Archiv der Kategorie ‘Gesundheit‘

Das Krankenhaus im eigenen Haus – Hospital at Home

Das Krankenhaus im eigenen Haus

Vielleicht denkt Ihr ja auch ab und zu darüber nach, was Ihr machen sollt, falls Ihr mal wegen einer „normalen“ Erkrankung oder eines Unfalls in ein Krankenhaus müsst. Ich bin immer zu dem Schluss gekommen, dass ich sobald irgend möglich zusehen muss, dass ich wieder in meine eigenen vier Wände komme, ob das ärztlicherseits nun gebilligt wird oder nicht. Oder am besten, ich versuche alles ambulant machen zu lassen.

Ich kannte mal eine Frau (ohne MCS), die sich ambulant einen Tumor an der Wirbelsäule hat entfernen lassen. Umso erfreuter war ich neulich, als ich über einen Artikel über „Hospital at Home“ stolperte (allerdings ohne MCS-Zusammenhang). Offenbar hatte jemand schon mal die Idee. Allerdings nicht hier zu Lande. Aber vielleicht könnte das ja die Akzeptanz für eine solche Behandlungsweise für MCS-Kranke hierzulande erhöhen. Man steht dann nicht mehr ganz so wie vom Himmel gefallen da. Geht nicht, gibt’s nicht, hatten wir noch nie, würde man dann wohl hören. Doch siehe: geht, gibt’s, war schon mal da.

Im Folgenden gebe ich kurz den Inhalt wieder. Es geht um eine Arbeit, in der ein schon vorher sporadisch erschienener Artikel zu dem Thema ausgewertet wurde:

Hospital at Home
Das Krankenhaus ist heute der Goldstandard für die medizinische Akutversorgung. Allerdings ist es nicht für alle Patienten eine ideale Behandlungsumgebung. Eine Alternative dazu ist die „Hospital at Home“ – Versorgung (HHV). Sie wird allgemein definiert als klinische Leistungen, die in Zusammenhang mit akuter stationärer Versorgung des Patienten in  der sozialen und räumlichen Umgebung von Patient und assoziiertem Krankenhaus erbracht werden.

Die Studie grenzte diese sehr allgemeine Umschreibung ein auf Modelle zur Vermeidung von Krankenhauseinweisungen und umfasst 10 randomisierte kontrollierte Studien aus Australien, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und Italien.

In vielen Ländern, in denen es HHV-Programme gibt, ist dies eine populäre Antwort auf die steigende Nachfrage nach Akutbetten in Krankenhäusern. Patienten, die nach einer entsprechenden Bewertung durch ihren Hausarzt oder der Notfallambulanz diese Form der Behandlung erhalten, vermeiden auf diese Weise evtl. die Aufnahme auf eine Station zur Akutbehandlung.

Die Arten von Patienten, die zu Hause behandelt werden, variieren mit den Schemata. Einige sind für Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie COPD oder stellen spezielle Dienste bereit bei parenteraler Ernährung. Die meisten Programme umfassen jedoch ein breites Spektrum an Erkrankungen.

Hospital at Home spart Kosten
Die Verringerung von Kosten durch Vermeidung von Krankenhauseinweisungen ist generell das Hauptziel derartiger Programme. Andere vermutete Vorteile beinhalten eine Reduktion des Risikos von negativen Einflüssen, die mit dem Aufenthalt im Krankenhaus typischerweise verbunden sind, sowie den potentiellen Vorteil, im eigenen Wohnumfeld rehabilitiert zu werden.

Es war bisher jedoch nicht bekannt, ob die Ergebnisse einer Behandlung zu Hause besser, schlechter oder gleichwertig zu den im Krankenhaus erzielten sind. Auch war bisher unbekannt, ob die Kosten tatsächlich geringer sind.

Hospital at Home – bessere Prognose
Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung waren eine Verringerung der Sterblichkeit, die nach 6 Monaten Nachkontrolle statistische Signifikanz erreichte. Nach drei Monaten gab es eine statistisch nicht signifikante Erhöhung von Wiedereinweisungen. Weiter fand man eine größerer Zufriedenheit mit der Versorgung, eine niedrigere Komplikationsrate und niedrigere Kosten.

In den Vereinigten Staaten gab es i.w. nur ein HHV-Modell, das von der Johns Hopkins Medical School entwickelt wurde. Es demonstrierte ebenfalls, dass HHV machbar und effektiv war. Die, die zu Hause versorgt wurden, hatten weniger wesentliche klinische Komplikationen wie Delirium, die Zufriedenheit der Patienten und ihrer Familienangehörigen war höher und die Kosten waren niedriger.

Trotz dieser nachweislichen Vorteile, die das HHV-Modell unterstützen, hat es nur eine sehr geringe Verbreitung. Die Gründe hierfür werden außer in inkompatiblen Anreizsystemen in der Komplexität dieses klinischen Modells gesehen.
Die Implementation eines solchen Modells kommt der Errichtung eines neuen Hospitals von Grund auf gleich. Die gesamte Infrastruktur muss erst aufgebaut werden, bevor der erste Patient behandelt werden kann. Dies ist eine wesentliche Barriere für die Annahme eines solchen Modells. Es kann ungefähr ein Jahr lang mehrere Projektteams beschäftigen und erfordert dabei Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten innerhalb und oft zwischen Organisationen.

