“Maske auf” – Eine Sekundengeschichte

“Maske auf!”, rief der Mann seiner Frau zu, die einige Meter hinter ihm lief.

“Immer noch?”, hörte er ihre ungeduldige, durch die Maske gedämpfte Stimme.

Der Mann zog intensiv die Luft durch seine Nase und analysierte sie genau, ob sie noch nach einem Parfüm oder Weichspülergeruch der Passanten roch. Er blickte aufmerksam nach vorn, ob nicht ein Passant entgegenkam oder eine Rauchwolke zu sehen war. Erst dann gab er Entwarnung.

Die Frau riss sich erleichtert die Maske vom Gesicht und sog die frische Luft genussvoll ein.

Die Augen des Mannes erspähten von weiten einen entgegenkommenden Passanten. Er wollte gerade “Maske auf!” rufen, doch dann sah er, dass es ein alter Mann war. Die riechen fast nie…

Autor: Gerhard Becker, CSN – Chemical Sensitivity Network, 26. Dezember 2009

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14 Kommentare zu ““Maske auf” – Eine Sekundengeschichte”

  1. yolande 26. Dezember 2009 um 22:07

    Was sunday andeutete, das Aussehen kann täuschen. Von Luxemburg-Stadt bis Echternach d.h. 35 Km lang führt ein Farradweg, den Radfahrer und Spaziergänger sich teilen. Was da alles so mitten im Wald riecht, das kann man sich kaum vorstellen.
    Radfahrer stinken heute nahezu alle bestialisch. Jogger idem. Warum?

    Es gibt neuerdings ein Pflegeset für Funktionskleidung – bestehend aus 3 Flaschen – das benutzen die meisten um die ohnehin giftige Funktion der Kleidung immer wieder neu aufzusprühen. Dann ist da noch ein beduftetes Waschmittel dabei, das andere weiss ich nicht, denn Weichspüler dürfen Funktionskleider nicht haben. Mindestens 100 meter ist die Fahne lang, wenn so jemand vorbeizischt. Eigentlich gibt es sehr wenige Ausnahmen die noch neutral riechen.

    Und auf diesem Weg z.B. merkt man auch, dass Alter vor chemischem Duftgestank keineswegs schützt. Bei uns jedenfalls stinken viele Alte mehr noch als junge, insbesondere Männer. Und diese Produkte hauen jeden um, so penetrant sind sie. Da hilft nur Flucht quer durch den Wald.

    Und dieser Weg läuft ganz nah an unserem Haus vorbei, doch ich kann ihn kaum benutzen, deswegen.

  2. Kobold 26. Dezember 2009 um 23:19

    Lieber Gerhard,

    in Deinen Worten finde ich mich total wieder. Genau so ist es. Im Wald muss ich immer öfter meine Maske anziehen, weil die Spaziergänger immer mehr nach Parfüm und anderen Düften riechen. Die Intensität nimmt ständig zu, so dass meine Atemschutzmaske die Duftschwaden zumeist nicht zurückhalten kann.

    Liebe Yolande,

    es ist genau wie Du sagst, alte Menschen riechen oft noch übler als junge. Vielfach sind es auch Mottenkugeln, die sie scheinbar massenhaft in ihren Schränken liegen haben und bei Frauen zusätzlich ein intensiver Geruch nach Haarspray, der mich fast umhaut.

    Grüsse von Kobold

  3. Sina 27. Dezember 2009 um 02:58

    Ich halte mir einen Schal vor die Nase, wenn`s sein muß.

    Viele Grüße von Sina

  4. Sina 27. Dezember 2009 um 03:06

    Es gibt doch gar keine verträglichen Masken, obwohl ich hab ja bisher nur die billigste von PURENATURE ausprobiert.

    Außerdem traue ich mir es nicht, da wird geschimpft. Bin zu schwach für solche Auseinandersetzungen.

