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Gesetzesvorlage zur Hilfe für Menschen mit Umweltkrankheiten und MCS

ohio-state-house2In Ohio haben kürzlich zwei Senatoren eine Gesetzesvorlage verfasst, um den Monat Mai permanent zum „Multiple Chemical Sensitivity Aufklärungsmonat“ zu erklären. Bisher musste jedes Jahr neu entschieden werden, ob im Mai mittels einer Proklamation besondere Aufklärung darüber stattfindet, wie Spuren von Alltagschemikalien manche Menschen gesundheitlich so stark beeinträchtigen, dass sie nicht mehr am Allgemein- und Berufsleben teilnehmen können. Nun soll jedes Jahr im Mai ohne weitere Bürokratie in der Bevölkerung Bewusstsein für Menschen mit Umweltkrankheiten und MCS geschaffen werden.

Senatoren setzen sich für MCS ein

Einen weiteren Erfolg zum diesjährigen MCS Aufklärungsmonat Mai hat ONFCI, eine Patientenorganisation für Chemikaliensensible in Ohio zu verzeichnen. Nachdem die Organisation erst kürzlich erreicht hat, dass Krankenwagen so umgerüstet werden, dass ein Transport für Chemikaliensensible risikoärmer ist, konnte nun erreicht werden, dass sich zwei Senatoren in ganz besonderem Maße für MCS Kranke einsetzen.

Gesetzesvorlage für MCS Kranke

Die Senatoren Dale Miller und Kevin Coughlin, die gemeinsam als Hauptsponsoren für den diesjährigen MCS Aktionsmonat fungieren, haben jüngst eine Gesetzesvorlage verfasst, um den Monat Mai, permanent zum „Multiple Chemical Sensitivity Aufklärungsmonat“ in Ohio zu erklären. Bisher musste jedes Jahr neu entschieden werden, ob im Mai ein MCS Aufklärungsmonat stattfindet.

Abbau von Barrieren für MCS Kranke

In der Gesetzesvorlage der beiden Senatoren wird u. a. angeregt, dass Bürger des Bundesstaates „einfache Schritte“ in Angriff zu nehmen, um chemische Barrieren zu beseitigen. Unter „chemische Barrieren beseitigen“ ist gemeint, dass jeder Bürger des Staates darüber nachdenkt wie er es vermeidet Chemikalien freizusetzen. Dass man beispielsweise keine Pestizide rings um das Haus ausbringt oder lösungsmittelhaltige Farben vermeidet. Es ist damit auch gemeint, dass in öffentlichen Gebäuden mit ökologischen Reinigungsmitteln ohne Duftstoffe geputzt wird, anstatt mit scharfen Mitteln die Gesundheit und Umwelt schädigen. Durch diese Maßnahmen soll gleichzeitig das soziale Umfeld für Chemikaliensensible soweit verbessert werden, dass diese Behinderten mit weniger Risiken und Reaktionen, ebenfalls am normalen Leben teilnehmen können. Chemikaliensensible reagieren beispielsweise besonders schwer auf Pestizide, Parfums, Duftstoffe, chemische Reinigungsmittel, lösungsmittelhaltige Farben und Zigarettenrauch.

Bewusstsein für MCS Kranke wecken

Senator Miller ermutigte den Bundesstaat Ohio; lokale Ministerien, Unternehmen, Vereine und Gruppen in den Gemeinden; als auch Bürger an den Aktivitäten zur MCS Aufklärung teilzunehmen und auch selbst Aktivitäten ins Leben zu rufen, um das Bewusstsein für Menschen mit Multiple Chemical Sensitivity zu stärken. Der Senator erhofft sich dadurch, hilfreiche Reaktionen in der Bevölkerung gegenüber Chemikaliensensiblen zu erzielen.

„Wir schätzen die umfangreichen Anstrengungen von Senator Miller, dass er sich über MCS so kundig machte, aufrichtig. Wir danken ihm für seine Gesetzesvorlage für einen permanenten MCS Aufklärungsmonat und sein Aufrütteln derer, die MCS in Frage stellen“, sagte Toni Temple, Präsidentin der MCS Patientenorganisation ONFCI, in einer Pressemitteilung.

Besser für Chemikaliensensible, besser für uns alle

Im Laufe des Monats Mai werden in Ohio in verschiedenen Regionen Veranstaltungen stattfinden, an denen bspw. Filme gezeigt werden, Vorträge stattfinden und Organisationen Mitbürgern Tipps geben, wie sie ihr eigenes Haus „Grün“ und schadstofffrei herrichten können. Zusätzlich haben verschiedene Gruppen Infomaterial erstellt und lassen Mitbürger Bücher einsehen. Büchereien haben spezielle Ausstellungen arrangiert und auch andere Institutionen haben Aktivitäten vorgesehen, um auf MCS und toxisch bedingte Gesundheitsschäden hinzuweisen.

