Archiv der Kategorie ‘Umwelt‘

Sibirische Wildgänse – prachtvolle Wintergäste

Wildgänse

Beim Anblick der sibirischen Wildgänse muss ich immer an Nils Holgersson denken. Der Film darüber war der Lieblingsfilm meines Neffen, als er klein war. Am Abend lagen er und seine Omi auf dem Sofa, kuschelten und schauten sich die Abenteuer von Nils Holgersson und der Wildgänse LagerplatzWildgans Martin und der Leitgans Akka an. Ein schöner, friedlicher Anblick, und beide genossen es. Es kümmerte sie kein wenig, dass sie die ganzen Folgen schon dutzende Male gesehen hatten.

Die Wildgänse überwintern nur in den wärmeren Regionen Deutschlands. Am Niederrhein sind sie öfter verbreitet. Etwa 200 000 Gänse verbringen ihren Winter dort. Auf Äckern und Wiesen schlagen sie ab Ende September ihr Quartier auf. Über das Baltikum fliegen sie nach Polen und Ostdeutschland ein. Wenn es auch dort zu frostig wird, nehmen sie Kurs auf den Niederrhein. Manche Gänseschwärme haben dann schon 6000 bis 8000 Kilometer zurückgelegt.

Wildgänse und SchwäneMan kann die sibirischen Wildgänse schon von weitem erkennen, noch bevor sie zum Ladeflug übergehen. Sie kommen in ästhetischer Keilformation angeflogen, und ihr Geschnatter ist unverkennbar.

Zu Hunderten lagern die sibirischen Wildgänse oft ganz nahe an der menschlichen Zivilisation. Es stört sie auchWildgände im Stadtpark nicht, wenn Schwäne oder andere Vögel sich zu ihnen gesellen. Im Gegenteil, es schaut aus, als hätten sie gerne Kontakt zu ihnen. Gegenüber Menschen verhalten sie sich eher scheu, doch nicht immer. In Düsseldorf kann man sie sogar in Stadtparks sehen.

Es kostet die Wildgänse ungeheuer viel Kraft aufzufliegen, und das Land Nordrhein Westfalen zahlt Bauern eine Wildgänse fliegen aufEntschädigung, wenn Gänse auf den Äckern das Saatgut wegpicken.

Der NABU versucht ebenfalls, Sensibilität bei der Bevölkerung für die sibirischen Wildgänse zu wecken. Bis in  den Februar stattfindende Gänseexkursionen zu den großen Winterquartieren finden begeisterten Anklang Wildgänse Freunde des Menschenund helfen den gefiederten Freunden von Nils Holgersson, weitere Freunde unter den Menschen zu finden.

Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 22.Feb. 2009

Gartenvögel benötigen unsere Hilfe und das richtige Vogelfutter

Bergfink am Futterhäuschen

Gartenvögel sind weiterhin auf  Zufütterung angewiesen, um die derzeit noch bitterkalten Nächte unbeschadet zu überstehen. Der Energiebedarf der schönen Gartenfreunde ist auch jetzt im Februar noch hoch, daher sollten sie in der aktuell kalten Jahreszeit weiterhin mit Leckereien unterstützt werden. Da die Böden zur Zt. teilweise noch gefroren sind, erschwert es den Vögeln die Futtersuche erheblich.

Vernichtung von Lebensraum
Futtersäule für VögelDurch die Futterhilfe für Wildvögel leistet man leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Bestandserhaltung bzw. bekämpft den Rückgang der Vogelbestände. Zurück-gehende Bestandszahlen sind z. B. bei den Haussperlingen zu verzeichnen. Dies kommt vielfach dadurch zustande, da der Lebensraum der Wildvögel immer mehr zurückgeht. Durch immer neue Straßen, Erweiterung von Wohngebieten sowie durch die Entstehung neuer Industriegebiete, findet tagtäglich eine einschneidende Lebensraumverkleinerung der Wildvögel statt, Hecken und Grünflächen schwinden dahin, somit verringern sich auch die natürlichen Nahrungsquellen der Vögel im Eiltempo.

Meise frisst NüsseAuch der ungebremste großflächige Ackerbau ist an der Misere um die zurückgehenden Wildvögel-bestände maßgeblich beteiligt. Kilometerlange Hecken und Wildwuchs-bereiche mussten weichen, um eine bequemere effiziente Bewirtschaftung der Felder zu gewährleisten. Stichwort Flurbereinigung.

