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	<title>CSN Blog &#187; Nahrung, Nahrungsmittelallergien</title>
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		<title>Bisphenol-A, Übergewicht und Diabetes</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
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		<description><![CDATA[Das allgegenwärtige Bisphenol-A wurde mit Übergewicht bei Erwachsenen und Insulin-Resistenz in Zusammenhang gebracht. Erhöhte Bisphenol-A Werte im Urin von älteren Erwachsenen stehen mit einer Zunahme von Gewicht und des Taillenumfang in Zusammenhang, beides sind Indikatoren für Adipositas und können zu ernsthaften Erkrankungen und Leiden führen. Chinesische Forscher fanden heraus, dass Erwachsene über 40 Jahre mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/fat-woman.jpg"><img class="size-full wp-image-14477 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Bisphenol-A löst Übergewicht und Diabetes aus" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/fat-woman.jpg" alt="" width="465" height="293" /></a></p>
<p><strong>Das allgegenwärtige Bisphenol-A wurde mit Übergewicht bei Erwachsenen und Insulin-Resistenz in Zusammenhang gebracht.</strong></p>
<p>Erhöhte Bisphenol-A Werte im Urin von älteren Erwachsenen stehen mit einer Zunahme von Gewicht und des Taillenumfang in Zusammenhang, beides sind Indikatoren für Adipositas und können zu ernsthaften Erkrankungen und Leiden führen.</p>
<p>Chinesische Forscher fanden heraus, dass Erwachsene über 40 Jahre mit erhöhten Bisphenol-A (BPA) Werten in ihrem Urin zu Adipositas, mehr Bauchfett und zu Insulin-Resistenz neigen. Diese Stoffwechselstörungen können zu weiteren, gefährlicheren Gesundheitsproblemen führen, u.a. zu Bluthochdruck, Diabetes und Herzerkrankungen.</p>
<p>Da BPA-Belastungen weit verbreitet sind &#8211; die meisten Menschen in den Vereinigten Staaten haben BPA in ihrem Körper &#8211; weist diese Studie auf ein möglicherweise nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko hin, dass von diesem Schadstoff ausgeht.</p>
<p>BPA ist eine in großen Mengen produzierte Chemikalie, die zur Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen, Epoxidharz-Beschichtungen von Konservendosen und für manche Thermodrucker-Papiersorten verwendet wird [<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/10/11/die-quittung-fur-bpa/">z.B. Kassenzettel]</a>. Die Chemikalie kann Lebensmittel und Getränke kontaminieren und über die Nahrung in den Körper gelangen. BPA kann auch über die Haut aufgenommen oder eingeatmet werden.</p>
<p>Frühere epidemiologische Studien, die im <a href="http://bit.ly/wMqkI6">Journal of the American Medical Association</a> und von der Zeitschrift <a href="http://bit.ly/zLy0VJ">PLoS One</a> veröffentlicht wurden, haben Zusammenhänge zwischen BPA und Stoffwechselstörungen aufgedeckt, welche mit dieser Studie übereinstimmen.</p>
<p>Vorausgegangene Laboruntersuchungen bringen BPA mit einer Zunahme von Fettzellen und höheren Insulin-Werten in Zusammenhang. Diese wiederum können zu <a href="http://www.mayoclinic.com/health/hyperinsulinemia/HQ00896">Hyperinsulinämie</a> und Insulin-Resistenz und &#8211; vielleicht &#8211; Fettsucht führen. Pränatale Belastungen von Nagern mit dieser Chemikalie können auch die Entwicklung von Hirnregionen verändern, die für Nahrungsaufnahme und Stoffwechsel zuständig sind. Deshalb erhöhen diese Tierstudien die Plausibilität der neuen Ergebnisse aus China.</p>
<p>In dieser Studie wurden die BPA-Werte von 3.390 Erwachsenen über 40 aus der Songnan Gemeinde in Shanghai gemessen. Für jede Person wurden soziodemographische und medizinische Daten sowie Angaben zum Lebensstil erhoben. Blutzucker und Insulin wurden ebenfalls gemessen.</p>
<p>Für jede Person wurde der Body Mass Index (BMI, Körpergewicht durch Größe) errechnet. Als &#8220;Übergewicht&#8221; wurde ein BMI von 24 bis 28 angesehen, über 28 galt als fettsüchtig. Ein dicker Bauch wurde bei Männern mit einem Taillenumfang von über 35 Inch (88.9 cm) und bei Frauen mit 33,5 Inch (85.09 cm) definiert.</p>
<p>BPA wurde in einer morgendlichen Urinprobe gemessen. Die Werte wurden in Gruppen unterschiedlicher Konzentration (von niedrig bis hoch) unterteilt und [anhand des BMI] miteinander verglichen. Sie bewegten sich in einem Bereich, den man typischerweise in den Vereinigten Staaten findet.</p>
<p>Bei den höchsten Werten ergab sich sowohl zu adipösem BMI und Taillenumfang als auch zu erhöhter Insulin-Konzentration im Blut ein Zusammenhang. Insgesamt tendierten die jüngeren Männer (Durchschnittsalter 59) in dieser Studie zu den höchsten Werten dieser Chemikalie in ihrem Urin.</p>
<p>Bei Teilnehmern mit einem BMI von unter 24, aus den Gruppen mit den höchsten BPA-Werten, war das Vorkommen von Insulin-Resistenz um 94 Prozent erhöht &#8211; eine auffälligere Zunahme als in den entsprechenden Adipositas-Gruppen.</p>
<p>Die Aussagekraft dieser Studie ist dadurch begrenzt, dass der Zusammenhang nur an einem einzigen BPA-Erhebungsort festgestellt wurde und dass das Design dieser Studie diesen nicht beweisen kann &#8211; die Forscher benutzen die Methode der Querschnittstudie.</p>
<p>Diese Studie legt nahe, dass die BPA-Werte bei Erwachsenen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellen, da sie mit Adipositas und verwandten Gesundheitsprobleme im Zusammenhang stehen.</p>
<p><strong>Autor dieser Studienzusammenfassung:</strong> <a href="http://www.environmentalhealthnews.org/ehs/Members/sneese">Steven Neese</a>, 4. Januar 2012 für <a href="http://www.environmentalhealthnews.org">EHN</a></p>
<p><strong>Übersetzung:</strong> Brun0 für CSN – Chemical Sensitivity Network</p>
<p><strong>Quelle der Studie:</strong></p>
<p>Wang, T, M Li, B Chen, M Xu, Y Xu, Y Huang, J Lu, Y Chen, W Wang, X Li, Y Liu, Y Bi, S Lai and G Ning. 2011. <strong>Urinary Bisphenol A (BPA) concentration associates with obesity and insulin resistance</strong>. <a href="http://dx.doi.org/10.1210/jc.2011-1989">The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism http://dx.doi.org/10.1210/jc.2011-1989</a></p>
<p>Der Original-Artikel <a href="http://www.environmentalhealthnews.org/ehs/newscience/2011/12/2011-1227-bpa-adult-obesity-insulin-resistance/">&#8220;Ubiquitous bisphenol A linked to adult obesity, insulin resistance&#8221;</a> steht unter der <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/">Creative Commons Lizenz: by-nc-nd</a>. Diese Übersetzung wurde abweichend von dieser Lizenz von <a href="http://www.environmentalhealthnews.org/">Environmental Health News</a> genehmigt. Sie steht unter keiner CC-Lizenz.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema BPA:</strong></p>
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<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/11/29/wer-dosensuppe-loffelt-isst-die-chemikalie-bpa-mit/">Wer Dosensuppe löffelt, isst die Chemikalie BPA mit</a></li>
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</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer Dosensuppe löffelt, isst die Chemikalie BPA mit</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 19:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
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		<description><![CDATA[Essen aus der Dose führt zu stark erhöhter Bisphenol-A Belastung Wissenschaftler führten eine Studie durch, um die wichtige Frage zu klären, wie viel Bisphenol-A (BPA) man durch Essen von Nahrung aus der Dose zu sich nimmt. Die hormonaktive Chemikalie BPA ist ein Bestandteil der Innenbeschichtung von Konservendosen. Bei Studienteilnehmern, die fünf Tage lang eine Portion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Konservendose.jpg"><img class="size-full wp-image-14283 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Wer Dosensuppe löffelt, isst die Chemikalie BPA mit" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Konservendose.jpg" alt="" width="465" height="310" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Essen aus der Dose führt zu stark erhöhter Bisphenol-A Belastung </strong></p>
<p>Wissenschaftler führten eine Studie durch, um die wichtige Frage zu klären, wie viel Bisphenol-A (BPA) man durch Essen von Nahrung aus der Dose zu sich nimmt. Die hormonaktive Chemikalie BPA ist ein Bestandteil der Innenbeschichtung von Konservendosen. Bei Studienteilnehmern, die fünf Tage lang eine Portion Dosensuppe am Tag gegessen hatten, stellte man einen mehr als 1.000 -prozentigen Anstieg von Bisphenol A fest. Die Studie, die in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde, ist eine der ersten wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, bei der die BPA – Belastung beim Menschen nach Genuss von Nahrung aus Konservendosen quantifiziert wurde.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Beschichtungen von Konservendosen und Flaschen aus Polycarbonat setzen BPA frei</strong></p>
<p>&#8220;Frühere Studien haben einen Zusammenhang zwischen erhöhter BPA-Belastung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen feststellen können. Der nächste Schritt war daher, herauszufinden, durch was Menschen BPA ausgesetzt sind. <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/11/23/120-jahre-notorischer-bisphenol-a-skandal/">Wir wissen seit einer Weile</a>, dass das Trinken von Getränken, die in bestimmten harten Kunststoffen gelagert wurden,  zu einer erhöhten BPA Belastung im Körper führen kann. Die vorliegende Studie legt nahe, dass Nahrung aus Konserven ein noch größerer Grund zur Sorge sein könnte, vor allem aufgrund ihres verbreiteten Einsatzes&#8221;, sagte Jenny Carwile, Doktorand in der Abteilung für Epidemiologie an der <a href="http://www.hsph.harvard.edu">Harvard School of Public Health (HSPH)</a> und Hauptautor der Studie.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>BPA verantwortlich für Fortpflanzungsstörungen und degenerative Erkrankungen</strong></p>
<p>Es hat sich herausgestellt, dass Kontakt mit der hormonaktiven Chemikalie BPA, die zur Beschichtung von Nahrungsmittel- und Getränkedosen verwendet wird, die Fortpflanzungsfähigkeit bei Tieren stört. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Fettleibigkeit beim Menschen wurden mit BPA in Verbindung gebracht. Außer in Beschichtungen von Nahrungsmittel- und Getränkedosen, wird Bisphenol-A auch in <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/31/bisphenol-a-eu-verbot-von-sauglingsflaschen-tritt-in-kraft/">Polycarbonat-Flaschen</a> (durch die Recycling Nummer 7 gekennzeichnet) und in zahnmedizinischen Composites  und Versiegelungen gefunden.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Suppe aus der Dose mit BPA belastet</strong></p>
<p>Für ihre Studie rekrutierten die Wissenschaftler freiwillige Studenten und Mitarbeiter aus der HSPH. Sie hatten sich die Aufgabe gestellt herauszufinden, ob der Verzehr von Suppe aus der Dose die BPA-Konzentration im Urin im Vergleich stärker erhöht, als das Essen frisch zubereiteter Suppe. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe konsumierte fünf Tage lang jeden Tag 350ml Gemüsesuppe aus der Dose. Die andere Gruppe nahm fünf Tage lang täglich 350ml frische Gemüsesuppe (zubereitet ohne Zutaten aus Konserven) zu sich. Nach zwei Tagen Karenz tauschten die Patientengruppen ihre Aufgaben.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>BPA geht von Dosenbeschichtungen in Nahrungsmittel über</strong></p>
<p>Als die Wissenschaftler die BPA-Belastung in den Urinproben der 75 Studienteilnehmer vorliegen hatten, staunten sie nicht schlecht. Der Vergleich der Urinproben, die während der Test-Tage gesammelt wurden, zeigte, dass der tägliche Verzehr einer Portion Dosensuppen mit einem 1.221% BPA-Anstieg im Urin verbunden war.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Forschungsergebnisse werfen weitere Fragen auf</strong></p>
<p>Eine weitere Feststellung der Harvard Wissenschaftler bestand darin, dass die erhöhten BPA-Konzentrationen im Urin zeitlich begrenzt sein könnten, sie halten daher weitere Forschung für notwendig ist, um die Verweildauer im Körper zu quantifizieren. Schwierig werden dürfte jedoch die Feststellung in wie weit selbst kurzfristige BPA-Exposition Effekt auf den menschlichen Organismus hat.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wissenschaftler fordern: Hersteller sollten nach Vorsorgeprinzip handeln</strong></p>
<p>&#8220;Die unerwartete Höhe des BPA-Anstiegs im Urin, die wir nach nur einer Portion Suppe beobachteten, könnte für solche Personen bedenklich sein, die regelmäßig Lebensmittel aus Dosen essen oder täglich mehrere Getränke aus Dosen trinken. Für die Hersteller wäre es daher angebracht nachzuprüfen, wie sie BPA aus den Innenbeschichtungen der Dosen beseitigen können&#8221;, sagte Michels, Senior-Autor der Studie.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Verbraucher können Entscheidungen treffen, die Industrie zum Handeln bewegen</strong></p>
