Archiv der Kategorie ‘Lifestyle‘

Servicewüste Deutschland und Europa

Servicewüste Deutschlans

Kundenservice mag zwar Geld kosten, aber eine Firma, die ihren Kunden keinen Service oder schlechten Service bietet, muss sich nicht wundern, wenn ihr die Kunden davonlaufen. Schlechter Service kostet den Kunden Zeit, Geld, Energie und Nerven. Außerdem kann es Ressourcen verschlingen, denn wie Ihr gleich aus meinem Tagebuch über den Versuch, ein Paket ins Ausland zu verschicken, erfahren werdet. Es kommt vor, dass ein Paket enorme Strecken hin und her transportiert wird, ohne je beim gewünschten Empfänger anzukommen. Und dann die ganzen unnötigen Telefonate, die ins Nichts gehen…

Hotlines, anonyme Callcenter & Co
Die Hotline der Telekom hat mir kürzlich fast den Verstand geraubt. Erst beim dritten Versuch bin ich zu einem Servicetechniker durchgedrungen. Mein Internet funktionierte nicht. Zweimal lief die Prozedur durch ohne Erfolg. Es kam dann immer bitte haben Sie etwas Geduld, Sie werden durchgestellt (sinngemäß zitiert die Sprüche). Nach einer viertel Stunde kam dann die Nachricht: alle Serviceplätze sind besetzt, bitte versuchen Sie es noch mal. Erst der dritte Anruf war erfolgreich, nach ca. 8 Min. hatte ich dann einen Ansprechpartner und nach einem Reset lief die Kiste wieder. Es sind noch hohe Bitfehler auf der Leitung, aber ich kann zumindest wieder das Internet benutzen.

Mein Tipp fürs Konzern Image:
Schafft endlich wieder mehr ansprechbares Personal an und Rufnummern, die man direkt anrufen kann und es kommt eine menschliche Stimme. Diese Hotlines nerven.

Einen „Fortschritt“ habe ich entdeckt, beim zweiten und dritten Versuch sagte die Computerstimme, es handele sich um das selbe Problem und man brauche nicht wieder etliche Tasten zu drücken um kompetente Ansprechpartner zu bekommen.

Versuch ein Paket zu verschicken
Wo wir jetzt schon mal dabei sind, ich habe noch einen Serviceknackpunkt. Der mich seit geraumer Zeit auf Trapp hält und zwar mit der DHL. Ich wollte Mitte Dezember als Weihnachtsüberraschung ein Paket ins nahe europäische Ausland zu einer kranken Frau verschicken. Das Paket war 13,81 kg schwer und 32 Euro teuer der Versand.

Das Makabere an dieser Geschichte ist, das Paket ist überhaupt nicht ausgeliefert worden. Ich hatte nach der Postleitzahl ein HR vergessen. Wie ich jetzt weiß, ist diese Info in dem Land wichtig. Recht schnell habe ich einen Nachforschungsauftrag gestellt und die fehlende Information geliefert, auch mehrfach angerufen. Der Empfänger hat auch mehrfach versucht Einfluss per Telefon zu nehmen – ohne Erfolg. Der Empfänger sagte mir, in seinem Land hätte die Zustellfirma einen ganz schlechten Ruf. Nun soll das Paket zurück geschickt werden, angeblich stimmt die Hausnummer nicht. Ich habe aber auf dem Einlieferungsschein die richtige Hausnummer stehen. Sogar DHL hat mir schriftlich bestätigt das Paket sei mit der richtigen Anschrift angekommen. Auch die Geschichte über die zahlreichen erfolglosen Zustellungen stimmt nicht, das Paket ist nie erfolglos zugestellt worden. Der Empfänger hätte sonst ein Schreiben im Briefkasten haben müssen. Einen Einschreibebrief mit Rückschein habe ich vorgestern losgeschickt. Es ist zum Verzweifeln, auch in diesem Fall es läuft alles über Computer, man bekommt telefonisch kein Paketzentrum zu fassen. Auch innerhalb der DHL zum Ausland läuft es über Computer oder besser gesagt, es läuft nicht.

Ich habe dann angerufen bei der Adresse in Hamburg, an die ich das Einschreiben mit Rückschein geschickt habe, denn es sind gibt keine direkte Telefonnummer nach Hamburg zu dieser Stelle. Auf den Briefköpfen dieser Firmen sind Telefonnummern verbannt. Somit ist es nicht möglich diese Firmen direkt telefonisch zu erreichen. Man verärgerte die Kunden lieber mit nervigen Hotline-Nr., auch hier wieder so eine unsägliche Hotline Nr.

