Natürliche Hilfe gegen Restless Legs

Das Restless Legs Symdrom raubt den Betroffenen Ruhe und Schlaf. Schmerzen, Kribbeln, Brennen und viele andere unangenehme Empfindungen in den Beinen machen es schlimmstenfalls fast unmöglich, die Beine ruhig zu halten oder einfach zu entspannen.

Schulmedizin eher ratlos

Die Schulmedizin kann nur mit Medikamenten, die im Hirn dopaminähnlich wirken und schwere Nebenwirkungen haben können, begrenzt eingreifen. Vermutet wird, dass bestimmte Vorgänge im Gehirn das Syndrom auslösen. Genauso gut könnte es aber sein, dass das Restless Legs Syndrom zu den Anzeichen im Gehirn führt.

Erstaunliche Erfolge durch Akupunktur

Erstaunliche Erfolge bei Restless Legs weißt die Akupunktur auf. Besonders das Einsetzen eines Akupunktur-Implantates im Ohr führte bei 80% der Patienten zur deutlichen Linderung oder zum Verschwinden der Beschwerden. Das können Sie hier nachlesen.

Kostenlose, nichtinvasive Behandlung mit Akupressur

Allerdings ist ein Implantat teuer und auch Metall im Körper, was ebenfalls viele Patienten ablehnen. Zur Linderung ihrer Symptome können Patienten mit Restless Legs auch Akupressur anwenden. Das hat den Vorteil, dass die Behandlung kostenlos ist und keine Nebenwirkungen zu befürchten sind (Hinweis: Das gilt nicht für Schwangere, die besser keine Akupressur anwenden sollten, ebenso nicht auf lokalen Hautveränderungen akupressieren.)

Die folgenden Punkte können bei Restless Legs sinnvoll sein:

NIERE 1

Auf der Fußsohle im Winkel zwischen den Zehenballen von großem Zeh und den anderen Zehen.

NIERE 3 + BLASE 60

Hinter der Spitze des Innenknöchels (eher etwas weiter unten als darüber), in der Vertiefung zwischen Knöchelspitze und Sehne dahinter. Blase 60 liegt in derselben Position, nur am Außenknöchel. Beide Punkte jeweils mit einem Finger gleichzeitig drücken, auf beiden Seiten zugleich.

NIERE 6

Unterer Innenknöchel, zwischen zwei Sehnen.

MILZ – PANKREAS 6

Vier Finger breit über der Spitze des Innenknöchels, direkt hinterm Schienbein, gegen das Schienbein akupressieren.

LEBER 3

Zwei Daumenbreiten über der Stelle, wo großer Zeh und die anderen Zehen sich trennen. Vom großen Zeh aus und von dem Zeh daneben verlaufen tastbare Knochen, in der Vertiefung vor dem Punkt wo sie zusammenlaufen liegt Leber 3.

Akupressurpunkte bearbeiten

Drücken Sie die Punkte in der angegebenen Reihenfolge oder so, wie Sie es vom Gefühl her für am besten halten. Man kann auch einzelne Punkte zwischendurch drücken. Sie können alle Punkte mit dem Daumen oder Zeigefinger drücken, oder mit dem stumpfen Ende eines Bleistifts (nicht mit der Spitze). Drücken Sie leicht kreisend und vibrierend, nach Gefühl, wobei der Finger aber immer fest auf dem Punkt bleibt. Ob sie sanfter oder sehr fest akupressieren, hängt davon ab, ob die Punkte sehr schmerzempfindlich sind. Punkte, an denen “etwas ist” pieken anfangs. Das ist völlig normal und kein Grund zu Besorgnis. Jeder Punkt sollte nacheinander auf beiden Seiten gedrückt werden, jeweils etwa eine Minute lang, nach Gefühl auch kürzer oder länger.

Akupressieren Sie nach Bedarf, mehrmals täglich, oder wenn Sie es gerade brauchen. Bei chronischen Beschwerden ist eine regelmäßige Anwendung, wie z.B. morgens und abends, entscheidend für den Erfolg.

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity Network, 30. Juli 2010

Weitere Artikel von Amalie zum Thema Akupressur:

Heuschnupfen, Asthma – Natürliche Hilfe bei Allergien

Endlich Frühling. Einerseits. Für Allergiker aber beginnt um diese Jahreszeit auch wieder die Leidenszeit. Gerade in Jahren wie diesem, wenn nach einem langen kalten Winter alles quasi gleichzeitig aufblüht. Dann geht es wieder los mit Augenjucken, Schnupfen, Niesen, Husten oder Atemnot – Heuschnupfen.

Prävention

Bei Allergien bleibt meist nur, den Pollen möglichst aus dem Wege zu gehen. Wichtig ist es, sich vorm Schlafengehen umzuziehen und am besten Haare zu waschen. Außerdem kann es sinnvoll sein, das Bett morgens bei geschlossenem Fenster auszulüften und es während des Lüftens (und einige Zeit danach, bis sich die Pollen abgesetzt haben) mit einem Laken oder einer Tagesdecke abzudecken. Pollengitter am Fenster haben sich für einige Patienten bewährt, bringen aber auch Probleme mit sich, da man dadurch weniger gut lüften kann. Schlecht belüftete Räume tragen zur Schimmelbildung bei. Also bedenken Sie, dass die Wohnung trotzdem gut belüftet sein sollte.

Medikamente für Allergiker oft nicht unproblematisch

Bei der Behandlung von Allergien tut sich die konventionelle Medizin schwer. Hyposensibilisierung hilft manchmal im Voraus. Im Akutfall – und oft auch langfristig – kann der Arzt nur Medikamente verordnen. Und jedes Medikament, egal ob Tablette, Spray oder Inhalationslösung hat Nebenwirkungen. Dabei reagieren gerade Allergiker empfindlich auf Medikamente.

Allergien lindern mit natürlichen Alternativen

Deshalb suchen immer mehr Allergiker Hilfe in der Alternativmedizin. Bei ungefährlichem, aber lästigem Heuschnupfen kann man sich ruhig darauf verlassen. Bei schwereren Allergien und Asthma kann Alternativmedizin als sinnvolle Ergänzung zur konventionellen Behandlung eingesetzt werden, Verschlimmerungen unwahrscheinlicher machen und Symptome lindern, sodass eventuell sogar weniger Medikamente benötigt werden.

Akupressur – einfach und kostenlos

Es gibt viele alternativmedizinische Methoden gegen Allergien. Eine der einfachsten und billigsten ist die Akupressur. Sie können überall loslegen und benötigen nur die eigenen Hände. Hier wurden drei Punkte für Sie ausgewählt, die Hilfe bei allergischen Atemwegserkrankungen bieten können.

1. Pressen Sie Daumen und Zeigefinger bei gestreckter Hand zusammen. Zwischen den Fingern bildet sich ein kleiner Hubbel. Auf diesem Hubbel und am Ende der Linie, die die zwei Finger in dieser Haltung bilden, liegt der Punkt. Drücken Sie ihn in Richtung Mittelhandknochen.

Gut gegen Naselaufen, Augenjucken, usw., aber allgemein sinnvoll bei Allergien.

2. Halten Sie Ihre Hände ineinander verschränkt (zw. Daumen und Zeigefinger) und zwar so, dass der Zeigefinger das obere Handgelenk berührt. Der Punkt ist etwa da, wo der Zeigefinger aufliegt, in einer kleinen Vertiefung in einer Linie mit dem Daumen. Merken Sie sich die Position und drücken Sie den Punkt.

Dieser Punkt wirkt sich positiv aufs Immunsystem aus, und auf die Lunge und die Atemwege – also bei Asthma sehr sinnvoll.

3. Dieser Punkt liegt in einer Vertiefung am inneren Handgelenk, in einer Linie mit dem Daumen.

Dieser Punkt wirkt stabilisierend, lindert Atemnot und Allergien.

Drücken Sie die Punkte in der angegebenen Reihenfolge oder so, wie Sie es vom Gefühl her für am besten halten. Man kann auch einzelne Punkte zwischendurch drücken. Sie können alle Punkte mit dem Daumen oder Zeigefinger drücken, oder mit dem stumpfen Ende eines Bleistifts (nicht mit der Spitze). Drücken Sie leicht kreisend und vibrierend, nach Gefühl, wobei der Finger aber immer fest auf dem Punkt bleibt. Ob sie sanfter oder sehr fest akupressieren, hängt davon ab, ob die Punkte sehr schmerzempfindlich sind. Punkte, an denen “etwas ist” pieken anfangs. Das ist völlig normal und kein Grund zu Besorgnis. Jeder Punkt sollte nacheinander auf beiden Seiten gedrückt werden, jeweils etwa eine Minute lang, nach Gefühl auch kürzer oder länger.

Akupressieren Sie nach Bedarf, mehrmals täglich, oder wenn Sie es gerade brauchen. Bei chronischen Allergien ist eine regelmäßige Anwendung, wie z.B. dreimal täglich, entscheidend für den Erfolg.

Autor: Amalie, CSN – Chemical Sensitivity Network, 13. April 2010

PMS – Prämenstruelles Syndrom – Natürliche Hilfe für die Tage vor den Tagen

PMS SchmerzenDie Tage vor den Tagen –  Ein Thema, dass viele Frauen besonders „lieben“. Etwa die Hälfte aller Frauen zeigt Anzeichen von PMS (Prämenstruelles Syndrom). Nervige und belastende Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne, schmerzende Brüste, Bauchweh, Unwohlsein, depressive Verstimmung oder Gereiztheit treten jeden Monat bei Millionen von Frauen auf. Und „Ich krieg bald meine Tage“ kann man auch schlecht als Entschuldigung sagen, wenn es einem schlecht geht. Schließlich ist PMS vielen Frauen immer noch peinlich.

Das Wichtigste wäre den Betroffenen wohl eine wirksame und schonende Behandlung. Medikamente sind nur Notfallhilfen, weil sie Nebenwirkungen haben und nicht über längere Zeit jeden Monat eingenommen werden sollten. Und langfristig wird man die Beschwerden damit auch nicht los.

Schonende und natürliche Behandlungsmethoden, die in den Alltag passen, sind also gefragt. Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist das möglich. Eine Behandlung aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die u.a. mit Akupressur arbeitet, kann Linderung bringen. Langfristig gibt es keine Nebenwirkungen, allerdings können sich die Beschwerden mit der Zeit sogar dauerhaft bessern.

Hier finden Sie erst mal eine kleine Reihenfolge von Akupressurpunkten. Damit können Sie die Symptome lindern. Setzen Sie diese Punkte nach Bedarf ein, um Ihre Symptome zu lindern, z.B. morgens und/oder abends in der angegebenen Reihenfolge. Sie können auch einzelne Punkte zwischendurch drücken. Akupressieren Sie jeden der Punkte (auf beiden Körperseiten) für 1-2 Minuten.

Akupressur Fuss1. Am inneren Fußrand. Dort ist ein Knochen zu tasten, in Richtung Knöchel eine Erhebung. Direkt vor dieser Erhebung liegt der Punkt. Mit Daumen oder Zeigefinger mittelfest drücken.

Akupressur Fuss, Akupressurpunkt 22. Vier Finger breit oberhalb der Spitze des Innenknöchels, hinterm Schienbein. Mit den Daumen mittelfest drücken.

Akupressur Hand, Akupressurpunkt3. Dieser Punkt liegt zwei Finger breit entfernt von Ansatz des Handgelenks. Sie finden ihn mittig zwischen den zwei dort tastbaren Sehnen.

Akupressur, Akupressurpunkt Bauch4. Eine Handbreit unterm Nabel. Leicht bis mittelfest mit dem Mittelfinger drücken.

Akupressur, Akupressurpunkt über Nabel5. Vier Finger breit überm Nabel. Mit dem Mittelfinger mittelfest drücken, dabei in den Oberbauch atmen.

6. Man denkt sich eine Gerade vom tiefsten Punkt des Ohrläppchens zur Ohrmuschelspitze und diese bis zum Scheitelpunkt verlängert. Der Punkt liegt auf dieser Geraden und auf der Mittellinie des Kopfes (gerader Mittelscheitel).

