Archiv der Kategorie ‘Umwelt‘

Kampf gegen den Müll in der Natur – Müll-Patenschaft, warum ich?

Müll in die Landschaft geworfen

Vor einiger Zeit schrieb ich hier im CSN Blog, dass ich auf meinem Weg durch den Wald und am Speichersee des Emslandes Lingen (Ems) täglich Müll finde. Mein Weg zum Lebensmittelladen ist ca. 2 km lang und den fahre ich fast täglich mit dem Fahrrad zum Einkaufen. Der Weg führt über einen großen Acker und Gräben entlang. Dort sammle ich mittlerweile fast täglich Müll ein. Ich habe vor einiger Zeit beschlossen, „Müllpate“ für den Weg zum Lebensmittelladen zu sein. Den Weg und den Graben habe ich jetzt mit viel Mühe von Müll frei bekommen. Doch der Müll „wächst“ nach, täglich finde ich neuen Müll. Sogar zwischen zwei Friedhöfen, wo der Weg auch entlangführt. Es ist ein Jammer, direkt hinter der Kirche, selbst da liegt immer wieder viel Müll. Dort halten wohl manchmal Leute und essen im Auto, Pappteller und sonstiger Abfall von der Verpackung aus den Imbissbuden landet dann natürlich auf den Straßenrändern. 

Fast an derselben Stelle, an einem der Ackerwege, hatte jemand in kurzer Zeit zweimal hintereinander wohl seinen Aschenbecher entleert. Tatsache ist, einige Menschen schmeißen in meiner Umgebung wohl regelmäßig Müll einfach so in die Landschaft – das muss aufhören. Ich Müll aufsammel macht keinen Spaßbefürchte nur, es ist diesen Leuten nicht mal bewusst was sie tun. Die machen es offensichtlich täglich, und für die ist es normal und bequem, der Gesellschaft ihren Müll vor die Füße zu werfen. Deshalb denke ich, wir brauchen viele „Müllpaten“, damit das Thema -täglich neuer Müll überall im Land-aufgegriffen wird und es aufhört mit dieser Müllkultur. 

Noch ein Beispiel: vor kurzem war auf meinem „Müllpatenweg“ wieder Müll zum weglaufen. An der Kirche sprach ich eine Frau an und sagte: „Beschweren Sie sich doch auch mal bei der Stadt über den vielen Müll überall.“ Die Antwort der Frau lautete: „Warum ich?“ Das hat mich ziemlich genervt, weil ich immer solche oder ähnliche Antworten bekomme. Ich sagte, zu der Frau, weil sie doch wohl Christin sei usw.

Witzig, am Lebensmittelladen traf ich eine Frau, die, wie ich meine, als Journalistin arbeitet. Ich erzählte Ihr von der Vermüllung der Gegend. Ihr war es bekannt und sie meinte, mit dem Zeigefinger, das helfe nicht. Die Idee von der „Müllpatenschaft“ findet sie gut. Sie hatte nämlich vor kurzem noch mit einem Tourismusverband des Emslandes über das Thema Vandalismus und meine Sache über die Vermüllung der Straßenränder gesprochen. Es ist abträglich für das Image des Emslandes. Vielleicht könnte man aus der Idee „Müllpatenschaften“ für alle Wege um und in Dörfern und Städten etwas machen.
 
Auf dem Rückweg von meiner Müllsammeltour, welch ein Zufall, lernte ich vor ein paar Tagen den zweiten „Müllpaten“ bei uns hier kennen, der ganz bescheiden Müll sammelt. Ich sagte Ihm, er sollte doch ruhig ein wenig Reklame machen. Er findet wie ich dauernd Flaschen am Weg und sammelt sie auf, um Tiere und natürlich die Leute zu schützen. Wenigstens bin ich nicht alleine, das hat mich etwas aufgebaut im schier endlosen Kampf dem Müll anderer einzusammeln.