Der erste Anruf endete im Nirvana, dann war auf einmal war das Gespräch weg. Dann… ein Brief sei zu mir unterwegs und das Paket würde ausgeliefert. Ich bin ja gespannt. Trotzdem möchte ich raten: Nur bitte schafft wieder Telefonnummern an, es ist doch zum Verzweifeln, der Kunde hat sich doch schon gefälligst selbst über den Verbleib des Paketes zu informieren. Warum keine schnelle Antwort ???? Auch eine Info in der Sendungsverfolgung im Internet wäre doch möglich. Habe gerade noch mal nachgeschaut, es steht immer noch der letzte Satz in der Sendungsverfolgung: 30.01.09 11:50 Sendung wurde erfolgreich zugestellt.

Eine Sechs für den Service!
Jetzt, endlich habe schriftlich die Nachricht bekommen, sinngemäß: Man bitte um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Der Vorgang sei gespeichert unter Zeichen…….

Nach den Bestimmungen des Weltpostvertrages hätten ausländische Postverwaltungen 8 Wochen Zeit, die Nachforschung abschließend zu beantworten. Die Einflussnahme der DHL ende mit der Übergabe an die fremde Postverwaltung. Wenn der Vorgang sich erledigt habe, bitte man um eine kurze Nachricht.

Das Paket ist in ein europäisches Nachbarland geschickt, man fasst es nicht. Ich habe absolut keine neuen Informationen bekommen. Die Geschichte mit den 8 Wochen sagte mir schon die Nachforschungsstelle. Also, von einem Europa mit gut funktionierendem Postwesen keine Spur.

27.01.2009  Das Paket kam zu mir zurück. Der Empfänger in Holland hatte tatsächlich die Auslieferstelle telefonisch erreicht und gebeten das Paket doch zu zustellen. Dort behauptete man auf einmal die Hausnummer wäre falsch. Bei mir auf dem Einlieferungsschein steht die richtige Hausnummer. Mit falscher Hausnummer. dürfte man das Paket nicht zustellen.

Da hilft dann kein Bitten und Betteln, oder der Hinweis die Nr. stimmt, nein, so ein Paket wird einfach zurückgeschickt und niemand, nicht mal die DHL kann oder will das stoppen.

Das Paket ist jetzt wieder auf die Reise nach Holland und die DHL muss blechen, so nehme ich es jedenfalls an. Ich denke, da kommt dann die nächste Überraschung, sie hatten mir ja schon schriftlich bestätigt das Paket sei bereits an der wirklich richtigen Adresse abgeliefert. Die haben angeblich richtig abgeliefert und ich bin denen ausgeliefert. Man kann mir wirklich glauben, ich trauere den guten Zeiten nach, wo man solche Angelegenheiten noch telefonisch klären konnte.

Oh, das Päckchen meldet sich wieder
30.01.2009 – Zum Paket nach Holland kam jetzt wieder die Info: erfolgloser Zustellversuch.

Der Empfänger war aber informiert, dass das Paket kommt. Er sagte mir auch, die schreiben hier so etwas einfach drauf, obwohl das Paket nicht abgeliefert wird. Ich habe Angst das gleiche Spielchen beginnt von vorne und ich habe dann wieder den Rückversand über 42 Euro für nichts zu blechen. Habe schon wieder soooooooooooo einen Hals.

Neuer Versuch…Anruf bei DHL…neues Glück?
Erfolgloser Zustellversuch (Empfänger wurde nicht angetroffen), das sei nur eine interne Redensart und das Paket würde vermutlich heute zugestellt. Es würde jedoch nicht heißen, dass wirklich ein erfolgloser Zustellversuch zum Kunden schon geleistet wurde. Bitte? Gibt es keine Sprache, die der Kunde ebenfalls versteht? Ich fass es nicht, wie ungeschickt man Kunden unnötig in Rage treiben kann. Ich bin ja gespannt ob da Paket nun wirklich seinen Weg zum Empfänger findet.

Anhand der Nr. des Paketes, bietet das Internet in der Beziehung ja die Möglichkeit, das Paket fast live zu verfolgen, man braucht nur bei DHL unter „Sendungsverfolgung“ diese Nummer einzugeben. Ich hatte beim ersten Versuch (dasselbe Paket), gesagt, das da stand: „Paket erfolgreich zugestellt“, was gar nicht stimmte, denn das Paket kam zurück. Also merke, auf diese Aussagen ist nur begrenzt oder kein Verlass.

31.01.2009 – Das Paket ist angeblich beim Empfänger eingetroffen. Ich bin noch skeptisch, ich hatte ja schon mal sogar die schriftliche Bestätigung von DHL, dass das Paket beim Empfänger wäre und dann kam es zurück. Ich hoffe das Beste und dass sie mir den Schaden bzw. die Unkosten vom ersten erfolglosen Versuch erstatten. Die Antwortkarte vom Einschreibebrief mit Rückschein von der DHL habe ich, aber noch keine Antwort ob sie zahlen.

