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	<title>CSN Blog &#187; Menschenrechte</title>
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		<title>Hilferuf: Spanischer Professor mit chronischer Quecksilbervergiftung und MCS trat in Hungerstreik</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/27/hilferuf-spanischer-professor-mit-chronischer-quecksilbervergiftung-und-mcs-trat-in-hungerstreik/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 20:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
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		<category><![CDATA[Professor Servando Perez]]></category>
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Gestern am 26. Juli 2010, hat Professor Servando Perez, der Kopf von Mercuriados Spain (Menschen die an chronischer Quecksilbervergiftung leiden) mit einem Hungerstreik begonnen. Bei Prof. Perez wurde vor zwei Jahren eine schwere Quecksilbervergiftung und Multiple Chemical Sensitivity (MCS) diagnostiziert. Sein Fall kam vor das höchste spanische Gericht und dieses stellte fest, daß Prof. Perez [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Servando-xxx.jpg"></a><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Servando-yy.jpg"><img class="size-full wp-image-9760 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Prof. Servando Perez" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Servando-yy.jpg" alt="" width="461" height="287" /></a></p>
<p>Gestern am 26. Juli 2010, hat Professor Servando Perez, der Kopf von Mercuriados Spain (Menschen die an chronischer Quecksilbervergiftung leiden) mit einem Hungerstreik begonnen. Bei Prof. Perez wurde vor zwei Jahren eine schwere Quecksilbervergiftung und Multiple Chemical Sensitivity (MCS) diagnostiziert. Sein Fall kam vor das höchste spanische Gericht und dieses stellte fest, daß Prof. Perez infolge von Zahnfüllungen an einer chronischen Quecksilbervergiftung leidet und verfügte, daß das spanische Gesundheitssystem (die Sozialversicherung) seine Erkrankung mittels Chelattherapie [Entgiftungstherapie mit Ethylendiamin-Tetraessigsäure] behandeln oder ihn an eine private Klinik überweisen und die Kosten dafür übernehmen soll. Das war ein außergewöhnlicher Präzedenzfall.</p>
<p>Wie zu erwarten war, wurde Prof. Perez bis dato noch nicht behandelt und die Sozialversicherung unternahm, was sie konnte, um klar zu stellen, daß er wie auch andere spanische Erkrankte mit MCS, CFS/ME und Fibromyalgie keine angemesse medizinische Versorgung durch das Gesundheitssystem erhalten. Darum haben wir, Mercuriados Spain und viele andere Gruppen, Kampagnen, Volksbegehren, Interessenvertretungen, Klagen und viele andere Vorhaben gestartet, um diese Situation zu ändern. Bisher aber ohne Erfolg.</p>
<p>Prof. Perez Gesundheit hat sich verschlechtert und vor einem Monat begab er sich in die Notaufnahme der Universitätsklinik von Santiago de Compostela. Sie weigerten sich, ihn zu behandeln und er erklärte, er würde die Klinik nicht verlassen, bis die gerichtliche Anweisung zur Chelattherapie durchgeführt würde. Während des vergangenen Monats hat Prof. Perez in der Klinik alle möglichen Schikanen und Druck ertragen, mit dem man ihn zum Verlassen der Klinik zwingen wollte. Man hat bei ihm sogar trotz seiner organischen Erkrankung eine psychiatrische diagnostiziert.</p>
<p>Wir, die spanischen MCS, CFS/ME und FMS Gruppen haben eine Kampagne ins Leben gerufen, um Prof. Perez mit Emails, Anrufen bei der Klinik, Pressearbeit usw. zu unterstützen. Nun besteht die neueste Schikaniermethode der Klinik darin, ihm Nahrung ohne Zusatzstoffe zu verweigern. In Anbetracht all dessen hat Servando Perez einen Hungerstreik begonnen. Natürlich könnte er versuchen, einen Bankkredit zu bekommen, um eine Chelattherapie als Privatpatient bezahlen zu können, doch diese würde uns, den anderen in Spanien auf eine Behandlung durch das Gesundheitssystem wartenden Erkrankten nicht helfen. Die Klinik ließ wissen, sie wolle ihn nicht an eine private Klinik überweisen, da dies ein Präzendenzfall bedeuten würde, und dann müßten demnächst alle Menschen mit einer chronischen Metallvergiftung in Spanien behandelt werden. Dies jedoch wollen sie mit unserem Steuergeld nicht tun.</p>
<p>Servando Perez hat sich für den tapferen und schweren Weg entschieden, diese hoffnungslose Situation, in der wir uns mit dieser Art von Erkrankungen in Spanien befinden zu ändern. Darum sind wir auf Servandos Handeln stolz.</p>