<p>Nicht nur Verbraucherverbände und Wissenschaftler können die Nahrungs- und Getränkeindustrie zum zeitnahen Abwenden von BPA-haltigen Dosen bewegen, auch die Konsumenten können durch gezielten Einkauf Druck auf die Hersteller ausüben. In Frankreich wird Wurst sehr häufig in Weckgläsern angeboten. Die Gläser haben einen Glasdeckel, der durch einen Einmachgummi abgedichtet ist. In solchen Weckgläsern werden auch Suppen, Gemüse und Obst angeboten. Ansonsten wurde die wohl beste Alternative durch die Forschungsergebnisse eindeutig dargelegt: Frische Zutaten nehmen und daraus  die Speisen selbst zubereiten.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 29. November 2011</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p>Jenny L. Carwile, Xiaoyun Ye, xiaoliu Zhou, Anotonia M. Calafat, Karin B. Michels, J., Canned Soup Verbrauch und Harnwege Bishphenol A: A Randomized Crossover-Studie, JAMA, November 2011.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Blogs zum Thema Bedenklichkeit und Toxizität von Bisphenol-A:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/11/23/120-jahre-notorischer-bisphenol-a-skandal/">120 Jahre notorischer Bisphenol-A Skandal</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/10/11/die-quittung-fur-bpa/">Die Quittung für BPA</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/23/klage-soll-das-verbot-von-bpa-erzwingen/">Klage  soll das Verbot von BPA erzwingen</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/25/60-wissenschaftler-und-ngos-appellieren-an-efsa/">60  Wissenschaftler und NGOs appellieren an EFSA</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/06/mindestens-84-der-limonaden-und-cola-in-dosen-mit-bisphenol-a-belastet/">Mindestens 84% der Limanaden und Cola in Dosen mit Bisphenol-A</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Eine Ikone der Umweltmedizin zu Besuch in Deutschland</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/09/13/eine-ikone-der-umweltmedizin-zu-besuch-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 18:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergien]]></category>
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		<description><![CDATA[Beweise für die Ursachen von Umweltkrankheiten sind schon lange bekannt Die Ärztin und Wissenschaftlerin Doris Rapp gehört zu denen, die Umweltmedizin nicht nur praktizieren, sondern für die die Umweltmedizin der wichtigste Lebensinhalt ist. Zwei Wochen weilt die Amerikanerin in Deutschland. Das erneute Zusammentreffen mit der Umweltmedizinerin war äußerst produktiv, und nahezu nebenbei durften wir einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Doris-Rapp-11.jpg"><img class="size-full wp-image-13872 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Prof. Doris Rapp, Silvia K. Müller" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Doris-Rapp-11.jpg" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p><strong>Beweise für die Ursachen von Umweltkrankheiten sind schon lange bekannt<br />
</strong></p>
<p>Die Ärztin und Wissenschaftlerin Doris Rapp gehört zu denen, die Umweltmedizin nicht nur praktizieren, sondern für die die Umweltmedizin der wichtigste Lebensinhalt ist. Zwei Wochen weilt die Amerikanerin in Deutschland. Das erneute Zusammentreffen mit der Umweltmedizinerin war äußerst produktiv, und nahezu nebenbei durften wir einen wunderschönen Tag an der Mosel verbringen. <span style="color: #888888;"><strong>Ein kleiner Bericht darüber:</strong></span></p>
<p><strong>Wissenschaftlerin dokumentiert Umweltkrankheiten</strong></p>
<p>Vor rund 18 Jahren traf ich Prof. Rapp zum ersten Mal auf einem Kongress in Bad Emstal. Es war ein Schlüsselerlebnis gewesen. Bei ihrem Vortrag zeigte die Umweltmedizinerin ein Video über eine Lehrerin, die durch schadstoffbelasteten Teppichboden in der Schule krank wurde. Die Lehrerin wurde während einer Reaktion auf Staub aus dem belasteten Teppichboden gefilmt. Sehr anschaulich wurde dem Betrachter vermittelt, was MCS ist, und wie eine Reaktion abläuft. Ich stand damals ganz am Anfang meiner Erkrankung und hatte ähnliche Reaktionen auf bestimmte Pestizide. Die Lehrerin bekam Schüttelkrämpfe und wurde bewusstlos, ich dachte „meine Güte, das bin ich, das ist wie bei mir, das ist, was du auch hast…“. Nach dem Vortrag sprach ich damals mit Prof. Rapp und es wurde der Beginn eines fortwährenden Austauschs und einer interessanten Freundschaft. Wir trafen uns immer wieder auf Kongressen in Deutschland, Holland, in den USA, besuchten uns gegenseitig in Deutschland und den USA und tauschten uns per E-Mail aus. Als ich sie in Scottsdale besuchte, zeigte sie mir eines ihrer Videoarchive. Tausende Videos von Kindern, die sie behandelt hatte, lagerten dort. Sie zeigten die Patienten während und nach der Therapie und bei Tests auf Nahrungsmittel, Schimmelpilzen, Pollen, Chemikalien oder Hausstaubmilben. Eindrucksvolle Beweise, die keine Zweifel an der Existenz von Umweltkrankheiten und Allergien aufkommen lassen.</p>
<p><strong>Umweltkrankheiten nicht mehr ignorierbar</strong></p>
<p>Für diesen Besuch war die Umweltmedizinerin von Dr. Binz und seiner Frau eingeladen worden. Eigentlich hatten wir uns für einen Ausflug entlang der Mosel verabredet, der vor dem Mittagessen losgehen sollte. Das Wiedersehen war herzlich und kaum hatten wir uns begrüßt, schon tauschten wir bereits Informationen aus und ehe wir uns versahen, waren wir mitten in Planungen für künftige Projekte.</p>
<p>„Ich bin jetzt über 80 und habe keine Kinder, eigentlich brauche ich all das nicht mehr und sollte mein Alter ganz in Ruhe genießen, aber ich sehe, was los ist, und kann einfach nicht schweigen. Wir haben so viele Chemikalien in unserer Umwelt, in der Nahrung, die wir essen, im Wasser, das wir trinken und in der Luft, die wir ständig einatmen. Sie beeinflussen jedes unserer Körpersysteme und das ist nicht mehr zu ignorieren. Fast jeder Zweite in meinem Land hat Krebs, das ist nicht hinnehmbar, “ sagte Doris Rapp.</p>
<p>„Die Politiker und die Öffentlichkeit muss realisieren, welchen Einfluss die Flut der Chemikalien auf uns hat und keiner sollte noch länger sagen, dass wir nicht wissen, woher all die Krankheiten kommen, die immer gehäufter auftreten. Die Beweise sind da. Wir haben Tierversuche, die sie belegen. Deshalb stelle ich als Medizinerin die Frage: „Wie viel muss noch passieren, bis wir die wahren Ursachen zugeben? Ich lasse es auch nicht durchgehen, dass man sagt: „Ja, aber da kann man nichts dagegen tun.“ Doch, denn man kann sich selbst schlau machen und man kann, zur Hölle nochmal, eine ganze Menge tun, “ sagte die über die derzeitige Situation erzürnte Wissenschaftlerin.</p>
<p><strong>Lösungen sind oft sehr einfach</strong></p>
<p>Doch Prof. Rapp ist niemand, der mit der Welt hadert und Lösungen außen vor lässt. Sie ist gerade dabei, ein weiteres Buch zu schreiben. „Es wird ein kleines Buch sein, nur 30 Seiten. Jeder Leser bekommt leicht verständlich aufgezeigt, wie man sein Umfeld gestalten sollte, um gesund zu bleiben. Die Tipps in diesem Buch werden niemanden ein Vermögen kosten, sie sind leicht und ohne großen finanziellen Aufwand umsetzbar. Es wird jedem helfen, der etwas ändern will und möchte, dass sein Gesundheitszustand sich verbessert. Die Medizinerin führt zwei Beispiele an:</p>
<p>„Viele reagieren auf Nahrungsmittel, manche wissen aber nicht auf welche. Teure Tests sind nicht unbedingt nötig. Ich rate, dass die Leute nachdenken, was sie am allerliebsten essen. Nahrungsmittel, auf die sie regelrecht süchtig sind. Erfahrungsgemäß sind das nämlich Nahrungsmittel, die sie jeden Tag essen und auf die sie reagieren. Die Lösung: Weglassen der verdächtigen Nahrungsmittel für eine Woche. Man kann ein Nahrungsmittel nach dem anderen so einem Verträglichkeitstest unterziehen. Das kostet nichts!“</p>
<p>„Manche Menschen wohnen in einem Haus, das mit Schadstoffen belastet ist oder durch Schimmel kontaminiert. Meine Erfahrung ist, dass fünf von sieben Leuten eine Verbesserung ihres Gesundheitszustandes um 70% erfahren, wenn sie sich einen qualitativ hochwertigen Luftreiniger beschaffen, der in der Lage ist mehrere Hundert Chemikalien aus der Wohnraumluft zu filtern. Ein solches Gerät kostet zwar etwas, aber ich habe nicht selten Patienten gesehen, denen es schon über Nacht besser ging. Es lohnt sich also, sich einen Luftfilter anzuschaffen, wenn man nicht direkt aus der Wohnung ausziehen kann.“</p>
<p>Das neue Buch wird noch in diesem Jahr erscheinen und Prof. Rapp hat mir die Autorisierung erteilt, es ins Deutsche zu übersetzen.  Auch für ihre Videos und anderen Bücher gab sie die Genehmigung, diese in unsere Sprache zu übertragen, es beizutragen, dass Allergiker und Chemikaliensensible im deutschsprachigen Raum Wissen und Anleitungen zur Hand bekommen, die ihnen helfen, einen Weg zurück ins Leben zu erhalten.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Doris-Rapp-2.jpg"><img class="size-full wp-image-13871 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Prof. Doris Rapp, Silvia K. Müller" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Doris-Rapp-2.jpg" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p><strong>Ein Ausflug entlang der Mosel</strong></p>
<p>Auf der Fahrt zum historischen Moselweinort Bernkastel, nach Traben-Trabach und zurück nach Trier, sprühte Prof. Rapp vor innovativen Ideen, die wir in den nächsten Monaten realisieren werden und die auch den deutschen Umweltkranken in vielerlei Hinsicht zugutekommen werden.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 12. September 2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema Umweltkrankheiten:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/09/exklusiv-interview-prof-dr-rapp-ueber-kinder-mit-umweltkrankheiten/">Exklusiv Interview Prof.Dr. Rapp über Kinder mit Umweltkrankheiten</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/26/umweltmedizin-chemical-sensitivity-mcs-durch-farbstoffe-in-bonbons/">Umweltmedizin: Chemical Sensitivity (MCS) durch Farbstoffe in Bonbons</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/17/allergien-konnen-depressionen-auslosen/">Allergien können Depressionen auslösen</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/08/17/richter-schickt-umweltkrankes-kind-in-psychiatrie/">Richter schickt umweltkrankes Kind in die Psychiatrie</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Genfood als Marketingstrategie für Pestizide</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/17/genfood-als-marketingstrategie-fur-pestizide/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 06:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergien]]></category>
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		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesund essen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel ist eine lebenswichtige Notwendigkeit Auf dem Boden der Tatsachen: Fragen und Antworten mit CFS-Anwalt George Kimbrell (audio podcast) Jessica Knoblauch von Earthjustice unterhält sich mit George Kimbrell vom Center for Food Safety [CFS/Initiative für Lebensmittelsicherheit]. Kimbrell wirkt zurzeit als ergänzend hinzugezogener Anwalt in den von Earthjustice angestrengten Prozessen zu gentechnisch veränderten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/GM-Food.jpg"><img class="size-full wp-image-13359 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Genfood - nicht abschätzbare Gefahr für Umwelt und Gesundheit" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/GM-Food.jpg" alt="" width="465" height="308" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel ist eine lebenswichtige Notwendigkeit</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>Auf dem Boden der Tatsachen: Fragen und Antworten mit CFS-Anwalt George Kimbrell </strong>(audio podcast)</span></p>
<p>Jessica Knoblauch von <a href="http://earthjustice.org/features/ourwork/down-to-earth-qa-with-cfs-attorney-george-kimbrell">Earthjustice unterhält sich mit George Kimbrell</a> vom Center for Food Safety [CFS/Initiative für Lebensmittelsicherheit]. Kimbrell wirkt zurzeit als ergänzend hinzugezogener Anwalt in den von Earthjustice angestrengten Prozessen zu gentechnisch veränderten Zuckerrüben und Luzernen [Alfalfa] mit. 2006 klagte das CFS gegen die Zulassung von genmanipulierten Luzernen durch das amerikanische Agrarministerium (USDA), ein Verfahren, das schließlich beim US Supreme Court ankam und zu einem [Anbau-] Verbot der genmanipulierten Feldfrucht führte.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Transkript des Interviews:</strong></span></p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica Knoblauch:</span> Das <a href="http://www.centerforfoodsafety.org/">Center for Food Safety</a> arbeitet als Organisation daran, die Gesundheit der Menschen und die Umwelt zu schützen, indem es gegen schädliche Lebensmittelherstellungsmethoden vorgeht. Was genau macht gentechnisch veränderte Lebensmittel so gefährlich?</p>