Mehr Müllpaten sind notwendig

Habt Ihr noch einige Ideen, wie man die Mitmenschen dazu bringen kann, die Landschaft nicht mehr zuzumüllen?

Oder wie man die Mitmenschen wie in Amerika dazu bringen kann, dass sie auch „Müllpate“ werden?

Ich freue mich auf Eure Ideen,

Euer Energiefox, freiwilliger Müllpate in Lingen

Ein Gedicht zum Frühlingsanfang

 Erste Knospen des Frühlings

finden

hast jemals du
in deinem gang durch den wald
wenn sträucher dich streiften
du es gewagt
ihre gestreckten hälse krümmend
hinabzusinken
auf vernadelten grund
schützende hüllen öffnen sie dir
ihre knospen sind schön
und wild
wie der ächzende duft deiner seele
dornen streicheln klaffende wunden
du bist groß
und zärtlich
gleich den fädchen
an denen du baumelst.

 

Autor: Chemical Ghostwriter

Rauchverbot in Rheinland-Pfalz wird gelockert – verantwortungslos

Ende des Rauchverbotes ist verantwortungslos

Nachdem Hessen die vergangenen Tage angekündigt hat, den Nichtraucherschutz zu verwässern und das Rauchen in allen Gaststätten für geschlossene Gesellschaften zu ermöglichen, zieht Rheinland-Pfalz nach. Obwohl wissenschaftliche Studien aus aller Herren Nationen voll für das Rauchverbot sprechen, was auch sonst? Doch es hätte mich auch schwer gewundert, wenn es anders laufen würde.

Die Gastronomen und Raucher haben eben eine Lobby, die Gesundheit und die berechtigten Interessen der Nichtraucher treten demnach weiter in den Hintergrund. Ich für meine Person werde Lokalitäten, in denen das Rauchen bei Familienfeiern erlaubt ist, dauerhaft meiden. Denn ich habe keine Lust, in Lokalen mit abgestandenen kalten Rauch etwas zu essen – Genießen ist anders. Außerdem ist es wissenschaftlich erwiesen, dass aus Tapeten, Wand- und Deckenverkleidungen sowie dem Mobiliar Schadstoffrückstände weiterhin ausgasen. Da meine Gesundheit als Allergiker und MCS Betroffener solche Schadstoff-Cocktails schlichtweg umhaut, werde ich zukünftig auf reine Nichtraucher-Gaststätten zurückgreifen und dort tatsächlich rauchfrei genießen.

Derstandart.at meldet zum nicht ungefährlichen „kalten Rauch“, dass sich Feinstaubpartikel in allen im Raum befindlichen Gegenständen wie auch an Decken und Wänden ablagern und von dort wieder emittiert werden. Das ist alles andere als gesund! Bei fortgesetzter Rauchbelastung, welche bei Erlauben des Rauchens in Gaststätten während Familienfeiern gegeben wäre, könnte nicht einmal Lüften mit der Kraft eines Tornados eine vollständige Eliminierung der Schadstoffe des Tabakrauchs bewirken.

Somit ist das Vorhaben, das Rauchverbot wieder zu lockern, ein Schlag ins Gesicht eines jeden Nichtrauchers und ein Angriff auf deren Gesundheit. Das ist in meinen Augen krank, wenn man sieht, was sich in anderen Ländern zum Schutz der Gesundheit bewegt:

In Amerika haben im letzten Jahr 102 Verwaltungen für öffentliche Wohnanlagen Rauchverbot in den Wohnungen verhängt. Die Raucher dürfen zwar in ihren Wohnungen wohnen bleiben, aber Rauchen ist nicht mehr. Manche Hausverwaltungen gingen sogar dazu über, Wohnungen nicht mehr an Raucher zu vermieten, wenn jemand auszieht.

