<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CSN Blog &#187; Schwerbehinderung</title>
	<atom:link href="http://www.csn-deutschland.de/blog/category/schwerbehinderung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.csn-deutschland.de/blog</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 15:31:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.3</generator>
		<item>
		<title>Schülerin wegen Versprühen von Parfüm aus Schulbus geworfen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/11/19/schulerin-wegen-verspruhen-von-parfum-aus-schulbus-geworfen/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/11/19/schulerin-wegen-verspruhen-von-parfum-aus-schulbus-geworfen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 06:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffallergie]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch die Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Parfum]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Busfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Parfumverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbus]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=14221</guid>
		<description><![CDATA[Eine Schülerin wurde in Richland, US Bundesstaat Washington, vom Busfahrer aus dem Schulbus geworfen, weil sie Parfüm versprüht hatte. Das Benutzen von Parfüm ist in diesem Schulbezirk verboten, aus Rücksicht auf jene Schüler und Lehrer, die unter schweren Allergien, Asthma oder Chemikaliensensitivität (MCS) leiden. In einigen Schulbezirken und Städten in den USA und Kanada gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Schulbus1.jpg"><img class="size-full wp-image-14223 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Schülerin wegen Versprühen von Parfüm aus Schulbus geworfen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Schulbus1.jpg" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p>Eine Schülerin wurde in Richland, US Bundesstaat Washington, vom Busfahrer aus dem Schulbus geworfen, weil sie Parfüm versprüht hatte. Das Benutzen von Parfüm ist in diesem Schulbezirk verboten, aus Rücksicht auf jene Schüler und Lehrer, die unter schweren Allergien, Asthma oder Chemikaliensensitivität (MCS) leiden. In einigen Schulbezirken und Städten in den USA und Kanada gibt es solche Parfüm- und Duftstoffverbote, die Teil des Integrationsprogramms für Behinderte sind. Diese Maßnahmen sind keineswegs überzogen, denn die Chemikalien und Aromaöle in Parfüms und parfümierten Produkten können bei einigen Menschen erhebliche Gesundheitsbeschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen auslösen. Bei einem ähnlichen Vorfall mussten <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/15/11-schueler-und-ein-busfahrer-mussten-ins-krankenhaus-wegen-verschuettetem-parfum/">elf Schüler und ein Busfahrer ins Krankenhaus </a>gebracht werden. Einer Schülerin zerbrach im Bus ein Parfümflacon, wodurch Chemikalien freigesetzt wurden.</p>
<p><script type='text/javascript' src='http://www.kndu.com/global/video/videoplayer.js?rnd=610781;hostDomain=www.kndu.com;playerWidth=465;playerHeight=355;isShowIcon=true;clipId=6453168;flvUri=;partnerclipid=;adTag=News;advertisingZone=;enableAds=true;landingPage=;islandingPageoverride=false;playerType=STANDARD_EMBEDDEDscript_EMBEDDEDscript;controlsType=overlay'></script></p>
<p><strong>Parfüm gegen „riechende“ Mitschüler</strong></p>
<p>Die 15-jährige hatte ein blumiges Parfüm im Schulbus versprüht, weil sie fand, es „rieche“ darin nicht gut, schreibt die Online-Zeitung <a href="http://www.huffingtonpost.com/2011/11/15/richland-student-kicked-off-school-bus_n_1094958.html">Huffington Post</a>. Der Busfahrer ermahnte die Jugendliche und bat um die Parfümflasche. Die Schülerin weigerte sich und redete dabei gleichzeitig mit ihren Eltern am Handy. Als Konsequenz wurde sie zwei Blocks von der Haltestelle entfernt abgesetzt. Die Eltern des Teenagers zeigten kein Verständnis für die Vorgehensweise des Busfahrers und gaben an, ihre Tochter wäre dadurch Gefahr ausgesetzt gewesen, gekidnappt zu werden. Sie seien nicht davon informiert worden, dass ihre Tochter wegen des Versprühens von Parfüm aus dem Bus geworfen wurde. Die Schule weist die Vorwürfe zurück und gab zu verstehen, dass Entführungen höchst selten vorkommen und die Schülerin während des Vorfalls mit ihren Eltern am Handy war. Gleichzeitig gab die Schulleitung zu verstehen, dass bei einem erneuten Vorkommnis, bei dem von einem Schüler Parfüm versprüht werde, die gleichen Konsequenzen gezogen würden, die Busfahrer würden zukünftig allerdings darauf achten, dass betreffende Schüler in einer sicheren Gegend abgesetzt würden.  Eine Änderung der Schulordnung und des Duftstoffverbotes stehen laut Auskunft der Schule nicht zur Debatte.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 18. November 2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/15/11-schueler-und-ein-busfahrer-mussten-ins-krankenhaus-wegen-verschuettetem-parfum/">11 Schüler und ein Busfahrer mussten ins Krankenhaus wegen verschüttetem Parfum</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/28/stadtrat-verbietet-parfum-und-duftstoffe-am-arbeitsplatz/">Stadtrat verbietet Parfum und Duftstoffe am Arbeitsplatz</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/14/kirsten-vertragt-kein-parfum/">Kirsten verträgt kein Parfüm</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/29/duftfreie-schule-%E2%80%93-einen-versuch-ist-es-wert/">Duftfreie Schule? Ein Versuch ist es wert</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/30/dufte-schule/">Dufte Schule</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/11/19/schulerin-wegen-verspruhen-von-parfum-aus-schulbus-geworfen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Umweltkrankheit MCS lässt sich nicht ewig vertuschen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/24/die-umweltkrankheit-mcs-lasst-sich-nicht-ewig-vertuschen/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/24/die-umweltkrankheit-mcs-lasst-sich-nicht-ewig-vertuschen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 18:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thommy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogfrage der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensible]]></category>
		<category><![CDATA[Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=14087</guid>
		<description><![CDATA[Chemikaliensensible existieren, Tendenz steigend Sie sollen nicht existent sein, die Umwelterkrankten mit MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity. Menschen, die auf minimale Konzentrationen von Chemikalien im Alltag reagieren in einem Land, das Chemikalien in die ganze Welt exportiert und damit fette Gewinne erwirtschaftet, das passt nicht. Also wird dafür gesorgt, dass Chemikaliensensible nicht existieren. Zumindest nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Zahnrad.jpg"><img class="size-full wp-image-14089 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Chemikaliensensible existieren, Tendenz steigend - dagegen kann keine Lobby etwas tun" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Zahnrad.jpg" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p><strong>Chemikaliensensible existieren, Tendenz steigend </strong></p>
<p>Sie sollen nicht existent sein, die Umwelterkrankten mit <a href="http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf">MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity</a>. Menschen, die auf minimale Konzentrationen von Chemikalien im Alltag reagieren in einem Land, das Chemikalien in die ganze Welt exportiert und damit fette Gewinne erwirtschaftet, das passt nicht. Also wird dafür gesorgt, dass Chemikaliensensible nicht existieren. Zumindest nicht auf dem Papier.</p>
<p>Wer MCS hat und seine Erkrankung als Schwerbehinderung anerkannt bekommen möchte, erfährt schnell, dass MCS unerwünscht ist. Das Versorgungsamt dreht und windet sich wie ein Aal, nur damit MCS nicht als Behinderung akzeptiert wird. Denn, wenn MCS häufiger als Behinderung auftaucht, könnten die Erkrankten Forderungen durchsetzen und zwar auch solche, die ihre Krankheit in der Öffentlichkeit sichtbar macht. Ergo, dass MCS als Behinderung anerkannt wird, muss meist erst rechtlich erstritten werden.</p>
<p>In der Bevölkerung ist MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity nicht mehr ganz unbekannt, aber die Konsequenzen, die diese Erkrankung für die Menschen hat, die darunter leiden, kennt kaum jemand. Es wird versucht, MCS als Bagatelle darzustellen oder als Marotte, als psychische Störung, usw. Eben alles Mögliche, außer einer ernstzunehmenden Erkrankung, die rund 15% der Bevölkerung betrifft und sie einschränkt in allen Lebenslagen.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #800000;"><strong>Thommy’s Blogfrage der Woche:</strong></span></p>
<ul>
<li style="text-align: left;">Lässt sich MCS auf Ewig vertuschen?</li>
<li style="text-align: left;">Was können MCS Kranke unternehmen, damit die Allgemeinheit von ihnen erfährt?</li>
<li style="text-align: left;">Wie lässt sich Druck aufbauen, damit MCS als Behinderung im Einzelfall anerkannt wird und das ohne Rechtsstreit?</li>
<li style="text-align: left;">Wie kann dem Klischee „<a href="http://www.csn-deutschland.de/mcs_class.pdf">MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity sei psychisch</a>“ die Existenz entzogen werden?</li>
<li style="text-align: left;">Habt Ihr Ideen, wie MCS der Öffentlichkeit als das vermittelt werden kann, was es ist, nämlich eine einschränkende Behinderung?</li>
<li style="text-align: left;">Wie kann die Allgemeinheit effektiver und zeitnah über MCS informiert werden?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/24/die-umweltkrankheit-mcs-lasst-sich-nicht-ewig-vertuschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Flughafen nimmt Rücksicht auf Allergiker</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/05/flughafen-nimmt-rucksicht-auf-allergiker/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/05/flughafen-nimmt-rucksicht-auf-allergiker/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 07:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergien]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffallergie]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Parfum]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensible]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[parfümfreie Route]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitskontrolle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=13974</guid>
		<description><![CDATA[Parfümfreie Route durch den Flughafen für Asthmatiker, Allergiker und Chemikaliensensible Für Allergiker war der Flughafen Kopenhagen bis vor kurzem die reinste Hölle. Wer auf Parfüm und andere Duftstoffe reagiert, befand sich in der Zwickmühle, weil die Sicherheitskontrolle direkt neben der Parfümerie positioniert war. Um Allergikern, Asthmatikern und Personen mit Multiple Chemical Sensitivity (MCS) entgegenzukommen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Flughafen.jpg"><img class="size-full wp-image-13978 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Parfümfreie Route durch den Flughafen für Asthmatiker, Allergiker und Chemikaliensensible" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Flughafen.jpg" alt="" width="347" height="346" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Parfümfreie Route durch den Flughafen für Asthmatiker, Allergiker und Chemikaliensensible</strong></p>
<p>Für Allergiker war der Flughafen Kopenhagen bis vor kurzem die reinste Hölle. Wer auf Parfüm und andere Duftstoffe reagiert, befand sich in der Zwickmühle, weil die Sicherheitskontrolle direkt neben der Parfümerie positioniert war. Um Allergikern, Asthmatikern und Personen mit Multiple Chemical Sensitivity (MCS) entgegenzukommen und damit der <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/12/ein-jahr-un-behindertenkonvention-nullrunde-fur-behinderte-mit-mcs-%e2%80%93-multiple-chemical-sensitivity/">UN Behindertenkonvention</a> gerecht zu werden, hat die Flughafenleitung eine parfümfreie Alternativroute im Flughafenbereich für diese Behinderten geschaffen.</p>
<p><strong>Reisen mit Risiken verbunden</strong></p>
<p>Personen mit empfindlichen Atemwegen, Asthma, Duftstoffallergien oder Multiple Chemical Sensitivity (MCS) reagieren oft mit erheblichen Gesundheitsbeschwerden auf Parfüm und parfümierte Produkte. Verreisen ist für diese Personengruppe mit großen Schwierigkeiten und teils auch mit erheblichen Risiken verbunden. Parfüms gehören zu den Hauptauslösern für Asthmaanfälle. Chemikaliensensible führen Duftstoffe als eine der Barrieren auf, die ihnen den Zutritt in viele Gebäude verwehrt, ihnen die Teilhabe am öffentlichen Leben versagt und sie zwangsweise in Isolation vereinsamen lässt.</p>
<p><strong>Sicherheitsbereich neben der Parfümerie</strong></p>