Hospital at Home ist also kein einfaches Modell, das man mal eben aus der Schublade ziehen könnte. Nichtsdestotrotz scheint mir dies ein guter Ansatzpunkt zu sein, der helfen könnte, die medizinische Versorgung von MCS-Patienten zu verbessern.

Autor: Karlheinz

Literatur:
Bruce Leff, MD, Defining and disseminating the hospital-at-home model, CMAJ 2009 180: 156-157, doi:10.1503/cmaj.081891.

Sasha Shepperd, MSc DPhil, Helen Doll, MSc DPhil, Robert M. Angus, MBChB, Mike J. Clarke, MA DPhil, Steve Iliffe, BSc MBBS, Lalit Kalra, MD PhD, Nicoletta Aimonio Ricauda, MD, Vittoria Tibaldi, MD PhD, and Andrew D. Wilson, MD, Avoiding hospital admission through provision of hospital care at home: a systematic review and meta-analysis of individual patient data, CMAJ 2009 180: 175-182, doi:10.1503/cmaj.081491.

Giftige Geschenke zu Valentinstag – Nein Danke!

Eine Allee verschenken statt giftiger Rosen

Unzählige rote Rosen werden alljährlich zu Valentinstag verschenkt, das Geschäft bei den Blumenhändlern boomt. Doch kaum jemand kennt die möglichen Gefahren, die von den edlen Schnittblumen auf die Gesundheit der Arbeiter, Händler und Käufer ausgehen können. Ein Großteil der Rosen sowie anderer Schnittblumen wird in Entwicklungsländern erzeugt, ohne jegliche Schutzvorschriften für die Anwendung gefährlicher Pflanzenschutzmittel.

Dieses Problem griff neulich das Erste in der Fernsehsendung Plusminus, mit ihrem Beitrag „Giftige Blumengrüße zum Valentinstag“, auf. Plusminus hat bei fünf verschiedenen Händlern Blumensträuße gekauft und diese zur Analyse an das CBA Labor gegeben. Die Ergebnisse sind besorgniserregend, denn die Chemiker fanden 18 verschiedene Verbindungen, bei einer Rose sogar sieben auf einmal. Greenpeace stellte zu den Ergebnissen fest, dass es sich dabei in drei Fällen sogar um Pestizide handelt, die in der EU nicht erlaubt sind. Ebenfalls wurden acht Pflanzenschutzmittel nachgewiesen, die laut Greenpeace Krebs auslösen und in den Hormonhaushalt eingreifen können. Greenpeace-Experte Manfred Krautter gibt zu bedenken, dass die Pestizide über die Haut aufgenommen sowie, inhalativ über die Raumluft eingeatmet, in den Körper gelangen und dort ihr Unheil treiben können.

Arbeitsschutz und umweltbewusste Blumenfarmen – große Ausnahme
In den Erzeugerländern von Rosen, Tansania, Kenia oder Ecuador, bestehen keine Verpflichtungen, den Einsatz der Pflanzenschutzmittel so gering wie möglich zu halten, auch kennt man dort keine Arbeitsschutzvorschriften, wie z. B. Schutzkleidung für die Arbeiter.

Gesündere Alternativen
Die Organisationen TransFair oder Flower Label Programm (FLP) haben sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Pestiziden beim Blumenanbau zu reduzieren und bestimmte Umweltschutzkriterien einzuhalten. Auch Schutzanzüge für die Arbeiter der Blumenfarmen und soziale Standards, wie z. B. Mindestlöhne, sind gewährleistet.

Durch die Kaufentscheidung für zertifizierte Schnittblumen nimmt der Verbraucher Einfluss auf den Umweltschutz und die Schadstoffreduzierung beim Anbau, beim Händler und nicht zu vergessen, in seinen eigenen vier Wänden. Durch gezieltes Nachfragen nach ökologisch verträglicheren Blumen beim Blumenhändler könnte sich dadurch zukünftig das globale Anbauverhalten bei den Blumenfarmen nachhaltig verbessern.

Für Valentine müssen es auch nicht unbedingt Blumen sein, Euer Valentineschatz freut sich vielleicht sogar über ein ausgefallenes, selbst gekochtes Essen mit kreativer Tischdekoration, mit romantischer Musik untermalt viel mehr. Oder verschenkt eine Alleenpatenschaft an Euren Schatzi.

Werdet kreativ!

Allen ein romantisches Valentine,

Eure Elly

Neuropsychiatrische Maskerade – Die Psyche ist nicht immer Ursache für psychische Symptome

Neuropsychiatrische Maskerade

Anfang Februar 2009 erschien in der amerikanischen Fachzeitschrift für Psychiatrie ein Bericht über einen bewusstseinserweiternden Kongressvortrag von Josè Maldonado / Stanford University. Maldonado legte anschaulich dar, dass psychische Symptome klar von psychiatrischen Krankheiten unterschiedene werden müssen, da deren Ursache nur zu oft nicht in der Psyche begründet ist, sondern in der Wirkungsweise von bestimmten Chemikalien, Medikamenten und den Begleiterscheinungen von anderen Krankheiten. Ein Aspekt, dem in der Praxis sicher in den allerseltensten Fällen Beachtung geschenkt wird und wodurch man vielen Erkrankten therapeutisch nicht gerecht wird.