<p><span style="color: #888888;">George Kimbrell:</span> Sie gehören zum industriellen Paradigma, zu den Systemen industrieller Lebensmittel. Gerade jetzt gibt es in unserem Land ein Erwachen für Nachhaltigkeit und Landwirtschaft und die Menschen erkennen die Vorzüge, welche Bio, lokal und von Menschen produziert bieten. Gentechnisch entwickelte Lebensmittel stehen für eine fabrikmäßig betriebene Landwirtschaft, was genau das Gegenteil dieser Philosophie ist. Außerdem denke ich, dass die Menschen den Zusammenhang zwischen unserem Nahrungsmittelsystem und der Umwelt verstehen und auch, wie das, was wir essen, mit der Art, wie wir auf diesen Planeten leben, zusammenhängt und welche Folgen das hat.</p>
<p>Um Ihre Frage noch genauer zu beantworten denke ich, muss die Antwort doppelt ausfallen. Zuerst unter gesundheitspolitischen Aspekten. Dies ist eine neue Technologie und es wird mit unserer Gesundheit ein anhaltendes Experiment unternommen, leider. Im Grunde genommen sind weitaus mehr Fragen offen als dass wir wüssten, welche Folgen gentechnisch veränderte Lebensmittel möglicherweise für die menschliche Gesundheit haben. Man nimmt die Gene von Arten, die sich in der Natur nie kreuzen könnten und kreuzt sie mit sehr entfernten Arten. So nimmt man z.B. das Gen von einer Flunder und baut es mit Hilfe einer Gen-Kanone in eine Tomate ein, um sie gegen Kälte widerstandsfähiger zu machen. Ein Flunder und eine Tomate kommen in der natürlichen Welt niemals zueinander. Das ist etwas völlig anderes als konventionelle Zucht, wenn man zwei Getreidesorten mit der Absicht kreuzt, verschiedene Eigenschaften des Getreides zu verbessern. Das ist der erste fundamentale Unterschied.</p>
<p>Gerade aus diesen Gründen ist dies eine Art permanentes Experiment mit der Bevölkerung. Und auch, weil wir leider keine Deklarationspflicht haben. Von möglichen toxischen Gefahren oder Gesundheitsgefährdungen, die sich daraus ergeben könnten, bekommen wir nichts mit. Zwei Drittel der Welt kennzeichnet gentechnisch veränderte Lebensmittel. Was dies angeht, sind wir ein echter Sonderfall und wir lassen unserer Bevölkerung nicht die Wahl, die Herkunft [ihrer Nahrung] auszuwählen. Außer Sie kaufen aus biologischem Landbau; das ist die einzige Möglichkeit sicher zu sein, da im biologischen Landbau genetisch veränderte Lebensmittel nicht zulässig sind.</p>
<p>Ich bin Anwalt, deshalb liegen wissenschaftliche und gesundheitliche Fragen gewissermaßen außerhalb meines Fachgebietes, doch ich weiß, dass es neuartige Probleme mit Allergien gibt. Dies gehört zu den am häufigsten aufgeworfenen Fragen. Oder anderes gesagt, wenn Sie beispielsweise auf Fisch allergisch reagieren und ich verkaufe Tomaten und Sie wissen nicht, dass die Tomate von mir ein gentechnisches Produkt ist, können Sie durch deren Verzehr eine sehr schwere allergische Reaktion erleiden, weil sich darin eine transgene Substanz von einer Art befindet, auf die Sie allergisch reagieren, ohne dass Sie dies nachvollziehen können. Das ist nur ein Beispiel.</p>
<p>Aber ich denke, das wichtigste, was Ihre Leser und die Öffentlichkeit wissen sollten ist, dass wir keine unabhängige Prüfung dieser Lebensmittel durch unsere Behörden haben. Monsanto und die anderen Unternehmen, die sie herstellen, sind zu sogenannten freiwilligen Rücksprachen mit der amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde [FDA] angehalten. Hinter verschlossenen Türen unterrichten sie die FDA über die Untersuchungen, welche sie zu den Lebensmitteln durchgeführt haben. Und mehr nicht. Die FDA erlaubt sie entweder ohne weiter Fragen zu stellen oder sie tut es nicht, dabei hat sie noch nie eines auf dem Markt nicht erlaubt. Und das ist alles. Die Untersuchungen werden nicht veröffentlicht. Es handelt sich um vertrauliches Geschäftswissen. Die FDA macht keine eigenen Untersuchungen, es gibt keine unabhängigen Untersuchungen oder irgendetwas dieser Art. So liegen sie in den Verkaufsregalen und wir essen sie. Das ist das, was zur menschlichen Gesundheit zu sagen ist.</p>
<p>Wie Sie vermutlich wissen, geht es dem Center for Food Safety in seinen Gerichtsverfahren überwiegend um die Folgen, welche dieses industrielle System auf die Umwelt hat. In diesen Verfahren geht es darum, warum der Anbau dieser Feldfrüchte die Umwelt schädigt, um die sich auch die Menschen Sorgen machen. Die Menschen möchten etwas essen, das die Umwelt nicht schädigt, dass nachhaltig hergestellt wird. Das wichtigste, was sie wissen müssen ist, dass es sich bei dieser Technologie um ein One-Trick-Pony handelt [ein Pony, das nur eine Nummer kann]. Diese Ackerpflanzen dienen dazu, den Verkauf von Pestiziden anzukurbeln. Darum sind die Unternehmen die sie entwickeln, die nebenbei bemerkt Chemiekonzerne sind, die Pestizide herstellen, Monsanto, Syngenta, Bayer, DuPont und Dow Chemical, dieselben. Darum können diese Unternehmen von ihren Hauptprodukten mehr verkaufen, mehr Pestizide. Eines können sie wirklich sehr gut, die Pflanzen gegen Pestizide widerstandsfähig machen. Sie helfen uns nicht, die Welt zu ernähren, es gibt keine, welche die Erträge erhöhen oder uns helfen, die Hungernden zu ernähren. Sie helfen uns nicht, etwas gegen den Klimawandel zu tun, keine von ihnen sind gegen Dürren resistent oder tolerant und sie helfen uns nicht, etwas für die Umwelt zu tun. Sie erhöhen lediglich den Verbrauch von Pestiziden. Das ist ihr einziger Zweck.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> Es gibt sehr viele falsche Vorstellungen, welche die Leute von gentechnisch veränderten Lebensmitteln haben. Sie erwähnten etliche davon, dürre-resistent, nährwerthaltiger. Kommt dies einfach nur davon, weil die Unternehmen sie so vermarkten? Sind diese falschen Vorstellungen so entstanden?</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Um es zu wiederholen, die gängigen Mythen sind jene, über die wir gesprochen haben. Der erste ist, dass es sich um dasselbe wie konventionelle Züchtung handelt. Dem ist nicht so. Es ist etwas grundlegend anderes. Ein Flunder und eine Tomate kommen in der Natur nicht zusammen. Das zweite Missverständnis ist, dass ausgerechnet diese Feldfrüchte für den Konsumenten, für die Öffentlichkeit, für die öffentliche Gesundheit oder für die Landwirte Vorteile bieten. Diese gibt es nicht. Es ist im Grunde genommen eine misslungene Technologie. Monsanto und die anderen, welche sie bewerben, haben diese Pflanzen patentiert und sie dienen größtenteils nur einem Zweck.</p>
<p>Warum gibt es überall diese falschen Vorstellungen über nicht eingehaltene Versprechungen? Eine gute Frage! Ich denke, die allumfassende Antwort ist Geld. Es geht hier um sehr mächtige Unternehmensgebilde, die hunderte Millionen Dollar ausgeben, um unsere Regierung mit Lobbyarbeit zu beeinflussen &#8211; und wahrscheinlich noch mehr für Werbung. Wenn Sie NPR [National Public Radio] hören, hören Sie irgendwann &#8220;Präsentiert für Sie von Monsanto&#8221;. Sie sind mit ihrer Reklame allgegenwärtig. Da wartet noch viel Arbeit auf uns. Es gibt eben sehr viel solche Werbung. Ich denke, ein Teil von dem was wir tun und was wir viele Jahre getan haben, besteht darin zu versuchen, das was die Leute darüber wissen zu korrigieren und zu erklären, dass sich die Wirklichkeit von dem Marktgeschrei sehr unterscheidet. Was diese Ackerpflanzen angeht, gibt es zwischen dem Hype und der Wirklichkeit einen sehr großen Unterschied.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> Im Jahre 2006 klagte Ihr Center gegen die Zulassung von genetisch modifizierter Alfalfa durch die USDA [U.S. Department of Agriculture]. Es gibt sehr viele Gentechnik-Lebensmittel auf dem Markt, warum entschied sich das Center, diesen Fall aufzugreifen?</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Das ist eine gute Frage. Alfalfa war in vielerlei Hinsicht ein Wechsel zu einer anderen Art von Feldfrüchten, als jene die bisher gentechnisch verändert wurden. Dies stellte eine bedeutende neue Bedrohung für die Umwelt und das Nahrungssystem dar, insofern als dass bisher im Prinzip nur vier Feldfrüchte genetisch modifiziert wurden, Mais, Soja, Raps und Baumwolle.</p>
<p>Alfalfa ist ein anderer Fall. Zu aller erst handelt es sich um eine mehrjährige Feldfrucht, die im Gegensatz zu einer einjährigen Pflanze drei bis acht Jahre wächst. Sie kann in der Natur aus eigener Kraft überleben, wild oder ausgewildert. Deshalb ist sie im Westen Amerikas überall präsent. Wenn Sie da, wo ich wohne, im pazifischen Nordwesten, irgendwo unterwegs sind, wächst da wo sie herum fahren Alfalfa im Straßengraben, auf brachliegenden Feldern, am Straßenrand, bei den Telefonmasten. Es ist außerdem eine von Bienen bestäubte Pflanze. Nun gibt es wilde und gehaltene Bienen und von denen gibt es viele Arten und sie können umher fliegen und Pollen verschiedener Herkunft über große Entfernungen vermischen. Bei Honigbienen können das zehn Kilometer sein, zum Beispiel. Und Honigbienen lesen keine Schilder. Sie vermischen die Pollen der Felder. So besteht nicht nur für die Felder der Landwirte die Gefahr, dass Transgene wandern und es zur Kontamination kommt, es können auch wilde Bestände in der Natur kontaminiert werden, wo Alfalfa Dank der Bestäubung durch Bienen wächst. Das ist eines der Probleme, welches es nur bei Alfalfa gab, im Gegensatz zu den gewöhnlichen Feldfrüchten, die vom Wind bestäubt werden. Die Gefahr der Kontamination war agrartechnisch gesagt eine andere. Ein anderes Problem besteht darin, dass Alfalfa eine Hauptkomponente der Milchwirtschaft ist. Für viele unserer tierhaltenden Betriebe ist es das Hauptfuttermittel, jedoch insbesondere für die Milchviehhaltung, Milch- und Käseproduktion und für die ökologische Landwirtschaft. Dort hat man ein wirkliches Problem, wenn man kontaminierte Alfalfa hat. Dies stellt für die ökologische Milchwirtschaft und für die Milchwirtschaft die gentechnikfrei bleiben möchte eine wirkliche Gefahr dar, weil ihre Hauptfutterquelle mit hoher Wahrscheinlichkeit kontaminiert sein könnte, selbst wenn sie Gentechnik ablehnen. Dann werden ihre Futtermittel, die sie über den Futterhandel beziehen, natürlich diese gentechnisch erzeugte Variante enthalten.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica: </span>Eine andere meiner Meinung nach interessante Geschichte über Alfalfa ist, dass der größte Teil von Alfalfa ohne jegliche Pestizide bestens wächst. Nun wird eine Gen-Alfalfa produziert, die hohe Dosen von Monsantos Roundup Ready Pestizid aushält. Stimmt das?</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Wie wir wissen, ist es die am viert häufigsten angebaute Feldfrucht des Landes. Es gibt etwa 80 Millionen Quadratkilometer davon. Alfalfa wird in jedem Staat unseres Landes angebaut. Und es ist gemeinhin eine pestizidfreie Frucht. Nur etwa 10 bis 15 Prozent der gesamten Alfalfa, konventionelle und ökologische zusammengerechnet, werden mit Pestiziden angebaut. Die meisten Landwirte nutzen anbautechnische Methoden. Sie vermengen Alfalfa mit Hafer oder irgendetwas anderem, um das Unkraut klein zu halten, anstatt Pestizide zu sprühen. Und deshalb würden die Zulassung und der mögliche Ersatz dieser Methoden durch ein Pestizid förderndes Anbausystem für viele unterschiedliche Ökosysteme eine dramatisch zunehmende Erhöhung der Umweltbelastung durch Pestizide bedeuten. Also anders als andere Feldfrüchte, Soja, Mais und Baumwolle, die im Allgemeinen mehr Pestizide benötigen, braucht dies Alfalfa nicht. Darum ist ihr Ersatz durch ein Pestizid gestütztes Anbausystem nach unserer Ansicht eine große Gefahr für die Umwelt.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> Deshalb hat es der Alfalfa-Fall 2010 bis zum US Supreme Court geschafft, was im Falle gentechnisch modifizierte Lebensmittel eine Premiere war. Was ist bei der Entscheidung des Gerichts herausgekommen?</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Der Prozess wurde 2006 eröffnet und Anfang 2007 gewannen wir vor dem Landgericht. Den Landwirtschaftsministerium wurde vom Gericht auferlegt, eine Umweltfolgenabschätzung [EIS/environmental impact statement] vorzubereiten, um die möglichen Umwelt- und sozialökonomischen Folgen von Roundup Ready Alfalfa auf Landwirte und Umwelt abzuwägen, dazu gehörte vieles von dem, über das wir gerade sprachen: Kontamination genauso wie Zunahme des Pestizideinsatzes. Die USDA begann dieses Dokument zu erstellen. Bemerkenswerterweise &#8211; während den 15 Jahren, in denen verschiedene Arten dieser genetisch modifizierten Pflanzen zugelassen wurden, hat die USDA niemals zuvor irgendeine Umweltfolgen- abschätzung für irgendeine davon angestellt. So war diese im Alfalfa-Prozess die erste, die sie jemals machten. Und danach wurde sie dazu verdonnert, eine für den Zuckerrüben-Prozess anzufertigen. Leider war das nur die zweite, die sie machten.</p>