Frauen, die unter starken Beschwerden leiden, können von einer Therapie nach der TCM viel profitieren. Regelmäßige Akupunktur oder Akupressur können die Beschwerden deutlich verbessern. Sie können z.B. den als zweites genannten Punkt den ganzen Monat hindurch jeden Abend akupressieren. Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, könnte Ihnen auch eine Akupunkturbehandlung oder das Erlernen von Qi Gong helfen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Autor: Amalie, CSN – Chemical Sensitivity Network, 8. Januar 2010

Weitere Artikel von Amalie zum Thema Akupressur:

Symptome lindern bei MCS mit Akupressur – Teil 2

Forschen nach Hilfe gegen Schmerzen und Symptome

Im Teil 1 dieses Blogs habe ich mich sehr lang mit Theorie aufgehalten. Schließlich soll der Anwender die Methode auch verstehen können. In diesem Blog geht’s um Praktische. Nahezu jeder kann die Akupressur zur Symptomlinderung anwenden. Nur Schwangere sollten darauf verzichten, ebenso sollten Sie keine Punkte drücken, auf denen eine lokale Hautveränderung liegt. Sollten sie sich z.B. gerade die Hand an einem Punkt verletzt haben, drücken Sie den Punkt nur an der gesunden Hand. Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Sie mit Ihrem Arzt absprechen, ob sie Akupressur anwenden sollten. Leichte Störungen wie z.B. ein etwas niedriger Blutdruck und Ähnliches sind kein Hindernis.

Drücken Sie die folgenden Punkte in der angegebenen Reihenfolge. Sie können alle Punkte mit dem Daumen oder Zeigefinger drücken, oder mit dem stumpfen Ende eines Bleistifts (nicht mit der Spitze). Drücken Sie leicht kreisend und vibrierend, nach Gefühl, wobei der Finger aber immer fest auf dem Punkt bleibt. Ob sie sanfter oder sehr fest akupressieren, hängt davon ab, ob die Punkte sehr schmerzempfindlich sind. Punkte, an denen „etwas ist“ pieken anfangs. Das ist völlig normal und kein Grund zu Besorgnis.

Jeder Punkt sollte nacheinander auf beiden Seiten gedrückt werden. Drücken Sie den Punkt Lunge 9 zwei Minuten auf jeder Seite, bei den anderen Punkte reicht eine Minute. Wenden Sie den Punkt Lunge 9 auch zwischendurch an, um einer Reaktion vorzubeugen oder sie zu lindern.

Akupressieren Sie am Besten in regelmäßigen Abständen (ca. 5 Stunden Abstand), viermal täglich. Eine leichte Besserung kann sehr schnell zu merken sein, vielleicht brauchen Sie aber auch mehr Geduld. Die langfristige Anwendung ist entscheidend für den Erfolg.

Der erste Punkt – Lunge 7

Akupressurpunkt LungeDer erste Punkt ist der Punkt Lunge 7. Damit wird der Lungenmeridian aktiviert und gekräftigt. Der Punkt wird klassischerweise angewendet bei Atemwegsbeschwerden, Kopf-, Nacken- und Halswirbelsäulenbeschwerden sowie bei neurologischen Krankheiten, auch verwendet bei Neuropathien. Bekannt ist auch die Anwendung bei Migräne.

Halten Sie Ihre Hände wie in A gezeigt, der Zeigefinger berührt das obere Handgelenk. Der Punkt ist etwa da, wo der Zeigefinger aufliegt, in einer kleinen Vertiefung in einer Linie mit dem Daumen. Merken Sie sich die Position und drücken Sie den Punkt.

Der zweite Punkt – Lunge 9

Der zweite Punkt ist der wichtigste, der Punkt Lunge 9. Die Wirkung wurde im letzten Blog ausführlich beschrieben, das dürfteAkupressurpunkt Lunge Nr. 9

der zentrale Akupressurpunkt bei MCS sein. Allgemein wird der Punkt bei Atemwegsbeschwerden unterschiedlicher Art, bei Migräne, bei Übelkeit, Erschöpfung, Vergiftungen, Handgelenksbeschwerden und Gefäßerkrankungen eingesetzt.

Dieser Punkt liegt in einer Vertiefung am inneren Handgelenk, in einer Linie mit dem Daumen.

Der dritte Punkt – Dickdarm 4

Akupressurpunkt DickdarmAls drittes kommt der Punkt Dickdarm 4. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd, ist auch sinnvoll bei Atemwegsbeschwerden, besonders der oberen Atemwege (Schnupfen, Heuschnupfen), lindert Verspannungen, Gelenkbeschwerden, Kopfschmerz, Migräne. Als Punkt auf dem Dickdarmmeridian kommt ihm auch eine Bedeutung für Haut und Schleimhäute zu.

Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, sodass sich ein keiner „Hubbel“ zwischen Daumen und Zeigefinger bildet. Der Punkt liegt auf der höchsten Stelle. Kräftige Massage (es kann leicht wehtun, aber wenn es ein richtiger Schmerz ist, drücken Sie zu fest) für 1-2 Minuten je Seite. Drücken Sie nicht in Richtung Daumen, sondern in Richtung Hand, dort liegt ein tastbarer Knochen.

Der vierte Punkt – Kreislauf 6

Der nächste Punkt ist der Punkt Kreislauf 6. Ein guter Symptompunkt gegen Schwindel und Übelkeit, wirkt auch allgemeinAkupressurpunkt Kreislauf ausgleichend. Er wird eingesetzt, um das energetische Gleichgewicht allgemein wiederherzustellen. Da das bei einer chronischen Krankheit aus dem Ruder läuft, macht es Sinn, diesen Punkt mit einzusetzen.

Dieser Punkt liegt zwei Finger breit entfernt von Ansatz des Handgelenks. Sie finden ihn mittig zwischen den zwei dort tastbaren Sehnen.

Weitere Punkte, die eventuell zusätzlich eingesetzt werden können

Akupressurpunkt "Erwärmer"Wenn die Behandlung nach geduldiger Anwendung über einige Wochen keine Wirkung zeigt, dann versuchen sie es noch mal, in dem Sie noch vorm Punkt Lunge 7 den Punkt Drei Erwärmer 5 drücken. Dieser hilft dem Körper, Blockaden zu lösen.

Wenn Sie zu MCS von lästigem Heuschnupfen geplagt werden, können Sie der Behandlung nach derAkupressurpunkt Dickdarm Nr. 11 Akupressur von Dickdarm 4 noch den Punkt Dickdarm 11 hinzufügen. Dieser soll die Beschwerden lindern.

Beugen Sie den Arm, zeigt sich eine Hautfalte am Ellbogen. Der Punkt Dickdarm 11 liegt am Ende dieser Linie auf der Daumenseite. Machen Sie den Arm auf, und drücken Sie den Punkt, je nach Stärke der Beschwerden eine Minute oder zwei Minuten pro Seite.

Was Sie zusätzlich tun können

Der Lungen-/Dickdarmmeridian kann positiv oder negativ auf bestimmte Einflüsse reagieren. Positiv reagiert er auf richtige Atmung. Bei der Akupressur achten Sie darauf, wenn möglich ruhig und tief in den Bauch zu atmen. Stellen sie sich vor, dass der Atem bis in den Unterbauch fließt. Dabei nicht übertrieben tief atmen, sondern den Atem einfach fließen lassen. Automatisch wird die richtige Atmung geübt beim deutlichen Vorlesen wie früher in der Schule, oder einfach beim Mitsingen wenn Sie Musik hören. Wer unter schweren Atemwegsbeschwerden leidet, macht am Besten erst mal nichts bewusst mit der Atmung. Vielleicht merken Sie bei der Akupressur, wie die Atmung von selbst leichter und tiefer wird.

Zu den negativsten Einflüssen, wenn sich schon stagnierende Energie in der Lungenleitbahn befindet, gehören Milchprodukte. Viele MCS-Patienten vertragen keine Milchprodukte. Man hat schon gehört, dass sich nach dem Absetzen von Milchprodukten andere, zusätzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten zum großen Teil zurückgebildet haben. In diesem Zweifelsfall empfehle ich: Milchprodukte weglassen.

Ein paar Ernährungstipps, um jahreszeitliche Verschlechterungen zu verhindern

Um dem Körper zu helfen, sein Gleichgewicht zu bewahren, ist es sinnvoll, Lebensmittel nach Saison zu kaufen. Damit sind vor allem einheimische Lebensmittel gemeint. Warme, gekochte Lebensmittel helfen dem Körper im Winter, gesund zu bleiben. Sie durchwärmen. Viele MCS-Patienten berichten von Verschlechterungen im Herbst und Winter. Das ließe sich damit erklären, dass ein geschwächter Lungenmeridian sehr kälteempfindlich ist.

Ausgleichen lässt sich im Herbst und Winter – sofern vertragen – mit aus energetischer Sicht warmen Lebensmitteln. Gekochtes Getreide oder Nudeln, Kartoffeln, Rüben, Rote Beete, Kohl, Karotten, den einen oder anderen Apfel wenn es was frisches, etwas Kühleres sein soll… Am Besten ganz klassisch zubereiten, also kochen oder eine schöne Suppe draus machen. Eine gute Fleischbrühe oder Gemüsebrühe durchwärmt. Wenn rohe Karotten oder Äpfel im Mund jucken, werden sie gekocht oft dennoch gut vertragen.

Das einfachste warme Lebensmittel ist Ihr übliches Trinkwasser, das Sie einfach kochen und dann wie heißen Tee trinken. Vertragen Sie Tee, ist der natürlich auch sinnvoll. Wer morgens gern ein Müsli isst, kann im Winter heißes Wasser darüber gießen. So gehen die Vitamine aus dem Obst im Müsli nicht durch Kochen verloren, und das Ganze ist doch nicht so kalt.

Südfrüchte – bitte in Maßen genießen

Wer im Winter zu viele Südfrüchte isst, die stark kühlend wirken, tut seiner Lungenleitbahn – und damit auch der Infektabwehr – nicht allzu viel Gutes. Orangen, Bananen, Mandarinen, Kiwis usw. wenn man sie verträgt und unbedingt essen will also in Maßen genießen, am Besten als Nachtisch nach einer warmen Mahlzeit und nicht mehrmals täglich. Das gleicht sich dann wieder aus. Das gilt auch für kalte Obstsäfte, die auch noch aus dem Kühlschrank stammen.

Im Sommer erfrischt das Obst und Gemüse der Saison, und schadet dem Lungenmeridian nicht. Wenn Sie es vertragen, essen Sie davon nach Lust und Laune. Im Sommer kann man auch mehr Bananen essen, ohne dass das den Körper zu stark abkühlt.

Regionale Lebensmittel, problematische und unproblematische Importe

Die „gesunde“ Ernährung mit viel Rohkost und massenweise Südfrüchten und Milchprodukten kennt man in Deutschland erst seit kurzer Zeit. Passt das denn zu unserem Körper? In der Traditionellen Chinesischen Medizin heißt es, dass die Dinge, die es in einer Saison gibt, zu den Bedürfnissen des Körpers in dieser jeweiligen Klimazone passen. Sie gleichen Ungleichgewichte aus. So sind die vielen frischen Früchte und Gemüse im Sommer schön kühlend, während Kraut und Rüben gekocht im Winter durchwärmen. Wenn man das nun alles verändert, kann man das Gleichgewicht des Körpers empfindlich stören.

Denken Sie daran, was es ohne die ganzen Importe gerade geben würde. In Deutschland wachsen nun mal nicht im Winter massenweise Orangen… Äpfel, Birnen, Pflaumen im Herbst, Kompotte und eingekochte Saucen wie Tomatensoße wirken dagegen nicht so auskühlend. Ausländische Getreide wie Reis und Mais – Hirse wurde früher auch hier angebaut – und Soja haben sich als relativ problemlos importabel erwiesen, wohl da es Getreide und Bohnen hier schon immer gab. Mit dem Obst und Gemüse ist das dagegen so eine Sache. Man sollte eben darauf achten und im Winter die südlichen Importen in Maßen einsetzen.