Wenn Chemikalien, Medikamente und Krankheiten die Psyche beeinflussen
Josè Maldonado riet Ärzten bei seinem Vortrag auf einem Psychiatrie-Kongress in San Diego, jene Krankheiten, die psychische Symptome auslösen, von den primär psychiatrischen Erkrankungen zu unterscheiden. Infektionen, Krankheiten des endokrinen Systems, Stoffwechselkrankheiten, neurologische Erkrankungen und Krankheiten des Bindegewebes seien häufige unterschätzte Auslöser einer psychischen Symptomatik. In seinem ausführlichen Referat ging der Psychiater auf verschiedene Faktoren ein, gab aber zu verstehen, dass dies nur die Spitze des Eisberges sei, denn alleine über Infektionskrankheiten, die dazu in der Lage sind, psychische Symptomatiken auszulösen, könne er einen ganzen Monat lang erzählen.

Chemo, Pestizide, Schwermetalle,…
Maldonaldo, Professor für Psychiatrie und Medizin, leitet am Stanford Universitity Medical Center die medizinische und forensische Psychiatrie. Er bot auf dem „US Psychiatric and Mental Health Congress“ in San Diego Ärzten klinische Beratung zur Unterscheidung primär und sekundär psychischer Symptome an. Es gäbe bei jeder Krankheit bestimmte Hinweise, die die Unterscheidung ermöglichen.

Neben den genannten Krankheiten könnten auch verschiedene Medikamente wie (Korticostereoide, Opiate, Chemotherapien gegen Krebs, Parkinsonmittel), Drogen und Alkohol oder Toxine wie Schwermetalle, bestimmte Insektizide, z. B Organophosphate, oder manche Farben psychische Symptome auslösen. Es müsse daher darauf geachtet werden, ob der Patient mit solchen Substanzen belastet sei oder war. Bei Patienten, die bspw. unter Angstzuständen litten, müsse eruiert werden, ob diese Kohlenmonoxid, lösemittelhaltigen Farben oder Benzindämpfe ausgesetzt waren. Psychosen hingegen könnten bspw. durch Benzin, Organophosphatinsektizide, Nervengase, Schwermetalle, Kohlenmonoxid, Farben und Lösungsmittel ausgelöst werden.

Medikamente
Besonders häufig sei es auch die Wechselwirkung von Medikamenten, erläuterte Maldonado, sowohl verschriebene als auch freiverkäufliche. Dazu führte Maldonaldo ein Beispiel aus seinen Erfahrungen als Psychiater der Stanford Transplantationsabteilung an. Er stellte fest, dass manche Patienten über 20 Mittel einnahmen, die nicht Teil ihrer Therapie waren. An einem Tag fragte er einen Transplantationspatienten, wie viele verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente er denn so einnehme. Der Mann zog eine Tüte voll mit Medikamenten hervor. Dann habe er ihn gefragt, ob er auch frei verkäufliche Medikamente einnähme. Daraufhin hätte der Mann eine weitere, noch größere Tüte herbeigebracht.

Endokrine Störungen
Störungen der Schilddrüse können eine Vielzahl psychischer Symptome verursachen. Maldonaldo nannte hier Angst, Depressionen, Bipolare Störungen und Manien, seelische Labilität und schwere Symptome bis hin zu Demenz, Psychosen und Delirium.

Mit einer Angststörung verwechselt werden kann das Pheochromocytoma, das Katecholamine ausschüttet. Mit Urintest, CT von Kopf, Nacken und Brust oder auch dem Massieren der adrenalinausschüttenden Drüsen, was Panikattacken hervorruft, lässt sich der Tumor identifizieren. Der Tumor muss operativ entfernt werden.

Hyperparathyroidismus ruft neben verschiedenen körperlichen Symptomen auch Müdigkeit und nicht selten das Restless-Legs-Syndrom hervor.

Eine überaktive Nebenschilddrüse kann Depressionen, Gedächtnisschwäche, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit verursachen, im Extremfall kommt es zum Delirium. Auch hier ist die chirurgische Entfernung die Therapie der Wahl.

Diabetes
Bei Unterzuckerung, meist durch Diabetes, kommt es zu eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten, Schweiß, Angst, Zittern, bis hin zum Koma. Man könne leicht herausfinden, erklärt Maldonaldo, ob der Zustand durch Unterzuckerung bedingt ist, wenn man dem Patienten etwas Zuckerhaltiges zu essen gibt.

