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	<title>CSN Blog</title>
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		<title>Verpackungen von Lebensmitteln geben Schadstoffe in Nahrungsmittel ab</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 19:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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Fachleute sind besorgt wegen einer bislang unbekannten Schadstoffquelle für Nahrungsmittel. Kartonverpackungen für Lebensmittel enthielten &#8220;hohe Mineralölanteile&#8221;, heißt es dem Nachrichtenmagazin &#8220;Focus&#8221; zufolge in einem Protokoll des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). (1) Das Problem, dass Lebensmittelverpackungen eine Schwachstelle darstellen können, die zu Lasten der Gesundheit der Verbraucher geht, ist dem BfR schon seit Jahren bekannt. Probleme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Supermarkt.jpg"><img class="size-full wp-image-7929 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Schadstoffbelastete Lebensmittelverpackungen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Supermarkt.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>Fachleute sind besorgt wegen einer bislang unbekannten Schadstoffquelle für Nahrungsmittel. Kartonverpackungen für Lebensmittel enthielten &#8220;hohe Mineralölanteile&#8221;, heißt es dem Nachrichtenmagazin<a href="http://www.focus.de/gesundheit/news/altpapierverpackungen-giftquelle-fuer-lebensmittel_aid_487429.html"> &#8220;Focus&#8221;</a> zufolge in einem Protokoll des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). (1) Das Problem, dass Lebensmittelverpackungen eine Schwachstelle darstellen können, die zu Lasten der Gesundheit der Verbraucher geht, ist dem BfR schon seit Jahren bekannt. Probleme bereiten neben dem Schadstoffeintrag aus Altpapier auch Perfluorchemikalien, Nanomaterialien, recycelte Kunststoffe, Phthalate, Druckfarben, Dichtungsmaterial bei Glaskonserven, Bakterizide, etc.</p>
<p><strong>In einer aktuellen Pressemeldung heißt es:</strong></p>
<p>Den aktuellen BfR-Analysen, die im Auftrag des Bundesverbraucherschutz-ministeriums erstellt wurden, liegt eine Studie des Kantonalen Labors Zürich zugrunde. Die Schweizer Toxikologen wiesen nach, dass Ölspuren aus der Druckfarbe wiederverwerteten Papiers &#8220;binnen weniger Wochen&#8221; in Lebensmittel übergehen können, die mit Produkten aus Altpapier verpackt sind. &#8220;Diese Stoffe gehören nicht in die Nahrung&#8221;, sagte BfR-Präsident Andreas Hensel. Neue Grenzwerte sind allerdings nicht in Sicht. Während der Züricher Laborleiter Rolf Etter Deutschland auffordert, bei der EU auf &#8220;Regulierungen&#8221; zu drängen, sieht Hensel &#8220;weiteren Erkenntnisbedarf&#8221;.</p>
<p><strong>Bekanntes Problem: Verpackungen kontaminieren Nahrungsmittel</strong></p>
<p>Dass <a href="http://www.bfr.bund.de/search/search.php?words=lebensmittelverpackungen">Lebensmittelverpackungen</a> für Schadstoffeintrag in unsere Nahrungsmittel verantwortlich sein können, weiß das BfR seit Jahren. Es ist schließlich nicht nur das belastete Altpapier, sondern auch die Druckfarben, die bei der Bedruckung der Lebensmittelverpackungen zum Einsatz kommen und kritisch betrachtet werden müssen. Bei einem Blick auf die Webseite des BfR wird ersichtlich, dass sich die Behörde mit der Thematik „Druckfarbenrückstände“ schon länger beschäftigt. <a href="http://www.bfr.bund.de/cm/216/druckfarben_in_lebensmitteln_bewertung_des_verbraucherrisikos_wegen_fehlender_daten_nicht_moeglich.pdf">In der Meldung</a> „Druckfarben in Lebensmitteln: Gesundheitliche Bewertung mangels Daten nicht möglich“<a href="http://www.bfr.bund.de/cm/216/druckfarben_in_lebensmitteln_bewertung_des_verbraucherrisikos_wegen_fehlender_daten_nicht_moeglich.pdf"> </a>aus dem Jahr 2006 äußerte das BfR bezüglich einer Situation, die bereits damals für die Behörde nicht zufriedenstellend war, und nennt den Hauptgrund:</p>
<blockquote><p>„Das Problem: Anders als viele andere Stoffe, die im Kontakt mit Lebensmitteln eingesetzt werden, sind Druckfarben auf europäischer Ebene gesetzlich nicht geregelt.“</p></blockquote>
<p><strong>Behörden und Industrie: Kein Konsens zugunsten der Verbrauchergesundheit</strong></p>
<p>Aus der Pressemitteilung des <a href="http://www.bfr.bund.de/cd/7475">BfR vom 1. März 2006</a> wird offenkundig, dass es zum damaligen Zeitpunkt bereits Treffen mit Vertretern der Industrie gab:</p>
<blockquote><p>„Das Gespräch zwischen der Kunststoffkommission und Vertretern der Druckfarbenindustrie im BfR hat ergeben, dass sich der Übergang von Stoffen aus Druckfarben auf Lebensmittel durch einen so genannten Abklatscheffekt oder aufgrund von Migration durch das Verpackungsmaterial technologisch derzeit nicht vermeiden lässt. Kurzfristig wird sich diese Situation auch nicht ändern: Die Druckfarbenindustrie setzt zur Erfüllung lebensmittelrechtlicher Anforderungen auf ihre eigene Leitlinie. Danach sollen besonders bedenkliche Substanzen von der Verwendung ausgeschlossen und für andere Stoffe toxikologische Daten vorgelegt werden. Die hierfür vorgesehenen Fristen halten das BfR und die Kunststoffkommission für unakzeptabel: Je nach Menge des zu erwartenden Übergangs der Substanz in Lebensmittel will die Industrie die Daten &#8211; insbesondere solche zur Klärung einer eventuell vorhandenen erbgutverändernden Wirkung &#8211; erst zwischen 2010 und 2015 vorlegen. Damit wäre sowohl die gesundheitliche Bewertung als auch die Überprüfung auf Einhaltung lebensmittelrechtlicher Anforderungen lange Zeit nicht möglich. (2)</p></blockquote>
<p>Vier Jahre sind seitdem vergangen, wir haben das Jahr 2010, die Verbraucher sind, wie die aktuelle Pressemeldung offenbart, noch immer Schadstoffen aus Lebensmittelverpackungen ausgesetzt und noch immer setzt man auf „Erkenntnisbedarf“. Das bedeutet, dass der Verbraucher weiterhin auf „Goodwill“ warten muss, bis Änderungen zum Wohle seiner Gesundheit getroffen werden.</p>
<p><strong>Statt Verbraucherschutz, Selbstkontrolle der Industrie</strong></p>
<p>Das BfR teilt in einer <a href="http://www.bfr.bund.de/cd/9178">Veröffentlichung</a> erläuternd mit, dass es kein spezielles Zulassungsverfahren gibt für Materialien im Kontakt mit Lebensmitteln. Es gibt aber die bereits erwähnten Anforderungen der EU-Verordnung 1935/2004, die alle Materialien und ihre Bestandteile erfüllen müssen, wenn sie für den Kontakt mit Lebensmitteln verwendet werden sollen. Die Verantwortung hierfür tragen jedoch die Hersteller selbst.</p>
<p>Sorge hat die Behörde, der die Hände gebunden zu sein scheinen, wie man an einer weiteren Meldung von 2007 sieht. Damals gab das BfR an, dass man eine Regelung auf EU-Ebene für die vielen Stoffe, die durch das Bedrucken von Lebensmittelverpackungen mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommen können, für dringend erforderlich hält. Über 1000 Stoffe würden für das Bedrucken von Lebens-mittelverpackungen eingesetzt, so die Behörde für Risikobewertung. (3)</p>
<p>Das BfR ist sich den <a href="http://www.bfr.bund.de/cd/9178">Reaktionen</a> der Konsumenten, wenn es um schadstoffbelastete Nahrungsmittel geht, durchaus bewusst, wie aus einer Hintergrundinformation für Journalisten deutlich wird. Darin heißt es: &#8220;Wenn Lebensmittel Stoffe enthalten, die man als Verbraucher dort nicht erwartet und schon gar nicht gewünscht hat, ist die öffentliche Diskussion schnell auf dem Siedepunkt.“(3)</p>
<p><strong>Verbraucher werden im Regen stehen gelassen</strong></p>
<p>Verwunderlich ist die Reaktion der Verbraucher nicht, von der das BfR berichtet. Der Verbraucher von Heute erwartet, dass Nahrungsmittel frei von krankmachenden Schadstoffen sind. Ihn interessiert es wenig, welche Gründe Hersteller vorbringen, warum in welchem Fertigungsprozess Schadstoffe in die Nahrung übergehen können, er möchte sich darauf verlassen können, dass das, was er isst, seine Gesundheit stärkt, nicht gefährdet. Dem Verbraucher dies abzusprechen, bedeutet, ihm das Vertrauen zu nehmen, das er den verantwortlichen Behörden und den Herstellern in der Nahrungsmittel produzierenden Industrie entgegenbringen möchte.</p>
<p><strong>Es ginge auch anders, die Hersteller müssten nur umschwenken</strong></p>
<p>Dass es durchaus Möglichkeiten gibt, Lebensmittelverpackungen schadstofffrei oder schadstoffarm zu bedrucken, müsste man vermuten können, wenn man Angebote von Druckereien studiert. Da fallen Begriffe wie: „umweltfreundliche Produktion, lösungsmittelfrei, kein Einsatz von Industriealkohol im Druckprozess, Rapsöl als Bindemittel der Druckfarbe,…“ Es bleibt abzuwarten, ob zunehmender Druck von Seiten der Verbraucher und Verbraucherinitiativen umweltfreundliche und für die Gesundheit unschädliche Lebensmittelverpackungen bei den Nahrungsmittel-produzenten erwirken kann, wenn Behörden dazu seit Jahren nicht im Stande sind.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 9. März 2010</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<ol>
<li>dts, Fachleute besorgt wegen Giftstoffen im Essen, 07.03.2010.</li>
<li>BfR, Druckfarben in Lebensmitteln: Gesundheitliche Bewertung mangels Daten nicht möglich, 06/2006, 01.03.2006.</li>