Es steht auch nicht der Empfänger dabei, also könnte es ja rein praktisch auch heißen, das Paket ist vom einem Paketzentrum zum Auslieferungszentrum erfolgreich zu gestellt worden.
15 Uhr – habe gerade die Nachricht durch den Empfänger erhalten, das Paket ist eingetroffen.

Na also – wenn´s mit der Erstattung dann auch noch klappen sollte, wäre es prima. Ich denke die Informationspolitik von DHL sollte verbessert werden, so wie jetzt ist, ist es doch wohl eine Zumutung. Wegen der Erstattung der ersten erfolglosen Zustellung, ich warte, habe ich noch keine Antwort, der Rückschein ist schon längst da.

Gruß aus der Servicewüste,

Euer Energiefox

50% der Büroangestellten leiden unter Sick Building Syndrome

Krank durch das BüroIn Jakarta/ Indonesien wurde unter den Angestellten in Büros der Stadt eine Studie durchgeführt. Die Studie brachte zutage, dass über 50% der Büroangestellten dort unter Sick Building Syndrome leiden. Die Wissenschaftler sagten gegenüber dem Jakarta Globe, die Krankheit würde oft verkannt.

Ursache seien toxische Substanzen in den Bürogebäuden. 400 Personen nahmen an der Studie teil, die von Juli 2008 bis Januar 2009 lief. Die Hälfte der Arbeiter klagten nach einem Arbeitstag über akutes Unwohlsein, Kopfschmerzen, Atemwegsbeschwerden, Erschöpfung, trockenen Husten und Halsschmerzen.

Die WHO hatte 1984 bekannt gegeben, das rund 30% aller neuen Gebäude weltweit Probleme mit der Luftqualität im Innenraum aufweisen.

Der Studienleiter Budi Haryanto teilte mit, dass viele Menschen überhaupt nicht richtig realisieren, dass der Aufenthalt über einen gewissen Zeitraum in einem Gebäude das Sick Building Syndrome bei ihnen verursachen könne.

Bundi Haryanto erklärte, dass SBS durch schlechte Ventilation und Klimaanlagen, die von Schimmel befallen sind, verursacht würde. Zur Luftverschmutzung im Innenraum würden aber auch Photokopierer, Laserdrucker und andere Maschinen, Gardinen und Einrichtung, als auch Schmutz in Teppichen beitragen.

Budi Haryanto erläuterte, dass eine langfristige Exposition gegenüber Schadstoffen zu Krebs und Herzkrankheiten führen könne, während weniger schwere Symptome durch den Schadstoffkontakt sich in Konzen-trationsstörungen, Paranoia und sogar Depressionen äußerten. Budi Haryanto meinte weiter, dass sich dies vielleicht für manchen harmlos anhören würde, SBS könne aber über längere Sicht tödlich enden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 19.01.2009

Allergie- und Asthma Verein verlangt: Tür von Parfümerie bleibt zu!

Tür zu - Duftstoffe!

Viele Parfümerien lassen ihre Eingangstüren offen stehen, um Passanten zu verlocken, einzutreten. Durch die offenen Türen dringen Duftstoffe in hoher Konzentration nach draußen. Nicht jeder findet diese Duftstoffe wohltuend oder angenehm, im Gegenteil, bei Menschen mit Allergien, Asthma oder Chemikaliensensitivität können die nach draußen dringenden Duftstoffen schwere gesundheitliche Beschwerden auslösen. Eine schwedische Allergie- und Asthma Organisation verlangt aus diesen Gründen von einer internationalen Parfümeriekette, die Eingangstür geschlossen zu halten. Der Grund: die Duftstoffe, die aus dem Laden nach draußen dringen, würden ihrer Auffassung nach eine Gesundheitsgefahr darstellten.

Die Vorsitzende des Allergie- und Asthma Vereins erklärte der lokalen schwedischen Zeitung, dass ihr Verlangen eigentlich sehr normal sei. Man wolle nämlich lediglich, dass die Türen der Parfümerie geschlossen blieben, damit Passanten nicht krank würden und sich unwohl fühlen.

Eine lokale Politikerin unterstützte das Begehren der Vereinigung. Sie hatte schon gleich nach Eröffnung der Parfümerie in 2006 einen Artikel in die Lokalzeitung gebracht. Sie befand damals, dass der Geruch des Ladens für umweltbewusste, natürliche Seifen und Duftstoffe, alles andere als wohlriechend sei.