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity Network, 15. August 2009

Teil I: MCS: Akupressur zur Symptomlinderung

Hinweis: Die oben genannten Hinweise sind kein Ersatz für eine medizinische Behandlung oder einen Arztbesuch.

MCS: Akupressur zur Symptomlinderung, Teil 1

Glücklich ohne Schmerzen

Akupressur ist eine Methode, die MCS-Patienten gefahrlos anwenden können, da nur die eigenen Finger benötigt werden und keine Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten zu erwarten sind. Das macht Akupressur zu einer optimalen Methode, um Symptome zu lindern. So kann man Akupressur zum Beispiel bei Heuschnupfen anwenden, wenn man die chemischen Sprays und Tabletten nicht verträgt.

Akupressur zur Symptomlinderung bei MCS

Was läge näher, als Akupressur auch bei MCS-Symptomen zur Symptomlinderung einzusetzen? Heilung könnte man davon zwar nicht erwarten, aber vielleicht eine Verbesserung der Symptome. Amalie hat es versucht. Es gibt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (kurz TCM) keine langjährigen Erfahrungen mit der „neuen“ Krankheit MCS, und keine Informationen zu entsprechenden Akupressurpunkten, nur einige Akupunkturversuche aus den USA. In den Texten, die es dazu im Internet gibt, steht aber nicht, welche Punkte genadelt wurden, sodass man diese dann akupressieren könnte.

Also muss Amalie sich etwas anderes einfallen lassen. Mein erster Versuch war, einfach möglichst viele Symptome abzudecken. Das hätte dann eine ganz individuelle Punktkombination ergeben, weil schließlich nicht jeder die selben Symptome hat wie ich. Aber es hat sowieso nicht geklappt. Egal, wie exakt ich die Punkte entlang der Symptome wählte – es ging daneben. Wirkung: Keine. Also habe ich es erst mal aufgegeben.

Erst mal kein Erfolg – Die richtigen Punkte sind nicht so leicht zu finden

Dann hatte ich eine schwere Lebensmittelreaktion. Es war eine ziemlich ungewöhnliche Reaktion, ungewöhnlich stark und andere Symptome als sonst. Ich nehme an, mit dem Sojakäse, den ich gegessen hatte, war wirklich etwas nicht in Ordnung, auch wenn nicht nur ich davon gegessen hatte und die anderen, die auch davon gegessen hatten, gesund blieben. Es fing spätabends an, ging die ganze Nacht. Höhepunkt drei Uhr morgens, um fünf dann besser. Und die ganze nächste Woche noch was davon gehabt. Ich habe in der Nacht alle Punkte nach Symptomen ausprobiert, kein Erfolg.

Ich wusste allerdings nicht, dass es der Sojakäse war, weil ich den sonst immer gut vertragen hatte, sondern ich hatte es einem anderen Lebensmittel zugeschrieben. So aß ich denselben Sojakäse, ein anderes Päckchen, aber dasselbe Produkt, zwei Wochen später noch mal. Wieder die Reaktion. Sehr viele Symptome auf einmal, diesmal noch stärker. Bauchbeschwerden, Benommenheit, Schwindel, Zittern, innere Unruhe, das Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen und starke Rückenschmerzen. Dazu eine starke Erschöpfung, aber es war unmöglich, mich hinzulegen, ich musste sitzen bleiben.

Eine neue Idee – Übertragen und Experimentieren

Um die Nacht zu überstehen, beschloss ich, einige Punkte gegen die Erschöpfung zu drücken, die diese Situation so unerträglich machte. Die üblichen Punkte dafür hatten aber schon das letzte Mal nichts gewirkt, und taten es auch diesmal nicht. Also schlug ich in meinem ausgedruckten Material zu Akupressur nach, mit einer neuen Idee. Bei MCS glaubt der Körper zumindest, vergiftet worden zu sein. Egal, ob die Dosis nun der Reaktion entspricht.

Also suchte ich nach einem Punkt, den man bei einer echten Lebensmittelvergiftung, oder bei einer Vergiftung durch Verschlucken einsetzen würde. Ein Punkt, der sich auf meiner ausgedruckten Punkteliste durch alle Vergiftungserscheinungen von Einatmen über Verschlucken bis Lebensmittelvergiftung zieht, ist der Punkt Lunge 9, dort in den 36 wichtigsten Akupressurpunkten die Nummer 12.

Der Ansatz ist gefunden – Keine Heilung, aber deutliche Besserung

Und siehe da: Nach einer Viertelstunde konnte ich mich hinlegen. Die Symptome ließen nach, auch die Unruhe. Erst mal begann ich heftig zu zittern, besonders mein Bein und meine Schulter. Unterdrückte ich das, gingen die Symptome wieder los. Ich hoppelte richtig, aber dafür verschwanden die Muskelschmerzen, die Bauchbeschwerden ließen nach, die Benommenheit und die unnatürliche Erschöpfung nahmen ab. Gegen fünf Uhr morgens war das Ganze überstanden, am nächsten Morgen war die Reaktion weg, keine tagelangen Nachwirkungen.

Ich begann erst mal, den Punkt nun immer einzusetzen, wenn ich etwas abbekam. Beeindruckend war der Effekt, als ich versehentlich alle Fenster aufgelassen hatte, und am einen Fenster Benzin und am anderen Fenster ein leichter, aber noch deutlich merkbarer Waschmittelgeruch hereinkam. Ich ging in das Waschmittelzimmer, das für mich kleinere Übel. Ich habe das Glück, einen Luftreiniger zu besitzen, war aber durch die Reaktion zu nervös und lärmempfindlich, um ihn anzumachen. Ich konnte mich nicht genug konzentrieren, um meine Maske zu finden.

Ich drückte versuchsweise einfach den Punkt. Die Reaktion verschwand nicht, besserte sich aber so weit, dass ich den Luftreiniger anmachen konnte, und ruhig warten, bis der Waschmittelgeruch verschwunden war. Maske brauchte ich nicht mehr. Ich konnte sogar lesen, um mich abzulenken. Das ist insofern erstaunlich, weil ich bei einer Reaktion sonst keinen zusammenhängenden Satz lesen kann.

Was sind die Energieleitbahnen und Meridiane?

Danach begann ich zu recherchieren. Der Punkt Lunge 9 ist ein Punkt auf dem Lungenmeridian. In der TCM geht man davon aus, dass der Körper von Energieleitbahnen, den Meridianen, durchzogen wird. Diese sind nicht identisch mit Adern oder Nerven, sondern etwas Zusätzliches. Es gibt zwölf Leitbahnen, von denen jeweils zwei zusammengehören. Ein Teil ist ein „Yin“-Meridian, der andere Teil ist ein „Yang“-Meridian, wobei Yin und Yang Bezeichnungen für entgegengesetzte Energien sind, die sich ausgleichen müssen. Man könnte Yin als ruhiges, passives Prinzip und Yang als aktives Prinzip bezeichnen. Diese sollten einander das Gleichgewicht halten.

Diese Teilung in zwei entgegengesetzt wirkende, sich ausgleichende Prinzipien, findet man auch bei den bisher wissenschaftlich bewiesenen Funktionen des menschlichen Körpers. So kommen alle Muskeln paarweise, ein Beugemuskel und ein Streckmuskel vor. Wir haben auch Venen und Arterien, die sauerstoffarme Blut zum Herz hin und das sauerstoffangereicherte von Herz weg transportieren.

Auch gibt es z.B. beim vegetativen Nervensystem den Entspannung übertragenden Parasymphaticus und den Aktivität und Aufregung übertragenden Symphaticus, auch Vagus-Nerv genannt. Diese steuern die Verdauung oder den Herzschlag, sodass wir z.B. beim Rennen schneller atmen und das Herz schneller schlägt, ebenso wenn wir uns aufregen. Ein Ungleichgewicht in der Muskulatur entsteht, wenn z.B. immer nur der Beugemuskeln und der Streckmuskel nicht beansprucht wird. Das gibt Schmerzen und Verspannungen. Ein langfristiges Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem kann den Körper auf die Dauer belasten.

Unwissenschaftlich? Überhaupt nicht – Die praktische Wirkung zählt

Auch wenn man die Meridiane noch nicht – ich sage bewusst noch nicht – mit irgendeinem Gerät wissenschaftlich gesichert nachweisen kann, warum sollte es nicht ein weiteres solches Regelsystem im Körper geben, das Informationen und Energien verteilt? Auch wenn wir die Energien noch nicht messen können? Ich bin mir sicher, dass die Existenz der Meridiane irgendwann wissenschaftlich belegt werden wird. Bereits die Qi Gong Expertin Josephine Zöller beschrieb in der 80er Jahren Forschungsansätze, die die Meridiane im Bindegewebe nachweisen, als Übertragung minimaler elektrischer Impulse wie in den Nerven, nur eben zwischen Bindegewebszellen.

Momentan ist mir der experimentelle Nachweis für die Wirkung, den ich an mir selbst erleben kann, genug. Es macht keinen Sinn, mit etwas zu warten, bis es wissenschaftlich sichtbar gemacht werden kann, wenn man es im Experiment schon nachweisen kann, wenn man aus etwas Nutzen ziehen kann, obwohl man es nicht erklären kann. Hätte man zu Zeiten der Pest ein Antibiotikum gehabt, ohne zu wissen, dass es Bakterien gibt, sondern durch zufällige Feststellung der Wirkung, es hätte sicher auch genutzt, ohne dass man die Bakterien nachweisen hätte können. Und die Akupressur beruht auf Jahrtausenden unermüdlicher Beobachtung und Dokumentierung ihrer Wirkung – wohl die wissenschaftlichste Methode überhaupt.

Was ist der Lungenmeridian?

Zurück zum Punkt Lunge 9 und dem Lungenmeridian. Der Lungenmeridian, der Yin-Teil, mit dem ihm verknüpften Dickdarmmeridian, dem Yang-Teil, steht für die „empfindlichen“ Schleimhäute, die Blutgefäße, für alles Empfindliche, und für den Kontakt des Körpers mit der Umwelt.

Ist die Lungen- und Dickdarmenergie ausgeglichen, gibt das dem Körper z.B. eine gute Abwehr gegen Erkältungen und wohl auch eine vergleichsweise hohe Widerstandskraft was Schadstoffe angeht. Ungleichgewichte und Schwächen des Lungen/Dickdarm-Meridians äußern sich in Atemwegserkrankungen, Allergien, Entzündungen, Infektanfälligkeit, Erschöpfung… Das Thema: Allergien und Entzündungen. Passt MCS nicht in diesen Kreis?

Die Wurzel des Übels finden – Ein Erklärungsversuch

Die „Verstopfung“ im Lungenmeridian kann zum Beispiel durch eine Überlastung mit Chemikalien entstehen. Oder durch nicht vertragene Milchprodukte, ein hochgradiger, geradezu klassischer Auslöser für stagnierende Energie in der Lungenleitbahn. Bei mir waren es von Kindheit an unverträgliche Milchprodukte, die wohl eine große Rolle gespielt haben. Besserungen gab es erst, seit ich vor über zwei Jahren aufgehört habe, diese Produkte zu essen. Kalte, stagnierende Energie, der so genannte „Schleim“ sammelt sich jedenfalls in der Lungenleitbahn an und wirkt als Blockade. Die Lungenenergie ist geschwächt. Das kann zu Allergien führen, zu Infektanfälligkeit, schneller Erschöpfung, Asthma – oder eben zu MCS. Denke ich mir zumindest.

Was kann der zentrale Punkt Lunge 9?

Der Punkt Lunge 9 löst „Schleim“, so wird eine stagnierende, verstopfende Energie bezeichnet, und baut die Lungenenergie auf. Zugleich ist der Punkt Lunge 9 noch mit der Milz verknüpft. Die hilft in der TCM dem Körper dabei, Fremdstoffe zu verarbeiten und Nahrungsmittel zu verwerten. Wohl daher wird dieser Punkt, der so viel mit der Fähigkeit des Körpers, mit einem Fremdstoff umzugehen, bei Vergiftungen eingesetzt. Diesen Einsatz findet der Punkt nur in der Akupressur bei der Stanford University, auf Internetseiten, die sich mit Akupunktur befassen, fand ich nichts dazu. Wenn man darüber nachdenkt, lassen sich damit auch auf einem energetischen Ansatz viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten erklären.