Autor: Thommy, CSN – Chemical Sensitivity Network, 18. März 2009

Hersteller für Kosmetik- und Reinigungsmittel, SC Johnson, nimmt Phthalate aus seinen Produkten

Konsumenten sind kritischer denn je

Kritische Konsumenten sorgten für Ende der Phthalate
Einer der größten US Hersteller für Kosmetik und Reinigungsmittel, SC Johnson,  gab am 12. März 2009 bekannt, dass man Phthalate aus der gesamten Produktpalette des Konzerns entfernt. Die Chemikalie ist wegen ihres Eingreifens in das Hormonsystem bei den Konsumenten ins Zwielicht geraten.

Es mutet an, als sei bei Großkonzernen eine Trendwende eingetreten, in der ersten Märzwoche hatten bereits die sechs größten US Hersteller für Babyflaschen ihren freiwilligen Verzicht auf die Chemikalie Bisphenol A (BPA) bekannt gegeben. SC Johnson hatte BPA bereits im vergangenen Jahr freiwillig aus seinen Produkten verbannt.

Ein Wandel tritt ein
Längst haben Hersteller von Alltagsprodukten gemerkt, dass Konsumenten immer kritischer und gesundheitsbewusster werden. Unternehmen, die dies missachten, stöhnen jetzt schon unter sinkenden Umsatzzahlen, während andere, die dem Endkunden gerecht werden, sich über steigende Umsätze freuen.

SC Johnson gehört zu den Unternehmen, die das Bedürfnis der Konsumenten nach gesundheitsbewussten und umweltfreundlichen Produkten erkannt haben. Im September vergangenen Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass in der Produktsparte Aufbewahrungsbehälter und Frischhaltebeutel, in der es in den USA Markführer ist, kein Bisphenol A (BPA) mehr enthalten ist. Um jetzt das Phthalat DEP aus den Produkten zu verbannen, wirkte die Johnson Geschäftsleitung seit Sommer 2008 erfolgreich auf seine Lieferanten ein, völlig auf Phthalate zu verzichten.

Familienunternehmen handelt zukunftsgerichtet
Das 122 Jahre alte Familienunternehmen SC Johnson, dessen Anfänge auf den bekannten Johnson Fußbodenwachs zurückgehen, vertreibt seine Produkte in über 110 Ländern der Welt.

Der Johnson Konzern rangiert nicht nur bedenkliche Chemikalien aus, er geht noch weiter. Die Konzernleitung gab aktuell bekannt, dass man auf dem Weg sei, ein für den Konsumenten völlig transparentes Unternehmen zu werden. SC Johnson reagiert mit seinem Handeln direkt auf den Markt. Mit seiner selbstverpflichtenden Handlungsweise geht der Konzern auf die Bedürfnisse des Konsumenten von Heute auf dem Weltmarkt ein. Während andere Hersteller mauern und sich hinter fadenscheinigen „Alles kein Problem“ Äußerungen von Entscheidungsträgern in Behörden und Ministerien verschanzen, geht SC Johnson in eine innovative Richtung und richtet sich nach den Wünschen der Konsumenten.

Kein Platz mehr für Unternehmen, die Gesundheit und Umwelt ignorieren
SC Johnson gibt auf seiner Webseite bekannt, dass man in kürzester Zeit das angestrebte Ziel erreichen wolle, dem Konsumenten völlig transparente Produkte anzubieten. Johnson wird zukünftig nicht nur alle Inhaltsstoffe in einem Produkt aufführen, sondern auch wozu diese Substanzen dienen.

Als Grund für die Selbstverpflichtung gibt das Unternehmen an, dass Familien von heute genau wissen wollen, was in einem Produkt enthalten ist, dass sie in ihrem Haushalt benutzen. Eine Hausfrau wolle in Hinsicht auf die Produkte, die sie kauft, heutzutage ein gutes Gewissen der Familie gegenüber haben.

„Clicking“ nannte die Wirtschaftsprognostikerin Faith Popcorn dies vor Jahren. Ein Ausdruck für das Handeln eines Unternehmens, das es verstanden hat, was der Markt will, eines, bei dem es „Klick“ gemacht hat. Ein Erfolgsrezept für zukunftsgerichtetes Management, das aufgeht und Kunden beschert, die der Marke treu bleiben und sich sogar hinter die Marke stellen.