    Außerdem sieht es blöd aus. Obwohl ist reiner Unsinn, was ich da sage.

    Ich trage immer einen Schal um die Nase, wenn`s sein muß oder halt die Nase zu.

    Grüßle von Sina

  5. Monja 27. Dezember 2009 um 11:55

    Tiere, Hippies, Kinder, Greise und Bäume stinken nicht, alle andern ja. Und nur Pennern, Junkies, Punkern, Bettlern braucht man auch nicht aus dem Weg zu gehen, sie riechen höchstens nach Mensch ohne Seife. Auch hier im Seniorenheim gibts leider die lenor-gespülten, haar-gesprayten, deowolken-eingehüllten, rasierwasser-übertriebenen, dove-gebadeten Nix-ahner, die obendrein auch noch ich-will-nix-neues-wissen-Leute sind. Immer wieder kommen diese dummen Antworten: nein, ich bin doch nicht parfümiert, das ist nur Aftershave. Oh Gott, schmeiß Gehirn auf die Erde!
    Herzlichst Monja

  6. Polly 27. Dezember 2009 um 15:09

    Hallo liebe Sina

    Verträgliche Masken gibt es schon, nimm die MCS Maske von PureNature.

    Wenn Du Dich nicht traust eine Maske aufzusetzen, könntest Du in Deinen Schal ein Aktivkohlekissen (gibts als Schutz für Brandfälle)oder Aktivkohlevlies einnähen. Dann bist Du doch ein wenig besser geschützt als nur durch Stoff oder Wolle.

    LG, Polly

  7. Energiefox 27. Dezember 2009 um 15:21

    Hallo Gerhard,

    ein guter Bericht. Ich bin ja nicht an MCS erkrankt, aber solche Berichte sind auch für mich immer lesenwert. Diese Berichte sollten in Schulen vorgetragen werden.

    Monja,

    Kinder stinken nicht, da bin ich mir nicht so sicher. Kleinstkinder denke ich nicht. Meine Neffen 8 und 10 Jahre alt bekamen Duftspray zu Weihnachten (for Man). Ich hab denen gegen Bares das Dreckszeug abgekauft und entsorgt. Ohne Geld wäre es nicht möglich gewesen, die wollten es erst nicht rausrücken. Dem Kleinen ging es sehr nahe, habe etwas aus dem Forum erzält, wie schwer krank es macht. Der sagte schon: “Hör auf, ich kann es nicht mehr hören.

    Gruß Energiefox

  8. Domiseda 29. Dezember 2009 um 15:16

    da ich keine einzige Maske(auch nicht die MCS-Maske)bisher vertragen habe, bin ich dazu übergegangen,immer ein zuvor in Essigwasser getauchtes sehr dünnes Baumwolltuch griffbereit mitzuführen; jedes dickere Gewebe (auch die Kohlefiltervliese)verstärken bei mir den Mangel an Sauerstoffzufuhr

  9. Gerhard Becker 2. Januar 2010 um 19:09

    Ihr Lieben,

    da ich derzeit und sicher auch noch im nächsten Monat Stress hoch drei habe (Renovierung der neuen Wohnung, Renovierung der alten Wohnung, jeweils 2-3 Wochen Arbeitseinsatz am Stück, Umzugsvorbereitungen und Umzug), kann ich mich vorerst immer nur kurz und sporadisch hier “sehen” lassen. Daher auch mein spätes Danke für die vielen Kommentare zu meiner Geschichte.

    Alles Gute wünscht

    Gerhard

  10. Blondie 3. Januar 2010 um 14:59

    Meine Maske kann ich nur bedingt einseten, da ich sehr schlecht Luft kriege. Aber beim Spazieren gehen im Wald habe ich sie immer dabei, um sie sofort parat zu haben, wenn mir Leute entgegenkommen. Leider stinken die Leute heute ja auch im Wald bis zum geht nicht mehr!