<p>Und dann kam im Prozess die Frage auf, was wir in der Zwischenzeit machen sollen, solange die Behörde sich zurück zieht und ihre Hausaufgaben erledigt? Wir argumentierten, dass man den Anbau dieses Zeugs stoppen sollte, dass es nicht erlaubt sein sollte weiterzumachen, bis die Behörde der Anordnung des Gerichts gefolgt ist und diese gründliche Studie durchgeführt hat. Und folglich sollten sie eine neue Entscheidung fällen. Monsanto und die Behörde argumentierten, dass es ihnen erlaubt sein sollte, den Verkauf und Anbau der Pflanze fortzusetzten, auch während die Behörde die Prüfung durchführt. Nach unserer Auffassung spannt man damit den Karren vor das Pferd. Das Landgericht stimmte uns zu und verbot den Anbau und bewahrte den Status Quo. Platt gesagt heißt dies, während die Behörde ihre Untersuchung durchführt, kann nichts weiter geschehen. Diese Entscheidung wurde beim 9. Gerichtsbezirk angefochten und zweimal bestätigt. Und dann ging sie im Jahre 2008/2009 an den Supreme Court.</p>
<p>Der Supreme Court fällte eine interessante Entscheidung, in deren Folge der Anbau von Roundup Ready Alfalfa weiterhin verboten war. Ich denke, die meisten Medien, die darüber berichteten, haben die Geschichte falsch verstanden, nach der es hieß, das Gericht habe das Verbot von Roundup Ready Alfalfa aufgehoben. Der Supreme Court tat nichts dergleichen. Was der Supreme Court sagte war folgendes: das Landgericht hat zwei Abhilfen bereit gestellt, die beide unabhängig voneinander den Anbau dieser Frucht stoppen. Eine nennt sich einstweilige Verfügung, die andere heißt Aufhebung. Der Supreme Court sagte, beide werden nicht zugleich benötigt. Beide zugleich sind ein Übermaß. Einmal genügt. Deshalb hob es einmal auf. Nachdem der Supreme Court seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, konnte niemand Roundup Ready Alfalfa anpflanzen, genauso wie es niemand anpflanzen konnte, bevor sie ihre Entscheidung bekannt gaben. So war das ein Sieg für uns, der nur nicht so hieß. Verfahrenstechnisch haben sie etwas aufgehoben, aber das Ergebnis war, dass die Umwelt weiterhin vor Roundup Ready Alfalfa sicher war und dass unsere Landwirte davor sicher blieben. Deshalb waren wir mit dieser Entscheidung und mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> Nun, ist es jetzt nicht doch möglich, genetisch modifizierte Alfalfa anzubauen?</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Jene Entscheidung war im Juni 2010. Bis Ende Herbst war es noch verboten. Was dann geschah war, dass im Dezember 2010 die USDA ihre Studie fertig hatte, zu der sie vom Gericht verpflichtet worden war. Und sie urteilten erneut und unglücklicherweise entschieden sie so, dass nach dem neuen Urteil Roundup Ready Alfalfa wieder angebaut werden darf, selbst nach dem EIS [Umweltfolgenabschätzung s.o.], in welchem alle Umweltbeeinträchtigungen, die wir gerade bezüglich Pestiziden und Kontamination von ökologischem und konventionellem Landbau diskutiert haben, offengelegt wurden. So wurde diese Entscheidung im Januar dieses Jahres getroffen. Also ist es seit Januar 2011 wieder zulässig, Roundup Ready Alfalfa anzubauen. Auf Grund dessen <a href="http://earthjustice.org/news/press/2011/farmers-and-consumer-groups-file-lawsuit-challenging-genetically-engineered-alfalfa-approval">haben wir mit Earthjustice eine neue Klage gegen diese neue Zulassung eingereicht</a>, was wir im März diese Jahres taten.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> So hat die USDA grundsätzlich zugestimmt, dass es durch Alfalfa Umweltschäden geben wird, hat dann aber trotzdem erlaubt, dass sie angepflanzt werden kann? Hat man dem Anbau irgendwelche Einschränkungen auferlegt?</p>
<p><span style="color: #888888;">George: </span>Leider nicht. In ihrer Analyse erwogen sie drei Alternativen. Eine bestand darin, es zu verbieten, den kommerziellen Anbau und Verkauf nicht zu erlauben. Die zweite bestand darin, den Anbau und Verkauf ohne jegliche Einschränkungen zu erlauben. Die dritte war, den kommerziellen Anbau und Verkauf zu erlauben, jedoch mit erheblichen Einschränkungen in Gestalt von Isolations-Abständen zu ökologischen und konventionellen Ackerpflanzen und geographischen Zonen, so dass es Teile verschiedener Staaten gegeben hätte, die frei von Gentechnik gewesen wären, wo man grundsätzlich nichts anbauen darf. Das waren die drei Alternativen und man wählte die zweite ohne jegliche Restriktionen. Wir waren natürlich sehr enttäuscht und wir glauben, dass die Entscheidung aus mehreren Gründen rechtswidrig ist und eine Reihe von Gesetzen verletzt. Es war eine vollständige Kapitulation gegenüber dem Druck der biotechnischen Industrie und dem Druck, den sie auf die USDA ausgeübt haben, diese Entscheidung über die Feiertage [am Jahresende] zu treffen.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> Im Sinne von lobbyistischen Bemühungen?</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Massive Summen für die Lobbyarbeit. Land of Lakes, der Eigentümer von Forage Genetics, ein Lizenznehmer für Roundup Ready Alfalfa, hat für Lobbying tonnenweise Geld ausgegeben, Millionen und Millionen von Dollar. Nach unserer Ansicht fanden reichlich politische Aktivitäten statt und der Druck hielt an und das Urteil war ein politisches, das sich weder auf Wissenschaft noch auf Recht stützt.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> Ich sah, dass einige Gruppen die Bemühungen des Centers im Alfalfa-Prozess unterstützt haben, von der <a href="http://www.arkansasricegrowers.com/">Arkansas Rice Growers Association</a> <a href="http://www.humanesociety.org/">Vereinigung der Reisbauern in Arkansas] bis zur [Humane Society of the United States</a> [große US-Tierschutzorganisation]. Was ist es, dass in diesen Prozess so viele unterschiedliche Interessen zusammen bringt?</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Der Supreme Court hat dieses Gerichtsverfahren ins Rampenlicht gerückt und es war der erste Fall dieser Art, der den Supreme Court erreicht hat und insofern wurde ihm als hochgradig umweltbezogener Prozess vor dem Supreme Court große öffentliche Aufmerksamkeit zuteil. Ich denke, es stand ziemlich viel auf dem Spiel, wie es in solchen Fällen immer ist, deshalb wurden die Leute und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam. Aber ich denke auch, dass die Menschen die Zusammenhänge zwischen ihrem Lebensmittelsystem und der Umwelt immer mehr erkennen, und wie sich die Art wie sie einkaufen und wie sie leben auf die Umwelt auswirkt und dass die Landwirtschaft von dem, was wir als Natur ansehen, kein getrennter Bereich ist. Dass das alles eher ein ganzheitliches, zusammenhängendes System ist und dass die Art, wie alles besteht, eine ökologische ist. Ich denke, das ist eine wichtige Erkenntnis. Ich denke, in früheren Generationen hatten wir die Auffassung, dass die Landwirtschaft das eine und die Natur, wo wir mit unserer Familie wandern gehen, das andere ist &#8211; zwei verschiedene Sachen. Und in der Tat sind diese Dinge weitgehend Teil desselben Ortes und Planeten. Und das geht nun so weit, dass dieser kleine Gentechnik-Prozess ein Mikrokosmos des Paradigmenwechsels ist. Die Menschen bekommen dieses Bewusstsein, besonders was Pestizide angeht. Die Leute verstehen Pestizide. Wenn man den Leuten also erzählt, diese Feldfrüchte fördern Pestizide, verstehen die Leute das und werden sich dessen mehr und mehr bewusst. Das haben wir die letzten Jahre sehr häufig beobachtet, bei allen Verfahren, die wir angestrengt haben.</p>
<p>Die Reisbauern waren eine eigene Geschichte. Sie wurden selbst kontaminiert. Was den Reisbauern widerfuhr war das im Jahre 2006&#8230; Wir verkaufen sehr viel Reis nach Japan. Und in Japan werden natürlich wie fast überall auf der Welt gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet und verboten, wenn sie [nicht gekennzeichnet] über einen gewissen Grad hinaus kontaminiert sind. [GMOs brauchen auch in Japan eine Zulassung.] Nun wurden Reisbauern im Südwesten unwissentlich durch eine Sorte kontaminiert, die an der Louisiana State University in einem Freilandversuch getestet wurde und Japan machte die Grenze für sie zu, schloss ihre Märkte und kappte ihre Geschäftsbeziehungen für zwei Jahre. So verloren während dieser Zeit hunderte und tausende kleiner Familienhöfe die im Süden Reis anbauen ihre Betriebe, ihren Lebensunterhalt und ihr Geschäft. Darum hatten sie natürlich etwas zu sagen, als wir unseren Prozess wegen der Kontamination durch Alfalfa führten. Sie hatten das schon einmal erlebt und sie wollten nicht, dass mit den Leuten dasselbe passiert, die Bio-Alfalfa anbauen oder die Alfalfa exportieren &#8211; denn wir exportieren eine Menge Alfalfa nach Übersee und auch in Märkte, die eine Gentechnik-Kontamination nicht tolerieren, Japan inbegriffen.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica: </span>Vor ein paar Monaten habe ich gelesen, dass zur Zeit Landwirte die Biotechnik-Unternehmen wegen dieser gentechnischen Kontamination verklagen, weil sie die Preise ihrer Produkte beeinflusst, wenn sie durch gentechnische Bestandteile verunreinigt sind, egal ob andere Länder ihre Produkte akzeptieren oder nicht. So sieht es also danach aus, als ob etwas in Bewegung käme.</p>
<p><span style="color: #888888;">George:</span> Ja, das war eine sehr wichtige Klage, die Anfang dieses Jahres [2011] von der [Public Patent Association]5 eingereicht wurde, eine gemeinnützige Organisation die wegen Patenten von öffentlichem Interesse Prozesse führt. [Anmerkung der Redaktion: Die Gruppe heißt <a href="http://www.pubpat.org/">Public Patent Foundation]</a> Einige unserer Mitglieder und Unterstützer sind in diesem Verfahren Kläger. Verfahrenstechnisch sind wir das nicht [sic!]. Wir sind keine Patentanwälte; wir sind Verwaltungs- und Umweltrechtler. Doch es handelt sich um ein wichtiges Verfahren und ich denke, es ist ein berechtigtes Verfahren, weil es dabei um alles oder nichts geht, da Monsanto diese Feldfrüchte patentiert und es zu Kontaminationen kommt und die Natur Wege findet. Ob durch Bienen oder Wind, es kommt zur Vermischung von Pollen und plötzlich ist deren patentierte Pflanze im Feld irgendeines Landwirtes, der das nicht drin haben will.</p>
<p>Nach dem Patentrecht kann der Landwirt, der unwissentlich und unfreiwillig kontaminiert wurde, von Monsanto wegen Patentverletzung belangt werden, da er ihre patentierte Sorte anbaut und ihnen nicht die vertraglich festgelegte Lizenzgebühr für die Samen gezahlt hat. Was diese patentierten Pflanzen anstellen gehört zum Wechsel zu einem industriellen Paradigma, anders als bei einem nachhaltigeren Lebensmittelsystem-Paradigma &#8211; es findet eine Privatisierung eines 10.000 Jahre alten Rechtes statt. Seit 10.000 Jahren haben Bauern ihr Saatgut [durch Einbehalt eines Teils der Ernte] selbst erzeugt. Meine Frau und ich ziehen grüne Bohnen und Kopfsalat oder was es auch immer ist und wir sorgen dafür, dass wir für das nächste Jahr Saatgut haben und wir sähen dies erneut aus. Nun, mit diesen Patentierten Pflanzen kann man das nicht tun. Monsanto wird sie verklagen. Sie müssen jedes Jahr zurück kommen und die jährliche Gebühr bezahlen um von denen neues Saatgut zu erhalten. Nun, genau darum geht es in der Klage, es geht darum, diese Praxis zu stoppen und das Recht der Bauern zu bewahren, ihr eigenes Saatgut zu sichern und nicht von Monsanto wegen Patentverletzung belangt werden zu können.</p>
<p><span style="color: #888888;">Jessica:</span> Unter den Konsumenten wächst die Aufmerksamkeit gegenüber genetisch modifizierten Lebensmitteln und wie diese die Umwelt und uns selber beeinflussen. Was können die Menschen in Anbetracht dessen tun, dass die USA ihre Firmen nicht verpflichtet, gentechnische Lebensmittel zu kennzeichnen, um sich diesen möglichst wenig auszusetzen?</p>
<p><span style="color: #888888;">George: </span>Das eine, das wir schon unmittelbar erwähnt haben ist, Sie können Produkte aus ökologischem Anbau kaufen oder ihren Landwirt auf dem Markt oder in der Kooperative kennen lernen. Bauen Sie zur Herkunft ihre Nahrung eine persönliche Beziehung auf. Legen Sie sich einen Garten zu. Das ist das Beste, was Sie bezüglich der Herkunft ihrer Nahrung tun können. Das ist eine Möglichkeit, sich wirklich sicher zu sein. Doch was den Einkauf im Laden angeht, bedeutet Bio kein GMO [genetically modified organism]. Nach den nationalen Regelungen für ökologische Standards muss es GMO-frei sind. Also ist das etwas, worauf Sie sich verlassen können.</p>