<p>Wer im Flughafen Kopenhagen die Sicherheitsprüfung nicht bestanden hatte, befand sich unmittelbar mit einem großen Problem konfrontiert, wenn er auf Duftstoffe, Parfüms, Aftershaves mit Gesundheitsbeschwerden reagierte. Genau neben diesem Sicherheitsbereich befindet sich nämlich die Parfümerie des Flughafens. Der dänische Allergie- und Asthmaverband beschreibt diese Situation als „reine Hölle“ für Menschen mit empfindlichen Atemwegen oder Allergien. Wegen dieses „Duftbombardements“ hat der Patientenverband sich schriftlich bei der Flughafenleitung beschwert. Es sei sehr bedauerlich, dass Menschen, kurz bevor sie mit dem Flugzeug starten, krank würden wegen der Duftstoffen und Parfüms. Die Reaktionen von Menschen mit Multiple Chemical Sensitivity variieren, erläuterte der Allergie- und Asthmaverband gegenüber <a href="http://www.dr.dk/sundhed/dinsundhed/Sommer/Artikler/2011/0712132507.htm">DR Forside</a>. Einige bekämen beispielsweise Kopfschmerzen, andere würden schwindlig oder bekämen Atemprobleme.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Flughafenleitung kooperativ gegenüber Asthmatikern, Allergikern und MCS-Kranken</strong></p>
<p>Die Kopenhagener Flughafenleitung nahm sich die Beschwerde des Allergie- und Asthmaverbandes zu Herzen und versuchte Lösungen zu finden, damit auch Menschen mit Asthma, Allergien und Multiple Chemical Sensitivity (MCS) ohne Gesundheitsprobleme in den Urlaub starten können. Man schuf eine „parfümfreie Route“ und einen separaten Eingang für die Passagiere, die Probleme mit Parfüms und Duftstoffen haben. Wer die „parfümfreie Route“ benutzen möchte, sagt dem Personal an der Sicherheitskontrolle Bescheid und bekommt dann einen alternativen Durchgangsweg gezeigt.</p>
<p>Es lässt sich durch die „parfümfreie Route“ zwar nicht gewährleisten, dass der Weg durch den Kopenhagener Flughafen völlig parfümfrei ist, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Das Entgegenkommen der Kopenhagener Flughafenleitung beweist, dass man mit etwas Willen Möglichkeiten finden kann, um <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/12/18/stadt-schafft-barrierefreiheit/">Menschen mit Behinderungen zu integrieren</a> und auf die Bedürfnisse von Chemikaliensensiblen Rücksicht nehmen kann.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 5. Oktober 2011</p>
<p><strong>Literatur:</strong> DR Forside, Parfumefri i lufthavnen, 12.07.2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere interessante CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/08/22/airline-zahlt-passagier-50-000e-schadensersatz-wegen-pestiziden-an-bord/">Airline zahlt Passagier 50.000€ Schadensersatz wegen Pestiziden an Bord</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/12/sick-aeroplane-syndrome/">Sick Aeroplane Syndrome</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/06/02/insektizideinsatz-im-ferienflieger-welche-ansprueche-hat-der-passagier/">Insektizideinsatz im Ferienflieger – Welche Ansprüche hat der Passagier?</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/05/02/forschung-fuer-biomarker-toxisch-bedingter-gesundheitsschaeden-kurz-vor-dem-durchbruch/">Forschung für Biomarker toxisch bedingter Gesundheitsschäden kurz vor dem Durchbruch</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/22/flugreisen-achtung-flammschutzmittel-reisen-mit/">Flugreisen – Achtung toxische Flammschutzmittel reisen mit</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/05/flughafen-nimmt-rucksicht-auf-allergiker/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Elektromagnetische Hypersensitivität und Multiple Chemical Sensitivity: Zwei Seiten derselben Medaille?</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/09/11/elektromagnetische-hypersensitivitat-und-multiple-chemical-sensitivity-zwei-seiten-derselben-medaille/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/09/11/elektromagnetische-hypersensitivitat-und-multiple-chemical-sensitivity-zwei-seiten-derselben-medaille/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 08:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Experten geben Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Doppler-Echokardiographie]]></category>
		<category><![CDATA[EHS]]></category>
		<category><![CDATA[Elektromagnetische Hypersensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[EMF]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[umweltbedingt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=13854</guid>
		<description><![CDATA[In mehreren Ländern sind EHS, MCS und Fibromyalgie mittlerweile als funktionale Behinderungen anerkannt Etliche Fachleute aus verschiedenen europäischen Ländern stimmen zu, dass es sich bei elektromagnetischer Hypersensitivität um eine reale, körperliche Erkrankung handelt, und für einige scheinen diese Beschwerden direkt etwas mit Multiple Chemical Sensitivity (MCS) zu tun zu haben. Dies ist das Resultat des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In mehreren Ländern sind EHS, MCS und Fibromyalgie mittlerweile als funktionale Behinderungen anerkannt</strong></p>
<p>Etliche Fachleute aus verschiedenen europäischen Ländern stimmen zu, dass es sich bei elektromagnetischer Hypersensitivität um eine reale, körperliche Erkrankung handelt, und für einige scheinen diese Beschwerden direkt etwas mit Multiple Chemical Sensitivity (MCS) zu tun zu haben. Dies ist das Resultat des Kongresses &#8220;<a href="http://international-emf-alliance.org/images/pdf/Congress_EMF_AMICA_2011.pdf">Mobilfunk, Wi-Fi, Wi-Max: Gibt es Gesundheitsrisiken?&#8221;</a>, der am 14. Juni 2011 im Palazzo Marini, der Abgeordnetenkammer in Rom, abgehalten wurde. Diese Veranstaltung, die von <a href="http://lnx.infoamica.it/">A.M.I.C.A.</a>, der Vereinigung für umweltbedingte und chronisch toxische Verletzungen organisiert wurde, sollte über die Gesundheitsgefahren einen Überblick verschaffen, welche mit dem Gebrauch kabelloser Geräte verbunden sind.</p>
<p><iframe width="420" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/ONVFHQTuvD8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Onkologe Prof. Dominique Belpomme, Professor am Universitätsklinik-Zentrum &#8220;Necker-Enfants Malades&#8221; (Kinderklinik), Präsident von ARTAC (Anti-Krebstherapie-Forschung) präsentierte in seinem Vortrag &#8220;Diagnostische und therapeutische Protokolle zur Unverträglichkeit elektromagnetischer Felder&#8221; die Ergebnisse einer klinischen Untersuchung von mehr als 450 Patienten, welche von 2008 bis 2011 in diese einbezogen wurden. Er und sein Team benutzten eine neue Technik für die Diagnostik von Menschen, die über gesundheitliche Reaktionen auf elektromagnetische Felder berichten, eine Erkrankung, die er vorzugsweise als &#8220;Intoleranz Elektromagnetischer Felder&#8221; oder &#8220;EFI Syndrom&#8221; und weniger als &#8220;Elektromagnetische Hypersensitivität&#8221; definiert.</p>
<p>Bei der neuen Technik handelt es sich um den &#8220;Gepulsten Echo-Doppler&#8221;, eine gepulste Doppler-Echokardiographie des Gehirnes, welche den Echodoppler mit einer Computerauswertung kombiniert, um die Hirndurchblutung zu bestimmen. Anders als andere Methoden ist diese nicht gefährlich und es kommt dabei keine ionisierende Strahlung (Radioaktivität) zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Menschen mit Elektromagnetische Felder Intoleranz das Gehirn schlechter durchblutet ist als bei der Kontrollgruppe, insbesondere der linke Teil des limbischen Bereiches des Gehirnes. Dies ist ein ganz besonderer Bereich, denn es ist der &#8220;archaische&#8221; Teil des Gehirnes, der viele Körperfunktionen kontrolliert.</p>
<p>&#8220;Diese Ergebnisse sind sehr bedeutend&#8221;, sagte Belpomme auf dem Kongress, &#8220;denn zum ersten Mal können wir mit objektiven Tests Elektromagnetische Felder Intoleranz als körperliche Erkrankung belegen.&#8221;</p>
<p>Sein Team hat weitere Testmethoden angewendet, wie etwa die Konzentration von Histamin, Protein S100B und Hitzeschock-Proteine Hsp70 und Hsp27 im Blut. Bei rund 70 Prozent der untersuchten Patientengruppe lag ein ernsthafter Vitamin D Mangel vor, bei etwa 1 bis 2 Prozent der Patienten waren die Proteine Hsp27 und Hsp70 erhöht, während mehr als 40% der Stichprobe einen erhöhten Histaminspiegel hatten, ein Sachverhalt, der sich vollständig mit der Interpretation dieses Syndroms als körperliche Erkrankung deckt.</p>
<p>Bei ungefähr 10 Prozent der Patienten war Protein S100B erhöht, ein Marker für die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke (BHS). Bei einem Drittel der Stichprobe wurde eine Reduktion von Melatonin im Urin festgestellt und dies kann bei diesen Patienten eine Erklärung für Symptome wie Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen sein.</p>
<p>Diese Veränderungen ähneln denen, die man bei Patienten mit <a href="http://www.csn-deutschland.de/DIMDI_MCS_2008_de-en.pdf">Multiple Chemical Sensitivity (MCS)</a> (PDF) findet sehr, besonders hinsichtlich der Reduktion der Hirndurchblutung, der neurogenen Entzündungen, der Zunahme des oxidativen Stresses und der Schwächung der Abwehrkräfte. Die Tatsache, dass elektromagnetische Felder (EMF) eine Öffnung der Blut-Hirn-Schranke zur Folge haben, könnte mit dem Schutz des Hirnes vor toxischen Chemikalien ungünstig zusammenwirken. Es ist in der Tat nicht ungewöhnlich, dass Patienten mit dem EFI Syndrom MCS-Symptome haben, während Erkrankte mit MCS auch auf EMF reagieren.</p>
<p>Die Erhöhung des oxidativen Stresses bei elektrosensitiven Patienten wurde auch von Dr. Valeria Pacifico festgestellt, die in Rom über &#8220;Metabolische Biomarker für unausgeglichene Oxidationsreduktion und der Anfälligkeit gegenüber nicht ionisierender Strahlung&#8221; referierte. Sie arbeitet im Team von Dr. Chiara De Luca im Versuchslabor BILARA am dermatologischen Institut von Immaculata in Rom, das zahlreiche Arbeiten über die Rolle des oxidativen Stresses bei Umwelt-Sensitivitäten veröffentlicht hat. (1, 2)</p>
<p>&#8220;Um eine Diagnose für dieses Syndrom zu stellen, müssen wir zuerst den Patienten zuhören und überprüfen, ob die Symptome besser werden oder verschwinden, wenn sie sich von EMF-Quellen fern halten&#8221;, erklärte Prof. Belpomme. Um nachzuweisen, ob die elektromagnetischen Felder die wirkliche Ursache für die bei diesen Patienten festgestellten Veränderungen sind, mussten die Patienten die Untersuchungen drei Monate vor und drei Monate nach einem Zeitraum wiederholen, in welchem sie EMF mieden. Die Ergebnisse zeigten, dass sich nach der Zeit der Vermeidung die Werte dem Normalen annäherten.</p>
<p>Aufgrund der starken Korrelation zwischen EMF Exposition und Alzheimer Erkrankung, welche sechs epidemiologische Studien belegten, geht Belpomme davon aus, dass jeder elektrosensitive Patient mit Gedächtnisstörungen auch auf Alzheimer untersucht werden sollte. Er weist darauf hin, dass es sich bei Alzheimer um den Verlust des Langzeitgedächtnisses handelt, während das EFI Syndrom oft zum Verlust des Kurzzeitgedächtnisses führt, doch dieses Symptom könnte als Vorläufer der Alzheimer Erkrankung angesehen werden.</p>
<p>Prof. Olle Johansson, assoziierter Professor der experimentellen dermatologischen Einheit der Abteilung für Neurowissenschaften am Karolinska Institut und Professor am königlichen Institut für Technologie in Stockholm referierte in Rom über &#8220;Das Vorsorgeprinzip: Von der Bioinitiative zum <a href="http://diagnose-funk.ch/wissenschaft/risikowahrnehmung/seletun-papier-regierungen-sollen-handeln.php">Seletun Konsens</a>&#8220;. Er widmete seinen Vortrag den Menschen die von EHS und MCS betroffen sind, weil &#8220;diese ein sehr schweres Leben haben&#8221;.</p>
<p>Er ist einer der engagiertesten Wissenschaftler, welche sich für neue Biologie gestützte Sicherheitsrichtlinien für EMF einsetzen. 2006 war er anlässlich der <a href="http://appelle.diagnose-funk.org/appelle-int/benevento-resolution.php">ICEMS-Resolution</a> in Benevento, danach 2007 in London für eine neue Resolution und er gehörte auch zu jener Gruppe unabhängiger Wissenschaftler, die 2007 den berühmten <a href="http://www.diagnose-funk.ch/wissenschaft/bioinitiative/index.php">Bioinitiative Report</a> veröffentlichte, dessen politische Agenda starke ökologische Bedenken enthielt. Aufgrund dieses Berichtes unterzeichnete das Europäische Parlament am 4. September 2008 tatsächlich eine Resolution, um zu bekunden, dass die aktuellen Sicherheitsbeschränkungen für EMF überholt sind und um die europäischen Regierungen vor der Zunahme neuer Umwelterkrankungen wie EHS, MCS und dem dentalen Amalgam Quecksilber Syndrom zu warnen.</p>
<p>Vor nicht allzu langer Zeit gehörte Prof. Johansson zu der Gruppe von Wissenschaftlern, die jenen Seletun Consensus vorbereiteten, der Februar 2011 in den Rezensionen von Environmental Health (3) veröffentlicht wurde. Er stellt fest, dass die derzeitigen Standards die Weltbevölkerung nicht vor elektromagnetischen Feldern schützen und dass alle EMF jetzt reduziert werden sollten, anstatt auf einen definitiven Beweis für die Gefahr zu warten. Er erklärt ebenfalls, dass Menschen, die EHS Symptome berichten, als von einer funktionellen Behinderung Betroffene angesehen werden sollten.</p>