<p>Wir lassen Ihnen diese Informationen zukommen und bitten Sie um Unterstüzung. Bitte schreiben Sie an den Vizedirektor der Klinik von Santiago de Compostela, an Dr. Jose-Ramón Gómez oder an jose.ramon.gomez.fernandez[at]sergas.es oder rufen sie ihn unter 0034 98 1950970 an.</p>
<p>Wir alle sind  Servando Perez!</p>
<p>Herzlichen Dank!</p>
<p>Clara Valverde</p>
<p>Leiterin der Liga SFC</p>
<p>(CFS/ME League, Spain)</p>
<p><a href="http://www.ligasfc.org">www.ligasfc.org</a></p>
<p>-</p>
<p><strong>Übersetzung: </strong>BrunO für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p><strong>Photo: </strong>Thank you to <a href="http://www.migueljara.com/">Mercuriados Netlog</a>!</p>
<p>-</p>
<p><strong>Der Artikel erschien auch in anderen Sprachen:<br />
</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://nofun-eva.blogspot.com/2010/07/huelga-de-hambre-de-servando-perez.html">Spanische Veröffentlichung</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/en/alert-spanish-professor-with-chronic-mercury-intoxication-goes-on-hunger-strike/">Englische Veröffentlichung</a></li>
<li><a href="http://www.ne.jp/asahi/kagaku/pico/sick_school/cs_kaigai/Germany/CSN_Mercury_Servando_Perez.html">Japanische Veröffentlichung</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Krank in Deutschland: Konsequenzen für eine Familie</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/24/krank-in-deutschland-konsequenzen-fur-eine-familie/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 10:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
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		<description><![CDATA[
Krankheitsursache Schadstoffe und Schimmel
Bis 2oo2 waren wir eine glückliche und zufriedene kleine Familie. Unser Sohn Patrick (geb. 1991) wurde plötzlich krank, es stellten sich immer mehr gesundheitliche Beschwerden ein. Diese wurden jedoch von den behandelten Ärzten einfach nicht ernst genommen und führten regelmäßig zu Diagnosen, die nicht nachvollziehbar waren. Zeitgleich begann der Kampf gegen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Traurige-Frau.jpg"><img class="size-full wp-image-9722 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Statt Hilfe nur Schikanen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Traurige-Frau.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p><strong>Krankheitsursache Schadstoffe und Schimmel</strong></p>
<p>Bis 2oo2 waren wir eine glückliche und zufriedene kleine Familie. Unser Sohn Patrick (geb. 1991) wurde plötzlich krank, es stellten sich immer mehr gesundheitliche Beschwerden ein. Diese wurden jedoch von den behandelten Ärzten einfach <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/03/19/umweltkranke-jetzt-glauben-sie-mir-endlich/">nicht ernst genommen</a> und führten regelmäßig zu Diagnosen, die nicht nachvollziehbar waren. Zeitgleich begann der Kampf gegen die Schulaufsichtsbehörde und <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/06/der-stoff-aus-dem-die-schulen-sein-teil-ii/">Schule</a>, weil die Erkrankung unseres Sohnes auch dort nicht akzeptiert wurde.</p>
<p>Im März 2008 fanden wir dann einen Neurologen (nach einer Ärzte-Odyssee), der unseren Sohn sehr ernst nahm und eine schwere Chemikalien-, Schimmelpilz- und  Chlorvergiftung feststellte.</p>
<p><strong>Gearbeitet bis kurz vor umfallen</strong></p>
<p>Dann, im Mai 2008, ging es  auch meinem Mann gesundheitlich  rapide schlechter (seit 30 Jahren war er Chemielaborant), er konsultierte den gleichen Neurologen wie mein Sohn.  Dr. Binz stellte nach eingehender Untersuchung eine schwere immuntoxische Erkrankung fest, bedingt durch den jahrelangen Umgang und Einwirkung mit zum Teil hochgiftigen Chemikalien. Auch bei ihm wurden die ersten gesundheitlichen Beschwerden nicht für bare Münze genommen bzw. fehldiagnostiziert. Hinzu kam bei ihm ebenfalls eine <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/11/04/sick-bulding-syndrome-wissenschaftlerin-warnt-vor-schimmelpilzen-als-ursache/">Schimmelpilzvergiftung</a>.</p>
<p><strong>Hochwasser, Schimmel – Pech gehabt</strong></p>
<p>Wir hatten in der Zeit von 1993 – 2001 siebenmal  Hochwasser. Das Elternhaus meines Mannes und somit auch unsere Wohnung  standen dann jedes Mal im Wasser. So gut es ging haben wir saniert und Vorsorge getroffen (ohne fremde Hilfe), jedoch auf Kosten unserer Gesundheit.</p>
