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	<title>CSN Blog</title>
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		<title>Studie konnte Zusammenhang zwischen Chemikalien-Sensitivität und psychischen Krankheiten nicht bestätigen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 15:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Die Schwedin Prof. Dr. Eva Millqvist forscht schon seit einigen Jahren über Hyperreaktivität der Atemwege und die Umweltkrankheit MCS – Multiple Chemical Sensitivity. Ihr Spezialgebiet liegt im Bereich Reaktionen der Atemwege auf Reizstoffe.
Krank durch Gerüche und Duftstoffe
Patienten mit Atemwegsbeschwerden, die durch Chemikalien und Gerüche ausgelöst werden, sind in Allergiekliniken häufig anzutreffen. Laut Millqvist und ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/Wissenschaft-Brille.jpg"><img class="size-full wp-image-10317 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Die Beschwerden von Patienten müssen durch die richtige Brille gesehen werden" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/Wissenschaft-Brille.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>Die Schwedin Prof. Dr. Eva Millqvist forscht schon seit einigen Jahren über Hyperreaktivität der Atemwege und die Umweltkrankheit MCS – Multiple Chemical Sensitivity. Ihr Spezialgebiet liegt im Bereich Reaktionen der Atemwege auf Reizstoffe.</p>
<p><strong>Krank durch Gerüche und Duftstoffe</strong></p>
<p>Patienten mit Atemwegsbeschwerden, die <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/25/alkohol-in-parfums-und-duftstoffen-verstaerkt-gesundheitsbeschwerden/">durch Chemikalien und Gerüche ausgelöst</a> werden, sind in Allergiekliniken häufig anzutreffen. Laut Millqvist und ihrem Team sind diese Gesundheitsprobleme  jedoch nicht durch asthmatische oder allergische Reaktionen erklärbar.</p>
<p>Deutsche Patienten berichten häufig, dass ihnen vom Allergologen das Aufsuchen eines Psychologen empfohlen wurde, nachdem sie über Reaktionen auf Chemikalien oder Gerüche berichtet hatten. Darüber, ob dazu tatsächlich Anlass besteht, genau darüber gibt die neue Studie aus Schweden Aufschluss.</p>
<p><strong>Studien zeigten Reaktionen</strong></p>
<p>Frühere Studien von Millqvist haben gezeigt, dass MCS-Patienten oft eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber inhaliertem Capsaicin aufweisen. Dieser Bestandteil von Chili ist dafür bekannt, dass er sensorische Reaktivität reflektiert. Als Diagnose wurde „sensorische Hyperreaktivität der Atemwege“ (SHR) für diese Art von Beschwerden vorgeschlagen.</p>
<p><strong>Haben es Patienten mit Asthma oder SHR häufiger an der Psyche?</strong></p>
<p>In ihrer jüngsten Studie setzten sich die renommierte Wissenschaftlerin und zwei Kollegen das Ziel herauszufinden, ob es eine Beziehung zwischen Asthma und sensorischer Hyperreaktivität (SHR) gibt. Zusätzlich wollte das Forscherteam untersuchen, ob Patienten mit Anzeichen von SHR eine erhöhte psychiatrische Morbidität (Ängste, Depressionen, etc.) aufweisen.</p>
<p><strong>Patienten wurden Tests und Fragebogen unterzogen</strong></p>
<p>Die Wissenschaftler hatten in ihre Studie 724 Patienten eines Asthma-Zentrums einbezogen, bei denen Verdacht auf Allergien oder Asthma bestand. Alle Patienten mussten einen quantitativen Fragebogen ausfüllen und darin über affektive Reaktionen und Verhaltensstörungen durch duftende Stoffe, bzw. solche, die stechend wirken, berichten.</p>
<p>Ein standardisierter Capsaicin-Test wurde durchgeführt und ein Fragebogen zur Beurteilung der psychiatrischen Morbidität bei Patienten mit ausgeprägter Chemikalien-Sensitivität angewendet, um diejenigen zu identifizieren, die unter SHR leiden.</p>
<p><strong>Keine Anzeichen für Depressionen oder Ängste</strong></p>
<p>Von den Asthma-Patienten des Allergie-Zentrums, die an der Studie teilnahmen, wiesen ca. 6% eine sensorische Hyperreaktivität (SHR) auf. Millqvist und ihre Kollegen gaben an, dass dies im Einklang mit der Prävalenz in der allgemeinen schwedischen Bevölkerung steht. Es gab keinen signifikanten Hinweis darauf, dass SHR mit Ängsten oder Depressionen in Verbindung steht.</p>
<p><strong>Patienten sollten auf genauer diagnostischer Abklärung bestehen</strong></p>
<p>Die Studie erschien in der Ausgabe Juli 2010, der medizinischen Fachzeitschrift „Annals of Allergy, Asthma &amp; Immunology“. Sie sollte Patienten, die auf Chemikalien und Gerüche mit hyperreaktiven Atemwegsbeschwerden reagieren und deswegen vom Allergologen einen Hinweis auf das mögliche Vorliegen einer psychischer Erkrankung erhielten, den Impuls geben, sich damit nicht zufrieden zu geben und vielleicht zusätzlich einen erfahrenen Umweltmediziner aufzusuchen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 2. September 2010.</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p>Johansson A, Millqvist E, Bende M., Relationship of airway sensory hyperreactivity to asthma and psychiatric morbidity, Department of Respiratory Medicine, Central Hospital, Skövde, Sweden, Ann Allergy Asthma Immunol. 2010 Jul;105(1):20-3.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Weitere Artikel über Studien von Prof. Millqvist</strong></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/25/alkohol-in-parfums-und-duftstoffen-verstaerkt-gesundheitsbeschwerden/">Alkohol in Parfums und Duftstoffen verstärkt Gesundheitsbeschwerden</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/19/reaktion-auf-parfum-auch-ohne-riechen-des-parfums-moeglich/">Reaktionen auf Parfum auch ohne Riechen des Parfums möglich</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/04/21/chemikaliensensitivitaet-durch-loesemittel/">Chemikalien-Sensitivität durch Lösungsmittel</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die am häufigsten gelesenen Blogs im August 2010</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/09/01/die-am-haufigsten-gelesenen-blogs-im-august-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 06:44:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Top 10 Artikel]]></category>
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		<category><![CDATA[häufigsten gelesene Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die im August am häufigsten gelesenen Artikel im CSN-Blog repräsentieren eine Situation, die erschütternd ist. Menschen, die durch Chemikalien krank werden, überlässt man in Deutschland weitgehend sich selbst und der Obhut von Selbsthilfeorganisationen. Unternehmen, die ihre Angestellten Chemikalien ohne adäquaten Schutz aussetzen, haben oft nicht viel zu fürchten. Einzig die zunehmende Vernetzung der Opfer trägt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/Top-10-August-2010.jpg"><img class="size-full wp-image-10302 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Die am Häufigsten gelesenen Blogs" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/Top-10-August-2010.jpg" alt="" width="440" height="292" /></a></p>
<p>Die im August am häufigsten gelesenen Artikel im CSN-Blog repräsentieren eine Situation, die erschütternd ist. Menschen, die durch Chemikalien krank werden, überlässt man in Deutschland weitgehend sich selbst und der Obhut von Selbsthilfeorganisationen. Unternehmen, die ihre Angestellten Chemikalien ohne adäquaten Schutz aussetzen, haben oft nicht viel zu fürchten. Einzig die zunehmende Vernetzung der Opfer trägt dazu bei, dass Missstände offenkundig werden und fängt das Leid, das von Verursachern hinterlassen wird, ein wenig auf.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>Zum Lesen der CSN Top 10 Artikel, einfach anklicken:</strong></span></p>
<ol>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/05/nachwort-zum-freitod-von-heide-n/">Nachwort zum Freitod von Heide N.</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/02/81-jahrige-stellt-eigene-webseite-zum-thema-gifte-am-arbeitsplatz-ins-internet/">81-jährige stellt eigene Webseite zum Thema Gifte am Arbeitsplatz ins Internet</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/03/envio-pcb-skandal-die-opfer-stehen-im-regen/ ">Envio PCB-Skandal: Die Opfer stehen im Regen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/08/13/laminat-belastet-umwelt-und-gesundheit/">Laminat belastet Umwelt und Gesundheit</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/06/23/wenn-die-galle-ueberlaeuft-natuerliche-hilfe-bei-gallensteinen-gallenkolik-co/ ">Wenn die Galle überläuft – Natürliche Hilfe bei Gallensteinen, Gallenkolik &amp; Co.</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/17/pestizide-gefahr-fur-umwelt-und-gesundheit-%E2%80%93-oder-hysterie/ ">Pestizide: Gefahr für Umwelt und Gesundheit oder Hysterie</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/11/verandert-ein-danisches-mcs-%e2%80%93wissenscenter-die-internationalen-erkenntnisse-uber-chemikalien-sensitivitat/ ">Verändert ein dänisches MCS –Wissenscenter die internationalen Erkenntnisse über Chemikalien-Sensitivität?</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/27/hilferuf-spanischer-professor-mit-chronischer-quecksilbervergiftung-und-mcs-trat-in-hungerstreik/  ">Hilferuf: Spanischer Professor mit chronischer Quecksilbervergiftung und MCS trat in Hungerstreik</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/27/gericht-entschied-parfum-ist-bei-therapie-von-duftstoffallergikern-nicht-akzeptabel/  ">Gericht entschied: Parfüm ist bei Therapie von Duftstoffallergikern nicht akzeptabel</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/19/bremsenstiche/ ">Bremsenstiche</a></li>