<p>Aber etwas allgemeiner denke ich, jeder dem an diesem Thema etwas liegt, sollte unbedingt das öffentliche Bewusstsein fördern und auf seine Politiker Druck ausüben, damit wir eine Kennzeichnungspflicht bekommen. Das gehört auch zu dem, wofür sich das Center for Food Safety eingesetzt hat, seit Anfang an ist es eines unserer Ziele, dass die Öffentlichkeit dieses fundamentale Recht hat zu entscheiden, womit man sich selbst und seine Familie ernährt. Und wir sollten eine Kennzeichnung haben und dass wir sie nicht haben, ist ein Fehler. Diese Entscheidung ist wieder eine politische. Es ist eine, welche die Obama-Regierung ändern könnte, wenn der politische Wille da wäre und wenn die Leute laut genug wären. Und wie ich sagte, werden diese Lebensmittel fast überall auf der Welt gekennzeichnet. Und aus diesen Gründen sollten sich die Menschen einmischen, aktiv werden, denn die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel ist eine lebenswichtige Notwendigkeit.</p>
<p>Autor und Copyright: <a href="http://earthjustice.org/">Earthjustice 2011</a></p>
<p><strong>Übersetzung:</strong> BrunO für CSN – Chemical Sensitivity Network, Juli 2011</p>
<p>Wir danken Earthjustice, das Transkript eines Podcasts übersetzen zu dürfen. Der Originaltext kann <a href="http://earthjustice.org/features/ourwork/down-to-earth-qa-with-cfs-attorney-george-kimbrell">hier</a> nachgelesen und auch angehört werden.</p>
<p>Earthjustice wurde 1971 vom <a href="http://www.sierraclub.org/">Sierra Club</a> als eigenständige Organisation gegründet und hieß anfänglich Sierra Club Legal Defense Fund. 1997 wurde der Name geändert, um zum Ausdruck zu bringen, dass dieses &#8216;Anwaltsbüro für Umweltbelange&#8217; auch andere Organisationen zur Verfügung steht. Es hat sich z.B. für die Rechte der Bewohner von <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/03/mossville-rucksichtslosigkeit-oder-menschenversuch/">Mossville</a> eingesetzt und arbeitet dort mit MEAN (Mossville Environmental Action Now) zusammen.</p>
<p>Der Sierra Club ist die größte Umweltorganisation der USA und seit 1892 aktiv. Sie wurde von John Muir (1838-1914) gegründet, der als amerikanische Ikone für Naturverbundenheit und Umweltbewahrung gilt.</p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://twitter.com/Earthjustice">Earthjustice</a> auf Twitter</li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://twitter.com/sierra_club">Sierra Club</a> auf Twitter</li>
</ul>
<p><strong>Weitere interessante CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/03/06/bericht-verbreitet-panikmache-um-genfood-einzufuhren/">Bericht verbreitet Panikmache um Genfood einzuführen</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/10/persistente-altlasten-in-lebensmitteln/">Persistente Altlasten in Lebensmitteln</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/22/pestizide-pyrethroide-bereiten-neue-sorgen/">Pestizide: Pyrethroide bereiten neue Sorgen</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/03/mossville-rucksichtslosigkeit-oder-menschenversuch/">Mossville, Rücksichtslosigkeit oder Menschenversuch?</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dienstanweisung soll Gesundheit der Mitarbeiter verbessern</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/06/20/dienstanweisung-soll-gesundheit-der-mitarbeiter-verbessern/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 16:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Duftstoffallergie]]></category>
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		<category><![CDATA[Dienstanweisung]]></category>
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		<description><![CDATA[Arbeitgeber verlangt: Kein Parfüm, keine Kekse, keine Limonade, keine Pommes… Die Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde in New York müssen sich grundlegend umstellen. Die neue Dienstanweisung mit dem Titel „Life in the Cubicle Village“ verlangt drastische Änderungen in vielen Bereichen des Arbeitsplatzes. Die Mitarbeiter werden angehalten, keine duftenden Körperpflegemittel oder Parfüm zu benutzen und ihre Essgewohnheiten auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/Fast-Food.jpg"><img class="size-full wp-image-13184 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Gesundheitsbehörde verfügt Fast-Food Verbot auf dem Arbeitsplatz" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/Fast-Food.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Arbeitgeber verlangt: Kein Parfüm, keine Kekse, keine Limonade, keine Pommes…</strong></p>
<p>Die Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde in New York müssen sich grundlegend umstellen. Die neue Dienstanweisung mit dem Titel „Life in the Cubicle Village“ verlangt drastische Änderungen in vielen Bereichen des Arbeitsplatzes. Die Mitarbeiter werden angehalten, keine duftenden Körperpflegemittel oder Parfüm zu benutzen und ihre Essgewohnheiten auf dem Arbeitsplatz umzustellen. Die New Yorker Gesundheitsbehörde will mit gutem Bespiel vorangehen, um den Bewohnern der Millionenstadt tatsächlich ein Vorbild zu sein. Das Essen von Keksen ist mit Inkrafttreten der neuen Dienstanweisung genauso Vergangenheit, wie der Verzehr von frittierten Nahrungsmitteln. Nicht allen Angestellten gefällt das, sinnvoll ist es dennoch, wenn man die Vorbildfunktion der Behörde ernstnimmt.</p>
<p><strong>Behörde stellt Gesundheit vor persönliche Interessen</strong></p>
<p>Das New Yorker Department of Health hat in der Vergangenheit manches Gesetz zur Verbesserung der Gesundheit der Bewohner der Weltstadt durchgesetzt, das Aufsehen erregte. Generelle Rauchverbote an den Stränden des Stadtbezirks waren genauso erstmalig, wie das Verbot von gehärteten Fritierfetten in den Fast Food Restaurants der Stadt.</p>
<p>Mit der neuen Leitlinie verdeutlicht die Gesundheitsbehörde, dass man Verbote, die der Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung dienen, auch für sich selbst ernstnimmt und umsetzt. Nicht alle Mitarbeiter sind glücklich über die Änderungen in der Dienstanweisung, manche empfinden sie als unerträgliche Schikane, auch weil bei Nichteinhaltung eine Geldstrafe droht. Andere hingegen sind froh darüber und haben erkannt, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Angestellten sich verbessern werden durch die Neuerungen.</p>
<p><strong>Arbeitgeber verlangt: Duftstoffe und Parfüm weglassen</strong></p>
<p>„Gerüche verbreiten sich genauso leicht wie Geräusche innerhalb der Wände von „Cubicle“, lässt die New Yorker Gesundheitsbehörde ihre Angestellten wissen und erläutert die Notwendigkeit, auf Duftstoffe, Parfüm etc. zu verzichten, da einige Personen sehr empfindlich auf die Gerüche von Parfüm, Cologne und anderen parfümierten Produkten reagieren. Man bittet deshalb bei guter Körperhygiene, auf Produkte mit wahrnehmbarem Geruch zu verzichten.</p>
<p><strong>Keine Desinfektions- und Reinigungsmittel oder Raumdüfte mitbringen</strong></p>
<p>Weil manche handelsüblichen Reinigungs- und Desinfektionsmittel gesundheits- schädliche Chemikalien enthalten, verlangt die Gesundheitsbehörde, dass Angestellte solche Produkte zu Hause lassen und nicht mit auf den Arbeitsplatz bringen. Wenn ein Mitarbeiter ein Reinigungsmittel benötigt, kann er sich an den Reinigungsservice wenden, der Produkte bereithält, die den Sicherheitsstandards Genüge tragen. „Lufterfrischer“ oder Raumsprays sind wegen ihrer Inhaltsstoffe, die der Gesundheit schaden können, auf dem Arbeitsplatz in Cubicle Village ebenfalls verboten.</p>
<p><strong>Gesunde Ernährung statt süß und fettig</strong></p>
<p>Pommes bei Meetings, Veranstaltungen der Behörde oder bei der Geburtstagsfeier eines Mitarbeiters? Ein „No Go“ beim New Yorker Department of Health. Frittiertes ist nicht erlaubt, und wenn es Kuchen gibt, sind keine Kekse gestattet. Stattdessen sollen Vollkorn Kräcker gereicht werden. Das bevorzugte Getränk soll gefiltertes Wasser sein, weil es gesünder ist und um Müll zu vermeiden. Wenn ein Angestellter seinen Kollegen trotzdem etwas anderes anbieten möchte, darf das Getränk 25 Kalorien pro großes Glas nicht überschreiten. Gefiltertes Wasser muss dennoch auf dem Tisch stehen. Durch diese Vorschrift soll Gesundheit und Umwelt geschont werden.</p>
<p><strong>Behörde will sich an das halten, was sie selbst „predigt“</strong></p>
<p>Die vollfarbige Broschüre mit neuen Dienstanweisungen der New Yorker Gesundheitsbehörde mag überspannt auf manchen wirken. Andererseits verlangt die Behörde eigentlich nicht mehr als das, was sie der Bevölkerung „predigt“, um die Gesundheit der Menschen in New York zu verbessern. Man möchte erreichen, dass Übergewicht, Herzkrankheiten durch fettes und zu salziges Essen, Allergien, Asthma und andere Erkrankungen, die in der Bevölkerung häufig anzutreffen sind und durch ungesunde Lebensweise verursacht oder verstärkt werden, mittelfristig gesehen, weitgehend der Vergangenheit angehören.</p>
<p>New Yorkern zu „predigen“, auf zu salziges, fettiges Fast Food, Alkohol, Zigaretten und übersüße Donuts zu verzichten, aber selbst zu konsumieren? Oder Limonaden an Schulen zu verbieten, aber auf Mitarbeiterfesten und in den Kantinen welche anzubieten? Stimmt schon, eine Vorbildfunktion hätte das in der Tat nicht.</p>
<p>Nach zwei, drei Jahren wird das Department of Health belegen können, dass die neuen Dienstanweisungen tatsächlich keine willkürliche Schikane sind, sondern Maßnahmen sind, die der Gesundheit dienen. Es ist durchaus zu erwarten, dass eine Auswertung der Fehlzeiten der rund 3000 Mitarbeiter, eine Analyse des Ausscheidens aus dem Beruf wegen Krankheit und Todesfälle verursacht durch degenerative Erkrankungen, eine positive Bilanz aufweisen werden.  Mit solchen Zahlen könnte die Gesundheitsbehörde den New Yorkern schwarz auf weiß beweisen, dass gesunde Lebensführung, gute Ernährung und Verzicht auf chemiegeladene Produkte sich positiv auswirken.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 20. Juni 2011</p>
<p><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/28/stadtrat-verbietet-parfum-und-duftstoffe-am-arbeitsplatz/">Stadtrat verbietet Parfüm und Duftstoffe am Arbeitsplatz</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/13/deo-pflicht-fuer-angestellte-hygienemasnahme-oder-vorsatzliche-koerperverletzung/">Folgen einer Deo-Pflicht für Angestellte</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/18/vergleich-bei-gericht-100-000-entschadigung-wegen-parfumallergie-und-duftstoffverbot-bei-behorden/">Vergleich bei Gericht: 100 000$ Entschädigung und Duftstoffverbot bei Behörden</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/04/22/zentralbuero-fuer-volkszaehlung-untersagt-duftstoffe-am-arbeitsplatz/">Zentralbüro für Volkszählung untersagt Duftstoffe am Arbeitsplatz</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Rettet den deutschen Salat!</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/28/rettet-den-deutschen-salat/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 18:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesund essen]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschmorter Salat]]></category>
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		<description><![CDATA[Rettet den deutschen Salat vor dem Unterpflügen! Das tut doch weh, den Salat unterzupflügen. Warum schickt denn das RKI nicht mal ein paar Fernsehköche ins Rennen? Salat muss nicht als Rohkost auf den Tisch kommen. Salat garantiert keimfrei nach einem Rezept, das meiner Großmutter diente, der Salatschwemme aus dem eigenen Garten Herr zu werden: Geschmorter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Salat.jpg"><img class="size-full wp-image-13016 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Rettet den Salat" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Salat.jpg" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p><strong>Rettet den deutschen Salat vor dem Unterpflügen!</strong></p>
<p>Das tut doch weh, den Salat unterzupflügen.</p>
<p><strong>Warum schickt denn <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/26/salatgurken-aus-spanien-ursache-fur-ehec/">das RKI</a> nicht mal ein paar Fernsehköche ins Rennen?</strong></p>
<p>Salat muss nicht als Rohkost auf den Tisch kommen.</p>
<p>Salat garantiert keimfrei nach einem Rezept, das meiner Großmutter diente, der Salatschwemme aus dem eigenen Garten Herr zu werden:</p>
<p><strong>Geschmorter Salat</strong></p>
<ul>
<li>6 feste, 15cm große Salatköpfe</li>
<li>7 l Wasser</li>
<li>Salz</li>
<li>schwarzer Pfeffer</li>
<li>10 Speckscheiben, 1/2 cm dick geschnitten</li>
<li>2 EL Butter</li>
<li>1/2 Tasse in dünne Scheiben geschnittene Zwiebeln</li>
<li>1/2 Tasse in dünne Scheiben geschnittene Karotten</li>
<li>1 Tasse Gemüsebrühe, Fleischbrühe oder Hühnerbrühe</li>