<p>Einzige wirksame Maßnahme, die Erkrankung durch die schweren toxischen Schäden aufzuhalten, sind Expositionsvermeidung und den Stoffwechsel unterstützende ambulante Therapien (orthomolekulare Medizin). Mit großem finanziellem  Aufwand haben wir unsere Wohnung und den Keller weitgehend schadstofffrei umgestaltet und der Erkrankung angepasst.</p>
<p><strong>Schulpflicht auch für Kranke</strong></p>
<p>Schulisch haben wir mit Hilfe eines Rechtsanwalts die Bildung unseres Sohnes regeln können, indem wir persönlich ein Fernstudium für unseren Sohn selbst finanzieren. Aufgrund seiner chronischen Schmerzsymptomatik seit 7 Jahren und damit verbundenen Konzentrationsschwäche kommt unser Sohn nur schrittweise voran. Er ist überdurchschnittlich begabt, sehr musikalisch, künstlerisch und technisch  versiert  – aber seine Krankheit gibt ihm keine Chance. Er ist jetzt 18 Jahre alt und ohne Schulabschluss – bevor die Erkrankung begann, war er Gymnasiast und Lateinschüler. An eine Berufsausbildung  ist bislang kaum zu denken. Hinsichtlich Schule und Ausbildung fällt er durch unser Bildungssystem, jeder Schulverweigerer bekommt seine Chance – er nicht, er wird einfach aussortiert.</p>
<p><strong>Wichtige Untersuchungen, Hilfsmittel sind selbst zu zahlen</strong></p>
<p>Sehr belastend für unsere Familie ist es, dass weiterführende medizinische Untersuchungen, die notwendig wären, von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Genauso geht es uns mit Medikamenten, da die orthomolekulare Medizin von der Krankenkasse nicht ernst genommen wird. Diese Kosten müssen wir selber tragen.</p>
<p>Derzeit stehen für meinen Sohn und für meinen Mann noch die<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/24/die-nuklearmedizinischen-verfahren-pet-und-spect-weisen-bei-mcs-patienten-veranderungen-im-gehirn-nach/"> Hirn-PET Untersuchungen</a> in Stuttgart aus, mit deren Hilfe die Schäden des Energie-stoffwechsels im Gehirn bildlich feststellt werden können. Diese Untersuchung kostet pro Kopf  500 Euro. Außerdem sind da noch verschiedene LTT-Bluttests, die wir auch selber finanzieren müssen.</p>
<p>Wichtig wäre auch eine genetische Blutuntersuchung wegen Medikamenten-unverträglichkeit, welche nochmals an die 500 Euro pro Kopf kostet.</p>
<p><strong>Der Hauptverdiener fiel aus</strong></p>
<p>Nach 8 Monaten Krankheitsphase hat mein Mann Ende Januar 2009 seinen Dienst wieder erfolgreich aufgenommen. Eine absolute Expositionsvermeidung ist dennoch nicht möglich, somit auch keine langfristige Prognose zum weiteren Krankheitsverlauf.</p>
<p>Am 29.06.2009 wurde er jedoch von einem Arbeitskollegen auf dem Arbeitsplatz tätlich angegriffen, was einen erneuten schweren Krankheitsschub auslöste. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist er immer noch arbeitsunfähig.</p>
<p><strong>Nur Ablehnungen, keine Hilfe, keine Unterstützung</strong></p>
<p>Beide, mein Mann so wie mein Sohn, können die Wohnung („clean“) nicht mehr ohne medizinische Hilfsmittel  (Rollstuhl, MCS-Schutzmaske, Sauerstoff-Gerät) verlassen. Mein Sohn bekam ein medikamentöses Notfallset und Sauerstoffversorgung vom Arzt wegen der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks verordnet. Der Rollstuhl wurde von der Krankenkasse bewilligt. Was die Sauerstoffversorgung meines Sohnes angeht, sowie die MCS-Schutzmasken für beide, stellt sich die Krankenkasse quer – obwohl medizinisch verordnet (es läge keine Indikation vor bzw. ist im Hilfsmittelkatalog nicht enthalten). Habe hier Widerspruch eingelegt. Anderweitige, ersatzweise Hilfe hat man uns nicht angeboten.</p>
<p><strong>Umweltkranke werden ausrangiert</strong></p>
<p>Schwerkranke Umweltpatienten müssen von heute auf morgen mit schwerwiegenden, einschneidenden Einschränkungen bei der Bewältigung des Alltags, den Anforderungen am Arbeitsplatz, der sozialen Kontakte und letztendlich dem Verlust der gesamten Lebensqualität klarkommen. Schwierigkeiten und Widerstände seitens der Gesellschaft, des Gesundheitswesens und der politischen Öffentlichkeit sind zu erwarten und zu erdulden.</p>
<p><strong>Statt Hilfsangebote endlose Verfahren</strong></p>
<p>Derzeit haben wir einige Verfahren anhängig, davon drei über den Rechtsanwalt: Berufskrankheit, Arbeitsunfall, Sozialgericht (Sohn &#8211; Behindertenantrag), Kindergeldstelle, Krankenkasse  (vier Widersprüche), Rentenamt, Agentur für Arbeit (zwei Widersprüche), Amt für soziale Angelegenheiten (Behindertenantrag – Ehemann).</p>