  11. Lucie 4. Januar 2010 um 02:00

    Auch ich gehe fast nie ohne meine Atemschutzmaske außer Haus. Doch neulich habe ich sie vergessen und bekam beim Gang durch´s Ort jede Menge Weichspülergeruch und Bezindämpfe ab. Das hat mich völlig umgehauen und hatte lang andauernde schwerwiegende Symptome.

    Und was lernen wir aus der Geschicht, verlass das Haus ohne Deine Atemschutzmaske nicht!

  12. Claudia 13. Februar 2010 um 15:01

    also ich mache immer wieder die unfassbare Erfahrung, dass auch die kleinsten Kinder, Säuglinge sogar ganz extrem nach Weichspüler oder
    sonstigem Duftwaschmittel riechen. Wenn ich sie dann noch auf dem Arm hatte, habe ich diesen Geruch sogar noch nach ein paar Stunden an meiner Kleidung und in der Nase, aber was soll man sagen, so werden schon die Kleinsten von Anfang an “verseucht”

  13. Renate 18. Juni 2011 um 11:55

    Ältere Menschen, Kinder und sogar Babies “stinken”. Gerade ältere Menschen riechen häufig nach Mottenkugeln, Gelenk- und Rheumacreme und was es sonst noch alles gegen die kleinen Wehwehchen gibt.

    Kinder und Jugendliche sprühen sich beim Shopping quer-Beet mit allem ein, das ihnen in die Quere kommt und Babies bekommen von ihren Eltern schon Cremes und Lotions mit dem typischen Babyduft verabreicht.

    Ohne Maske kann ich nicht mehr aus dem Haus gehen. Es ist mit Maske schon eine Prozedur und schwächt den Körper enorm. Nach einer Stunde bin ich so kaputt als hätte ich stundenlange Schwerstarbeit geleistet.

  14. Claudia 12. August 2011 um 11:22

    Angeblich wird ja immer noch gerätselt, warum Babys am plötzlichen Kindstod sterben. Da gibt es Tipps, wie nicht auf dem Bauch schlafen lassen, kein zu warmes Zimmer, keine Decke usw. Für mich ist das traurige Kapitel aber kein großes Rätsel. Kaum sind die Kleinen auf der Welt, tragen sie nach Waschmitteln und Weichspülern riechende Kleidung, werden mit parfümierten Cremes und Ölen eingecremt, schlafen in neuen ausdünstenden Betten auf neuen ausdünstenden Matratzen unter nach Waschmittel und Weichspüler riechenden Deckchen in renovierten Kinderzimmern mit “frischen” Wandfarben, neuen ausdünstenden Teppichen und neuen ausdünstenden Möbeln neben Funk(!)-Babyfonen und ausdünstenden Stofftieren und werden von nach parfümierten Waschmitteln, Weichspülern, Duschgel, Shampoo, Deo, Haargel, Haarspray und Nagellack riechenden Müttern gestillt und gefüttert, die die Umgebung des Erdenneulings täglich mit aggressiven Putzmitteln “reinigen”, deren chemischen Dämpfe sich in allen Räumen verteilen und auf allen Gegenständen wie ein Film ablegen. Und manche Babys dürfen zusätzlich noch Zigarettenrauch einatmen. Da ist es doch ein Glück, dass es noch Babys gibt, die trotzdem nicht aufhören zu atmen… Von denen dürfen sich dann viele freuen auf ein Leben mit Konzentrations- und Schlafstörungen, rätselhafte Aggressivität, Lernschwierigkeiten und -stress, Unruhe, Methylphenidat & Co., PCB-verseuchte Schulgebäude aus den 60ern und 70ern, 100te von Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, “unerklärliche” Kopf- und Bauchschmerzen, Kinderparfüms, Kinderhandys, Abgase in der Stadt, Pestizide auf dem Land, Medikamentenrückstände im Leitungswasser, die kein Klärwerk der Welt aus dem Wasser herauskriegt……………………

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