<li>BfR, Materialien im Kontakt mit Lebensmitteln, A/2007, 27.04.2007.</li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Medikament löste Symptomverschlimmerung aus – weitere Nebenwirkungen bis hin zu Suizid möglich</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 07:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen ungewöhnlichen Fall hatten die Ärzte der Abteilung Dermatologie der University Miami zu lösen. Ein 9-jähriger Junge hatte leichte Dermatitis, die allergisch bedingt war. Er bekam ein Medikament, das aber statt zu helfen eine schwere systemische Dermatitis auslöste. Die Ursache war ein Zusatzstoff, wie durch einen Allergietest ermittelt wurde. (1) In anderen Fällen kam es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Junge-mit-Maske2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7916" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Junge mit MCS - Chemikaliensensitivität" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Junge-mit-Maske2.jpg" alt="" width="150" height="225" /></a>Einen ungewöhnlichen Fall hatten die Ärzte der Abteilung Dermatologie der University Miami zu lösen. Ein 9-jähriger Junge hatte leichte Dermatitis, die allergisch bedingt war. Er bekam ein Medikament, das aber statt zu helfen eine schwere systemische Dermatitis auslöste. Die Ursache war ein Zusatzstoff, wie durch einen Allergietest ermittelt wurde. (1) In anderen Fällen kam es noch weitaus schlimmer. Das amerikanische FDA verlangt auf dem Beipackzettel für Medikamente mit dem Wirkstoff Montekulast seit 2008 u.a. die Angabe eines Warnhinweises auf mögliche suizidale Gedanken und Selbstmordabsicht (Suizidalität). (2,3) Montekulast darf Kindern ab dem 6. Lebensjahr verabreicht werden.</p>
<p>In einer<a href="http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/DrugSafetyInformationforHeathcareProfessionals/ucm165489.htm"> FDA Meldung von Juni 2009</a> wurden als weitere mögliche Nebenwirkungen u.a. Unruhe, Alpträume, Tremor, Ängste, Aggression, Halluzinationen und Depressionen angeführt. (3) <a href="http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/DrugSafetyInformationforHeathcareProfessionals/ucm079523.htm">Schon zuvor bat die Behörde</a> Ärzte wie auch Patienten, schwere Nebenwirkungen an FDA MedWatch zu melden. (4)</p>
<p><strong>Inhaltsstoff des Medikaments löst Verschlimmerung aus</strong></p>
<p>Aktuell wurde in der medizinischen Fachzeitschrift Pediatric Dermatology über einen 9-jährigigen Jungen berichtet, der wegen seiner allergisch bedingten Dermatitis Montelukast Kautabletten erhalten hatte. Als die Dermatitis sich drastisch verschlechterte, tippten die Dermatologen auf das Medikament, bzw. einen Inhaltsstoff darin. Sie führten einen Hauttest (Patchtest) durch und stellten fest, dass der Junge unter anderem auf Formaldehyd reagierte. Außerdem wurde der Junge noch auf weitere Chemikalien positiv getestet, was die Ärzte dazu veranlasste, die Diagnose Multiple Chemikaliensensitivität / MCS zu stellen.</p>
<p><strong>Aspartam verstoffwechselt sich zu Formaldehyd</strong></p>
<p>Die positive Reaktion auf Formaldehyd brachte die Ärzte letztendlich darauf, dass ein bestimmter Inhaltsstoff in den Montekulast Kautabletten ursächlich für die Verschlimmerung der Dermatitis war: Aspartam, ein Süßstoff. Der Grund: Im Körper wird der Süßstoff Aspartam zu Formaldehyd metabolisiert</p>
<p><strong>Doppelter Beweis</strong></p>
<p>Für die Mediziner der dermatologischen Abteilung der University of Miami gab es keinen Zweifel, dass der Inhaltsstoff Aspartam ursächlich für die Verschlimmerung der Dermatitis des Jungen gewesen war. Ihre Diagnose wurde zusätzlich bestätigt, als die Dermatitis nach Absetzen der Kautabletten verschwand.</p>
<p><strong>Ein Medikament mit Nebenwirkungen bis hin zu Suizid</strong></p>
<p>Montelukast Kautabletten werden in erster Linie Kindern zur Vorbeugung gegen Asthma, dessen Langzeitbehandlung und gegen allergisches Asthma verabreicht. In seltneren Fällen auch gegen Dermatitis. Die <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/06/27/vorsicht-nebenwirkung-medikamente-koennen-bittere-pillen-werden">Nebenwirkungen</a>, die im vorgenannten Fallbeispiel zur Absetzung des Medikaments führten, waren vergleichsweise gering, verglichen mit den möglichen Nebenwirkungen, deren Nennung die amerikanische Kontrollbehörde für Arzneimittel &#8211; FDA als Warnhinweis auf Beipackzetteln verlangt.</p>
<p>Seit 2008 muss als <a href="http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/DrugSafetyInformationforHeathcareProfessionals/ucm070618.htm">Warnung aufgeführt</a> werden, dass Montekulast Kautabletten (Singulair) psychiatrische Erkrankungen, Ängste, Depressionen und Suizidabsichten, als auch Suizid hervorrufen können. (5)</p>
<p>Weitere Hinweise und internationale Markennamen von Medikamenten die Montelukast enthalten, sind u.a. dem <a href="https://www.merck.com/mmpe/print/lexicomp/montelukast.html">Merck Manual zu entnehmen.</a></p>
<p>Das FDA gab die Meldung zur Pflicht warnender Hinweise hinsichtlich möglicher neuropsychiatrischer Nebenwirkungen, sowie möglichem Suizidverhalten, auch für  Tabletten mit dem Inhaltsstoff, sowie auf Oral-Granulat aus.</p>
<p><strong>Auch in Deutschland erhältlich</strong></p>
<p>Asthmamedikamente mit dem Wirkstoff Montekulast, ein Leukotrin-Rezeptor-Antagonist, sind auch in Deutschland erhältlich. Das deutsche Ärzteblatt (DÄ) berichte<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35038"> im Januar 2009 über Montekulast </a>und erläuterte die Position der FDA. Das DÄ legte dar, dass die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde auf den Beibehalt der Warnhinweise beharre, trotz der Einwände der Hersteller, dass der Vorwurf, das Medikament könne Suizidabsichten hervorrufen, in Studien nicht bewiesen worden sei. Das DÄ beruft sich auf eine Meldung des FDA, worin die Behörde mitteilte, dass die Studien nicht darauf ausgelegt gewesen seien, um nach neuropsychiatrischen Komplikationen zu suchen und dass bei einigen Zwischenfällen mit Montekulast die klinischen Details mit einer medikamenteninduzierten Wirkung konsistent gewesen seien. (6)</p>
<p><strong>Konträre Meinung, Warnung auf Beipackzettel</strong></p>
<p>Deutsche Experten hatten teilweise eine andere Meinung zu Montekulast. In der Süddeutschen Zeitung bezeichnete Prof. Johannes Ring von der TU München das Medikament noch Ende März 2008 als <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/690/437435/text/">„echten Fortschritt“</a>.</p>
<p>Der <a href="http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/DrugSafetyInformationforHeathcareProfessionals/ucm165489.htm">Warnhinweis</a> auf mögliches suizidales Denken und  Suizidalität ist auch auf <a href="http://extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2008/MTD_Paed/03_MTDPaed/MTD_Paed_03_S05.pdf">deutschen</a> und <a href="https://root.ami-info.at/company/ami-info/fachinformation.asp?uid=8553144762833&amp;pid=1329423&amp;f=0">österreichischen</a> Beipackzetteln zu finden. Ungeachtet der genannten schweren Nebenwirkungen, die möglicherweise bei Kindern eintreten können, kann Montekulast im deutschsprachigen Internet derzeit rezeptfrei erworben werden.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 7. März 2010</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<ol>
<li>Castanedo-Tardan MP, González ME, Connelly EA, Giordano K, Jacob SE., Systematized contact dermatitis and montelukast in an atopic boy, Pediatr Dermatol. 2009 Nov 1;26(6):739-43.</li>
<li>FDA, Singulair (montelukast sodium) Tablet, Chewable, Detailed View: Safety Labeling Changes Approved By FDA Center for Drug Evaluation and Research (CDER) &#8211; April 2008</li>
<li>FDA, Updated Information on Leukotriene Inhibitors: Montelukast (marketed as Singulair), Zafirlukast (marketed as Accolate), and Zileuton (marketed as Zyflo and Zyflo CR), 28.8.2009 und 12.06.2009 (letztes Seitenupdate 05.01.2010)</li>
<li>FDA, Follow-up to the March 27, 2008 Communication about the Ongoing Safety Review of Montelukast (Singulair), 13.01.2009</li>
<li>FDA, Early Communication About an Ongoing Safety Review of Montelukast (Singulair), 23.03.2008</li>
<li>Deutsches Ärzteblatt, FDA bewertet Suizidrisiko von Asthmamedikamenten, 14. Januar 2009</li>
</ol>
<p><strong>Weitere CSN Blogs zum Thema Kinder mit MCS- Multiple Chemical Sensitivity und über Medikamentenunverträglichkeit: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/26/umweltmedizin-chemical-sensitivity-mcs-durch-farbstoffe-in-bonbons">Umweltmedizin: Chemical Sensitivity &#8211; MCS durch Farbstoffe in Bonbons</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/04/18/jugendliche-haeufig-an-chemikaliensensitivitaet-erkrankt">Jugendliche häufig an Chemikaliensensitivität erkrankt</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/06/27/vorsicht-nebenwirkung-medikamente-koennen-bittere-pillen-werden">Vorsicht Nebenwirkung &#8211; Medikamente können bittere Pillen werden</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/01/30/medikamentenunvertraeglichkeit-bei-patienten-mit-mcs-multiple-chemical-sensitivity-haeufig">Medikamentenunverträglichkeit bei Patienten mit MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity häufig</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/08/diagnose-bekannt-medikamentoese-behandlung-nicht-moeglich">Diagnose bekannt, medikamentöse Behandlung nicht möglich</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/02/10/neuropsychiatrische-maskerade-die-psyche-ist-nicht-immer-ursache-fuer-psychische-symptome">Neuropsychiatrische Masquerade &#8211; Die Psyche ist nicht immer Ursache für psychische Symptome</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedicht am Sonntag: Langöde</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/07/gedicht-am-sonntag-langode/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 07:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte, Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[erzwungener Isolation]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[vereinsamt]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Langeöde
Langeöde ist keine Insel
sondern ein Zustand
ein Mensch
vereinsamt
in erzwungener Isolation
ohne Zuspruch
und grauem Dasein.