<p><strong>Stütze der Familie und selbst gesundheitlich fertig</strong></p>
<p>Ich selbst bin seit 09/2006 voll erwerbsunfähig und besitze einen Schwerbehindertenausweis 60 % (beidseitige Innenschallempfindungsschwer-hörigkeit und Rückenprobleme). Nach drei nicht selbst verschuldeten Autounfällen mit HWS-Schleudertrauma immer wieder HWS, BWS, LWS-Beschwerden. Hinzu kommen Gelenkentzündungen an Händen, Füßen und Hüfte. Auch leide ich schon unter Osteoporose. Im Juni stellte Dr. Binz auch bei mir eine Chlorvergiftung, Schimmelpilzvergiftung und Metallbelastung fest.</p>
<p><strong>Warum gibt es keine Behandlung für Umweltkranke?</strong></p>
<p>Die sogenannten „Umweltkliniken“ in Deutschland verfolgen nachhaltig einen psychiatrischen Ansatz und verfügen nicht über geeignete Untersuchungs-möglichkeiten, um eine objektive Diagnostik zu leisten. Es gibt hier keine Einrichtung, die eine Unterbringung in schadstoff-  und duftstofffreien Räumlichkeiten sicherstellt. Weitere Gesundheitsschäden wären also bei schweren Fällen wie bei meinem Sohn und meinem Mann nicht auszuschließen.</p>
<p>Nach unseren Erkenntnissen ist die Erkrankung meiner beiden Männer irreversibel und kann auch nicht durch Reha-Maßnahmen therapiert werden. Vorrangige Hilfe ist die Expositionsvermeidung.</p>
<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/02/erfahrungen-einer-mcs-patientin-in-der-umweltklinik-ehc-dallas/">In Dallas gibt es eine Umweltklinik</a> (Dr. Rea), die die beiden ev. entgiften könnte (Kostenfaktor 20.000,- Euro pro Kopf), für uns aus Kostengründen nicht machbar.</p>
<p><strong>Es fehlt an allen Ecken und Kanten</strong></p>
<p>Wir müssten eigentlich von heute auf morgen in ein schadstoffarmes und schimmelfreies – d.h. nicht belastetes, ebenerdiges, behindertengerechtes Haus, ohne direkten Nachbarkontakt (wegen der Duftstoffe, Waschmittel, Putzmittel etc.) auf einer Anhöhe und nahe einem Wald umziehen. Finanziell ist dies für uns z.Zt. nicht machbar.</p>
<p>Wir benötigten ein neues „gebrauchtes „ (wegen der Ausdünstungen) Auto mit Automatikschaltung, Klimaanlage und Aktivkohlefilter  &#8211; Omega, Caravan, Van oder ähnliches (wenn möglich behindertengerecht). Unser jetziges Auto hat schon 18 Jahre auf dem Buckel und es fallen immer mehr Reparaturkosten an. Wir wissen nicht, ob wir es nochmals über den TÜV bekommen. Auch hierzu fehlt uns das nötige Geld.</p>
<p><strong>Von Integration Behinderter keine Spur</strong></p>
<p>Ich weiß nicht, wie lange wir das gemeinsam schaffen sollen, isoliert von der Umwelt, alleingelassen mit der Erkrankung und der tägliche Kampf ums Überleben – es ist keine gute Basis, sich überall und für alles rechtfertigen zu müssen, keine Aussicht auf einen Ausweg.</p>
<p>Diese Erkrankung macht zwangsläufig arm, nicht nur finanziell, sondern in allen Lebensbereichen &#8211;  sie nimmt einfach alles.</p>
<p>Unser Sohn wurde seiner Kindheit und Jugend schon beraubt (schulmedizinisch, bildungspolitisch und gesellschaftlich, immer wieder geoutet und nie ernst genommen). Er hat sein Leben noch vor sich, aber für welchen Preis?! Wie soll er für sich selbst sorgen, wenn er so schwerkrank ist? Er bekommt ja keine Chance, bei der bewussten Ignoranz unserer Gesellschaft gegenüber dieser Krankheit.</p>
<p>Diese Diskriminierung frisst die Seele auf, was bleibt ist Leere, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung!</p>
<p><strong>Autor: </strong>Kira, CSN – Chemical Sensitivity Network, 24. Juli 2010</p>
<p><strong>Weitere CSN-Berichte von Umweltkranken: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/26/seit-25-jahren-krank-durch-holzschutzmittel/">Seit 25 Jahren krank durch Holzschutzmittel</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/06/reha-bringen-sie-beim-abholen-einen-rollstuhl-mit/">REHA:  Bringen Sie beim Abholen einen Rollstuhl mit</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/09/resultat-eines-arbeitslebens-als-maler/">Resultat  eines Arbeitslebens als Maler</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/03/19/umweltkranke-jetzt-glauben-sie-mir-endlich/">Umweltkranke &#8211; Jetzt glauben sie mir endlich</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/05/schadstoffe-in-der-schule-kranke-lehrer-kranke-schuler/">Schadstoffe in der Schule, kranke Lehrer kranke Schüler</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Kanada: Parfüm- und Duftstoff-Verbot dient der Sicherheit am Arbeitsplatz</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/21/kanada-parfum-und-duftstoff-verbot-dient-der-sicherheit-am-arbeitsplatz/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:16:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