Ich kam mit dem Punkt Lunge 9 zu einem guten Zufallsergebnis. Ich habe deutlich weniger Ahnung von der TCM als die Akupunktur-Ärzte in den USA, die teilweise mit deutlich anderen Konzepten oder anderen Leitbahnen arbeiten. Mein gesamtes Wissen ist Laienwissen. Ich habe mit experimentellem Ansatz gearbeitet, durch Assoziieren und Probieren. Das hat ein gutes Ergebnis erbracht. Die theoretische Herleitung hinterher ist vielleicht noch sehr lückenhaft, würde sie ein TCM-Fachmann beurteilen. Aber die Wirkung stimmt. Vielleicht kann ein experimenteller Ansatz, den man sich bei Akupressur ja gefahrlos leisten kann, manchmal mehr als eine Theorie, die erst nachher in die Praxis übertragen werden soll.

Meine eigene „Fallstudie“: Deutliche Besserung

Ich würde schätzen, dass sich meine Sensitivität um ein Drittel bis die Hälfte reduziert hat. Jemand, der mit Parfüm an mir vorbei geht, ein Gang in den Keller oder Hausgang ist kein Problem mehr. Die Reaktionen verlaufen auch deutlich schwächer. Für ältere Bücher brauche ich keine Lesekiste oder Zellglastüte mehr. Ich hatte früher auch Probleme, wenn ich viel saures Obst gegessen habe. Jetzt kann ich die Sommerbeeren und die Aprikosen und Pfirsiche ohne anschließendes Bauchweh genießen.

Die Besserung geht langsam voran, jede Woche etwas mehr. Ich leide außerdem nicht mehr unter ständigem Durstgefühl, die Verdauung ist besser, ich habe gesündere Haut, schlafe besser und überstehe eine Erkältung leichter als früher. Was für mich persönlich sehr schön ist, ist, dass sich meine Halswirbelsäule und meine Augen, deren Pupillen bei Reaktionen früher „steif“ wurden, sich so weit gebessert haben, dass ich wieder Radfahren kann.

So. Genug der Theorie. Ich habe eine Akupressurmethode entwickelt, mit mehreren anderen Punkten, die die Wirkung von Punkt Lunge 9 verstärken. Dieser Blog bekommt einen Teil 2. Dort beschreibe ich, wie jeder die genannte Akupressurmethode selbst ausführen kann. Es ist sehr einfach, da alle Punkte an der Hand liegen, muss man sich nicht „verbiegen“ dafür. Man braucht nur die Disziplin, viermal täglich zehn Minuten lang zu akupressieren.

Teil II erscheint morgen.

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity Network, 14. August 2009-08-14

Hinweis: Die oben genannten Hinweise sind kein Ersatz für eine medizinische Behandlung oder einen Arztbesuch.

Hoher Blutdruck, niedriger Blutdruck… Natürliche Hilfe bei Kreislaufproblemen

Hoher Blutdruck, niedriger Blutdruck

Wer kennt es nicht: Probleme mit dem Kreislauf. Zu hoher Blutdruck, zu niedriger Blutdruck… Von lästig bis gefährlich und dringend behandlungsbedürftig reichen die Beschwerden. Hoher Blutdruck ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall, also gefährlich. Stark erhöhter Blutdruck gehört also in ärztliche Behandlung. Allerdings helfen Pillen allein oft weniger gut als erwartet, und haben häufig Nebenwirkungen. Deshalb sollte man versuchen, den Blutdruck gar nicht erst aufs gefährliche, behandlungsbedürftige Maß steigen zu lassen, beziehungsweise ihn langfristig wieder ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Medikamente sind also eine Notfall-, keine Dauerlösung. Leistungssport und Dauerdiät sind für eine Senkung des Blutdrucks nicht notwendig, stattdessen kleine, aber wirksame Veränderungen im Alltag. Denn auch bei hohem Blutdruck (Werte über 140/90) gibt es neben den Medikamenten natürliche Hilfe.

Niedriger Blutdruck (Werte unter 100/60) ist auch ein Thema für sich. Zwar ist niedriger Blutdruck weniger gefährlich als hoher, aber er zieht einen Schwanz unangenehmer Beschwerden nach sich. Schwindel beim Aufstehen, Schlappheit den ganzen Tag, Konzentrationsschwäche… Wer niedrigen Blutdruck hat, leidet oft auch noch unter kalten Händen und Füßen. Natürlich muss niedriger Blutdruck, der sich mit deutlichen Symptomen äußert, auch ärztlich untersucht werden, um auszuschließen, dass eine ernste Krankheit dahinter steckt, doch das ist extrem selten, meist lässt sich keine konkrete Ursache finden. Niedriger Blutdruck ist ein häufiges Problem junger Frauen, ohne dabei eine Krankheit darzustellen. Aber ob ungefährlich oder nicht, die Beschwerden sind da. Doch auch hier bietet sich schonende, natürliche Hilfe an.

Mehr Bewegung im Alltag

Dass man bei hohem Blutdruck gesünder essen und sich mehr bewegen sollte, hat jeder Bluthochdruckpatient schon einmal gehört. Tatsächlich sind Veränderungen leichter zu bewirken, als man denkt. Beim Thema Bewegung muss es nicht gelingen, jede Woche viermal eine halbe Stunde durch den Park zu joggen, wenn man komplett unsportlich ist. Sparen Sie sich doch einfach öfters mal den Stau und die Parkplatzsuche, nehmen Sie für kleine Wege das Fahrrad. Regelmäßige, stramme Spaziergänge, so lang, wie es Ihnen gefällt, können Sie zwischendurch einbauen, wenn sich keine Gelegenheiten bieten, aus lästigen Fahrtwegen Nutzen für Ihre Gesundheit zu ziehen. Es kommt also einfach auf etwas mehr Bewegung im Alltag an, öfters Fahrrad statt Auto, mal wieder spazieren gehen, Treppe statt Aufzug… Und wenn Sie Spaß daran haben, ist auch jede Sportart geeignet, solange sie keine Überlastung bedeutet. Also Radfahren, Schwimmen, auch Tanzen…

Gesunde Ernährung ist wichtig bei hohem Blutdruck – Und ganz einfach

Wie eine gesunde Ernährung im Idealfall aussieht, weiß wohl fast jeder, und auch, dass sie zu hundert Prozent meistens nicht zu realisieren ist. Also, was tun? Kleine Veränderung, große Verbesserung. Übergewicht und ungesunde Fette treiben den Blutdruck nach oben. Also versuchen Sie, unnötigem Fett. Zucker und zuviel Kochsalz aus dem Weg zu gehen. Das heißt nicht, auf alles verzichten. Aber der Schokoriegel, den man sich nicht als Genuss, sondern um schnell satt zu werden, reinschiebt, kann auch durch eine Banane ersetzt werden. Die enthält auch natürlichen Zucker, aber kein verstecktes, ungesundes Fett.

Gerade im Sommer sind süße Früchte die beste Nascherei, Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Brombeeren und Co. sagte man gesundheitsfördernde Wirkungen nach, denken Sie auch an Melonen und das Herbstobst wie Pflaumen und die Mirabellen im August. Im Winter gibt es Mandarinen, Äpfel, Banane, Kiwi, Ananas… Saisonobst ist nicht nur preiswerter, sondern auch oft von höherer Qualität. Das Gleiche gilt für Gemüse. Ist die Zeit knapp oder die Lust zum Kochen nicht da, kann man statt eine Büchse zu öffnen oder einen Hamburger zu kaufen, auch ein belegtes Brot selbst machen. Geschmacklich kann das mit frischen Zutaten den Hamburger sogar übertrumpfen, auch wenn Geschmack natürlich „Geschmacksache“ ist. Sie kriegen „den“ Geschmack einfach nicht hin? Experimentieren Sie doch einmal mit Pommesgewürz oder Pizzagewürz, das gibt es als Gewürzmischung zu kaufen. Ideal wäre es Bio, ohne künstliche Aromen. Statt Weißbrot oder Toast kann man einfaches Graubrot oder besser noch Vollkorn bevorzugen… Es muss nicht immer perfekt sein, versuchen Sie einfach, jede Mahlzeit gesundheitlich etwas zu verbessern. Also wenn schon die fette Wurst, dann wenigstens auf Vollkornbrot, oder einen bunten Salat zur Tiefkühlpizza.

Auch bei niedrigem Blutdruck richtig essen

Bei niedrigem Blutdruck ist moderate Bewegung um den Kreislauf anzuregen und zu trainieren natürlich auch angebracht. Von zu fetter, zu reichhaltiger Nahrung wird der niedrige Blutdruck nicht ausgelöst, trotzdem ist gesunde Ernährung natürlich für jeden empfehlenswert. Allerdings tritt der niedrige Blutdruck bei sehr schlanken Personen, besonders jungen Frauen, häufiger auf. Das Mittel heißt dann natürlich nicht Fast Food und Sahnetörtchen, sondern gesunde, nahrhafte Mahlzeiten nach Geschmack. Auch Eisenmangel kann schlapp und anämisch machen, hier sackt dann auch der Blutdruck in den Keller. Viel Eisen ist in Fleisch, besonders in Innereien, aber auch in anderen Stücken, enthalten. Einen starken Mangel kann der Arzt mit Eisenpräparaten beheben.

Kneippen hält den Kreislauf fit

Zwei Maßnahmen sind sowohl bei hohem als auch bei niedrigem Blutdruck angebracht: Kneippanwendungen und Autogenes Training. Beides ist einfach in den Alltag zu integrieren. Kneippsche Anwendungen kann man nebenbei beim Duschen machen. Dazu sollte man sich für zu Hause Infos und Anleitungen besorgen, und bei stärkeren Kreislaufbeschwerden den Arzt zu Rate ziehen, welche Anwendungen geeignet sind. Hier finden Sie als Beispiel die Bürstenmassage und die Ganzwaschung, die ganz allgemein den Kreislauf trainieren.

Bürstenmassage: Mit einer Körperbürste oder einem festen Frotteehandschuh (rauer Waschlappen, kleines Handtuch) beginnen Sie außen am rechten Fuß zu bürsten, in geraden Strichen das Bein hoch, dann innen am Fuß. Weiter erst innen, dann außen jeweils am Unter- und Oberschenkel. Dasselbe beim linken Bein und danach am Gesäß. Dann fangen Sie mit dem rechten Arm an der Hand an, bürsten an der Außenseite wieder längs nach oben zur Schulter, dann an der Innenseite und rechts das Selbe. Schließlich bürsten Sie kreisförmig im Uhrzeigersinn Brust, Bauch und Rücken. Wenn Sie keine Bürste sondern ein Handtuch nehmen, rollen Sie das einfach und rubbeln Sie den Rücken wie beim Trockenrubbeln nach dem Duschen. Das Bürsten ist eine gute Morgenanwendung.

Ganzwaschung: Sie tauchen einen Waschlappen oder ein Tuch in kaltes Wasser. Dann wird der nasse Lappen zügig über die Haut gestreift, in der Reihenfolge wie beim Bürsten. Das geht sehr schnell, nur ein kleiner Wasserfilm bedeckt danach die Haut. Machen Sie hinterher zum Beispiel einige Kniebeugen und ziehen Sie sich dann warm an, um sich nicht zu erkälten. Ziel ist nicht, dass Sie frieren, nach dem „ersten Schreck“ vor dem kalten Wasser stellt sich nach der Anwendung ein Wärmegefühl ein, das zeigt den Durchblutungseffekt. Auch die Ganzwaschung ist morgens sinnvoll, wenn Sie „bettwarm“ sind.