Start frei für innovatives kundenorientiertes Management
Weltweit sind Unternehmen gut beraten, sich Strategien von Unternehmen wie SC Johnson genau anschauen, denn die Luft für Konzerne, denen die Gesundheit ihrer Kunden und die Umwelt nichts wert sind, wird zunehmend dünner werden.

Aufklärung durch die Medien und vor allem durch das Internet, das in Sekundenschnelle Informationen über den ganzen Globus jagt, lassen in der nahen Zukunft keine Nische mehr offen für Unternehmen, die den Verbraucher und seine Wünsche ignorieren und glauben, ihn täuschen zu können.

Es zeichnet sich ab, wem in Zukunft der Markt gehört
Transparente Unternehmen, die mit dem Verbraucher offen und freundschaftlich kommunizieren, auf ihn eingehen, Unternehmen mit gesunden Produkten, die in der Auswahl der Rohstoffe, der Herstellung und dem Vertrieb ehrliches Umweltbewusstsein mit einbeziehen, gehören die Zukunft.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 15.03.2009

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Tragen einer Schutzmaske in der City schützt vor Herzkrankheiten ausgelöst durch Autoabgase

Maske schützt vor Schadstoffen

Tragen einer Schutzmaske schützt besser als ein Tuch

Das Tragen einer Schutzmaske kann das Risiko für Herzerkrankungen durch Autoabgase reduzieren, fand ein schottisches Wissenschaftlerteam in einer aktuellen Studie heraus. Sie stellten fest, dass sich durch die Autoabgase die Arterien verhärten, was zu hohem Blutdruck und reduziertem Blutfluss zum Herzen führt. Das Tragen einer Schutzmaske konnte diesen negativen Effekt fast völlig aufheben.

Worst Case Szenario
Die schottischen Wissenschaftler nutzten für ihre Studie ein Worst Case Szenario, die chinesische Stadt Beijing, die für ihre extreme Luftverschmutzung bekannt ist. Durch die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele wurde viel über die dramatische Luftverschmutzung in dieser Stadt bekannt.

Die Forscher der University of Edinburgh stellten fest, dass das Tragen einer Schutzmaske im Straßenverkehr von Beijing die Auswirkungen der Abgase um rund 98% reduzierten.

Normaler Alltag in einer Stadt
Dr. Nicholas Mills, Leiter des Zentrum für Herzforschung an der University of Edinburgh, erläuterte, dass für diese Studie ein Dutzend junger Männer mit dem Rad durch die Stadt fuhren und dabei zwangsläufig durch Dieselabgase kontaminiert wurden. Nach einer Stunde verhärteten sich die Arterien der Fahrradfahrer und die Blutgefässe an ihren Handgelenken so sehr, dass sie die Fähigkeit verloren, sich auf- und zuzuziehen. Dies führte automatisch zu erhöhtem Blutdruck und reduziertem Blutfluss zum Herzen.

Herzkrankheiten durch Abgase
Der schottische Wissenschaftler erläuterte die hierdurch entstehende Gesundheitsgefahr: „Akute Exposition gegenüber Dieselabgasen steht in Zusammenhang mit einer unmittelbaren und vorübergehenden Verhärtung der Arterien. Dies kann, zumindest zum Teil, ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erklären, die mit Luftverschmutzung in Zusammenhang stehen.“

Masken sind unterschiedlich effektiv
Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Schutzmasken, die für verschiedene Zwecke und Einsatzgebiete ausgelegt sind. Richtige Schutzmasken, wie Arbeiter sie an bestimmten Arbeitsplätzen tragen, erwiesen sich bei den Untersuchungen, die das Wissenschaftlerteam durchführte, als wesentlich effektiver gegenüber herkömmlichen Masken, wie sie beispielsweise von Fußgängern in Städten wie Beijing verwendet werden. Noch schlechter schnitt das Vorhalten eines Taschentuchs oder das Tragen einer normalen OP-Maske ab, sie erwiesen sich als völlig unzureichend.

