Krankenhäuser, Kliniken, Alten- und Pflegeheime auf MCS nicht vorbereitet

MCS, die große Unbekannte in der Medizin?

Eine einzige Klinik gibt es in Deutschland, die Krankenzimmer für Patienten mit MCS, multipler Chemikaliensensitivität, bereitstellt. Unter den Alten- und Pflegeheimen in unserem Land ist kein Heim bekannt, dass MCS-gerechte Unterbringung anbieten könnte.

Studien gehen davon aus, dass ca. 15% der Bevölkerung unter MCS leidet. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein, denn Ärzten ist die Hypersensitivität auf Chemikalien zumeist unbekannt.

MCS kann zwar als Behinderung anerkannt werden, die Behörden mauern jedoch in den meisten Fällen und obwohl für MCS ein ICD-10 existiert, wird der Code selten angewendet. Patienten, die schwere Chemikaliensensitivität haben, stehen somit vor einem kaum lösbaren Problem, wenn sie in eine Klinik müssen oder ins Alten- und Pflegeheim.

Gründe, weshalb MCS ignoriert wird:

  • MCS und Umweltkrankheiten sind bei den Krankenkassen kaum abrechenbar
  • MCS passt nicht in unsere Gesellschaft, die auf raschen Konsum ausgerichtet ist
  • MCS prangert die Existenz von Umweltverschmutzung und schadstoffbelasteten Innenräumen, Arbeitsplätzen und Produkten an
  • MCS ist keine Krankheit, an der man viel verdienen könnte
  • MCS ist Verursachern ein Dorn im Auge

Thommy’s Blogfrage der Woche

  • Haben an MCS Erkrankte kein Recht auf medizinische Versorgung?
  • Wie kann erreicht werden, dass Krankenhäuser, Kliniken, Alten- und Pflegeheime sich mit MCS beschäftigen und adäquate Räumlichkeiten, sowie angemessene Betreuung anbieten?
  • Kann MCS bei einem Aufenthalt in einer Klinik oder im Alten- und Pflegeheim ignoriert werden?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um eine Übergangslösung in Krankenhäusern, Kliniken, Alten- und Pflegeheimen zu schaffen?

9 Kommentare zu “Krankenhäuser, Kliniken, Alten- und Pflegeheime auf MCS nicht vorbereitet”

  1. Maus 22 3. Oktober 2012 um 18:33

    Hallo, ich weiß nicht, was man dazu schreiben soll, da wir alle wissen, dass wir nicht in eine Klinik gehen können (die einzige MCS geeignete Klinik ist leider 600 km weit weg). Was ich noch schlimm finde, ist dass wir kein Recht auf medizinsche Versorgung haben. Meine Krankenkasse verweigert schon seid Jahren eine Behandlung mit Antidot. Auch notwendige Mineralien und Sauerstoffmasken werden von der KK nicht übernommen.
    Eine Aufnahme in ein Alten- oder Pflegheim kann ich mir nicht vorstellen. Ich weiß auch nicht wie das werden soll, wenn ein Angehöriger von mit dort hin muss. Das sind alles so Sachen, an die ich gar nicht denken möchte und weit vor mir herschiebe.

  2. PappaJo 4. Oktober 2012 um 11:52

    Mit MCS hört das Leben, hier in Deutschland, zwangsläufig auf! Man kann es ja nicht „Leben“ bezeichnen wenn man keine Therapie und Hilfe erhält, kein Geld hat sich selbst zu helfen (PETER HARTZ und den BGs sei Dank!), sich nicht frei bewegen kann da schon fast jeder parfümiert unterwegs ist, in kein Geschäft kann und keinen Supermarkt, kaum noch Kleidung und Möbel verträgt, kaum frische Luft atmen kann, in die Soziale Isolation getrieben wird und wenn man sich dann doch mal aufrappelt und sich um Hilfe bemüht nur dumme Sprüche hört, gerade auch von den sozialen Anlaufstellen.

    Und ohne Moos ist man zum Nichtstun verdammt.

    Ich schrieb es ja schon mal, wir sind die Wiederholung der Geschichte, die modernen Aussätzigen! Wenn das mal keine biblischen Strafen nach sich zieht.