Die Aktivitäten während des MCS Aufklärungsmonats sind so ausgerichtet, dass jeder der daran teilnimmt, dadurch auch neues Wissen zur Verbesserung seiner eigenen Gesundheit, der seiner Familie und seines Umfeld erzielen kann und gleichzeitig lernt für die Umwelt zu handeln.

Ganz nach dem Motto: Besser für Chemikaliensensible, besser für uns alle!

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 4. Mai 2009

Literatur:

Ohio Network for the chemically Injured, OHIO’S „GREEN“ SENATE BILL, GREEN LIBRARY MEETINGS, AND GREENING OF THE FLEETS HIGHLIGHT MCS AWARENESS MONTH, May 2009

Deutsche Behörden warnen: Bei Chemikalien-Sensitivität / MCS kein Insektizid gegen Kopfläuse verwenden

Schulkind, hübsches kleines MädchenTrotz hohem Hygienestandard sind auch in Deutschland Kopfläuse wieder auf dem Vormarsch. In Schulen, Kindergärten und dort wo viele Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, kann Gefahr bestehen, sich zu infizieren. Fängt es an zu jucken, ist mancher schnell in Panik und greift zu chemischen Mitteln zur Bekämpfung der Läuse. Die zur Wahl stehenden Präparate enthalten u. a. Permethrin, Pyrethrum, Allethrin oder Lindan. Alle diese Insektizide schädigen die Gesundheit. Deshalb raten Ministerien, Länder-, Bundesbehörden und Mediziner besonders Schwangeren, Stillenden und Personen mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity (Chemikalien-Sensitivität) davon ab, diese gefährlichen, neurotoxischen Insektizide zu verwenden. (1-9)

Vorsicht bei toxischer Chemiekeule gegen Läuse
Die in Läusebekämpfungsmitteln eingesetzten insektiziden Wirkstoffe Permethrin, Pyrethrum, Allethrin und Lindan sind in der Toxikologie als gesundheitsschädlich eingestuft. Sie schädigen in erster Linie das Nerven- und Immunsystem. Selbst der Naturstoff Pyrethrum gilt als ein hochgradiger Allergie- und Asthmaauslöser. Synthetische Pyrethroide stehen unter Verdacht, Krebs auszulösen und das Erbgut zu schädigen.

Risikogruppen: Kinder, Schwangere und Chemikaliensensible
Das RKI – Robert Koch Institut und die BZgA – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (1,2,3) warnen eindringlich vor dem Einsatz von Insektiziden:

„Größere Aktionen in der Wohnung, wie etwa das Desinfizieren von Polstermöbeln oder die Behandlung von Teppichen mit Insektiziden, sind dagegen nicht nötig und – da es sich um Gifte handelt – eher schädlich“.

Für Schwangere und Stillende oder Personen, die unter MCS – Multiple Chemical Sensitivity (Chemikalien-Sensitivität) leiden und Läusebekämpfungsmittel mit Pyrethrum oder Pyrethroiden erwägen, sprechen Behörden, Gesundheitsämter, Schulen und Mediziner auf ihren Informationsseiten eine weitere Warnung aus (1-9):

„…Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit, bei MCS-Syndrom (multiple Überempfindlichkeit gegen chemische Substanzen) und Chrysanthemenallergie wird empfohlen, Kopfläuse rein mechanisch durch nasses Auskämmen mit dem Läusekamm zu entfernen.“

Kopfläuse lassen sich auch ohne Gift bekämpfen
Neben diesen beiden Warnungen, die im gleichen oder ähnlichen Wortlaut von zahlreichen Behörden, Schulen, Kliniken, Gesundheitsämtern, Gemeinden und Medizinern übernommen wurden, gaben die Bundesbehörden neben nassem Auskämmen noch weitere Ratschläge im Umgang mit Kopfläusen, durch die niemand Schaden nimmt (1,3):

Folgende Reinigungsmaßnahmen sind zu empfehlen:

  1. Kämme und Haarbürsten gründlich reinigen
  2. Handtücher, Leib- und Bettwäsche wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen
  3. Mützen, Schals, Decken, Kopfkissen und Kuscheltiere wenn möglich ebenfalls bei mindestens 60 Grad waschen
  4. Textilien und Kuscheltiere, die nicht so heiß waschbar sind, für zwei Wochen in einem verschließbaren Plastikbeutel aufbewahren oder für einen Tag einfrieren
  5. Teppiche und Polstermöbel sowie Autositze und Kopfstützen sorgfältig absaugen
  6. Waschen von Textilien bei mindestens 60 Grad und gründliches Reinigen gemeinsam benutzter Gegenstände – ja!

Blinder Aktionismus, womöglich mit Desinfektionsmitteln oder Insektiziden – nein!