Pestizide reduzieren Bestände
Meise am FettknödelDie Lebensräume und Nahrungsquellen der Wildvögel und anderer Wildtiere werden durch das folgenschwere Eingreifen des Menschen in die Natur immer mehr reduziert, ein ständiges Fortschreiten des Artensterbens ist die bedauerliche Folge. Lebensnotwendige Nistmöglichkeiten und Futterplätze vieler Vogelarten sind großflächig verschwunden. Der ungebremste Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, der nicht zuletzt eine starke Reduzierung der Insektenpopulation nach sich zieht, ist ein weiterer Puzzlestein des ganzen Ausmaßes.

Die Zufütterung von Gartenvögel im Winter bietet nicht nur ein interessantes Schauspiel, sondern auch eine notwendige unterstützende Hilfe für die niedlichen Wildvögel, um deren Fortbestand zu sichern. Dem fröhlichen Zwitschern und Herumfliegen der Schönheiten beiwohnen zu können, ist ein schöner und abwechslungsreicher Nebeneffekt.

Für verschiedene Vogelarten, das richtige Futter
Schwanzmeisen am FettringFür die Fütterung von Körnerfressern, wie Sperlingen, Finken und Kernbeißer, sind mit Mischfutter oder Sonnenblumenkerne gefüllte Futtersäulen am besten geeignet. Futtersäulen haben den Vorteil, dass sie einen äußerst sauberen Futterplatz bieten und somit verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten. Am besten platziert man die Futtersäule in eine Höhe, an die Katzen nicht mehr herankommen, Hecken oder Bäume sind dafür am besten geeignet.

Amseln, Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Meisen und Zaunkönig, die so genannten Weichfutterfresser, freuen Kernbeißersich besonders über Meisenknödel und anderes Fettfutter, sowie Rosinen, Haferflocken, Rosinen und gerne auch mal ein Stück Apfel. Ebenfalls genießen die geschickten Meisenarten und Kernbeißer das Picken von Erdnusskernen, für die es ebenfalls spezielle Futtersäulen im Handel gibt.

Ich bin mir sicher, so mancher dankbare Geselle verbleibt bei Euch zum Brüten in Eurem Garten, so dass Ihr auch im restlichen Jahr dem Gezwitscher und Gewimmel der lieben Piepmätze beiwohnen könnt.

Allen Tierfreunden wünsche ich viel Spaß beim Füttern und Beobachten der niedlichen Gartenbewohner,

Eure Maria

Giftige Geschenke zu Valentinstag – Nein Danke!

Eine Allee verschenken statt giftiger Rosen

Unzählige rote Rosen werden alljährlich zu Valentinstag verschenkt, das Geschäft bei den Blumenhändlern boomt. Doch kaum jemand kennt die möglichen Gefahren, die von den edlen Schnittblumen auf die Gesundheit der Arbeiter, Händler und Käufer ausgehen können. Ein Großteil der Rosen sowie anderer Schnittblumen wird in Entwicklungsländern erzeugt, ohne jegliche Schutzvorschriften für die Anwendung gefährlicher Pflanzenschutzmittel.

Dieses Problem griff neulich das Erste in der Fernsehsendung Plusminus, mit ihrem Beitrag „Giftige Blumengrüße zum Valentinstag“, auf. Plusminus hat bei fünf verschiedenen Händlern Blumensträuße gekauft und diese zur Analyse an das CBA Labor gegeben. Die Ergebnisse sind besorgniserregend, denn die Chemiker fanden 18 verschiedene Verbindungen, bei einer Rose sogar sieben auf einmal. Greenpeace stellte zu den Ergebnissen fest, dass es sich dabei in drei Fällen sogar um Pestizide handelt, die in der EU nicht erlaubt sind. Ebenfalls wurden acht Pflanzenschutzmittel nachgewiesen, die laut Greenpeace Krebs auslösen und in den Hormonhaushalt eingreifen können. Greenpeace-Experte Manfred Krautter gibt zu bedenken, dass die Pestizide über die Haut aufgenommen sowie, inhalativ über die Raumluft eingeatmet, in den Körper gelangen und dort ihr Unheil treiben können.