Erste Studie zur Effizienz von Masken im Citybereich
Dr. Mills enthüllte bei der Bekanntgabe seiner Studienergebnisse eine sehr bedenkliche Tatsache. Seine Studie war die erste Studie, die die Effizienz von Schutzmasken in einer innerstädtischen Alltagssituation untersuchte, und das, obwohl solche Masken von Menschen in Städten mit starker Luftverschmutzung regelmäßig getragen werden. Auch Radler in Citys rund um die ganze Welt tragen oft Masken, um sich vor schädlichen Abgasen zu schützen.

Masken – günstig, effektiv
Beijing ist einer der am stärksten verschmutzen Städte der Welt, genau deshalb war diese Stadt ideal für diesen Forschungszweck. Mills berichtete, dass sich herausstellte, dass die effektivste Maske eine Staubmaske sei, wie sie von Arbeitern getragen wird, um Exposition gegen Stäube zu minimieren. Eine solche Maske konnte den Blutdruck selbst bei kurzer Tragezeit reduzieren. Die Masken seien jedoch nicht gedacht, um sich damit großartig körperlich zu betätigen, und seien deshalb für Radfahrer nicht unbedingt optimal, merkte der Wissenschaftler an. Für ihn war jedoch zweifelsfrei klar, das Tragen einer Maske in smogreichen Städten ist sehr hilfreich.

Tragen einer Maske generell sinnvoll?
Wie sehr das Tragen einer Maske im Zusammenhang mit Herzkrankheiten auch in weniger verschmutzten Regionen effizient sei, müsse noch ermittelt werden, merkte der schottische Wissenschaftler an. Dies zu untersuchen sei in jedem Fall sehr sinnvoll, denn eine deutsche Studie habe gezeigt, dass Menschen, die einen Herzanfall hatten, bevor ihre Symptome sich einstellten, häufig im Straßenverkehr gewesen waren. Patienten, die vor einem Herzanfall mindestens eine Stunde Straßenverkehr ausgesetzt waren, waren dreimal so häufig betroffen, wie die Patienten, die zuvor keinen Abgasen ausgesetzt waren.

Die Forschungsergebnisse des Wissenschaftlerteam der University of Edinburgh sprechen deutlich für das Tragen einer Schutzmaske im Innenstadtbereich, um Gesundheitsrisiken durch Abgase zu reduzieren.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 13.03.2009

Literatur:

Mills NL, Donaldson K, Hadoke PW, Boon NA, MacNee W, Cassee FR, Sandström T, Blomberg A, Newby DE., Adverse cardiovascular effects of air pollution, Centre for Cardiovascular Science, University, Nat Clin Pract Cardiovasc Med. 2009 Jan;6(1):36-44.

Lucking AJ, Lundback M, Mills NL, Faratian D, Barath SL, Pourazar J, Cassee FR, Donaldson K, Boon NA, Badimon JJ, Sandstrom T, Blomberg A, Newby DE., Diesel exhaust inhalation increases thrombus formation in man, Centre for Cardiovascular Science, University of Edinburgh, 1: Eur Heart J. 2008 Dec;29(24):3043-51.

Der Frühling ist im Anmarsch

Krokusse

Der Frühling steht vor der Tür, und wer ein waches Auge hat, sieht in der Natur bereits seine ersten Boten. In den Morgen – und Abendstunden kann man den Frühling auch schon deutlich riechen. Es riecht anders, verheißungsvoll.

KrokussDort, wo es geschützt ist, schießen die ersten Krokusse bereits aus dem Boden. Ihre Farben sind so knallig, dass man sie nicht übersehen kann. In leuchtendem Gelb und Violett begrüßen sie uns.