 

TIPP: Die informative, bebilderte 24-seitige Broschüre „Kopfläuse…was tun?“ kann kostenlos (bis 500Stk. von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angefordert werden. Zusätzlich besteht auch auf der Webseite der bzga Möglichkeit die Broschüre „Kopfläuse – Was tun?“ herunterzulanden.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 19. April 2009

Literatur:

  1. RKI – Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte, Kopflausbefall (Pediculosis capitis), Aktualisierte Fassung vom Mai 2007 Erstveröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 47/2003
  2. BZgA – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln, im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, Broschüre Kopfläuse was tun? Mai 2004
  3. BZgA – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Kindergesundheit – Schaden Läusemittel meinem Kind, Download 2009
  4. Stadtgesundheitsamt Frankfurt, Der Magistrat, Sind Läusemittel giftig oder schädlich? Downloads 2009
  5. Stadtgesundheitsamt Frankfurt, Der Magistrat, Umgang mit Kopfläusen, 2005
  6. Gesundheitsamt des Schwarzwald-Baar Kreises, Merkblatt Kopfläuse, Downloads 2009
  7. Medical Tribune, Zweimal Chemie plus Kamm – So haben Kopfläuse keine Chance, Epidemiologisches Bulletin 2007; 20: 169 – 173
  8. Verwaltung Berlin Wilmersdorf, Merkblatt und zu unterschreibende Erklärung für Eltern, Download 2009
  9. Gesundheitsamt Freising, Infektionsschutz, März 2009

Sonntagsgedicht der Glasprinzessin: Nähe

zwei-seesterne

Nähe

Begegnungen sind das Lebenselixier
wir brauchen sie
wie das Salz in den Speisen

Alles wird fade – machst du es immer
alleine.

Und wachsen an den Gaben des Gegenüber
kannst du nicht
ohne das
miteinander begegnen.

* * *

Autor: Mona, die Glasprinzessin, Sonntag, 3. Mai 2009

Dieses Gedicht wurde von Mona, der „Glasprinzessin“ geschrieben. Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze Zeit draussen in der Natur verbringen.

Mona’s Geschichte:

Mona die „Glasprinzessin“ – ein einsames Leben mit Wind und Wetter

Weitere Gedichte und eine Geschichte der Glasprinzessin:

Naturchaos * Heilung * Rotkehlia, das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben * Dazwischen

Umfangreiches Anwendungsverbot für Pestizide in Ontario in Kraft getreten

Parliament Ottawa

Im kanadischen Bundesstaat Ontario trat auf den Tag genau zum Earthday ein Verbot zur Ausbringung von Pestiziden an Straßenrändern, in Gärten und Parks in Kraft. In einer Pressemitteilung gab das Umweltministerium bekannt, dass dieses Verbot Familien und Kinder in Ontario vor unnötigen Risiken durch Pestizide schützt, die aus rein optischen Gründen an Straßenrändern, in Gärten, Parks und Schulgrundstücken ausgebracht werden. Das Verbot schließt viele Herbizide, Fungizide und Insektizide mit ein. Über 250 Produkte erhielten ein Verkaufsverbot und mehr als 80 Inhaltsstoffe von Pestiziden wurden für den rein optischen begründeten Anwendungsbereich verboten. Die Region Toronto hatte zuvor schon ein solches Pestizidverbot verhängt. Ontario hat die bislang strengsten Gesetze hinsichtlich Pestizidanwendung verhängt. Laut Suzuki Foundation wollten die kanadischen Provinzen British Columbia, Prince Edward Island und New Brunswick folgen.

Gesundheitsschäden durch Pestizide verhindern
Wissenschaftler aus allen Teilen der Welt lieferten in den letzten Jahren Fakten, die belegen, dass Pestizide die Gesundheit nachhaltig schädigen können und Ursache für viele Erkrankungen, einschließlich Krebs, Parkinson, Immun- und Nervenschäden sind. Erkenntnisse legen zweifelsfrei dar, dass insbesondere Kinder gefährdet sind. Im kanadischen Bundesstaat Ontario wurde aus diesen Gründen ein Verbot für Pestizide verhängt, die aus rein optischen Gründen an Straßenrändern, in Parks und auf Schulgrundstücken ausgebracht werden.

Wenige Ausnahmen aus Sicherheitsgründen
Zum in Kraft getretenen Anwendungsverbot für Pestiziden teilte das Umweltministerium von Ontario mit, dass es einige Ausnahmen gäbe, die Sicherheitsgründen und der öffentlichen Gesundheit dienen, wie beispielsweise der Bekämpfung des West Nile Virus, das Bekämpfen von stechenden Insekten wie Wespen oder die Kontrolle von Poison Ivy oder anderen Pflanzen, die beim Anfassen schon giftig wirken. Weitere Ausnahmen liegen im land- und forstwirtschaftlichen Bereich.