Wollen Sie z.B. abends einen eher beruhigenden Effekt erzielen, beschränken Sie das Bürsten oder die Waschung auf den Unterkörper. Oberkörperanwendungen wirken dagegen anregend. Abends vorm Schlafengehen können Sie auch einen Schenkelguss machen – mit (erträglich, nicht eisig) kaltem Wasser wird erst das rechte, dann das linke Bein, mit dem Wasserstrahl vom Fuß außen nach oben und an der Innenseite herunter, abgegossen. Auch hier sollten die Beine vorher warm sein, z.B. durch kurze Gymnastik oder warmes Abgießen vorher.

Einfache Entspannungsmethoden wirken ausgleichend

Autogenes Training ist als Kurzform leicht zu erlernen, es gibt preiswerte Bücher zu diesem Zweck. Auch Kurse können Sinn machen. Beim Autogenen Training wird durch Entspannung und Konzentration das vegetative Nervensystem beeinflusst, das unter anderem Puls und Blutdruck steuert. Von so einer Entspannungstechnik, die sie am Tag nur weniger als zehn Minuten kostet, profitiert die gesamte Gesundheit, nicht nur der Kreislauf. Da das Erlernen so umkompliziert ist wie die tägliche Ausführung, und Ihnen zum Beispiel auch zu weniger Stress und besserem Schlaf hilft, macht das Autogene Training auf jeden Fall Sinn.

Akupressur bei hohem oder niedrigem Blutdruck

Gibt es auch Akupressurtipps für den Kreislauf? Ja. Nur bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Akupressur nicht angebracht.

Bei hohem Blutdruck versuchen Sie es einmal mit zwei Punkten am Handgelenk. Sie helfen, „runterzukommen“, zu entspannen:

Akupressurpunkt an der Hand für Kreislauf1. Dieser Punkt liegt auf der Handgelenksfalte, innen am Handgelenk, in einer Linie mit dem kleinen Finger. Sie können eine kleine Vertiefung tasten. Erst auf der einen, dann auf der anderen Seite einige Minuten massieren. Merken Sie sich diesen Punkt auch, wenn Sie öfters nicht schlafen können oder nervös sind, er hilft, zur Ruhe zu kommen.

Akupressurpunkt am Arm für den Kreislauf2. Ein weiterer Punkt liegt auf der Innenseite des Unterarms, auf der Mitte zwischen den beiden hier tastbaren Sehnen. Zwei Daumenbreiten entfernt von der Beugefalte des Handgelenks. Kräftiger, massierender Druck mit dem Zeigefinger oder Daumen, auf jeder Seite 1-2 Minuten.

Bei niedrigem Blutdruck soll der Kreislauf angeregt werden

Akupressurpunkt im Gesicht für den KreislaufAkut, wenn Ihnen schwindlig wird, z.B. nach schnellem Aufstehen oder bei Hitze, oder wenn sie sich fühlen, als würden Sie „umkippen“ setzen Sie sich schnell hin und drücken Sie den Punkt zwischen Nase und Oberlippe fest mit einer Fingerkuppe für einige Minuten. Dieser Punkt stabilisiert wieder den Kreislauf.

Akupressurpunkt am Schienbein für den KreislaufEin Punkt, der mehr Energie gibt und den Kreislauf stärkt, liegt am Bein. Legen Sie Ihre Hände im Sitzen, Beine im rechten Winkel gebeugt, auf die Kniescheiben. Etwa wo der Ringfinger liegt, können Sie eine Vertiefung ertasten. Möglichst an beiden Seiten zugleicht kräftig mit je einer Fingerkuppe für ein oder zwei Minuten pressen.

Sie sehen, auch bei Problemen mit Blutdruck und Kreislauf gibt es Hilfe, die nicht aus der Chemiefabrik stammt.

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity Network, 7. Juli 2009

Wenn die Galle überläuft – natürliche Hilfe bei Gallensteinen, Gallenkolik & Co.

Fettes, Gebratenes, Kaffee kann auf die Galle gehn

Fettes, Gebratenes, Kaffee. Das kann auf die Galle schlagen. Denn aus der Galle kommt der Gallensaft, der im Darm besonders für die Aufspaltung von Fetten verantwortlich ist. Dieser Gallensaft wird aber nicht in der Galle produziert, sondern in der Leber. Von dort aus läuft er in die Gallenblase, wo er gespeichert wird. Je nachdem, wie viel Gallensaft benötigt wird, wird er durch den Gallengang in den Darm abgegeben. So ist immer die benötigte Menge Gallensaft für die Verdauung vorhanden – so der Idealfall.

Gallensteine – Leitung verstopft

Allerdings kann es in der Gallenblase die sogenannten Gallensteine geben. Das sind Ablagerungen, die wie kleine Steine darin liegen. In der Gallenblase selbst richten sie keinen Schaden an. Doch wenn sie in den Gallengang wandern, können sie ihn verstopfen. Die Gallenflüssigkeit staut sich in der Gallenblase und fehlt im Darm. Symptome sind Krampfartige Schmerzen rechts im Oberbauch, die auch in die rechte Schulter ausstrahlen können, dazu kommen eventuell Beschwerden wie Übelkeit oder aufstoßen und in schweren Fällen eine Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten, muss immer ärztlich abgeklärt werden). Fettes, Gebratenes, Kaffee und auch kaltes Wasser werden nicht vertragen und sollten gemieden werden.

Gallenblasenentzündung – Bakterienanzucht in der Gallenblase

Noch dicker kommt es, wenn sich die Gallenblase nun entzündet. Sind Keime aus dem Darm in der Gallenblase, was immer geschehen kann, und ist der Gallengang dann verstopft, kommt es darin zur raschen Vermehrung der Bakterien – Gallenblasenentzündung. Starke Schmerzen, Fieber und eventuell Schüttelfrost, dazu meist starke Übelkeit, Verstopfung und andere Beschwerden im Bauchraum kommen dazu.

Jetzt hilft nur noch die Operation. Dabei werden die verstopfenden Steine aus dem Gallengang entfernt, allerdings kann es dann jederzeit wieder zur nächsten Gallenkolik kommen, wenn wieder ein Stein anfängt, zu wandern. Die andere Alternative ist die Entfernung der Gallenblase, die in manchen Fällen sogar unumgänglich wird. Danach wird die Gallenflüssigkeit aber nicht mehr dosiert, sondern fließt einfach so in den Darm. Die Gallenblase und die Dosierung der Gallenflüssigkeit hat aber ihren Sinn, ist also kein nutzloser Blinddarm. Ihre Entfernung ist also nicht unbedingt erstrebenswert.

Gallensteine ruhig halten

Also, was kann man tun, auch wenn man schon unter Gallensteinen leidet, um es nicht zu schweren Gallenkoliken oder zur Entzündung kommen zu lassen? Vieles, und das ohne einen unglaublichen Aufwand zu betreiben oder teure Therapien über sich ergehen zu lassen. Denn Gallensteine können sich genauso gut über Jahre ruhig verhalten und überhaupt nicht bemerkbar werden, wie sie große Probleme bereiten können. Und je weniger die Galle beansprucht wird, desto weniger Probleme gibt es auch.

Die richtige Ernährung bei Gallenproblemen

Das erste Problem für die Galle heißt Fett. Allerdings ist auch hier Fett nicht gleich Fett. Schwer tut die Galle sich mit großen Mengen Fett, und mit Gebratenem, also hoch erhitztem Fett. Gebratenes ist bei Gallenproblemen nicht angesagt, ebenso wenig wie fettes Fleisch oder Würstchen auf dem Grill, denn da brät das Fett im Fleisch auch ohne Bratfett in der Pfanne! Auf große Mengen Fett sollte man auch verzichten. Also mit Butter, Wurst und Käse, hier steckt viel Fett drin, sparsam umgehen! Wer es mit der Wurst nicht lassen kann, sollte zu mageren Sorten wie Putensalami greifen. Aber auch da gilt – in Maßen, nicht in Massen, denn nicht jedes Produkt ist so mager und gesund wie es auf den ersten Blick aussieht.

Übergewicht gilt als großer Risikofaktor für Gallenbeschwerden. Das Selbe gilt aber auch für Crash-Diäten um schnell abzunehmen oder für andauernde Hungerkuren, um ein unnatürlich niedriges Gewicht zu halten. Das Beste ist also eine gesunde Ernährung, bei der man sich an gesunden, nahrhaften Lebensmitteln satt isst und mit den oben genannten problematischen Fetten sowie mit Genussgiften wie Kaffee, Alkohol, Zigaretten sparsam umgeht oder die Finger ganz davon lässt.

Bevorzugen Sie also Früchte vor Süßigkeiten. Viel Obst, Gemüse und Vollkorn halten die Verdauung in Gang. Hülsenfrüchte dagegen sind bei Gallenbeschwerden nicht gerade erste Wahl. Bohnen, Erbsen, Linsen – das belastet die Verdauung zu sehr.

Bewegung tut gut

Etwas mehr Bewegung im Alltag tut dagegen sehr gut. Damit ist kein Leistungssport gemeint! Wenn Sie als Hobby eine Sportart betreiben, die Ihnen Spaß macht und bei der Sie sich wohlfühlen – prima, weiter so! Ansonsten, bringen Sie einfach etwas Bewegung in den Alltag. Kleine Wege kann man mit dem Fahrrad erledigen. Das nutzt nicht nur der Gesundheit, sondern schont auch noch Umwelt und spritpreisstrapazierte Geldbeutel. Spaziergänge sind die einfachste Möglichkeit von Bewegung an der frischen Luft, und egal ob im Stadtpark oder im Wald viel mehr erholend als anstrengend. Erholung und Aktivität zu verknüpfen ist sowieso ideal. Frische Luft, Bewegung, mal „abschalten“, wenn auch nur für eine halbe Stunde – etwas Besseres können Sie Ihrer Gesundheit gar nicht tun.

Hausmittel für die Galle

Doch was können Sie noch speziell für die Galle tun? Gibt es hilfreiche Tipps oder Hausmittel, um die Behandlung zu unterstützen? Die gibt es. So ist mehr als ein Kraut für die Galle gewachsen, nämlich Kräuter mit Bitterstoffen. Die Bitterstoffe regen Leber und Galle an, helfen der Verdauung. Das Gläschen Magenbitter sollte es aber nicht sein: purer Selbstbetrug – hier wirkt der Alkohol mehr als die Kräuter, und das sicher nicht positiv. Bei Pillen und Pülverchen gibt es in der Qualität große Unterschiede, und dem Laien fällt es oft nicht leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Leichter ist es mit den Kräutertees im Teeregal, bei den Gesundheitstees. Einfache Produkte mit nur Kräutern im Teebeutel als Inhalt sind etwa als Leber-Galle-Tee oder unter einem ähnlichen Namen erhältlich. Ausgewogene Kräutermischungen, die z.B. auch wohlschmeckende Pfefferminze enthalten, kann man sogar trinken. Und Artischocken kann man essen. Sie enthalten auch die gesunden Bitterstoffe, wobei sie mehr nach Urlaub im Süden als nach bitteren Pillen schmecken.

Akupressur bei Gallenbeschwerden

Doch auch mit Akupressur können Sie Ihrer Galle helfen. Versuchen Sie’s einfach mal nach der folgenden Anleitung. Die Behandlung kann Ihnen helfen, wenn es mal wieder „brennt“, aber auch und gerade bei chronischen Gallenbeschwerden kann Akupressur, z.B. täglich oder zweimal täglich angewandt, Erleichterung schaffen.

Die Punkte liegen an Beinen und Füßen, und werden möglichst auf beiden Seiten zugleich mit festem Druck eines Fingers für etwa eine Minute massiert, wenn Sie Beschwerden haben auch täglich für zwei oder drei Minuten je Punkt – was natürlich eine medizinische Behandlung nicht ersetzt, aber sehr wohl unterstützen kann.

Akupressurpunkt am Fuss hilft bei Beschwerden mit der Galle1. Der erste Punkt liegt auf der Fußoberseite, zwei Daumenweiten hinter der Stelle, wo Großzeh und zweiter Zeh sich trennen. Kommen Sie mit den Finger nicht bequem hin, drücken Sie den Punkt einfach mit dem hinteren, runden Ende eines langen Bleistifts.