Auch wenn noch an manchen Tagen ein kalter Winterwind weht, lassen auch die zarten Schneeglöckchen und Märzbecher sich nicht mehr länger zurückhalten. Sie trotzen sogar dem letzten Schnee, wenn er noch einmalSchneeglöckchen über Nacht ein weißes Tuch über die Gärten legt. Kaum ist er weggetaut,  wiegen sich die weißen, am Rand grün getupften Glöckchen schon wieder im Wind und nicken einem freundlich zu.

Unsere gefiederten Freunde haben längst gemerkt, dass der Frühling im Anmarsch ist. Jetzt, wo die Tage Blaumeise freut auf den Frühlingfrüher erwachen und länger andauern, scheinen sie voller Energie zu sein und überstimmen sich gegenseitig mit ihrem Frühlingsgezwitscher. Auch sie scheinen sich an der Natur zu erfreuen, wie ihre übermütigen Flugmanöver erahnen lassen.

Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 8. März 2009

Photos: Vielen Dank an Amalie

„Terminator“ und Angela Merkel eröffnen die Cebit – Green IT im Trend

 Thommy’s Gedanken zur CebitDer Gouverneur von Kalifornien, dem Partnerland der diesjährigen Cebit, Arnold Schwarzenegger, hat gestern zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel die weltgrößte Computermesse in Hannover eröffnet. „Arnie“ gab sich unter Jubel, Beifall und anerkennenden Pfiffen seiner Fans positiv in die Zukunft der Computertechnologie schauend und teilte mit: „Sieger schauen nach vorne“. Beim Abschied sagte er mit Blick auf die Kanzlerin seine berühmten Worte: „I’ll be back! Hasta la vista, Baby“.

Die Cebit gilt als Impulsgeber der Hightech-Branche, umso begrüßenswerter ist es, dass man dem Bereich Green IT eine eigene Halle zugeteilt hat. In Halle 8 wird auf ca. 2000 Quadratmetern Green IT ausgestellt. Nun ist abzuwarten, ob sich innovative Neurrungen, klimafreundliche und ressourcensparende Geräte durchsetzen und die Käuferschaft tatsächlich bereit ist, für „grüne“ energiesparende PC´s und Notebooks auch mal etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Ein weiteres Schlagwort der diesjährigen Cebit ist „Webcity“, das sich aus Web und Society zusammensetzt. Diese Wortschöpfung gilt als diesjähriger Messe-Trend und soll für die neue Internet-Welt stehen. Denn das World Wide Web hat unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahren so stark verändert, wie keine andere technologische Entwicklung zuvor.

Am Dringendsten ist es, dass neben energiesparenden Techniken vor allen Dingen darauf geachtet wird, dass die Geräte schadstoffärmer werden. Das ist nach wie vor ein großes Manko in der Computerbranche. Die diesjährige Cebit informiert, dass es als Höhepunkt am 5. März eine gemeinsame Jahreskonferenz zum Thema „Nachhaltigkeit in der digitalen Welt“ geben wird, an der sich Umweltbundesamt, Bundesumweltministerium, Bitkom und auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel beteiligen werden. Es ist zu hoffen, dass sich der Trend der Green IT durchsetzt und sich die Computerbranche dazu durchringt, inständig an der Nachhaltigkeit der digitalen Welt mitzuarbeiten, bzw. alle derzeit erdenklich möglichen umwelt- wie auch klimafreundlichen Techniken tatsächlich umzusetzen.

Computer für Allergiker und Chemikaliensensible
Ein Computerhersteller hat sich an CSN gewendet mit der Bitte, Chemikaliensensible nach ihren ganz speziellen Anforderungen und Wünschen für einen PC zu fragen. Der Hersteller möchte einen Computer entwickeln, der den Bedürfnissen von Allergikern und Chemikaliensensiblen wirklich Genüge trägt. Schreibt Eure Wünsche und Ideen als Kommentar, wir leiten sie weiter.