</ol>
<ul style="text-align: left;"></ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Brustkrebs bei Männern: Studie findet Berufe als Ursache und Chemikalien als Risikofaktor</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/30/brustkrebs-bei-mannern-studie-findet-berufe-als-ursache-und-chemikalien-als-risikofaktor/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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KFZ Mechaniker besonders gefährdet
Brustkrebs ist bei Männern eine seltene auftretende Erkrankung mit bislang weitgehend unbekannter Ätiologie. Neben genetischen und hormonellbedingten Risikofaktoren stehen eine große Anzahl von Umweltchemikalien in Verdacht, bei Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Eine Wissenschaftlergruppe des CESP – INSERM, ein französisches, staatliches Institut für Gesundheit und medizinische Forschung,  führte eine Studie zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Oelverschmierte-Haende.jpg"><img class="size-full wp-image-10294 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Berufsrisiko Krebs" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Oelverschmierte-Haende.jpg" alt="" width="372" height="323" /></a></p>
<p><strong>KFZ Mechaniker besonders gefährdet</strong></p>
<p>Brustkrebs ist bei Männern eine seltene auftretende Erkrankung mit bislang weitgehend unbekannter Ätiologie. Neben genetischen und hormonellbedingten Risikofaktoren stehen eine große Anzahl von Umweltchemikalien in Verdacht, bei Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Eine Wissenschaftlergruppe des CESP – INSERM, ein französisches, staatliches Institut für Gesundheit und medizinische Forschung,  führte eine Studie zur Identifizierung von Berufen oder beruflichen Chemikalienexpositionen durch, um verstärktes Auftreten von Brustkrebs bei Männern und auslösende Mamma-Karzinogene in der Umwelt zu ermitteln. Das Studienergebnis enthüllte, dass bei sechs<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/02/81-jahrige-stellt-eigene-webseite-zum-thema-gifte-am-arbeitsplatz-ins-internet/"> Berufsgruppen ein erhöhtes Risiko</a>, an Brustkrebs zu erkranken, vorliegt.</p>
<p><strong>Multizentrische Studie sucht Krebsauslöser</strong></p>
<p>Um eine möglichst repräsentative Bewertung berufsbedingter Risikofaktoren für Brustkrebs bei Männern durchzuführen, wurde eine multizentrische Fall-Kontroll-Studie durchgeführt. An der Studie nahmen acht europäische Länder teil. Die Wissenschaftler bezogen 104 Brustkrebsfälle ein, die mit 1901 Kontrollpersonen abgeglichen wurden. In einem persönlichen Anamnesegespräch ermittelten sie, welche einzelnen Berufe die Probanden während ihres Arbeitslebens ausgeführt hatten. Ergänzend wurden die jeweiligen beruflichen Expositionen gegenüber endokrinwirksamen Substanzen (Alkylphenolharz Verbindungen, Phthalate, polychlor- ierte Biphenyle und Dioxine) von sachkundigen Experten bei jedem einzelnen Studienteilnehmer bewertet.</p>
<p><strong>Automechaniker besonders gefährdet</strong></p>
<p>Die Inzidenz (Anzahl der Neuerkrankungen) für Brustkrebs bei Männern trat besonders verstärkt bei Kfz-Mechanikern hervor (OR 2.1, 95% CI 1.0 bis 4.4) und ging mit einer Dosis-Wirkungs-Beziehung  über die Dauer der Beschäftigung einher. Ein verstärktes Auftreten ließ sich aber auch bei Arbeitnehmern feststellen, die einen der nachfolg- enden Berufe ausübten:</p>
<ul>
<li>Papierhersteller</li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/09/resultat-eines-arbeitslebens-als-maler/">Maler</a></li>
<li>Arbeiter in der Forst-und Holzwirtschaft</li>
<li>Angestellte in Gesundheits- und Sozialberufen</li>
<li>Arbeiter in der Möbelherstellung</li>
</ul>
<p>Das Quotenverhältnis für die Exposition gegenüber Alkylphenolharz-Verbindungen über dem Mittelwert war 3,8 (95% CI 1,5-9,5). Diese Verbindung blieb nach Adjustierung des Signifikanzniveaus für berufliche Exposition gegenüber anderen umweltbedingten Östrogen bestehen.</p>
<p><strong>Bestimmte Chemikalien lösen Brustkrebs bei Männern aus</strong></p>
<p>Die Studienergebnisse legen nach Aussage der Wissenschaftler nahe, dass einige Umweltchemikalien mögliche Mamma-Karzinogene darstellen. Insbesondere Benzin, organische petrochemische <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/04/21/chemikaliensensitivitaet-durch-loesemittel/">Lösemittel</a> oder polyzyklische aromatische Kohlenwas- serstoffe stehen für die Wissenschaftler in Verdacht, weil sie zu konsequent erhöhtem Risiko für männlichen Brustkrebs bei Kraftfahrzeugmechanikern führten. Auch endokrine Disruptoren wie Alkylphenolharz-Verbindungen können, gemäß den Stud- ienergebnissen, bei Brustkrebs eine Rolle spielen.</p>
<p>Die CESP &#8211; INSERM Studie wurde am 25. August 2010 in der medizinischen Fach- zeitschrift Occupational Environmental Medicine veröffentlicht.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 30. August 2010.</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p>Villeneuve S, Cyr D, Lynge E, Orsi L, Sabroe S, Merletti F, Gorini G, Morales-Suarez-Varela M, Ahrens W, Baumgardt-Elms C, Kaerlev L, Eriksson M, Hardell L, Févotte J, Guénel P., Occupation and occupational exposure to endocrine disrupting chemicals in male breast cancer: a case-control study in Europe, CESP &#8211; INSERM (National Institute of Health and Medical Research), Villejuif, France, Occup Environ Med., Aug 25, 2010.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Weitere CSN-Artikel zum Thema:</strong></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/12/krank-durch-chemikalien-der-brief-zu-pfingsten/">Krank durch Chemikalien – Der Brief zu Pfingsten</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/04/21/chemikaliensensitivitaet-durch-loesemittel/">Chemikaliensensitivität durch Lösemittel</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/26/seit-25-jahren-krank-durch-holzschutzmittel/">Seit 25 Jahren krank durch Holzschutzmittel</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/06/reha-bringen-sie-beim-abholen-einen-rollstuhl-mit/">REHA – Bringen Sie beim Abholen einen Rollstuhl mit</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/03/19/umweltkranke-jetzt-glauben-sie-mir-endlich/">Umweltkranke: Jetzt glauben sie mir endlich!</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Gericht entschied: Parfüm ist bei Therapie von Duftstoffallergikern nicht akzeptabel</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/27/gericht-entschied-parfum-ist-bei-therapie-von-duftstoffallergikern-nicht-akzeptabel/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 08:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergien]]></category>
		<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
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		<category><![CDATA[Duftstoffallergiker]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechtsstreit]]></category>
		<category><![CDATA[Therapiesitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eine Frau mit einer schweren Duftstoffallergie und MCS hat einen Prozess gewonnen, den ihre Therapeutin gegen die kranke Frau angestrebt hatte. Trotz Vereinbarung, dass die Therapeutin am Tag der Behandlung duftfrei sein solle wegen der Problematik der Patientin, verwendete diese ein Parfüm. Die Patientin konnte das Parfüm nicht tolerieren und brach die Therapiesitzung ab. Trotzdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Gericht.jpg"><img class="size-full wp-image-10271 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Gericht entschied: Parfum nicht akzeptabel" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Gericht.jpg" alt="" width="440" height="292" /></a></p>
<p>Eine Frau mit einer schweren Duftstoffallergie und MCS hat einen Prozess gewonnen, den ihre Therapeutin gegen die kranke Frau angestrebt hatte. Trotz Vereinbarung, dass die Therapeutin am Tag der Behandlung duftfrei sein solle wegen der Problematik der Patientin, verwendete diese ein Parfüm. Die Patientin konnte das Parfüm nicht tolerieren und brach die Therapiesitzung ab. Trotzdem stellte die Therapeutin die Therapiesitzung in Rechnung und zog vor Gericht, nachdem die unter Duftstoffallergien leidende  Frau sich weigerte zu zahlen.</p>
<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/urteil_amtsgericht.pdf">Der Richter des Amtsgerichts Rheinbach entschied</a> zugunsten der Duftstoffallergikerin und beschloss Mitte 2010, im vereinfachten Verfahren gemäß § 495a ZPO ohne mündliche Verhandlung, dass die Klage nicht begründet sei.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Die Entscheidungsgründe des Gerichtes:</strong></span></p>