Das erlassene Verbot ersetzt in Gemeinden bereits bestehende Gesetze und schafft klare, leicht verständliche Regeln. Zusätzlich liefert es Sicherheit für Betriebe, die Pestizide ausbringen und in verschiedenen Regionen der Provinz arbeiten.

Umweltminister tritt für Bevölkerung ein
„Wir haben unser Versprechen erfüllt, den Verkauf und die Benutzung von Pestiziden in Ontario zu verbieten, die aus rein optischen, also Schönheitsgründen, ausgebracht werden. Ich bin stolz darauf zu sagen, dass, wenn das Verbot am Earth Day in Kraft tritt, wir ein unnötiges Risiko für unsere Umwelt, unsere Familien und insbesondere unsere Kinder eliminiert haben,“  sagte der kanadische Umweltminister John Gerretsen.

Fakten Verbot von Pestiziden in Kurzform
Ontario’s Vorschriften für Pestizide sind im Pestizidgesetz und der Ontario Verfügung 63/09 nachzulesen.

Gemäß der Vereinigung für ökologische Landschaft sind chemikalienbehandelte Straßenränder erfahrungsgemäß hochgradig empfindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten, währenddessen ein gesundes Straßenbegleitgrün einige Wochen in hohem Zustand überstehen kann und weniger gefährdet ist, von Schädlinge befallen zu werden. Auch Trockenheit, hohe Temperaturen, Wind und Wetter übersteht es besser.

Auf der Webseite des Umweltministeriums von Ontario finden sich alle maßgeblichen Richtlinien und viele Tipps, wie man Straßenränder und den Garten ohne die Verwendung schwerer Chemikalien pflegt. Dort ist auch nachzulesen, welche Richtlinien hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Golfplätze in Bezug auf Ausbringen von Pestiziden bestehen.

Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 30. April 2009

Literatur:
Ontario, Ministry of the Environment, Press Release, 250+ PESTICIDES BANNED FOR COSMETIC USES, March 4, 2009

Rekordhoch bei Aktien von Herstellern für Schutzmasken

Börsenhoch für Schutzmasken wegen Schweinegrippe

Aktienhoch für Schutzmasken wegen Schweinegrippe

Rasant steigende Aktien gab es in den vergangenen Monaten nicht häufig. Sie waren eher ein Wunschtraum mancher Brooker, in alptraumreichen Zeiten.

Am Montag hatte an der Börse die Firma Sepiran Protection ein Rekord-Tagesplus zu verzeichnen. Die Aktien stiegen um 24 Prozent an. Bei Sepiran, einem Hersteller von Atemschutzmasken, gab es freudestrahlende Gesichter. In nur drei Handelsstunden wurden mehr als zehnmal so viele Sperian Aktien gehandelt wie an vorherigen Börsentagen. Man rieb sich die Hände, als Montag ein Zweimonatshoch von 37,40 Euro erreicht wurde. Sperian hat damit dank Angst vor der Schweinegrippe einen Marktwert von rund 250 Euro erreicht.

Auch in Tokio hatte ein Konzern Rekordhoch zu verzeichnen. Daiwabo schoss 27,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen produziert Vliesstoffe für Schutzmasken. Uni-Charm stieg um 2,2 Prozent, auch dieses Unternehmen produziert Masken, die vor Ansteckungsgefahr im Seuchenfall schützen könnten.

Unter Menschen, die an Chemikalien-Sensitivität / MCS erkrankt sind und auf minimale Konzentrationen von Alltagschemikalien reagieren, stellte sich währenddessen Hoffnung ein, dass zukünftig das Tragen einer Schutzmaske gegen Chemikalien in der Öffentlichkeit nicht mehr mit Diskriminierung und starrenden Blicken begleitet sein wird.

Autor: Thommy, CSN – Chemical Sensitivity Network, 29.April 2009

Weitere interessante CSN-Blogs zum Thema Schutzmasken und Chemikalien-Sensitivität:

CSN jetzt auch auf Twitter

csn-canary

Social Networking ist ein Trend, der viele Lebensbereiche erfasst hat und hilft Brücken zu schlagen. Twitter ist eine solche Plattform die dazu dient, Menschen zu verbinden und das Kommunizieren von Informationen vereinfacht. Mit maximal 140 Zeichen teilen Menschen sich gegenseitig wichtige, spannende, dramatische oder einfach nette Infos mit. Jeder wie er gerade in Stimmung ist.

Wen man auf Twitter trifft? Vom Bekannten bis zum hochrangigen Politiker oder berühmten Schauspieler, einfach jeden, der anderen gerne mitteilt. Große Firmen, Zeitungen oder Fernsehsender nutzen ebenfalls Twitter.

Auch CSN ist Teil der Twitter Community. Ihr noch nicht? Dann schaut schnell auf Twitter vorbei und werdet auch Teil der internationalen Gemeinschaft.