<li>1 Lorbeerblatt</li>
<li>2 EL weiche Butter</li>
<li>2 EL feingeschnittene frische Petersilie</li>
</ul>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Zubereitung:</strong></span></p>
<p>Die äußeren Salatblätter entfernen, die Blätter vorsichtig auseinander breiten und gründlich in kaltem Wasser spülen.</p>
<p>6-7 Liter Wasser mit 3 EL Salz aufkochen, die Salatköpfe hineingeben und 5 Minuten blanchieren.</p>
<p>Die blanchierten Köpfe herausheben und 2 Minuten in kaltem Wasser abkühlen.</p>
<p>Danach jeden Kopf leicht ausdrücken und der Länge nach aufschneiden.</p>
<p>Die Salatkopfhälften mit Salz und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 160°C heizen.</p>
<p>In einer Kasserolle Butter schmelzen, Zwiebeln und Karotten darin andünsten, Brühe und Lorbeer, Petersilie zugeben und 5 Minuten weiter dünsten.. Die Salathälften auf das Gemüse legen und mit Speck abdecken. Die Kasserolle auf dem Herd erhitzen und 80-90 Minuten im unteren Drittel des Herdes bei 160°C schmoren lassen.</p>
<p>Die Schmorflüssigkeit kann nach Belieben vor dem Servieren noch reduziert werden und/oder mit Butter angereichert werden.</p>
<p>Schmeckt ausgezeichnet zu Baguette.</p>
<p>Und jetzt der Phantasie freien Lauf lassen. Was  könnte man noch alles machen mit blanchiertem Salat?</p>
<p><strong>Brainstorming</strong></p>
<ul>
<li>mit Knoblauch und Tomatenwürfel schmoren</li>
<li>mit Weißwein und Kräutern schmoren</li>
<li>mit Sahne oder Crème fraîche  schmoren</li>
<li>mit Käse überbacken</li>
</ul>
<p><strong>Und übrigens:</strong></p>
<p>Auch die Gurke ist ein wunderbares Schmorgemüse. Fast noch leckerer als frisch.</p>
<p><strong>Noch ein leckeres Rezept, das auch für Veganer geeignet ist:</strong></p>
<p><strong>Mousse aus Salat</strong></p>
<p>Blanchierte Salatköpfe sanft ausdrücken, im Mixer kurz pürieren.</p>
<p>3 Schalotten in Olivenöl andünsten.</p>
<p>Mit 400 Gramm Seidentofu, Salz und Gewürzen nach Verträglichkeit schmoren.</p>
<p>Mit Zitronensaft abschmecken.</p>
<p>Das Salatpüree unterheben und unter Rühren einkochen.</p>
<p>Brotscheiben würfeln, kurz in Öl anbraten.</p>
<p>Mousse mit den Croutons bestreuen.</p>
<p>-</p>
<p><strong>Autor: </strong>Juliane für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network, 28.05.2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weiterer CSN Artikel:</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/26/salatgurken-aus-spanien-ursache-fur-ehec/">Salatgurken naus Spanien Ursache für EHEC</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Salatgurken aus Spanien Ursache für EHEC</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/26/salatgurken-aus-spanien-ursache-fur-ehec/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/05/26/salatgurken-aus-spanien-ursache-fur-ehec/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 May 2011 13:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Experten geben Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Gesund essen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelskandale]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung, Nahrungsmittelallergien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alarmstufe 1]]></category>
		<category><![CDATA[Durchfallerkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[EHEC]]></category>
		<category><![CDATA[EHEC Epidemie]]></category>
		<category><![CDATA[EHEC Erreger]]></category>
		<category><![CDATA[EHEC Keime]]></category>
		<category><![CDATA[Gurken]]></category>
		<category><![CDATA[Gurken aus Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[HUSEC 41]]></category>
		<category><![CDATA[RKI]]></category>
		<category><![CDATA[Salat]]></category>
		<category><![CDATA[Salatgurken]]></category>
		<category><![CDATA[Tomaten]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Münster]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaftler haben Typ des EHEC Erregers gefunden, EU- Kommission ruft Alarmstufe 1 aus Endlich hatten unermüdlich arbeitende Wissenschaftler Erfolg, sie haben eine Ursachenquelle für die derzeit in Deutschland grassierende, durch einen EHEC-Erreger verursachte Krankheitswelle gefunden. Der EHEC-Keim, der eine blutige Durchfall- erkrankung verursacht und aus Rinderkot stammt, wurde durch das Hamburger Institut für Hygiene und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/gurken_spanien.jpg"><img class="size-full wp-image-13004 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Salatgurken aus Spanien lösen tödliche Darmkrankheit aus" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/gurken_spanien.jpg" alt="" width="380" height="303" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wissenschaftler haben Typ des EHEC Erregers gefunden, EU- Kommission ruft Alarmstufe 1 aus</strong></p>
<p>Endlich hatten unermüdlich arbeitende Wissenschaftler Erfolg, sie haben eine Ursachenquelle für die derzeit in Deutschland grassierende, durch einen EHEC-Erreger verursachte Krankheitswelle gefunden. Der EHEC-Keim, der eine blutige Durchfall- erkrankung verursacht und aus Rinderkot stammt, wurde durch das <a href="http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/2916018/2011-05-26-bgv-salatgurken-ehec.html">Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt an drei Salatgurken</a> aus Spanien festgestellt. Als Konsequenz werden spanische Salatgurken aus dem Verkauf genommen und Verbraucher sollen vollständig auf den Verzehr verzichten. Forscher der Uni-Klinik Münster teilten mit, dass sie den genauen Erregertyp gefunden haben, es handelt sich um &#8220;einen Vertreter des <a href="http://www.klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&amp;tx_ttnews[tt_news]=1586&amp;cHash=bf71218c08a37189308a7f3cbbaf35ca">Typs &#8220;HUSEC 41&#8243; des Sequenztyps ST678&#8243;</a>. Die EU Kommission ist dabei, europaweit Alarmstufe 1 wegen der EHEC–Epidemie in Deutschland auszurufen.</p>
<p><strong>EHEC bedingte Duurchfallerkrankung forderte bislang 4 Todesopfer</strong></p>
<p><a href="http://www.rki.de/">Laut RKI </a>Chef Reinhard Burger erlebt Deutschland gerade den stärksten je registrierten EHEC (enterohämorrhagischen Escherichia coli) Ausbruch. Die blutige Durchfallerkrankung hat bislang mindestens vier Todesopfer gefordert. Der Körper setzt ein Toxin frei, durch das rote Blutkörperchen abgebaut werden. Zahlreiche EHEC Patienten haben Nierenschäden davongetragen. Bislang berichten 15 von 16 Bundesländern von EHEC Opfern, einzige Ausnahme bildet bislang Rheinland-Pfalz.</p>
<p><strong>Wissenschaftler suchen pausenlos</strong></p>
<p>Experten suchten seit Tagen auf Hochtouren nach dem Ursprung und dem genauen Typ des EHEC Erregers. Die heißeste Spur führte zuerst nach Norddeutschland. Tomaten, Gurken, Blattsalat standen unter dringendem Tatverdacht. Das RKI warnte vor dem Verzehr dieser  Gemüsesorten, wenn sie aus Norddeutschland stammen. Dort bangten die Gemüsehändler sofort um ihre Existenz wegen des sich abzeichnenden Umsatzeinbruchs. Jetzt hat das Hamburger Hygieneinstitut das Bakterium an vier Salatgurken festgestellt. Drei davon stammen nicht aus Norddeutschland, sondern zweifelsfrei aus Spanien. Bei einer der EHEC &#8211; kontaminierten Gurke ist die Herkunft noch ungewiss.</p>
<p>Fast zur gleichen Zeit wie die Hamburger Forscher, konnten auch Wissenschaftler aus Münster Erfolg vermelden. Sie stellten am späten Abend des 25. Mai fest, dass es sich bei dem EHEC Erreger um einen Vertreter des Typs &#8220;HUSEC 41&#8243; des Sequenztyps ST678&#8243; handelt. Bisher hatte dieser EHEC-Erreger weltweit noch keine dokumentierten Erkrankungsausbrüche verursacht. Das Problematische an diesem speziellen, äußerst resistenten EHEC-Erregertyp ist, dass er nicht auf Penicillin anspricht.</p>
<p><strong>RKI warnt weiterhin  vor Tomaten, Gurken und Blattsalaten aus Norddeutschland</strong></p>
<p>Das RKI hatte basierend auf erste Ergebnisse zuerst <a href="http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Ehec-Seuche-Behoerde-warnt-vor-Tomaten-Gurken-und-Salat-id4690404.html">drei mögliche Urheber</a> eingrenzen können und warnte  vorsorglich davor, Tomaten, Gurken und Blattsalate zu essen. Sie könnten mit EHEC &#8211; Keimen belastet sein, was laut Institut insbesondere dann gefährlich wird, wenn das Gemüse roh verzehrt wird.</p>
<p>Auf die heiße Spur, was die Darmerkrankung auslöst, kamen Wissenschaftler durch regelrechte Detektivarbeit. Mittels Fragebogen ermittelten sie, was die Erkrankten zuvor gegessen hatten und wurden dann immer gewisser, dass Tomaten, Gurken und Blattsalate die mögliche Ursachenquelle darstellen könnten. Trotz dass man jetzt bei spanischen Salatgurken fündig wurde, suchen Wissenschaftler aus ganz Deutschland unermüdlich weiter nach Quellen der EHEC- Keime, die immer mehr Opfer fordern.</p>
<p>Das Bundesministerium für Verbrauchersicherheit, das RKI und das BfR halten die Warnung, keine Gurken, Tomaten oder Blattsalate aus Norddeutschland zu essen, trotz heftiger Kritik weiterhin für gerechtfertigt, weil dies die vorerst beste Möglichkeit darstellt, das Risiko für weitere Erkrankungsfälle einzudämmen. Trotz, dass nun herausgefunden wurde, dass der Erreger von Salatgurken aus Spanien stammt, warnen sie weiterhin vor dem Verzehr, weil die meisten Erkrankungsfälle bisher in Norddeutschland auftraten.</p>
<p><strong>Labors kommen kaum nach mit Untersuchen</strong></p>
<p>Die Untersuchungen  in den Labors werden  auch noch länger andauern, denn selbst jetzt, wo kontaminierte Salatgurken aus Spanien gefunden wurden, muss weitergesucht werden. Erzeuger, Lieferketten, alles muss genauestens zurückverfolgt werden, um sicher zu sein, was genau die bislang größte EHEC -Erkrankungswelle in Deutschland ausgelöst hat und wo der Ursprungsort ist.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>EHEC – Epidemie: Ärzte bangen um Überleben von Patienten, Gemüsehändler um ihre Existenz</strong></p>
<p>Für Gemüseanbauer und Gemüsehändler aus Norddeutschland sind die derzeitige Situation und die Warnungen der Bundesbehörden dramatisch. Sie halten die Warnungen größtenteils für überzogen und bangen um ihre Existenzen. RKI Mitarbeiter können darauf keine Rücksicht nehmen, denn es geht um Menschenleben und ernsthafte Gesundheitsschäden, wie u.a. bleibende Nierenschäden, die Opfer der EHEC-Epidemie davontragen.</p>
<p>Die Warnung vor dem Gemüse wurde von den Bundesbehörden nicht unüberlegt ausgesprochen. Mehrere  Wissenschaftlerteams und die Behörden arbeiten eng zusammen um die Ursache lückenlos herauszufinden.</p>
<p>Die bislang aussagekräftigste Studie aus Hamburg, wurde zusätzlich unter Einbeziehung einer Kontrollgruppe aufgebaut.  Die Wissenschaftler sicherten ihre Daten ab und das RKI sprach seine Warnung erst aus, nachdem die Auskünfte über die Essgewohnheiten der Erkrankten mit den Daten der Kontrollgruppe abgeglichen und ausgewertet waren.</p>
<p><strong>Menschenleben haben Vorrang vor monetären Interessen von Erzeugern</strong></p>
<p>Die EU-Kommission ist dabei wegen der EHEC – Epidemie in Deutschland Alarmstufe 1 auszurufen. Diese Alarmstufe verlangt von allen EU Mitgliedsländern Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Zu diesen sollte im weiteren Verlauf auch das Einleiten eines Umdenkprozesses bei der Agrarindustrie auf diesen neuen Lebensmittelskandal folgen. Hygienisch saubere Erzeugnisse, ohne Schadstoff- und Pestizidrückstände müssen ein mittelfristig forciertes Ziel für die Branche werden, die in der Regel auf schnelles Verstummen der Medien hofft, um weiterzumachen wie bisher.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 26. Mai 2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema Lebensmittelskandale:</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/05/toxikologe-zu-dioxin-belastungen-in-eiern/">Toxikologe zu Dioxinbelastung in Eiern</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/09/13/handelsketten-informieren-kunden-unzureichend-uber-schadstoffe-in-ihren-produkten/">Handelsketten informieren Kunden unzureichend über Schadstoffe in Produkten</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/10/persistente-altlasten-in-lebensmitteln/">Persistente Altlasten in Lebensmitteln</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/06/mindestens-84-der-limonaden-und-cola-in-dosen-mit-bisphenol-a-belastet/">Mindestens 84% der Limonaden und Cola in Dosen mit Bisphenol A belastet</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ostereier – wer sicher sein will, kauft Bio-Eier</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/04/17/ostereier-%e2%80%93-wer-sicher-sein-will-kauft-bio-eier/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 14:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesund essen]]></category>
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		<category><![CDATA[Eier]]></category>