  3. Twei 4. Oktober 2012 um 19:23

    1.) MCS Erkrankte haben ein Recht auf Versorgung. Dieses schreibt alleine schon die UN-Behindertenrechtskonvention vor. Inklusion von Behinderten – kann ja nicht nur heißen, dass man Behinderten einen Arbeitsplatz beschafft!

    Wie auch bei MCS? – wenn man keine Räumlichkeiten, Mitmenschen, Möbel und Gerätschaften aufgrund der chemischen Ausdünstungen verträgt.

    Und so verhält sich das auch beim Besuchen in Krankenhäusern, Kliniken, Behörden usw. – Dieses sind Räumlichkeiten, die ich Überhaupt nicht betreten kann, weil ich sonst heftigste Symptome und tagelange Nachwirkungen erleiden muß.

    Zu Behörden muß deshalb ein „Betreuer“ für mich gehen.

    Nur einen Hausarzt und einen Zahnarzt kann ich unter schwierigsten Bedingungen so gerade eben besuchen – aber möglichst NIE.
    Dieses Glück haben die wenigsten Umwelterkrankten, da ein solcher Arzt auch zu Fuß erreichbar sein muß. Denn öffentliche Verkehrsmittel und Taxis können aufgrund der Chemikalien ebenfalls nicht benutzt werden.

    Und einen Arzt muß man erst einmal finden, der bereit ist auf eine MCS und-oder Duftstoffallergie Rücksicht zu nehmen. Leider mußte ich viele schlechte Erfahrungen sammeln. Es wurde mir eine gesetzliche Patientenaufnahme verweigert, eher geraten zu einem Psychiater zu gehen oder auch schon Hausverbot erteilt, weil ich im Treppenhaus warten wollte, anstelle im parfümierten Wartezimmer (der Gesundheitsbedingt nicht zu tolerieren war).

    2.) Vielleicht müßte man sich telefonisch erkundigen, wer der örtliche Behindertenbeauftragter ist und ihm die Situation vermitteln. Bei Verweigerung dessen sich an den Bürgermeister und den Stadtrat wenden.

    So wie bisher, kann es auf jeden Fall nicht weitergehen!
    Im Erstfall wird eine medizinische Versorgung notwendig, die über die hausärztliche Kompetenz liegt.

    Es wird ein örtliches Krankenhaus benötigt, wo MCS-Erkrankte und oder auch Umwelterkrankte, in allen Facharten zu behandlen sind.

    Denn Allergologen, Orthopäden, Lungenfacharzt usw. – alles müßte im Notfall von einem UMWELTKRANKENZIMMER aus gehandhabt werden können. – Ein adäquater Krankentransporter ist auch nicht zu vergessen.

    DER Behindertenbeauftragter hätte meiner Meinung nach sich darum zu kümmern, dass Krankenversorgung, Alten- und Pflegeversorgung im Ort eines Umwelterkrankten gemanagt also umgesetzt wird. Zudem wäre er die Person, welche kompetente Instruktionen an einen Kassen-Hausarzt und -Zahnarzt in der unmittelbaren Umgebung des Patienten zu vergeben hätte.

    Ein Umwelterkrankter kann aus seiner Notlage heraus und dann schon gar nicht in einem Notfall, alleine gegen die Unaufgeklärtheit von Ärzten, Einrichtungen und Behörden ankämpfen.

    Und wie gesagt, wenn der Behindertenbeauftragter eine Umsetzung der Hilfe behindert, dann bleibt uns nur der Weg sich schriftlich an den Stadtrat und Parteien zu wenden…. (und das als erkrankter Mensch?…).
    Eventuell Petitionen stellen und öffentlich auf den örtlichen oder bundesweiten Mißstand aufmerksam machen.

    Es könnten auch Briefe mit Informationsmaterial an die Leiter von Krankenhäusern gesendet werden.
    Wichtig finde ich die Krankenhausleitlinien aus den USA und deren staatlichen Bestrebungen für MCS und Umwelterkrankte eine adäquate Umsetzung der Behindertenrechtskonvention zu garantieren – darauf sollte hingewiesen werden.

    3.) MCS kann bei einem Aufenthalt in einer Klinik oder im Alten- und Pflegeheim nicht ignoriert werden.
    Es wird sonst vermutlich einen Husten- und Erstickungsanfall geben, Ohnmacht, Nichttolerierung von Essen, drastische Gewichtsabnahme, völlige Einschränkung des Denkvermögens, Entzündung des Nervenzentralsystems und-oder ähnliche Gesundheitsverschlechterungen bis hin zur Todesfolge!
    — Und alles nur wegen Desinfektionsmitteln und Duftstoffen bzw. deren beinhaltenden Chemikalien.

