCS-Flyer

2 DVD´s

Petition bzgl. Vorrang für Umweltmedizin vor psychiatrischer Diagnose und psychiatrischer Behandlung

Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages antwortet

Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zum Thema Umweltmedizin

Umweltkranke und insbesondere Erkrankte, die unter Chemikalien-Sensitivität (MCS) leiden, berichten häufig davon, dass versucht wurde, sie mit einer psychiatrischen Diagnose zu belegen, obwohl eine umweltmedizinisch begründete Ursache erkennbar war. Sie berichten auch darüber, dass ihnen Psychopharmaka verordnet bzw. verabreicht wurde, ohne dass sie damit einverstanden waren. In einigen Fällen waren Psychopharmaka wegen einer vorliegenden Störung des Fremdstoffmetabolismus sogar als kontraindiziert anzusehen.

Nachfolgend eine Stellungnahme des Deutschen Ministeriums für Gesundheit an den Deutschen Petitionsausschuss des Bundestages zu dieser Problematik. Grund für die Stellungnahme: Eine chemikaliensensible Frau, die in Irland lebt, hatte am 20.März 2009 den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages angeschrieben und mittels ihrer Petition um folgendes gebeten:

Petition einer Umweltkranken

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass jedem Patienten das Recht gegeben wird, erst einen Umweltmediziner aufzusuchen und naturheilkundliche / homöopathische/orthomolekulare etc. Behandlung zu bekommen, ehe eine psychiatrische Diagnose gestellt werden und mit einer Behandlung mit gefährlichen Psychopharmaka begonnen werden darf.

Die Petentin gegründete ihre Petition wie folgt und fügte eine Reihe von Anlagen bei:

1. Psychopharmaka stellten eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit dar, da sie zu plötzlicher Gewaltbereitschaft und Autoaggression führen können. Amokläufe und Selbstmorde sind mit der Verschreibung von SSRI vorprogrammiert. Erneut hat ein Jugendlicher unter Einfluss eines Antidepressivums Menschen getötet. Hunderte von Fällen weltweit, besonders aus den USA, sind dokumentiert. Aber statt die Gefährlichkeit von Antidepressiva einzugestehen, stellen gerade Psychiater und Psychologen die Forderung nach mehr und frühem Zugang zu psychiatrischer Behandlung.

2. Psychiatrie und Psychopharmaka sind eine Gefahr für ein effektives Gesundheitswesen, da Milliarden verschwendet werden für Medikamente, die Menschen chronisch krank machen. Wirkliche Heilung ist nicht anstrebt, aber den Interessen der Pharma- und Chemieindustrie wird gedient. Die Verwendung von atypischen Antipsychotika wie Zyprexa hat zu einer Epidemie von Diabetes geführt. Der Hersteller Lilly hat bis heute keine Warnung über Selbstmordgefahr im Beipackzettel angegeben, obwohl schon vor Jahren der Forscher David Healy berichtet hat, dass schon in den ersten Versuchsreihen Zyprexa zu der höchsten ihm bekannten Selbstmordrate bei Psychopharmaka geführt hat. Der Hersteller bietet auch Diabetes-Mittel an und verdient zusätzlich.

3. Da sich die allgemeine Psychiatrie und Neurologie nicht mit den Ursachen von psychischen Veränderungen befassen, werden Schäden, die durch Neurotoxine in der Umwelt, in der Nahrung und durch medizinische Behandlung entstehen, weder erkannt noch medizinisch korrekt behandelt. Die durch umweltmedizinischen Forschung nachweisliche Wirkung von Schadstoffen wie Quecksilber ( v.a. von Zahnamalgam), Fluor, Blei, Arsen, Lösemittel, Mikrowellen (von Mobilfunk) und Nahrungszusatzstoffen wie Aspartam und Natriumglutamat auf das menschliche Nervensystem und damit auf das seelische Befinden wird von der Psychiatrie ignoriert. Schlimmer noch: Menschen, die stark auf Umwelteinflüsse reagieren und dieses Erfahrung äußern, werden kurzerhand Wahnvorstellungen diagnostiziert. Die Psychiatrisierung von Menschen mit multipler chemischer Sensitivität (MCS) und Elektrohypersensitivität (EHS) bringt praktisch gar keine Erfolge, aber kostet Millionen. Diesen Menschen wird aber von ignoranten Psychiatern im Falle von Zwangseinweisungen das Konsultieren von Umweltmedizinern oder Heilpraktikern verweigert.