<blockquote><p>Die Klägerin hat gegen die Beklagte keinen Anspruch auf Bezahlung der am 16.05.2008 von der Beklagten abgebrochenen Therapiesitzung (§§ 611,615 BGB), da die Beklagte durch das Verlassen der Praxis der Klägerin an diesem Tag nicht in Verzug der Annahme der Leistung der Klägerin geraten ist. Voraussetzung für den Annahme Verzug ist, dass die Klägerin ihre Leistung ordnungsgemäß angeboten hatte (§ 615 BGB). Hieran fehlt es. Ein Leistungsangebot ist unter Berücksichtigung des § 242 BGB nur dann ordnungsgemäß, wenn auch entsprechende Rücksichtsnahme- und Schutzpflichten gegenüber dem Vertragspartner eingehalten worden sind. Das bedeutet im Fall der Beklagten, die wegen ihrer Erkrankung als Duftstoffallergikerin behandelt werden sollte, dass die Beklagte in der Praxis der Beklagten keinen Duftstoffen ausgesetzt wurde und insbesondere, dass die Klägerin selbst keine Duftquelle darstellte, Gegen diese (Neben-) Pflicht hat die Klägerin verstoßen. Wie sie ihren an die Beklagte gerichteten Schreiben vom 11.05.2009 eingeräumt hat, hatte sie in der Therapiesitzung am 16.05.2009 ein Parfüm, wenn auch kein besonders auffälliges, getragen und dies im Rechtsstreit dahingehend erläutert, das sie lediglich ein Parfüm getragen habe, das über die Tagespflege mit einem Deodorant nicht hinausgegangen sei. Insoweit kommt es jedoch nicht auf die Stärke des Geruchs an, da es für Duftstoffallergiker nicht entscheidend ist, ob ein Parfüm auffällig riecht oder nicht, sondern alleine darauf, ob Duftstoffe vorhanden sind, die bei ihnen möglicherweise eine allergische Reaktion hervorrufen.</p></blockquote>
<p><strong>Autor: </strong>CSN – Chemical Sensitivity Network, 27.08.2010</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;">Umweltbundesamt, <a href="http://www.csn-deutschland.de/d002.htm">Duft- und Aromastoffe  nicht unüberlegt in Innenräumen einsetzen</a>, 14.04.2000.</li>
<li style="text-align: left;">Umweltbundesamt, Pressemeldung 34/2004, <a href="http://www.csn-deutschland.de/d003.htm">Ein unterschätztes  Problem: Umweltbedingte Kontaktallergien</a>, 22.04.2004</li>
<li style="text-align: left;">Umweltbundesamt, <a href="http://www.csn-deutschland.de/d001.htm">Duftstoffe nicht wahllos  einsetzen</a>, 15.07.2004</li>
<li style="text-align: left;">Silvia K. Müller,<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/18/vergleich-bei-gericht-100-000-entschadigung-wegen-parfumallergie-und-duftstoffverbot-bei-behorden/"> Vergleich  bei Gericht: 100 000$ Entschädigung und Duftstoffverbot bei Behörden</a>,  CSN, 15.03. 2010</li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/26/bundesgerichtshof-entschied-zugunsten-einer-an-multiple-chemical-sensitivity-erkrankten-frau/">Bundesgerichtshof  entschied zugunsten einer an Multiple Chemical Sensitivity erkrankten  Frau</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/04/22/zentralbuero-fuer-volkszaehlung-untersagt-duftstoffe-am-arbeitsplatz/">Zentralbüro  für Volkszählung untersagt Duftstoffe am Arbeitsplatz</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Haben Schüler mit Chemikalien-Sensitivität an deutschen Schulen eine Chance?</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/24/haben-schuler-mit-chemikalien-sensitivitat-an-deutschen-schulen-eine-chance/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 13:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thommy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Die möglichst breite Integration Behinderter ist Ziel aller Länder, die zu den Unterzeichnern der UN-Behindertenkonvention gehören. In Deutschland besitzt dieses völkerrechtlich verbindliche Dokument seit März 2009 Gültigkeit. Spätestens seitdem sollten Bestre- bungen laufen, dass behinderte Kinder eine Schulbildung erhalten, die möglichst keine Benachteiligung gegenüber Nichtbehinderten aufweist. Keine Behinderung soll und darf gemäß der UN-Konvention einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Schüler-mit-MCS.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10253" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Wer hilft Schülern mit MCS eine Schule erfolgreich zu besuchen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Schüler-mit-MCS.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p>Die möglichst breite Integration Behinderter ist Ziel aller Länder, die zu den Unterzeichnern der <a href="http://www.bmas.de/portal/41692/a729__un__konvention.html">UN-Behindertenkonvention </a>gehören. In Deutschland besitzt dieses völkerrechtlich verbindliche Dokument seit März 2009 Gültigkeit. Spätestens seitdem sollten Bestre- bungen laufen, dass behinderte Kinder eine Schulbildung erhalten, die möglichst keine Benachteiligung gegenüber Nichtbehinderten aufweist. Keine Behinderung soll und darf gemäß der UN-Konvention einer anderen Behinderung gegenüber bevorzugt oder bena- chteiligt werden.  MCS – Multiple Chemical Sensitivity ist in Deutschland eine anerkannte körperlich bedingte Behinderung.</p>
<p>In den USA und Canada gibt es eine stetig wachsende Zahl von <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/01/minnesota-schafft-gesetz-fuer-verbot-von-duftstoffen-und-parfum-an-schulen/">Schulen und Univers- itäten, die Chemikaliensensible integrieren</a> und die ihre Gegebenheiten für diese Behindertengruppe anpassen. Eine Umstellung wurde meist freiwillig, oft schon vor Jahren vollzogen. Dort kommt man mit Duftstoffverboten und durch Verwendung  duft- und chemiefreier Reinigungsmittel  und Vermeidung von Chemikalien den Betroffenen entgegen. Dass es Integrationsprojekte an Universitäten oder spezielle Schulen für die Gruppe der Kinder und Jugendlichen in Deutschland gibt, die unter MCS leiden, ist bislang nicht bekannt geworden.</p>
<p><strong>Schüler mit MCS</strong></p>
<p>CSN sind mehrere Fälle von Kindern und Jugendlichen bekannt, deren Zukunft durch ihre MCS (ICD-10 T78.4) am sogenannten seidenen Faden hängt, oder denen dadurch eine erfolgreiche Zukunft verwehrt scheint. Der Grund ist der, dass sie wegen ihrer Krankheit und Behinderung <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/30/dufte-schule/">keine Schule besuchen können</a>.</p>
<p>Ein weiterer, kleiner Prozentsatz chemikaliensensibler Schüler in Deutschland beißt sich von einem körperlichen Zusammenbruch bis zum Nächsten durch. Deren Eltern berichten, dass ihr Kind je nach Reaktionsschwere Stunden, Tage bis Monate in der Schule fehlt. Den Lernstoff versuchen sie Zuhause nachzuholen, was natürlich nur bedingt durchführbar ist. Oft gibt es Ärger mit der Schule oder Schulbehörde. Ob das „Durchhalten“ dieser Schüler bis zum Schulabschluss im Einzelnen möglich sein wird, hängt von der <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/16/ruecksicht-auf-umweltkranke-sollte-an-schulen-selbstverstaendlich-sein/">Rücksichtnahme </a>der Schule, den Mitschülern und Faktoren ab, ob eine Schule weitgehend schadstofffrei ist oder nicht. Die Intelligenz völlig zu entfalten zu können, ist realistisch betrachtet, für keinen dieser Schüler möglich.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Thommy’s MCS Blogfrage der Woche:</strong></span></p>
<ul>
<li style="text-align: left;">Wie steht es um die schulische Integration von Kindern und Jugendlichen in Deutschland,  die chemikaliensensibel sind?</li>
<li style="text-align: left;">Wird Kindern mit MCS in Deutschland <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/29/duftfreie-schule-%e2%80%93-einen-versuch-ist-es-wert/">eine Chance in Punkto Schulbildung</a> eingeräumt?</li>
<li style="text-align: left;">Gibt es Leitlinien für den Umgang mit chemikaliensensiblen Schülern an einer normalen Schule oder die Integration von Kindern mit MCS?</li>
<li style="text-align: left;">Gibt es Schulen in Deutschland, die auf Kinder mit MCS eingehen?</li>
<li style="text-align: left;">Haben deutsche Behörden in irgendeiner Form Ansätze gezeigt, Schülern mit MCS eine Schulausbildung zu ermöglichen?</li>
<li style="text-align: left;">Wird für Schüler, die unter MCS leiden, z.B. kostenlose Beschulung per Internet bereitgestellt?</li>
<li style="text-align: left;">Was müsste sich an Schulen ändern, damit chemikaliensensible Schüler und <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/17/integration-von-behinderten-am-arbeitsplatz-lehrer-mit-mcs-multiple-chemical-sensitivity-und-allergien/">Lehrer erfolgreich an normalen Schulen integriert</a> werden können?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die paradoxe dänische MCS-Hilfe</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/23/die-paradoxe-danische-mcs-hilfe/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 05:16:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
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		<description><![CDATA[
Fortsetzungsserie: „Dänisches   MCS-Forschungscenter im  internationalen Blickfeld“
Teil III: Paradoxon &#8211; Dänischen MCS-Kranken wird mangels wissenschaftlicher Dokumentation, an der niemand Interesse hat, Hilfe verweigert!