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		<category><![CDATA[parfümierte Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit am Arbeitsplatz]]></category>
		<category><![CDATA[WorkSafeBC]]></category>

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		<description><![CDATA[
Duftstoffe gelten als Luftverschmutzer Nr.2 direkt nach Passivrauch
Im kanadischen Bundesstaat British Columbia gibt es seit Februar 2010 eine Leitlinie für Arbeitssicherheit, betreffend Duftstoffe am Arbeitsplatz. Herausgegeben wurde diese Anweisung von WorkSafeBC (ähnlich unseren Berufsgenossenschaften), um die Gesundheit und Sicherheit von Angestellten an Arbeitsplätzen sicherzustellen. Die Zielsetzung besteht darin, Exposition gegenüber parfümierten Produkten zu verhindern, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Arbeitsplatz-duftfrei.jpg"><img class="size-full wp-image-9678 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Duftfreie Arbeitsplätze für bessere Gesundheit, mehr Produktivität" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Arbeitsplatz-duftfrei.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Duftstoffe gelten als Luftverschmutzer Nr.2 direkt nach Passivrauch</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im kanadischen Bundesstaat British Columbia gibt es seit Februar 2010 eine <a href="http://www.worksafebc.com/contact_us/bid_opportunities/Assets/PDF/scentSafety.pdf">Leitlinie für Arbeitssicherheit, betreffend Duftstoffe</a> am Arbeitsplatz. Herausgegeben wurde diese Anweisung von<a href="http://www.worksafebc.com/"> WorkSafeBC</a> (ähnlich unseren Berufsgenossenschaften), um die Gesundheit und Sicherheit von Angestellten an Arbeitsplätzen sicherzustellen. Die Zielsetzung besteht darin, Exposition gegenüber parfümierten Produkten zu verhindern, da diese umweltbedingte Chemikalien-Sensitivität (MCS) hervorrufen können. Die Leitlinie wurde jetzt auch an <a href="http://www.bclocalnews.com/bc_north/terracestandard/news/96316589.html ">Schulen und Theatern</a> eines Distrikts bereits umgesetzt. Alle Angestellten und Besucher von Gebäuden, die WorkSafeBC unterstehen, werden dazu angehalten, davon Abstand zu nehmen, parfümierte Produkte zu verwenden. (1,2)</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Gestaltung von Arbeitsplätzen</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Deutschland: Deo-Pflicht – Kanada: Duftstoff-Verzicht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Als in Deutschland im Sommer 2010 die Meldung durch alle großen Zeitungen ging, dass die Vorstandsvorsitzende des Verbandes für mittelständische Unternehmen darauf drängt, eine <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/13/deo-pflicht-fuer-angestellte-hygienemasnahme-oder-vorsatzliche-koerperverletzung/">Deo-Pflicht in Betrieben</a> einzuführen, waren verantwortungs-bewusste Mediziner, Allergiker und Umweltkranke gleichermaßen schockiert. (3) In im kanadischen Bundesstaat British Columbia und <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/17/umweltorganisationen-in-kanada-fordern-unnotige-autoabgase-und-parfum-vermeiden/">Alberta </a>geht man genau den entgegengesetzten Weg, weil man sich der Gesundheitsgefahren durch Chemikalien und Allergene in parfümierten Produkten bewusst ist.</p>
<p style="text-align: left;">In einer Leitlinie, die von WorkSafeBC erstellt wurde, möchte man folgende Ziele erreichen:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li style="text-align: left;"><strong>Eliminierung</strong> der Verwendung von Parfüms, Cologne/Aftershave, Lufterfrischern mit Duft, Duftkerzen und Potpourri am Arbeitsplatz;</li>
<li style="text-align: left;"><strong>Eliminierung</strong> der Verwendung stark duftender Körperhygieneartikel wie Haarpflegeprodukte, Bodylotions, Cremes und Deodorants;</li>