4. Es ist eine Tatsache, dass ein Psychiater nach völlig subjektiven und willkürlichen Kriterien aus einer Einzelaussage eine groteske Diagnose basteln kann, die ohne Prüfung von Gericht übernommen wird. Wenn eine Hilfe suchende MCS-Kranke eine schon einwöchige völlige Schlaflosigkeit und immer wieder einsetzendes Herzrasen beschreibt, das sie befürchten lässt, vor einem Herzinfarkt zu stehen mit der Sorge: „Ich bin in großer Gefahr“, kann eine psychiatrische Diagnose gestellt werden, die Patientin fühle „sich bedroht“ und habe „keine Krankheitseinsicht“ – selbst wenn diese Person aus eigener Initiative kam. [Dokumentiert]

Stellungnahme des Bundesministeriums für Gesundheit zu Petition

Am 30. Mai erhielt Sie ein Schreiben des Petitionsausschusses, dem eine Stellungnahme des Bundesministeriums für Gesundheit beigefügt war.

In der Stellungnahme heißt es u.a.:

Bereits nach geltendem Recht hat jede Patientin/jeder Patient das Recht, eine Ärztin oder einen Arzt beliebiger Fachrichtung aufzusuchen und sich einer Behandlung zu unterziehen.

Dabei haben Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherungen Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Welche Ursachen zu einer Erkrankung geführt haben, ist dabei grundsätzlich ohne Belang. Deshalb wird auch bei Versorgungsangeboten nicht danach unterschieden, ob die Erkrankungen, auf die eine Behandlung abzielt, durch Umweltbelastungen oder andere Faktoren bedingt sind.

Eine medizinische Behandlung wie z.B. eine Arzneimitteltherapie mit Psychopharmaka setzt die Einwilligung der Patientin oder des Patienten voraus. Eine in die körperliche Unversehrtheit eingreifende ärztliche Behandlung stellt rechtlich gesehen eine Körperverletzung dar. Jeder ärztliche Eingriff bedarf daher einer besonderen Rechtfertigung, und zwar in der Regel durch die ausdrückliche, stillschweigende oder mutmaßliche Einwilligung der Patientin oder des Patienten. Eine wirksame Einwilligung setzt stets eine so umfassende Aufklärung der Patientin oder des Patienten voraus, dass diese/r aufgrund ihrer/seiner persönlichen Fähigkeiten in der Lage ist, Art, Umfang und Tragweite der Maßnahme und der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken zu ermessen und sich entsprechend zu entscheiden. Dabei ist die Einwilligung nur wirksam, wenn die natürliche Einsichts- und Entschlussfähigkeit der Patientin oder des Patienten gegeben ist. Liegt diese nicht vor oder bestehen Zweifel daran, muss die Ärztin oder der Arzt die Einwilligung eines vertretungsbefugten Dritten, der zuvor gleichermaßen aufzuklären ist, einholen. Lediglich in medizinischen Notfällen oder bei Vorliegen eines richterlichen Beschlusses ist die Ärztin oder der Arzt zur Behandlung bzw. Verabreichung von Medikamenten ohne Vorliegen einer wirksamen Einwilligung befugt.

Den vollen Wortlaut der Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit, auch zu dessen Einschätzung der umweltmedizinischen Situation, kann hier eingesehen werden:

Schreiben zu Petition 2-16-15-2123-051164 vom 28. Mai 2009, Bundesministerium für Gesundheit an Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages.

Sonntagsgedicht der Glasprinzessin: Ich nehm dich mit

Wandern-mit-Freunden

Ich nehm dich mit

meine liebe Freundin –

ich nehm dich mit,

weil du nicht mehr kannst.

Du sitzt in kleinem Raum,

kannst kaum noch gehn,

die toxischen Stoffe engen dich ein.


Du bist voller Schmerzen

und doch so fähig –

ich nehm dich mit;

pack dich in meinen Rucksack –

und wir machen eine lange Wanderung.