Bis 2008 war es in Dänemark für lokale Behörden üblich, schwer an MCS Erkrankten entsprechend Paragraph 122 des Sozialrechts kostenlos Hilfsmittel zu gewähren, indem sie diesen Halbgesichts-Atemmasken mit Aktivkohlefilter zugestanden. 2008 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Charcoal-Mask-xx.jpg"><img class="size-full wp-image-10209 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Eine Atemschutzmaske könnte Isolation vermeiden helfen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Charcoal-Mask-xx.jpg" alt="" width="250" height="365" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="color: #888888;"><strong>Fortsetzungsserie: „Dänisches   MCS-Forschungscenter im  internationalen Blickfeld“</strong></span></strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Teil III: Paradoxon &#8211; Dänischen MCS-Kranken wird mangels wissenschaftlicher Dokumentation, an der niemand Interesse hat, Hilfe verweigert!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bis 2008 war es in Dänemark für lokale Behörden üblich, schwer an MCS Erkrankten entsprechend Paragraph 122 des Sozialrechts kostenlos Hilfsmittel zu gewähren, indem sie diesen Halbgesichts-Atemmasken mit Aktivkohlefilter zugestanden. 2008 wurde der Antrag einer schwer MCS Erkrankten für eine Atemmaske von den Behörden ihres Wohnortes abgelehnt. Dieser Fall endete vor der Dänischen Beschwerdeinstanz, welche die Ablehnung mit folgender Begründung aufrecht erhielt:</p>
<blockquote style="text-align: left;">
<p style="text-align: justify;">&#8220;&#8230; die chronische Manifestation der Erkrankung (MCS) und ihre Ursachen sind medizinisch nicht dokumentiert, es mangelt an <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/14/diagnostik-von-chemikalien-sensitivitaet-mcs-in-der-praxis/">Diagnosekriterien</a> und <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/03/welche-therapie-ist-die-richtige-bei-chemical-sensitivity/">Behandlungsmethoden</a>, gleichermaßen gibt es keine medizinische Belege, dass eine Maske für das Funktionieren in ihrem täglichen Leben ein wirksames Hilfsmittel darstellt.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nach diesem Vorfall wurden zahlreichen MCS-Betroffenen von den lokalen Behörden ebenfalls die Bewilligungen der mit Filtern versehenen Atemmasken mit Verweis auf die obige Entscheidung gestrichen. Zugleich gibt es in Dänemark keine einzige Krankenhausabteilung, die dafür da ist, diese Gruppe schwer an MCS Erkrankter zu untersuchen, zu diagnostizieren, zu behandeln und/oder zu beraten. Alle Gerichts- instanzen verweisen auf das Forschungszentrum für Chemikalienempfindlichkeiten in Kopenhagen, das 2006 mit minimaler Mittelausstattung eingerichtet wurde, das sich aber selber nicht mit MCS-Patienten befasst, außer sie als Versuchs-Kandidaten im Promotionsstudium und in Projekten einzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Das Forschungszentrum verweigert die Erforschung der Auswirkung von Atemschutzmasken auf die von MCS betroffene Bevölkerung</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/dorte-im-norweger-xx.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10211" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Ein wenig Freiheit durch eine Schutzmaske" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/dorte-im-norweger-xx.jpg" alt="" width="180" height="135" /></a>Nach dem Rechtsspruch der dänischen Beschwerdeinstanz wandte sich eine große Zahl MCS-Erkrankter an das <a href="http://www.mcsvidencenter.dk/?site=2">Forschungszentrum</a>, damit dieses die Auswirkung von Atemschutz- masken auf die von MCS betroffene Bevölkerung dokumentiert. Diese Masken sind derzeit neben der sogenannten Vermeidungsstrategie die einzige wirksame zur Verfügung stehende Behandlungsmaßnahme für MCS- Kranke. Diese Vermeidungsstrategie führt zu sozialer Isolation und damit zum potentiellen Risiko subsequenter psychischen Beeinträchtigungen, welche sich im Leben der MCS-Betroffenen aus der Isolation von der Außenwelt ergeben. Durch das Tragen einer Atemmaske kann diese Isolation jedoch verringert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch zum großen Erstaunen und zur Verzweiflung der MCS-Kranken erklärte das Forschungszentrum auf seiner Homepage, dass es die Wirkung von Atemschutz- masken mit Aktivkohle auf die von MCS betroffene Bevölkerung nicht untersuchen wird. Seine Argumente waren unter anderem, dass für eine Untersuchung der Wirkung von Atemschutzmasken bei MCS-Erkrankten eine klinisch kontrollierte Studie nötig wäre, und eine solche Studie müsste sowohl Placebo kontrolliert als auch doppelblind sein, damit die Ergebnisse zuverlässig und nützlich werden. Deshalb hat es für das Forschungszentrum keinen Vorrang, <a href="http://www.mcsvidencenter.dk/?site=2">Forschungsmittel für die Untersuch- ung von Atemmasken </a>auszugeben, sondern man konzentriere sich stattdessen auf mögliche Mechanismen der Erkrankung und auf anderen Behandlungsstrategien. (1)</p>
<p style="text-align: justify;">So besteht für dänische MCS-Kranke keine Aussicht, dass jemand die für das Dänische Sozialsystem erforderliche Dokumentation in Angriff nimmt. Darum besteht keine Aussicht, Atemmasken bewilligt zu bekommen, ein Hilfsmittel, das für Erkrankte extrem lebenswichtig ist &#8211; ein verrücktes Paradoxon, dass einer modernen Wohlfahrtsgesellschaft unwürdig ist.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Stattdessen sieht das Forschungszentrum Elektroschock für MCS als interessant an</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zeitgleich zum oben Geschilderten beschäftigte sich das Forschungszentrum mit einem MCS-Kranken der zustimmte, über sechs Monate einer elektrokonvulsiven Therapie unterzogen zu werden, (zuerst acht Elektroschock-Behandlungen über drei Wochen und danach alle zwei Wochen). Auf Grundlage dieser subjektiven Evaluation mit einem MCS-&#8221;Patienten&#8221; zur Wirkung dieser elektrokonvulsiven Therapie &#8211; eine weder Placebo kontrollierte noch doppelblinde &#8220;Studie&#8221; &#8211; veröffentlichte das Forschungszentrum einen wissenschaftlichen Artikel:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://journals.lww.com/ectjournal/Abstract/publishahead/Electroconvulsive_Therapy_Substantially_Reduces.99886.aspx">&#8220;Elektrokonvulsive Therapie reduziert Symptomschwere und Soziale Behinderung bei Multiple Chemical Sensitivity: Ein Fallbericht&#8221; Elberling et al.</a> (2)</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser kommt zu folgendem Ergebnis: &#8220;Für diesen Fall wurde durch eine initiale ECT Abfolge und durch eine Aufrechterhaltungsbehandlung auf die Schwere der Sympt- ome und die soziale Behinderung eine positive Wirkung erzielt. Elektro- konvulsive Therapie sollte für schwere und sozial behindernde MCS als Möglichkeit in Betracht gezogen werden, es sind jedoch weitere Studien notwendig, um zu evaluieren, ob ECT zur Behandlung von MCS empfohlen werden kann.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Die begrenzten Forschungsmittel werden großzügig für Achtsamkeit-Therapie ausgegeben</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Forschungszentrum plant seine sehr begrenzten Mittel auch für die Erforschung der Wirkung von Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie [MBCT] auf MCS auszu- geben.</p>
<p style="text-align: justify;">2008 führte das Forschungszentrum gemeinsam mit dem Zentrum für Psychiatrie der Kopenhagener Uniklinik eine Pilotprojekt-Studie durch. Der Titel dieser Projektstudie lautete auf der Homepage der Universitätsklinik Kopenhagen: &#8220;Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie somatisierender Patienten, vor allem MCS-Patienten.&#8221; Dieser Titel wurde jedoch hastig zu &#8220;Die Wirkung von Achtsamkeitsbasierter Kognitiver Therapie auf Menschen mit Parfüm- und Chemikalien-Überempfindlichkeit&#8221; geändert, nachdem MCS-Kranke heraus fanden, dass das Forschungszentrum sie in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Psychiatrie für geisteskrank hält. Jesper Elberling, der damalige wissenschaftliche Leiter des Forschungszentrums wollte dies alles mittlerweile als ein &#8220;Versehen&#8221; verstanden wissen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zurzeit ist zur Fortsetzung des obigen Pilotprojektes ein Promotionsstudium geplant, um die Wirkung von Achtsamkeit auf die MCS-Bevölkerung zu erforschen. Dies ist offenbar eine jener Behandlungsstrategien, für welche das Forschungszentrum seine begrenzten Forschungsmittel großzügigerweise bevorzugt ausgibt, ungeachtet dessen, dass dänische MCS-Kranke dem Forschungszentrum immer wieder berichteten, dass Atemmasken eine wirkungsvolle Therapie-Strategie darstellen, während niemand jemals von MCS-Kranken gehört hat, die durch Achsamkeit-Therapie irgend eine Wirkung auf ihre MCS erfahren haben.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wird das Forschungszentrum seiner Hartnäckigkeit treu bleiben und für diese anstehenden Forschungsarbeiten Placebo kontrollierte Doppelblind-Studien fordern?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In naher Zukunft wird das Forschungszentrum seine neue Studie über die Wirkung von der Achtsamkeit-Therapie auf MCS beginnen, und dann werden wir sehen, ob das Forschungszentrum tatsächlich seinen eigenen Anforderungen und Argumente gerecht wird, nach denen für die Beurteilung von Therapiewirkung eine klinisch kontrollierte Studie erforderlich ist, die sowohl Placebo kontrolliert als auch doppelblind sein muss, damit die Resultate verlässlich und nützlich werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Hoffentlich gelten diese Anforderungen nicht nur für solche Therapieformen, (Wirkungen, welche das Forschungszentrum nicht dokumentieren möchte), wie z.B. Halbgesichts -Atemschutzmasken mit Aktivkohle-Filter, die in der Tat für die meisten schwer MCS-Kranken von vitaler Bedeutung sind, und welche momentan die einzige Therapie-Strategie darstellen, Menschen die an MCS leiden, eine zeitweilige Möglichkeit zu bieten, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, und welche schwer an MCS Erkrankte als hoch wirksame Therapie-Strategie erfahren. Dieser hoch wirksamen Therapie-Strategie ermangelt es jedoch &#8211; gemäß dem Forschungs- zentrum &#8211; einer &#8220;wissenschaftlichen Dokumentation&#8221;, die offenbar niemand in Dänemark erstellen möchte.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Autor: </strong>Bodil Dam Bak Nielsen, Denmark</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Englische Übersetzung: </strong>Dorte Pugliese für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Deutsche Übersetzung:</strong> 87.187.139.145@Fr 20. Aug 18:50:59 CEST 2010</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="color: #888888;">Anmerkung des Übersetzers:</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Den Gebrauch einer Atemschutzmaske als Therapie-Strategie zu bezeichnen mag dem Wortlaut der dänischen Gesetze geschuldet sein. Von einer Atemmaske geht aber keine therapeutische, sprich heilende Wirkung aus. Dies wäre all zu leicht in einer Placebo-kontrollierten Doppelblind-Studie zu &#8220;beweisen&#8221;, wobei der Nutzen, die Schutzwirkung vor schädlichen Expositionen, eben so leicht unterschlagen werden könnte. &#8211; Es ist noch verrückter und unwürdiger: Die Kranken müssen sich Mittel zum Schutz als Therapie erbetteln, während man ihnen adäquate Therapie verweigert, bzw. sie mit falschen bedroht. MBCT ist für Menschen, die es nicht brauchen, Psychoterror und ECT ist Körperverletzung. Zu ECT ist ein Artikel von CSN in Vorbereitung.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Fortsetzungsserie: „Dänisches   MCS-Forschungscenter im internationalen Blickfeld“</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Teil I: </strong><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/11/verandert-ein-danisches-mcs-%E2%80%93wissenscenter-die-internationalen-erkenntnisse-uber-chemikalien-sensitivitat/">Verändert   ein dänisches MCS –Wissenscenter die internationalen Erkenntnisse über   Chemikalien-Sensitivität?</a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Teil II:</strong><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/14/mcs-%E2%80%93-multiple-chemical-sensitivity-ein-bericht-aus-danemark/"> MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity: Ein Bericht aus Dänemark</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sonntagsgedicht: Vergessen und verworfen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/22/sonntagsgedicht-vergessen-und-verworfen/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 14:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte, Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Abseits]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsgedicht]]></category>
		<category><![CDATA[vergessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=10199</guid>
		<description><![CDATA[
Vergessen und verworfen
-
Es ist unglaublich
wie man
mit einer Krankheit
die für
Andere
unerklärlich ist
ins Abseits gerät.