CSN – Chemical Sensitivity Network findet Ihr unter

Bis bald, wir sehn uns auf Twitter!

Pestizide verstärken das Risiko, an Parkinson zu erkranken, um 75 Prozent

Pestizide verstärken das Risiko an Parkinson zu erkranken

Pestizide verstärken das Risiko an Parkinson zu erkranken

Parkinson gehört zu den neurodegenerativen Krankheiten, deren Häufigkeit in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Pestizide stehen als Ursache schon seit Jahren zur Debatte. Wissenschaftler der renommierten UCLA, der zweitältesten Universität in den USA, haben durch eine neue Methode den Beweis erbracht, dass zwei in der Landwirtschaft häufig verwendete Pestizide bei Bewohnern der Region das Risiko, an Parkinson zu erkranken, um 75% erhöht. Die der Krankheit zugrunde liegende Pestizidexpositionen können sogar Jahre zurückliegen.

Die fruchtbare Erde in Kaliforniens Central Valley hat die Region als eine der wichtigsten Anbauregionen in den USA, über lange Zeit berühmt gemacht. Aber es ist nicht nur die Erde, die diese Produktivität erlaubt. Feldfrüchte wie Kartoffeln, getrocknete Bohnen und Tomaten werden seit langem mit dem Fungizid Maneb und dem Herbizid Paraquat vor Schädlingen und Unkraut geschützt.

Wissenschaftlern ist bekannt, dass solche Pestizide in Tiermodellen und Zellkulturen neurodegenerative Prozesse auslösen, die zu Parkinson führen können. Jetzt haben Wissenschaftler der UCLA, University of California Los Angeles, zum ersten Mal den Beweis für ähnliche Prozesse beim Menschen erbracht.

In einer neuen epidemiologischen Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass bei Anwohnern des Central Valley, bei denen Parkinson diagnostiziert worden war, frühere jahrelange Exposition gegenüber den beiden Pestiziden Maneb und Paraquat das Risiko, an Parkinson zu erkranken, um 75% erhöhte. Weiterhin fanden die Wissenschaftler heraus, dass bei Personen, die 60 Jahre und jünger waren und bei denen Parkinson diagnostiziert wurde, frühere Exposition gegenüber Pestiziden deren Risiko, an Parkinson zu erkranken, um das vier- bis sechsfache erhöhte.

Am 15. April hatten Beate Ritz, Professorin für Epidemiologie an der UCLA School of Public Health und Sadie Costello, ein ehemaliger Doktoralstudent, der jetzt an der University of California, Berkeley, beschäftigt ist, im American Journal of Epidemiology über ihre Ergebnisse berichtet. Sie gaben bekannt, dass Central Valley Bewohner, die zwischen 1974 und 1999 im Umkreis von 500m von gesprühten Feldern lebten, ein um 75% erhöhtes Risiko, an Parkinson zu erkranken, hatten.

Ergänzend stellten die Wissenschaftler fest, dass Personen, bei denen Parkinson im Alter von 60 Jahren oder jünger diagnostiziert wurde, ein noch weitaus höheres Risiko hatten, wenn sie Maneb, Paraquat oder beiden Pestiziden in Kombination in den Jahren zwischen 1974 und 1989 ausgesetzt waren. Jahre, in denen sie Kinder, Teenager oder junge Erwachsene waren.

Die Wissenschaftler hatten 368 Langzeitbewohner der Region Central Valley, die unter Parkinson litten, und 341 Personen als Kontrollgruppe in ihre Studie aufgenommen.

Parkinson ist eine Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die häufig motorische Fähigkeiten, die Sprache und andere Funktionen beeinträchtigt. Es wurde berichtet, dass die Krankheit bei einer hohen Anzahl von Bauern und Bewohnern ländlicher Gegenden auftritt, was die Hypothese stützt, dass landwirtschaftliche Pestizide teilweise dafür verantwortlich sein können.

Bis jetzt waren jedoch Expositionsdaten von Menschen noch nicht verfügbar, größtenteils, weil es zu schwierig ist, die umweltbedingte Exposition gegenüber einem spezifischen Pestizid zu messen.

„Weil die Pestizide aus der Luft oder auf dem Boden ausgebracht werden, können sie unbeabsichtigt in Gelände abdriften, fernab des Areals, das behandelt wurde. Dies geschieht oft in messbaren Konzentrationen, die später in der Luft, in Pflanzen und in Tieren festgestellt werden können und die mehrere hundert Meter vom eigentlichen Gelände entfernt sind, das mit Pestiziden behandelt wurde. Exakte Methoden zur Abschätzung umweltbedingter Expositionen in ländlichen Gemeinden sind seit langer Zeit bitter notwendig gewesen“, sagte Ritz, die Leiterin der Studie und Vizeleiterin der epidemiologischen Abteilung der School of Public Health.