2. Dieser Punkt liegt eine Handbreite überm höchsten Punkt des Innenknöcheln (es sind immer die Maße der behandelten Person gemeint). Der Punkt liegt an der hinteren Seite des Schienbeins, also am tastbaren Knochen.

Mit diesen zwei Akupressurtechniken haben Sie schon ein Hilfsmittel für sich in der Hand. Um Übelkeit und Verdauungsbeschwerden zu lindern, können Sie noch zwei Punkte dazunehmen:

Akupressurpunkt fuer Galle am Arm3. Dieser Punkt liegt zwei Finger breit entfernt von Ansatz des Handgelenks. Sie finden ihn mittig zwischen den zwei dort tastbaren Sehnen. Ein Punkt gegen Übelkeit und zur Entspannung, ohne dabei müde zu machen.

4. Eine Handbreite unterm unterem Ende der Kniescheibe. Der Punkt liegt an der Akupressurpunkt fuer Galle am BeinAußenseite des Beins, in einer Vertiefung, die man neben dem Schienbein ertasten kann. Dieser Punkt lindert Verdauungsbeschwerden und Übelkeit, außerdem gibt er mehr Energie. Der beste Punkt bei Durchhängern im Alltag (Tipp für alle, die gerade versuchen, den Kaffeekonsum einzuschränken…)

Neben den empfohlenen Punkten kann noch eine weitere Methode, die TCM-Akupressur, hilfreich sein. Über den folgenden Link finden Sie eine Anleitung für die TCM-Akupressur bei Gallenbeschwerden: TCM Akupressur Gallenkollik Sie können sich entweder von jemandem anders behandeln lassen, oder sich selbst behandeln.

Sie sehen also – auch bei Gallensteinen können Sie sich selbst helfen und Ihre Gesundheit auf natürlichem Weg erhalten.

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity Network, 23. Juni 2009

Fett, Zucker, Alkohol, Schadstoffe… So schützen Sie Ihre Leber!

Leber Alkohol, ungesunde Ernährung, Schadstoffe. Belastungen für die Leber sind überall. Dabei ist die Leber ein lebenswichtiges Organ, die Stoffwechselzentrale des Körpers. Hier findet nicht nur die Entgiftung statt, sondern auch Nährstoffe werden zu verfügbarer Energie gemacht und Hormone werden hergestellt. Die Leber ist also lebenswichtig, aber stetig belastet. Ein Grund, auf sie zu achten und sie gesund zu erhalten.

Der Alkohol….

Was belastet die Leber? Jeder weiß: Alkohol. Wer viel Alkohol trinkt, schadet seiner Leber, und nicht gerade wenige schwere Alkoholiker sind schon an Leberzirrhose gestorben. Dabei lagert die Leber Fett ein, das sie nicht mehr verarbeiten kann, weil ihre Funktion stark eingeschränkt ist. Das beizeichnet man als Fettleber, Zeichen einer stark überlasteten Leber. Daher sagt man auch „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben.“ Darauf folgt die Leberzirrhose, das Organ zersetzt sich. Der Körper des Patienten zerfällt zusehends, bis er stirbt. Hört sich schlimm an? Ist es. Allerdings passiert das nicht von einem Glas Wein oder einem Feierabendbier, sondern bei Alkoholikern oder schweren Infektionskrankheiten der Leber, wie Hepatitis.

Die durchschnittliche Belastung der Leber verläuft schleichend, macht uns langsam ein wenig müder, kranker. Müdigkeit, Kopfweh, Druckschmerzen unterm rechten Rippenbogen können auf eine geschwächte Leber hindeuten. Beschwerden natürlich ärztlich abklären lassen. Etwas häufiger ein Glas mehr oder hohe Schadstoffbelastung und ungesunde Ernährung können die Ursache sein. Aber man kann die Leber gesund erhalten.

Das erste Thema heißt immer noch Alkohol. Der muss von der Leber entgiftet werden. Wer bereits Probleme mit der Leber hat, egal welcher Art, darf auf keinen Fall Alkohol anrühren! Wer gesund ist, sollte es einfach nicht übertreiben. Allgemein gilt ohnehin, dass es besser ist, eine kleine Menge Alkohol zum Essen zu trinken als ihn einfach „reinzukippen“. Denn tatsächlich wird der Alkohol durch das Essen „gepuffert“, er wird im Körper langsamer freigesetzt. Dann läuft man nicht nur weniger Gefahr, beschwipst zu werden, sondern belastet den Körper weniger. Das gilt natürlich nur, wenn man es bei kleinen Mengen belässt. Und täglich Alkohol zu trinken tut keiner Leber gut.

… aber auch Fett und Zucker…

Doch auch mit Unmengen an Fett und Zucker kann man die Leber schädigen. Das muss sie alles umsetzten und zu verfügbarer Energie machen, wenn es mehr ist, als der Körper braucht, auch speichern. Bei schwerem Übergewicht kann es deshalb zur Fettleber kommen! Wer es also an der Leber hat, sollte sehr fettarm essen, und auf Zucker verzichten. Bei schweren Erkrankungen stellen Ärzte Ernährungspläne zusammen.

Für die Vorbeugung ist eine gesunde, gemischte, nicht zu schwere Kost genauso angebracht wie zur Vorbeugung aller anderen durch ungesunde Ernährung begünstigten Erkrankungen. Zu einer gesunden Ernährung gehören auch gesunde Fette, wie zum Beispiel Olivenöl und Leinöl. Fetttriefende Fertiggerichte, die auch nur so vor Lebensmittelzusatzstoffen, die die Leber entgiften muss, strotzen, und Zuckerzeug, sollte man in kleinen Mengen genießen oder darauf verzichten.

In vielen Fertiggerichten hat man noch nicht mal geschmacklich was von dem Zucker, weil er einfach überall drangemacht wird und wir an den Geschmack gewohnt sind. Mal ehrlich, seit wann gehört Zucker in die Tomatensauce? Wird doch tatsächlich gemacht! Statt Fertigprodukte mit ellenlanger Zutatenliste mit E-Nummern, gehärteten Fetten (z.B. Fette, die Palm-… heißen), Zucker unter Namen wir Glucosesirup, Fruchtzucker und so weiter zu kaufen, sollte man auf die Zutaten achten und Dinge, die man nicht fertig kaufen muss, auch selber machen. Es gilt, je weniger Verarbeitungsschritte, desto besser. Also ist Nudeln kochen und Tomatensauce drübergießen ist besser als eine Büchse Spaghetti Bolognese zu öffnen. Immerhin müssen Zucker und Fett deklariert werden.

… und Schadstoffe

Schadstoffe sind der nächste leberschädigende Faktor. Tatsächlich nehmen wir viele Gifte über die Ernährung auf. Wer Bio kauft oder wenigstens mehr selbst macht und weniger Fertigfutter isst, kann die Belastung deutlich reduzieren. Tatsächlich lassen sich Schadstoffe auch durch eine bewusste Auswahl beim Kauf von Kleidung, Auto und Wohnungseinrichtung reduzieren. „Der Nase nach“ gehen bringt uns oft schon weiter. Was einen penetranten „Fabrikgeruch“ nach Plastik, Kleber, Gummi, Lösemittel oder einem nicht definierbaren, geruchsintensiven Etwas an sich trägt, ist auch oft schadstoffbelastet und damit nicht besonders gesund. Indem man nicht mit Insektensprays, die auch für den Menschen giftige Stoffe enthalten, und Parfüms, die auch oft Chemiecocktails sind, um sich sprüht, schont man seine Gesundheit.

Hausmittel für die Leber

Also kann man die Faktoren, die der Leber schaden, deutlich reduzieren, und damit nicht nur der Leber, sondern der Gesundheit ganz allgemein helfen. Was kann man noch tun, um der Leber zusätzlich zu helfen, zum Beispiel weil man schon Probleme damit hat, natürlich zusätzlich zu einer ggf. notwendigen medizinischen Behandlung, oder weil Ihre Leber durch viele schädigende Faktoren belastet ist? Vieles.

Ideal wäre es, hin und wieder mindestens 3 Wochen lang auf Alkohol, viel Zucker und Fett zu verzichten. Die Leber mag auch leckere Küchenkräuter. Dill, Petersilie, Schnittlauch, Minze und Rosmarin sind ihre Favoriten. Wer sich am bitteren Geschmack nicht stört, kann für eine Kur einige Wochen lang Mariendistel einnehmen, zum Beispiel als Tee, allein oder kombiniert mit anderen Kräutern. Solche Tees heißen Leber-Galle-Tee oder ähnlich und sind bei den Gesundheitstees im normalen Teeregal erhältlich. Der Verdauungsschnaps ist allerdings Selbstbetrug: Neben den guten Kräutern ist hier auch mehr als genug Alkohol, und dass der nicht gut ist, wissen wir…

Ein tolles Lebensmittel ist dagegen die Artischocke. Mit Bitterstoffen, aber dennoch leckerem Geschmack, regt sie die Leber an. Aber auch alles andere grüne Gemüse und Karotten, ebenso Obst und Vollkorn, sind gesund.

Bewegung ist gesund

Wie bei der Vorbeugung aller Erkrankungen gilt: Bewegung ist wichtig. Gemeint ist nicht Leistungssport, sondern etwas mehr Bewegung im Alltag. Öfters mal Rad statt Auto schont die Umwelt und hilft der Gesundheit, hin und wieder ein Spaziergang an der frischen Luft tut gut, und wenn Sport Ihnen Spaß macht, ist dagegen natürlich nichts einzuwenden.

Im Yoga ist der Drehsitz die Übung, die die Durchblutung der Leber anregt, sodass sie mit frischem Blut versorgt wird und besser arbeiten kann.

Setzen Sie sich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden. Jetzt winkeln Sie das linke Bein an und stellten den linken Fuß neben die Außenseite des rechten Knies. Einatmen, linken Arm in weitem Bogen nach hinten führen und mit der Hand auf dem Boden abstützen. Das linke Knie mit der rechten Hand umfassen. Nach links drehen und über die linke Schulter blicken. Wenn Sie können, das rechte Bein noch anwinkeln, dass die rechte Ferse in Richtung linke Gesäßbacke kommt. Etwa zehn ruhige Atemzüge lang halten, dann zur anderen Seite. Das macht auch die Wirbelsäule beweglich und regt die Verdauung an. Wichtig: Rücken dabei immer gerade halten. Schreibtischversion: Gerade auf den Stuhl setzen. Linkes Bein übers rechte schlagen, rechte Hand aufs linke Knie. Nach links drehen und mit der linken Hand nach hinten an die rechte Seite der Stuhllehne greifen.

Akupressur tut der Leber gut

Auch mit Akupressur können Sie die Leber in ihrer Arbeit unterstützen. Es gibt viele verschiedene Punkte. Für den Hausgebrauch setzt man am besten auf eine Abfolge zweier einfacher Punkte. Sie liegen an den Beinen und werden möglichst auf beiden Seiten zugleich mit festem Druck eines Fingers für etwa eine Minute massiert, wenn Sie Beschwerden haben auch täglich für zwei oder drei Minuten je Punkt, was natürlich eine medizinische Behandlung nicht ersetzt, aber sehr wohl unterstützen kann.

Akupressurpunkt für Leber am Fuss1. Der erste Punkt liegt auf der Fußoberseite, zwei Daumenweiten hinter der Stelle, wo Großzeh und zweiter Zeh sich trennen. Kommen Sie mit den Finger nicht bequem hin, drücken Sie den Punkt einfach mit dem hinteren, runden Ende eines langen Bleistifts.

Akupressurpunkt für Leber am Bein

2. Legen Sie Ihre Hände im Sitzen, Beine im rechten Winkel gebeugt, auf die Kniescheiben. Etwa wo der Ringfinger liegt, können Sie eine Vertiefung ertasten. Möglichst an beiden Seiten zugleicht kräftig mit je einer Fingerkuppe für ein oder zwei Minuten pressen.

Autor: Amalie für CSN – Chemical Sensitivity Network, 17. Juni 2009

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Schlafstörungen? Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung? Natürliche Hilfe!