-
Man wird vergessen
obwohl man noch
da ist
man muss es
alleine tragen
und überhaupt
entstammt es
nur
dem Kopf.
-
Vergessen wird man
weil man
nicht mehr
dabei ist
Verworfen wird man
weil man
seine Denkweise
in bezug
auf MCS
nicht ändert.
-
Man ist selbst schuld.
-
Autor: Mona die Glasprinzessin für CSN – Chemical        Sensitivity Network, 22.August [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Sind-MCS-Kranke-nur-zu-schw.jpg"><img class="size-full wp-image-10203 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Sind MCS-Kranke nur zu schwach?" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Sind-MCS-Kranke-nur-zu-schw.jpg" alt="" width="464" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Vergessen und verworfen</strong></p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;">Es ist unglaublich</p>
<p style="text-align: center;">wie man</p>
<p style="text-align: center;">mit einer Krankheit</p>
<p style="text-align: center;">die für</p>
<p style="text-align: center;">Andere</p>
<p style="text-align: center;">unerklärlich ist</p>
<p style="text-align: center;">ins Abseits gerät.</p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;">Man wird vergessen</p>
<p style="text-align: center;">obwohl man noch</p>
<p style="text-align: center;">da ist</p>
<p style="text-align: center;">man muss es</p>
<p style="text-align: center;">alleine tragen</p>
<p style="text-align: center;">und überhaupt</p>
<p style="text-align: center;">entstammt es</p>
<p style="text-align: center;">nur</p>
<p style="text-align: center;">dem Kopf.</p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;">Vergessen wird man</p>
<p style="text-align: center;">weil man</p>
<p style="text-align: center;">nicht mehr</p>
<p style="text-align: center;">dabei ist</p>
<p style="text-align: center;">Verworfen wird man</p>
<p style="text-align: center;">weil man</p>
<p style="text-align: center;">seine Denkweise</p>
<p style="text-align: center;">in bezug</p>
<p style="text-align: center;">auf MCS</p>
<p style="text-align: center;">nicht ändert.</p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;">Man ist selbst schuld.</p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Autor:</strong> Mona die Glasprinzessin für CSN – Chemical        Sensitivity Network, 22.August 2010</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Mona’s Geschichte</strong>:<a href="../2008/05/29/mona-die-glasprinzessin-ein-einsames-leben-mit-wind-und-wetter/"> </a><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/29/mona-die-glasprinzessin-ein-einsames-leben-mit-wind-und-wetter/">Mona      die “Glasprinzessin” ein einsames Leben mit Wind und Wetter</a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere Gedichte und Geschichten zu  den Themen:</strong><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/category/gedichte/"> MCS,   Umweltkrankheiten, Umwelt</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pränatale Exposition gegenüber Pestiziden ist verbunden mit ADHS</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 06:03:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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Berkeley –  Kinder, die schon im Mutterleib Organophosphat-Pestiziden ausgesetzt waren, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, in späteren Jahren Aufmerksam- keitsstörungen zu entwickeln, das hat eine neue Studie von Wissenschaftlern an der University of California in Berkeley herausgefunden.
Die neuen Erkenntnisse wurden am 19. August 2010 in der Zeitschrift Environmental Health Perspectives (EHP) veröffentlicht. Es ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Schwangere-Obst.jpg"><img class="size-full wp-image-10184 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Schwangere sollten möglichst nur kontrolliert biologisches Obst und Gemüse essen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Schwangere-Obst.jpg" alt="" width="390" height="308" /></a></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Berkeley </strong></span>–  Kinder, die schon im Mutterleib Organophosphat-Pestiziden ausgesetzt waren, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, in späteren Jahren Aufmerksam- keitsstörungen zu entwickeln, das hat eine neue Studie von Wissenschaftlern an der University of California in Berkeley herausgefunden.</p>
<p>Die neuen Erkenntnisse wurden am 19. August 2010 in der<a href="http://ehp03.niehs.nih.gov/article/fetchArticle.action?articleURI=info%3Adoi%2F10.1289%2Fehp.1002056"> Zeitschrift Environmental Health Perspectives (EHP)</a> veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass der Einfluss pränataler Organophosphat-Exposition hinsichtlich einer späteren Entwicklung von Aufmerksamkeitsstörungen untersucht wurde. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Organophosphat-Metaboliten (Abbauprodukte der Pestizide) in der vorgeburt- lichen Phase in signifikantem Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsstörungen im Alter von fünf Jahren stehen und die Auswirkungen bei Jungen offenbar stärker sind als bei Mädchen.</p>
<p>Anfang 2010 hatte eine andere <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat/">Studie von Wissenschaftlern der Harvard University</a> bereits verstärkte Exposition gegenüber Organophosphat-Pestiziden bei Schulkindern mit einem vermehrten Auftreten von Aufmerksamkeitsdefiziten und Hyperaktivität (ADHS) in Zusammenhang gebracht.</p>
<p>&#8220;Diese Studien liefern eine wachsende Zahl von Beweisen, dass Belastung mit Organophosphat-Pestiziden die neurologische Entwicklung bei Menschen, insbesondere bei Kindern, beeinträchtigen kann&#8221;, sagte die Studienleiterin, Brenda Eskenazi, UC Berkeley-Professorin für Epidemiologie und  Gesundheit von Mutter und Kind. &#8220;Wir waren besonders an der pränatalen Exposition interessiert, denn das ist der Zeitraum, wenn das Nervensystem eines Babys sich am Stärksten entwickelt.&#8221;</p>
<p>Die Studie folgt mehr als 300 Kindern, die am „Zentrum für gesundheitliche Bewertung von Müttern und Kindern von Salinas“ (<a href="http://ehs.sph.berkeley.edu/chamacos/english/pages/Research.php#cohort">CHAMACOS</a>) an einer Quer- schnittstudie unter der Leitung von Prof. Eskenazi teilnehmen, die Umwelteinflüsse und deren reproduktive Auswirkungen untersucht. Da die Mütter und Kinder in der Studie Amerikaner mexikanischer Abstammung sind und in einer landwirtschaftlich geprägten Region leben, ist deren Exposition gegenüber Pestiziden höher und eine chronische, über dem Durchschnitt der Allgemeinbevölkerung der Vereinigten Staaten liegende Exposition wahrscheinlicher.</p>
<p>Die Wissenschaftler wiesen jedoch darauf hin, dass die Pestizide, die sie untersuchten, überall eingesetzt werden und dass die Ergebnisse aus dieser Studie eine eindringliche Warnung darstellen, die Vorsorgemaßnahmen einfordert.</p>
<p>&#8220;Es ist bekannt, dass <a href="http://de.einkaufsnetz.org/gift/lebensmittel/">Lebensmittel eine wesentliche Quelle für die Pestizidbelastung</a> in der Allgemeinbevölkerung darstellen&#8221;, sagte Eskenazi. &#8220;Ich würde empfehlen, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen, vor allem, wenn Sie schwanger sind.&#8221;</p>
<p>Die Wirkung von Organophosphat-Pestiziden besteht in der Unterbrechung von Neurotransmittern, insbesondere des Acetylcholin, das eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit und für das Kurzzeitgedächtnis spielt.</p>
<p>&#8220;Da diese Substanzen so konzipiert sind, dass sie das Nervensystem  von Organismen angreifen, gibt es Grund zur Vorsicht, besonders in Situationen, in denen die Exposition vom Zeitpunkt her mit kritischer fetaler und kindlicher Entwicklung zusammenfallen kann&#8221;, sagte der Hauptautor der Studie Amy Marks, der während der Studie Analytiker an der UC Berkeley School of Public Health war.</p>
<p>Eine Reihe der besagten UC Berkeley Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass Kinder mit bestimmten genetischen Merkmalen in größerer Gefahr sind, eine Feststellung, die am selben Tag in einem separaten EHP Papier veröffentlicht wurde. <a href="http://ehp03.niehs.nih.gov/article/fetchArticle.action?articleURI=info%3Adoi%2F10.1289%2Fehp.1002234">Diese Studie ergab</a>, dass 2-Jährige mit einem niedrigen Paraoxonase 1 (PON1) Niveau, ein Enzym, dass die toxischen Metaboliten von Organophosphatpestiziden bricht, stärkere neurologische Verzögerungen aufwiesen als jene mit vermehrtem Vorhandensein des Enzyms. Die Autoren vermuten daher, dass Menschen mit bestimmten PON1 Genotypen besonders anfällig für Pestizidbelastung sein können.</p>
<p>In der Studie über die Aufmerksamkeitsprobleme  untersuchten die Wissenschaftler Mütter zweimal während der Schwangerschaft auf sechs verschiedene Metaboliten von Organophosphat-Pestiziden und die Kinder mehrere Male nach der Geburt. Zusammen repräsentieren die untersuchten Metaboliten die Abbauprodukte von rund 80 Prozent aller in Salinas Valley verwendeten Organophosphat-Pestizide.</p>