<p>In Schweden sind z.B. EHS, MCS und Fibromyalgie längst als funktionelle Behinderungen klassifiziert. Dies bedeutet, dass von diesen Erkrankungen betroffene Menschen nicht als Patienten angesehen werden, sondern dass es die Umwelt ist, die sie behindert macht und dass folglich die Umwelt verändert werden muss. Eine derartige Klassifikation stellt die volle Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen dar, welche am 30. März 2007 von Regierungsvertretern unterzeichnet wurde. Diese Konvention sollte genügen, um alle Regierungen zu drängen, die richtigen Lösungen für Barrierefreiheit und die besten Sozialregelungen für Menschen mit umweltbedingten Sensitivitäten zu finden und die Diskriminierung zu beenden.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Francesca Romana Orlando, Journalistin und Vize-Präsidentin von <a href="http://lnx.infoamica.it/">A.M.I.C.A.</a></p>
<p><strong>Übersetzung: </strong>BrunO für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<ol>
<li>De Luca C. et al., Biological definition of multiple chemical sensitivity from redox state and cytokine profiling and not from polymorphisms of xenobiotic-metabolizing enzymes, Toxicology and Applied Pharmacology, YTAAP-11818; No. of pages: 8; 4C.</li>
<li>De Luca C. et al., The Search for Reliable Biomarkers of Disease in Multiple Chemical Sensitivity and Other Environmental Intolerances, Int. J. Environ. Res. Public Health 2011, 8, 2770-2797; doi:10.3390/ijerph8072770</li>
<li>Fragopoulou A ed al., Scientific panel on electromagnetic field health risks: consensus points, recommendations, and rationales, Rev Environ Health. 2010 Oct-Dec; 25(4):307-17.</li>
</ol>
<p><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/10/30/mcs-auch-2011-im-icd-10-im-register-fur-verletzungen-und-vergiftungen-aufgefuhrt/">MCS auch 2011 im ICD-10 Register für Verletzungen und Vergiftungen aufgeführt</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf">Ärzteinformation   zu MCS, CFS, FMS, EMS und TE zum Weitergeben</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/02/who-empfangt-delegation-von-vertretern-fur-umweltkranke/">WHO empfängt Delegation von Umwelterkrankten</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/05/27/wissenschaftlicher-stand-der-forschung-ueber-multiple-chemical-sensitivity-mcs/">Wissenschaftlicher Stand der Forschung über Multiple Chemical Sensitivity (MCS)</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/09/11/elektromagnetische-hypersensitivitat-und-multiple-chemical-sensitivity-zwei-seiten-derselben-medaille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Leben eines Teenagers nach einer Impfung</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/08/25/das-leben-eines-teenagers-nach-einer-impfung/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/08/25/das-leben-eines-teenagers-nach-einer-impfung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 14:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergien]]></category>
		<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[CFS]]></category>
		<category><![CDATA[Folgen einer Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Impfschaden]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Rollstuhl]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehindert]]></category>
		<category><![CDATA[Symptome]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenbruch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=13697</guid>
		<description><![CDATA[Rollstuhl, MCS, CFS &#8211; Folgen eines Impfschadens Der Beginn von Laura&#8217;s Leidensgeschichte begann am 27.9.2005 mit Impfungen gegen Hepatitis A &#38; B und Influenza. Zuvor war sie eine kerngesunde, lebensfrohe Jugendliche, die täglich viel Leistungssport (Leichtathletik, Joggen, Fitnesstraining) machte, sich mit Freunden traf und erste Pläne für Ihre Zukunft schmiedete. Impfschäden gibt es nicht? Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Spritze.jpg"><img class="size-full wp-image-13698 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Nach der Impfung war das Leben eines Teenagers nicht mehr das Gleiche" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Spritze.jpg" alt="" width="465" height="315" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Rollstuhl, MCS, CFS &#8211; Folgen eines Impfschadens</strong></p>
<p>Der Beginn von Laura&#8217;s Leidensgeschichte begann am 27.9.2005 mit Impfungen gegen Hepatitis A &amp; B und Influenza. Zuvor war sie eine kerngesunde, lebensfrohe Jugendliche, die täglich viel Leistungssport (Leichtathletik, Joggen, Fitnesstraining) machte, sich mit Freunden traf und erste Pläne für Ihre Zukunft schmiedete.</p>
<p><strong>Impfschäden gibt es nicht?</strong></p>
<p>Die ersten Symptome nach der Impfung waren hohes Fieber bis 40 Grad, starke Kopfschmerzen und Schwäche. Unser Hausarzt überwies Laura dann in das örtliche Krankenhaus, um eine Hirnhautentzündung auszuschließen. Leider wurde im Krankenhaus keine Lumbalpunktion vorgenommen und auch weitere Untersuchungen wurden nicht erbracht mit der Begründung, &#8220;Impfschäden gibt es nicht&#8221;.</p>
<p><strong>Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide</strong></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>2006</strong></span> &#8211; Allerdings verschlechterte sich Lauras Zustand immer weiter. Innerhalb von 9 Monaten entwickelten sich immer mehr neurologische und motorische Ausfallerscheinungen und wir suchten einen Neurologen auf, der eine Lumbalpunktion vornahm und feststellte, dass sich ein chronischer Entzündungsprozess im Nervensystem gebildet hatte, der fortan mit Cortison behandelt wurde. Zu dem Zeitpunkt litt Laura unter unerträglichen Kopf- und Muskelschmerzen. Nachdem sie mittlerweile 1 Jahr krankgeschrieben war, begann Laura im Sommer 2006 die 11. Klasse der Oberstufe eines Fachgymnasiums für Gestaltung. Schnell stellte sich heraus, dass ein regelmäßiger Besuch der Schule kaum möglich war, weil Laura immer schwächer wurde und die Zusammenbrüche sich häuften. Daraufhin stellten wir beim Versorgungsamt einen Antrag auf Anerkennung eines Impfschadens. Dieser wurde sofort abgeschmettert und wird bis heute vor Gericht verhandelt.</p>
<p><strong>Schulbesuch nicht mehr möglich</strong></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>2007</strong></span> &#8211; Trotz aller Widrigkeiten schloss sie die 11. Klasse mit 1,3 ab und wurde in die 12. Klasse versetzt. Das große Problem war, dass Laura bis dato immer kränker wurde und keiner den wirklichen Grund kannte. Die Ärzte führten es zwar auf die Impfung zurück, was genau im Körper aber ausgelöst wurde, war noch ein Rätsel. In der 12. Klasse bekam Laura dann das Fach &#8220;Freie Malerei&#8221;, indem mit Öl- und Acrylfarben gearbeitet wurde. Schon in der ersten Stunde brach Laura komplett zusammen und unser Hausarzt vermutete zum ersten Mal, dass eine Allergie gegen Chemikalien der Grund sein könnte. Fortan war an einen Schulbesuch nicht mehr zu denken und Laura musste alle Aufgaben und Unterlagen von zu Hause aus selbst erarbeiten. Durch Zufall hörten wir dann von dem Umweltmediziner Dr. Bartram, der die Diagnose bestätigte, <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/10/30/mcs-auch-2011-im-icd-10-im-register-fur-verletzungen-und-vergiftungen-aufgefuhrt/">MCS – Multiple Chemical Sensitivity </a>und CSF – Chronic Fatique Syndrom nach einer Impfung. Endlich wurden wir ernst genommen und der Krankheit wurde ein Name gegeben.</p>
<p><strong>Hilflos ans Bett gefesselt</strong></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>2008</strong></span> &#8211; Ende des Schuljahres war Laura nicht mehr in der Lage, ohne Hilfe im Alltag zurechtzukommen und war größtenteils ans Bett gefesselt. Die Schule weigerte sich, Laura die Fachhochschulreife abzunehmen und ein Kampf mit der Schule und der Landesschulbehörde begann. Zum Schluss konnten wir uns durchsetzen und eine neutrale Lehrerin von einer fremden Schule wurde beauftragt, Laura zu Hause die Prüfungen abzunehmen. Das Ergebnis war das jahrgangsbeste Zeugnis. Leider war klar, dass Laura die 13. Klasse auf einem Kunstgymnasium mit dieser Erkrankung nicht mehr schaffen würde. Allerdings verweigerten ihr andere Schulen den Zutritt in die 13. Klasse, weil sie nicht am Unterricht teilnehmen würde und keiner ihr zutraute, das Abitur ohne Lehrer und Hilfe zu bewältigen.</p>
<p><strong>Eltern konnten nur noch hilflos zuschauen</strong></p>
<p><strong><span style="color: #808080;">2009/2010</span></strong> &#8211; In dieser Zeit mussten wir miterleben, wie es unserer Tochter immer schlechter und schlechter ging. Unser Hausarzt kam, und kommt bis heute, 2-3-mal wöchentlich und in Notfällen und legt Infusionen. Zusätzlich suchten wir den Umweltmediziner Dr. Bückendorf auf, der weitere Untersuchungen durchführte und uns ebenfalls den Impfschaden mit anschließender MCS bestätigte. Ein Antrag auf Schwerbehinderung wurde gestellt und man speiste uns 2010 mit 30% und einer Gleichstellung als Schwerbehinderte ab. Ein Widerspruch unsererseits wurde abgelehnt. Seitdem wird auch dies vor Gericht verhandelt.</p>
<p><strong>Schule zuhause</strong></p>
<p>Nach einem 2 jährigen Kampf mit der Landesschulbehörde hatten wir dann die Erlaubnis, dass Laura von zu Hause aus die 13. Klasse beginnen durfte. Da allerdings auch die Lehrer nicht an den Erfolg glaubten und MCS für etwas ganz absonderliches hielten, wurden ihr im gesamten 1. Halbjahr keine Lehrmaterialien und keine Stoffverteilungspläne zur Verfügung gestellt. Im Dezember schaltete sich dann nach unserem Bitten die Lehrerin ein, die damals Laura die Prüfungen abgenommen hatte und erzwang die Herausgabe des Unterrichtsstoffes.</p>
<p><strong>Völliger Zusammenbruch</strong></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>2011</strong></span> &#8211; Im Januar kam dann der völlige Zusammenbruch. Laura lag wochenlang in einem komaähnlichen Zustand, war nicht ansprechbar und wurde von der Pflegeversicherung in Pflegestufe 2 eingestuft. Als endlich eine kleine Besserung eintrat, waren es nur noch 4 Wochen bis zu den Abiturprüfungen. Vom Bett aus lernte sie dann, soweit ihre Kräfte es zuließen, und tatsächlich hat sie alle schriftlichen Prüfungen von zu Hause aus abgelegt- mit Erfolg.</p>
<p><strong>Ein Leben wie unter Quarantän</strong>e</p>
<p>Laura hat nach wie vor hohe Giftbelastungen im Körper, die trotz Entgiftungsinfusionen stetig steigen. (u.a. starke Vergiftungen gegen Blei, Quecksilber, Palladium, Aluminium, Kupfer, Pestizide, PAK&#8217;s etc.) Es wurde eine Mitochondriopathie, Muskel- und Nervenschäden, CFS, FMS und Allergien gegen viele Nahrungsmittel festgestellt. Das Zimmer, in dem sie lebt, ist gefliest, gekalkt und unmöbliert. Wir als Familie haben Sachen für zu Hause und extra Sachen, die nur außerhalb des Hauses getragen werden. Wenn wir zu Laura wollen, müssen wir vorher duschen um keine Chemikalien mit &#8220;einzuschleppen&#8221;. Eine Fortbewegung, zum Beispiel zur Toilette, ist nur noch im Rollstuhl möglich und mit großen Schmerzen in den Muskeln und Gelenken verbunden. Laura hat schreckliche Angst zu verarmen und sich später mit Hartz 4 nicht ernähren zu können.</p>
<p><strong>Die Hoffnung auf Besserung schwindet</strong></p>
<p>Nachdem es seit 6 Jahren von Monat zu Monat schlechter wird, wird es immer schwerer, an eine Besserung zu glauben. Am Wochenende hatte Laura wieder über Stunden hinweg starke Krampfanfälle und mehrmals täglich musste der Arzt kommen.</p>
<p><strong>Zusammenhang zwischen der Impfung und MCS glasklar</strong></p>
<p>Mittlerweile wurden auch noch der Internist und Umweltmediziner Dr. Kersten und der Neurologe Dr. Binz hinzugezogen. Beiden war der Zusammenhang zwischen der Impfung und MCS glasklar, ebenso wie einer mitbehandelnden Allgemeinmedizinerin. Ebenfalls hat sich jetzt auch der örtliche Amtsarzt auf unsere Seite gestellt und bestätigt den Zusammenhang und tritt für MCS ein. Daraus ergibt sich, dass 7 Ärzte vor Gericht bescheinigen, dass Laura unter einem Impfschaden leidet. Jedoch scheint dies zurzeit weder die Behörden noch das Gericht zu beeindrucken.</p>
<p><strong>Sportmediziner mit Begutachtung der Intoxikation beauftragt</strong></p>
<p>Die gutachterliche Stellungnahme von der Gegenseite brachte als letztes zum Ausdruck, dass es sich hier um eine Einzelmeinung handelt. Deshalb suchen wir dringend weitere Fälle und Ärzte, die diesen Zusammenhang bestätigen. Laura hat nie in eine Rentenkasse oder in eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung eingezahlt und ist deshalb darauf angewiesen, den Prozess zu gewinnen, weil sie dadurch eine lebenslange Rente vom Versorgungsamt erhält. Im Fall des Schwerbehind- ertenausweises haben wir vor 2 Wochen einen Brief vom Versorgungsamt erhalten, indem der <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/03/kostenloses-iphone-android-app-fur-arzte-und-patienten-%E2%80%93-icd-10-auskunft/">Gutachter</a> von der Gegenseite, ein Sportmediziner, schreibt, MCS sei psychosomatisch, jeder MCS Patient würde sich einer psychiatrischen Behandlung verweigern. Als „Beweis“ schickte der Sportmediziner etliche Fachartikel von Psychologen mit, die belegen sollten, dass <a href="http://www.csn-deutschland.de/DIMDI_MCS_2008_de-en.pdf">MCS eine psychische Erkrankung</a> ist. Die stichhaltigen Schreiben der Fachärzte wurde mit keinem Wort erwähnt.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silke Teichmann für CSN – Chemical Sensitivity Network, 25. August, 2011</p>