    4.) Die ersten Erfahrungen in der Schaffung eines UMELTKRANKENZIMMERS wurde in einer Hamburger Klinik geschaffen. Diese Klinik könnte in der Planung und Umsetzung dessen mit einbezogen werden.
    Langjährige und tatsächlich adäquate Ratschläge dürften aber die MCS-Kliniken in den Vereinigten Staaten erteilen können. Jene Kliniken bieten auch umfassende Lehrgänge zum Umgang mit MCS-Patienten und Umwelterkrankungen an.
    Vor Ort lebende MCS-Erkrankte, Organisationen, Selbsthilfegruppen und Initiativen sollten dabei auch nicht Außen vor bleiben.

    Es bräuchte nur ein kleiner abgelegener Teil einer Klinik umgebaut und von dem Rest des Gebäudes abgekapselt werden. Dafür stehen Baubiologen zur Verfügung, welche mit der Umsetzung beauftragt werden könnten. Ein CLEANROOM muß geschaffen werden!
    Oder man stellt auf dem Klinikgelände einen MCS-Wohnkontainer hin und eventuell einen 2. in dem Operationen stattfinden könnten.
    Eventuell läßt sich ein gesonderter Zugang zu einem geeigneten bestehenden Operationssaal schaffen.
    Ein solcher Operationssaal ist dann selbstverständlich schadstoffarm vorzubereiten.

    Es geht alles – wenn man nur will.

  4. Amazone 4. Oktober 2012 um 22:33

    Ich verweise in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Antwort von Herrn Hüppe. Nachzulesen unter:

    http://www.csn-deutschland.de/forum/showthread.php?id=19064#ftop

  5. Eike 4. Oktober 2012 um 22:39

    Immer wieder muss man die Erfahrung machen, dass Ärzte, vor allem auch solche in Krankenhäusern, zugeben, nicht zu wissen, was MCS ist, ja sogar noch nie die Bezeichung MCS gehört zu haben.

    Hier hilft nur Aufklärung im großen Stil.
    Infomaterial müsste z.B. in Krankenhäusern, Pflege-und Altenheimen verteilt werden.

  6. Clarissa 8. Oktober 2012 um 08:19

    MCS wird einfach als nicht existent betrachtet, denn wenn man das offiziell zugeben würde,müsste man ja im Umkehrschluss auch zu geben,das man die Menschen mit diversen Stoffen die man für unbedenklich erklärt hat, krank gemacht hat.Jetzt überlegen wir mal kurz; wer ist schon so blöd und sägt den Ast ab auf dem er selber sitzt? KEINER!

    Ich habe letztes Jahr erlebt,was es heißt wenn man in eine Klinik müsste. http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/15/tag-beim-kieferchirurgen-und-der-mund-kiefer-gesichtsklinik-der-charite/

    Es sah so aus, dass die große Charité solange alles verzögert hat bis es richtig schlimm bei mir wurde und mich abgewimmelt und an Zahnärzte vor Ort verwiesen hat.Ich hatte dann unverschämtes Glück, das ich an eine Oralchirurgin kam,die sich sich damit im Schnelldurchgang vertraut gemacht hat und alles versucht hat das es mir so gut wie möglich ging und so gut ging es mir schon lange nicht mehr in einer Arztpraxis. Alte Räume, altes Inventar, Blechschränke, altes Parkett, Fenster die man sogar im Winter bei Minusgraden geöffnet hat,die Ärztin und Helferinnen haben sich ein Jacke übergezogen damit sie nicht so frieren.

    Man sieht mit etwas guten Wille und dem Wunsch, Menschen wir mir zu helfen, geht so einiges.

    Nur eine richtige Lösung ist das im Prinzip nicht,eigentlich müsste so eine riesige Klinik wie die Charité mindestens eine Abteilung haben wo man extrem sensible Allergiker, Asthmatiker und MCS-Kranke behandeln kann.

    Es gibt so viele alte kleine Gebäude auf den Anlagen von div. Krankenhäusern, dort könnte man eines der kleinen alten Häuser umwandeln und für solche Patientengruppen umbauen.