Stoffwechselstörungen
Eine erbliche Störung des Kupferstoffwechsels führt zur Anreicherung von Kupfer im Körper und in der Folge zu Bewegungsstörungen, Psychosen und Persönlichkeitsveränderungen. Neurologische Symptome, auch parkinsonähnlich, können ebenso auftreten wie Depression und Paranoia. Behandelt werden kann z.B. mit Chelaten oder Zink, dem Gegenspieler von Kupfer im Körper. Maldonaldo vergaß nicht, an dieser Stelle eindringlich darauf hinzuweisen, dass sich neurologische Symptome zu Beginn der Therapie verschlechtern können.

Porphyrie
Die Pophyrie, eine relativ seltene Stoffwechselerkrankung, kann körperliche und psychische Symptome von unterschiedlichster Intensität und verschiedenster Art hervorrufen. Sie ist mit einer Urinuntersuchung feststellbar.

Infektionskrankheiten, Borreliose
Man  könne einen ganzen Monat damit verbringen, über Infektionskrankheiten zu sprechen, stellte Maldonaldo bei seinem Vortrag fest.

Die Borreliose etwa werde oft fehldiagnostiziert. Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenbiss zu erkranken, liegt bei 3%. Die Borreliose kann zu einer Arthritis, die kommt und geht, neurologischen Symptomen, Hirnhautentzündung und Hirnentzündung mit Schädigungen sowie Herzdefekten führen.

Aus psychiatrischer Sicht sei die Borreliose oft schwer von der Depression zu unterscheiden. Andere psychische Symptome verschiedener Intensität könnten hinzukommen, so etwa Panikattacken, Halluzinationen, Anorexie, Manien etc. Die Diagnose dieser Infektion wird durch Bluttest gestellt. Ergänzend könnten ein PET Scan und ein MRT weiteren Aufschluss über das Ausmaß der bereits eingetretenen Hirnschädigung bei Erkrankten geben.

Herpes
Herpesinfektionen können zur Hirnhautentzündung oder Gehirnentzündung führen. Maldonado gab zu verstehen, dass plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, gefolgt von kognitiven und neurologischen Störungen, sowie neuropsychiatrischen Symptomen wie Halluzinationen, Gedächtnisverlust, Änderungen des Verhaltens etc. zu den Anzeichen der Erkrankung gehören, die bis zum Koma führen und tödlich enden kann. Verschiedene klinische Tests, u.a. PCR Tests, ermöglichen die Diagnose, behandelt wird mit Virostatika. Ein MRI könne ergänzend Entzündungen im Hirn aufdecken. Maldonado erwähnte, dass nach der Erkrankung neurologische Schäden zurückbleiben können.

Bindegewebserkrankungen

Lupus (SLE), sagte der Stanford Mediziner, kennzeichne sich durch wiederkehrende Phasen von Entzündungszuständen verschiedener Organe, wie Haut, Gelenke, Nieren oder Blutgefäße. Die Erkrankung zeige sich auch durch psychische und neurologische Symptome wie Demenz, Psychose oder kognitive Störungen. Die medikamentöse Behandlung müsse den Ursprung dieser Psychosen selbstverständlich berücksichtigen.

Delirium
Maldonaldo konzentrierte sich bei seinem Vortrag auch insbesondere auf Deliriumszustände, die 15% aller medizinischen Fälle, 40% auf chirurgischen Stationen und 80% der Patienten auf der Intensivstation betreffen. Patienten im Delirium würden häufiger an der zu Grunde liegenden Erkrankung sterben oder schwerere Verläufe erleben. Maldonaldo erläuterte, dass er keinen einzelnen Grund für das Delirium sähe, vielmehr verschiedene Risikofaktoren. So seien ältere Menschen häufiger betroffen als junge, Männer öfter als Frauen, verschiedene Genussgifte oder Drogen würden das Risiko ebenso erhöhen, wie manche Medikamente. Als Folge würden bei den Patienten auch nach Abklingen der Erkrankung oft psychische und neurologische Störungen auftreten. Daher sei es wichtig, das Delirium schnell zu erkennen und korrekt zu behandeln.

Neuropsychiatrische Maskerade
Maldonaldo vermittelte auf dem Psychiatrie-Kongress, dass das Wissen über die verschiedenen Faktoren, die eine neuropsychiatrische Maskerade bedingen, an Mediziner aller Fachrichtungen weitergegeben werden sollte und auf internationaler Ebene fester Bestandteil der medizinischen Ausbildung werden muss. Nur so könne man vermeiden, dass Patienten in einen Teufelskreis geraten und unnötig in Psychiatrien enden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 8. Februar 2009

Übersetzung: Amalie für CSN

Literatur: José R. Maldonado, Vortrag Neuropsychiatric Masquerade, 21th U.S. Psychiatric and Mental Health Congress, 2008

Watch out for Lead in your Lipstick

Watch out for Lead in your LipstickFDA Fails to Protect: Remains Silent about Lead in Lipstick

CAMPAIN FOR SAFE COSMETICS – For Immediate Release: February 9th, 2009

Washington – More than a year after the Campaign for Safe Cosmetics reported that popular brands of lipstick contain lead, the U.S. Food and Drug Administration has still not released the results of its own testing of lead in lipstick, despite pressure from senators and repeated calls from health groups.