Arbeitsschutz und umweltbewusste Blumenfarmen – große Ausnahme
In den Erzeugerländern von Rosen, Tansania, Kenia oder Ecuador, bestehen keine Verpflichtungen, den Einsatz der Pflanzenschutzmittel so gering wie möglich zu halten, auch kennt man dort keine Arbeitsschutzvorschriften, wie z. B. Schutzkleidung für die Arbeiter.

Gesündere Alternativen
Die Organisationen TransFair oder Flower Label Programm (FLP) haben sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Pestiziden beim Blumenanbau zu reduzieren und bestimmte Umweltschutzkriterien einzuhalten. Auch Schutzanzüge für die Arbeiter der Blumenfarmen und soziale Standards, wie z. B. Mindestlöhne, sind gewährleistet.

Durch die Kaufentscheidung für zertifizierte Schnittblumen nimmt der Verbraucher Einfluss auf den Umweltschutz und die Schadstoffreduzierung beim Anbau, beim Händler und nicht zu vergessen, in seinen eigenen vier Wänden. Durch gezieltes Nachfragen nach ökologisch verträglicheren Blumen beim Blumenhändler könnte sich dadurch zukünftig das globale Anbauverhalten bei den Blumenfarmen nachhaltig verbessern.

Für Valentine müssen es auch nicht unbedingt Blumen sein, Euer Valentineschatz freut sich vielleicht sogar über ein ausgefallenes, selbst gekochtes Essen mit kreativer Tischdekoration, mit romantischer Musik untermalt viel mehr. Oder verschenkt eine Alleenpatenschaft an Euren Schatzi.

Werdet kreativ!

Allen ein romantisches Valentine,

Eure Elly

Club Watt – innovatives Energiespar-Konzept

Club Watt spart Energie

Anstatt maßlos Energie zu vergeuden und den Treibhauseffekt anzukurbeln, habe ich gestern beim Surfen im Internet gesehen, dass es auch anders geht.

Eine  niederländische Diskothek hat sich zum  Ziel gesetzt, ihren Betrieb energieeffizient und umweltschonend zu führen. Das Umweltjournal berichtet über das ausgeklügelte Konzept der Grünen Diskothek, den „Club Watt“ in Rotterdam. Nachhaltiges Tanzen und Feiern ist angesagt und wie ich meine, eine innovative Idee, die Beachtung finden sollte.

Lt. Umweltjournal sind im Tanzboden des Clubs kleine Dynamos eingebaut, die durch die Bewegungen der Tänzer auf der Tanzfläche angetrieben werden und dadurch LED-Lämpchen zum Leuchten bringen. Der Club sowie das dazugehörige Restaurant werden mit Ökostrom versorgt. Aber das ist längst nicht alles. Wenn Ihr mehr darüber erfahren möchtet, was der Club Watt alles auf Lager hat, dann klickt rein ins Umweltjournal und direkt in den Club Watt.

Autor: Thommy

Impressionen vom langen Winterschlaf der Natur

Winterimpressionen

Der Winterschlaf der Natur ist in diesem Jahr besonders tief. Schon viele Jahre hat es nicht mehr so anhaltend gefroren nachts wie in diesem Winter. Ob die Natur Ruhe vor uns braucht? Ruhe vor den Unmengen von Pestiziden und Herbiziden, mit der wir sie belasten?

Winter - Frieden für die Natur

Wer raus in die Natur geht, der spürt im Moment noch den tiefen Frieden, den der Winter mit sich bringt, dort, wo man ihr eine Verschnaufpause gönnt.

Markante Steine als Markierung in der Landschaft, Winterlandschaft in den Bergen

Der Mensch kann in solchen Regionen aufatmen und die Natur in ihrer Einzigartigkeit spüren. Man möchte am Liebsten zum Künstler werden und die Einzigartigkeit einfangen.

Die Natur ist ein Künstler, Zaum mit Rauhreif in einer Winterlandschaft mit hohem Schnee

Trotz klirrender Eiseskälte vermag die Natur Schönheit zu zaubern, unsere Augen zu erfreuen und unsere Sinne zu besänftigen.