    Betreutes Wohnen, oder gar Pflege müsste man genauso verfahren oder abseits einen Einödhof entsprechend umbauen und betreiben, aber leider haben mindestens 15% der Bevölkerung keine Prominenten Fürsprecher geschweige den eine Lobby. Die Leute die uns krank gemacht haben, sind hingegen sehr gut organisiert und sind durch mächtige Lobbylistenverbände stark vertreten.

    Ich befürchte es muss erst bekannte Persönlichkeiten und Politiker treffen und man müsste viel mehr Menschen mit Atemmasken, MCS-Schleifen, T-Shirts, Magnetfolien etc. auf dem Auto sehen und wenn wir die Schallgrenze von 50% überschritten haben, erst dann besteht Handlungsbedarf aber dann ist es viel zu spät, dann ist Deutschland bankrott und keiner ist mehr da der dann noch etwas machen kann!

    Vielleicht werden wir dann vor die Wahl gestellt ob wir die rote oder die blaue Pille nehmen.

    Zur kleinen Erinnerung: rote Pille= leben in der „realen“ aber auch Post Apokalyptisch Welt, blau= weiterhin unwissend in der „heilen“ Matrix leben und dort ein besseres Leben führen.

    Geschrieben von Thorshammer auf http://archiv.raid-rush.ws/t-285545.html

  7. Michael 8. Oktober 2012 um 22:20

    Leider wird selbst ein MCS – Ausweis und ein zusätzlich mündlicher Hinweis darauf in Arztpraxen einfach ignoriert. Man liest sich nicht einmal den Ausweis durch und lässt mich dann bis zu einer Stunde im vollen Wartezimmern sitzen.

    Die Klinik in Offenbach, vor 6 Jahren (!) neu gebaut, muss sich im Internet informieren, was MCS bedeutet. 1985, noch in der alten Klinik, wurde ich dort beim Ausbruch der Krankheit Noteingeliefert (schwere Unterzuckerung). Nach 5 Wochen wurde ich als gesund und psychisch krank wieder entlassen!

    Die Onkologie – Abteilung der Uni-Klinik in Frankfurt (vor kurzem neu fertiggestellt!)antwortete mir auf meine schriftliche Anfrage vom Januar 2012 nicht, wie man gedenke MCS – Betroffene mit Krebs zu behandeln!

    Meinem ich weiß nicht wievielten neuen Hausarzt,
    gab ich vor zwei Monaten die Info über die drei MCS – Gerechten Betten in Hamburg, mit dem Hinweis, falls mir mal etwas passieren sollte! Arzt inkl. Angestellte sahen mich an wie einen Ausserirdischen und der Arzt meinte, das wäre ja ziemlich weit weg!

    Der Amtsarzt zuständig für das Kreisamt Dietzenbach prüft seit März 2011 meinen Antrag wg. Mehrkosten für Bionahrungsmittel! Erstmal hatte das Amt im Juni 2012 abgelehnt, damit überhaupt was entschieden wurde!!!! Über Monate wurde ich von beiden über den Bearbeitungsstand angelogen, bzw. bekam gar keine schriftliche Antwort!

    Ja, wir leben im 2100 Jahrhundert und sind eine der reichsten fortschrittlichsten Nationen! Wenn die Profite und die Parteigelder fliessen sollen, werden Kranke ganz schnell vergessen!!

  8. Franzi 9. Oktober 2012 um 18:03

    Da sieht man u. a. auch hier mal ganz klar, wie falsch die Prioritäten im Gesundheitswesen gesetzt werden.

    Neue Kliniken bauen können sie, aber „neue“ Krankheiten behandeln, die im Grunde schon seit Jahrzehnten bekannt sein sollten, DAS können sie nicht!

  9. Phönix 30. November 2012 um 21:53

    Hallo.

    Hier eine Erfahrung, die ich gerade in einem Alten- und Pflegeheim machte durfte.