<p><strong><span style="color: #800000;">Wer wurde ebenfalls chemikaliensensibel in Folge einer Impfung?</span></strong></p>
<p>Laura und ihre Eltern suchen Kontakt zu MCS-Kranken, die ebenfalls durch eine Impfung chemikaliensensibel wurden oder deren MCS sich durch eine Impfung ganz erheblich verschlechterte. Kontakt via Kommentar oder csn.deutschland@gmail.com</p>
<p>- -</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN-Artikel zum Thema Impfungen und Behörden im Umgang mit Umweltkranken:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/16/impfen-lassen-gegen-papillomvirus-oder-besser-nicht/">Impfen lassen gegen Papillomvirus? Oder besser nicht?</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/09/verflucht-ich-akzeptiere-nicht-dass-mein-leben-gelaufen-ist/">Verflucht, ich akzeptiere nicht, dass mein Leben gelaufen ist!</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/22/macht-oder-ohnmacht-des-gerichts/">Macht oder Ohnmacht des Gerichts?</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/">Behördenkrieg gegen einen Jugendlichen mit Chemikalien-Sensitivität</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/08/25/das-leben-eines-teenagers-nach-einer-impfung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verflucht, ich akzeptiere nicht, dass mein Leben gelaufen ist!</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/09/verflucht-ich-akzeptiere-nicht-dass-mein-leben-gelaufen-ist/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/09/verflucht-ich-akzeptiere-nicht-dass-mein-leben-gelaufen-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 08:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Pestizide]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[chemikaliensensibel]]></category>
		<category><![CDATA[Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Leben gelaufen]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[MCS Kranke]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=13303</guid>
		<description><![CDATA[Lasst mich doch leben! Patrick ist 19, auf dem Kleiderschrank liegt seine American Football-Ausrüstung, in der Ecke seines Zimmers steht seine E-Gitarre und auf dem Regal liegen die genialen Texte, die er schrieb. Seine Songs haben Aussage, keine abgewandelten, banalen Coverversionen von irgendwelchen abgedroschenen Songs, die irgendwann in den Charts oben waren. Nix da, Patricks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/Gitarre.jpg"><img class="size-full wp-image-13305 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Patrick: Gitarre spielen und Singen bedeutet mir so viel, aber auch das lässt mein verfluchter Körper nicht zu" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/Gitarre.jpg" alt="" width="465" height="308" /></a></p>
<p><strong>Lasst mich doch leben!</strong></p>
<p>Patrick ist 19, auf dem Kleiderschrank liegt seine American Football-Ausrüstung, in der Ecke seines Zimmers steht seine E-Gitarre und auf dem Regal liegen die genialen Texte, die er schrieb. Seine Songs haben Aussage, keine abgewandelten, banalen Coverversionen von irgendwelchen abgedroschenen Songs, die irgendwann in den Charts oben waren. Nix da, Patricks Musik geht zur Sache und lässt unmissverständlich durchblicken, dass der Songschreiber kein Weichei ist, sondern selbstbewusst und dass er etwas auf dem Kasten hat. Als Patrick die Songs und die Musik dazu niederschrieb, ging er aufs Gymnasium, was kein Problem darstellte, weil ihm die Lehrinhalte eher zufielen. Ein Klacks und schließlich gibt es auch noch ein Leben neben der Schule. Seine Kumpels waren genauso drauf. Das Leben ist da, um gelebt zu werden! War da um gelebt zu werden, denn die American Football-Ausrüstung, die Gitarre, die angefangenen CD-Aufnahmen und die Songbücher im Regal sind unübersehbar angestaubt.</p>
<p><strong>Das war mal</strong></p>
<p>Wenn Patrick in seinem Zimmer auf dem Bett liegt, kommt es ihm vor, als sei es vor Jahrzehnten gewesen, als er das letzte Mal mit den Kumpels aus seiner Band auf der Bühne stand. Manchmal hat er noch diese Flashes, er sieht die Gesichter der Mädels vor der Bühne, glühend, ehrfürchtig hochschauend und von ihrer verdammt guten Musik ergriffen.  Wenn diese Flashes kommen, dreht Patrick sich um, er will sich nicht mehr an das, was war, an das Leben erinnern, ohne augenblicklich wieder so leben zu können. Am liebsten würde Patrick dann schreien, richtig laut schreien, damit alle es hören können:</p>
<blockquote><p>„Mein Körper und meine Schmerzen halten mich gefangen, lassen nicht zu, das ich so leben kann wie die anderen. Ein kaputter Körper macht mich zum Krüppel. Er zwingt mich, immer wieder Dinge nicht zu tun, die ich gerne tun möchte. Aber ich will leben.“</p></blockquote>
<p><strong>Ursachen und Auswirkungen</strong></p>
<p>Patrick ist durch Chemikalien erkrankt und sein Körper hat eine extreme Form von <a href="http://www.csn-deutschland.de/mcs_class.pdf">Chemikalien-Sensitivität (MCS)</a> entwickelt. Manche Chemikalien sind dazu imstande, den Körper zu sensibilisieren. In der Medizin ist dies von einigen Chemikalien gut bekannt, Formaldehyd, Isocyanate und auch einige Pestizide sind dazu in der Lage. Was bei Patrick alles eine Rolle spielte, dass er jetzt so da hängt, weiß man nicht, aber man kann es erahnen. Sein Vater war Chemiker und hatte 30 Jahre mit Chemikalien Kontakt, die in der Lage sind, Gene zu schädigen. Was bei jahrelanger Arbeit aufsummiert und welchen Effekt die zahllosen, oft nicht gerade harmlosen Chemiecocktails hatten, denen Patricks Vater ausgesetzt war, das vermag niemand präzise zu definieren. Fakt ist, dass der Vater von Patrick wegen toxisch bedingter Gesundheitsschäden nicht mehr arbeiten kann und schwer krank ist. Dann ist da das Haus, in dem sie leben. <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/11/04/sick-bulding-syndrome-wissenschaftlerin-warnt-vor-schimmelpilzen-als-ursache/">Siebenmal hatten sie Hochwasser</a>. Der Schimmel an den Wänden wurde großflächig mit Chlor abgewaschen. Eine hochgiftige Chemikalie. Von den<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/26/seit-25-jahren-krank-durch-holzschutzmittel/"> Holzschutzmitteln im Haus</a> ganz abgesehen, auch sie hatten mit Gewissheit Part am Zustand, in dem Patrick sich jetzt befindet.</p>
<p><strong>Andere haben wenigstens gelebt</strong></p>
<p>Das Durchschnittsalter bei Menschen, die chemikaliensensibel sind, liegt bei 35-45 Jahren gemäß Studien. Es gibt auch Erkrankte, die wesentlich älter sind und welche, die noch Kleinkind sind, aber die Mehrzahl der Erkrankten hatte ein Leben vor MCS. Bei Patrick ist es anders:</p>
<blockquote><p>„Entschuldigt, ich will keinem weh tun, aber die anderen MCS-Kranken durften ihr Leben vorher leben (Jugend, Schule, Ausbildung, Reisen, Freunde, Partnerschaft etc.) und erleben, aber mir ist alles von Anfang an verwehrt. Die schönste Zeit des Lebens, meine Jugend ist mir nicht vergönnt, im Gegenteil, ich gehe durch die Hölle, aber das interessiert niemanden, <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/03/19/umweltkranke-jetzt-glauben-sie-mir-endlich/">weil man mir nicht glaubt.</a>“</p></blockquote>
<p><strong>Ciao Buddy<br />
</strong></p>
<p>Nachdem Patrick völlig zusammenbrach, war das Mitgefühl der Kumpels und Mitschüler erst groß. Sie kamen ihn auch besuchen und versorgten ihn mit Infos aus der Schule. Das gab ihm die Möglichkeit, seine Schule eine Zeitlang weiterzumachen. Als das nicht mehr ging, versuchte er es über die Fernschule per Internet. War, denn auch das ist vorbei. Es kommt keiner mehr, es ruft auch keiner mehr an. Wenn Patrick ganz kurz keine dieser unerträglichen Schmerzen hat, dann realisiert er, dass er für die anderen, bis auf zwei, so eingestaubt ist wie seine Gitarre ist. Auch für seine damalige Freundin, mit der er ein Leben aufbauen wollte. Sie lebt ihr Leben ohne ihn, mit wem auch immer. Dieses Realisieren schmerzt auf einer anderen Ebene als die unerträglichen körperlichen Schmerzen und Patrick ist wütend deswegen:</p>
<blockquote><p>„Ich lasse nicht zu, es kann und darf nicht sein, dass ich da draußen vergessen werde, nicht existiere. Es darf nicht sein, das mein Kampf umsonst ist.“</p>
<p>„All das, was ich erreicht habe, lasse ich mir nicht zerstören.“</p>
<p>„Ich habe mich damit abgefunden, dass ich wohl immer allein bleiben und leben werde. Für diese Art Erkrankung zeigt niemand Verständnis, im Gegenteil, man wird umgehend ausgegrenzt. Wie bitteschön soll ich da jemanden kennenlernen, die es wirklich ernst meint? Welches Mädchen, welche junge Frau ist bereit solch ein Opfer zu bringen und wie soll ich sie finden, wenn ich ein Leben in der Isolation leben muss? Vergiss es. Dies gilt auch für andere Freundschaften.“</p>
<p>„Obwohl ich immer wieder bei verschiedenen Personen, die mir früher hinsichtlich Freundschaft was bedeutet haben, nachhakte. Bis auf zwei Freunde ist keiner mehr übrig  &#8211; ich habe immer alles gegeben und nun&#8230; einfach fallengelassen, da man ja nicht mithalten kann und all das andere denen zu nervig und zu kompliziert erscheint.“</p></blockquote>
<p><strong>Wenigstens mal raus gehen</strong></p>
<p>Bei allem Unglück verloren Patrick und seine Eltern auch noch ihre treueste Weggefährtin. Patricks Mutter hat einen neuen Hund angeschafft, damit ihr Sohn etwas Leben im Haus hat und Trost durch das liebe Tier findet. Die Entscheidung war gut, denn der Hund liebt Patrick sehr und er ihn:</p>
<blockquote><p>„So gerne würde ich mal für ein paar Stunden einfach nur in die Natur, mit unserem Hund zum Training oder einfach nur mit ihm richtig spielen, noch nicht einmal das ist mir vergönnt.“</p></blockquote>
<p><strong>Oder einfach in die Saiten hauen und den Frust raus lassen</strong></p>
<p>Wenn Patrick früher einmal Frust hatte, dann war das nicht zu überhören. Er griff seine Gitarre und ließ bildlich gesehen die Fetzen fliegen und sang, dass die Wände bebten. Das kam nicht oft vor, aber wenn, dann wusste jeder im Haus nach zwei Minuten Bescheid. Musik ist eben Leben und sich ausdrücken, raus lassen was auf der Seele drückt. Aber selbst dass, den Frust, die Wut und die Enttäuschung raus lassen, ist für Patrick nicht möglich:</p>
<blockquote><p>„Gitarre spielen und Singen bedeutet mir so viel, aber auch das lässt mein verfluchter Körper nicht zu. Die Muskelschwäche und Schmerzen bremsen mich immer wieder aus. Vom Sport ganz zu schweigen – Mein Traum vom American Football ist vorbei.“</p></blockquote>
<p><strong>MCS bedeutet im schwersten Stadium ein „Leben“ in völlige Isolation</strong></p>
<p>Patrick gehört zu den MCS Kranken, denen ein Leben außerhalb der eigenen vier Wände nicht möglich ist. Nicht zu verwechseln, dass diese Menschen nicht unter anderen sein wollen, im Gegenteil der Wunsch und Drang mit anderen etwas zu unternehmen besteht jeden Tag rund um die Uhr. Es ist kein psychisches Problem oder Menschenscheu, der Körper geht auf die Barrikaden, wenn er Chemikalien ausgesetzt ist und das ist man, wenn man seine vier Wände verlässt, zwangsläufig. Autoabgase, Heizungsabgase, parfümierte Mitmenschen, Häuser, aus denen der Weichspülermief wabert. Alles Chemiecocktails, die einem schwer chemikaliensensiblen Menschen kaum eine Chance lassen, sich länger darin zu bewegen.</p>
<p>Extreme Schmerzen, Krampfanfälle, Atembeschwerden, Kollaps, Bewusstlosigkeit, dass kann ein kurzer Kontakt mit der Außenwelt zur Folge haben. Gleiches gilt für Besuch. Kommt jemand zu Besuch, kann die Freude darüber bei jemandem, der so schwer wie Patrick betroffen ist, schnell in ein Desaster münden. Das Deo nicht weggelassen oder Rückstände aus der chemischen Reinigung in der Jacke, Weichspüler, der nicht raus zu waschen war und Dinge die der Besuch selbst nicht wahrnahm. Völliger Schwachsinn? Mitnichten, wer sich die Mühe macht und die Inhaltsstoffe solcher „Alltagsprodukte“ anschaut, ist im Stande, den Umkehrschluss zu ziehen und erkennt, dass die Reaktionen eine nachvollziehbare Konsequenz darstellen bei einem Menschen, dessen Körper hypersensibilisiert ist. Aber wer macht sich diese Mühe? Nicht einmal die meisten Ärzte. Teils aus Unkenntnis, weil sie nie etwas von der Erkrankung gehört haben, teils aus Ignoranz und schlichtem Zeitmangel. Und wenn Ärzte sich nicht schlaumachen und die Krankheit aus Bequemlichkeit als Marotte deklarieren, wie sollen ganz normale Mitmenschen sie dann verstehen?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Patricks Meinung über MCS:</strong></span></p>
<blockquote><p>„MCS ist die schlimmste Krankheit, die es gibt, manchmal wünsche ich mir, ich wäre querschnittsgelähmt. Ich weiß das klingt hart, aber da wäre ich nicht so isoliert, alleingelassen, unglaubwürdig und hätte keine Schmerzen. Ich könnte trotz diesem Handikap fast überall hin, reisen, Konzerte besuchen, Freunde treffen, meine Ausbildung evtl. machen und, und, und.“</p></blockquote>
<p><strong>Die ganze Familie ruiniert</strong></p>
<p>Patricks Eltern sind bereit, alles für ihren Sohn zu tun, damit er sein Leben zurückbekommt. Aber MCS ist zu komplex, dass man die Krankheit mit Schulmedizin und ein paar Naturheilmitteln, etc. bekämpfen kann. Es muss als Erstes ein cleanes Wohnumfeld her. Patrick, als auch sein Vater, bräuchten Wohnraum, der so weitgehend wie möglich chemie- und schimmelfrei ist. Aber wie realisiert man das? Das Haus, in dem sie ihre Wohnung haben, gehört den Großeltern, wegen der Erkrankung von Patricks Vater ist finanziell kein Sprung mehr zu machen.</p>