<li style="text-align: left;"><strong>Reduzierung</strong> von stark duftenden Blumen am Arbeitsplatz wie Lilien, Hyazinthen, etc.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Allgemeine Informationen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">WorkSafeBC begründet diese Maßnahmen mit einer grundsätzlichen Information, in der steht, dass Exposition gegenüber duftenden Produkten die Gesundheit einer Person nachhaltig beeinträchtigen kann. In hinreichenden Konzentrationen lösen Duftstoffe <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/18/synthetische-duftstoffe-stellen-fuer-20-der-angestellten-ein-gesundheitsrisiko-dar/">Reaktionen</a> bei denjenigen aus, die unter Allergien oder Chemikalien-Sensitivität leiden, erläutert WorkSafeBC  in seiner Leitlinie und führt Symptome auf, die allergische, <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/18/epa-konferenz-pladiert-zur-rucksichtnahme-auf-asthmatiker/">asthmatische</a> und anderweitig sensibilisierte Personen u.a. erfahren können, wenn sie Duftstoffen ausgesetzt sind:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li style="text-align: left;">Kopfschmerzen, Migräne</li>
<li style="text-align: left;">Schwindel, Benommenheit</li>
<li style="text-align: left;">Schwäche</li>
<li style="text-align: left;">Verwirrung</li>
<li style="text-align: left;">Taubheitsgefühle</li>
<li style="text-align: left;">Symptome der oberen Atemwege</li>
<li style="text-align: left;">Hautirritationen</li>
<li style="text-align: left;">Übelkeit, Erschöpfung</li>
<li style="text-align: left;">Unwohlsein</li>
<li style="text-align: left;">Angstgefühle</li>
<li style="text-align: left;">Konzentrationsstörungen</li>
<li style="text-align: left;">Verstopfte Nebenhöhlen</li>
<li style="text-align: left;">Appetitverlust</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Diese Symptome können auftreten, sind aber nicht beschränkt auf die Aufzählung in dieser Liste, vielmehr können sie individuell variieren. Auch die <a href="http://www.csn-deutschland.de/parfum.htm">Schwere der Symptome ist unterschiedlich</a>. Einige Menschen verspüren bei der gleichen Konzentration eines Duftstoffes leichte Beschwerden, während sie andere völlig arbeitsunfähig hinterlässt.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Duftstoffkategorien</strong></p>
<p style="text-align: left;">WorkSafeBC erklärt in seiner Leitlinie, dass Duftstoffe in verschiedene Kategorien eingeteilt sind.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #808080;"><strong>Produkte des persönlichen Bedarfs</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bereich Hygiene,</strong> darunter versteht man u.a. folgende Produkte, wobei wegen der Flut von parfümierten Produkten nicht alle aufgeführt werden können: Kosmetika, Parfüms, Colognes, Aftershave und parfümierte Rasiercremes, Deodorant, Shampoo, Haarspülungen, Haarspray, Lotionen und Cremes.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;"><strong>Bereich Nicht-Hygiene,</strong></span> darunter versteht man Produkte wie bspw. Duftkerzen, Potpourri und beduftete Dekorationsgegenstände.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #808080;"><strong>Produkte sonstigen Bedarfs</strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Alltagsprodukte mit einem ausgeprägten Duft oder Parfüm, wie u.a. beduftete Haushaltsreiniger, Lufterfrischer, Raumsprays, Baumaterialien (Farben) und einige Arten von Blumen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Verantwortung von Vorgesetzten</strong></p>
<p style="text-align: left;">Unternehmensleitungen und Vorgesetzte tragen die Verantwortung für Angestellte und die Umsetzung, als auch für das Durchsetzen der Einhaltung eines duftfreien Arbeitsplatzes.</p>
<p style="text-align: justify;">WorkSafeBC teilt in seiner Leitlinie die einzelnen Verantwortungsbereiche auf. Manager und Vorgesetzte haben demnach die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass stetig Bewusstsein geschaffen und aufgeklärt wird, als auch, dass Personal-schulungen stattfinden in Bezug auf einen duftfreien Arbeitsplatz.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>WorkSafeBC verlangt, dass sichergestellt wird, dass Mitarbeiter in folgenden Bereichen geschult werden:</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li style="text-align: left;">WorkSafeBC Leitlinie HEA1-9 Sicherheit hinsichtlich Duftstoffen am Arbeitsplatz</li>
<li style="text-align: left;">Kenntnis über die Arten von bedufteten Produkten des persönlichen/nicht persönlichen Bedarfs</li>
<li style="text-align: left;">Wie man Zuwiderhandlung und unsichere Bedingungen meldet</li>
<li style="text-align: left;">Wie man Erste Hilfe erhält</li>
<li style="text-align: left;">Sicherstellung, dass Angestellte duftfreie Produkte verwenden</li>