Geh mit mir, meine Liebe,

lass dich tragen,

solange ich es noch kann –

und ich zeig dir die alten Bäume, die Bäche

und den moosbedeckten Waldboden.


Denn auch ich bin betroffen,

nicht ganz so schlimm wie du –

kann nur noch in den Wald

und auf ungedüngte Wiesen,

aber bis dahin

nehm ich dich gerne mit.

____

Dieses Gedicht wurde von Mona, der „Glasprinzessin“ geschrieben. Es ist gleichzeitig auch ein Lied, dass Mona singt, wenn sie Heimweh nach der Nordsee hat. Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze Zeit draußen in der Natur verbringen.

Mona’s Geschichte: Mona die „Glasprinzessin“ – ein einsames Leben mit Wind und Wetter

Weitere Gedichte und eine Geschichte der Glasprinzessin:

Naturchaos * Heilung * Rotkehlia, das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben * Dazwischen * Sonntagsgeschichte: Papo Mio’s Oase für Umweltkranke * Isolation – Sonntagsgedicht der Glasprinzessin * Vertigo * Wohlig * Am Bug

Deutschland 2030 – CO² Endlager mit potenziell tödlicher Wirkung?

co2 ist ein tödliches Gas

Zumindest geplant: Die Bundesregierung will den CO²-Ausstoß in gesamt Deutschland bis 2020 um 40% senken. Das als Klimaschädling bekannte Gas steigt vor allem aus den Schornsteinen der Kohlekraftwerke auf, in Deutschland kommt fast die Hälfte des CO² aus diesen Schloten! Wie soll also die Reduzierung zu schaffen sein? Schließlich setzen wir weiter auf Kohle, auch wenn sich die Unwetter häufen und die Küsten durch den steigenden Meeresspiegel gefährdet sind, der Klimawandel schwer zu übersehen ist. Bis 2012 sollen trotzdem 25 neue Anlagen geplant werden. Was wohl aus den Schornsteinen dieser doch viel moderneren Anlagen kommen wird?

Reinwaschen der Kohlenergie mit der Wundertechnik CCS?

Vorreiter beim Reinwaschen der Kraftwerke ist der Energiekonzern Vattenfall. Während sich E.ON und RWE nur darauf berufen, dass ihre Kraftwerke später mit der erstaunlichen neuen Technik nachrüstbar sein würden, will Vattenfall bereits die ersten Modellprojekte starten. Was die neue Sauber-Technik sein soll? Sie nennt sich CCS, „Carbon Capture and Storage“, also „CO² einfangen und lagern“. Wie will ein Gas erst gefangen und dann gelagert werden? Mit einem Netz funktioniert das schwerlich, und wo hin mit Tonnen des schlüpfrigen Klimakiller-Gas? Damit es auch bloß nicht wieder hervorkriecht?

Es soll oben am Schornstein abgefangen werden, mit einem Rohr und nicht mit einem Netz natürlich. Dann wird das Gas zusammengepresst, kompressiert. Mit LKW, Zug oder Pipeline gelangt es dann zu seiner Lagerungsstätte. Wo die ist? Nun, zum Beispiel unter Ihnen. Im Boden in längst leer gepumpten Erdöl- oder Gasspeichern ebenso wie in Salzseen, die in begrenztem Maße CO² aufnehmen können. Dort wird es schlicht und einfach hineingeblasen. Loch zu machen, und was passiert jetzt? Wo ist das Problem?

Milliardenschwere Projekte, Sponsor: Der Steuerzahler

Wenn es denn nur ein Problem allein wäre. Es ist nämlich mehr als ein Problem. Der erste Haken ist, dass es unserem Klima erst viel zu spät helfen würde. 2030 könnte das System frühestens „serienmäßig“ angewandt werden. Außerdem ist es eben sehr teuer – ob es sich in der Marktwirtschaft durchsetzen kann? Immerhin bräuchten wir in Europa schon mal 10 Milliarden Euro vom Staat, damit die Anlagen überhaupt entwickelt werden können, geschweige denn gebaut. Viele Grüße von den Steuerzahlern, kann man da nur sagen. Billig würde es nicht gerade werden.