<p><strong>Hilfe durch Behörden? Nein</strong></p>
<p>Eigentlich wäre Patrick ein Fall für die Behörden, um Hilfe zu erhalten. Aber weil er keinen Schulabschluss hat, gibt es auch keine finanzielle Unterstützung, keine Grundsicherung; das ist für den jungen Mann entwürdigend.  Seine Mutter sagt:</p>
<blockquote><p>„Wir kriegen von nirgendwoher Hilfe, ganz im Gegenteil. Wir werden schikaniert von den Behörden und man stellt Forderungen an Patrick, die er nicht erfüllen kann. Jeder, der bis drei zählen kann, muss das einsehen. Aber niemand macht sich die Mühe, das Elend anzuschauen, stattdessen bekommt man Beschlüsse, die jeglicher Menschlichkeit entbehren.  Ja, und quasi existiert Patrick nur auf dem Ausweis. Die Krankheit meiner beiden Männer hat uns ruiniert und die, die es wissen und ändern könnten, schauen einfach zu!“</p>
<p>„Viele fragen mich, wie kann das gehen, diese totale Isolation seit über 2 Jahren. Sie sagen zu mir: „da würde ich verrückt,&#8230;. also ich würde durchdrehen,&#8230;das stelle ich mir schlimm vor, und, und&#8230;“ Sie fragen auch: „Woher nimmt Patrick, woher nehmt ihr die Kraft?“</p></blockquote>
<p>Die Antwort von Patricks Mutter: „Man kann so leben, Ihr seht es ja an Patrick und an uns. Irgendwie sind wir wohl Kämpfernaturen und was wollen wir tun außer tapfer und mutig zu sein und einen starken Willen zum überleben hochzuhalten? Der Kampf um die Gerechtigkeit macht einen zusätzlich stark.“ Das ist, was Patricks Mutter nach außen sagt, aber in ihrem Inneren denkt sie oft, wie lange spielt der Körper, sprich, der Herzmuskel da noch mit? Jeden Tag steht sie rund um die Uhr ihren „Mann“.  Jeder Tag ist eigentlich ein  Überlebenskampf. Für Patrick, als auch für seinen Vater.</p>
<p><strong>Wunsch: Eine menschliche Entscheidung</strong></p>
<p>Das, was Patrick und seine Eltern seit März 2009 zuteilwurde, ist erschütternd. Seine Eltern hatten mit ihm zusammen einen Antrag zur Feststellung seines Behinderungsgrades gestellt. Jetzt soll ein Gerichtsbeschluss dazu führen, dass der 19 -jährige Mann, der den ganzen Tag unter unerträglichen Schmerzen und Reaktionen leidet, in ein chemikaliengeschwängertes Krankenhaus soll. Man sei dort auf Notfälle eingerichtet.</p>
<ul>
<li style="text-align: left;">Was, wenn er dort, wie vom Medizinischen her zu erwarten, völlig kollabiert? <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/06/reha-bringen-sie-beim-abholen-einen-rollstuhl-mit/">Wer trägt dann dafür die Verantwortung?</a></li>
<li style="text-align: left;">Wer zahlt den Aufenthalt in einer Umweltklinik im Ausland, weil es in Deutschland keine gibt?</li>
<li style="text-align: left;">Kann man ihn mit Reanimierung und dem normalen Notfallprocedere wieder auf die Beine stellen?</li>
<li style="text-align: left;">Was, wenn nicht?</li>
</ul>
<p>In Deutschland gibt es bekanntermaßen keine einzige Klinik, die Umweltbedingungen vorweisen kann, die einem schwer Chemikaliensensiblen auch nur annähernd entgegenkämen.</p>
<p><strong>Bisher statt Hilfe nur Kosten verursacht</strong></p>
<p>Der Verwaltungsaufwand, der bislang betrieben wurde, um Patrick, einem 19-Jahrigen mit ungebrochenem Lebenswillen, jegliche Hilfe zu verweigern, hat jetzt schon Unsummen gekostet. Rechtmäßig besteht die Möglichkeit Schwerkranke, die das Haus nicht verlassen können, in den eigenen vier Wänden zu begutachten. Für Patrick wäre es ein Akt von Menschlichkeit, dies zuzulassen. Damit wäre das untragbare Risiko für den jungen Mann, der nichts weiter möchte als dass seine Behinderung festgestellt wird, genommen. Seine Behinderung und seine Erkrankung ist feststellbar und nirgendwo besser als in seinem eigenen Zuhause, wo jeder sich mit eigenen Augen überzeugen kann, was die Krankheit vom Erkrankten und seiner Familie abfordert.</p>
<p><strong>Autoren:</strong> Silvia K. Müller und Kira, CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network, 9. Juli 2011</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;">Anm.: Patricks Unterlagen liegen CSN vollständig vor.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/22/macht-oder-ohnmacht-des-gerichts/">Macht oder Ohnmacht des Gerichts?</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/">Behördenkrieg gegen einen Jugendlichen mit Chemikaliensensitivität</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/24/krank-in-deutschland-konsequenzen-fur-eine-familie/">Krank in Deutschland: Konsequenzen für eine ganze Familie</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/06/reha-bringen-sie-beim-abholen-einen-rollstuhl-mit/">REHA: Bringen Sie beim Abholen einen Rollstuhl mit</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/09/verflucht-ich-akzeptiere-nicht-dass-mein-leben-gelaufen-ist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Integration mit MCS an der Schule möglich</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/11/integration-mit-mcs-an-der-schule-moglich/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/11/integration-mit-mcs-an-der-schule-moglich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 15:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergien]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffallergie]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch die Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parfum]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[duftfrei]]></category>
		<category><![CDATA[duftstofffrei]]></category>
		<category><![CDATA[Elternabend]]></category>
		<category><![CDATA[Entgegenkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[parfümfrei]]></category>
		<category><![CDATA[schadstoffarme Schulen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Verständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Weichspüler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=12901</guid>
		<description><![CDATA[„Es läuft alles rund“ (Ausspruch einer Mutter) Im Juni 2010 berichtete Tohwanga über ihren erfolgreichen Versuch, für ihren an MCS und CFS-erkrankten Sohn eine Integration an der Grundschule zu ermöglichen. Nach fast einem Jahr kann sie sagen, es ist tatsächlich geglückt, und Tohwanga möchte anderen Eltern mit chemikaliensensiblen Kindern Mut machen, bei der Schule und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Schuljunge.jpg"><img class="size-full wp-image-12903 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Toll, alle nehmen Rücksicht und es klappt super in der Schule!" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Schuljunge.jpg" alt="" width="465" height="312" /></a></p>
<p><strong>„Es läuft alles rund“ </strong><span style="color: #888888;">(Ausspruch einer Mutter)</span></p>
<p>Im Juni 2010 <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/29/duftfreie-schule-%E2%80%93-einen-versuch-ist-es-wert/">berichtete Tohwanga </a>über ihren erfolgreichen Versuch, für ihren an MCS und CFS-erkrankten Sohn eine Integration an der Grundschule zu ermöglichen. Nach fast einem Jahr kann sie sagen, es ist tatsächlich geglückt, und Tohwanga möchte anderen Eltern mit chemikaliensensiblen Kindern Mut machen, bei der Schule und den Eltern der Mitschüler um Unterstützung zur Integration ihres eigenen Kindes zu bitten.</p>
<p><strong>Integration eines Schülers mit MCS und CFS</strong></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Tohwanga berichtet:</strong></span></p>
<p>Im Mai 2010 hatte ich dazu einen Elternabend initiiert und um eine schadstoffarme 1. Klasse gebeten. Ich erhielt 100%tige Unterstützung von der Schulleitung und möchte an dieser Stelle nochmals meinen Dank dem Schulleiter aussprechen. Lehrer, Eltern, Klassenkameraden, ja sogar Großeltern haben sich zur Aufnahme meines Kindes entschlossen und wirken tatkräftig mit, die Klasse schadstoffarm, Weichspüler- und Parfümfrei zu gestalten.</p>
<p>Mein Sohn besucht nun seit August 2010 diese Schule mit großem Erfolg. Er hat Schulfreunde gefunden und kann am Unterrichtsgeschehen teilnehmen. Natürlich ist der neue Lebensabschnitt Schulpflicht für uns sehr, sehr anstrengend, trotz häufiger Fehlzeiten und Zuspätkommen, extremer Müdigkeit und eigentlich nur Leben für die Schule ist mein Sohn ein guter Schüler und das Lernen fällt ihm leicht. Schwierig und sehr Kräfte zehrend ist die tägliche Präsenz, das morgendliche Aufstehen, trotz schmerzender Glieder, trotz nächtlichem Asthmaanfall und/oder heftigste Nasenbluten und das Kräfteeinteilen für den ganzen Tag. Es muss ja noch Motivation für die Hausaufgaben und für die wenigen sozialen Kontakte am Nachmittag verbleiben. Mein kleiner Sohn meistert diese Aufgabe schon recht gut. Während ich, schon sehr beeinträchtigt durch meine Umwelterkrankungen, oft nicht weiß, woher ich noch die Kraft für den nächsten Schultag nehme.</p>
<p>So leben wir von Tag zu Tag, Wochenende zu Wochenende und von Ferien zu Ferien. Ganz besonders freuen wir uns auf die Sommerferien, denn die kurzen 2-Wochen-Ferien reichten nicht aus, um aus der tiefen Erschöpfung heraus zu kommen.</p>
<p>Es ist ein Geschenk, welches uns Eltern und Lehrer geben. Noch ein seltenes, aber ich bin mir sicher, dass auch andere Schulen in Zukunft eine <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/17/integration-von-behinderten-am-arbeitsplatz-lehrer-mit-mcs-multiple-chemical-sensitivity-und-allergien/">Integration von MCS-erkrankten</a> Kindern ermöglichen werden. <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/01/minnesota-schafft-gesetz-fuer-verbot-von-duftstoffen-und-parfum-an-schulen/">Schadstoffarme Schulen</a> sind für alle Kinder wichtig. Dies kann die Politik nicht mehr verdrängen.</p>
<p>Bei dem allgemeinen Elternabend im laufenden Schuljahr, im September 2010, habe ich etwas Redezeit bekommen, um mich für die einmalige Integration und Toleranz der Eltern und Angehörigen bedanken zu können.</p>
<blockquote><p>Liebe Eltern,</p>
<p>ich möchte Ihnen auf diesem Wege meinen Dank aussprechen. Sie ermöglichen meinem Kind Integration und die Chance möglichst unbeschadet eine Schule aufsuchen zu können.</p>
<p>Für Ihr Verständnis, Ihr Entgegenkommen und Ihre gewonnene Besonnenheit im Umgang mit den gesundheitsschädigenden Duftstoffen, danke ich Ihnen sehr.</p>
<p>Zwei Fragen interessierten mich. Und so hatte ich einen kleinen Zettel vorbereitet,  den ich verteilen durfte. Die Resonanz war positiv und postwendend haben sich alle 11 anwesenden Elternteile zum sofortigen Ausfüllen bereit erklärt. Insgesamt sind es 14 Kinder in der Klasse.</p>
<p><strong>Wie war für Sie die Umstellung auf einen duftstofffreien Schulalltag?</strong></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Schwer: 2</strong></span></p>
<ul>
<li>mein Kind reagiert auf Polycarboxylate, wir können kein &#8220;Dalli med&#8221; nehmen und mussten wieder auf „Weißer Riese“ zurückgreifen</li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Kein Problem, wir lebten schon duftstofffrei: 8</strong></span></p>
<ul>
<li>wir lebten schon weitestgehend duftstofffrei</li>
<li>wir lebten schon duftstoffarm</li>
<li>wir lebten schon ohne Weichspüler</li>
<li>kein Problem</li>
<li>wir lebten schon zum Teil duftstofffrei</li>
</ul>
<p><strong><span style="color: #888888;">Wollten wir schon immer und hatten jetzt Anlass dazu: 1</span></strong></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Wir machen da nicht mit: 0</strong></span></p>
<p>Und als zweite Frage würde mich sehr interessieren, ob Sie einen intensiveren Geruchssinn zurück gewinnen konnten. Im Allgemeinen werden Gerüche nach einiger Zeit schwächer, weil die Rezeptoren, die sie aufgenommen haben, vorübergehend unempfindlich werden. Gerade Parfüms legen ganze Riechzellareale lahm.</p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Stellen Sie und Ihre Familie fest, dass Sie Umgebungsgerüche und auch Parfüms (wieder) besser wahrnehmen?</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #888888;">Ja: 2</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #888888;">Nein: 9</span></strong></p>
<ul>
<li>ich war schon vorher sehr sensibel</li>
<li>ich habe schon immer gut gerochen</li>
</ul>
<p>99% der Eltern machen mit, wobei für 81% die Umstellung auf eine Weichspüler- und Parfümfreie Schulform kein Problem darstellte.</p>
<p>Der Wille und die Bereitschaft zum umweltbewussten Handeln sind da, die Menschen müssen nur das richtige Werkzeug in die Hand bekommen um Handeln zu können. Der Markt an duftstofffreien Produkten existiert und wird täglich größer. Die Werbung für den duftstofffreien Markt bringt Erfolg.</p>
<p style="text-align: left;">Mein Fazit kann ich mit dem wundervollen Ausspruch einer Mutter beschließen: <strong>„Es läuft alles rund“</strong></p>
</blockquote>
<p><strong>Mit Aufklärung kommen wir weiter &#8211; Schweigen ist kontraproduktiv</strong></p>
<p>Die Bevölkerung ist sensibilisiert, Dank der vielen Umweltkatastrophen, Nahrungs- mittelskandale, Impfschäden, etc. und dem schrecklichen Atomkraftunfall in Japan. Der <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/01/kranke-machen-diskriminierung-nicht-mehr-langer-mit/">Aufklärungsmonat Mai</a> ist für uns ein ganz wichtiges Instrument. Macht alle mit. Die Erfolge sind da.</p>