    Vor ein paar Wochen war ich in einem Heim für meine pflegebedürftige, bettlägerige Mutter ein Zimmer ansehen. Schon im Foyer dieses Altenheimes bekam ich Probleme. Habe direkt gemerkt da ist einiges nicht o.k. Dann im Zimmer selbst lag ein schwerer süsslicher Geruch. Ich sprach die Pflegedienstleiterin 2 x darauf an, sie ignorierte! Dann sagte ich ihr, ich sei Chemikaliensensibel, lege aber Wert darauf meine Mutter besuchen zu können, ob es da Lösungen gäbe – da schaute sie mich mit offenem Mund und grossen Augen an. Keine Antwort! Ich fragte abermals … wieder der gleiche Gesichtsausdruck, wieder keine Antwort. Ich verlies dieses Heim nach ca. 20 Minuten. Länger konnte ich nicht bleiben. Eine Stunde später hatte ich Schüttelfrost, bekam Übelkeit und hatte Blut erbrochen. Blut erbrochen hab ich immer wieder mal, so klein wenig, früher als ich noch nicht wusste, dass ich mich von den Stoffen fern halten muss. Ich weiss nicht was dort gesprüht wurde, bekam ja keine Antwort aber es war sehr heftig.

    In dem Pflegeheim wo sie jetzt untergebracht ist, hat man meine MCS auch nicht so wirklich verstanden und wahr genommen, aber wenn ich die Fenster öffne kann ich mich gut 2 Stunden dort aufhalten. Nur die Zimmernachbarin macht dann mecker wegen der Kälte. Eigentlich müsste meine Mutter wegen mir in ein Einzelzimmer.

    Es ist so unglaublich schwierig bis unmöglich mit MCS einigermassen normalen Alltag zu leben.

    *******

    Im letzten Jahr war ich für 2 Tage wegen einer OP hier im Ortsansässigem Krankenhaus. Der Anästhesist ist auf meine Probleme bzgl. Narkose und Sojaöl in Narkose eingegangen, er meinte die Zahl der Sojaunverträglichkeit wächst stark an.
    Und die Ärztin, die mich operierte, wollte mich eigentlich direkt nach Hamburg überweisen wegen der MCS. Meine Zimmernachbarin aber sagte sie würde auf Parfümstoffe verzichten und wir könnten Tag und Nacht die Fenster offen lassen (obwohl November). Da meinte die Ärztin, o.k. wir machen die OP aber wenn es eine grössere Sache wird (war nicht klar ob Wucherungen und wie weit) dann würden sie nicht machen, sondern mich zunähen und nach Hamburg schicken.

    Also ich denke mal die nächste Generation, die ins Alten- und Pflegeheim kommt, ist schon sensibler, als die jetzige. Das heisst die Pflegeheime müssen sich nach und nach auf Allergiker und Chemikaliensensible einstellen. In den Krankenhäusern nimmt man immerhin schon mal Rücksicht und ich denke wenn jemand auf Infusionsschläuche ohne Weichmacher besteht, etc. dann kann das auch realisiert werden, falls man nicht gerade als Notfall ins Krankenhaus kommt.

    Vor 12 Jahre hatte ich eine OP da durfte ich meine Biobettwäsche mitbringen und hatte Aktivkohlemaske + meine Bettwäsche bis in den OP runter.

    Habe aber immer, egal auch bei Magen- und Darmspiegelungen, auf jegliche Beruhigungs- und Schmerzmittel verzichtet, auch vor den OPs nichts eingenommen. Einmal musste ich nach OP Vomex nehmen aber das ging gut.

    Was wir alle machen können ist, immer wieder aufklären und an den Aktionen teilnehmen, wie z.B. Petitionen zur Verbesserung der Situation für Umwelterkrankte mitmachen.

    Vielleicht kann man ja auch die Konzerne der Chemieindustrie anschreiben. Sie verdienen Milliarden damit, Menschen chemisch zu verletzten. Vielleicht gibt es ja irgendwo im Vorstand jemand, der so etwas wie ein Gewissen hat, der die anderen überzeugen könnte, Alten- und Pflegeheime für Chemikaliensensible zu bauen ;o) Da dürfen wir natürlich nicht die jenigen ansprechen, die dafür verantwortlich sind, dass bei uns verbotene hoch gefährliche Chemiekalien weiter produziert und in Länder exportiert werden, wo Menschen ohne Schutz mit „unseren Giften“ arbeiten und keine Krankenversicherung oder soziale Absicherung haben. Weil diese Leuts die das machen können unmöglich ein Gewissen haben!!! (sorry Silvie, konnte mir das nicht verkneifen!)

    Alles wird gut!

    Phönix

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