Keine Hilfe fürs Klima, aber saures Wasser

Aber nun denn, wenn es dem Klima hilft, selbst wenn das erst 2030 wäre, sollte es uns doch nicht zu teuer sein, oder? Da kommt der nächste Haken. Hilft es dem Klima? Das Erdinnere ist kein hermetisch abgeriegelter Sicherheitsbereich. Und Gase sind schlüpfrig. Warum denn dort unten bleiben? Forscher rechnen mit 1% Austritt pro Jahr. Angenommen, wir lagern im Rahmen eines Modellprojekts 2012 das erste Gas ein, sind bis 2022 nur noch 90% des Gases in der Erde. Wenn die Berechnungen stimmen. Es wird also nur langsamer abgelassen. Aber raus kommt es, wenn es erst mal da ist, werden wir es nicht mehr los. Und unter der Erde nimmt es Platz weg, für Erdgasspeicher und Erdwärmegewinnung.

Nebenbei hat das unterirdische Gas noch andere Nachteile. So könnte unser Wasser wortwörtlich sauer werden, denn das CO² reagiert schließlich auch mit dem Wasser und anderen Stoffen. Nichts gegen Kohlensäure im Mineralwasser, aber man will sie schließlich nicht überall haben. Und sie schadet der Umwelt, die nur eine bestimme Menge Säure ertragen kann. Zum Beispiel dem Boden, der hat mehr Säure als genug. Wir wollen ja, dass hier noch was wächst, auf unseren Feldern, im Wald, im Garten…

Tödlicher Klimaschutz? Was passiert, wenn das CO² herauskommt?

Und was passiert da, wo das CO² austritt? Ist es wirklich nur schlimm, wenn so viel von dem Gas austritt, dass der Sauerstoff verdrängt wird? Tatsächlich könnte CO² stellenweise in höheren Konzentrationen austreten, und nicht nur da, wo man es vermutet. Man weiß nämlich nicht genau, wo sich winzige Risse bilden, durch die das Gas hochkommt. Warum bringen den Kritiker den Vorwand vor, dass man noch nicht wüsste, wie man mit den rechtlichen Klagen der Erkrankten umgehen sollte, wie es mit Haftbarkeit der Konzerne aussieht? Ja, gäbe es denn so viele mit austretendem CO² „Verunfallte“, dass so finanzkräftige Firmen wie Vattenfall Probleme mit den Kosten solcher Prozesse hätten?

Und das CO² ist in kleiner Dosierung zwar immer in unserer Luft, aber in hoher Dosierung sogar dann schon giftig, wenn noch Sauerstoff zum Atmen da ist. Also, wenn die Projekte klappen und Sie, sagen wir, 2015 (in sechs Jahren) über so einem Lagergebiet wohnen, und Ihnen draußen auf einmal seltsam zu Mute wird, Ihr Kopf anfängt weh zu tun (geschieht bei 3-5% CO² in der Luft), Sie bei steigender Konzentration des Gases (8-10% CO²) beim weiteren Austritt des Gases schwindlig werden, Sternchen sehen, bald in gnädige Bewusstlosigkeit fallen und irgendwann der Tod eintritt, wissen Sie im letzten Moment, was passiert ist… Danke, Vattenfall, oder war es dann schon E.ON oder RWE?

Bürgerinitiative CO2ntraEndlager – Bürger machen nicht alles mit

Aber wer weiß. Vielleicht passiert es ja gar nicht. Auch Deutschlands Bürger lassen sich nicht alles gefallen. Haben Sie schon von der Bürgerinitiative CO2ntraEndlager gehört? Sehen Sie mal auf http://www.CO2bombe.de nach. Die Landesregierung Brandenburgs plant zusammen mit Vattenfall in zwei Landkreisen im Lausitz, die CCS-Anlagen zu bauen und Milliarden Tonnen CO² in die Erde zu pressen. Neben den Risiken der CO²-Lager unter der Erde müssten die drei Dörfer Kerkwitz, Grabko und Atterwasch für den Tagebau umgesiedelt werden.