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		<description><![CDATA[Konventionelle Eier meist von Hühnern, die mit Gentechnik-Futter gefüttert wurden Der Skandal um mit Dioxin verseuchte Eier war so schnell vom Tisch, wie er auftauchte. Können Verbraucher sich in Sicherheit wiegen und unbesorgt Eier für das Osterfest im Supermarkt kaufen? Ob jedes Ei, das jetzt ist Handel ist, dioxinfrei ist, sei dahingestellt. Greenpeace hat eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Ostereier.jpg"><img class="size-full wp-image-12742 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Ostereier am Besten nur Bio kaufen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Ostereier.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p><strong>Konventionelle Eier meist von Hühnern, die mit Gentechnik-Futter gefüttert wurden</strong></p>
<p>Der Skandal um mit Dioxin verseuchte Eier war so schnell vom Tisch, wie er auftauchte. Können Verbraucher sich in Sicherheit wiegen und unbesorgt Eier für das Osterfest im Supermarkt kaufen? Ob jedes Ei, das jetzt ist Handel ist, <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/11/umweltmediziner-zur-gesundheitlichen-beeintrachtigung-durch-dioxine/">dioxinfrei</a> ist, sei dahingestellt. Greenpeace hat eine weitere bedenkliche Problematik kurz vor Ostern bekanntgegeben. Die Eier, die in den normalen Supermärkten und Discountern in den Regalen liegen und darauf warten, zum Osterfest gefärbt zu werden, stammen zumeist von Hühnern, die mit Gentechnikfutter gefüttert wurden. Wirklich sicher sein, dass nur schadstofffreie Ostereier im Osternest liegen, die von Hühnern stammen, die nicht mit Genfutter gefüttert wurden, kann man nur bei Eiern von Bio-Hühnern.</p>
<p><strong>Großteil der Eier aus Gentechnik-Fütterung</strong></p>
<p>Die Umweltorganisation befragte 15 Supermarkt-Ketten in Deutschland, darunter Aldi, Lidl und Kaiser´s Tengelmann sowie die Biomärkte Alnatura und dennree. Das Ergebnis: Noch immer stammt ein Großteil der im Handel erhältlichen Eier aus der Fütterung mit gentechnisch veränderten Pflanzen. In der Legehennen-Fütterung wird etwa 20 Prozent Gen-Soja eingesetzt. Eine Kennzeichnungs-Pflicht für tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch, die mit Gen-Tierfutter erzeugt wurden, gibt es nicht.</p>
<p><strong>Verbraucher lehnen Gentechnik ab</strong></p>
<p>&#8220;Verbraucher benötigen Informationen, um sich für eine gentechnikfreie Lebensmittelproduktion entscheiden zu können. Diese Informationen bietet der neue Mini-Ratgeber&#8221;, sagt Sandra Blessin, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. &#8220;Die Mehrheit der Verbraucher lehnt den Einsatz von Gen-Pflanzen für Lebensmittel ab. Produktion und Vertrieb von Schalen-Eiern aus gentechnikfreier Fütterung sind allerdings noch stark ausbaufähig.&#8221;</p>
<p><strong>Umfrage zeigt:</strong></p>
<p>Bei Eiern aus biologischer Produktion kann der Verbraucher sicher sein, dass keine Gentechnik im Futter verwendet wird. Die Supermärkte tegut und Kaufland sind zudem Vorreiter für eine gentechnikfreie Fütterung bei konventionellen Eiern. Bis Mai (Kaufland) oder Juni (tegut) sollen alle Eier entsprechend produziert sein.</p>
<p><strong>Supermarktketten schneiden schlecht ab</strong></p>
<p>Die Mehrzahl der Händler jedoch, darunter Rewe, Penny, Aldi, Kaiser´s Tengelmann, Edeka, Real und Norma, schneidet mit einem Anteil von 20-30 Prozent an gentechnikfreier Fütterung bescheiden ab. Lidl und Globus wollten keine Angaben zum Umfang ihres Angebots an gentechnikfrei erzeugten Eiern zu machen. Dieser Mangel an Transparenz ist unnötig, da beide Handelsketten gentechnikfreie Bio-Eier im Sortiment haben. Globus bietet darüber hinaus eine konventionelle Eiermarke mit dem Siegel &#8220;Tierschutz geprüft&#8221; an, die ebenfalls eine gentechnikfreie Fütterung vorschreibt.</p>
<p><strong>Angebot von genfrei produzierten Eiern ausweiten</strong></p>
<p>Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels plädierte auf Anfrage von Greenpeace grundsätzlich für eine gentechnikfreie Fütterung der Legehennen. Darüber hinaus begrüßt die Umweltorganisation, dass Rewe und Netto ihr Angebot an gentechnikfrei erzeugten Eiern bis Ende 2011 deutlich ausweiten wollen. Rewe um mehr als 70 Prozent und Netto bis zu 100 Prozent.</p>
<p><strong>Auf genmanipulierte Pflanzen verzichten</strong></p>
<p>&#8220;Das neu gewonnene Bewusstsein des Handels ist ein erster Schritt. Zum Schutz von Mensch und Umwelt sollte jedoch ganz auf den Einsatz von genmanipulierten Pflanzen verzichtet werden&#8221;, sagt Blessin. &#8220;Der Anbau dieser Pflanzen gefährdet die biologische Vielfalt und führt zu verstärktem Pestizideinsatz.&#8221;</p>
<p><strong>Generell schadstofffreie Eier ohne Gentechnik verlangen</strong></p>
<p>Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage. Wenn Konsumenten auf schadstofffreie Eier auf ihrem Frühstückstisch beharren, wird sich der Markt danach richten. Es ist nicht notwendig, dass zur Deckung des Eierbedarfs Hühner mit Gentechnik-Futter gefüttert werden. Wenn die Anbieter zunehmend unter Druck geraten, bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als einwandfreie Ware zu liefern. Dieser Druck sollte nicht nur von Umweltorganisationen und Verbraucherverbänden aufgebaut werden, sondern auch von ganz normalen Hausfrauen und Konsumenten. Nachfragen im Laden, ob die Eier gentechnikfrei sind, ob sie auf Schadstoffe getestet sind, etc. kann jeder, und die Zeit sollte man sich nehmen.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 17.04.2011</p>
<p><strong>Literatur:</strong> Greenpeace, Zu viele Eier aus Gentechnik-Fütterung im Handel, 17.04.2011</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Weitere CSN Artikel:</strong></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/11/umweltmediziner-zur-gesundheitlichen-beeintrachtigung-durch-dioxine/">Umweltmediziner zur gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Dioxine</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/06/kein-dioxin-in-bio-eiern/">Kein Dioxin in Bio-Eiern</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/05/toxikologe-zu-dioxin-belastungen-in-eiern/">Toxikologe zu Dioxin Belastung in Eiern</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/02/osteruberraschung-ein-mcs-pin/">Osterüberraschung: Ein MCS-Pin</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Nahrungsmittelallergien können Migräne auslösen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/23/nahrungsmittelallergien-konnen-migrane-auslosen/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 11:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergien]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Dr. Leo Galland Migräne-Kopfschmerzen kommen schon seit Tausenden von Jahren vor, sie wurden bereits in Texten der antiken Medizin beschrieben. Jetzt hat die Wissenschaft Nahrungs- mittelallergien als eine der Ursachen entdeckt und in medizinischen Fachzeitschriften wie „The Lancet“ veröffentlicht. Wenn Sie selbst oder jemand, den Sie mögen, an Migräne leidet, kennen Sie die Symptome: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/Migraine.jpg"><img class="size-full wp-image-12005 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Migraine kann durch Nahrungsmittel ausgelöst werden" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/Migraine.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p><span style="color: #888888;">Von Dr. Leo Galland</span></p>
<p>Migräne-Kopfschmerzen kommen schon seit Tausenden von Jahren vor, sie wurden bereits in Texten der antiken Medizin beschrieben. Jetzt hat die Wissenschaft Nahrungs- mittelallergien als eine der Ursachen entdeckt und in medizinischen Fachzeitschriften wie „The Lancet“ veröffentlicht.</p>
<p>Wenn Sie selbst oder jemand, den Sie mögen, an Migräne leidet, kennen Sie die Symptome: stechender Schmerz, so stark, dass er Übelkeit verursacht, manchmal mit Sehstörungen verbunden, mit gezackten, blinkenden Lichtblitzen, Benommenheit oder Kribbeln &#8211; stundenlang anhaltend.</p>
<p>Obwohl eine Gruppe von Medikamenten, die sogenannten Triptane, bei der Linderung der Migräne wirksam sein können, ist das Verhindern dieser Kopfschmerzen eine große Herausforderung.</p>
<p>Viele Faktoren können als Migräneauslöser fungieren, einschließlich Stress, Gerüche, Temperaturen und hormonelle Veränderungen. Der einzige Migräneauslöser, über den man jedoch die größte Kontrolle hat, ist die Nahrung.</p>
<p><strong>Migräne-Kopfschmerzen und Ernährung</strong></p>
<p>In den vergangenen 150 Jahren haben zahlreiche Wissenschaftler über einen Zusam- menhang berichtet zwischen Migräne und der Nahrung, die wir essen. Einige Wissenschaftler haben diesen Zusammenhang Allergien zugeschrieben, andere einer chemischen Wirkung der Nahrung auf das Gehirn.</p>
<p>Es wurden Migräne-Diäten entwickelt, aber sie sind für die meisten Menschen nur von begrenztem Wert. Sie basieren meist auf der Idee, dass bestimmte Nahrungsmittel wie Nüsse, Käse und Schokolade, Chemikalien enthalten, die Veränderungen im Blutfluss verursachen, die dann den Beginn von Kopfschmerzen auslösen.</p>
<p>Das Problem mit der Theorie einer chemischen Induktion von Migräne ist, dass niemals nachgewiesen wurde, dass sie tatsächlich eintritt.</p>
<p>Die einzigen Kopfschmerzen, von denen bewiesen wurde, dass sie chemisch ausgelöst werden, sind Rotwein-Kopfschmerzen, die sich jedoch sehr deutlich von einer herkömm- lichen Migräne unterscheiden.</p>
<p>Als in doppelblind angelegten Placebo-Kontrollstudien die Wirkung von Tyramin unter- sucht wurde, das in gereiftem Käse gefunden wird und von dem man annahm, dass es Migräne auslöst, stellte man fest, dass die Substanz nicht in der Lage ist, Migräne zu verursachen. (1,2)</p>
<p><strong>Nahrungsmittelallergien lösen Migräne aus</strong></p>
<p>Im Gegensatz dazu wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen, dass das Immun- system bei Migräne beteiligt ist. Italienische Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen mit Nahrungsmittel-induzierter Migräne Komplexe in ihrem Blut entwickeln, bei denen Nahrungsmittelproteine mit Antikörpern verklumpen, die gegen diese Proteine gerichtet sind; diese werden als zirkulierende Immunkomplexe bezeichnet [3].</p>
<p>Ihr Auftreten steht in Zusammenhang mit einer komplizierten Reihe von Immunreak- tionen, die darauf hinweisen, dass irgendeine Art allergische Reaktion abläuft. [4,5]</p>
<p>Die Signifikanz der Erkenntnis, dass Nahrungsmittelallergien Migräne auslösen, besteht in der Schlussfolgerung, dass eine &#8220;Migräne-Diät&#8221; für jeden anders sein muss; je nach- dem, auf welche Lebensmittel man allergisch ist.</p>
<p>Zahlreiche Wissenschaftler haben aufgezeigt, dass ein Allergie-Blocker „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cromoglicins%C3%A4ure">Natrium &#8211; Cromoglykat</a>“ genannt, vor der Nahrungsaufnahme oral eingenommen, in der Lage ist, die Induktion von Migräne, die durch Nahrungsmittel ausgelöst wird, zu blockieren. (6-10) Dieser Allergie-Blocker scheint dergestalt zu wirken, dass er die Bildung von in Nahrungsmitteln enthaltenen, zirkulierenden Immunkomplexen verhindert. Diese Art allergische Reaktion kann nicht durch herkömmliche Allergie-Tests festgestellt werden, die darauf beruhen, das Vorhandensein einer Art von Antikörper zu entdecken, die IgE genannt werden. (11) IgE-Antikörper festzustellen ist bei Beschwerden wie Heu- schnupfen wichtig, spielt aber offenbar bei Migräne keine Rolle.</p>
<p><strong>Nahrungsmittelallergie, IgG Antikörper und Migräne</strong></p>
<p>Eine kürzlich durchgeführte Doppel-Blind-, Placebo-kontrollierte Studie zeigte, dass Veränderungen in der Ernährung, die auf das Vorhandensein einer anderen Art von Antikörpern gegen Nahrungsmittelproteine ausgerichtet ist &#8211; den IgG Antikörpern &#8211; eine wirksame Strategie zur Verringerung der Häufigkeit von Migräneattacken sind. (12) IgG-Antikörper sind die wichtigsten Arten von Antikörpern, die in zirkulierenden Immunkomplexen gefunden werden. In dieser Studie wurde das Blut von Patienten mit häufigen Migräne-Kopfschmerzen (mindestens 4 x pro Monat) auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Immunglobulin_G">IgG-Antikörper</a> gegen- über 266 Lebensmitteln hin untersucht. Bei jeder teilnehmenden Person wurden Nahrungsmittel identifiziert, gegenüber die sie hohe IgG-Antikörper aufwies. Den Studienteilnehmern wurde dann eine Diät in einer Weise verabreicht, bei der sie Speisen erhielten, die jeweils mit oder ohne die auslösenden Nahrungsmittel zubereitet worden waren, und zwar so, dass weder sie noch die Wissenschaftler wussten, welche Lebensmittel es waren. Wenn die Personen eine Diät zu sich nahmen, aus der die Nahrungsmittel mit hohem IgG eliminiert waren, verringerte sich die Häufigkeit der Migräneanfälle signifikant. Die Migräne wurde jedoch nicht vollständig beseitigt, warum auch immer, der Schweregrad der Migräneanfälle wurde nicht reduziert. Die Kopfschmerzen, die noch auftraten, war die übliche Migräne, wie sie die Patienten für gewöhnlich erleben.</p>