-
Jeder Tag eine Wiederholung
Notwendiges
wird mechanisch
erledigt
das Bunte-
das Lebendige
fehlt.
&#8211;
Dieses Gedicht wurde von Mona, der “Glasprinzessin”  geschrieben.   Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze   Zeit draußen in der Natur verbringen.
Autor: Mona die Glasprinzessin für CSN – Chemical   [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Langeweile.jpg"><img class="size-full wp-image-7895 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Isolation führt zu Langeweile" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Langeweile.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Langeöde</strong></p>
<p style="text-align: center;">Langeöde ist keine Insel</p>
<p style="text-align: center;">sondern ein Zustand</p>
<p style="text-align: center;">ein Mensch</p>
<p style="text-align: center;">vereinsamt</p>
<p style="text-align: center;">in erzwungener Isolation</p>
<p style="text-align: center;">ohne Zuspruch</p>
<p style="text-align: center;">und grauem Dasein.</p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;">Jeder Tag eine Wiederholung</p>
<p style="text-align: center;">Notwendiges</p>
<p style="text-align: center;">wird mechanisch</p>
<p style="text-align: center;">erledigt</p>
<p style="text-align: center;">das Bunte-</p>
<p style="text-align: center;">das Lebendige</p>
<p style="text-align: center;">fehlt.</p>
<p style="text-align: center;">&#8211;</p>
<p>Dieses Gedicht wurde von Mona, der “Glasprinzessin”  geschrieben.   Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze   Zeit draußen in der Natur verbringen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Mona die Glasprinzessin für CSN – Chemical   Sensitivity Network, 7. März 2010</p>
<p><strong>Mona’s Geschichte</strong>: <a href="../2008/05/29/mona-die-glasprinzessin-ein-einsames-leben-mit-wind-und-wetter">Mona   die “Glasprinzessin” ein einsames Leben mit Wind und Wetter</a></p>
<p><strong>Weitere Gedichte und Geschichten der Glasprinzessin:</strong></p>
<p><a href="../2010/02/28/2009/03/29/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-naturchaos/">Naturchaos</a> * <a href="../2010/02/28/2009/03/12/heilung/">Heilung</a> * <a href="../2010/02/28/2009/04/12/rotkehlia-das-rotkehlchen-erzaehlt-aus-seinem-leben/">Rotkehlia,   das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben</a> *<a href="../2010/02/28/2009/04/19/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-dazwischen/">Dazwischen</a> * <a title="Permanent Link to Sonntagsgeschichte: Papo Mioâ€™s Oase für   Umweltkranke" href="../2010/02/28/2009/05/17/sonntagsgeschichte-papo-mios-oase-fuer-umweltkranke/">Sonntagsgeschichte:   Papo Mio’s Oase für Umweltkranke</a> * <a title="Permanent Link:   Isolation - Sonntagsgedicht der Glasprinzessin" href="../2010/02/28/2009/05/24/isolation-sonntagsgedicht-der-glasprinzessin/">Isolation   -  Sonntagsgedicht der Glasprinzessin</a> * <a href="../2010/02/28/2009/05/31/vertigo-sonntagsgedicht-der-glasprinzessin/">Vertigo</a> * <a href="../2010/02/28/2009/06/07/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-wohlig/">Wohlig </a>* <a href="../2010/02/28/2009/06/14/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-am-bug/">Am   Bug</a> * <a href="../2010/02/28/2009/06/21/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-ich-nehm-dich-mit/">Ich   nehm Dich mit</a>*<a href="../2010/02/28/2009/06/28/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-kinderlachen/">Kinderlachen</a> * <a href="../2010/02/28/2009/07/05/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-einsicht-aussicht/">Einsicht   – Aussicht </a>*  <a href="../2010/02/28/2009/07/19/im-walde/">Im  Walde</a> * <a href="../2010/02/28/2009/07/26/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-tausendschoenchen/">Tausendschönchen</a> * <a href="../2010/02/28/2009/08/09/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-karussell/">Karrusell</a> * <a href="../2010/02/28/2009/08/16/gedicht-der-glasprinzessin-der-piano-player/">Der   Piano-Player</a> * <a href="../2010/02/28/2009/08/23/gedicht-der-glasprinzessin-von-mara-zu-joy/">Von   Mara zu Joy</a> * <a href="../2010/02/28/2009/08/30/gedicht-der-glasprinzessin-finden/">Finden</a> *<a href="../2010/02/28/2009/09/13/gedicht-der-glasprinzessin-geborgenheit/"> Geborgenheit</a> * <a href="../2010/02/28/2009/09/27/gedicht-hereinspaziert/">Hereinspaziert</a> * <a href="../2010/02/28/2009/10/11/gedicht-funktion/">Funktion</a> *<a href="../2010/02/28/2009/11/22/gedicht-ausweg/">Ausweg</a> * <a href="../2010/02/28/2009/12/27/erdgebunden-himmelsverwoben/">Erdverbunden   Himmelsverwoben</a> * <a href="../2010/02/28/2010/01/10/gedicht-am-sonntag-grauer-mond/">Grauer   Mond</a>* <a href="../2010/01/31/gedicht-unmenschlich/">Unmenschlich</a>* <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/28/gedicht-am-sonntag-die-waldesmacht">Waldesmacht</a></p>
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		<title>Die Störung des Hormonhaushaltes durch Chemikalien</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 08:14:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Endocrine Disrupters &#8211; Hormonell wirksame Substanzen
Bisphenol A (BPA) war im CSN Blog bereits öfter Thema. Zuletzt ging es darum, welche Probleme diese Substanz Lebensmittel-herstellern macht, selbst wenn sie Willens sind BPA zu vermeiden. In unserem englischsprachigen EMM Blog wurde neulich eine Studie vorgestellt, nach der nicht ausgeschlossen werden kann, daß sich eine Belastung mit BPA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Endocrine Disrupters &#8211; Hormonell wirksame Substanzen</strong></p>
<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Pestizidschrank.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7810" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Manche Pestizide bergen nachhaltige Gefahren" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Pestizidschrank.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Bisphenol A (BPA) war im CSN Blog bereits öfter Thema. <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/24/bisphenol-a-%e2%80%93-eine-chemikalie-verseucht-unsere-nahrungsmittel-und-getranke">Zuletzt</a> ging es darum, welche Probleme diese Substanz Lebensmittel-herstellern macht, selbst wenn sie Willens sind BPA zu vermeiden. In unserem englischsprachigen EMM Blog wurde neulich eine <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/en/yale-why-bpa-leached-from-safe-plastics-may-damage-health-of-female-offspring">Studie</a> vorgestellt, nach der nicht ausgeschlossen werden kann, daß sich eine Belastung mit BPA während der Schwangerschaft negativ auf die Fertilität weiblicher Nachkommen auswirkt. Davor wurde mehrfach über die karzinogene und hormonelle Wirkung von BPA berichtet. Vor nicht all zu langer Zeit waren nicht nur bei uns, sondern auch in vielen Medien Berichte zu lesen, daß BPA in Schnullern und anderen Produkten, mit denen Kleinkinder in Kontakt kommen, gefunden wurde. Nicht zuletzt Dank des Filmes <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/09/16/plastic-planet-die-welt-erstickt-im-plastikmull">&#8220;Plastic Planet&#8221;</a> von Werner Boote kommt BPA allmählich auch bei einer breiteren Öffentlichkeit als Thema an.</p>
<p>Während eine Lösung für das Problem BPA noch nicht in Sicht ist, taucht schon das nächste auf. Die <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/03/01/AR2010030102331.html">Washington Post</a> berichtete am 02.03.2010 über eine von der National Academy of Sciences vorab online veröffentlichte <a href="http://www.pnas.org/content/early/2010/02/12/0909519107.abstract">Studie zu Atrazin</a>, die auf erstaunlich viel Resonanz in Blogs und Kommentaren stieß.</p>
<p>Prof. Tyrone Hayes und andere untersuchten die hormonelle Wirkung des weltweit am häufigsten verwendeten Herbizides. Es führte im Labor zur Verweiblichung männlicher Krallenfrösche (Xenopus laevis). Kaulquappen wurden in Wasser mit 2.5 ppb Atrazin großgezogen. 10 Prozent der untersuchten Frösche, die alle männliche Chromosomen aufwiesen, hatten sich zu fortpflanzungsfähigen Weibchen entwickelt, die allerdings nur männliche Nachkommen bekamen. Bei den übrigen 90 Prozent war die Männlichkeit eingeschränkt. Die meisten hatten einen niedrigen Testosteronspiegel und eine geringe Fruchtbarkeit. Sie hatten es schwerer als Männchen aus der nicht exponierten Kontrollgruppe, mit diesen um die Aufmerksamkeit von Weibchen zu buhlen.</p>
<p>Prof. Hayes erklärte der Washington Post, das Problem könnte darin bestehen, daß Atrazin über die Haut der Frösche aufgenommen wird und in männlichen Fröschen ein Gen aktiviert, das normalerweise abgeschaltet sein sollte und das die Produktion eines Enzymes veranlaßt, das Testosteron in Östrogen umwandelt und den Körper des Frosches mit falschen Hormonsignalen überflutet.</p>