<p><strong>Autor: </strong></p>
<p style="text-align: left;">Tohwanga für CSN – Chemical Sensitivity Network, MCS Aufklärungsmonat Mai 2011</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema Duftstoffe und Integration von Chemikaliensensiblen in der Schule:</strong></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/14/kirsten-vertragt-kein-parfum/">Kirsten verträgt kein Parfüm</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/29/duftfreie-schule-%E2%80%93-einen-versuch-ist-es-wert/">Duftfreie Schule? Ein Versuch ist es wert</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/30/dufte-schule/">Dufte Schule</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/01/minnesota-schafft-gesetz-fuer-verbot-von-duftstoffen-und-parfum-an-schulen/">Minnesota schafft Gesetz für Verbot von Duftstoffen und Parfum an Schulen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/17/integration-von-behinderten-am-arbeitsplatz-lehrer-mit-mcs-multiple-chemical-sensitivity-und-allergien/">Integration  von Behinderten an Arbeitsplatz – Lehrer mit MCS-Multiple Chemical  Sensitivity und Allergien</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/11/integration-mit-mcs-an-der-schule-moglich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kranke benötigen medizinische und soziale Hilfe statt Wunderheiler</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/04/03/kranke-benotigen-medizinische-und-soziale-hilfe-statt-wunderheiler/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/04/03/kranke-benotigen-medizinische-und-soziale-hilfe-statt-wunderheiler/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 14:46:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche, psychisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[bio-psycho-soziales Behandlungskonzept]]></category>
		<category><![CDATA[Gouverneure]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[MCS Kranke]]></category>
		<category><![CDATA[MCS Proklamation]]></category>
		<category><![CDATA[medizinische Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Situation Umwelterkrankter]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelterkrankte]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelterkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Wunderheiler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=12607</guid>
		<description><![CDATA[Ein falscher Schachzug, Erkrankte zu psychiatrisieren oder Wunderheilern zuzuführen Seit dreizehn Jahren unterstützenzahlreiche Politiker verschiedener amerikanischer Bundesstaaten die Aufklärung über die Umwelterkrankung MCS – Multiple Chemical Sensitivity. Durch Proklamationen weisen sie darauf hin, wie dringlich es ist, dass jeder Bürger sich der Existenz von Umweltproblemen bewusst wird und zur Kenntnis nimmt, dass ein erheblicher Anteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Schach-matt.jpg"><img class="size-full wp-image-12625 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Echte Hilfe ist der bessere Schachzug" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Schach-matt.jpg" alt="" width="465" height="306" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ein falscher Schachzug, Erkrankte zu psychiatrisieren oder Wunderheilern zuzuführen</strong></p>
<p>Seit dreizehn Jahren unterstützenzahlreiche Politiker verschiedener amerikanischer Bundesstaaten die Aufklärung über die Umwelterkrankung <a href="http://www.csn-deutschland.de/DIMDI_MCS_2008_de-en.pdf">MCS – Multiple Chemical Sensitivity</a>. Durch Proklamationen weisen sie darauf hin, wie dringlich es ist, dass jeder Bürger sich der Existenz von Umweltproblemen bewusst wird und zur Kenntnis nimmt, dass ein erheblicher Anteil der Bevölkerung bereits unter Umwelterkrank- ungen leidet. In Deutschland hat sich die Prognose für Umwelterkrankte im gleichen Zeitraum im Grunde genommen nur verschlechtert.</p>
<p><strong>MCS, eine Umwelterkrankung, die Aufmerksamkeit verlangt</strong></p>
<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/19/widerlegt-luege-nummer-2-mcs-ist-selten/">Etwa 15% der Allgemeinbevölkerung </a>reagiert mehr oder weniger stark auf Chemikalien, mit denen man im normalen Alltag ständig in Kontakt gerät. Die an MCS Erkrankten klagen u.a. über Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Konzentrations- verlust, Atembeschwerden oder Muskelschmerzen, wenn sie Autoabgasen, Kamin- oder Zigarettenrauch, Parfüm, dem Geruch von Weichspüler, Zeitungsaus- dünstungen, Neuwagen oder neuen Möbel ausgesetzt sind. Die Beschwerden der Erkrankten haben erhebliche Auswirkungen auf deren Privat- und Berufsleben. Viele verlieren durch die anhaltenden und häufig schlimmer werdenden Gesundheitsbeschwerden ihre Arbeit. Weil die Auswirkungen wegen der hohen Verbreitung von MCS bereits einen Einfluss auf viele Bereiche haben, setzen sich amerikanische<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/18/politiker-unterstutzen-umweltkranke-die-auf-chemikalien-reagieren/"> Gouverneure kontinuierlich für Umwelterkrankte mit MCS</a> ein.</p>
<p><strong>USA &#8211; Gouverneure bieten Verständnis und Hilfe für MCS Kranke</strong></p>
<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/John-Hickelooper.jpg"><img class="size-full wp-image-12608 alignright" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Govn. John Hickelooper" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/John-Hickelooper.jpg" alt="" width="150" height="225" /></a>Der <a href="http://www.colorado.gov/GOVERNOR">Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper</a>, gehört zu den Ersten, die eine Proklamation für den MCS Aufklärungsmonat Mai 2011 mit ihrem Staatssiegel beurkunden. Die Proklamation für den Bundesstaat Colorado lautet wie folgt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>MCS PROKLAMATION</strong></span></p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="color: #888888;">WEIL,</span></strong> Menschen aller Altersgruppen in Colorado und in der ganzen Welt Multiple Chemical Sensitivity (MCS) als Folge der globalen Umwelt- verschmutzung entwickelten; und</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>WEIL,</strong></span> MCS  eine schmerzhafte chronische Erkrankung ist, die von Überempfindlichkeits- reaktionen auf die Umwelt geprägt ist und für die es keine Heilung gibt; und</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>W</strong><strong>EIL,</strong></span> die Symptome bei MCS akute Reaktionen auf Chemikalien, Lebensmittel und Medikamente einschließen, als auch neurologische Symptomatik, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Atembeschwerden verursachen; und</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>WEIL, </strong></span>MCS durch die amerikanische Gesetzgebung für Behinderte dem Americans with Disabilities Act, der amerikanischen Behörde für Barrierefreiheit, der Social Security Administration, dem US Department für Haus- und Stadtplanung und der Umweltschutzbehörde EPA  und zahlreichen weiteren staatlichen Behörden und Kommissionen anerkannt ist; und</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="color: #888888;">WEIL,</span> </strong>die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung in Gefahr ist durch Chemikalienexpositionen, die zu diesen umweltbedingten Krankheiten führen können; und</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>WEIL,</strong></span> diese Krankheit durch Reduzierung oder Vermeidung von Chemikalien in Luft, Wasser und Nahrung, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, vermeidbar sind, und weitere wissenschaftliche Untersuchungen, einschließlich der Genetik durchgeführt werden sollten; und</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>WEIL, </strong></span>Menschen mit MCS Unterstützung durch die medizinischen Fachwelt brauchen und Verständnis durch die Familie, Freunde, Mitarbeiter und der Gesellschaft, während sie mit ihrer Krankheit und der Anpassung an neue Lebensweisen kämpfen;</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>DESWEGEN, </strong></span>verkünde ich, John Hickenlooper, Gouverneur des Bundesstaates Colorado,  jetzt hiermit den Mai 2011 als</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.mcs-america.org/Colorado2011MCS.pdf"><span style="color: #888888;"><strong>Multiple Chemical Sensitivity</strong></span></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.mcs-america.org/Colorado2011MCS.pdf"><span style="color: #888888;"><strong>(MCS) Awareness Month</strong></span></a></p>
</blockquote>
<p><strong>Die Situation Umwelterkrankter in Deutschland</strong></p>
<p>Während in den USA die Allgemeinbevölkerung seit fast eineinhalb Jahrzehnten durch Gouverneure, Politiker und Behörden um Verständnis und Hilfe für MCS Kranke gebeten wird, gibt es in Deutschland keinerlei ernstzunehmende Bestrebungen, diesen Umwelterkrankten zur Seite zu stehen. Im Gegenteil, die Bestrebungen, die Ursache von MCS der Psyche der Erkrankten zuzusprechen, nimmt zu. Politiker widmeten sich Umwelterkrankten immer nur im Wahlkampf, was erkennen lässt, dass wirtschaftliche Interessen des Industriestandortes Deutschland als vorrangig betrachtet werden. Die Rechte, die MCS-Erkrankten als Behinderte im Sinne von Integration und Barrierefreiheit zustehen, werden grundsätzlich  völlig ignoriert, obwohl Deutschland die UN-Behindertenkonvention unterzeichnet hat.</p>
<p><strong>Immer öfter zweifelhafte Angebote statt echter Hilfe</strong></p>
<p>Die jahrzehntelange Forderung von MCS-Kranken nach einer Umweltklinik, die den Bedürfnissen der Erkrankten gerecht wird, blieb in Deutschland unerfüllt. Stattdessen scheinen sich zwei Strömungen zu bilden. Die Strömung von einigen niedergelassenen Umweltmedizinern ausgehend versucht, die MCS-Kranken Wunderheilern und dubiosen „Detox-Experimenten“ zuzuführen.</p>
<p>Die andere Strömung, die von universitären Umweltinstituten ausgeht, versucht ein „bio-psycho-soziales Behandlungskonzept“ zu installieren.</p>
<p>Beide neuen Strömungen stellen nicht mehr als eine Kapitulationserklärung für den Medizinstandort Deutschland dar und sollten von den Umwelterkrankten nicht hingenommen werden.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 3. April 2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/23/diagnose-mcs-verweigert-der-patient-tragt-den-nachteil/">Diagnose MCS verweigert, Patient trägt den Nachteil</a><strong><br />
</strong></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/03/11/heilung-in-den-tropen-kostete-das-leben/">Heilung in den Tropen kostete das Leben</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/14/die-psychothese-bei-umweltkrankheiten-%E2%80%93-wissenschaftlich-wertlos-rechtlich-destruktiv/">Die Psychothese bei Umweltkrankheiten &#8211; wissenschaftlich wertlos, rechtlich destruktiv</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/01/26/antwort-der-europaischen-kommission-auf-eine-anfrage-zur-umweltkrankheit-multiple-chemical-sensitivity/">Antwort der Europäischen Kommission auf eine Anfrage zur Umweltkrankheit Multiple Chemical Sensitivity</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/04/03/kranke-benotigen-medizinische-und-soziale-hilfe-statt-wunderheiler/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Macht oder Ohnmacht des Gerichts?</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/22/macht-oder-ohnmacht-des-gerichts/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/22/macht-oder-ohnmacht-des-gerichts/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 13:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Begutachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Behördenkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Klage]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=12275</guid>
		<description><![CDATA[Medizinische Begutachtung eines Jugendlichen mit MCS auf Biegen und Brechen Der Gesundheitszustand von Patrick verschlechterte sich rasch. An eine Rückkehr in die Schule war nicht zu denken. Er nahm an einer Beschulung per Internet teil und erhoffte sich, wenigstens auf diesem Wege einen Abschluss zu schaffen. Das Angebot, seine Behinderung mit 30 GdB zu bewerten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Sad_Young_Man.jpg"><img class="size-full wp-image-12277 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Warum statt Hilfe nur Stress und Unverständnis?" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Sad_Young_Man.jpg" alt="" width="288" height="417" /></a></p>
<p><strong>Medizinische Begutachtung eines Jugendlichen mit MCS auf Biegen und Brechen</strong></p>
<p>Der Gesundheitszustand von Patrick verschlechterte sich rasch. An eine Rückkehr in die Schule war nicht zu denken. Er nahm an einer Beschulung per Internet teil und erhoffte sich, wenigstens auf diesem Wege einen Abschluss zu schaffen. Das Angebot, seine Behinderung mit 30 GdB zu bewerten, erschien wie ein Hohn. Das sah auch der Anwalt so und erhob im Januar 2010 Klage beim Sozialgericht um einen Gesamt- GdB von mindestens 50 festzustellen. Die Gegenseite beharrte auf ihrer Einschätzung und beantragte im Februar 2010,  die Klage abzuweisen.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Teil I: </strong></span><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/">B</a><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/">ehördenkrieg gegen einen Jugendlichen mit Chemikalien-Sensitivität </a></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Teil II:</strong></span></p>