Also entwickelten Ritz, Costello und ihr Kollege Myles Cockburn von der University of Southern California ein Tool für ein spezielles geographisches Informationssystem, das die Exposition gegenüber Pestiziden, die auf landwirtschaftlichen Feldern aufgebracht wurden, bei Menschen misst. Dieses GIS Tool kombiniert Karten hinsichtlich Landnutzung und Berichte über Pestizidverbrauch des kalifornischen Staates. Jede Aufzeichnung bezüglich Pestizidverbrauchs enthält den genauen Namen des Wirkstoffes des Pestizids und die Menge, die aufgebracht wurde, die Fläche des Feldes, die Aufbringungsmethode und das Datum der Applikation.

Die Forschungsteilnehmer waren in den Jahren zwischen 1998 und 2007 zusammengestellt worden. Es wurden Telefoninterviews durchgeführt, um deren demographischen Aufenthaltsort und die Expositionsinformationen zu ermitteln. Den betreffenden Personen wurden vor deren Befragung detaillierte Ermittlungsbögen hinsichtlich des Verlaufs des Wohnsitzes zugeschickt. Die Angaben wurden persönlich oder per Telefon überprüft. Die Wissenschaftler zeichneten die vollständige Wohnsitzhistorie auf, ergänzten die Daten und schätzen die umgebungsbedingte Exposition für alle historischen Adressen ab, an denen die Teilnehmer zwischen 1974 und 1999 gewohnt hatten, dem Zeitraum, der von den Pestizidverwendungsdaten abgedeckt wurde. All diese Daten trugen sie in das System ein.

„Die Ergebnisse bestätigen zwei vorhergehende Beobachtungen aus Tierversuchstudien“, sagte Ritz. „Eine, dass wenn man mehreren Chemikalien ausgesetzt ist, dies den Effekt einer Chemikalie verstärken kann. Das ist wichtig, weil Menschen oft mehr als einem Pestizid in ihrer Umgebung ausgesetzt sind. Zum Zweiten, das das Timing der Exposition ebenfalls wichtig ist.“

Ritz merkte an, dass dies die erste epidemiologische Studie sei, die starken Beweis erbringt, dass die Pestizide Maneb und Paraquat, um neurotoxische Wirkung zu entfalten, synergistisch wirken und das Risiko an Parkinson zu erkranken bei Menschen dadurch stark erhöhen.

„Von ganz besonderer Wichtigkeit, ist es,“ sagte Ritz, „und das ist konsistent mit anderen Theorien hinsichtlich des Fortschreitens der Parkinsonpathologie,  dass die Daten darauf hindeuten, dass das kritische Fenster der Exposition gegenüber Giftstoffen scheinbar Jahre vor dem Beginn der motorischen Symptome gewesen sein kann, also lange bevor eine Parkinson Diagnose gestellt wurde.“

Anmerkung: Alle Studienautoren bekundeten, dass keinerlei Interessenskonflikte bestehen. Die Forschung wurde von folgenden Behörden und Institutionen unterstützt: National Institute of Environmental Health Science, National Institute of Neurological Disorders and Stroke, Department of Defense Prostate Cancer Research Program. Die Pilotstudie wurde von der American Parkinson Disease Association unterstützt.

Übersetzung:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Netwok, 24. April 2009

Literatur:
UCLA, Press Release, Mark Wheeler, Pesticide exposure found to increase risk of Parkinson’s disease, 4/20/2009

Bildmaterial: Mark Wheeler

Sonntagsgedicht der Glasprinzessin: Dazwischen

Im Kanu den Eisvogel suchend

Dazwischen

Im Kanu
auf dem See
den Eisvogel suchend
die Stille genießend
ein Hauch von Glück
wie er losfliegt –
schillerndes Blau – orangenrot
wie ein Pfeil schießt er
übers Wasser
entzückt verharre ich
in tiefer Dankbarkeit
zwischen den Tagen des Graus
ein Farbtupfer der Seligkeit.

Autor: Mona, die Glasprinzessin, Sonntag, 19. April 2009

Dieses Gedicht wurde von Mona, der „Glasprinzessin“ geschrieben. Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze Zeit draussen in der Natur verbringen.

Mona’s Geschichte:

Mona die „Glasprinzessin“ – ein einsames Leben mit Wind und Wetter

Weitere Gedichte und eine Geschichte der Glasprinzessin:

Naturchaos * Heilung * Rotkehlia, das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben

Schwere multiple Allergien nehmen drastisch zu, Mediziner schlagen Alarm

Verzweifelter Arzt

In England schlagen Allergiespezialisten renommierter Kliniken Alarm, immer mehr Patienten leiden unter schweren multiplen Allergien. Mediziner aus Kliniken in Cambridge, Liverpool, Birmingham und London bestätigten gegenüber BBC News, dass vor allem Kinder von schweren Allergien betroffen seien und dass die Situation zu eskalieren beginne. Dr. Nasser von der Cambridge University gab gegenüber dem BBC zu verstehen, dass einige Experten die Auffassung vertreten, dass das moderne Leben uns allergisch mache.