<p>Im Abstract der Studie heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;Vorausgegangene Studien zeigten, daß Atrazin die larvale Entwicklung von Amphibien negativ beeinflusst. Die vorliegende Studie demonstriert, welche Folgen eine Atrazin-Exposition für die Fortpflanzung erwachsener Amphibien hat. Atrazin exponierte Männchen waren im ausgewachsenen Zustand sowohl entmännlicht (chemisch kastriert) als auch vollständig feminisiert&#8230;</p>
<p>&#8230;Die vorliegenden Ergebnisse veranschaulichen, welche Rolle Atrazin und andere endokrin wirksame Pestizide möglicherweise beim globalen Rückgang der Amphibienbestände spielen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Vielleicht kann diese Studie aufgrund ihrer Datenbasis nicht mehr als Hinweise auf hormonelle Störungen durch Atrazin liefern. Diese sind jedoch besorgniserregend. Die Tiere waren einer geringeren Konzentration ausgesetzt, als dem von der Amerikanischen Umweltschutzagentur, der Environmental Protection Agency (EPA), empfohlenen MCL-Wert (Maximum Contaminant Level). Die EPA hält derzeit <a href="http://www.epa.gov/ogwdw000/contaminants/basicinformation/atrazine.html">3 ppb</a> (parts per billion &#8211; drei Am. Billionstel, bei uns Milliardstel) also 0,003 mg Atrazin pro Liter (~1 Kg) Trinkwasser für gesundheitlich unbedenklich. Sie weist aber darauf hin, dass exzessives Trinken von Wasser mit dieser Konzentration bei manchen Menschen zu Kreislauferkrankungen und Fortpflanzungsproblemen führen kann.</p>
<p>Seit dem 07.10.2009 läuft bei der EPA ein Verfahren zur<a href="http://yosemite.epa.gov/opa/admpress.nsf/d0cf6618525a9efb85257359003fb69d/554b6abea9d0672f85257648004a88c1!OpenDocument"> Neubewertung von Atrazin</a>. In Deutschland ist die Anwendung von Atrazin seit 1991 verboten, Europaweit seit <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2004:078:0053:0055:DE:PDF">2004</a> (PDF). Es gilt ein Grenzwert von 0.1 µg/l, was 0.1 ppb entspricht. Dieser Grenzwert ist 30 Mal kleiner als der Amerikanische. Obwohl Atrazin bei uns nicht mehr angewendet werden darf, ist es im Grundwasser immer noch nachweisbar und übersteigt diesen manchmal.</p>
<p>Nach dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland wurde bei einer <a href="http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/wasser-oberrhein.html">Messung im Jahre 2001</a> im Gebiet zwischen Schwarzwald und Vogesen auf deutscher Seite bei 40 Prozent aller Proben Atrazin nachgewiesen. Bei 4 Prozent war der Grenzwert überschritten. Auch in der Schweiz sollen Grenzwertüberschreitungen hauptsächlich bei Atrazin und dessen Hauptabbauprodukt Desethyl-Atrazin auftreten. Messwerte werden selten angegeben. Doch es gibt <a href="http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/rueckstaende/pestizide_trinkwasser.htm">Zahlen</a> vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. 2006 (vermtl.) wurde für Atrazin bei 34 Prozent der Proben der Grenzwert (0.1 ppb) überschritten. Der Höchstwert betrug 0.37 ppb. Desethyl-Atrazin wurde bei 52 Prozent der Proben mit maximal 0.60 ppb überschritten.</p>
<p>So sieht es aus, wenn Atrazin seit längerem verboten ist. Die <a href="http://www.nrdc.org/health/atrazine/files/fatrazine.pdf">Werte</a> (PDF) aus den <a href="http://www.nrdc.org/health/atrazine/default.asp">USA</a>, wo Atrazin noch nicht verboten ist und häufig eingesetzt wird, sollten zu denken geben. Von 2004 bis 2006 wurden an verschiedenen Messstellen in Wassereinzugsgebieten Höchstwerte in einem Bereich von 49.87 bis 237.5 ppb gemessen. Die Durchschnittswerte schwanken von 2.58 bis 18.56 ppb. 3 ppb war der Wert, den die EPA noch als unbedenklich ansieht und dieser ist dreißigmal höher als der Europäische Grenzwert.</p>
<p>Der Grenzwert für Atrazin in Nahrungsmitteln beträgt in der EU <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2007:329:0040:0051:DE:PDF">vorläufig</a> 0.1 mg/Kg, also 100 ppb und greift auf den Grenzwert für Getreide einer vorausgegangenen Richtlinie der Kommission zurück.</p>
<p>Messwerte für Atrazin-Rückstände in Lebensmitteln liegen uns nicht vor.</p>
<p>Sicher werden sich weitere chemische Substanzen als endokrin wirksam herausstellen. Diese Eigenschaft war bei deren Entwicklung nicht vorgesehen, weil man nur den Zweck die Anwendung und nicht den Menschen im Blick hatte. Dabei hätte man aus Erfahrungen mit künstlich hergestellten Hormonen lernen können, welche Gefahren von hormonell wirksamen Substanzen ausgehen.</p>
<p>Das künstliche Östrogen Diethylstilboestrol (DES) wurde 1938 erstmals im Labor synthetisiert und seit 1947 zur Prävention von Fehlgeburten verabreicht. Eine solche Wirkung besaß das Medikament aber nicht, da man den niedrigen Östrogenspiegel, der ausgeglichen werden sollte, nicht als Folge einer Fehlgeburt erkannte, sondern für dessen Ursache hielt. DES wurde keiner ausreichenden klinischen Prüfung unterzogen, jedoch weltweit vermarktet und gegen zahlreiche Erkrankungen verschrieben. Zur Behandlung von Memopausen- und Postmemopausensyndromen, gegen Prostatakrebs und unerwünschte Laktation. Es fand weitere Verwendung als  Verhütungsmittel (&#8220;Pille danach&#8221;) und als Wachstumsförderer zur Mast von Hühnern, Schafen und Rindern.</p>
<p>Seit 1971 weiß man, dass Frauen, deren Mütter DES eingenommen haben, ein erhöhtes Risiko für das klarzellige Adenokarzinom aufweisen, eine bis dahin äußerst seltene tödliche Krebserkrankung. Seit 1971 weiß man auch, dass es bei diesen Töchtern zu genitalen Missbildungen kommen kann. Noch im gleichen Jahr zog die FDA (Food and Drug Administation), die Behörde für Nahrungs- und Arzneimittel die Zulassung für DES zurück.</p>
<p>Später wurden weitere Auswirkungen von DES festgestellt, welche die Fähigkeit der Töchter zu einer Schwangerschaft bedrohten. Die wichtigste Erkenntnis, die DES gebracht hat, ist sicherlich jene, die bis dahin gültige Lehre von der Plazenta-Barriere widerlegt zu haben. Der Fötus ist nicht gegen solche Einflüsse von Außen geschützt, sondern äußerst verletzbar.</p>
<p>Der genaue Vorgang kann in einer Studie der Europäischen Umweltagentur <a href="http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2697.pdf">&#8220;Späte Lehren aus frühen Warnungen: Das Vorsorgeprinzip 1896–2000&#8243;</a> (PDF) von 2001 sehr ausführlich mit vielen Quellenangaben nachgelesen werden.</p>
<p>Wenn man aus DES Lehren gezogen hätte, würde man aus Vorsicht immer eine hormonelle Wirkung von chemischen Substanzen in Betracht ziehen und abklären, bevor man sie für unschädlich erklärt. Dann hätte man die Anwendung von BPA und Atrazin unterlassen und nach harmloserem Ersatz gesucht, statt diese Stoffe in derart großen Mengen zu verbreiten, dass sie allgegenwärtig sind.</p>
<p>Wie bereits DES zeigt, müsste das fragliche Konzept von Grenzwerten überdacht werden. Die Wirkungen, welche Substanzen auf die Entwicklung eines Fötus haben können, lassen es nicht zu, einen gesunden Erwachsenen als Maß dessen zugrunde zu legen, was man einem Menschen an gesundheitlicher Belastung zumuten kann.</p>
<p>Endokrin wirksame Substanzen wirken über Generationen, sofern sie die Fortpflanzung nicht unterbinden. Es ist schlimm genug, wenn ein Individuum erkrankt, wie erklärt man das aber jemand, der keine Chance hatte, gesund auf die Welt zu kommen?</p>
<p><strong>Autor: </strong>BrunO für CSN – Chemical Sensitivity Network, 4. März 2010</p>
<p><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/24/bisphenol-a-%E2%80%93-eine-chemikalie-verseucht-unsere-nahrungsmittel-und-getranke/">Bisphenol A &#8211; Eine Chemikalie versucht unsere Nahungsmittel und Getränke</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/15/hersteller-fuer-kosmetik-und-reinigungsmittel-sc-johnson-nimmt-phthalate-aus-seinen-produkten">Hersteller für Kosmetik und Reinigungsmittel nimmt Phthalate aus seinen Produkten</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/06/mindestens-84-der-limonaden-und-cola-in-dosen-mit-bisphenol-a-belastet">Mindestens 84% der Limonaden und Cola in Dosen mit Bisphenol A belastet</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/11/25/mikrowelle-loest-die-gefaehrliche-chemikalie-bisphenol-a-aus-plastik">Mikrowelle löst gefährliche Chemikalie Bisphenol A aus Plastik</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Kostenloses iPhone / Android App für Ärzte und Patienten – ICD-10 Auskunft</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/03/kostenloses-iphone-android-app-fur-arzte-und-patienten-%e2%80%93-icd-10-auskunft/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 14:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein gelungenes App für iPhone und Android Smartphones bietet die Techniker Krankenkasse. Mit dem kostenlosen App können Ärzte und Patienten mit ihrem Mobiltelefon ICD-10 Diagnoseauskünfte erhalten.