<p>Im Mai 2010 reichte der Anwalt von Patrick einen Schriftsatz zur Begründung der Klage ein und beschreibt den Gesundheitszustand des jungen Mandanten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Beim Kläger liegt eine schnelle Ermüdung und Erschöpfung bei schon geringen körperlichen Tätigkeiten, chronische Kopf- und Rücken- schmerzen, völlige Konzentrationsunfähigkeit und fehlender Antrieb, schwere bis schwerste Schwächeanfälle beim Gehen und Stehen, Tremor, Kontrollverlust beider Beine mit häufigem Einknicken und dann auch Sturz, sowie Koordinationsverluste besonders bei der Feinmotorik vor, ferner Blockaden im BWS/LWS-Bereich mit starken Schmerzen, starke Gelenk- und Gliederschmerzen, Muskel- und Nervenschmerzen am ganzen Körper, fehlende Muskelkraft, heftiger Schwindel, Benommenheit, Gleichgewichts- störungen, Taubheitsgefühle im Nasen-Stirnbereich, Magenkrämpfe, Übelkeit bis hin zur Atemnot bei der geringsten Exposition mit Duftstoffen und Chemikalien, Überempfindlichkeit und sensorische Missempfind- ungen auf Geräusche, Licht, Temperatur, Anschwellen der Nasenschleim- häute bis zur völligen Verstopfung, Reizungen und ständige Entzündungen der Atemwege bis hin zur Atemnot, zunehmende Nahrungsmittel- unverträglichkeiten, starkes Unruhe- und Bewegungsgefühl, Stimmungs- schwankungen, Chlorakne an Gesicht und Oberkörper, verschobener und gestörter Schlaf-Wachrhythmus vor. Der Kläger kann seine Wohnung nicht ohne fremde Hilfe verlassen. Trotz Behandlung mit Morphin bestehen beim Kläger unerträgliche Schmerzen.</p>
<p>Die angefochtenen Bescheide stützen sich demgegenüber hauptsächlich auf ältere medizinische Unterlagen, die den Gesundheitszustand des Klägers nur ungenügend erfassen und jedenfalls die gegenwärtig vorliegenden dauernden Gesundheitsbeeinträchtigungen des Klägers nicht zutreffend wiedergeben.</p>
<p>Es geht nicht an, wenn deshalb keine adäquate Berücksichtigung der beim Kläger vorliegenden Gesundheitsstörungen erfolgt, weil, wie es in der gutachterlichen Stellungnahme vom 01.07.2009 (Blatt 12 der Beklagtenakte) heißt, die aufgeführte Symptomatologie ließe sich auf keine gesicherte klinische toxikologische Befunderhebung zurückzuführen und es würden nicht widerlegbare Hypothesen aufgestellt. Die Einstufung hinsichtlich des Grades der Behinderung muss sich an den tatsächlich vorliegenden Leistungseinschränkungen orientieren und ist keine Frage der ätiologischen Einordnung von Krankheitserscheinungen.</p>
<p>Ungeachtet dessen ist die Einstufung des Krankheitsbildes des Klägers und der daraus folgenden Gesundheitsbeeinträchtigung lediglich als psychovegetative Minderbelastbarkeit gleichfalls nicht adäquat.”</p></blockquote>
<p><strong>Mai 2010 Beschluss der Sozialgerichts X vom 17.05.2010</strong></p>
<p>“&#8230;hat die 6. Kammer des Sozialgerichts X am 17.Mai 2010 durch die Richterin am Sozialgericht Dr. XY beschlossen:</p>
<ol>
<li>Es soll Beweis erhoben werden durch Einholung eines schriftlichen Gutachtens über die als Anlage beigefügten Beweisfragen (§ 103, 106 Abs. 3 Nr. 5 SGG).</li>
<li>Zum Sachverständigen wird ernannt ( § 118 Abs. 1 SGG, §§ 404 ff. ZPO): Dr. med. R (Schlafmedizin, Neurologie, Psychiatrie – Psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin, Verkehrsmedizinische Qualifikation, Suchtmed- izinische Grundversorgung, Botulinumtoxinbehandlung.</li>
<li>Das Gutachten soll aufgrund der übersandten Akten und einer ambulanten Untersuchung erstattet werden. Zu den bereits vorliegenden ärztlichen Gutachten, Befundberichten und anderen medizinischen Äußerungen soll ausdrücklich Stellung genommen werden.”</li>
</ol>
<p><strong>Sind 300 km für einen Schwerkranken an einem Tag zu schaffen?</strong></p>
<p>Tage und Nächte waren für Patrick gleichermaßen. Sie bestanden aus Schmerzen und Reaktionen. Einen Gang in den eigenen Garten schaffte er nicht. <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/24/krank-in-deutschland-konsequenzen-fur-eine-familie/">Eigentlich ging überhaupt nichts mehr.</a> Zeitgleich mit dem richterlichen Beschluss erhielt Patrick eine schriftliche Mitteilung des Sozialgerichts X, das durch Einholung eines ärztlichen Gutachtens Beweis erhoben werden solle. Er erhielt außerdem eine  schriftliche Einladung zur gutachterlichen Untersuchung vom bestellten Gutachter Dr. med. R – 150km (eine Strecke) vom Wohnort entfernt. Wie sollte das zu schaffen sein? Wenn es ihm ganz schlecht ging, was oft vorkam, half ihm sein Vater oder seine Mutter zur Toilette. Nicht einmal das schaffte er dann er allein. Hilfsmittel wie Sauerstoff und eine Aktivkohlemaske hatte man abgelehnt. Wie sollte er eine derart weite Fahrt packen?</p>
<p><strong>Ärztlicher Beistand rund um die Uhr, sieben Tage die Woche<br />
</strong></p>
<p>Der Arzt vor Ort kannte Patricks Zustand genau. Er hat den jungen Mann mehrfach gesehen und stand insbesondere mit der Mutter in ständigem Kontakt. Telefonisch half er weiter, wenn Patrick eine schwere Reaktion hatte und gab Rat, was zu tun sei. Selbst an Wochenenden war er für den jungen Mann da. Im Juni 2010 schrieb er eine Ärztliche Stellungnahme, um den Gesundheitszustand von Patrick darzulegen:</p>
<blockquote><p>“Herr R. möchte gerne eine Begutachtung durch den vom Gericht bestellten Sachverständigen wahrnehmen.</p>
<p>Er ist sich seiner Pflichten durchaus bewusst und möchte diesen auch in jedem Falle nachkommen.</p>
<p>Aufgrund seiner schweren Vergiftung und der ausgeprägten Chemikalien- überempfindlichkeit, vor allem durch Schimmel und der dadurch massiven Schmerzsymtomatik, leidet Herr R. unter sehr starken körperlichen Beeinträchtigungen und ist zudem auf medizinische Hilfsmittel angewiesen, die ihm derzeit jedoch nicht zur Verfügung stehen (MCS-Schutzmaske, O2 Gerät).</p>
<p>Ohne diese Hilfsmittel ist Herr R. kaum in der Lag,e seine Wohnung zu verlassen und ist nicht transportfähig.</p>
<p>Um dennoch eine Begutachtung zu ermöglichen, empfehle ich die ambulante Untersuchung notfalls durch den Sachverständigen bei Her R. zu Hause durchzuführen.”</p></blockquote>
<p><strong>Kein Wille, nur Willkür</strong></p>
<p>Mit etwas Willen von Seiten der Behörde wäre eine Begutachtung von Patrick in seiner Wohnumgebung kein Problem. Der junge Mann lebt nahe einer Stadt, nicht weitab von medizinischer Infrastruktur. Eine Hausbegutachtung hätte den Doppeleffekt, dass sich der Gutachter ein Bild von der Situation hätte verschaffen können. Diese Auffassung vertrat auch der Anwalt von Patrick in einem Schreiben im Juni 2010  an das Sozialgericht und legte die Stellungnahme des behandelnden Arztes bei:</p>
<blockquote><p>“&#8230;weisen wir daraufhin, dass der Kläger aufgrund seines Gesundheits- zustandes nicht in der Lage sein wird, den Sachverständigen in dessen Räumlichkeiten aufzusuchen. Eine Begutachtung durch den Sachver- ständigen muss daher beim Kläger zu Hause stattfinden.</p>
<p>Eine entsprechende ärztliche Stellungnahme vom &#8230;&#8230; fügen wir bei.”</p></blockquote>
<p>Das Gericht war nicht gewillt, dem zu entsprechen. Ende Juni 2010 erhielt Patrick eine erneute Einladung zur gutachterlichen Untersuchung von Dr. med. R., in der stand:</p>
<blockquote><p>“&#8230;.wir haben vom Sozialgericht X den Auftrag erhalten, über Sie ein neurologisches Gutachten zu erstellen.</p>
<p>Den 1. Termin am … haben sie unentschuldigt nicht wahrgenommen. Wir bitten sie nun, sich zum o.g. Neuen Termin zur Untersuchung einzufinden. Bringen sie&#8230;.”</p></blockquote>
<p><strong>Ein Verlassen des Hauses ist möglich?</strong></p>
<p>Im Juli folgte ein Schriftwechsel zwischen Anwalt und Gutachter. Patricks Zustand war unterdessen noch schlechter geworden. Der Anwalt erhielt gegen Ende des Monats eine Verfügung des Sozialgerichts:</p>
<blockquote><p>“Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>in dem oben genannten Rechtsstreit wird mitgeteilt, dass weder den ärztlichen Berichten und Stellungnahmen aus der Verwaltungsakte noch den im Klageverfahren vorgelegten Unterlagen entnommen werden kann, dass eine Begutachtung allein in den Räumlichkeiten des Klägers möglich sein soll. Dem Kläger war es bislang möglich, verschiedene Kliniken, auch in anderen Städten aufzusuchen. Auch die von Dr. B. ausgeführten medizinischen Hilfsmittel lassen einen derartigen Schluss nicht zu. Es ist nicht ersichtlich, dass dem Kläger ein Verlassen des Hauses mit MCS-Schutzmaske, O2-Gerät nicht möglich ist.</p>
<p>An der Bestellung des Sachverständigen wird daher festgehalten. Auf die Regeln der Darlegungs- und Beweislast wird verwiesen.</p>
<p>Frist zur Stellungnahme:  30.08.2010.”</p></blockquote>
<p><strong>Nächstes Attest</strong></p>
<p>Die vom Gericht angeführten Hilfsmittel besaß Patrick nicht. Auch das war bereits zuvor erörtert worden. Der Anwalt von Patrick legte im August 2010 ein weiteres ärztliches Attest und eine Stellungnahme vor.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Dr. med. N.:</strong></span></p>
<blockquote><p>“Der Patient R. ist aufgrund der genannten Diagnosen und die damit verbundenen körperlichen Reaktionen nicht transportfähig.</p>
<p>Diagnosen: schweres MCS, chron. Fatigue Syndrom, Toxische Wirkung sonstiger näher bezeichneter Substanzen, Polyneuropathien, Gleichgewi- chtsstörung”</p></blockquote>
<p><strong>Patricks Arzt an das Gericht:</strong></p>
<blockquote><p>“Es wird gesagt, dass dem Kläger bislang möglich war, verschiedene Kliniken auch in anderen Städten aufzusuchen: das war 2007, inzwischen hat sich der Zustand erheblich verschlechtert, das ist häufig bei schweren toxischen und immunologischen Schäden. Man sieht die extremen Schmerzen, er muss schon große Mengen Morphin nehmen, insgesamt 250 mg/Tag (leichter Geschädigte brauchen nur 60 mg/Tag).</p>
<p>Die Muskeln sind ebenfalls schwächer geworden, er kann nicht alleine aufstehen aus dem Bett, er kann keine Treppen mehr steigen, kann seine Körperpflege nicht mehr durchführen.</p>
<p>Zur Dokumentation der schweren körperlichen Veränderungen vor allem durch Stoffwechselstörungen: die Familie hat auf mein Anraten eine Reihe von Fotos aus den letzten Jahren zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Es treten immer häufiger und schneller allergische Reaktionen auf bis zum Schock: Atemnot mit Erstickungsanfällen. Somit ist der Transportweg bis …&#8230; zu gefährlich und nicht zu verantworten. Zudem hatte er bisher auch noch keine MCS-Maske und kein O2-Gerät (das bisherige kann er nicht verwenden weil er auf Silikon, Weichmacher und Restmonomere am gebrauchten Gerät reagiert).</p>
<p>Er hat also 2007 zuletzt eine “andere Klinik” besucht.</p>
<p>Überdies habe ich die ärztliche Pflicht, mich zu Gutachtern zu äußern, die ich seit Jahrzehnten kenne, zu denen gehört</p>
<p>Dr. R.. Ich muss daher dem Patienten abraten, sich dort ein Gutachten über die Folgen vor allem durch Schimmel anzufordern.</p>
<p>Selbstverständlich sind Familie R. und ich mit allen neutralen und sachkundigen Gutachten einverstanden, das kann ja nur für alle die Erkenntnisse über den Krankheitsverlauf und die Vorbeugung bei Schimmelschäden verbessern.”</p></blockquote>
<p><strong>Jugendliche mit MCS</strong></p>
<p><strong>Abstellgleis statt Schule &#8211; ausranggiert?</strong></p>
<p>Bei allem was bis zum August 2010 passierte, ist zu ergänzen, dass es in ganz Deutschland keine Umweltklinik gibt, die sich auf die Behandlung von Patienten wie Patrick spezialisiert hat. Selbst niedergelassene Umweltmediziner verfügen nicht über die Räumlichkeiten, die es einer Person mit schwerer MCS möglich macht, sich darin auch nur für wenige Minuten aufzuhalten, ohne Reaktionen zu erleiden. Die Forderung nach einer Begutachtung in einer normalen Praxis bedeutet Kontakt mit einer Flut von Chemikalien: Desinfektionsmittel, scharfe chemische Reinigungsmittel, Duftstoffe und Parfums von Mitpatienten und Praxispersonal, gereinigte Praxiskleidung, Ausdünstungen von Kopierer und Druckern, ausdünstende Praxismöbel aus Pressspan, etc.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Fragen, die Beantwortung verlangen:</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li>Wer hilft einem Patienten wie Patrick, wenn er durch eine Begutachtung in ungeeigneten Räumlichkeiten weiteren Schaden erleidet?</li>
<li>Wer stabilisiert den Gesundheitszustand solcher Patienten und wie?</li>
<li style="text-align: left;">Was spricht gegen eine Begutachtung in häuslicher Umgebung, dort wo sich der Gutachter auch einen Überblick hinsichtlich des Umfeldes und möglicherweise sogar bezüglich der krankheitsauslösenden Schadstoffbelastung machen kann?</li>