Die Bürgerinitiative CO2ntraEndlager hält erfolgreich dagegen: Flugblätter, Information im Internet, Briefe an Politiker und das CO2ntraEndlager Umweltfestival in Berlin auf der Straße. Dort konnten am 17. Juni 100.000 Besucher die Aktion „Sprayen gegen CO2 Verklappung“ auf einer extra dafür bereitgestellten, 15m² großen Wandfläche bewundern und immerhin 500 unterschrieben die Petition der Bürgerinitiative. Insgesamt hat die Petition über 6000 Unterzeichner!

CDU macht Rückzieher – Aber der nächste Anlauf ist geplant

Und die Initiative ist sehr erfolgreich. Denn die Pläne waren noch gar nicht praktisch „durch“, wie es erst hieß, sondern noch nicht mal rechtlich abgesegnet! Und im Landtag darüber abgestimmt muss auch noch werden. Die CDU/CSU-Fraktion hat jedenfalls erst mal einen Rückzieher gemacht. Die rechtliche Absicherung läuft noch. In zwei Wochen soll über das neue Gesetz noch mal beraten werden.

Stellung gegen die Vattenfall-Pläne nehmen

Der Rechtsexperte Dirk Tessmer stellt klar, dass noch keinerlei Entscheidung gefallen ist.

„Alle Bürger, die sich für den Erhalt der Natur, Landschaft und vor allem der betroffenen Ortschaften aussprechen, können und sollten gegen die neuen Vattenfall-Pläne Stellung beziehen“, so Tessmer.

Tun wir das! Auf http://www.CO2bombe.de finden Sie Infos zur Petition. Unterschreiben auch wir! Das macht Sinn, wenn wir weiter in Europa leben wollen. Allein Deutschland würde nach Plänen von Vattenfall & Co. in Norddeutschland und Süddeutschland von unterirdischen Lagern und durch die Mitte mit Pipelines durchzogen werden! Wo sollte man da noch sicher sein? Verhindern wir das!

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity, 19. Juni 2009

Weitere interessante Artikel von Amalie:

Schwimmen kann für die Atemwege zum Reizfaktor werden

Schwimmen im Hallenbad kann gesundheitsschädlich sein

Regelmäßige körperliche Betätigung ist dafür bekannt, die Gesundheit effektiv und nachhaltig zu fördern. Unter den zahlreichen Aktivitäten, die angeboten werden, wird Schwimmen von einem Großteil der Bevölkerung bevorzugt. Vor allem Kinder sind kaum aus dem Schwimmbecken zu bekommen. Obwohl Schwimmen eigentlich für die gesamte Gesundheit nützlich ist, so zeigen medizinische Studien und Auswertungen in jüngster Zeit, dass diese körperliche Betätigung manchmal auch nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit und insbesondere auf das Atmungssystem hat. Gesundheitsbeschwerden werden ganz besonders durch Schwimmen in Hallenbädern ausgelöst.

Reizfaktor Chemikalien im Schwimmbad

Grund für Reizungen der Atemwege können, laut Wissenschaftler von der Universität Quebec, Chemikalien sein, die sich durch Wechselwirkungen von Chlor und mit organischem Material bilden und sich irritativ auf die Atemwege auswirken. Diese Problematik kann insbesondere bei Kindern, Bademeistern und Leistungsschwimmern Symptome der unteren Atemwege zur Folge haben. Das Auftreten von Allergien, Rhinitis, Asthma und hyperreaktivem Atmungssystem ist demzufolge bei Eliteschwimmern auffallend häufiger anzutreffen als bei der normalen Durchschnittsbevölkerung. Der Zusammenhang könnte sowohl aus Schädigung des Epithels der Atemwege resultieren als auch verstärkter nasaler und pulmonaler Durchlässigkeit, die durch den Kontakt mit Abbauprodukten des Chlors in Hallenbädern verursacht sind. Vor allem dann, wenn Entzündungen der Atemwege und Renovierungsarbeiten im Schwimmbad aufeinander treffen.