Winterlandschaft in Frankreich, Einsame Wege in unberührter Natur

Genießt ihn noch einmal, den Winter, denn der Frühling ist nicht mehr weit entfernt, nur ein paar Wochen noch, dann werden uns die ersten Knospen begrüßen und die gefiederten Freunde uns morgens mit ihrem lauten Frühlingskonzert begrüßen.

Triclosan

Putzfimmel kann krank machen

Sauber genügt nicht mehr, heutzutage muss mit schärferen Geschützen geschossen werden, alles muss klinisch rein, also antibakteriell sein. Dieses Wunschdenken wird beim Verbraucher durch werbewirksame Kampagnen der Hersteller hervorgerufen. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Käufer solcher antibakteriellen Produkte über deren negative Tragweite tatsächlich bewusst sind. Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Käufer solcher Waren darüber im Klaren sind, welche gesundheitsschädigenden Auswirkungen die breite, mit chemischen Bakterienkillern ausgestattete Produktpalette für ihre Familie haben können.

Ohne antibakterielle Chemiekeule viel gesünder!
Ausgeklügelte Werbestrategien sorgen dafür, dass die Hausfrau von heute ein schlechtes Gewissen bekommt, ja ihren Haushalt als schmuddelig und unhygienisch empfindet, falls sie ihm nicht mit antibakteriellen Reinigern den Kampf ansagt. Für ein gut funktionierendes Immunsystem sind Bakterien jedoch äußerst wichtig, gerade bei Kindern, deren Immunsystem sich noch in der Entwicklung befindet. Die Verwendung von antibakteriell angereicherten Alltagsprodukten ist vollkommen unnötig, daher setzen viele unter uns ihre Gesundheit unnötig aufs Spiel und belasten zudem noch die Umwelt. Die stets ansteigende Zahl der Allergiker und Umweltkranken, wie MCS Patienten, sollte die Bevölkerung wachrütteln und dazu animieren, sich mehr auf das Wesentliche und Notwendige zu beschränken. Kritischer Umgang mit unseren Alltagsprodukten erscheint notwendiger denn je, wie die nachfolgenden Ausführungen belegen.

Bakterienhemmende, konservierende Eigenschaften
Triclosan wird häufig in Kosmetika als Konservierungsstoff eingesetzt. Dort gilt eine gesetzliche Höchstgrenze von 0,3 % des Gesamtinhalts. Wird ein Produkt allerdings als antibakteriell wirksam angepriesen, wie z. B. Zahnpasta, Plaque-Entferner, Deodorants, Fußcremes und antibakterielle Reinigungsmittel, so sind höhere Konzentrationen dieser umweltschädlichen Chemikalie erlaubt.

Zahnmediziner warnen vor dem Gebrauch antibakterieller Zahnpflegeprodukte, denn sie bekämpfen nicht nur Mundgeruch und Plaque, sondern der chemischen Stoff Triclosan vernichtet auch die gesunden Bakterien der Mundflora. Es besteht sogar die Gefahr, dass die Darmflora bei Verschlucken der angewandten antimikrobiellen Mundpflegeprodukte in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Desinfektion mit antibakteriell wirkenden Zusätzen ist beim normalen Zähneputzen völlig überflüssig. Gesunde gepflegte Zähne erreicht man besser durch regelmäßiges Putzen, zusätzlich unter regelmäßiger Anwendung von Zahnseide. Damit tut man sich und seinen Zähnen einen größeren Gefallen, auch die Entstehung von Mundgeruch wird dadurch gehemmt, antibakterielle Mundwässerchen & Co. werden bei einer konsequenten Mundhygiene mit herkömmlichen Methoden überflüssig.

Gründlich waschen würde reichen
Die  Chlorchemikalie Triclosan findet nicht nur in Kosmetikprodukten Anwendung, sondern wird verstärkt in Sportbekleidung eingearbeitet, wie in Fahrradhosen, Lauftrikots, Schuhen, Funktionstextilien, Badebekleidung, wo sie Schweiß- und Geruchsbildung verhindern soll. Auch in Gebrauchsgegenständen wie Teppichen, Putzschwämmen und Plastikgeschirr, sowie als bakterienhemmende Beschichtung in Kühlschränken, kommt Triclosan zum Einsatz. Für die umstrittene und als umweltgefährdend geltende Chemikalie gibt es derzeit keine Grenzwerte beim Einsatz in Bekleidung. Lt. einem Test des eco-Umweltinstitutes wurde nachgewiesen, dass sich Triclosan durch den entstehenden Schweiß bereits nach 30 Minuten aus der Faser löst und somit auf die Haut gelangt. Sportkleidung nach dem Sport zu waschen reicht voll und ganz aus. Würden Verbraucher dies beherzigen, dann bräuchten wir diese umstrittene umweltschädliche Chemikalie nicht in unseren Alltagsprodukten, wo sie auch zusätzlich unsere Gesundheit schädigen kann.