Der Allergie- und Asthma Verein schrieb zwei Briefe über den Sachverhalt an den Ausschuss für Gesundheits- und Umweltschutz der Region. Der Ausschuss wies die Beschwerde des Vereins jedoch zweimal zurück, indem er darauf verwies, dass die Parfümerie Lush auf die Beschwerde hin ein neues Lüftungssystem installiert habe und damit ihrer Verpflichtung nachgekommen sei. Die Allergie- und Asthma Vereinigung erwägt Rechtsmittel beim Verwaltungsausschuss gegen die in ihren Augen unbefriedigende Entscheidung.

Die Geschäftsführerin der Parfümerie gab gegenüber der Lokalzeitung an, dass sie nicht verstehe, was man gegen ihren Laden habe, und sie fühle sich angegangen. Die Seifen und Duftstoffe seien natürlich und Menschen, die sensibel seien, würden sicherlich auf Zigarettenrauch auf der Strasse wesentlich stärker reagieren als auf die Düfte. Darum sollte man sich kümmern. Die offenen Türen würden zum Firmenkonzept gehören und seien ein Willkommensgruss.

Duftstoffe gehören für Asthmatiker und Chemikaliensensible zu den Hauptauslösern für ihre Beschwerden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 18. 02.2009


Weitere CSN Artikel über Gefahren durch Duftstoffe:

Fast Food fördert Asthma bei Kindern

Fast Food ist nicht gesund

Fast Food ist bequem, schnell und vor allem Kinder lieben es. Hamburger, Pommes, Ketchup, frittierte Hühnchenteile, kaum ein Kind sagt dazu Nein. Unsere Lebensweise hat dazu geführt, dass Fast Food Restaurants wesentlich häufiger angesteuert werden, als noch vor Jahren. Auch Zuhause sind viele Familien aus Zeitmangel und Bequemlichkeit zu Fertignahrung übergegangen. Für Kinder kann dies neben Übergewicht weitere gesundheitsschädliche Folgen haben: Asthma.

Asthma häufiger denn je
Der Verzehr von Fast Food als auch die Häufigkeit von Asthma haben in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Durch gute Aufklärung begannen während der gleichen Zeit Mütter, ihre Babys länger zu stillen. Kanadische Wissenschaftler fragten sich, ob zwischen dem Konsum von Fast Food und dem Anstieg von Asthma ein Zusammenhang besteht. In ihrer Studie untersuchten sie gleichzeitig, ob der normalerweise schützende Effekt des Stillens in Bezug auf die Entwicklung von Asthma bei Kindern durch häufigen Verzehr von Fast Food verändert wird.

Fast Food, Ursache für Asthma?
In der Fall-Kontrollstudie der Wissenschaftler der University of Manitoba nahmen insgesamt 246 Kinder mit diagnostiziertem Asthma teil und 477 Kontrollkinder im Alter von 8-10 Jahren, die nicht unter Asthma litten. Die Mediziner ermittelten, ob die Kinder häufig Fast Food gegessen hatten und ob sie gestillt worden waren. Im Studienverlauf beurteilten sie den Zusammenhang zwischen Asthma und Fast Food Konsum.

Zusammenhang Asthma – Fast Food aufgedeckt
Die Auswertung der Wissenschaftler erbrachte, dass Kinder mit Asthma öfter Fast Food zu sich nahmen als Kinder, die nicht unter Asthma litten. Kinder die nur kurzzeitig gestillt wurden und häufig Fast Food konsumiert hatten, zeigten ein mehr als zweifach erhöhtes Risiko Asthma zu entwickeln, im Vergleich zu Kindern, die über längere Zeit gestillt wurden und nicht viel Fast Food in ihrer späteren Kindheit zu sich nahmen.

Erstaunlicherweise stellten die Wissenschaftler fest, dass auch langes Stillen nichts nutzte, wenn die Kinder in ihrer Kindheit viel Fast Food konsumierten. Hieraus schlossen die kanadischen Mediziner, dass Fast Food dem positiven Schutzeffekt des Stillens entgegenwirkt.

Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 16. 02.2009

Literatur:
Mai XM, Becker AB, Liem JJ, Kozyrskyj AL., Fast food consumption counters the protective effect of breastfeeding on asthma in children? Clin Exp Allergy. 2009 Jan 22.

Tageszeitungen, Zeitungskiosk – Keine Chance für Chemikaliensensible

Zeitung lesen? Unmöglich wegen MCS

Der Geruch frisch gedruckter Zeitungen ist stechend und signifikant, selbst Gesunde beklagen sich. Wer Menschen mit Chemikaliensensitivität (MCS) fragt, auf was sie reagieren und womit sie Probleme im Alltag haben, wird von fast allen hören, dass Tageszeitungen für sie tabu sind und schwere Symptome auslösen. Atemwegsbeschwerden, brennende tränende Augen, Schwindel, Kopfschmerzen, laufende Nase, Brennen der Gesichtshaut gehören zu den Beschwerden die von Chemikaliensensiblen aufgezählt werden. Einen Zeitungskiosk aufzusuchen ist für sie nicht möglich.