Behandlung erst ansatzweise vorhanden

Wissenschaftler aus Quebec halten weitere Studien für notwendig, um die Mechanismen für das Entstehen und die Verschlechterung von Atemwegsbeschwerden bei Freizeit- und Leistungsschwimmern besser zu verstehen. Sie gaben ihrem Wunsch nach weiterer Forschung Nachdruck, indem sie darauf hinwiesen, dass sich daraus optimierte Behandlungen entwickeln ließe und bei Betroffenen möglicherweise das Entstehen von Asthma verhindert werden kann.

Naturbad, See oder Meer statt Hallenbad

Um die Gesundheit zu stärken, muss man trotzdem nicht aufs Schwimmen verzichten. Die Nutzung von Naturbädern, Baden in Seen und im Meer ist eine Alternative, die keine Risiken durch Chlorabbauprodukte und andere Schwimmbadchemikalien birgt und sicherlich noch mehr Spaß macht.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 7. Juni 2009

Literatur:

Bougault V, Turmel J, Levesque B, Boulet LP, The respiratory health of swimmers, Centre de Recherche de l’Institut Universitaire de Cardiologie et de Pneumologie de Québec, Québec, Canada, Sports Med. 2009;39(4):295-312.

Politik, Politiker engagieren sich für Umweltkranke

Politiker, Parteien engagieren sich

Umweltkranke werden auf fast allen Ebenen in unserer Gesellschaft ausgegrenzt. Medizinische Behandlung im Sinne von adäquater Therapie in wirklich geeigneten Räumlichkeiten existiert bis heute nicht. Rücksichtnahme auf die Gesundheit von Umweltkranken wird in öffentlichen Bereichen kaum genommen, wenn, dann ebenfalls nur aufgrund von privatem Einsatz Einzelner. Arbeitsplätze für Menschen mit Chemikalien-Sensitivität (MCS) existieren nur in ganz wenigen Einzelfällen und wurden von Arbeitgebern von sich aus bereitgestellt, um einem qualifizierten Mitarbeiter weiterhin Arbeitsmöglichkeit zu bieten. Getoppt wird diese unakzeptable Situation von Diskriminierungen, denen die Erkrankten bewusst ausgesetzt werden, bspw. in dem man partout nicht akzeptieren will, dass eine körperliche Krankheit vorliegt und darauf beharrt, es sei psychisch bedingt, reine Einbildung, etc. und damit die Ursache und Auswirkungen der Erkrankung verschleiert, damit niemand für die Erkrankten aufkommen muss.

Thommy’s Blogfrage der Woche

  • Was erwartet Ihr von Politikern, wie können sie sich für Umweltkranke engagieren?
  • Um was würdet Ihr persönlich Politiker der Spitzenparteien bitten?
  • Können sich Politiker überhaupt wirkungsvoll für uns einsetzen?

50 000 Einträge im CSN Forum für Chemikaliensensible und Umweltkranke

Glückwunsch zu 50 000 Einträgen im CSN Forum

Herzlichen Glückwunsch an alle CSN Forumsmitglieder. Heute wurde im CSN Forum der 50 000. Eintrag eingestellt. Das Forum des Chemical Sensitivity Network besteht in der jetzigen Form seit 2004 und richtet sich in erster Linie an Menschen mit Chemikalien-Sensitivität (MCS) und Umweltkranke. Rund um die Uhr stellen Mitglieder des CSN Forums Informationen ein, die sie für wichtig erachten oder mit denen sie anderen helfen wollen. Täglich wird das Forum auch von vielen an umweltmedizinischen Thematiken interessierten Menschen und Fachleuten gelesen.

Als Dankeschön an alle, die Tag für Tag für Mitbetroffene und Leser da waren, Themen einstellten und Fragen anderer Umweltkranker beantworteten, haben wir uns ein Geschenk ausgedacht:

Die Duftstoff-Informationskarten, die kürzlich vom CSN-Kreativteam gestaltet wurden, sind derzeit im Druck. Wenn sie fertig sind, verschenken wir sie an Euch als Dank für Euren Fleiß, andere MCS Kranke aufzuklären und denen, die in Not waren, zu helfen und allen CSN Forumslesern als Dank für ihre Treue.

Jeder Interessierte, der gerne Duftstoff-Infokarten verteilen möchte, kann sie von uns gegen einen frankierten Rückumschlag kostenlos anfordern. Näheres teilen wir Euch mit, wenn die Kärtchen aus der Druckerei eingetroffen sind.