Völlig unkompliziert lässt sich mit dem TK-App herausfinden, welche Krankheit sich hinter dem Code verbringt, den der Arzt auf die Krankmeldung geschrieben hat. Praktisch ist dieses App gleichermaßen für jeden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Iphone-App-xx.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7788" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Iphone-App ICD-10 Diagnoseauskunft" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Iphone-App-xx.jpg" alt="" width="166" height="162" /></a>Ein gelungenes App für iPhone und Android Smartphones bietet die Techniker Krankenkasse. Mit dem kostenlosen App können Ärzte und Patienten mit ihrem Mobiltelefon ICD-10 Diagnoseauskünfte erhalten.</p>
<p>Völlig unkompliziert lässt sich mit dem TK-App herausfinden, welche Krankheit sich hinter dem Code verbringt, den der Arzt auf die Krankmeldung geschrieben hat. Praktisch ist dieses App gleichermaßen für jeden Arzt, denn in Sekunden hat er den richtigen ICD-10 Code griffbereit zum Verschlüsseln der Krankheit eines Patienten, z.B. bei einem Hausbesuch.</p>
<p><strong>Kostenloser Download des TK-App für das iPhone</strong></p>
<p>Das App „ICD-Diagnoseauskunft“ kann man im Apple App-Store downloaden. Um es zu finden, einfach „ICD“ oder „Techniker Krankenkasse“ in die Suchfunktion des App-Store eingeben.</p>
<p>Oder direkt über diesen Link downloaden: <a href="http://itunes.apple.com/de/app/icd-10-diagnoseauskunft/id355493228?mt=8">ICD-10 Diagnoseauskunft</a></p>
<p><strong>Kostenloser Download des TK-App für das Adroid Smartphone</strong></p>
<p>Für Android Smartphones steht im „Android-Market“ das App „ICD-Diagnoseauskunft“ ebenfalls kostenlos bereit.<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/QR-Code-xx1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-7791" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="QR-Code - App ICD-10 Diagnoseauskunft" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/QR-Code-xx1.jpg" alt="" width="89" height="89" /></a></p>
<p>Oder direkt über diesen QR-Code, den man mit dem Smartphone einfach einscannt. Hierfür ist ggf. das vorherigen downloaden eines Barcode App erforderlich, die man kostenlos in verschiedenen Ausführungen im Google „Android-Market“ findet.</p>
<p><strong>Ein praktisches Beispiel für die Funktionsweise des ICD-10 APP</strong></p>
<p>Die Bedienung des App ist unkompliziert. Wenn Sie beispielsweise wissen möchten, mit welchem ICD-Code die Umweltkrankheit<a href="http://www.csn-deutschland.de/DIMDI_MCS_2008_de-en.pdf"><strong> „MCS – Multiple Chemical Sensitivity</strong>“</a> verschlüsselt wird, geben Sie einfach „MCS“ in der ICD-10 Diagnoseauskunft ein.</p>
<p>Schon erscheint der Diagnoseschlüssel<strong> T78.4</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/App-1.jpg"><img class="size-full wp-image-7783 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="MCS in der ICD-10 Diagnoseauskunft auf dem iPhone" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/App-1.jpg" alt="" width="465" height="307" /></a><br />
</strong></p>
<p>und die Kurzbeschreibung: <strong>Allergie nicht näher bezeichnet</strong></p>
<p>Synonyme: <strong>Hypersensibilität, Multiple Chemical Sensitivity,…</strong></p>
<p>Klicken Sie darauf, erhalten Sie eine ausführlichere Abhandlung nebst Code, Beschreibung und den häufig verwendeten Synonymen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/App2.jpg"><img class="size-full wp-image-7784 aligncenter" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; border: 0pt none;" title="Diagnoseschlüsse T78.4 für MCS stehend auf dem iPhone" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/App2.jpg" alt="" width="465" height="307" /></a></p>
<p>Umgekehrt können Sie genauso leicht herausfinden was z.B. der Verschlüsselungscode „T78.4“ bedeutet, den Ihr Arzt auf Ihre Krankmeldung geschrieben hat. Kaum geklickt, erhalten Sie die Information, was sich dahinter verbirgt.</p>
<p><strong>Rundum empfehlenswertes App</strong></p>
<p>Insgesamt gesehen ist „ICD-10 Diagnoseauskunft“ ein sinnvolles App, das präzise funktioniert, unkompliziert in der Bedienung ist und obendrein kostenlos.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 3. Februar 2010</p>
<p><strong>Bildmaterial:</strong> QR Code, ICD-10 App -  Techniker Krankenkasse</p>
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		<title>Neun Gründe, warum die Hypothese, MCS sei psychisch bedingt, vom medizinischen Standpunkt her absurd ist</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 12:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
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		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
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		<category><![CDATA[psychisch]]></category>
		<category><![CDATA[psychogen]]></category>
		<category><![CDATA[Somatisierung]]></category>
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		<description><![CDATA[In mehr als einem Dutzend Veröffent-lichungen wurde die Hypothese aufge-stellt, dass MCS keine echte körperlich bedingte Erkrankung, sondern eine Art psychogene Erkrankung sei, die durch einige unzureichend beschriebene psychologische Mechanismen ausgelöst werde. Den Beweis für ihre Behauptungen bleiben die Autoren schuldig, sie behaupten dies einfach und versuchen, ihre unwissenschaftlichen Behauptungen durch ständig wiederholtes Vorbringen als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Wrong-Way.jpg"><img class="size-full wp-image-7762 alignright" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Die Psycho-Hypothese führt zu nichts" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Wrong-Way.jpg" alt="" width="220" height="305" /></a>In mehr als einem Dutzend Veröffent-lichungen wurde die Hypothese aufge-stellt, dass MCS keine echte körperlich bedingte Erkrankung, sondern eine Art psychogene Erkrankung sei, die durch einige unzureichend beschriebene psychologische Mechanismen ausgelöst werde. Den Beweis für ihre Behauptungen bleiben die Autoren schuldig, sie behaupten dies einfach und versuchen, ihre unwissenschaftlichen Behauptungen durch ständig wiederholtes Vorbringen als allgemeine Meinung zu etablieren. Wissenschaftliche Studien, die den tatsächlichen wissenschaftlichen Stand schlüssig darlegen, werden ebenso vehement ignoriert, wie die Tatsache, dass <a href="http://www.csn-deutschland.de/DIMDI_MCS_2008_de-en.pdf">MCS im ICD-10</a> als körperlich bedingte Krankheit in Kapitel 19, das für Verletzungen und Vergiftungen steht, einklassifiziert ist.</p>
<p>Im nachfolgenden eine von Prof. Martin L. Pall erstellte Liste, die darlegt, welchen Stellenwert die Psycho-Hypothese im Fall von MCS tatsächlich hat.</p>
<p><strong>Zusammenfassung der Mängel für die psychogene Hypothese bezüglich MCS<br />
</strong></p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><span style="text-decoration: underline;">Die Vertreter der psychogenen These für MCS und verwandte Erkrankungen haben </span></p>
<ol>
<li>zahlreiche gegenteilige Hinweise auf die toxikologischen Wirkungen der mit MCS in Verbindung gebrachten Chemikalien, auf die physiologischen Veränderungen bei Patienten, die an MCS und verwandten Erkrankungen leiden, auf genetische Hinweise zur Anfälligkeit für MCS, auf objektiv messbare Reaktionen nach Exposition gegenüber niedrig dosierten Chemikalien bei MCS-Patienten, auf Tiermodelle zu MCS und auf klinische Studien über mit MCS verwandte Erkrankungen ignoriert.</li>
<li>pauschale Schlussfolgerungen auf der Grundlage von nur wenigen oder keinen Daten gezogen.</li>
<li>ihre Hypothese mit dem Konzept der somatoformen Störungen und der Somatisierung begründet, Konzepte, die sowohl in der Theorie als auch in der Praxis erhebliche Mängel aufweisen und in der wissenschaftlichen Literatur zunehmend infrage gestellt werden.</li>
<li>ihre Ansichten mit einem angenommenen Dualismus zwischen einerseits psychologischen/psychiatrischen/mentalen Aspekten und andererseits physischen/physiologischen/biologischen Aspekten begründet, wobei dieser Dualismus von der modernen Wissenschaft verworfen worden ist.</li>
<li>wiederholt unlogische Argumente vorgebracht.</li>
<li>die lange Geschichte irrtümlicher psychogener Zuordnung in der Medizin ignoriert, eine Geschichte, die die Frage aufwirft, ob dieser Personenkreis nicht die Fehler wiederholt, die in der Vergangenheit zu irrigen psychogenen Thesen geführt haben.</li>
<li>zahlreiche ihrer Veröffentlichungen in hohem Maße durch emotionsgeladene Rhetorik geprägt, anstatt der bewährten wissenschaftlichen Praxis zu folgen, ihre Argumente von einer gut strukturierten Theorie, verfügbaren Erkenntnissen und schlüssiger Logik leiten zu lassen.</li>
<li>umfangreiche Literatur mit gegenteiligen Argumenten nicht berücksichtigt, obwohl es dafür kaum oder gar keinen Grund für gibt.</li>
<li>in der Regel keine nachprüfbaren Annahmen gemacht, die dazu verwendet werden können, die Hypothese nachzuprüfen und ggf. zu widerlegen. Es gibt zwar zwei einzelne Ausnahmen von diesem Verhaltensmuster, diese wurden jedoch widerlegt und führen somit zu einer Zurückweisung der Hypothese.</li>
</ol>
<p>Jeder dieser Mängel ist schwerwiegend. Einige davon, insbesondere Nr. 1, 2, 5, 8 und 9, sind nach meiner Auffassung bereits für sich allein mehr als ausreichend, um die These von der Psychogenese für MCS abzulehnen. Die Kombination aller neun kann nur als vernichtender Schlag gegen die psychogene These betrachtet werden.</p></blockquote>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 2. März 2010</p>
<p><strong>Literatur: </strong>Auszug aus Martin L. Pall, Multiple Chemikaliensensitivität: Toxikologie- und Sensitivitätsmechanismen, Broschüre 2009.</p>
<p>Anmerkung:</p>
<p>Die 44-seitige Broschüre „Multiple Chemikaliensensitivität: Toxikologie- und Sensitivitätsmechanismen“ kann bei CSN gegen einen mit 1.45€ frankierten Din4 Rückumschlag angefordert werden. Sie kann auch auf der deutschsprachigen <a href="http://www.martinpall.info">Webseite von Prof. Pall</a> online gelesen werden.</p>
<p><strong>Weitere CSN Blogs über die Arbeit  von Prof. Martin Pall:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/04/prof-martin-pall-%E2%80%93-informationen-uber-ursachen-und-behandlung-von-mcs-jetzt-auf-deutschsprachiger-webseite-verfugbar">Prof.  Martin Pall – Informationen über Ursachen und Behandlung von MCS jetzt  auf deutschsprachiger Webseite</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/23/multiple-chemical-sensitivity-eine-krankheit-verursacht-durch-toxische-chemikalienexposition">Multiple  Chemical Sensitivity – eine Krankheit verursacht durch toxische  Chemikalien</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/12/10/ein-kurzer-ueberblick-ueber-den-vortrag-von-prof-dr-martin-pall-mcs-toxikologische-entstehungsmechanismen-und-therapeutische-annaeherungsversuche/">Ein   kurzer Überblick über den Vortrag von Prof. Dr. Martin Pall: MCS -   Toxikologische Entstehungsmechanismen und therapeutische   Annäherungsversuche</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/02/07/umweltmedizin-dr-martin-pall-bringt-mcs-in-standardwerk-der-toxikologie-ein">Umweltmedizin:   Dr. Martin Pall bringt MCS in Standardwerk der Toxikologie ein</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/08/27/mechanismus-der-erklaert-warum-sauna-therapie-bei-mcs-cfs-und-fms-hilft">Mechanismus   der erklärt warum Sauna-Therapie bei MCS, CFS und FMS hilft</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/12/10/ein-kurzer-ueberblick-ueber-den-vortrag-von-prof-dr-martin-pall-mcs-toxikologische-entstehungsmechanismen-und-therapeutische-annaeherungsversuche/">Pall:   Toxikologische Entstehungsgeschichte und therapeutische   Annäherungsversuche</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Die beliebtesten Blogs zum Thema Umweltmedizin im Februar 2010</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/01/die-beliebtesten-blogs-zum-thema-umweltmedizin-im-februar-2010/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 23:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Top 10 Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[beliebteste Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Top 10]]></category>

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		<description><![CDATA[
Platz Eins in der Blog Top 10 belegte ein Artikel, der eine erschütternde Tatsache verbreitet. Wir können uns vor der Chemikalie Bisphenol A nicht mehr schützen, denn sie ist überall anzutreffen. Vor allem die Nahrungsmittelindustrie steht vor einem schier unlösbaren Problem.
