Die nuklearmedizinischen Verfahren PET und SPECT weisen bei MCS-Patienten Veränderungen im Gehirn nach

SPECT und PET -Scan häufig auffällig bei MCS Patienten

 

Eine Reihe wissenschaftlicher Studien belegen, dass bei einem Teil der Patienten mit MCS – Multiple Chemical Sensitivity Veränderungen im Gehirn vorliegen. Der Nachweis wurde mittels der bildgebenden radiologischen Untersuchungen PET oder SPECT erbracht. Bei einigen der Studien setzte man die Patienten Chemikalien aus, um die nach der Exposition folgende Veränderung zu dokumentieren. Die jüngste Studie, die belegte, dass MCS Patienten Auffälligkeiten im Gehirn aufweisen, ist gerade einen Monat alt und wurde von der Universität Barcelona durchgeführt. 

Thommy’s MCS – Blogfrage der Woche

  • Habt Ihr ein PET oder SPECT Scan durchführen lassen?
  • Hat man Veränderungen bei Eurem Gehirn festgestellt?
  • Wie schwerwiegend sind die Schädigungen, die bei Euch festgestellt wurden?
  • Korrelieren die Schädigungen mit den Funktionseinschränkungen in Eurem Alltag?
  •  Habt Ihr einen Provokationstest durchlaufen? Wie war das? Mit welcher Chemikalie wurdet Ihr exponiert?
  • Zeigten die radiologischen Aufnahmen einen Unterschied vor und nach der Exposition?

6 Kommentare zu “Die nuklearmedizinischen Verfahren PET und SPECT weisen bei MCS-Patienten Veränderungen im Gehirn nach”

  1. Silvia 25. November 2009 um 13:42

    Bei mir wurden SPECT und PET durchgeführt. Beides war hochpathologisch. Zusammen mit psychometrischen Tests, die in Deutschland und in USA durchgeführt wurden, ließen sich die Schädigungen und deren Auswirkungen regelrecht wie aus dem Schulbuch darstellen. Später wurde noch ein Kernspin durchgeführt, es zeigte ebenfalls Schädigung.

    Das SPECT und das PET habe ich recht gut weggesteckt, ich hatte kaum Symptome. Eine Provokation habe ich nicht durchführen lassen, dazu war ich zu krank und es wäre zu riskant gewesen.

    Das Kernspin löste schwere Symptome aus, u.a. Schwindel, Migräne, Schüttelfrost, Erbrechen und über Stunden anhaltende Bewusstlosigkeit.

    In meinen Verfahren und Prozessen wurden die Untersuchungen berücksichtigt. Auch bei der Einstuftung der Behinderung flossen sie mit ein.

  2. Lukas 25. November 2009 um 15:50

    Liebe Silvia,

    mein Hirn-PET war auch hochpathologisch ausgefallen, SPECT weniger dramatisch als PET. MRT zeigte auch deutliche Schäden.

    Provokationen wurden nicht extra vorgenommen, aber wir werden durch die Umwelt ja schon genügend provoziert…

    Ich denke, dass es schwierig sein wird mit Aufnahmen von sowohl vor als auch nach Provokation, denn so ein PET z. B. stellt ja eine enorme Strahlenbelastung für das Hirn dar, weshalb die Untersuchung ja auch frühestens nach fünf Jahren wiederholt werden sollte. Da wird sich also kaum jemand freiwillig in kurzem Abstand dieser schädigenden Prozedur unterziehen wollen.

    Meine Erfahrungen sind leider dahingehend, dass trotz meiner aussagkräftigsten Befunden, die auch sogar noch genau den Lehren von Triebig und Lehnert (die uns ja bekannter- und üblicherweise eher Übles wollen) entsprechen, diese Untersuchungsergebnisse von Versicherungen und Gerichten mit aller Gewalt unter den Tisch gekehrt werden! Aber noch lasse ich nicht locker…

    Liebe Grüße und Dir alles Gute
    Lukas

    P.S.:
    Ich muss Dir auch noch vom letzten Gutachtertermin berichten… vielleicht rufe ich die Tage mal wieder an…

  3. Eva Caballé 25. November 2009 um 16:44

    Today I have finally translated into Spanish the study “Brain dysfunction in MCS” done by Dr. Orriols and other doctors at Hospital Vall d’Hebrón from Barcelona.
    Yesterday Dr. Orriols appeared in TV3 (national television from Catalonia) explaining this study and he told that MCS is not a psychological illness. I have also posted this video (in Catalan). http://nofun-eva.blogspot.com/2009/11/disfuncion-cerebral-sensibilidad.html

    Regards,
    Eva

  4. Sina 26. November 2009 um 02:09

    Tagchen Miteinander,

    Also, ich habe auch eine PET-Untersuchung vom Gehirn durchführen lassen, und man hat Veränderungen festgestellt. Es sind nicht gerade leichte Veränderungen. Ich merke es ja auch an meinen Symptomen, den Kopfschmerzen, dem Schwindel und die heftigen Reaktionen auf die (Alltags-)Chemikalien auch mit Benommenheit, um nur einiges zu nennen.

    Die Untersuchung ansich empfand ich nicht als schlimm. Man muß ja nur mit dem Kopf in eine Röhre; der ganze andere Körper ist frei.

    Mehr fällt mir gerade nicht dazu ein.

    Viele Grüße von Sina

  5. weißer Magier 26. November 2009 um 21:58

    Bei meiner Frau wurde ein PET erstellt: Lauter schwarze Löcher wie bei einem Schweizer Käse.
    „Schwere und ausgedehnte Störung der Glukoseutilisation, … entsprechende Beeinträchtigungen in fast allen Gehirnarealen.“

    Das allerschlimmste ist, dass manche Ärzte mit dem PET gar nichts anfangen können. Bei Begutachtungen ist, so ist auch unsere Erfahrung, wird es bewusst ignoriert. (Mein Eindruck: Man will sich ja keine Blöße geben.)

    Bitter ist, Kommentare von Ärzten (!) zu hören wie „das sind ja schöne bunte Bilder!“. Was die Schädigung für die Betroffenen im Alltag bedeutet, interessiert weiter nicht. Denn es ist nun mal nicht so, dass die schweren Schäden äußerlich sichtbar sind. Keiner läuft dauernd mit einem Kopfverband herum. Also: Wo nichts zu sehen ist, ist (vermeintlich) auch nichts: „Das kann ja gar nicht so schlimm sein!“
    Ein anderer Mitmensch meinte zu meiner Frau „das kann ja gar nicht sein, da müsstest du ja völlig debil sein.“

  6. Mary-Lou 26. November 2009 um 22:29

    Bei der Befundbesprechung meines PET sagte mein behandelnder Arzt, das Ergebnis ist katastrophal.

    Die Mehrheit meiner damaligen Gutachter schauten über mein PET, wie auch über andere fundierte Befunde hinweg. Allerdings denke ich, dass die PET Untersuchung letztendlich doch etwas gebracht haben muss, da mir EU-Rente bewilligt und die Schwerbehinderung für MCS anerkannt wurde.

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