Autor: Thommy, CSN – Chemical Sensitivity Network, 3.3.2009

CSN Bericht von der letzten Cebit: Grüne Signale von der Cebit

CSN-Blog Top 10 – Die beliebtesten Artikel im Februar

Top, die März Top 10 

 

Die Top 10 Artikel im CSN-Blog im Monat Februar 2009

 

Dass der Artikel über den Club Watt, Nummer Eins in den Top 10 Charts des Monats Februar geworden ist, hat einen Grund. Thommy, der Autor des Artikels, hatte die spontane Idee eine Party im Kommentarbereich seines Blogartikels zu starten und schon bebte im CSN-Blog regelrecht der Boden – in 71 Kommentaren heizten Blogmitglieder als DJ’s mit Musikvideos und House Music die Stimmung an, das immer mehr Besucher herbeiströmten um mitzufeiern. Die nachfolgenden Artikel wurden von den CSN- Bloglesern im Monat Februar am häufigsten gelesen: 

  1. Club Watt – innovatives Energiespar-Konzept 

  2. Triclosan 

  3. Medikamentenunverträglichkeit bei Patienten mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity häufig 

  4. Umweltkranke haben definitiv keine „Lifstyle-Erkrankung“, Herr Dr. Harth 

  5. Die Psychiatrisierung von MCS-Kranken stellt in Deutschland den Tatbestand der Diskriminierung körperlich Behinderter dar 

  6. Umweltmedizin: Dr. Martin Pall bringt MCS in Standardwerk der Toxikologie ein 

  7. Neuropsychiatrische Maskerade – Die Psyche ist nicht immer Ursache für psychische Symptome 

  8. MCS Refugium – Traumhaftes Ferienziel in der Schweiz für Chemikaliensensible 

  9. Frei nach Ernst Neger: Heile, heile… 

  10. ADHS und Allergien – begünstigt durch Farbstoffe in Lebensmitteln?

Kraniche, Störche und Kanadagänse – ein besonders schönes Erlebnis

Storch im Laufschritt

Vorletzte Woche konnte ich mich nicht nur über die Rückkehr der Störche freuen, sondern auch über Kraniche, die gerade aus ihren Winterquartieren zurückkehren. Den Winter verbringen die „Vögel des Glücks“ in wärmeren Gefilden wie z. B. Frankreich, Spanien und Nordafrika. Ihr markantes Trompeten ist die Tage verstärkt über uns zu hören, und ein Blick zum Himmel lohnt sich, denn den keilförmigen Formationsflug der ästhetischen Vögel sieht man nicht alle Tage. Der Anblick der beeindruckenden, in großen Verbänden ziehenden eleganten Vögel auf ihrem Weg gen Norden, ist, wie ich meine, ein nicht alltägliches Ereignis. Einige bleiben bei uns in Deutschland, doch die meisten fliegen weiter nach Norden, z. B. nach Skandinavien. Mich haben ihr Flugverhalten und ihre außergewöhnlichen Rufe begeistert. Außerdem konnte ich zuschauen, wie sich zwei Kranichverbände zu einem extrem großen Verband neu formatierten, eine neue V-Formation bildeten und gemeinsam weiterflogen. So etwas hatte ich zuvor noch nie gesehen. Kraniche sind größer als Störche, als Brutgebiete bevorzugen sie hauptsächlich Waldmoore und Bruchwälder, besonders im Nordosten Deutschlands. Soweit ich weiß, bleiben Kranichpärchen ein Leben lang zusammen und brüten sogar gemeinsam in ihrem Nest, das sich auf dem Boden befindet.

Doch das war nicht das einzige Ereignis, denn ich war diese Woche noch einmal bei den Störchen, diesmal aber mit Photoapparat, und ich hatteKanadagänse Glück, sie waren beide im Nest, so dass ich Euch doch noch eigene Bilder von den Beiden zeigen kann. Ich drehte noch eine Runde und habe besondere Gänse entdeckt, die ich nicht kenne. Laut meinen Tierbüchern und der Recherche im Internet müssen es Kanadagänse sein. Auf alle Fälle sind sie sehr hübsch anzusehen, sie sind elegant und größer als Wildgänse.