Den zweiten Platz belegte im Monat Februar ein Artikel, der über einen Professor berichtet, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Top-10-Februar.jpg"><img class="size-full wp-image-7726 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Top-10 der CSN Blogs im Februar" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Top-10-Februar.jpg" alt="" width="325" height="369" /></a></p>
<p>Platz Eins in der Blog Top 10 belegte ein Artikel, der eine erschütternde Tatsache verbreitet. Wir können uns vor der Chemikalie Bisphenol A nicht mehr schützen, denn sie ist überall anzutreffen. Vor allem die Nahrungsmittelindustrie steht vor einem schier unlösbaren Problem.</p>
<p>Den zweiten Platz belegte im Monat Februar ein Artikel, der über einen Professor berichtet, der an seiner Universität um Rücksichtnahme auf chemikaliensensible Studenten bittet. Mit leicht verständlichen Worten erklärte er MCS und bat darum, auf Parfums und Duftstoffe zu verzichten.</p>
<p>Auf dem dritten Platz landete im Faschingsmonat Februar eine Büttenrede über die Umweltambulanz Giessen und deren Gepflogenheiten, mit MCS- und Umweltkranken umzugehen.</p>
<p><strong>Zum Lesen der beliebtesten Artikel einfach anklicken:</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/24/bisphenol-a-%E2%80%93-eine-chemikalie-verseucht-unsere-nahrungsmittel-und-getranke/">Bisphenol A – Eine Chemikalie verseucht unsere Nahrungsmittel und Getränke</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/03/professor-appelliert-zur-rucksichtnahme-auf-kanarienvogel">Professor  appelliert zur Rücksichtnahme auf Kanarienvögel</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/15/buttenrede-aus-hessen-uber-eine-umweltambulanz-in-giessen">Büttenrede aus Hessen über eine Umweltambulanz in Giessen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/19/diabetes-bitter-sus-oder-giftig">Diabetes – Bitter, Süß oder giftig?</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/09/resonanz-des-finanzministeriums-zur-beschwerde-uber-problematik-durch-duftbriefmarken">Resonanz des Finanzministeriums zur Beschwerde über Problematik durch duftende Briefmarken</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/01/krebs-durch-parfums-und-duftstoffe">Krebs durch Parfums und Duftstoffe?</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/25/gericht-spricht-schmerzengeld-wegen-explosion-von-toilettenspray-zu">Gericht spricht Schmerzensgeld wegen Explosion von Toilettenspray zu</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/08/us-top-wissenschaftler-martin-l-pall-halt-elf-vortrage-uber-mcs-und-umweltkrankheiten-in-funf-europaischen-landern">US Top-Wissenschaftler Martin Pall hält elf Vorträge in fünf europäischen Ländern</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/01/29/kunstlich-erzeugte-verwirrung-uber-den-icd-10-zu-mcs">Künstlich erzeugte Verwirrung über den ICD-10 zu MCS</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/26/maske-auf-eine-sekundengeschichte">Maske auf – Eine Sekundengeschichte</a></li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedicht am Sonntag: Die Waldesmacht</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/28/gedicht-am-sonntag-die-waldesmacht/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 12:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
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		<category><![CDATA[Gedichte, Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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		<category><![CDATA[blaue Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[stählernes Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Zufluchtsort]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Waldmacht
Stahlblaue Augen &#8211; eigentlich schön
würde man nicht auch die Härte sehn
zeitweise ein gutes Herz
doch das war wohl nur ein Scherz.
-
Stahlblaue Augen &#8211; ein Waldesmann
schützt die Natur &#8211; wo er nur kann
leider auch vor Menschen &#8211; die dort Zuflucht suchen
nicht in der Lage &#8211; ein Hotelzimmer zu buchen.
-
Stahlblaue Augen &#8211; stählernes Herz
was einer Betroffenen bereitet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Waldesmann.jpg"><img class="size-full wp-image-7674 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Statt Hilfsbereitschaft - Macht im Wald demonstrieren" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Waldesmann.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die Waldmacht</strong></p>
<p style="text-align: center;">Stahlblaue Augen &#8211; eigentlich schön</p>
<p style="text-align: center;">würde man nicht auch die Härte sehn</p>
<p style="text-align: center;">zeitweise ein gutes Herz</p>
<p style="text-align: center;">doch das war wohl nur ein Scherz.</p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;">Stahlblaue Augen &#8211; ein Waldesmann</p>
<p style="text-align: center;">schützt die Natur &#8211; wo er nur kann</p>
<p style="text-align: center;">leider auch vor Menschen &#8211; die dort Zuflucht suchen</p>
<p style="text-align: center;">nicht in der Lage &#8211; ein Hotelzimmer zu buchen.</p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;">Stahlblaue Augen &#8211; stählernes Herz</p>
<p style="text-align: center;">was einer Betroffenen bereitet nur Schmerz</p>
<p style="text-align: center;">sie muss verschwinden vom Zufluchtsort</p>
<p style="text-align: center;">wie all &#8211; jagt auch er sie fort.</p>
<p style="text-align: center;">&#8211;</p>
<p>Dieses Gedicht wurde von Mona, der “Glasprinzessin”  geschrieben.  Mona hat schwere Chemikalien-Sensitivität / MCS und muss fast die ganze  Zeit draußen in der Natur verbringen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Mona die Glasprinzessin für CSN – Chemical  Sensitivity Network, 28. Februar 2010</p>
<p><strong>Mona’s Geschichte</strong>: <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/29/mona-die-glasprinzessin-ein-einsames-leben-mit-wind-und-wetter">Mona  die “Glasprinzessin” ein einsames Leben mit Wind und Wetter</a></p>
<p><strong>Weitere Gedichte und Geschichten der Glasprinzessin:</strong></p>
<p><a href="../2009/03/29/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-naturchaos/">Naturchaos</a> * <a href="../2009/03/12/heilung/">Heilung</a> * <a href="../2009/04/12/rotkehlia-das-rotkehlchen-erzaehlt-aus-seinem-leben/">Rotkehlia,  das Rotkehlchen erzählt aus seinem Leben</a> *<a href="../2009/04/19/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-dazwischen/">Dazwischen</a> * <a title="Permanent Link to Sonntagsgeschichte: Papo Mioâ€™s Oase für  Umweltkranke" href="../2009/05/17/sonntagsgeschichte-papo-mios-oase-fuer-umweltkranke/">Sonntagsgeschichte:  Papo Mio’s Oase für Umweltkranke</a> * <a title="Permanent Link:  Isolation - Sonntagsgedicht der Glasprinzessin" href="../2009/05/24/isolation-sonntagsgedicht-der-glasprinzessin/">Isolation  -  Sonntagsgedicht der Glasprinzessin</a> * <a href="../2009/05/31/vertigo-sonntagsgedicht-der-glasprinzessin/">Vertigo</a> * <a href="../2009/06/07/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-wohlig/">Wohlig </a>* <a href="../2009/06/14/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-am-bug/">Am  Bug</a> * <a href="../2009/06/21/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-ich-nehm-dich-mit/">Ich  nehm Dich mit</a>*<a href="../2009/06/28/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-kinderlachen/">Kinderlachen</a> * <a href="../2009/07/05/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-einsicht-aussicht/">Einsicht  – Aussicht </a>*  <a href="../2009/07/19/im-walde/">Im Walde</a> * <a href="../2009/07/26/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-tausendschoenchen/">Tausendschönchen</a> * <a href="../2009/08/09/sonntagsgedicht-der-glasprinzessin-karussell/">Karrusell</a> * <a href="../2009/08/16/gedicht-der-glasprinzessin-der-piano-player/">Der  Piano-Player</a> * <a href="../2009/08/23/gedicht-der-glasprinzessin-von-mara-zu-joy/">Von  Mara zu Joy</a> * <a href="../2009/08/30/gedicht-der-glasprinzessin-finden/">Finden</a> *<a href="../2009/09/13/gedicht-der-glasprinzessin-geborgenheit/"> Geborgenheit</a> * <a href="../2009/09/27/gedicht-hereinspaziert/">Hereinspaziert</a> * <a href="../2009/10/11/gedicht-funktion/">Funktion</a> *<a href="../2009/11/22/gedicht-ausweg/">Ausweg</a> * <a href="../2009/12/27/erdgebunden-himmelsverwoben/">Erdverbunden  Himmelsverwoben</a> * <a href="../2010/01/10/gedicht-am-sonntag-grauer-mond/">Grauer  Mond </a>* <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/01/31/gedicht-unmenschlich/">Unmenschlich</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Buch über MCS jetzt auch als E-Book / Kindle Book erhältlich</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/27/buch-uber-mcs-jetzt-auch-als-e-book-kindle-book-erhaltlich/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 19:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[E-Book]]></category>