Vielen Dank an alle CSN Forumsmitglieder und alle CSN Leser.

Weiter so!

Herzlichst Euer

CSN Team

Chemical Sensitivity ab Oktober in Japan eine offiziell anerkannte Krankheit

Chemical Sensitivity in Japan anerkanntZum ersten Oktober soll Chemical Sensitivity – MCS in Japan in das medizinische Abrechnungsregister aufgenommen werden. MEDIS – DC, das Medical Information System Developement Center, eine Organisation, die dem Ministerium für Gesundheit und dem Wirtschaftsministerium direkt unterstellt ist, plant, die Krankheit in einer Revision seines Krankheitsregisters wirksam zum 1. Oktober aufzunehmen. MEDIC-DC ist vergleichbar dem deutschen DIMDI. In Deutschland ist MCS – Multiple Chemical Sensitivity bereits seit Jahren mit dem Code T.78.4 versehen und im Kapitel 19 für Verletzungen, Vergiftungen als körperliche Krankheit im ICD-10 gelistet.

In Japan wird Chemikalien-Sensitivität mit der Aufnahme in das Register für Krankheiten erstmalig von Regierungsseite als Krankheit anerkannt. Wenn die Krankheit im Register aufgenommen ist, wird dies große Erleichterung für Chemikaliensensible bringen, denn davon ist abhängig, ob eine Krankenkasse eine medizinische Behandlung bezahlt oder nicht. Derzeit zahlen die Erkrankten ihre Behandlungen selbst. Man geht in Japan von rund 700 000 Menschen aus, die chemikaliensensibel sind.

Im Mai hatte eine in Tokio ansässige Organisation, das Sick House Syndrome Liaison Committee, das Ministerium für Gesundheit dazu aufgefordert, Chemical Sensitivity offiziell als medizinische Krankheit anzuerkennen. Die Organisation wurde am 1. Juni vom Ministerium kontaktiert und bekam mitgeteilt, dass vorgesehen ist, Chemical Sensitivity zum 1. Oktober in die offizielle Liste für Krankheiten aufzunehmen.

Für die Menschen in Japan, die an Chemical Sensitivity erkrankt sind, bedeutet diese offizielle Anerkennung als Krankheit in erster Linie eine moralische Unterstützung, sagte Hinobu Hirota aus Yokohama, der Leiter der Patientenorganisation „Chemical Sensitivity Syndrome Support Center“, die in Yokohama ansässig ist, gegenüber den Medien.

Autor:

Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 12. Juni 2009

Literatur:

Chemical sensitivity syndrome to make list of gov’t-insured medical conditions, Mainichi Daily News, 12. Juni 2009

Neuer CSN Blog online – Environmental Medicine Matters

Environmental Medicine Matters

Umweltmedizin ist zukünftig eine der wichtigsten medizinischen Fachrichtungen, denn sie schließt eine Lücke dort, wo die Medizin mit herkömmlichem Verständnis nicht weiterkommt. Die Einflüsse auf den Menschen vor allem durch Chemikalien in der Luft, die wir atmen, dem Wasser, das wir trinken, der Nahrung, die wir essen, und in den Produkten, mit denen wir uns im Alltag umgeben, wachsen stetig. Der Anstieg von Krankheiten, die durch Chemikalien ausgelöst werden, nimmt weltweit dramatische Formen an. Im Gegenzug beginnen eine steig wachsende Zahl von Wissenschaftlern sich der Erforschung dieser Krankheiten, ihrer Ursachen und Zusammenhänge zu widmen.

Mit dem CSN Blog Environmental Medicine Matters möchten wir über Studien, Fakten, neueste Diagnosemethoden und Wissenswertes, das sonst noch mit dem Themengebiet Umweltmedizin in Zusammenhang steht informieren. Der Blog richtet sich in erster Linie an Fachleser, insbesondere Ärzte. Environmental Medicine Matters ist in englischer Sprache abgefasst, um CSN die Möglichkeit zu geben, auf internationaler Ebene besser agieren zu können.

Wir wünschen allen Interessierten spannende Lektüre,

Silvia K. Müller

CSN – Chemical Sensitivity Network