Gesundheitsschädigend und umweltschädlich
In den letzten Jahren hat der Konsum von desinfizierenden Produkten rapide zugenommen, ganz zum Argwohn vieler Wissenschafter, die diese Entwicklung kritisch beobachten. Denn die Bakterienkiller zerstören auch die guten Bakterien, die jedoch für einen gesund funktionierenden Organismus dringend notwendig sind. Laut einem Bericht von Greenpeace schädigt Triclosan die Hautflora, reizt die Augen und hat die negative Eigenschaft, sich im Körper anzusammeln, ja diese weitverbreitete Chemikalie ist sogar in Muttermilch nachweisbar.

Triclosan gilt als Kontaktallergen und es wurde im Tierversuch Nieren- und Leberschädigung nachgewiesen. Auch steht Triclosan in Verdacht, das Erbgut zu schädigen.

Triclosan reichert sich auch in unserer Umwelt, in unseren Gewässern und in den Wasserbewohnern an und gelangt somit auch in unsere Nahrungskette. Die EU hat Triclosan als umweltgefährdend und wassergefährdend eingestuft. Triclosan gilt als schwer abbaubar. Doch das ist noch längst nicht alles, das umweltschädigende Potential dieser Chemikalie ist noch nicht komplett durchleuchtet. Triclosan, welches in Textilien enthalten ist, wird die Eigenschaft zugesprochen, dass es sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht teilweise in chlorierte Dioxine umwandeln kann. Somit besteht die Gefahr, dass unser Körper beim Tragen derartiger Textilien mit dem Ultragift Dioxin belastet und unsere Gesundheit nachhaltig geschädigt werden kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch Anwendung dieser bakterienhemmenden Chemikalie die Entstehung resistenter Keime gefördert wird, gegen die dann möglicherweise Antibiotika und andere Mittel zur Bekämpfung von Mikroorganismen im Ernstfall wirkungslos sind.

Autor: Thommy

CSN Blog – Top 10, die beliebtesten Artikel im Januar 2009

CSN Top 10 Januar

Die nachfolgenden Artikel wurden von den Lesern im CSN-Blog im Monat Januar am häufigsten gelesen.

In den ersten Stunden des neuen Jahres sozusagen katapultierte sich die CSN-Silvesterparty mit voller Kraft auf Platz Eins in die CSN Top 10 Chart und hielt sich wegen der hohen Zugriffsrate dort. Der Silvesterparty-Blog ist sogar Doppelsieger, denn es ist der Blog mit den meisten Kommentaren, sage und schreibe 305 Kommentareinträge gab es.

Das Ergebnis der Blog Top 10 im Januar hält noch weitere Überraschungen bereit. Es stiegen einige ältere Artikel in die Top 10 auf, weil sie in den Medien oder auf andere Webseiten verlinkt waren. Außerdem waren es diesmal auffallend viele Blogfragen, die hohe Aufmerksamkeit bei den Lesern erreichten.

CSN Blog – Top 10, die beliebtesten Artikel im Januar 2009

Zum Lesen der Artikel, einfach anklicken >>>

  1. Die CSN-Silvesterparty ist eröffnet

  2. Auch natürliche Duftstoffe sind äußerst bedenkliche Allergieauslöser

  3. Erneut Herzversagen durch Deo bei einem Jugendlichen

  4. Die Psychiatrisierung von MCS-Kranken stellt in Deutschland den Tatbestand der Diskriminierung körperlich Behinderter dar

  5. Duftstoffe lösen Reaktionen bei Personen mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity aus. Treten Reaktionen auch auf natürliche Duftstoffe auf?