Als ich zum Parkplatz zurückkam, war nur noch einer der beiden Störche oben in seinem Nest. Ich wollte gerade den Wagen starten, als ich den anderen etwas weiter weg am Weg entlang stolzieren sah und wollte gerade aussteigen, um diese Szene bildlich festzuhalten. Doch dann verscheuchten Spaziergänger bzw. ihr freilaufender Hund den anmutigen Vogel, er flog davon und der andere verließ ebenfalls sein Nest. Zum Glück landete er etwas weiter vor mir auf dem Boden, so dass ich das große Glück hatte, einige, für mich besondere Photos machen zu können.

Storch im RevierStorch hält inneStorch sucht NahrungStorchennest

Dieser abwechslungsreiche Aufenthalt in der Natur war für mich das Highlight der letzten Woche, an dem ich Euch gerne teilhaben lassen möchte.

Autor: Maria, CSN – Chemical Sensitivity Network, 1. März 2009

Die ersten Frühlingsboten sind schon da!

Stroch

Am Mittwoch unternahm ich einen ausgiebigen Spaziergang, obwohl es mir gesundheitlich eigentlich gar nicht da nach war, aber andererseits vielleicht auch genau deshalb. Ich habe mich förmlich aufgerappelt, wie immer eigentlich. Vom Hause herumsitzen, davon wird es bestimmt auch nicht besser, so meine Gedanken. Und ich sollte Recht behalten, denn ich wurde durch so manche Naturschönheit von meinen starken Kopfschmerzen und anderen Beschwerden ein wenig abgelenkt. Nur leider war ich wie so oft ohne Photoapparat unterwegs, aber dafür mit Fernglas. Am Flussufer konnte ich dem lauten Geschnatter einiger Entenpärchen beiwohnen, die schon Frühlingsgefühle zu haben schienen. Auch beobachtete ich eine Menge Graugänse in geselliger Runde auf dem Wasser, deren orangefarbenen Schnäbel in der Sonne leuchteten. Nach und nach kamen scharenweise weitere Graugänse hinzu. Weiter weg entdeckte ich Kormorane und Enten- und Gänsearten, die ich nicht kenne.

Dann landete plötzlich ein Buntspecht recht nah über meinem Kopf in einem Baum und hämmerte am Stamm. Ich konnte ich ganz genau erkennen und ihm zusehen, so nah war er über mir und ich freute mich riesig darüber. Nun flog er vor mir her und probierte noch einige weitere Baumstämme aus. Dann verabschiedete er sich mit typischem Spechtgesang und flog davon, aber ich konnte sein Hämmern noch recht lange hören.

StrochenpaarAber das Tollste an diesem Spaziergang möchte ich Euch selbstverständlich nicht vorenthalten, Ihr werdet es kaum glauben, aber die Störche sind aus ihren Winterquartieren zurück. Mitten im Februar, das ist, soweit ich weiß, ziemlich früh! Oben auf dem eigens vom NABU errichteten Platz für die hübschen Störche, entdeckte ich zwei wunderschöne Prachtexemplare, wie sie nebeneinander saßen, so als seien sie gerade erst angekommen und würden sich nun von der langen Reise erholen. Vielleicht verheißen diese frühen Rückkehrer ja ein baldiges warmes Frühjahr. Das wäre jedenfalls nicht schlecht, nach diesem langen kalten Wintertagen.

Meine Beschwerden sind am Mittwoch leider nicht durch den Aufenthalt an der frischen Luft verschwunden, aber ich hatte trotz allem ein wunderbares Erlebnis und habe wieder so viele schöne Tiere angetroffen, die mir große Freude bereitet haben. Also vielleicht probiert Ihr es selbst mal aus, denn man kann, obwohl man einen äußerst schlechten Tag erwischt hat, Wunderbares erleben.

Autor: Maria, CSN – Chemical Sensitivity Network, 22. Feb. 2009