Toluol im Zeitungskiosk?
Eine Gruppe von italienischen Wissenschaftlern von der Universität Bari untersuchte über den Zeitraum einer Arbeitswoche Zeitungskioske. Das Team führte Messungen durch, um die durchschnittliche Lösungsmittelkonzentration in 16 verschiedenen Zeitungskiosken und zwei Druckereien zu ermitteln. Zusätzlich quantifizierte man die zahlreichen Lösungsmittel. In allen Zeitungsständen und in den Druckereien wurden halogenierte, aliphatische, oxygenierte und aromatische Verbindungen über eine ganze Woche hinweg kontrolliert. Die Wissenschaftler benutzen hierzu Diffusionssammler und analysierten mittels Gaschromatographie und Massenspektometrie.

Hundertfach erhöhte Toluolwerte im Zeitungskiosk
Die Zeitungsstände wiesen allesamt wesentlich höhere Toluol-konzentrationen als in der umgebenden Außenluft auf. Einige der Zeitungsstände hatten Toluol geschwängerte Innenraumkonzen-trationen, die hundertfach höher als die korrespondierenden Werte in der Außenluft waren.

Kein Zweifel Zeitungen dünsten Toluol aus
Als Kontrolle, ob die Toluolbelastung in Zeitungsständen tatsächlich aus den Tageszeitungen stammt, untersuchten die Wissenschaftler die Innenraumluft von zwei Zeitungsdruckereien. Die Unter-suchungen in den beiden Druckereien bestätigte, dass Zeitungen, insbesondere deren Druckfarbe, die Hauptquelle für das Toluol in der Innenraumluft von Zeitungsständen ist.

Dass Chemikaliensensible auf Tageszeitungen mit massiven gesundheitlichen Beschwerden reagieren und einen Zeitungskiosk nicht betreten können, mag bei diesem Hintergrund nachvollziehbar sein.

Autor:
Silvia K. Müller, CSN  – Chemical Sensitivity Network, 15. Februar 2009

Literatur:
Caselli M, de Gennaro G, Saracino MR, Tutino M, Indoor contaminants from newspapers: VOCs emissions in newspaper stands, Environ Res. 2009 Feb;109(2):149-57. Epub 2008 Dec 23.

Tageszeitung lesen, für Chemikaliensensible kein einfaches, beschwerdefreies Morgenritual

Gemütlich Zeitung lesen

Morgens ein gemütliches Frühstück und die Tageszeitung zum Inform-ieren über das Weltgeschehen, ein Ritual das Millionen von Menschen lieben und jeden Morgen pflegen. Tageszeitungen riechen jedoch stark nach Druckfarbe, Lösungsmitteln und dem Papier auf dem sie gedruckt sind. Wie ergeht es Menschen mit Chemikaliensensitivität (MCS)? Ist die Tageszeitung für Chemikaliensensible überhaupt lesbar?

MCS-Blogfrage der Woche:

  • Könnt Ihr eine Tageszeitung lesen? Oder bekommt Ihr Symptome durch die Druckfarbe und das Papier?
  • Müsst Ihr zum Lesen der Tageszeitung eine Aktivkohlemaske aufsetzen?
  • Müsst Ihr die Zeitung vor dem Lesen auslüften?
  • Oder könnt Ihr eine Tageszeitung nur in einer speziellen MCS-Lesebox lesen?
  • Oder ist das Lesen einer Tageszeitung wegen Eurer MCS überhaupt nicht möglich für Euch?

Gartenvögel benötigen unsere Hilfe und das richtige Vogelfutter

Bergfink am Futterhäuschen

Gartenvögel sind weiterhin auf  Zufütterung angewiesen, um die derzeit noch bitterkalten Nächte unbeschadet zu überstehen. Der Energiebedarf der schönen Gartenfreunde ist auch jetzt im Februar noch hoch, daher sollten sie in der aktuell kalten Jahreszeit weiterhin mit Leckereien unterstützt werden. Da die Böden zur Zt. teilweise noch gefroren sind, erschwert es den Vögeln die Futtersuche erheblich.