New reports indicate that the beauty industry’s lead problems go further than lipstick. The Canadian government announced last week it found lead in children’s face paint. The results were publicly announced immediately as the government evaluates next steps. Health Canada also announced last week that it has designated two silicon-based chemicals widely used in personal care products – D4 and D5 – as toxic, an important step toward regulating dangerous substances out of consumer products.

Unlike Health Canada, the U.S. FDA has no such toxic designation, does not conduct routine safety testing of personal care products, and does not publicly report information in a timely manner – as evidenced by the lead-in-lipstick situation.In Oct. 2007, the Campaign for Safe Cosmetics reported that 61% of lipsticks it tested contained lead. In Nov. 2007, Sens. John Kerry, Barbara Boxer and Dianne Feinstein urged FDA to test a range of lipsticks for lead, publicly report the results, and take immediate action to reduce consumers‘ exposure to lead from cosmetic products.

Fourteen months later, FDA has made no public statements, issued no reports, and taken no action to reduce consumers‘ exposure.

„The typical turnaround time in a laboratory for lead tests is 10 days. There’s no reason for FDA to sit on its lead-in-lipstick research for over a year,“ said Stacy Malkan of the Campaign for Safe Cosmetics, a coalition of health and environmental groups.

„FDA appears to still be operating under Bush-era tactics of secrecy and delay. It’s time for new leadership and new direction at FDA, so the agency can do what Americans expect it do to: ensure the safety of cosmetic products.“

„The scientific data is conclusive: Lead in any amount is a health concern. Lead is a proven neurotoxin that can cause learning and behavioral problems, and pregnant women and children are particularly vulnerable.“

Chemikaliensensible sind bestimmten Alltagssituationen regelrecht ausgeliefert

Postbote klingelt

Es klingelt an der Tür,…

…der nette Postbote bringt ein Paket. Er ist in Weichspüler und Aftershave „gebadet“.

…der Schornsteinfeger bittet um Einlass, weil er die Heizung überprüfen muss. Er ist mit Heizungsabgasen kontaminiert und in Aftershave „gebadet“.

…der Heizölmann ist da, er kann nur tagsüber kommen, wenn der Rest der Familie zur Arbeit ist.

…ein Haushaltsgerät wird angeliefert. Der Servicemann hat vorher geraucht und ist beduftet.

MCS Blogfrage der Woche:

  • Wie geht Ihr mit solchen schwierigen Alltagssituationen um?
  • Habt Ihr Ideen wie man sich schützen kann?
  • Habt Ihr Personen im Umfeld die Euch helfen schwierige Alltagssituationen zu meistern?

Umweltmedizin: Dr. Martin Pall bringt MCS in Standardwerk der Toxikologie ein

Hoffnung am Ende einer dunklen Straße

Diese Woche traf eine E-Mail von Dr. Martin Pall aus den USA ein, die wir für Euch übersetzt haben, weil sie eine wichtige, hoffnungsvolle Information enthält:

E-Mail von Dr. Martin Pall:
Der NO/ONOO-Zyklus hat in den letzten Monaten auf viele bemerkenswerte Weisen Anerkennung gefunden, so dass er als DAS vorherrschende Modell dieser vorher unerklärten Krankheit angesehen werden sollte.

Ich war eingeladen worden, um den einführenden Vortrag zum Europäischen Umweltmedizin-Treffen in Würzburg zu halten, eine Zwei-Tages Veranstaltung, die weitgehend von dem Mechanismus des NO/ONOO-Zyklus dominiert worden war. Dies war Teil einer „großen Europatournee“, auf der ich sieben Vorträge in fünf Ländern gehalten habe. Dabei war ich der einzige Nichteuropäer, der eingeladen worden war, um im Europäischen Parlament anlässlich eines speziellen Meetings zum Thema Umweltmedizin zu sprechen.

Darüber hinaus gab es zwei spezielle Minisymposia, die passend zu meinem Besuch in Europa organisiert worden waren, eine weitere große Ehre. Ich hielt Vorträge in Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich, unter anderem an drei medizinischen Fakultäten. So gab es denn eine ungewöhnliche Anerkennung für den Mechanismus des NO/ONOO-Zyklus, ein Mechanismus, der Menschen in vielen Ländern dieser Erde hilft, ihre durch Chemikaliensensitivität bedingten Reaktionen tatsächlich zu vermindern.

Ich könnte vielleicht hinzufügen, dass es ein auf Deutsch geschriebenes Buch über MCS gibt, mit Hans-Ulrich Hill als erstem Autor, das sich vorwiegend mit dem Mechanismus des NO/ONOO-Zyklus für MCS beschäftigt.