  6. MCS Blogfrage der Woche: Wie kommen Chemikaliensensible mit der eisigen Kälte zurecht?

  7. Ist Amalgam eine Teilursache von MCS – Multiple Chemical Sensitivity?

  8. Reaktion auf Parfum auch ohne Riechen des Parfums möglich

  9. Medikamentenunverträglichkeit bei Patienten mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity häufig

  10. Meisen, Rotkehlchen, Spechte, Kleiber, alle Vögel freuen sich jetzt über leckeres Futter

Die Schwedische Regierung spricht totales Quecksilber- und Amalgamverbot aus

Schwedische Regierung

Schwedische Regierung spricht totales Quecksilber- und Amalgamverbot zum 1. Juni 2009 aus 

 

Pressemitteilung 15. Januar, 2009 – Gesundheitsministerium Schweden 

Die Regierung beschloss am 15. Januar 2009, das flächendeckende Verbot von Quecksilber einzuführen. Das Verbot bedeutet, dass die Verwendung von Dentalamalgam in Zahnfüllungen eingestellt wird und dass es nicht länger gestattet ist, in Schweden quecksilberhaltige Produkte auf den Markt zu bringen.  Gesundheitsminister Schweden

„Schweden ist jetzt führend in der Richtungsvorgabe, Quecksilber, das sich nicht abbaut, zu verbieten und die Umwelt davor zu schützen. Das Verbot ist ein starkes Signal für andere Länder und ein schwedischer Beitrag hinsichtlich der EU und UN Ziele, um Quecksilber und seine Emissionen zu reduzieren“, sagte Umweltminister Andreas Carlgren. 

Die Entscheidung der Regierung bedeutet, dass in Schweden Produkte, die Quecksilber enthalten, nicht mehr auf den Markt gebracht werden können. In der Praxis bedeutet dies, dass alternative Techniken im Bereich der Zahnversorgung, in der chemischen Analytik und in der Chloralkaliindustrie angewendet werden müssen. Die schwedische Behörde für Chemikalien wird autorisiert, Regelungen diesbezüglich herauszugeben oder in individuellen Fallen Befreiungen zu gewähren. 

In Verbindung mit der Regierungsentscheidung wird Abfall, der Quecksilber enthält, in geologisch tief gelegene Lagerungsorten in anderen EU Ländern endgelagert. Der schwedische Markt für gefährlichen Sondermüll ist klein. Im vergangenen Frühling begründete eine Regierungsanfrage, dass Lagerungsorte existieren, die eher den Sicherheitserfordernissen für quecksilberhaltigen Abfall entsprechen, auf die die schwedische Gesetzgebung basiert, zum Beispiel in Deutschland. Ein neues schwedisches Endlager zu schaffen, würde rund fünfzehnmal teuerer werden, als den Abfall in bereits existierenden EU Einrichtungen abzulagern. Die Gesamtheit derer, die um Rat gefragt worden waren in dieser Angelegenheit, teilten den Beschluss, der aus dieser Untersuchung resultierte.  

„Indem wir gemeinsame Lösungen und fast vierzig Jahre Erfahrung mit der Lagerung von Quecksilber in der EU nutzen, verringern wir die Sicherheitsstandards nicht. Der Abfall wird in geologisch tief gelegene Lagerungsorte mit hohen Sicherheitsstandards transportiert. In Übereinstimmung mit dem Verursacherprinzip sind die Eigentümer des Abfalls verantwortlich dafür, dass die Beseitigung in einer solchen Lagerstätte vereinbart wird und bezahlen dafür,“ sagte Herr Carlgren. 

Die Lagermöglichkeiten in anderen EU Ländern bieten bessere Anreize für die angestrebte Entwicklung von sicheren Technologien mit langfristig angelegten Größenordungen, um quecksilberhaltigen Abfall zu stabilisieren. 

Seit Anfang der neunziger Jahre existiert in Schweden ein Verbot für die Herstellung und den Verkauf bestimmter quecksilberhaltiger Produkte, einschließlich Thermometern und anderen Mess- und Regeleinrichtungen und elektronischen Bauteilen. 

Die neue Regulierung tritt zum 1. Juni 2009 in Kraft. 

Autor: Ministry of the Environment Sweden, Government bans all use of mercury in Sweden, Press release, 15 January 2009
 
Übersetzung: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 24.01.2009 
 

Photos: Pawel Flato

Government bans dental amalgam and all use of mercury in Sweden

Sweden bans all use of mercury

Government bans all use of mercury in Sweden

 

Press release, 15 January 2009
Ministry of the Environment Sweden

 

The Government today decided to introduce a blanket ban on mercury.
The ban means that the use of dental amalgam in fillings will cease and that it will no longer be permitted to place products containing mercury on the Swedish market.