<p><strong>IgG Nahrungsmittel-Allergietests</strong></p>
<p>Tests zur Feststellung von IgG Nahrungsmittelallergien werden durch viele verschiedene Labors in den USA (Anm.: und auch in Deutschland) angeboten. Es ist kein perfekter Test, aber er kann Menschen mit Migräne und ihren Ärzten dabei helfen, eine individuelle Diät zusammenzustellen, um die Häufigkeit der Migräne zu reduzieren.</p>
<p><strong>Identifizierung von Nahrungsmitteln, die Migräne auslösen</strong></p>
<p>Wenn IgG Tests auf Nahrungsmittel nicht zur Verfügung stehen oder nicht dabei helfen, eine wirksame Migräne-Diät zusammenzustellen, kann man die Nahrungsmittel, die eine Migräne auslösen, mit Hilfe einer Technik herausfinden, die „Elimination und Provokation“ genannt wird.</p>
<p>Details über diese Methode und Studien, die ihre Wirksamkeit belegen, vor allem bei Migräne, deren Beginn in der Kindheit liegt, finden sich in einem Artikel, den ich zusammen mit Dr. LM McEwen schrieb: „<a href="http://mdheal.org/childhoo.htm">Eine Rolle von Nahrungsmittelunverträglich- keiten bei Migräne im Kindesalter</a>“.</p>
<p><strong>Nahrungsergänzungsmittel und Migräne</strong></p>
<p>Zusätzlich zu einer Diät gibt es mehrere Nahrungsergänzungsmittel, die in kontrollierten Studien zeigten, dass sie die Häufigkeit des Auftretens von Migräne reduzieren.</p>
<p><strong>Nahrungsergänzungsmittel, die bei Migräne helfen können</strong></p>
<p>(Die nachfolgenden Dosierungen sind ungefähre Angaben auf der Grundlage der Forschung, natürlich ist die Menge, die eine einzelne Person nehmen sollte, individuell verschieden.)</p>
<ul>
<li>Magnesium, in der Regel etwa 300 Milligramm pro Tag</li>
<li>Coenzym Q10, in der Regel etwa 300 Milligramm pro Tag</li>
<li>Alpha-Liponsäure, in der Regel etwa 600 Milligramm pro Tag</li>
<li>Riboflavin (Vitamin B2), in der Regel etwa 400 Milligramm pro Tag</li>
<li>Mutterkraut (Tanacetum parthenium), Dosis Vorbereitung variiert von Produkt zu Produkt</li>
</ul>
<p>Weitere Informationen über wissenschaftliche Forschungen, die zu diesen Nahrungser- gänzungsmitteln durchgeführt wurden, einschließlich der dazugehörigen Referenzen, können kostenlos über die Gesundheits- App, die ich „<a href="http://pilladvised.com/">Pill Advisted</a>“ genannt habe, eingesehen werden, indem man sich einloggt und sich nach den positiven Wechselwirkungen zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und spezifischen Medikamen- ten für Migräne umschaut. Um die Referenzen zu finden, gibt man nach der Anmeldung den Namen eines jeweiligen Migräne-Medikaments ein oder „<a href="http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Sumatriptan/nebenwirkungen-medikament-10.html">Sumatriptan</a>“, die Substanz, die das erste spezifische Migräne-Medikament darstellte.  Man kann die Anwendung auch dazu benutzen, mehr über Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und freiverkäufliche Arzneimittel zu erfahren, über die man vielleicht etwas wissen möchte.</p>
<p><span style="color: #888888;">Für weitere Informationen über diese Gesundheits-App schaut man sich am Besten den „<a href="http://www.youtube.com/user/PillAdvised">Pill Advised Channel</a>“ auf Youtube an.</span></p>
<p><strong>Autor: </strong>Dr. Leo Galland, Januar 2011</p>
<p><strong>Übersetzung: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network</p>
<p>Vielen Dank an Dr. Garland, diesen Artikel übersetzen zu dürfen!</p>
<p><span style="color: #888888;">Anmerkung: Der Artikel ist als allgemeine Information gedacht, er ist keine Aufforderung zu Selbstbehandlung und ersetzt keinen Arztbesuch.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Literatur:</strong></p>
<ol style="text-align: left;">
<li>Forsyth WI, Redmond A. , Two controlled trials of tyramine in children with migraine, Dev Med Child Neurol 1974; 16: 794-799</li>
<li>Moffatt A. M., Swash M, Scott D. F., Effect of tyramine in migraine; a double-blind study, J Neurol Neurosurg Psychiatr 1972; 35: 496-499.</li>
<li>Marteletti P, Sutherland J, Anastasi E et al.  Evidence for immune-mediated mechanism in food-induced migraine from a study of activated T-cells, IgG4 subclass, anti-IgG antibodies and circulating immune complexes, Headache 1989; 29: 664-670</li>
<li>Marteletti P. T cells expressing IL-2 receptor in migraine. Acta Neurol (Napoli) 1991; 13: 448-456</li>
<li>Marteletti P, Stirparo G, Rinaldi C et al., Disruption of the immunopeptidergic network in dietary migraine, Headache 1993; 33: 524-527</li>
<li>Marteletti P, Bussone G, Centoze V et al., Prophylaxis of food-induced migraine with cromolyn sodium: efficacy of short- and long-term use, Cephalalgia 1989 (suppl 10): 441-442</li>
<li>Mansfield L.E., Vaughan T.R., Waller S.F. et al., Food allergy and adult migraine: double blind and mediator conformation of an allergic etiology, Ann Allergy 1985; 55: 126-129</li>
<li>Monro J,BrostoffJ,Carini C. et al. ,Food allergy in migraine, Lancet 1980; 2: 1-4</li>
<li>Monro J, Carini C, Brostoff J. Migraine is a food allergic disease, Lancet 1984; 2: 719-721</li>
<li>Paganelli R, Levinsky R.J., Brostoff J. et al. Immune complexes     containing food proteins in normal and atopic subjects after oral challenge and effect of sodium cromoglycate on antigen absorption. Lancet 1979; 1: 1270-1272</li>
<li>Doering P. Drug therapy of food allergies, In: Perkins J. E. (ed) Food Allergies and Adverse Food Reactions. Aspen Publishers, Gaithersburg, Maryland. 1990. pp 69-79</li>
<li style="text-align: left;">Alpay K, Ertas M, Orhan EK, et al. Diet restriction in migraine, based on IgG against foods: a clinical double-blind, randomized, cross-over trial. Cephalalgia. 2010; 30:829-37.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere Artikel zum Thema Kopfschmerzen und Migräne:</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/04/25/kopfschmerzen-und-migraene-alternative-behandlung-statt-chemische-medikamente/">Kopfschmerzen und Migräne &#8211; Alternative Behandlung statt chemische Medikamente</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.purenature.de/blog/neues-aus-medizin-und-wissenschaft/ursache-fur-haufige-kopfschmerzen-und-koordinationsstorungen/">Ursache für häufige Kopfschmerzen und Koordinationsstörungen</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kein Dioxin in Bio Eiern</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/06/kein-dioxin-in-bio-eiern/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 13:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
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		<category><![CDATA[Fette]]></category>
		<category><![CDATA[Futtermittel]]></category>
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		<description><![CDATA[Bio Eier unbedenklich In den Regalen im Supermarkt türmen sich die Eier, keiner will sie mehr. Zu groß der Respekt davor, Dioxin verseuchte Hühnereier zu kaufen. Wie steht es bei Bio Eiern, muss der Verbraucher Risiken befürchten? Verantwortliche, Produzenten von Bio Eiern und Vertriebsfirmen geben Entwarnung: Bioeier sind nicht belastet mit Dioxinen. Biohöfe nicht betroffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/dioxin-Fred.jpg"><img class="size-full wp-image-11880 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Bio Eier frei von Dioxinen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/dioxin-Fred.jpg" alt="" width="380" height="380" /></a></p>
<p><strong>Bio Eier unbedenklich</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den Regalen im Supermarkt türmen sich die Eier, keiner will sie mehr. Zu groß der Respekt davor, <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/05/toxikologe-zu-dioxin-belastungen-in-eiern/">Dioxin verseuchte Hühnereier</a> zu kaufen. Wie steht es bei Bio Eiern, muss der Verbraucher Risiken befürchten?</p>
<p style="text-align: justify;">Verantwortliche, Produzenten von Bio Eiern und Vertriebsfirmen geben Entwarnung: <span style="color: #800000;"><strong>Bioeier sind nicht belastet mit Dioxinen.</strong></span></p>
<p><strong>Biohöfe nicht betroffen</strong></p>
<p>Dennree, ein Bio-Großhändler der bundesweit Bioläden beliefert, teilte am 4. Januar 2011 in einer Kundeninformation mit, dass keine Bio-Legehennenbetriebe oder Bio-Futtermittelhersteller betroffen sind.</p>
<p><strong>Warum sind Bio Eier nicht betroffen?</strong></p>
<p>Die im Bio-Bereich eingesetzten und erlaubten Öle werden nur aus Bio-Soja, Bio-Raps oder Bio-Sonnenblumen gewonnen, teilt Dennree den Bioladenkunden mit. Im Futter für Legehennen kommen im Biobereich außerdem wesentlich weniger Öle zum Einsatz als im konventionellen Bereich. Dass Fett des Futters der Eierlieferanten von Dennree resultiert hauptsächlich aus dem natürlichen Fettgehalt des eingesetzten Getreides, der Hülsenfrüchte und anderer natürlicher Bestandteile. Bio-Öl wird nur in einem ganz geringen Anteil von ca. 1-2% zugegeben.</p>
<p>Der Einsatz von Öl in der konventionellen Branche liegt im Schnitt bei 5-6%, es wird auf diese Weise ein höherer Energiewert bei geringerer Futteraufnahme gewähr- leistet, das bringt höheren Profit.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>Eierproduzent „Biohennen“ gibt in einer <a href="http://www.diebiohennen.de/download/presse/Ausgebruetet_01_2011.pdf">Pressemitteilung </a>nähere Informationen:</strong></span></p>
<p><span style="color: #888888;">Vohburg, 4.1.2011</span> – Ursache für die jüngste Dioxinverseuchung von Tierfutter ist nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz die Verwendung von Fettresten aus der Biodiesel-Produktion. Mit dem Gift verunreinigte Futter- oder Lebensmittel waren in Niedersachsen, Schleswig- Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen- Anhalt, Thüringen und Brandenburg gefunden worden. Höfe in Bayern sind nicht betroffen. Da es sich um konventionelle Futtermittel handelt, sind nach unserer Kenntnis auch keine Biohöfe betroffen.</p>
<p>Das in unserem Futter verwendete pflanzliche Fett, kaltgepresstes Bio-Pflanzenöl, wird zu 100% in unserer Vertragsfuttermühle selbst hergestellt, wodurch ein Zukauf mit den damit verbundenen Risiken nicht nötig ist. Darüber hinaus werden sowohl die Futtermühle als auch die Bauernhöfe vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (<a href="http://www.was-steht-auf-dem-ei.de/">www.was-steht-auf-dem-ei.de</a>) nach dem Leitfaden Futter- mittel auf Dioxin kontrolliert. Da in keinem Fall Sperrungen durchgeführt wurden, können wir davon ausgehen, dass keine Auffälligkeiten auftraten.</p>
<p>Unsere aktuellste Eieruntersuchung ergibt 0,36 ng/kg Fett. Der Grenzwert liegt bei 3,0 ng/kg Fett. Die Eier der Biohennen AG können damit weiterhin mit gutem Gewissen verzehrt werden.</p>
<p>Die <a href="http://www.diebiohennen.de/">Biohennen AG</a> ist eine Erzeugergemeinschaft von traditionell wirtschaftenden Bauern und hat mit ihrer Marke „Die Biohennen“ bundesweit den höchsten Standard in der Hühnerhaltung und Eierproduktion. In 26 bäuerlichen Familienbetrieben finden sich insgesamt über 100.000 Hühner in artgerechter Haltung nach den Richtlinien der Biohennen.</p>
<p>Die Betriebe sind auf der Webseite von <a href="http://www.diebiohennen.de/01betriebe/01betriebe.php">Die Biohennen</a> einzusehen.</p>
<p><strong>Werden Bio Eier auf Dioxine hin untersucht?</strong></p>
<p>Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Untersuchung auf Dioxine nicht. Einer der Gründe sind die extrem hohen Kosten, die für Laboranalysen auf Dioxine zu Buche schlagen. Rund tausend Euro kostet eine einzige Messung, war in einer SWR Radiosendung am 2. Januar 2011 zu hören, die über Dioxinbelastung in Eiern aufklärte. Die Biobranche hat sich jedoch vielfach eine Selbstverpflichtung auferlegt und kontrolliert auch auf Dioxine. So finden laut Bio-Großhändler Dennree regelmäßige Eigenkontrollmaßnahmen auch auf Dioxine statt. Die letzte Kontrolle von Dennree stammt vom Dezember 2010 und war frei von Dioxinen.</p>
<p><strong>Wer auf Eier nicht verzichten mag, für den gibt es nur eine Alternative: Bio Eier.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network, 6. Januar 2011</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>Weiterführende Informationen über die Dioxinbelastung von Eiern und die Hintergründe:</strong></span></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/01/05/toxikologe-zu-dioxin-belastungen-in-eiern/">Toxikologe zu Dioxin-Belastungen in Eiern</a></li>
</ul>
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