</ul>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Autoren: </strong>SilviaK. Müller und Kira, CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network, Februar 2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/07/03/psychiatrisierung-ein-irrweg-bei-multiple-chemical-sensitivity/">Psychiatrisierung, ein Irrweg bei Multiple Chemical Sensitivity</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/08/16/qualitatsmanagement-bei-der-diagnostik-von-fibromyalgie-und-mcs-erforderlich/">Qualitätsmanagement bei der Diagnostik von Fibromyalgie und MCS erforderlich</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/06/reha-bringen-sie-beim-abholen-einen-rollstuhl-mit/">REHA &#8211; Bringen Sie beim Abholen einen Rollstuhl mit</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/06/22/petition-bzgl-vorrang-fuer-umweltmedizin-vor-psychiatrischer-diagnose-und-psychiatrischer-behandlung/">Petition bzgl. Vorrang für Umweltmedizin vor psychiatrischer Diagnose und und psychiatrischer Behandlung</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/22/macht-oder-ohnmacht-des-gerichts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Behördenkrieg gegen einen Jugendlichen mit Chemikalien-Sensitivität</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 07:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Amt für soziale Angelegenheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Behörden]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend und Versorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Landesamt für Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkranke]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsverwaltung Rheinland-Pfalz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.csn-deutschland.de/blog/?p=12236</guid>
		<description><![CDATA[Umweltkranke werden zur Zielscheibe Patrick ging aufs Gymnasium. Die Schule fiel ihm leicht. In seiner Freizeit machte er Musik und spielte American Football. Die Rock Band, die er und seine Freunde gegründet hatten, fing an Fuß zu fassen und bekam Auftritte. Patrick fühlte sich mittendrin im Leben, jeder neue Tag war genial. Er schrieb Texte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Pad_1.jpg"><img class="size-full wp-image-12238 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Patrick's Leben war genial" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Pad_1.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p><strong>Umweltkranke werden zur Zielscheibe</strong></p>
<p>Patrick ging aufs Gymnasium. Die Schule fiel ihm leicht. In seiner Freizeit machte er Musik und spielte American Football. Die Rock Band, die er und seine Freunde gegründet hatten, fing an Fuß zu fassen und bekam Auftritte. Patrick fühlte sich mittendrin im Leben, jeder neue Tag war genial. Er schrieb Texte, die ins Mark trafen. Nicht das übliche Schülerband- gedudel. Zudem war er glücklich verliebt und schmiedete Pläne für die Zukunft. Dann pas- sierte es, Patricks’s Gesundheit kippte ab. Migräne bis auf Anschlag, Schwäche, Erschöpfung, er war zu nichts mehr fähig. Die Tage bestanden nur noch aus Schmerzen.</p>
<p><strong>Der Alltag wurde zum geballten Schmerz</strong></p>
<p>Die Schule wurde zur Qual. Patrick kämpfte. Er wollte nicht aufgeben, die Schule nicht, das American Football nicht, die Band nicht und schon gar nicht seine große Liebe. Was wäre das Leben ohne Alles? Schrott! Seine Eltern standen hinter ihm, sie ließen nichts unversucht. Ein Arzt fand die Ursache: <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/24/krank-in-deutschland-konsequenzen-fur-eine-familie/">Toxische Schäden durch Chemikalien und Schimmelpilze</a>. Patrick war durch Chemikalien und Schimmel so krank geworden, dass kein Alltag möglich war. Er begann auf Haargel seiner Mitschüler zu reagieren. Axe Deo, das viele in der Schule benutzten, ein Alptraum, der Schmerzen auslöste, die mit nichts zu beschreiben waren.</p>
<p>Irgendwo hingehen mit den Kumpels, Auftritte mit seiner Band? No way. Dann ging es rasch, Patrick konnte nicht mehr zur Schule. Konnte nicht mehr lernen. Ende des American Football. Ende der Band. Ender der großen Liebe. Die Tage bestanden aus Schmerzen und den eigenen vier Wänden. Das ist so geblieben, bis jetzt. Isolation, Einsamkeit, jeder Tag ein Überlebenskampf – Das sind seine ständigen Begleiter. Medizinische Hilfe? Fehlanzeige. In Deutschland existiert keine Umweltklinik.</p>
<p><strong>Ein Rachefeldzug gegen einen jungen Menschen?</strong></p>
<p>Die Eltern von Patrick sind besorgt. Nicht zu vergessen, dass auch der Vater von Patrick schwer toxisch geschädigt ist und um seine Rechte kämpft. Was soll werden? Ohne Schulabschluss, ohne finanzielle, ohne medizinische Versorgung? Kein Kindergeld, keine Grundversorgung – Nichts. Was ist wenn sie nicht mehr da sind? Jeden Tag sehen sie ihren Sohn mit Chemikalien-Sensitivität, Schmerzen, die eigentlich nicht auszuhalten sind. Trotzdem gibt er nicht auf, das macht sie stolz auf ihn und gibt ihnen selbst Kraft, für ihn zu kämpfen. Patricks’s Eltern wollen, dass die Erkrankung ihres Sohnes als Schwerbehinderung anerkannt wird, schließlich ist er auf Hilfe von Dritten angewiesen und zwar rund um die Uhr. Die Eltern von Patrick sollten die Bürokratie kennenlernen. Medizinischer Dienst der Krankenkasse und Versorgungsamt lassen seit zwei Jahren ihre Muskeln spielen und verwehren dem jungen Mann jegliches Entgegenkommen.</p>
<p><strong>Ende des Schweigens</strong></p>
<p style="text-align: left;">Patrick’s Mutter hat niedergeschrieben, was ihrem Jungen seit zwei Jahren widerfährt: <strong>Keine Hilfe, nichts als Schikanen. </strong>Sie hat beschlossen, dass sie nicht länger schweigt: <strong><br />
</strong></p>
<p><strong>MCS und die Anerkennung als Schwerbehinderung – eine Odyssee ohne Gleichen</strong></p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="color: #888888;">März 2009 Erstantrag auf Feststellung einer Behinderung  beim Amt für soziale Angelegenheiten</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Schwere immuntoxische Schäden, Stoffwechselstörung, chronisch starke Schmerzen (Rücken, Kopf) u.a. durch Nervenentzündungen, Muskelschwäche, schul-/arbeitsunfähig seit 2004</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="color: #888888;">August 2009 Bescheid</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Grad der Behinderung beträgt <strong>20</strong></p>
<p style="text-align: left;">“..Zur Klärung, welche Beeinträchtigungen bei Ihnen vorliegt, wurden ärztliche Unterlagen beigezogen (z. B. von behandelten Ärzten).</p>
<p style="text-align: left;">Die Auswertung dieser Unterlagen unter Einschaltung unseres ärztlichen Sachverständigen hat  ergeben, dass bei Ihnen folgende Beeinträchtigung(en) vorliegt (vorliegen) – in Klammern steht der jeweilige Einzel-GdB-:</p>
<p style="text-align: left;">1.	Psychovegetative Mindestbelastbarkeit</p>
<p style="text-align: left;">Von dieser (diesen) Beeinträchtigung(en) bin ich bei der Entscheidung ausgegangen.”</p>
<p style="text-align: left;">-</p>
<p><strong><span style="color: #888888;">August 2009 Widerspruch</span></strong></p>
<p><strong>Begründung</strong></p>
<p>Laut ihrer eigenen Aussage „sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs  Monate von dem für das Leben typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft  beeinträchtigt ist“ (§2 Abs.1 SGBIX vom 19/06/2001).</p>
<p>Ihr Bescheid stützt sich lediglich auf die Behauptung „&#8230;Psychovegetative Minderbelastbarkeit (20)“ &#8211;  hier stellt sich mir die Frage, ob  ihr wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn grundsätzlich „wertfrei“ zu beurteilen ist und ob sie ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen  sind.</p>
<p>Obwohl  sie genügend begründete Unterlagen seitens Dr. Binz und Dr. Lucas erhielten, haben sie diese meines Erachtens bewusst nicht zur Kenntnis genommen bzw. einfach ignoriert. Es ist hinreichend bekannt, dass Gutachter die Wirkung von Chemikalien, Schimmelpilzen, Schadstoffen udgl. mehr bei der Auslösung chronischer Krankheiten gerne leugnen.</p>
<p>Weitere dauerhafte schwer körperliche Beeinträchtigungen bleiben unberücksichtigt oder  werden „psychiatrisiert“.</p>
<p>Weiteren Sachvortrag behalte ich mir vor, notfalls auf dem Klageweg.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>-</p>
<p><strong><span style="color: #888888;">September 2009</span></strong></p>
<p>die Zweigstelle des Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung beabsichtigt eine ärztliche  Begutachtung durch  Dr. X als tätigen medizinischen Sachverständigen der Versorgungsverwaltung Rheinland- Pfalz durchführen zu lassen.</p>
<p>Dr. X lehnte die Begutachtung wegen Befangenheit ab, da Patrick schon Patient bei ihm war (wurde telefonisch seitens des Amtes eher hinten herum erfragt, ob das wirklich so stimmt, und dadurch erfuhren wir dann den Stand der Dinge, außerdem auch dass sie sich ärztliche Auskünfte wo anders auch eingeholt hatten)</p>
<p><strong><span style="color: #888888;">November 2009</span> </strong></p>
<p><strong> </strong>unsererseits um Mitteilung des aktuellen Sachstandes gebeten und folgende Unterlagen noch nachgereicht: Ärztliches Zeugnis von Dr. Binz, Ärzteinfo von Dr. Merz, Datenschutzerklärung und Erklärung zum Gutachterauftrag. <span style="color: #888888;">Ende des Monats nochmals erinnert.</span></p>
<p><strong><span style="color: #888888;">Dezember 2009</span></strong></p>
<p>unsererseits Aufforderung zur Offenlegung (Datenschutz), kurz darauf kam die Stellungnahme und Mitteilung  “&#8230;Wie bereits telefonisch besprochen, beabsichtige ich, die Akte nach Abschluss der Sachverhaltaufklärung mit den ärztlichen Unterlagen und ihren Aufführungen zu der Art und dem Ausmaß der Erkrankung der Abteilung “Ärztlicher Dienst” zur Prüfung Ihres Widerspruchsbegehrens vorzulegen.</p>
<p>Im Anschluss daran wird Ihnen ein rechtsmittelfähiger Bescheid erteilt&#8230;”</p>
<p>-</p>
<p><strong><span style="color: #888888;">Dezember 2009 Widerspruchsbescheid</span></strong></p>
<p>Grad der Behinderung beträgt<strong> 30</strong></p>
<p>“ Ihrem Widerspruch gegen den Bescheid des Amtes für soziale Angelegenheiten in …&#8230; wird insoweit stattgegeben, als es sich im Hinblick auf die nachstehende neue Entscheidung ergibt.</p>
<ol>
<li>In Abänderung der Entscheidung des Amtes für soziale Angelegenheiten in&#8230; wird der Grad der Behinderung (GdB) nach&#8230; mit insgesamt 30 bewertet.</li>
<li>Im Übrigen wird Ihr Widerspruch als unbegründet zurückgewiesen.</li>
<li>Die zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendigen Auf- wendungen im Vorverfahren sind auf Antrag zu 1/3 zu erstatten&#8230;</li>
</ol>
<p><strong>Gründe:</strong></p>
<p>Nach Auswertung aller aktenkundigen ärztlichen Befundunterlagen im Benehmen mit einem/einer medizinischen Sachverständigen ist der Grad der Behinderung (GdB) mit nunmehr 30 zu bewerten.</p>
<p>Die bei Ihnen vorliegende und einen GdB von 30 begründende Beeinträchtigung nach dem § 69 SGB IX wird wie folgt neu bezeichnet bzw. Ergänzt -&#8230;</p>
<p><strong>Psychisches Leiden, <a href="http://www.csn-deutschland.de/dimdi_icd-schreiben.pdf">Chronic-Fatigue-Syndrom</a> (30)</strong></p>
<p>Soweit Ihr Widerspruch über die nunmehr getroffene Entscheidung hinausgeht und auf die Feststellung eines höheren GdB gerichtet ist, wird er als nicht begründet zurückgewiesen.</p>
<p>Bei Ihnen wurden keine Befunde erhoben, die es rechtfertigen würden, den Grad der Behinderung höher zu bewerten.</p>
<p>Die Bewertung richtet sich alleine nach den “Versorgungsmedizinischen Grundsätzen” (Anlage 1 zu § 2 Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV)) bzw. den darin enthaltenen GdB-Werten, wie sie für bestimmte Veränderungen vorgeschlagen sind. Dem wurde auch in Ihrem Falle Rechnung getragen.</p>
<p>Die von Ihnen gewünschte Untersuchung war nicht erforderlich, weil der angefochtenen Entscheidung ausreichend ärztliche Befundberichte zugrunde lagen&#8230;”</p>
<p><span style="color: #888888;">FORTSETZUNG FOLGT</span></p></blockquote>
<p><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;"><strong>Autoren:</strong> Sivia K. Müller und Kira, CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network, Februar 2011</span></span></p>
<p><strong><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;">Weitere CSN Artikel zum Thema: </span></span></strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/01/29/versuch-einer-patientin-den-stempel-psychisch-krank-aufzudruecken/">Versuch einer Patientin den Stempel &#8211; Psychisch krank &#8211; aufzudrücken</a></span></span></li>
<li style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/12/24/die-psychiatrisierung-von-mcs-kranken-stellt-in-deutschland-den-tatbestand-der-diskriminierung-koerperlich-behinderter-dar/">Die Psychiatrisierung von MCS-Kranken stellt in Deutschland den Tatbestand der Diskriminierung körperlich Behinderter dar</a></span></span></li>
<li style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2007/12/11/arbeitsplaetze-fuer-menschen-mit-chemikaliensensibilitaet-mcs/">Arbeitsplätze für Menschen mit Chemikalien-Sensitivität (MCS)</a></span></span></li>
<li style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><span style="color: #000000;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/12/31/vorsatze-der-%E2%80%9Ewutburger%E2%80%9C-fur-das-neue-jahr/">Vorsätze der &#8220;Wutbürger&#8221; für das Neue Jahr</a></span></span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