<p>Die Wissenschaftler bewerteten die Kinder im Alter von 3,5 bis 5 Jahren hinsichtlich ihrer ADHS Symptome und Aufmerksamkeitsstörungen, indem sie die mütterlichen Berichte über das Verhalten des Kindes, die Leistung bei standardisierten Computer-Tests, als auch die Beurteilungen der Verhaltensweisen der Kinder durch die Prüfer analysierten. Sie kontrollierten auch auf potentielle Störfaktoren wie Geburtsgewicht, Bleiexposition und Stillen.</p>
<p>Jede zehnfache Erhöhung der pränatalen Pestizidmetaboliten war mit fünffacher Wahrscheinlichkeit für eine höhere Punktzahl in EDV-Tests im Alter von 5 Jahren verbunden, was verstärkt auf ein Kind hindeutet, das unter klinischem ADHS leidet. Die Wirkung scheint sich auf Jungen stärker als für Mädchen auszuwirken.</p>
<p>Es wurde ein positiver Zusammenhang zwischen pränataler Pestizidexposition und Aufmerksamkeitsstörungen für dreieinhalb Jährige festgestellt. Statistisch war er zwar nicht so signifikant, was die Wissenschaftler jedoch keineswegs überraschte. &#8220;Die Symptome für eine Aufmerksamkeitsstörung sind bei Kleinkindern schwerer zu erkennen, da man von Kindern in diesem Alter nicht erwarten kann, dass sie über einen erheblichen Zeitraum stillsitzen&#8221;, sagte Marks. &#8220;Die Diagnose von ADHS wird daher meist erst dann gestellt, wenn ein Kind in die Schule kommt.&#8221;</p>
<p>Die UC Berkeley Wissenschaftler verfolgen die Kinder auch während sie älter werden im Rahmen der CHAMACOS Studie und erwarten, zusätzliche Ergebnisse in den kommenden Jahren präsentieren zu können.</p>
<p>Die Resultate erweitern die Liste der chemischen Auslöser, die in den letzten Jahren mit ADHS in Verbindung gebracht wurden. Neben den Pestiziden haben Studien Assoziationen mit Exposition gegenüber Blei und Phthalaten festgestellt, die für gewöhnlich in Spielzeug und in Kunststoffen Verwendung finden.</p>
<p>&#8220;Eine hohe  Zahl von ADHS Symptomen im Alter von 5 Jahren sind ein wichtiger Faktor, der zu Lernschwierigkeiten und Leistungsprobleme in der Schule, Unfallverletzungen zu Hause und in der Nachbarschaft, und zu einer Vielzahl von Problemen in Beziehungen zu Gleichaltrigen und bei anderen wichtigen Fähigkeiten führt&#8221;, sagte der UC Berkeley Psychologieprofessor Stephen Hinshaw, einer der landesweit führenden Experten für ADHS, der an dieser Studie nicht mitgewirkt hatte. &#8220;Das Feststellen vermeidbarer Risikofaktoren ist daher ein wichtiges Anliegen für die allgemeine öffentliche Gesundheit.&#8221;</p>
<p><strong>Literatur: </strong>University of California &#8211; Berkeley, Prenatal exposure to pesticides linked to attention problems, 19. August 2010.</p>
<p><strong>Übersetzung: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network</p>
<p><strong>Weitere CSN-Artikel zum Thema Pestizide:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat/">Studie findet Zusammenhang mit Pestiziden und Hyperaktivität</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/01/pestizid-chlorpyrifos-verbot-in-sudafrika/">Pestizid Chlorpyrifos: Verbot in Südafrika</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/10/persistente-altlasten-in-lebensmitteln/">Persistente Altlasten in Lebensmitteln</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/01/08/eine-haeufige-ursache-fuer-depressionen-und-angstzustaende-pestizide/">Häufige Ursache für Depressionen und Angstzustände: Pestizide</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/06/hoerschaeden-durch-pestizide-bei-kinder-und-erwachsenen-festgestellt/">Hörschäden durch Pestizide bei Kindern und Erwachsenen festgestellt</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Pestizide: Gefahr für Umwelt und Gesundheit – oder Hysterie?</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/17/pestizide-gefahr-fur-umwelt-und-gesundheit-%e2%80%93-oder-hysterie/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 17:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Umweltorganisationen und Verbraucherschützer kritisieren die kontinuierlich zunehmende Anwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft. Lt. einem 2007 veröffentlichten Bericht des BUND für Umwelt und Naturschutz werden in Deutschland mehr als 30000 Tonnen Pestizide jährlich auf unsere Äcker, Obstplantagen und Weinberge ausgebracht, mit weitreichenden Folgen für Natur und Umwelt, aber auch für die Gesundheit der Verbraucher. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Pesticide-Spraying.jpg"><img class="size-full wp-image-10163 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Pestizide belasten Nahrung, Umwelt und Gesundheit" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Pesticide-Spraying.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>Umweltorganisationen und Verbraucherschützer kritisieren die kontinuierlich zunehmende Anwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft. Lt. einem 2007 veröffentlichten Bericht des BUND für Umwelt und Naturschutz werden in <a href="http://www.bund.net/index.php?id=1014">Deutschland mehr als 30000 Tonnen Pestizide</a> jährlich auf unsere Äcker, Obstplantagen und Weinberge ausgebracht, mit weitreichenden Folgen für Natur und Umwelt, aber auch für die Gesundheit der Verbraucher. Das durch das Insektizid Clothianidin der Firma Bayer CropScience 2008 stattgefundene Massensterben der Bienen belegt die gravierenden Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf das Ökosystem. Als bedenklich ist die Tatsache anzusehen, dass Rückstände von Pestiziden in unser Grundwasser und in die Nahrungskette gelangen.</p>
<p><strong>Zunahme gefährlicher Agrargifte</strong></p>
<p>Im Februar dieses Jahres veröffentlichte Greenpeace eine Neuauflage der Schwarzen Liste der gefährlichsten in der konventionellen Agrarwirtschaft eingesetzten Pestizide, die auf ihre Schädlichkeit für Umwelt und Gesundheit neu bewertet wurden. Lt. Greenpeace können viele Pflanzenschutzmittel Krebs erregen, in den Hormonhaushalt eingreifen, das Immunsystem schädigen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen sowie neurotoxisch wirken. Manfred  Santen, Chemieexperte von Greenpeace führt an, dass nicht nur der Verzehr von pestizidbelasteten Lebensmitteln Gesundheitsrisiken birgt, sondern ebenso die Anwendung der Agrargifte. Manfred Santen fordert von Politik und Wirtschaft den Einsatz der für Umwelt und Gesundheit gefährlichen Pestizide zu stoppen. Seit der 2008 veröffentlichten<a href="http://www.ecoaid.de/wp-content/uploads/Greenpeace-Schwarze_Liste_der_Pestizide_II_2010.pdf"> Schwarzen Liste gefährlicher Pestizide</a> ist ein Anstieg der besonders schädlichen Agrarchemikalien zu verzeichnen, die Zahl habe sich seither von 327 auf 451 erhöht.</p>
<p><strong>Abnahme der Rückstände einzelner Pestizide – Tendenz zum Giftcocktail</strong></p>
<p>Greenpeace berichtet über allgemein abnehmende Pestizidrückstände in Obst und Gemüse seit 2007. Allerdings bedeutet dies keine Entwarnung, denn der aktuelle Trend verläuft dahingehend, hohe Konzentrationen einzelner Pestizide durch geringere Mengen unterschiedlicher Pestizide zu ersetzen, um die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten. Daraus ergeben sich gefährliche Giftcocktails, deren tatsächliche Wirkung auf Umwelt und Gesundheit nicht abschätzbar ist, da keine wissenschaftlichen Studien existieren. Daher fordert Greenpeace die Einführung eines Grenzwerts für Mehrfach-Rückstände.</p>
<p>Erst kürzlich hat Greenpeace Strauchbeeren auf Pestizidrückstände in Speziallabors untersuchen lassen. In Johannisbeeren wurden reinste Giftcocktails nachgewiesen, <a href="http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/johannisbeeren_sind_kleine_pestizid_cocktails/">durchschnittlich sechs verschiedene Wirkstoffe</a>, auch wurden in zwei Proben zwei in der EU nicht zugelassene Substanzen gefunden. Greenpeace bezieht bei der Auswertung der Untersuchungsergebnisse die Summenwirkung der Agrargifte mit ein. Manfred Santen erläutert, dass beim 2006 durchgeführten Beerentest pro Probe durchschnittlich „nur“ drei Pestizide festgestellt wurden.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>In einer Pressemeldung der Universität Oldenburg vom April 2008 äußerst die Biochemikerin Prof. Dr. Irene Witte zu Grenzwerten von Pestiziden Folgendes:</strong></span></p>
<p><strong>Forderung nach Grenzwerten</strong></p>
<p><strong>Toxische Kombinationswirkungen: keine Entwarnung</strong></p>
<p>Keine Entwarnung in der Diskussion um toxische Kombinationswirkungen“ – diesen Schluss zieht die Biochemikerin Prof. Dr. Irene Witte aus den inzwischen abgeschlossenen Forschungsarbeiten des Graduiertenkollegs Toxische Kombinations- wirkungen. Das von der Hans Böckler Stiftung finanzierte Kolleg an den Universitäten Oldenburg und Bremen, deren Sprecherin Witte war, lief von 2002 bis 2006. Im BIS-Verlag ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse erschienen.</p>