		<category><![CDATA[Els Valkenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle Book]]></category>
		<category><![CDATA[Lesebox]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[online lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das von Els Valkenburg geschrieben Buch über Chemikalien-Sensitivität (MCS) ist seit ein paar Tagen auch als E-Book erhältlich. Eine wunderbare Lösung, Bücher lesen zu können ohne die Umwelt zu stark zu belasten. E-Books kommen Chemikaliensensiblen sehr entgegen, weil sie beim online Lesen nicht mit den Ausdünstungen der Druckerschwärze und des Papiers in Kontakt kommen. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Els-Valkenburg-Signing-book.jpg"><img class="size-full wp-image-7630 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Els-Valkenburg" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Els-Valkenburg-Signing-book.jpg" alt="" width="400" height="301" /></a></p>
<p>Das von Els Valkenburg geschrieben Buch über Chemikalien-Sensitivität (MCS) ist seit ein paar Tagen auch <a href="http://www.amazon.com/Understanding-Multiple-Chemical-Sensitivity-ebook/dp/B0039NLQO4/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=digital-text&amp;qid=1267102562&amp;sr=8-2-catcorr">als E-Book erhältlich</a>. Eine wunderbare Lösung, Bücher lesen zu können ohne die Umwelt zu stark zu belasten. E-Books kommen Chemikaliensensiblen sehr entgegen, weil sie beim online Lesen nicht mit den Ausdünstungen der Druckerschwärze und des Papiers in Kontakt kommen. Wer schwer betroffen ist, kann überhaupt keine Bücher oder Zeitungen lesen. Nur wenige der Chemikaliensensiblen verfügen über eine Lesebox, durch die eine Absaugung der Ausdünstungen erfolgt und Chemikalien der Druckerzeugnisse nach draußen geleitet werden.</p>
<p>Das Buch „Understanding Multiple Chemical Sensitivity: Causes, Effects, Personal Experiences and Resources“ ist vorerst nur als englischsprachiges E-Book erhältlich. Eine holländische und deutsche online Version sollen jedoch folgen, sobald dazu die Möglichkeit besteht.</p>
<p><strong>MCS Buch unterstützen</strong></p>
<p>Eine spannende Angelegenheit dürfte auch die Möglichkeit sein, <a href="http://www.amazon.de/MCS-Substanzen-Erfahrungen-Informationen-Chemikalienunvertr%C3%A4glichkeit/dp/3939570362/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1218545787&amp;sr=1-2">ein Bild von sich und dem Buch hochzuladen auf Amazone</a> (links unterhalb der Buchabbildung). Das geht bei der Printausgabe und beim E-Book. Bilder, die Chemikaliensensible mit ihrer MCS-Schutzmaske oder in ihrer MCS-gerechten Wohnung zeigen, könnten anderen Mitmenschen verdeutlichen, was ein Leben mit der Krankheit bedeutet und das Buch in seiner Aussagekraft stärken.</p>
<p>Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 27. Februar 2010</p>
<p><strong>Weitere Informationen: </strong><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/12/mcs-wenn-chemische-substanzen-und-duftstoffe-krank-machen-interview-zur-neuererscheinung-des-buches/">Interview mit Els Valkenburg</a></p>
<p><strong>Buchinformationen: </strong></p>
<ul>
<li>U<a href="http://www.het-abc-van-mcs.nl/mcs-book.htm">nderstanding Multiple Chemical Sensitivity: Causes, Effects, Personal Experiences and Resources ISBN: 978-0-7864-4443-4</a></li>
<li><a href="http://www.het-abc-van-mcs.nl/">Als chemische stoffen en geuren je ziek maken &#8211; Een naslagwerk over de onbegrepen milieuziekte MCS ISBN: 978-90-6378-729-5</a></li>
<li><a href="http://www.het-abc-van-mcs.nl/mcs-buch.htm">MCS &#8211; Wenn chemische Substanzen und Duftstoffe krank machen &#8211; Erfahrungen &#8211; Informationen &#8211; Adressen zur Multiplen Chemikalien-Sensitivität ISBN: 978-3-939570-36-3</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.com/Understanding-Multiple-Chemical-Sensitivity-ebook/dp/B0039NLQO4/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=digital-text&amp;qid=1267102562&amp;sr=8-2-catcorr">E-Book &#8211; Understanding Multiple Chemical Sensitivity: Causes, Effects, Personal Experiences and Resources</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>RTL-Drehtag für einen TV Bericht über MCS, angeregt durch die Kurzgeschichte „Maske auf!“</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 11:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gepaucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffallergie]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
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		<category><![CDATA[Vertständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Weigerung der DAK]]></category>

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Innerhalb relativ kurzer Zeit drehte RTL zwei Filmbeiträge über das Thema Chemikalien-Sensitivität (MCS). Der erstere mit Stern-TV, mit der Tierärztin Coretta Danzer, der zweite mit Manuela Schmalz und ihren Mann Gerhard Becker.
Professionelle Vorbereitung und viel Verständnis
Auch hier zeigte sich wieder die professionelle Vorbereitung von RTL auf dieses Thema, diesmal mit der Redakteurin der Sendung „Explosiv“, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Filmteam.jpg"><img class="size-full wp-image-7617 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Das RTL Filmteam scheute keine Mühe" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Filmteam.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>Innerhalb relativ kurzer Zeit drehte RTL zwei Filmbeiträge über das Thema Chemikalien-Sensitivität (MCS). Der erstere mit <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/08/chemikalien-sensitivitat-mcs-in-stern-tv-bericht-uber-den-drehtag-zur-sendung">Stern-TV, mit der Tierärztin Coretta Danzer,</a> d<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/13/umweltkrankheit-mcs-heute-in-rtl-explosiv">er zweite mit Manuela Schmalz und ihren Mann Gerhard Becker</a>.</p>
<p><strong>Professionelle Vorbereitung und viel Verständnis</strong></p>
<p>Auch hier zeigte sich wieder die professionelle Vorbereitung von RTL auf dieses Thema, diesmal mit der Redakteurin der Sendung „Explosiv“, Sandra Lange und ihrem Kamerateam. Das Team gab sich alle Mühe, duftfrei bei uns zu erscheinen, was auch im Wesentlichen gelang. Einzig ein schwacher Vanilleduft war zu vernehmen – von einem Makup – wie sich herausstellte. Auch war etwas Rasierwasser zu riechen. Das stellt aber keine Kritik unsererseits dar, zeigt es doch, wie schwer es für gesunde Menschen ist, abrupt Duftfreiheit zu erlangen. Jeder MCS-Kranke weiß, wie hartnäckig künstliche Duftmoleküle in Gewebe verbleiben und dass Kleidung oft erst nach mehreren Waschgängen duftfrei wird, wenn überhaupt. Dem Bemühen des RTL-Team gebührt jedenfalls Anerkennung und Dank! Die sehr gute Vorbereitung zeigte sich auch während der Vorgespräche mit Sandra Lange über das Thema MSC. Den Betroffenen in Deutschland ginge es sicher um 50% besser, wenn sich die Ärzte und verantwortliche Behörden in Deutschland nur halb so gut und gründlich über MCS informieren würden wie das RTL-Team, obwohl es ja „nur“ um einen Fünf-Minuten-Beitrag kurz nach den Nachrichten ging.</p>
<p><strong>Filmteam zeigt mehr Verständnis für MCS als viele Ärzte</strong></p>
<p>Wie wichtig es für das RTL-Team war, dass es Manuela möglichst gut während der Drehzeit ging, zeigte sich auch noch an einem anderen Aspekt: Da das Team wusste, dass die starken Scheinwerfer riechen werden, wollten sie den <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/22/stern-tv-gast-mit-chemikalien-sensitivitat-berichtet-uber-ihre-erfahrungen-in-und-nach-der-live-sendung/">Glaskasten aus der Sendung Stern-TV</a> verwenden, in dem Coretta Danzer während des Interview saß. Dieser stand aber nicht mehr zur Verfügung, weil er defekt war. Sandra Lange brachte vom fernen Köln aus das Kunststück fertig und machte die Großhandelsfirma „Bäderlandschaften“ von Herrn Oertel aus Naumburg ausfindig, die über eine große Ausstellungsfläche verfügte. Herr Oertel stellt schon über einen langen Zeitraum Duschkabinen aus, so dass sie bereits ausgegast waren. Zwischenbemerkung: Auch diesen wichtigen Aspekt kannte Sandra Lange. Ganz im Gegensatz zu den Ärzten, die es MCS-Kranken zumuten, sich in Wartezimmer und Arztpraxen zu begeben, in denen es von unzähligen Duftstoffen wimmelt. Es heißt dann immer, dass diese Krankheit noch zu unbekannt und nur schwer zu begreifen sei, was die Anforderungen betrifft. Warum können es dann junge Journalisten, die keine Mediziner sind, innerhalb von wenigen Tagen?</p>