Dramatischer Anstieg von Allergien
Dr. Jonathan North, ein Immunologe aus Birmingham, teilte dem Nachrichtensender BBC in der zweiten Aprilwoche mit, dass man bislang davon ausging, dass etwa 15% der Bevölkerung irgendeine Allergie habe. Jetzt sähe es hingegen so aus, dass fast 40% der Bevölkerung unter Allergien leide, diese Zahlen seien gut dokumentiert. Gleichzeitig erwähnte der Immunologe, dass die Komplexität und der Schweregrad der Fälle ebenfalls zunähmen. Ein Faktor, der daran mit schuld sein könne, glaubt Dr. North, sei die große Vielzahl verschiedener Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, und dass Kinder ihnen schon sehr früh ausgesetzt seien.

Immer häufiger tödlicher Verlauf bei Allergien
Ein weiterer Experte, ein Allergologe aus Cambridge, Dr. Shuaib Nasser, bestätigte gegenüber dem BBC ebenfalls, dass insbesondere multiple Allergien im Anstieg seien. Er gab sich besonders besorgt über den Schweregrad der Allergien, die zu beobachten seien, und dass sie öfter einen tödlichen Verlauf nehmen.

Patienten, die unter Heuschnupfen leiden, würden immer jünger, berichtet der Allergologe, und dass der Zeitraum, in dem die Patienten unter Symptomen leiden, immer länger werde. Diese Allergien seien nicht einfach nur als lästig anzusehen, es handle sich dabei nicht einfach nur um eine laufende Nase. Vielmehr würden die Patienten Asthma entwickeln und würden wegen schwerer Attacken in die Klinik eingeliefert, so der Allergologe der renommierten Klinik in Cambridge. Todesfälle durch Asthma nehmen nach seiner Beobachtung den Höchststand in den Monaten Juli und August ein, genau den Monaten, in denen Umweltallergene und Schimmelsporen ihren Höchststand haben. Schuld daran seien die sich verschiebenden Klimabedingungen. Die Saison für viele Allergien würde dadurch länger. Dr. Nasser gab sich gegenüber dem BBC sehr besorgt darüber, dass insbesondere die Todesfälle durch Allergien bei Kindern immer häufiger auftreten. Der Experte gab zu bedenken, dass, wenn solche Allergien rechtzeitig diagnostiziert und behandelt würden, solche Todesfälle vermeidbar seien.

Multiple Allergien im Anstieg begriffen
Eine erfahrene ältere Krankenschwester von einer Kinderklinik in Liverpool sagte gegenüber dem BBC, dass vor allem kleine Kinder von einem bestimmten unterdiagnostizierten Allergiemuster betroffen seien. Oft würde ein Kind vom behandelnden Arzt nur mit einer Allergie, z.B. Erdnussallergie, zu ihnen in die Klinik überwiesen. Wenn das Kind dann aber eingehend untersucht würde, stelle man fest, dass es auch Hautekzeme habe, unter Asthma und Heuschnupfen leide und meist dazu noch mehrere Nahrungsmittelallergien habe.

Eine schwere Allergie führt oft zu weiteren Allergien
Dr. Nasser, Allergologe an der Cambridge University, sagte abschließend gegenüber BBC, dass der Anstieg multipler Allergien im Kontext mit dem allgemeinen Anstieg von Allergien zu sehen sei. England würde zu den Ländern gehören, die mit die höchsten Allergieraten weltweit zu verzeichnen haben.

Die Zahl der Menschen mit schweren Allergien sei zunehmend, und wenn man eine schwere Allergie habe, sei man prädestiniert, multiple Allergien zu bekommen, so der Experte. Als Beispiel für die Bedenklichkeit der Situation führte Dr. Nasser Ekzeme an. Die Zahl der Fälle sei im Zeitraum von vier Jahren um 40% angestiegen, dass habe eine Studie belegt, die im letzen Monat veröffentlicht wurde. Als Grund dafür sei wohl die massive Verwendung von Seifen und Waschmitteln zu sehen, die den Schutzmantel der Haut zerstöre und ihr Nährstoffe raube. Die Haut sei als eine „Eintrittspforte“ zu sehen, über die sich andere Allergien entwickeln können. So könnten Erdnussallergene  zum Beispiel in verletzte Haut leicht eindringen und das Immunsystem zur Abwehr stimulieren.