<p><strong>Das Problem: </strong>Synthetisierte Substanzen werden von der Industrie in immer neuen Verhältnissen und Kompositionen zusammengemischt, ohne dass <a href="http://www.presse.uni-oldenburg.de/uni-info/2008/4/forschung.html">die Wirkung für Mensch und Umwelt</a> geklärt ist. So sind heute rund 20.000 unterschiedliche Pestizidpräparate auf dem Markt, denen 800 Wirkstoffe zugrunde liegen. Und es werden immer mehr. <strong> </strong></p>
<p><strong>Die Folge:</strong> Die Anzahl der nachgewiesenen Pestizide in Obst und Gemüse steigt Jahr für Jahr, was jedoch in Ermangelung an „Kombinationsgrenzwerten“ ohne Folgen bleibt. Dem „sorglosen Umgang mit dem Mixen von Chemikalien“ müsse Einhalt geboten werden, so Witte. Der Gesetzgeber sei gefragt, um Grenzwerte zu setzen und die Möglichkeit der Herstellung von Gemischen einzuschränken.</p>
<p><strong>Pestizide sind Dauergifte, die das Krebsrisiko signifikant erhöhen</strong></p>
<p>Auf globaler Ebene beurteilen viele Wissenschaftler und Umweltorganisationen die möglichen Folgen des permanent ansteigenden Einsatzes von Pestiziden für Umwelt und Gesundheit als dramatisch. Greenpeace gibt bereits 2003 zu bedenken, dass die Auswirkung der weltweit über 5000 angewandten Spritzmittel ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellt. Mögliche Wechselwirkungen der zahlreichen Gifte seien völlig unzureichend untersucht. Toxikologen erachten bereits die damals existierenden Grenzwerte als unzureichend. Greenpeace zufolge gelten <a href="http://www.greenpeace.de/themen/chemie/pestizide_lebensmittel/detail/artikel/pestizide_machen_krank/">Pestizide als Hauptursache für akute wie auch schleichende Vergiftungen</a>. Viele Pestizide sind Dauergifte, die sich persistent in der Umwelt anreichern. Mediziner teilen Pestiziden bereits 1999 auf  dem Krebskongress in Lugano die Eigenschaft zu, bestimmte Krebsarten zu fördern.</p>
<p>Britische Studien kommen ebenso zu besorgniserregenden Resultaten. Lt. einer aktuellen Veröffentlichung von Chem Trust wird ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von <a href="http://www.chemtrust.org.uk/documents/CHEM%20Trust%20Press%20Release%20Pesticides_and_Cancer%202010.pdf">Krebs im Kindesalter mit Pestizidexpositionen von Schwangeren</a> in Zusammenhang gebracht. Britische Wissenschaftler stellen fest, dass die bei Landwirten nachgewiesenen zunehmenden Krebsraten Pflanzenschutzmitteln anzurechnen sind. Innerhalb der letzten 30 Jahre haben sich verschiedene Krebsarten der britischen Bevölkerung drastisch vervielfacht.</p>
<p>Der <a href="http://deainfo.nci.nih.gov/advisory/pcp/pcp08-09rpt/PCP_Report_08-09_508.pdf">Cancer Panel Bericht</a> des US-Präsidenten erörtert, dass gerade Kinder einem erhöhten Gesundheitsrisiko hinsichtlich der Entstehung von Krebs und weiteren chronischen Krankheiten durch die Belastung an Pestiziden ausgesetzt sind. Die Leukämieraten bei Kindern, die auf Farmen aufwachsen, sind demnach durchweg erhöht. Den Ausführungen des Obama Cancer Panel zufolge unterliegen Farmer einem signifikant verstärkten  Prostatakrebsrisiko.</p>
<p><strong>Risiko oder nur falsche Wahrnehmung?</strong></p>
<p>Im September 2008 wurden Grenzwerte für Pestizide in der EU vereinheitlicht und zum Teil erheblich angehoben. <a href="http://www.pan-germany.org/deu/~news-970.html">Greenpeace und PAN Germany</a> bewerten die festgelegten Höchstgrenzen, die per Juni 2010 teilweise wieder reduziert wurden, weiterhin als akut gesundheitsgefährdend, besonders die mögliche Kombinationswirkung verschiedener Pestizidwirkstoffe.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit:</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Neue Vorschriften über Pestizidrückstände: Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in der EU</strong></p>
<blockquote><p>Ein klares System zur Festlegung von Rückstandshöchstgehalten…Die in Lebensmitteln enthaltenen Rückstandsmengen dürfen keine Gefahr für die Verbraucher darstellen.</p>
<p>Die neuen Vorschriften gewährleisten die <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/1282&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=DE">Sicherheit aller Verbraucher- gruppen</a>, einschließlich Säuglingen, Kindern und Vegetariern. Die EFSA ist für die Sicherheitsbewertung zuständig, wobei sie sich auf die Eigenschaften des Pestizids, die zu erwartenden Höchstgehalte in Lebensmitteln und die unterschiedlichen Essgewohnheiten der europäischen Verbraucher stützt.</p></blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR veröffentlicht eine <a href="http://www.bfr.bund.de/cd/51739">umfangreiche Studie</a> zur Wahrnehmung von Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln.</strong></p>
<blockquote><p>Ziel der Studie war es, detaillierte Informationen über die Wahrnehmung und das Informationsverhalten der Bevölkerung zum Thema Pflanzen- schutzmittel zu erheben. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Informationen über Pflanzenschutzmittel bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht ankommen.<a href="http://www.bfr.bund.de/cm/238/pflanzenschutzmittel_rueckstaende_in_lebensmitteln.pdf"> Die Folge sind</a> Fehleinschätzungen über die Verwendung und die gesetzliche Regulierung von Pflanzen- schutzmitteln: „Fast 70 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Lebensmittel gar keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten dürfen“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. „In der Bevölkerung ist nicht bekannt, dass Rückstände in geringen Mengen erlaubt sind, wenn sie gesundheitlich unbedenklich sind.“ Das BfR wird die Ergebnisse der Studie verwenden, um Verbraucherinnen und Verbraucher gezielter über Nutzen und Risiken von Pflanzenschutzmitteln zu informieren.</p>
<p>… Die gesetzlichen Höchstgehalte stellen sicher, dass von Pflanzen- schutzmittelrückständen in Lebensmitteln kein gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher ausgeht. Die Fehleinschätzung der Verbraucher trägt dazu bei, dass Pestizidrückstände als Gesundheitsrisiko wahrgenommen werden. Medien greifen diesen Sachverhalt auf und verstärken diese Wahrnehmung in der Bevölkerung möglicherweise.</p></blockquote>
<p><strong>Zwei Fliegen mit einer Klappe</strong></p>
<p>Der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse wird allgemein mit gesunder Ernährung assoziiert. Um der eigenen Gesundheit auch tatsächlich etwas Gutes zu tun, ist es empfehlenswert, zu biologisch erzeugtem und saisonalem Obst und Gemüse zu greifen. Mit diesem Kaufentscheid kann man die Angebotsvielfalt an knackigem Obst und Gemüse ohne Reue genießen. Bio-Ware ist frei von Rückständen von in Verruf geratenen gesundheitsschädigenden synthetischen chemischen Pestiziden. Als Nebeneffekt leistet man somit <a href="http://www.global2000.at/site/de/wissen/lebensmittel/neinzuspritzmitteln/">einen nachhaltigen Beitrag</a> zum Umwelt- und Artenschutz. Nachfrage regelt bekanntlich das Angebot, so dass jeder von uns einen entscheidenden Beitrag für die eigene  Gesundheit und eine nachhaltige Umwelt leisten kann.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Maria Herzger, CSN – Chemical Sensitivity</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere interessante CSN-Artikel zum Thema Pestizide:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/11/hilferuf-junge-frau-in-lebensgefahr/">Hilferuf – Junge Frau in Lebensgefahr</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/04/30/umfangreiches-anwendungsverbot-fuer-pestizide-in-ottawa-in-kraft-getreten">Umfangreiches Anwendungsverbot für Pestizide in Ontario in Kraft getreten</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/19/die-karibik-hat-eine-schattenseite-prostatakrebs-durch-pestizide/">Die Karibik hat eine Schattenseite – Prostatakrebs durch Pestizde</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/01/08/eine-haeufige-ursache-fuer-depressionen-und-angstzustaende-pestizide/">Eine häufige Ursache für Depressionen und Angstzustände – Pestizide</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/12/16/pestizide-als-ursache-von-multiple-chemical-sensitivity-mcs-seit-jahrzehnten-bekannt/">Pestizide als Ursache für von Multiple Chemical Sensitivity / MCS seit Jahrzehnten bekannt</a></li>
</ul>
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		<title>Qualitätsmanagement bei der Diagnostik von Fibromyalgie und MCS erforderlich</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 11:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
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		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Fibromyalgie]]></category>
		<category><![CDATA[FMS]]></category>
		<category><![CDATA[Mainstream Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Tenderpoints]]></category>
		<category><![CDATA[Überempfindlichkeit auf Chemikalien]]></category>

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Zusammenhang  zwischen Fibromyalgie und MCS durch Studien bestätigt