„Sweden is now leading the way in removing and protecting the environment from mercury, which is non-degradable. The ban is a strong signal to other countries and a Swedish contribution to EU and UN aims to reduce mercury use and emissions,“ says Minister for the Environment Andreas Carlgren.

The Government’s decision means that products containing mercury may not be placed on the Swedish market. In practice this means that alternative techniques will have to be used in dental care, chemical analysis and the chloralkali industry. The Swedish Chemicals Agency will be authorised to issue regulations on exceptions or grant exemptions in individual cases.

In connection with the Government’s decision, waste containing mercury will be disposed of in deep geological repositories in other EU countries. The Swedish market for hazardous waste is small. Last spring, a government inquiry established that there are existing repositories for waste containing mercury in, for example, Germany that more than adequately meet the safety requirements on which Swedish legislation is based. Creating a new Swedish repository would be around 15 times more expensive than depositing waste in existing facilities in the EU. The bodies consulted on this matter shared the inquiry s conclusions.

„By using common solutions and almost forty years of experience of storing mercury in the EU, we are not lowering safety standards. The waste will be transported to a deep geological repository with high safety standards. In accordance with the polluter pays principle, the owners of the waste will be responsible for ensuring that disposal in a repository is arranged and paying for it,“ says Mr Carlgren.

The disposal possibilities in other EU countries provide better incentives for the desired development of safe, large-scale technologies to stabilise waste containing mercury.

Since the beginning of the 1990s there has been a ban in Sweden on the manufacture and sale of certain products containing mercury, including thermometers and other measuring devices and electronic components.

The new regulations enter into force on 1 June 2009.

Stand-by – Wo sind die Ausschalter hin? Wo sind sie geblieben?

Richtig ausschalten!

Zählt man in einer Wohnung die Elektrogeräte durch, kommt man im Schnitt auf bestimmt zwanzig Geräte, eher mehr. Das Unfassbare an dieser Situation, sie haben zum Großteil keinen richtigen Ausschalter mehr. Sie laufen für die Bequemlichkeit ständig auf Stand-by.

Meine Forderung:

Bitte jedes Elektrogerät mit einem wirklich leicht zugänglichen Ausschalter versehen.

Ausschalter statt Stand-by Ausschalter statt Stand-byAusschalter statt Stand-byAusschalter statt Stand-by

Bilder von ein paar Ausschaltern von den vielen zusätzlichen Ausschaltern ich in meiner Wohnung habe.

Jedes Gerät hat ein anderes Netzgerät
Netzgeräte für Fotoapparat, Handy, usw. besitzen fast immer ein Netzgerät, aber keinen Ausschalter. Netzgeräte haben ja, man kann fast sagen grundsätzlich keine Ausschalter mehr. Was passiert im Alltag? Die Netzgeräte hängen oft nach dem Aufladen der entsprechenden Geräte noch unnütz an der Steckdose. Eine Normung bei den Netzgeräten wäre auch ein Segen.

Warum jedes Gerät ein anderes Netzgerät besitzen muss, welches in kleinster Weise zu den anderen Geräten passt, ist mir unbegreiflich. Ich spreche jetzt aus der Sicht des Technikers: Es ist schlicht so, man verdient auch noch gerne an einem billigen Netzgerät. Obwohl, wenn man bei der Normung auf ein paar Standardgrößen in Bezug auf Stecker, Kupplung und Spannung bzw. Belastbarkeit achten würde, dann auch bessere Netzgeräten bauen könnte. Dadurch könnte eine Menge Strom, sowie eine Menge überflüssiger Netzgeräte eingespart werden. An die Umwelt und Gesundheit gedacht, wäre ein solches Umschwenken auch ein Segen, denn Ressourcen würden gespart, und man denke an die Flammschutzmittel und die anderen Chemikalien, die in so einem Netzteil stecken.