Dr. Nasser vertrat gegenüber BBC die Auffassung, dass übersteigerte Hygiene mit ein Grund für den allgemeinen Anstieg von Allergien sei. Wenn eine Gesellschaft von einem ländlichen Leben in ein urbanes Leben überwechselt, dann sei ein Anstieg von Allergien zu verzeichnen, wie er jetzt beobachtet sei, deshalb würden einige Stimmen auch die Meinung vertreten, dass unser „modernes Leben“ Menschen allergisch werden ließe.

Autor:
Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 17. April 2009

Rotkehlia, das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben

Das Rotkehlchen erzählt

Als ich vor ein paar Wochen ziemlich traurig in unseren Garten ging, weil ein paar Enttäuschungen und der trübe Winter mich hinaustrieben, sah ich auf einem Haselnussbusch meine Freundin Rotkehlia sitzen.

Aufgeblüstertes RotkehlchenAllein schon ihr Anblick … das buschige, rote Kehlchen und das aufgeplusterte Federkleid versetzten mich in Entzücken. Als dann noch eine leise, wohlklingende Stimme zu mir sagte: „Sei nicht so traurig; ich werde Dir eine kleine Geschichte erzählen“, wurde ich ganz ruhig und lauschte. So begann Rotkehlia von ihrem kleinen Leben zu berichten:

„Es gibt nicht mehr viele von uns, weil auch wir Feinde haben. Ein Waschbär hat mir die Kleinen kurz nach dem Ausschlüpfen geraubt und gefressen. Auch ich war tieftraurig! Dann verließ mich mein Vogelmännchen, weil er nur in der Balzzeit an mir interessiert ist. Es ist bei uns Kehlchen nicht so, wie bei den Kranichen, die ein Leben lang glücklich zusammenleben.

Und dann der Winter – oft schon wollte ich aufgeben, weil ich so alleine hier bin. Ständig andere Temperaturen machen meinem kleinen Vogelherz schwer zu schaffen und dann laufen hier noch ein Marder und ein Kater herum, die jeden Tag nach mir schielen, um mich zu verzehren. Dazu kommen die Feinde aus der eigenen Gattung, besonders die Meisen, die immer in Gruppen auftreten; sie verjagen mich täglich vom Futterhäuschen.

Rotkehlchen im WinterStell Dir vor: der Boden ist hart gefroren und du hast quälenden Hunger, findest keinen Wurm und dort hängt das Futterhäuschen mit leckeren Samen und Flocken – aber keine Chance! So habe ich jeden Tag den Kampf, ein paar Reste zu ergattern. Die Meisen sind auch noch so unverschämt und picken jeden anderen Vogel weg, weil sie als Gruppe so stark sind. Ja, und dann sind da noch die Eichelhäher, vor deren spitzen Schnäbeln habe ich richtig Angst, und so warte ich, bis sie alle weggeflogen sind mit satten Bäuchen und nehme mir die Reste.

„Hast Du denn gar keine Freunde?“, fragte ich sie. „Doch ich habe einen kleinen Freund, das ist der Zaunkönig, und wir beide halten zusammen. Er zeigt mir oft Möglichkeiten, im Winter zu überleben; denn er findet öfters in Gärten noch liegen gebliebene Hülsen oder Körnchen. Auch am Komposthaufen ist er ein Spezialist. Er weiß genau, was wir futtern dürfen, ohne dass es uns schlecht wird. Und so schaffe ich es dann den Winter zu überstehen, aber Kampf und Traurigkeit gehören dazu.“

Rotkehlchen singt ein LiedRotkehlia belohnte mein Zuhören mit einem wunderschönen Lied, das sie nur für mich sang. „Meine Stimme kann mir keiner nehmen, und dafür bin ich so dankbar“, sagte sie und flog auf einen anderen Ast.

Ja, dachte ich, Du bist eine wirkliche Freundin, Rotkehlia, und ich bin so froh, Dich getroffen zu haben, um aus Deinem kleinen Leben zu erfahren. Von dem Tag an schaue ich immer nach ihr und lege ihr an verschiedenen Stellen Futter aus. Ich wünsche ihr, dass sie ihre Kleinen im Frühling behalten darf und werde ein Auge auf ihr Nestchen haben, wenn ich es finde.

Als ich wieder aus dem Garten ging, wo nur braune Erde mich ansah, war ich dennoch sehr beglückt über meine kleine Freundin Rotkehlia.Rotkehlchen sitzt am Boden

Wann immer mir nun ein Kehlchen begegnet, denke ich an den Mut zum Weitermachen, und dankbaren Herzens wandle ich durch die Zeiten.

Autor: Mona, die Glasprinzessin, Ostersonntag, 12. April 2009

Diese Gegeschichte wurde von Mona, der „Glasprinzessin“ geschrieben. Mona ist chemikaliensensibel und muss fast die ganze Zeit draussen in der Natur verbringen. Mona’s Geschichte:

Mona die „Glasprinzessin“ – ein einsames Leben mit Wind und Wetter