Während dies alles eine außerordentliche Anerkennung für diese wissenschaftliche Arbeit ist, so kommt doch die wichtigste Anerkennung von anderer Seite. Ich bin gebeten worden einen Übersichtsbeitrag über MCS als ein Kapitel in einem sehr angesehenen mehrbändigen Werk über Toxikologie zu schreiben. Der Beitrag wurde angenommen und wird im kommenden Herbst erscheinen. Dies ist aus wenigstens vier unterschiedlichen Gründen außerordentlich wichtig:

Der erste Grund ist natürlich, dass MCS von Seiten der Toxikologen weitgehend ignoriert worden ist, trotz ihrer hohen Prävalenz in den Vereinigten Staaten und in anderen Populationen, weil sie das Gefühl hatten, dass es dafür keine vernünftige Erklärung gab. Nun, offensichtlich, glauben sie, dass wir jetzt eine überzeugende und gut abgesicherte Erklärung für MCS haben und dass diese Erklärung deshalb in den größeren Rahmen der Toxikologie integriert werden sollte.

Zweitens, die Tatsache, dass sie mich gefragt haben, dieses Übersichtskapitel zu schreiben, ist offensichtlich eine außerordentliche Anerkennung, sowohl für meine eigene Arbeit bei der erstmaligen Entwicklung eines detaillierten und gut belegten Mechanismus, wie auch für den Mechanismus selbst.

Drittens, ist dies sowohl der längste derartige Übersichtsbeitrag über MCS, der je geschrieben wurde, als auch mit weit über 400 Literaturstellen der am umfangreichsten dokumentierte Beitrag.

Viertens, werden in diesem Kapitel zahlreiche sehr wichtige Arten von Belegen besprochen, die neu für mich waren und den Mechanismus des NO/ONOO-Zyklus stützen. Darunter wichtige Studien über den toxischen Wirkmechanismus der sieben Chemikaliengruppen, die an MCS beteiligt sind. Weiter sind darunter wichtige Studien an Tiermodellen, die fast alle Elemente des NO/ONOO-Zyklus beinhalten, sowie eine Serie von publizierten Studien über verschiedene objektiv messbare Reaktionen auf chemische Exposition im Niedrigdosisbereich, Reaktionen, die mit dem NO/ONOO-Zyklus übereinstimmend sind und die als spezifische Biomarkertests für MCS entwickelt werden sollten.

Wenn diese Arbeit herauskommt, werden wir als Community, die sich um das Leiden der Millionen chemikaliensensibler Menschen sorgt, eine einzigartige Möglichkeit haben, die Ansichten der allgemeinen Öffentlichkeit, der Nachrichtenmedien und sogar des Gerichtssystems über diese schreckliche weltweite Epidemie dramatisch zu verändern. Diese Gelegenheit erwächst wesentlich aus dem Zusammentreffen von harter, exakter Wissenschaft und außerordentlicher Anerkennung.

Martin L. Pall

Environmental Medicine – Dr. Martin Pall about Chemical Sensitivity

MCS finds access into Toxicology

The NO/ONOO-cycle has been recognized in many extraordinary ways over the past several months, such that it should be viewed as THE predominant model of this previously unexplained disease.

I was invited to give the initial address at the European Environmental Medicine meeting in Wurzburg, a two day meeting that was largely dominated by the NO/ONOO- cycle mechanism. This was part of a „grand European tour,“ giving seven talks in five countries. These included being the only non-European invited to address the European Union Parliament (The Council of Nations) at a special meeting on Environmental Medicine.

There were also two special mini-symposia organized to correspond to my visit in Europe, another great honor. I gave talks in Italy, Germany, Austria, Switzerland and France, including talks at three medical schools. So there has been extraordinary recognition of the NO/ONOO- cycle mechanism, a mechanism that is helping people in many countries around the world to actually lessen their chemical sensitivity responses.

I might add that there was a book written in German on multiple chemical sensitivity, with Hans-Ulrich Hill as first author, that is largely focussed on the NO/ONOO- cycle mechanism of  MCS.

While these are all extraordinary recognition for this science, the most important recognition is elsewhere. I have been asked to write a review on MCS, to be a chapter in a very prestigious multivolume set on toxicology, and that review has been accepted and will be coming out this coming autumn. This is extraordinarily important for at least four distinct reasons.

The first, of course is that MCS has been largely ignored by the toxicologists, despite its high prevalence in the U.S. and in other populations because they have felt that there was no reasonable explanation for it. Now, clearly, they find that we now do have a compelling and well-supported explanation for MCS and therefore it should be integrated into the larger framework of toxicology.

Secondly, the fact that they asked me to write this review is obviously extraordinary recognition for my own work in developing, for the first time, this detailed and well-supported mechanism, as we! ll as for the mechanism itself.

Thirdly, this review is the longest such review on MCS ever written, as well as the most extensively documented, having well over 400 citations in it.

Fourthly, there are several very important types of evidence that were new to me, supporting the NO/ONOO- cycle mechanism that are reviewed in this chapter, including important studies of the mechanism of toxic action of the seven groups of chemicals implicated in MCS, including important animal model studies of MCS implicating almost all of the NO/ONOO- cycle elements and including a series of published studies of various objectively measurable responses to low level chemical exposure, responses that are consistent with the NO/ONOO- cycle and that should be developed as specific biomarker tests for MCS.

When this paper comes out, we as a community concerned about the suffering of the millions of people who are chemically sensitive, will have a unique opportunity to dramatically change the views of the general public, the news media and even the court system of this horrible world-wide epidemic. That opportunity will come because of the essential juxtaposition of rigorous science and extraordinary recognition.