<p><strong>Nette Hilfe</strong></p>
<p>Manuela suchte sich eine Duschkabine aus, die einen vollwertigen Ersatz für den Plexiglaskasten hergab. Deshalb wurde sie vom Nachrichtensprecher der RTL-Nachrichten als die Frau angekündigt, die nur aus einer Duschkabine heraus sprechen wollte. An dieser Stelle sei Herrn Oertel und seiner Frau herzlichst gedankt, die überaus entgegenkommend, freundlich und verständnisvoll waren.</p>
<p><strong>Keine Mühe war zu groß</strong></p>
<p>Aber nicht nur die Vorbereitung war enorm, ebenso das Arbeitspensum am Drehtag. Immerhin dauerte der Drehtag von ca. 10.30 bis 17.30 Uhr, mit nur relativ kurzen Unterbrechungen. Noch dazu sei bemerkt, es wurde immerhin an fünf Drehorten gedreht.</p>
<p><strong>Fünf Drehorte</strong></p>
<ol>
<li>In unserer neuen Wohnung (Szene, wo Manuela das RTL-Team riechend prüfte und wo sie beim Kochen des Essens gezeigt wurde, des Weiteren ein mit Alufolie beklebter Vorratsraum, weil dieser sich nicht anders von Duftstoffen befreien ließ, und von einem Zimmer, dass mit Alu-Kraftpapier ausgelegt war).</li>
<li>In unserer alten Wohnung, die wir noch nicht völlig leer geräumt haben.</li>
<li>Im Stadtzentrum, dort wurde die Szene gedreht, wo Gerhard Manuela signalisierte, wann sie die<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/26/maske-auf-eine-sekundengeschichte/"> Maske auf </a>und wann abzusetzen hatte. Die Dreharbeiten für diese Szene zogen sich länger hin, wie gedacht. Gerade an diesem Tag herrschte sehr windiges Wetter, so dass wir Mühe hatten, in Situationen zu geraten, wo Gerhard solche Warnungen aussprechen musste. Erst in einer windgeschützten Straße ergab sich öfters diese Notwendigkeit, hauptsächlich durch Rauchgase, Zigarettenqualm und Parfüm. Für die Glaubwürdigkeit dieser Szene war das sehr wichtig. Sandra Lange ließ nicht eher locker, bis sich so eine Situation tatsächlich ergab.</li>
<li>Im Bioladen „Die Käseecke“, wo wir immer unsere Bionahrung für Manuela kaufen.</li>
<li>Schließlich und endlich das Interview aus der Duschkabine heraus. Es dauerte sicher eine Stunde.</li>
</ol>
<p>Es kam durch die fleißige Arbeit des RTL-Teams und dem engagierten Mitwirken von Manuela ein sehr umfangreiches und aussagekräftiges Filmmaterial zusammen. Sandra Lange musste an einem Tag das gesamte Material sichten, zu dem Filmbeitrag zusammenschneiden und betexten. Sie dürfte die Qual der Wahl gehabt haben. Manuela wurde vom Filmteam sehr gelobt für ihr natürliches, lockeres, aus sich herausgehende Auftreten und gutem Sprechen, was man selten finde würde. Schade, dass es nicht die Möglichkeit gibt, das gesamte Interview in irgendeiner Form zu veröffentlichen.</p>
<p><strong>Sendetermin</strong></p>
<p>Schade, dass wir den <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/13/umweltkrankheit-mcs-heute-in-rtl-explosiv">Sendetermin</a> selbst erst so spät erfuhren. Explosiv ist eine tagesaktuelle Sendung, deren konkrete Zusammenstellung sich erst kurz vor dem Sendetermin ergibt. Da Manuela schon in Magdeburg war, Gerhard auf Arbeit, zu allem Überdruss sein Webpocket defekt, mit dem er Silvia Müller hätte informieren können und sie zu dem Zeitpunkt der Bekanntmachung schon „Dienstschluss“ hatte (soll heißen, telefonisch nicht mehr erreichbar war), gestaltete sich eine Information überaus schwierig. Wer den Sendetermin verpasste, wird hoffentlich die Sendung noch online sehen können.</p>
<p><strong>Riesenaufwand für „nur“ fünf Minuten</strong></p>
<p>Es war für uns erstaunlich, wie viel Arbeit, Geduld, Vorbereitung und Fachwissen nötig ist, um am Ende einen nur wenigen Minuten andauernden Filmbeitrag sehen zu können. Wenn man bedenkt, wie viel „Material“ während eines Tages über einen Sender abgespult wird, dann kann man erahnen, welches enorme Arbeitspensum dahinter steckt. Der Zuschauer dürfte es nicht ansatzweise vom Fernsehsessel aus vermuten können. Es bleibt zu hoffen, dass der Zuschauer trotz der Informations-Tagesflut der Medien etwas von diesem Beitrag behalten hat, der bezüglich der Länge eines Tages nur ein paar Mal Augenblinzeln entsprach, für Manuela aber ein ganzer anstrengender Tag war.</p>
<p>„Die Frau aus der Duschkabine“ – vielleicht wird Manuela dadurch in Erinnerung bleiben. Doch statt &#8220;bekannt&#8221; oder &#8220;berühmt&#8221; zu werden, ist ihr ihre Gesundheit  tausendmal wichtiger.</p>
<p><strong>Hürden im Alltag oder wie versetzt man Berge?</strong></p>
<p>Bleibt zu fragen, wie es Manuela nach dem Drehtag erging. Erfreulicherweise gut. Der Drehtag hatte keine „Spätfolgen“. Dafür aber das an den nächsten Tagen einsetzende Tauwetter, was die Luftfeuchtigkeit unserer Erdgeschosswohnung, die teilweise wie eine Kellerwohnung angelegt ist, auf bis zu 80% ansteigen ließ. Trotz Heizen und häufigen Stoßlüften. Die Luftfeuchtigkeit stieg immer wieder stark an. Erst mit dem erneuten Frosteinbruch ging sie wieder zurück. Diese Luftfeuchtigkeit belastet Manuela sehr. Sie lässt Chemikalien und anderes um ein vielfaches stärker wahrnehmbar und damit belastend werden. Für uns schon jetzt die erschreckende und überaus traurige Erkenntnis, dass wir auf das falsche Pferd gesetzt haben: Die neue Wohnung, die uns sehr viel Kraft , Arbeit und Geld gekostet hat, in der Manuela endlich Ruhe und Erholung finden sollte, entpuppte sich als ein Albtraum. Sie floh förmlich zu der Wohnung ihrer Mutter, die auch nicht optimal, aber das kleinere Übel ist. Während dessen weiß Gerhard nicht, wie er allein die alte Wohnung endgültig räumen und mit neuen Anstrich bis März dem alten Vermieter übergeben soll und gleichzeitig auch schon den erneuten Umzug planen. Immerhin ist er im Monat  jeweils 14 Tage durch seine Arbeit (24 Std. Dienst) überhaupt nicht zu Hause.</p>
<p><strong>Wie wird es weitergehen?</strong></p>
<p>Nachdem hauptsächlich durch die Rauchgasbelastung  einer Holzpelletsheizung und durch die Weigerung der DAK, die in Dallas begonnene, sehr erfolgreiche, Sauerstofftherapie in Deutschland fortzuführen, <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/02/erfahrungen-einer-mcs-patientin-in-der-umweltklinik-ehc-dallas">Manuelas Behandlungserfolg </a>der kostenaufwändigen <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/26/mcs-patientin-berichtet-uber-ihre-reise-in-die-umweltklinik-ehc-dallas">Therapie im EHC-Dallas</a> zunichte gemacht wurde, wurde auch noch diese zweite, ebenfalls teure, Hoffnung zerstört. Wie es weitergehen kann, wissen wir nicht. Einmal mehr zeigt sich, wie in Deutschland <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/01/die-letzten-monate-im-leben-der-chemikaliensensiblen-angelika-s">MCS-Kranke im Stich gelassen</a> werden.</p>
<p>„Weil du arm bist, musst du eher sterben“ &#8211; ist in Deutschland wieder aktueller denn je. Wird der RTL-Dreh eine Kleinigkeit wenigstens für Manuela bewirken können? Hoffen wir es.</p>
<p><strong>Autoren: </strong>Manuela Schmalz und Gerhard Becker, CSN – Chemical Sensitivity Network, 26. Februar 2010</p>
<p><strong>Weitere CSN-Artikel über TV-Berichte zu MCS</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/26/maske-auf-eine-sekundengeschichte">Maske auf &#8211; eine Sekundengeschichte</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/08/chemikalien-sensitivitat-mcs-in-stern-tv-bericht-uber-den-drehtag-zur-sendung">Chemkalien-Sensitivität &#8211; MCS in Stern TV / Bericht über den Drehtag zur Sendung</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/22/stern-tv-gast-mit-chemikalien-sensitivitat-berichtet-uber-ihre-erfahrungen-in-und-nach-der-live-sendung/">Stern-TV  Gast mit Chemikalien-Sensitivität berichtet über ihre Erfahrungen in  und nach der Live Sendung</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/20/fehlinformationen-uber-mcs-in-tv-doku">Fehlinformationen über MCS in TV Doku</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/09/04/gift-am-arbeitsplatz-tv-beitrag-des-swr-jetzt-online-anschauen">Gift am Arbeitsplatz &#8211; TV Beitrag des SWR</a></li>
</ul>
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