<li style="text-align: left;">Sicherstellung, dass Materialien und andere Ressourcen, die benötigt werden, um eine duftfreie Arbeitsumgebung aufrecht zu erhalten, jederzeit griffbereit sind (das heißt: angebrachte Hinweisschilder, Aufklärungsmaterial, Präsentationen, etc.) Hierzu kann eine spezielle Dienststelle für Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden angefragt werden.</li>
<li style="text-align: left;">Durchführung eines Referats zur Sicherheitsproblematik hinsichtlich Duftstoffen, mindestens alle zwei Jahre, das in die monatliche Sicherheitsschulung einbezogen wird.</li>
<li style="text-align: left;">Information der Besucher über die Leitlinie, bevor sie irgendeine WorkSafeBC Einrichtung aufsuchen.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinde</strong>n</p>
<ul style="text-align: left;">
<li style="text-align: left;">Erstellung und Beibehaltung einer effektiven Richtlinie für einen Arbeitsplatz, der frei von Duftstoffen ist.</li>
<li style="text-align: left;">Erstellung aller erforderlichen Aufklärungsmaterialien, Hinweisschildern und/oder fördernden Materialien</li>
<li style="text-align: left;">Unterstützung bei der Schulung von Mitarbeitern über die Auswirkungen von duftstoffhaltigen Produkten und was geeignete Alternativen sind.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Hilfen, Infrastruktur für einen duftfreien Arbeitsplatz</strong></p>
<p style="text-align: left;">Zur Aufrechterhaltung eines duftfreien Arbeitsplatzes verlangt WorkSafeBC:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li style="text-align: left;">Sicherstellung, dass jedes Produkt, das für Renovierungs- oder Wartungsarbeiten, als auch zum Reinigen benötigt wird, duftfrei ist, soweit dies möglich ist.</li>
<li style="text-align: left;">Über die Leitlinie sind Handwerker und Baufirmen vor dem Besuch jeder WorkSafeBC Einrichtung zu informieren.</li>
<li style="text-align: left;">Benachrichtigung von geeignetem Personal, wenn Arbeiten durchgeführt werden, die beduftete Produkte zum Einsatz bringen, oder solche Produkte, die einen Geruch haben, der die Gesundheit eines Angestellten beeinträchtigen kann. Angemessene Warnung sollten Angestellten im Vorfeld übermittelt werden, um sicherzustellen, dass Vorkehrungen getroffen werden, falls dies erforderlich ist.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Gemeinsame Ausschüsse für Sicherheit und Gesundheit</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li>Unterstützung von Mitarbeiterschulungen über die Verwendung und Auswirkungen von parfümierten Produkten.</li>
<li style="text-align: left;">Betreuung von Vorgesetzten zur Aufrechterhaltung eines duftfreien Arbeitsplatzes.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Forderungen an Angestellte</strong></p>
<ul style="text-align: left;">
<li>Unterlassung des Mitbringens von parfümierten, duftenden Produkten für den persönlichen und/oder nicht persönlichen Bedarf auf WorkSafeBC Arbeitsplätzen.</li>
<li>Teilnahme an Aufklärungen, Schulungen und Training über Duftstoffe.</li>
<li>Befolgung der <a href="http://www.worksafebc.com/contact_us/bid_opportunities/Assets/PDF/scentSafety.pdf">HEA 1-9 Leitlinie</a> Sicherheit hinsichtlich Duftstoffen am Arbeitsplatz und den eingeführten Richtlinien.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Autor: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 21. Juli 2010</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Literatur:</strong></p>
<ol>
<li>WorkSafeBC,<a href="http://www.worksafebc.com/contact_us/bid_opportunities/Assets/PDF/scentSafety.pdf"> Scent Safety in the Workplace – HEA 1-9,</a> Feb. 04, 2010</li>
<li>Terrace Standard,<a href="http://www.bclocalnews.com/bc_north/terracestandard/news/96316589.html "> Schools, Theathre now scent-free</a>, 15.07.2010</li>
<li>Silvia K. Müller, <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/13/deo-pflicht-fuer-angestellte-hygienemasnahme-oder-vorsatzliche-koerperverletzung/">Folgen einer Deo-Pflicht für Angestellte,</a> CSN Blog, 13.07.2010</li>
</ol>
<p>-</p>
<p><strong>Weitere Informationen über Gesundheitsgefahren durch Parfüms und Duftstoffe:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/04/22/zentralbuero-fuer-volkszaehlung-untersagt-duftstoffe-am-arbeitsplatz/">Zentralbüro für Volkszählung untersagt Duftstoffe am Arbeitsplatz</a><strong><br />