Vernichtung von Lebensraum
Futtersäule für VögelDurch die Futterhilfe für Wildvögel leistet man leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Bestandserhaltung bzw. bekämpft den Rückgang der Vogelbestände. Zurück-gehende Bestandszahlen sind z. B. bei den Haussperlingen zu verzeichnen. Dies kommt vielfach dadurch zustande, da der Lebensraum der Wildvögel immer mehr zurückgeht. Durch immer neue Straßen, Erweiterung von Wohngebieten sowie durch die Entstehung neuer Industriegebiete, findet tagtäglich eine einschneidende Lebensraumverkleinerung der Wildvögel statt, Hecken und Grünflächen schwinden dahin, somit verringern sich auch die natürlichen Nahrungsquellen der Vögel im Eiltempo.

Meise frisst NüsseAuch der ungebremste großflächige Ackerbau ist an der Misere um die zurückgehenden Wildvögel-bestände maßgeblich beteiligt. Kilometerlange Hecken und Wildwuchs-bereiche mussten weichen, um eine bequemere effiziente Bewirtschaftung der Felder zu gewährleisten. Stichwort Flurbereinigung.

Pestizide reduzieren Bestände
Meise am FettknödelDie Lebensräume und Nahrungsquellen der Wildvögel und anderer Wildtiere werden durch das folgenschwere Eingreifen des Menschen in die Natur immer mehr reduziert, ein ständiges Fortschreiten des Artensterbens ist die bedauerliche Folge. Lebensnotwendige Nistmöglichkeiten und Futterplätze vieler Vogelarten sind großflächig verschwunden. Der ungebremste Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, der nicht zuletzt eine starke Reduzierung der Insektenpopulation nach sich zieht, ist ein weiterer Puzzlestein des ganzen Ausmaßes.

Die Zufütterung von Gartenvögel im Winter bietet nicht nur ein interessantes Schauspiel, sondern auch eine notwendige unterstützende Hilfe für die niedlichen Wildvögel, um deren Fortbestand zu sichern. Dem fröhlichen Zwitschern und Herumfliegen der Schönheiten beiwohnen zu können, ist ein schöner und abwechslungsreicher Nebeneffekt.

Für verschiedene Vogelarten, das richtige Futter
Schwanzmeisen am FettringFür die Fütterung von Körnerfressern, wie Sperlingen, Finken und Kernbeißer, sind mit Mischfutter oder Sonnenblumenkerne gefüllte Futtersäulen am besten geeignet. Futtersäulen haben den Vorteil, dass sie einen äußerst sauberen Futterplatz bieten und somit verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten. Am besten platziert man die Futtersäule in eine Höhe, an die Katzen nicht mehr herankommen, Hecken oder Bäume sind dafür am besten geeignet.

Amseln, Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Meisen und Zaunkönig, die so genannten Weichfutterfresser, freuen Kernbeißersich besonders über Meisenknödel und anderes Fettfutter, sowie Rosinen, Haferflocken, Rosinen und gerne auch mal ein Stück Apfel. Ebenfalls genießen die geschickten Meisenarten und Kernbeißer das Picken von Erdnusskernen, für die es ebenfalls spezielle Futtersäulen im Handel gibt.

Ich bin mir sicher, so mancher dankbare Geselle verbleibt bei Euch zum Brüten in Eurem Garten, so dass Ihr auch im restlichen Jahr dem Gezwitscher und Gewimmel der lieben Piepmätze beiwohnen könnt.

Allen Tierfreunden wünsche ich viel Spaß beim Füttern und Beobachten der niedlichen Gartenbewohner,

Eure Maria

Das Krankenhaus im eigenen Haus – Hospital at Home

Das Krankenhaus im eigenen Haus

Vielleicht denkt Ihr ja auch ab und zu darüber nach, was Ihr machen sollt, falls Ihr mal wegen einer „normalen“ Erkrankung oder eines Unfalls in ein Krankenhaus müsst. Ich bin immer zu dem Schluss gekommen, dass ich sobald irgend möglich zusehen muss, dass ich wieder in meine eigenen vier Wände komme, ob das ärztlicherseits nun gebilligt wird oder nicht. Oder am besten, ich versuche alles ambulant machen zu lassen.

Ich kannte mal eine Frau (ohne MCS), die sich ambulant einen Tumor an der Wirbelsäule hat entfernen lassen. Umso erfreuter war ich neulich, als ich über einen Artikel über „Hospital at Home“ stolperte (allerdings ohne MCS-Zusammenhang). Offenbar hatte jemand schon mal die Idee. Allerdings nicht hier zu Lande. Aber vielleicht könnte das ja die Akzeptanz für eine solche Behandlungsweise für MCS-Kranke hierzulande erhöhen. Man steht dann nicht mehr ganz so wie vom Himmel gefallen da. Geht nicht, gibt’s nicht, hatten wir noch nie, würde man dann wohl hören. Doch siehe: geht, gibt’s, war schon mal da.