Martin L. Pall

Triclosan

Putzfimmel kann krank machen

Sauber genügt nicht mehr, heutzutage muss mit schärferen Geschützen geschossen werden, alles muss klinisch rein, also antibakteriell sein. Dieses Wunschdenken wird beim Verbraucher durch werbewirksame Kampagnen der Hersteller hervorgerufen. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Käufer solcher antibakteriellen Produkte über deren negative Tragweite tatsächlich bewusst sind. Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Käufer solcher Waren darüber im Klaren sind, welche gesundheitsschädigenden Auswirkungen die breite, mit chemischen Bakterienkillern ausgestattete Produktpalette für ihre Familie haben können.

Ohne antibakterielle Chemiekeule viel gesünder!
Ausgeklügelte Werbestrategien sorgen dafür, dass die Hausfrau von heute ein schlechtes Gewissen bekommt, ja ihren Haushalt als schmuddelig und unhygienisch empfindet, falls sie ihm nicht mit antibakteriellen Reinigern den Kampf ansagt. Für ein gut funktionierendes Immunsystem sind Bakterien jedoch äußerst wichtig, gerade bei Kindern, deren Immunsystem sich noch in der Entwicklung befindet. Die Verwendung von antibakteriell angereicherten Alltagsprodukten ist vollkommen unnötig, daher setzen viele unter uns ihre Gesundheit unnötig aufs Spiel und belasten zudem noch die Umwelt. Die stets ansteigende Zahl der Allergiker und Umweltkranken, wie MCS Patienten, sollte die Bevölkerung wachrütteln und dazu animieren, sich mehr auf das Wesentliche und Notwendige zu beschränken. Kritischer Umgang mit unseren Alltagsprodukten erscheint notwendiger denn je, wie die nachfolgenden Ausführungen belegen.

Bakterienhemmende, konservierende Eigenschaften
Triclosan wird häufig in Kosmetika als Konservierungsstoff eingesetzt. Dort gilt eine gesetzliche Höchstgrenze von 0,3 % des Gesamtinhalts. Wird ein Produkt allerdings als antibakteriell wirksam angepriesen, wie z. B. Zahnpasta, Plaque-Entferner, Deodorants, Fußcremes und antibakterielle Reinigungsmittel, so sind höhere Konzentrationen dieser umweltschädlichen Chemikalie erlaubt.

Zahnmediziner warnen vor dem Gebrauch antibakterieller Zahnpflegeprodukte, denn sie bekämpfen nicht nur Mundgeruch und Plaque, sondern der chemischen Stoff Triclosan vernichtet auch die gesunden Bakterien der Mundflora. Es besteht sogar die Gefahr, dass die Darmflora bei Verschlucken der angewandten antimikrobiellen Mundpflegeprodukte in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Desinfektion mit antibakteriell wirkenden Zusätzen ist beim normalen Zähneputzen völlig überflüssig. Gesunde gepflegte Zähne erreicht man besser durch regelmäßiges Putzen, zusätzlich unter regelmäßiger Anwendung von Zahnseide. Damit tut man sich und seinen Zähnen einen größeren Gefallen, auch die Entstehung von Mundgeruch wird dadurch gehemmt, antibakterielle Mundwässerchen & Co. werden bei einer konsequenten Mundhygiene mit herkömmlichen Methoden überflüssig.

Gründlich waschen würde reichen
Die  Chlorchemikalie Triclosan findet nicht nur in Kosmetikprodukten Anwendung, sondern wird verstärkt in Sportbekleidung eingearbeitet, wie in Fahrradhosen, Lauftrikots, Schuhen, Funktionstextilien, Badebekleidung, wo sie Schweiß- und Geruchsbildung verhindern soll. Auch in Gebrauchsgegenständen wie Teppichen, Putzschwämmen und Plastikgeschirr, sowie als bakterienhemmende Beschichtung in Kühlschränken, kommt Triclosan zum Einsatz. Für die umstrittene und als umweltgefährdend geltende Chemikalie gibt es derzeit keine Grenzwerte beim Einsatz in Bekleidung. Lt. einem Test des eco-Umweltinstitutes wurde nachgewiesen, dass sich Triclosan durch den entstehenden Schweiß bereits nach 30 Minuten aus der Faser löst und somit auf die Haut gelangt. Sportkleidung nach dem Sport zu waschen reicht voll und ganz aus. Würden Verbraucher dies beherzigen, dann bräuchten wir diese umstrittene umweltschädliche Chemikalie nicht in unseren Alltagsprodukten, wo sie auch zusätzlich unsere Gesundheit schädigen kann.

Gesundheitsschädigend und umweltschädlich
In den letzten Jahren hat der Konsum von desinfizierenden Produkten rapide zugenommen, ganz zum Argwohn vieler Wissenschafter, die diese Entwicklung kritisch beobachten. Denn die Bakterienkiller zerstören auch die guten Bakterien, die jedoch für einen gesund funktionierenden Organismus dringend notwendig sind. Laut einem Bericht von Greenpeace schädigt Triclosan die Hautflora, reizt die Augen und hat die negative Eigenschaft, sich im Körper anzusammeln, ja diese weitverbreitete Chemikalie ist sogar in Muttermilch nachweisbar.