Gute Nacht

Schlafstörungen waren für nahezu jeden schon mal ein leidiges Thema. Egal, ob heiße Sommernächte oder aufgeriebene Nerven den Schlaf vermiesen, die Folgen von Einschlafstörungen, Schlaflosigkeit und von ständigem Aufwachen, unterbrochenen Nächten sind bekannt: Müdigkeit, Erschöpfung, Nervosität, Verspannungen…

Natürliche Alternativen zum Einschlafen statt Pillen
Wie also findet man in einen erholsamen Schlaf? Natürlich gibt es Medikamente, die das Einschlafen oder Durchschlafen erleichtern. Einige davon wirken wie Betäubungsmittel, während andere wie Psychopharmaka oder Antihistamininka, also die Antiallergiemittel, die müde machen, wirken. Schlafmittel sind teilweise verschreibungspflichtig und fallen unter Betäubungsmittelgesetz. Das hat auch seinen Grund. Regelmäßig eingenommene Schlafmittel können die Gesundheit massiv schädigen und abhängig machen wie Drogen. Auch pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen haben.

Schlafmittel sind also keine Lösung, zumindest keine dauerhafte. Doch wie soll man sonst wieder in Ruhe schlafen können? Es gibt natürliche Hilfe. Sowohl, um Ihren Schlaf dauerhaft erholsamer und gesünder zu machen, als auch, um heute Nacht, wenn die Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen Ihnen wieder die Ruhe rauben, entspannt einzuschlafen.

Rahmenbedingungen für erholsamen Schlaf
Erst mal sollten die Rahmenbedingungen stimmen. Idealerweise sind es im Schlafzimmer zwischen 18 und 20 Grad, also angenehm kühl, auch wenn wir im heißen Sommer oft nur davon träumen können. Krach und Helligkeit sind allerdings noch deutlich wirksamere Störenfriede. Ab einer bestimmten Lautstärke oder Helligkeit schläft man einfach kaum noch ein. Was also tun? Tür zu und Laden runter! Aber bitte nicht vergessen, vorm Schlafengehen noch mal zu Lüften, denn in guter Luft schläft es sich besser als im stundenlang abgestandenen Mief. Wenn es absolut nicht geht mit der lauten Musik der Nachbarn oder dem trotz der Läden einfallenden Licht helfen Schlafmaske und Ohrstöpsel. Ohrstöpsel, aber bitte gute aus der Apotheke kaufen – die einfache Watte im Ohr kann sich in den Gehörgang schieben und dort unangenehme Verstopfungen verursachen, die der HNO-Arzt hinterher wieder herausholen muss! Eine Schlafmaske sollte weich sein, möglichst aus Baumwolle, und keine dekorative, aber kratzige Spitze haben.

Schlaf ohne Stress
Und: machen Sie sich keinen Stress mit dem Schlafen. „Der gesündeste Schlaf findet vor Mitternacht statt!“ Das hat jeder schon mal gehört. Unser Schlaf richtet sich nach unseren Lebensgewohnheiten. Es hängt von unserem Beruf und dem Umfeld, in dem wir leben, ab, ob wir von zwei Uhr nachts bis neun Uhr morgens schlafen oder mit den Hühnern ins Bett gehen und mit dem ersten Hahnenschrei aufstehen. Schichtarbeit oder kleine Kinder bringen den Schlaf-Wach-Rhythmus sowieso durcheinander. Also kommt es darauf an, dass jeder seinen eigenen Rhythmus findet.

Dem Steinzeitgehirn entgegen gehen
Viel wichtiger als solche Volksweisheiten, die soviel aussagen wie die Bauernregeln übers tatsächliche Wetter, ist, dass Sie Ihre eigene Regelmäßigkeit in ihren Schlafalltag bringen. Es stimmt: Der Körper stellt sich auf Gewohnheiten ein. Erste Regel ist: Das Bett ist zum Schlafen da, nicht als Sofa oder Ablage. Wenn sich das nicht realisieren lässt, dann versuchen Sie, das Bett tagsüber zum Sofa und nachts zum Bett zu gestalten, zum Beispiel in dem es mit einer Tagesdecke zum Sofa wird, und nur mit Kissen und Decken ausschließlich als Bett dient. Wer viel in Hotels übernachtet, kann sein eigenes Kissen mitnehmen. Sie sehen: Es geht darum, dass unser gewohnheitsbestimmtes Steinzeitgehirn etwas fest mit Schlafen verbindet, also z.B. „Sie liegt auf diesem Kissen“ – “ Aha, es ist Schlafenszeit!“

Schlafförderndes Betthupferl
Wer dazu neigt, nicht einzuschlafen, sollte sich noch ein kleines Abendritual, ein schlafförderndes Betthupferl, angewöhnen. Sicher denken Sie gleich an das Glas heiße Milch mit Honig. Allerdings sollten Sie bedenken, dass ein Fünftel der Bevölkerung keine Milch verdauen kann – und sich in Folge erst recht aufgekratzt fühlt. Eine kleine, leichtverdauliche Mahlzeit ist dagegen eine gute Idee. Sie sollten abends auf Mahlzeiten verzichten, die Ihnen zu schwer im Magen liegen, denn eine schwer arbeitende Verdauung, die sich um viel Fleisch oder Rohkost kümmern muss, stört die Nachtruhe. Neben schweren Mahlzeiten stören auch Kaffee, Tee und Cola den Schlaf. Verzichten Sie also ab dem späten Nachmittag darauf! Optimal: ein leichtes Abendessen einnehmen, etwa das klassische belegte Brot, und kurz vorm Bettgehen eine Kleinigkeit, die Sie mögen und genießen, zum Beispiel eine Banane, die enthält sogar Stoffe, die entspannend und beruhigend wirken.

Ihr Betthupferl kann sein, was Ihnen gefällt – Hauptsache, Sie machen es immer vorm Schlafengehen, damit das besagte Steinzeitgehirn Schlafen damit verknüpft. Gehen Sie nach Ihren Bedürfnissen. Es sollten wenigstens zehn Minuten sein, in denen Sie zur Ruhe kommen – also keine Musik, Fernsehen oder ein nervenaufreibender Krimi. Schon eher eine gute Tasse Kräutertee, die zehn Minuten Dehnübungen gegen die Verspannung oder die paar Seiten Lesen in einem Buch, das Ihnen schöne Gedanken in den Kopf bringt. Hauptsache, sie gehen entspannter und zur Ruhe gekommen ins Bett.

Ein Geheimtipp: Für warme Füße sorgen
Neben diesen Tipps gibt es noch viele kleine Hilfen beim Einschlafen. Haben Sie schon mal überlegt, ob Sie wegen der kalten Füße nicht einschlafen? Wie wäre es als Betthupferl mit einem kurzen, warmen Fußbad oder einfach einer Wärmflasche an den Füße, warmen Socken oder ein wenig Fußgymnastik um die Durchblutung anzuregen? Sind die Füße warm, schlafen Sie sicher viel besser!

Deeeeehnen
Können Sie nicht einschlafen, weil Sie einfach nicht zur Ruhe kommen und Ihnen der Tag noch sprichwörtlich in den Gliedern steckt, schwere Beine, ein verkrampfter Rücken und ein dicker Kopf nerven? Eine kleine Übung kann Ihnen das Entspannen erleichtern. Legen Sie sich auf den Rücken und legen Sie die Beine gestreckt an der Wand hoch, das Gesäß ist möglichst nah an der Wand. Die Arme liegen seitlich neben dem Körper. Nun einfach entspannen, ruhig durchatmen und an etwas Schönes denken! Schon drei Minuten in dieser Haltung entspannen. Hinterher ziehen Sie einfach die Knie zur Brust, machen sich zum „kleinen Paket“, das dehnt den Rücken. Dann einfach in eine bequeme Liegeposition drehen. Entspannende Dehnübungen finden Sie auch in diesem Blog:

Blogtipp: Natürliche Hilfe gegen Nackenverspannung, Rückenschmerzen, Hohlkreuz und Co

Akupressur hilft oft bei Schlafstörungen
Auch Akupressur bietet Hilfe bei Schlafstörungen. Sehr wirksam ist der Punkt genau in der Mitte zwischen den Augenbrauen. Massieren Sie ihn einfach kreisend ein paar Minuten, am besten mit dem rechten Mittelfinger.
Akupressurpunkt an der Hand zum EinschlafenEinen weiteren Punkt finden Sie am Handgelenk. Er liegt innen, auf der Handgelenkslinie, auf der Kleinfingerseite. Dort fühlen Sie eine Vertiefung, legen Sie einen Finger dorthin und drücken Sie für einige Minuten. Dann auf der anderen Seite.

Diese zwei Punkte haben sich als die wirksamsten bei Schlafstörungen erwiesen. Sie können beide oder nur einen drücken, so wie es Ihnen gut tut. Oft bringen schon eine oder zwei Minuten Akupressur erstaunlich gute Ergebnisse!

Bewegen statt Couchpotato
Bedenken Sie auch: Bewegungsmangel kann eine Ursache für Schlafstörungen sein. Sie müssen deshalb keinen anstrengenden Sport treiben, wenn Ihnen nicht danach ist. Es bringt schon viel, z.B. kleine Wege mit dem Fahrrad zu erledigen. Kleine Einkäufe, Briefkasten, Post… Da kann Ihnen das Fahrrad sogar Zeit und Nerven sparen, weil Staus, Parkplatzsuchen und Miniparkplätze wegfallen. Wer unter Schlafstörungen leidet, kann von Spaziergängen oder Ausdauersport profitieren – zweimal die Woche eine halbe Stunde reichen schon. Sie haben kleine Kinder? Prima, denn es tut auch Ihren Kindern gut, mal wieder etwas frische Luft zu bekommen. Manchmal dürfen Eltern sogar mitspielen, wenn Kinder draußen toben. Berufstätige profitieren davon, die Mittagspause mit dem Brötchen an der frischen Luft zu verbringen oder den Weg zur Arbeit mit dem Rad zurückzulegen.

Eine angenehme und erholsame Nachtruhe wünscht

Eure Amalie

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Kopfschmerzen und Migräne – Alternative Behandlung statt chemische Medikamente

Migräne, Kopfschmerzen ohne Ende

Kopfschmerzen und Migräne natürlich behandeln

Jeder hatte schon mal Kopfschmerzen. Für Viele werden sie allerdings zum echten Problem. Ständige Kopfschmerzen machen den Alltag zur Qual. Doch wer andauernd Schmerzmittel gegen die Kopfschmerzen nimmt, riskiert negative Langzeiteffekte oder gar Tablettenabhängigkeit. Aber was tun? Es gibt auch natürliche Hilfe gegen Kopfschmerzen. Akupressur, spezielle Entspannungs-techniken, Homöopathie kann Medikamente häufig ersetzen. Wie überall gilt hier, dass jeder Patient herausfinden muss, was ihm gut tut.

Häufigste Kopfschmerzart: Spannungskopfschmerzen
Erst einmal gilt es, die Art der Kopfschmerzen herauszufinden. Die häufigste Art von Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerzen. Das ist der übliche Kopfdruck, der typischerweise beidseitig auftritt und sich wie ein Band um den Kopf oder ein Druck von innen anfühlt und auch mit Nackenschmerzen oder anderen Verspannungen einhergehen kann. Stirnkopfschmerz kann durch Verspannungen von Augen und Stirn ausgelöst werden. Die Ursachen sind verschieden: Fehlhaltungen, Stress, Wetterwechsel und Hitze, Schlafstörungen und Müdigkeit… Manchmal tritt Spannungskopfschmerz auch einfach zufällig auf.

Spannungskopfschmerz? Entspannen hilft
Gegen Spannungskopfschmerz ist das Gegenteil von Spannung, nämlich Entspannung, wirkungsvoll. Klassisches Entspannendes BadHausmittel gegen Verkrampfung ist ein warmes Bad. Auch die normale, warme Dusche oder ein warmes Fußbad kann schon Erleichterung schaffen. Das Fußbad bietet sich besonders an, wenn kalte Füße abends beim Einschlafen hindern, die Kopfschmerzen vielleicht dann auftreten oder schlimmer werden und die Müdigkeit am nächsten Morgen den Zustand nicht gerade verbessert. Ein gesunder Schlaf kann das beste Mittel gegen Spannungskopfschmerz sein, Kopfweh wird häufig durch Müdigkeit ausgelöst, wie Sie sicher schon erlebt haben.