Im Folgenden gebe ich kurz den Inhalt wieder. Es geht um eine Arbeit, in der ein schon vorher sporadisch erschienener Artikel zu dem Thema ausgewertet wurde:

Hospital at Home
Das Krankenhaus ist heute der Goldstandard für die medizinische Akutversorgung. Allerdings ist es nicht für alle Patienten eine ideale Behandlungsumgebung. Eine Alternative dazu ist die „Hospital at Home“ – Versorgung (HHV). Sie wird allgemein definiert als klinische Leistungen, die in Zusammenhang mit akuter stationärer Versorgung des Patienten in  der sozialen und räumlichen Umgebung von Patient und assoziiertem Krankenhaus erbracht werden.

Die Studie grenzte diese sehr allgemeine Umschreibung ein auf Modelle zur Vermeidung von Krankenhauseinweisungen und umfasst 10 randomisierte kontrollierte Studien aus Australien, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und Italien.

In vielen Ländern, in denen es HHV-Programme gibt, ist dies eine populäre Antwort auf die steigende Nachfrage nach Akutbetten in Krankenhäusern. Patienten, die nach einer entsprechenden Bewertung durch ihren Hausarzt oder der Notfallambulanz diese Form der Behandlung erhalten, vermeiden auf diese Weise evtl. die Aufnahme auf eine Station zur Akutbehandlung.

Die Arten von Patienten, die zu Hause behandelt werden, variieren mit den Schemata. Einige sind für Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie COPD oder stellen spezielle Dienste bereit bei parenteraler Ernährung. Die meisten Programme umfassen jedoch ein breites Spektrum an Erkrankungen.

Hospital at Home spart Kosten
Die Verringerung von Kosten durch Vermeidung von Krankenhauseinweisungen ist generell das Hauptziel derartiger Programme. Andere vermutete Vorteile beinhalten eine Reduktion des Risikos von negativen Einflüssen, die mit dem Aufenthalt im Krankenhaus typischerweise verbunden sind, sowie den potentiellen Vorteil, im eigenen Wohnumfeld rehabilitiert zu werden.

Es war bisher jedoch nicht bekannt, ob die Ergebnisse einer Behandlung zu Hause besser, schlechter oder gleichwertig zu den im Krankenhaus erzielten sind. Auch war bisher unbekannt, ob die Kosten tatsächlich geringer sind.

Hospital at Home – bessere Prognose
Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung waren eine Verringerung der Sterblichkeit, die nach 6 Monaten Nachkontrolle statistische Signifikanz erreichte. Nach drei Monaten gab es eine statistisch nicht signifikante Erhöhung von Wiedereinweisungen. Weiter fand man eine größerer Zufriedenheit mit der Versorgung, eine niedrigere Komplikationsrate und niedrigere Kosten.

In den Vereinigten Staaten gab es i.w. nur ein HHV-Modell, das von der Johns Hopkins Medical School entwickelt wurde. Es demonstrierte ebenfalls, dass HHV machbar und effektiv war. Die, die zu Hause versorgt wurden, hatten weniger wesentliche klinische Komplikationen wie Delirium, die Zufriedenheit der Patienten und ihrer Familienangehörigen war höher und die Kosten waren niedriger.

Trotz dieser nachweislichen Vorteile, die das HHV-Modell unterstützen, hat es nur eine sehr geringe Verbreitung. Die Gründe hierfür werden außer in inkompatiblen Anreizsystemen in der Komplexität dieses klinischen Modells gesehen.
Die Implementation eines solchen Modells kommt der Errichtung eines neuen Hospitals von Grund auf gleich. Die gesamte Infrastruktur muss erst aufgebaut werden, bevor der erste Patient behandelt werden kann. Dies ist eine wesentliche Barriere für die Annahme eines solchen Modells. Es kann ungefähr ein Jahr lang mehrere Projektteams beschäftigen und erfordert dabei Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten innerhalb und oft zwischen Organisationen.

Hospital at Home ist also kein einfaches Modell, das man mal eben aus der Schublade ziehen könnte. Nichtsdestotrotz scheint mir dies ein guter Ansatzpunkt zu sein, der helfen könnte, die medizinische Versorgung von MCS-Patienten zu verbessern.

Autor: Karlheinz

Literatur:
Bruce Leff, MD, Defining and disseminating the hospital-at-home model, CMAJ 2009 180: 156-157, doi:10.1503/cmaj.081891.

Sasha Shepperd, MSc DPhil, Helen Doll, MSc DPhil, Robert M. Angus, MBChB, Mike J. Clarke, MA DPhil, Steve Iliffe, BSc MBBS, Lalit Kalra, MD PhD, Nicoletta Aimonio Ricauda, MD, Vittoria Tibaldi, MD PhD, and Andrew D. Wilson, MD, Avoiding hospital admission through provision of hospital care at home: a systematic review and meta-analysis of individual patient data, CMAJ 2009 180: 175-182, doi:10.1503/cmaj.081491.