Waschmaschine ohne Ausschalter
Ausschalter statt Stand-byAuf diesem Bild ist im Schlauch der zusätzliche Ausschalter für meine Waschmaschine drin versteckt. Ich schalte mit diesem Zusatzausschalter aber nur die Maschine an bzw. aus, wenn die Waschmaschine nicht läuft. Würde sie laufen, wäre der Schalter wohl zu schwach, denn es fließt ein hoher Strom, wenn so eine Maschine sich dreht oder schleudert. Ich denke, das ist auch der Grund, dass man sich hier durch diese blöde Stand-by-Konstuktion einen etwas teureren Ausschalter erspart hat. Angeblich soll ein Wasserstoppsystem der Grund sein für Stand-by bei der Waschmaschine. Ich habe aber festgestellt, fällt der Strom aus, dann schließt das Wasserstopp-System sowieso. Es wäre ja auch fatal, wenn es nicht so wäre.

Letztes Jahr habe ich meine Waschmaschine gekauft. Ein Produkt Made in Germany, immer auf Stand-by und man kann kein Waschpulver für 20 Grad benutzen, weil 30 Grad die niedrigste Waschtemperatur ist. Es war eine sehr teure Maschine, ich würde Sie nicht noch mal kaufen, ohne wirklichen Ausschalter und so schlechter Temperaturwahlmöglichkeit.

Eine Fernbedienung für alle Geräte
Habe vor kurzem eine universal Fernbedienung all for one gekauft. Man kann die Fernbedienung programmieren, das heißt, sie hat eine Lernfunktion für mehre Geräte, die man bedienen möchte. Außerdem kann man zusätzlich noch vier Geräte per Funk, sogar durch dicke Wände, fernsteuern bzw. ab und anschalten.

Nur, diese kleinen Geräte ziehen auf Stand-by Strom und besitzen keinen Ausschalter. Ich habe bei einem schon einen Ausschalter dazugebastelt. Es ist somit möglich, das Gerät ganz auszuschalten. Ich habe mir die Mühe gemacht und die Lieferfirma angeschrieben und sie gebeten, das Gerät doch so wie auf dem Foto herzustellen. Es kam keine Antwort.

Neues Gerät – wieder kein Ausschalter
Letztens habe ich günstig ein Gerät erstanden (DVB-T), mit dem kann man die digitalen Fernsehprogramme über eine Antenne empfangen. Das Gerät besitzt eine Festplatte bzw. ich habe sie in einem Wechselrahmen eingebaut. Dieses Gerät besitzt einen wirklichen Ausschalter. Ich konnte es gar nicht glauben. Nur die nervige Festplatte läuft immer. Da möchte ich demnächst einen zusätzlichen Ausschalter einbauen. Denn, wenn ich nichts aufnehmen will, warum läuft dann eine Festplatte? Haben wir es wirklich verlernt, die primitivsten Regeln der Elektrotechnik noch zu beachten?

Brandgefahr durch Stand by
Ich denke bei Stand-by auch an die Brandgefahr. Aus einem Bericht der Feuerwehr weiß ich, mancher Brand ist durch diese blöden Geräte ausgelöst worden. Die Netzgeräte werden oft sehr warm, dass habt Ihr sicherlich auch schon festgestellt. Netzgeräte sind Produkte, die oft billigst hergestellt werden. Mit Qualität ist da nicht viel her. Für Leute mit MCS sind diese Geräte vermutlich auch sehr schlecht, weil giftige Dämpfe entweichen können.

Es gibt Geräte, die brauchen keinen Ausschalter, dass gebe ich zu. Ich denke aber auch hier, manchmal ist es sinnvoll, diese Geräte trotzdem auszuschalten, und dann wäre so ein gut zugänglicher Ausschalter eine große Hilfe, und Ausschalter kosten nicht die Welt.

Ein kleiner Lichtblick aus www.energie-bewusstsein.de Es tritt bald eine neue Europa -Richtline in Kraft. Sie regelt das leidige Thema Stand by. Hier ein Link dazu: Europarichtlinie Stand-by

Die Einsparungen ab 2020 (3/4 Einsparung gegenüber dem jetzigen Stand-by Verbrauchs) sollen in etwa dem jährlichen Stromverbrauch Dänemarks (rund 35 TWh) entsprechen. So soll der Ausstoß von 14 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Das zeigt doch eindeutig: Stand-by ist out!

Ich sage deshalb jetzt schon: bye, bye Stand-by,

Euer Energiefox