Hilfe bei Spannungskopfschmerzen
Schnelle und dauerhafte Hilfe bei Spannungskopfschmerz bietet auch die Entspannung der Schulter- und Nackenmuskulatur durch Dehnung. So geht’s:

1. Verschränken Sie die Hände hinterm Kopf und lassen sie diesen sanft zur Brust sinken, die Hände liegen am Hinterkopf. Aber den Kopf nicht nach unten zerren, das schadet der Halswirbelsäule. Das Eigengewicht der auf dem Hinterkopf liegenden Hände reicht völlig aus. Einige ruhige, tiefe Atemzüge halten.

2. Die rechte Hand auf das linke Ohr oder die Schläfe legen. Nun den Kopf sanft nach rechts neigen, die Hand zieht nicht, sondern liegt nur darauf. Die linke Schulter schön nach unten ziehen. Sie spüren eine angenehme Dehnung in der linken Halsseite. Wieder gilt: sanft dehnen, nicht zerren. Ein paar tiefe, ruhige Atemzüge halten und entspannen, dann dasselbe noch mal zur anderen Seite.

3. Hinsetzen oder stellen. Die Hände hinterm Hinterkopf verschränken und Ellbogen nach hinten ziehen. Die Hände sollten nicht gegen den Hinterkopf drücken. Sie spüren die Dehnung in der Brustmuskulatur. Einige tiefe Atemzüge halten. Ist Ihnen diese Übung zu schwierig, heben Sie einfach die Arme leicht angewinkelt mit den Handflächen nach oben zeigend auf Schulterhöhe. Schultern tief halten, Arme nach hinten ziehen.

Diese Übungen verhelfen Ihnen kurzfristig und dauerhaft zu weniger Verspannungen und besserer Haltung.

Akupressur hilft schnell und effektiv
Akupressur gegen KopfschmerzenSinnvoll bei jeder Art von Kopfschmerz ist ein Punkt, der unmittelbar unterm äußeren Ende der Augenbraue liegt. Sie fühlen eine kleine Vertiefung außen am dort tastbaren Knochen. Drücken Sie den Punkt mit leicht variierender Intensität, nach Gefühl leicht kreisend oder vibrierend mit den Zeigefingern auf beiden Seiten zugleich für bis zu drei Minuten.

Akupressur gegen Kopfschmerzen, DruckpunktWirksam ist auch ein Punkt an der Hand. Der Punkt liegt auf der Mitte des Muskels zwischen Daumen und Zeigefinger. Faust machen, Daumen nach innen, sodass sich ein keiner „Hubbel“zwischen Daumen und Zeigefinger bildet. Der Punkt liegt auf der höchsten Stelle. Kräftige Massage (es kann leicht wehtun, aber wenn es ein richtiger Schmerz ist, drücken Sie zu fest) für 1-2 Minuten je Seite. Drücken Sie nicht in Richtung Daumen, sondern in Richtung Hand, dort liegt ein tastbarer Knochen.

Ihre Kopfschmerzen wurden von Stress ausgelöst oder Sie fühlen sich nervös und Akupressur gegen Kopfschmerzen, Druckpunkt Handaufgekratzt? Dann hilft ein beruhigender Akupressurpunkt. Er liegt auf der Handgelenksfalte, innen am Handgelenk, in einer Linie mit dem kleinen Finger. Sie können eine kleine Vertiefung tasten. Erst auf der einen, dann auf der anderen Seite einige Minuten massieren. Merken Sie sich diesen Punkt auch, wenn Sie öfters nicht schlafen können, er hilft, zur Ruhe zu kommen.

Wiederholen Sie die Akupressur alle 15-30 Minuten oder so oft wie Sie es brauchen, bis die Beschwerden wieder weg oder viel besser sind.

Frische Luft ist unerlässlich
Wenn die Kopfschmerzen nicht zu schlimm sind, kann ein lockerer Spaziergang oder auch jede andere Bewegung an der frischen Luft entkrampfen und den Kopf wieder frei machen. Versuchen Sie, jeden Tag ein paar Minuten nach draußen zu kommen, ein kleiner Spaziergang im Park oder die Fahrradfahrt zum Einkaufen sind schon ein großes Plus für die Gesundheit.

Migräne kann Lebensqualität rauben
Die andere, häufige Kopfschmerzart ist die Migräne. Sie tritt meist als starker, einseitiger Kopfschmerz auf, der von Schwindel, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet wird. Die Ursachen sind etwas komplexer, Gefäße im Gehirn sind betroffen. Auslöser einer akuten Migräneattacke können Verkrampfung, Stress, aber auch Temperaturreize oder Wetterwechsel sein, sie kann aber auch völlig spontan auftreten.

Auslöser für Migräne: Lebensmittel
Denken Sie bei Migräne auch an Lebensmittel als Auslöser, ihren Ruf als häufige „Übeltäter“ haben Schokolade, Rotwein und Käse. Natürlich können die Auslöser auch andere sein. Dauerhaft ist Entspannung vielleicht ein Mittel, um die Zahl der Anfälle zu reduzieren.

Hilfe bei Migräne: Biofeedback, Autogenes Training
Viele Patienten haben gute Erfahrungen mit Biofeedback gemacht, es hilft, die bei Migräne beteiligten Gefäße zu entspannen. Wer es einfacher und ohne den Computer beim Biofeedback möchte, kann Autogenes Training erlernen. Bei Autogenem Training bei Migräne geht es weniger um die psychische Entspannung, die für von ständig durch Kopfschmerzen belastete Patienten positiver Nebeneffekt sein mag, sondern um die gefäßentspannende Wirkung. Es gibt leichterlernbare Formen, die in Büchern für jeden, der es lernen möchte, beschrieben werden.

Hausmittel gegen Migräne
Ein Hausmittel bei Migräne ist ein kaltes Fußbad – auch hier geht es um den Gefäßeinfluss. Aber machen Sie es richtig: Eine kleine Wanne füllen, das Wasser ist so kalt wie Sie es noch ertragen können. Dann kommen die Füße rein, aber nur wenige Minuten. Schön abtrocknen und ins Bett zum Aufwärmen.

Akupressur Helfer in der Not bei Migräne
Auch bei Migräne kann Akupressur zur großen Hilfe werden. Einen Punkt finden Sie zwischen Daumen und Zeigefinger. Akupressur gegen Kopfschmerzen, Druckpunkt UnterarmSie spüren weiches Muskelgewebe. Jetzt schieben Sie Daumen und Zeigefinger noch weiter in Richtung Handgelenk. Den Punkt, an dem die beiden Knochen zusammenlaufen, können Sie fest massieren. Bei einer Migräneattacke beginnen Sie auf der schmerzenden Seite. Diesen Punkt können Sie dreimal täglich auf jeder Hand ein bis drei Minuten massieren, um Migräneattacken vorzubeugen. So können Sie vielleicht die Zahl der Anfälle reduzieren. Ansonsten sind die oben genannten Punkte auch bei Migräne sinnvoll.

Wenn Sie bei Migräne unter Übelkeit oder Schwindel leiden, dann versuchen Sie es zusätzlich mit einem Punkt am Handgelenk, der die Übelkeit lindern soll. Der Punkt liegt auf der Innenseite des Unterarms, auf der Mitte zwischen den beiden hier tastbaren Sehnen. Zwei Daumenbreiten entfernt von der Beugefalte des Handgelenks. Kräftiger, massierender Druck mit dem Zeigefinger oder Daumen, auf jeder Seite 1-2 Minuten.

Homöopathie, bei Migräne ein Versuch wert
Doch auch die Homöopathie ist bei Migräne einen Versuch wert. Probieren Sie es mit dem Mittel Iris versicolor in D6. Bei akuten Beschwerden können Sie es halbstündlich oder viertelstündlich für 2 Stunden nehmen, dann stündlich und wenn die Beschwerden abklingen, alle zwei Stunden bis es Ihnen wieder gut geht. Hilft Iris versicolor nicht, probieren Sie noch Natrium muriaticum D6. Sollten Sie Ihr Mittel so nicht finden, können Sie einen Homöopathen das Mittel für Sie suchen lassen.

Das A und O bei Kopfschmerzen: Gesunde Lebensweise
Egal ob Spannungskopfschmerz oder Migräne, eine gesunde Lebensweise kann Ihre Gesundheit verbessern. Es gibt drei wichtige Punkte, die bei Kopfschmerz eine zentrale Rolle spielen:

Wasser
Trinken Sie mindestens 2 Liter am Tag. Durst, ob wir ihn bemerken oder nicht, kann Kopfschmerzen auslösen. Also Viel Wasser trinken hilft bei Kopfschmerzennehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Im Sommer bei großer Hitze oder wenn Sie Sport treiben, kann der Wasserbedarf ansteigen, auch auf 3 Liter. Doch im normalen Alltag genügen 2 Liter, um den Körper gut zu versorgen. Mineralwasser mit viel entkrampfendem Magnesium ist besonders sinnvoll.
Und: Wasser ist besser als große Mengen von koffeinhaltigen Getränken (Kaffee, Cola, Schwarzer Tee), denn diese machen auch bei Müdigkeit nichts besser, weil sie dann den Schlaf der nächsten Nacht stören. Außerdem – Kaffee ist als häufiger Kopfschmerzauslöser bekannt.

Frische Luft
Bewegung und schön viel Sauerstoff können Kopfschmerzen bessern und vorbeugen. Der Gang zum Briefkasten und der Weg mit dem Fahrrad zählen ebenso wie ein kleiner Spaziergang. Sie können Sport treiben, wenn es Ihnen gefällt, aber jedes bisschen Bewegung an der Luft zählt. Zusätzlich kann Gefäßtraining durch Kneippsche Güsse helfen, die allgemeine Gesundheit zu verbessern. Die Warm-Kalt-Reize sind besonders sinnvoll für wetterfühlige Kopfschmerzpatienten.

Schlaf
Versuchen Sie, möglichst gut und erholsam zu schlafen. Der Schlaf lässt sich oft durch kleine Veränderungen verbessern. Sehen Sie zum Beispiel nicht direkt vorm Schlafengehen noch lange fern, das hält das Gehirn auf „Wach-Modus“. Sie finden selbst heraus, was Sie am besten entspannt, ein paar Seiten lesen, Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder ein bisschen Gymnastik, die ruhige Lieblings-CD… Es geht einfach darum, etwas zu finden, das Ihnen hilft, vorm Schlafengehen etwas ruhiger zu werden und Sie nicht hellwach oder überdreht schlafen gehen.

Schlafen hilft gegen KopfschmerzenVersuchen Sie, möglichst dunkel zu schlafen. Wenn dies mit heruntergelassenen Fensterladen und Licht aus nicht ganz funktioniert, denken Sie über eine Schlafbrille nach. Zudem sollte das Schlafzimmer kühl sein, zumindest nicht überheizt. Außerdem: Wer nachts mit Heizung schläft, den erwartet morgens oft ein dicker Kopf. Also Heizung vorm Bettgehen ausdrehen. Durch die Temperaturunterschiede im Zimmer stört sonst nicht nur die hohe Temperatur, sondern auch die ständig umgewälzte Luft den Schlaf, auch wenn Sie dies wach nicht bemerken.

Den Morgen am besten mit einem großen Glas Wasser beginnen und, wenn’s geht am offenen Fenster, noch mal ausgiebig strecken.

Bedenken Sie, dass eine natürliche Behandlung für die meisten Kopfschmerzen sehr hilfreich sein kann, doch sehr häufige Kopfschmerzen, vor allem wenn sie stark sind und noch andere Symptome dazukommen, sollten vom Arzt untersucht werden. Denn auch wenn Kopfschmerzen meist harmlos sind, können sie doch auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hindeuten.

Gute Besserung wünscht
Amalie

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