Triclosan gilt als Kontaktallergen und es wurde im Tierversuch Nieren- und Leberschädigung nachgewiesen. Auch steht Triclosan in Verdacht, das Erbgut zu schädigen.

Triclosan reichert sich auch in unserer Umwelt, in unseren Gewässern und in den Wasserbewohnern an und gelangt somit auch in unsere Nahrungskette. Die EU hat Triclosan als umweltgefährdend und wassergefährdend eingestuft. Triclosan gilt als schwer abbaubar. Doch das ist noch längst nicht alles, das umweltschädigende Potential dieser Chemikalie ist noch nicht komplett durchleuchtet. Triclosan, welches in Textilien enthalten ist, wird die Eigenschaft zugesprochen, dass es sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht teilweise in chlorierte Dioxine umwandeln kann. Somit besteht die Gefahr, dass unser Körper beim Tragen derartiger Textilien mit dem Ultragift Dioxin belastet und unsere Gesundheit nachhaltig geschädigt werden kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch Anwendung dieser bakterienhemmenden Chemikalie die Entstehung resistenter Keime gefördert wird, gegen die dann möglicherweise Antibiotika und andere Mittel zur Bekämpfung von Mikroorganismen im Ernstfall wirkungslos sind.

Autor: Thommy

CSN Blog – Top 10, die beliebtesten Artikel im Januar 2009

CSN Top 10 Januar

Die nachfolgenden Artikel wurden von den Lesern im CSN-Blog im Monat Januar am häufigsten gelesen.

In den ersten Stunden des neuen Jahres sozusagen katapultierte sich die CSN-Silvesterparty mit voller Kraft auf Platz Eins in die CSN Top 10 Chart und hielt sich wegen der hohen Zugriffsrate dort. Der Silvesterparty-Blog ist sogar Doppelsieger, denn es ist der Blog mit den meisten Kommentaren, sage und schreibe 305 Kommentareinträge gab es.

Das Ergebnis der Blog Top 10 im Januar hält noch weitere Überraschungen bereit. Es stiegen einige ältere Artikel in die Top 10 auf, weil sie in den Medien oder auf andere Webseiten verlinkt waren. Außerdem waren es diesmal auffallend viele Blogfragen, die hohe Aufmerksamkeit bei den Lesern erreichten.

CSN Blog – Top 10, die beliebtesten Artikel im Januar 2009

Zum Lesen der Artikel, einfach anklicken >>>

  1. Die CSN-Silvesterparty ist eröffnet

  2. Auch natürliche Duftstoffe sind äußerst bedenkliche Allergieauslöser

  3. Erneut Herzversagen durch Deo bei einem Jugendlichen

  4. Die Psychiatrisierung von MCS-Kranken stellt in Deutschland den Tatbestand der Diskriminierung körperlich Behinderter dar

  5. Duftstoffe lösen Reaktionen bei Personen mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity aus. Treten Reaktionen auch auf natürliche Duftstoffe auf?

  6. MCS Blogfrage der Woche: Wie kommen Chemikaliensensible mit der eisigen Kälte zurecht?

  7. Ist Amalgam eine Teilursache von MCS – Multiple Chemical Sensitivity?

  8. Reaktion auf Parfum auch ohne Riechen des Parfums möglich

  9. Medikamentenunverträglichkeit bei Patienten mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity häufig

  10. Meisen, Rotkehlchen, Spechte, Kleiber, alle Vögel freuen sich jetzt über leckeres Futter

Chemikaliensensible mit Atemschutzmaske – belächelt oder akzeptiert?

Atemschutzmaske wegen MCS

Therapie Nummer Eins bei MCS – Multiple Chemical Sensitivity, ist Expositionsvermeidung.

Viele Chemikaliensensible können, ohne sich durch eine Atemschutzmaske zu schützen, überhaupt nicht am öffentlichen Leben teilhaben. Abgase, Duftstoffe und andere Alltagschemikalien verursachen schwere Symptome bei ihnen. Allerdings erfahren MCS Erkrankte mit Atemschutzmaske, durch ihr ungewohntes Äußeres von ihren Mitmenschen nicht unbedingt Akzeptanz, geschweige denn Rücksichtnahme. Vielfach werden Chemikaliensensible bei Tragen ihrer Atemschutzmaske von Passanten gemustert als seien sie Außerirdische, belächelt, und einigen MCS Erkrankten wurden sogar diskriminierende Verhaltensweisen ihrer Mitmenschen zuteil.

MCS – Blogfrage der Woche

  • Wie ist es bei Euch, respektieren Eure Mitmenschen Eure Atemschutzmaske oder ist Euch auch schon Abwehrverhalten entgegengebracht worden?
  • Teilt uns Eure Erfahrungen mit, die Ihr bei Tragen Eurer Atemschutzmaske bisher gemacht habt. Wurdet Ihr fair oder unfair behandelt?
  • Was waren die absurdesten Sprüche die Ihr Euch anhören musstet?