Patienten, die unter Fibromyalgie (FM) leiden, berichten häufig auch über Beschwerden, die außerhalb ihres Problembereichs Muskel-Skelett-System liegen. Andererseits beklagen Patienten mit Chemikalien-Sensitivität (MCS), neben ihren Reaktionen auf Chemikalien in Niedrigdosisbereich, immer wieder beeinträchtigende Schmerzen in verschiedenen Körperregionen.  Fibromyalgie wird herkömmlich als ein atypisches Weichteilrheuma angesehen. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Diagnose-beim-Arzt.jpg"><img class="size-full wp-image-10111 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Richtige Diagnose beim Arzt erspart eine Menge Leid" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Diagnose-beim-Arzt.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p><strong>Zusammenhang  zwischen Fibromyalgie und MCS durch Studien bestätigt</strong></p>
<p>Patienten, die unter Fibromyalgie (FM) leiden, berichten häufig auch über Beschwerden, die außerhalb ihres Problembereichs Muskel-Skelett-System liegen. Andererseits beklagen Patienten mit Chemikalien-Sensitivität (MCS), neben ihren Reaktionen auf Chemikalien in Niedrigdosisbereich, immer wieder beeinträchtigende Schmerzen in verschiedenen Körperregionen.  Fibromyalgie wird herkömmlich als ein atypisches Weichteilrheuma angesehen. Die Diagnostik erfolgt in erster Linie durch <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/en/new-criteria-proposed-for-diagnosing-fibromyalgia/">Überprüfung von 18 druckempfindlichen Körperstellen</a>, den sogenannten Tender-points. Wissenschaftler aus Skandinavien stellten bereits vor über 10 Jahren fest, dass es eine Überschneidung zwischen MCS und Fibromyalgie gibt, die für die medizinische Diagnostik von erheblicher Relevanz ist. Eine neuere kanadische Studie von Februar 2010 bestätigte dieses Ergebnis. Die Studienautoren appellierten in einer medizinischen Fachzeitschrift für die Einführung einer adäquaten Ausbildung und Bereitstellung spezieller Informationsressourcen für Angestellte in den Gesundheits- berufen und der Öffentlichkeit, um die Prognose der Patienten zu verbessern.</p>
<p><strong>Schmerzen über Schmerzen</strong></p>
<p>Patienten mit Fibromyalgie oder Chemikalien-Sensitivität führen oft Schmerzen an, die sie als vergleichbar mit „Zahnweh am ganzen Körper“ beschreiben. Wissenschaftler aus Skandinavien stellten sich Ende der neunziger Jahre die Aufgabe herausfinden, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Krankheitsbildern besteht.</p>
<p><strong>Liegt bei Fibromyalgie-Patienten auch MCS vor?</strong></p>
<p>Das Ziel einer Pilotstudie bestand darin zu ermitteln, wie häufig MCS bei Fibro-myalgie-Patienten in einer universitären rheumatologischen Praxis auftritt. Hierzu setzte das Wissenschaftlerteam Fragebögen ein, mittels denen MCS festgestellt werden sollte. Ergänzend wendeten die Mediziner Kriterien aus einer damals aktuellen Studie an, durch die das immunologische Profil der Patienten mit dieser Erkrankung festgestellt werden konnte. Patienten mussten außerdem mit &#8220;Ja&#8221; oder &#8220;Nein&#8221;, das Vorhandensein von 48 FM-bezogenen Symptomen bestätigen. (1)</p>
<p><strong>Studie stellt Zusammenhang zwischen FMS und MCS fest</strong></p>
<p>Das Ergebnis der Studie wurde im ersten Halbjahr 1997 in der medizinischen Fachzeitschrift „<a href="http://www.informaworld.com/smpp/title~content=t713692026~link=cover">Scandinavian Journal of Rheumatology</a><a href="http://www.informaworld.com/smpp/title~content=t713692026~link=cover">“</a> veröffentlicht. Dreiunddreißig von 60 Patienten mit Fibromyalgie erfüllten die Kriterien für MCS. Elf dieser Patienten erfüllten weitere, restriktivere Kriterien, die das Vorliegen eines  &#8220;höheren Schweregrades&#8221; einer Chemikalien-Sensitivität nachwiesen.</p>
<p>Bestätigung fanden die Wissenschaftler zusätzlich darin, dass die Symptome und die Auslösesubstanzen von Reaktionen, die am häufigsten von den Fibromyalgie-Patienten zitiert wurden, ähnlich denen waren, die von MCS-Patienten in anderen Studien berichtet wurden.</p>
<p>Ansonsten unterschieden sich Fibromyalgie-Patienten mit und ohne MCS- Symptomatik nicht von anderen FM-Patienten. Da analog der Studie bei über der Hälfte der Patienten mit Fibromyalgie ebenso eine Chemikalien-Sensitivität vorlag, schlossen die skandinavischen Wissenschaftler daraus, dass MCS durchaus ein zusätzlicher Symptomkomplex im Spektrum von Fibromyalgie darstellen kann.</p>
<p><strong>Kanadische Studie bestätigt gleichzeitiges Vorliegen von MCS und FMS</strong></p>
<p>Dass beide Erkrankungen gleichzeitig vorliegen können, bejahten einige wissen- schaftliche Studien in den vergangenen Jahren. Wie hoch jedoch die Wertigkeit rascher, zielgerichteter Diagnostik aufgrund der möglicherweise einschneidenden Auswirkungen von MCS und FMS auf das Leben der Erkrankten anzusehen ist, wurde durch eine Studie der Umweltklinik EHC in Toronto offenkundig.</p>
<p>Die kanadischen Wissenschaftler untersuchten ein Patientenkollektiv von 128 Patienten auf das Vorliegen von MCS, CFS und FMS und ermittelten die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf deren Alltagsleben. Von 70 Patienten hatten acht jeweils eine der Diagnosen MCS, CFS oder FM erhalten, während die restlichen Patienten zwei oder drei überlappende Diagnosen hatten. Wie groß die <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/07/22/opfer-der-medizinindustrie-then-it-will-all-have-been-worth-it/">Auswirkungen der Umweltkrankheiten für die Patienten</a> waren, konnten die Leser der kanadischen Fachzeitschrift für Allgemeinmediziner in der Ausgabe Februar 2010 erfahren. Die meisten der Studienteilnehmer (68,8%) hatten ihre Arbeit durchschnittlich 3 Jahren nach Einsetzen der Symptome wegen ihrer Krankheit aufgeben müssen. (2)</p>
<p><strong>Relevanz für die Diagnostik in der Umweltmedizin und Mainstream- Medizin</strong></p>
<p>Aus der Studie aus dem Jahr 1997 und der Studie von Anfang 2010 ergibt sich für die medizinische Praxis der dringliche Hinweis, dass beim Vorliegen von einem der beiden Krankheitsbilder MCS oder FM das jeweils  andere durch entsprechende Diagnostik und gründliche Anamnesestellung  unbedingt abzuklären ist.</p>
<p>Bei der Befunderhebung von MCS-Patienten sollte somit grundsätzlich eine Abklärung  erfolgen, ob gleichzeitig eine Fibromyalgie vorliegt. Dies kann von jedem Arzt ohne großen Aufwand durch Überprüfung der <a href="http://www.medizinfo.de/rheuma/fibromyalgie/tenderpoints.shtml">18 Tenderpoints</a> festgestellt werden.</p>
<p>Der Aspekt, dass bei Fibromyalgie-Patienten gleichzeitig eine Überempfindlichkeit auf Chemikalien vorliegt, dürfte trotz positiver Studien in der Mainstream-Medizin in den letzten zehn Jahren immer noch nicht angekommen sein. Für die FM-Patienten wäre es jedoch von nicht abzuschätzender Wichtigkeit, dass Rheumatologen mit der <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/14/diagnostik-von-chemikalien-sensitivitaet-mcs-in-der-praxis/">Diagnostik von MCS</a> vertraut gemacht würden. Die Prognose der Fibromyalgie-Patienten könnte sich durch entsprechend ausgerichtete Behandlung und Aneignen von Vermeidungsstrategien, was den Umgang mit den jeweils Beschwerden auslös- enden Chemikalien betrifft, erheblich verbessern.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 16. August 2010</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<ol>
<li>A. T. Slotkoff; D. A. Radulovic; D. J. Clauw, The Relationship between Fibro-myalgia and the Multiple Chemical Sensitivity Syndrome, Scandinavian Journal of Rheumatology, Volume 26, Issue 5 1997</li>
<li>Lavergne MR, Cole DC, Kerr K, Marshall LM., Functional impairment in chronic fatigue syndrome, fibromyalgia, and multiple chemical sensitivity, Can Fam Physician. 2010 Feb; 56 (2):e57-65.</li>
</ol>
<p><strong>Weitere CSN Artikel über  MCS und Fibromyalgie: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/02/22/neue-studie-ermittelte-beeintrachtigungen-im-alltag-durch-mcs-cfs-und-fms/">Neue Studie ermittelte Beeinträchtigungen im Alltag durch MCS, CFS und FMS</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/14/diagnostik-von-chemikalien-sensitivitaet-mcs-in-der-praxis/">Diagnostik von Chemikalien-Sensitivität / MCS in der Praxis</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/08/27/mechanismus-der-erklaert-warum-sauna-therapie-bei-mcs-cfs-und-fms-hilft/">Mechanismus, der erklärt, warum Sauna-Therapie bei MCS, CFS und FMS hilft</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/07/22/opfer-der-medizinindustrie-then-it-will-all-have-been-worth-it/">Opfer der Medizinindustrie – “Then it will all have been worth it…”</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/11/07/fibromyalgie-spect-diagnostik-findet-ursachen-fuer-chronische-schmerzen/">Fibromyalgie: SPECT Diagnostik findet Ursachen für chronische Schmerzen</a></li>
</ul>
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