Giftige Geschenke zu Valentinstag – Nein Danke!

Eine Allee verschenken statt giftiger Rosen

Unzählige rote Rosen werden alljährlich zu Valentinstag verschenkt, das Geschäft bei den Blumenhändlern boomt. Doch kaum jemand kennt die möglichen Gefahren, die von den edlen Schnittblumen auf die Gesundheit der Arbeiter, Händler und Käufer ausgehen können. Ein Großteil der Rosen sowie anderer Schnittblumen wird in Entwicklungsländern erzeugt, ohne jegliche Schutzvorschriften für die Anwendung gefährlicher Pflanzenschutzmittel.

Dieses Problem griff neulich das Erste in der Fernsehsendung Plusminus, mit ihrem Beitrag „Giftige Blumengrüße zum Valentinstag“, auf. Plusminus hat bei fünf verschiedenen Händlern Blumensträuße gekauft und diese zur Analyse an das CBA Labor gegeben. Die Ergebnisse sind besorgniserregend, denn die Chemiker fanden 18 verschiedene Verbindungen, bei einer Rose sogar sieben auf einmal. Greenpeace stellte zu den Ergebnissen fest, dass es sich dabei in drei Fällen sogar um Pestizide handelt, die in der EU nicht erlaubt sind. Ebenfalls wurden acht Pflanzenschutzmittel nachgewiesen, die laut Greenpeace Krebs auslösen und in den Hormonhaushalt eingreifen können. Greenpeace-Experte Manfred Krautter gibt zu bedenken, dass die Pestizide über die Haut aufgenommen sowie, inhalativ über die Raumluft eingeatmet, in den Körper gelangen und dort ihr Unheil treiben können.

Arbeitsschutz und umweltbewusste Blumenfarmen – große Ausnahme
In den Erzeugerländern von Rosen, Tansania, Kenia oder Ecuador, bestehen keine Verpflichtungen, den Einsatz der Pflanzenschutzmittel so gering wie möglich zu halten, auch kennt man dort keine Arbeitsschutzvorschriften, wie z. B. Schutzkleidung für die Arbeiter.

Gesündere Alternativen
Die Organisationen TransFair oder Flower Label Programm (FLP) haben sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Pestiziden beim Blumenanbau zu reduzieren und bestimmte Umweltschutzkriterien einzuhalten. Auch Schutzanzüge für die Arbeiter der Blumenfarmen und soziale Standards, wie z. B. Mindestlöhne, sind gewährleistet.

Durch die Kaufentscheidung für zertifizierte Schnittblumen nimmt der Verbraucher Einfluss auf den Umweltschutz und die Schadstoffreduzierung beim Anbau, beim Händler und nicht zu vergessen, in seinen eigenen vier Wänden. Durch gezieltes Nachfragen nach ökologisch verträglicheren Blumen beim Blumenhändler könnte sich dadurch zukünftig das globale Anbauverhalten bei den Blumenfarmen nachhaltig verbessern.

Für Valentine müssen es auch nicht unbedingt Blumen sein, Euer Valentineschatz freut sich vielleicht sogar über ein ausgefallenes, selbst gekochtes Essen mit kreativer Tischdekoration, mit romantischer Musik untermalt viel mehr. Oder verschenkt eine Alleenpatenschaft an Euren Schatzi.

Werdet kreativ!

Allen ein romantisches Valentine,

Eure Elly

Club Watt – innovatives Energiespar-Konzept

Club Watt spart Energie

Anstatt maßlos Energie zu vergeuden und den Treibhauseffekt anzukurbeln, habe ich gestern beim Surfen im Internet gesehen, dass es auch anders geht.

Eine  niederländische Diskothek hat sich zum  Ziel gesetzt, ihren Betrieb energieeffizient und umweltschonend zu führen. Das Umweltjournal berichtet über das ausgeklügelte Konzept der Grünen Diskothek, den „Club Watt“ in Rotterdam. Nachhaltiges Tanzen und Feiern ist angesagt und wie ich meine, eine innovative Idee, die Beachtung finden sollte.

Lt. Umweltjournal sind im Tanzboden des Clubs kleine Dynamos eingebaut, die durch die Bewegungen der Tänzer auf der Tanzfläche angetrieben werden und dadurch LED-Lämpchen zum Leuchten bringen. Der Club sowie das dazugehörige Restaurant werden mit Ökostrom versorgt. Aber das ist längst nicht alles. Wenn Ihr mehr darüber erfahren möchtet, was der Club Watt alles auf Lager hat, dann klickt rein ins Umweltjournal und direkt in den Club Watt.

Autor: Thommy