</strong></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/17/luftverschmutzung-durch-deo-%E2%80%93-hersteller-muss-1-3-millionen-dollar-strafe-zahlt/">Luftverschmutzung durch Deo &#8211; Hersteller muss 1.3 Millionen Dollar Strafe zahlen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/18/vergleich-bei-gericht-100-000-entschadigung-wegen-parfumallergie-und-duftstoffverbot-bei-behorden/">Vergleich bei Gericht: 100 000$ Entschädigung wegen Parfümallergie und Duftstoffverbot bei Behörden</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/18/synthetische-duftstoffe-stellen-fuer-20-der-angestellten-ein-gesundheitsrisiko-dar/">Synthetische Duftstoffe stellen für 20% der Angestellten ein Gesundheitsrisiko dar</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/04/02/bevoelkerung-durch-duftstoffe-und-parfum-gesundheitlich-beeintraechtigt/">Bevölkerung durch Duftstoffe und Parfüm gesundheitlich beeinträchtigt</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/08/22/geheimnis-um-inhaltsstoffe-in-duftstoffhaltigen-produkten-gelueftet/">Geheimnis um Inhaltsstoffe in duftstoffhaltigen Produkten gelüftet</a></li>
</ul>
<p>-</p>
<p><strong> <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/05/08/gefahren-durch-duftstoffe-und-parfum-infokarte-zum-weitergeben/">Kostenlose   Informationskarten über  Duftstoffe und deren Gefahren</a> und <a href="http://www.csn-deutschland.de/duftstoff_karte.html"> Infomaterial </a>erhalten Sie bei CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/05/08/gefahren-durch-duftstoffe-und-parfum-infokarte-zum-weitergeben/"><br />
</a><a href="http://www.csn-deutschland.de/parfum.htm"><img class="aligncenter size-full wp-image-9673" style="border: 0pt none; margin: 10px;" title="Kostenlose Inforkarten über Gesundheitsgefahren durch Duftstoffe kann man bei CSN anfordern" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/duftstoff_karten-Blogversion.gif" alt="" width="240" height="124" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hilferuf – Junge Frau in Lebensgefahr</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/11/hilferuf-junge-frau-in-lebensgefahr/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Pestizide]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Elvira Roda]]></category>
		<category><![CDATA[Hilferuf]]></category>
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		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Nervengifte]]></category>
		<category><![CDATA[Notfall]]></category>
		<category><![CDATA[Organophosphate]]></category>
		<category><![CDATA[Pestizide]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Unterstützung]]></category>
		<category><![CDATA[Versprühen Pestizide]]></category>

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		<description><![CDATA[
Versprühen von Pestiziden bringt junge chemikaliensensible Frau in Not
Elvira Roda lebt in der spanischen Region Valencia und ist in großer Not, ihre Familie und Freunde bitten um internationale Hilfe. Die 35-jährige Frau leidet unter MCS-Multiple Chemical Sensitivity. Dort, wo sie wohnt, sind durch die feuchte Hitze vermehrt Ungeziefer und Moskitos aufgetreten. Die Gemeinde lässt zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Elvira-Roda-xx.gif"><img class="size-full wp-image-9558 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Elvira-Roda am Strand weil ihr Wohnraum kontaminiert ist" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Elvira-Roda-xx.gif" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p><strong>Versprühen von Pestiziden bringt junge chemikaliensensible Frau in Not</strong></p>
<p>Elvira Roda lebt in der spanischen Region Valencia und ist in großer Not, ihre Familie und Freunde bitten um internationale Hilfe. Die 35-jährige Frau leidet unter MCS-Multiple Chemical Sensitivity. Dort, wo sie wohnt, sind durch die feuchte Hitze vermehrt Ungeziefer und Moskitos aufgetreten. Die Gemeinde lässt zur Eindämmung die Bäume und Straßenränder mit hochgiftigen Organophosphat-Pestiziden besprühen (<a href="http://www.gopetition.com/online/37492.html#sign">Siehe Video</a> in der Mitte der Webseite um einen Eindruck von der Sprühaktion zu bekommen). Diese Nervengifte sind für Menschen und Tiere sehr schädlich.</p>
<p>Elviras Familie hat am 1. Juli 2010 eine Petition verfasst und bitte um internationale Unterstützung.</p>
<p><strong>Behandlungserfolg von Spezialklinik vernichtet, stattdessen Lebensgefahr</strong></p>
<p>Ein Klinikaufenthalt in der besten Umweltklinik weltweit, dem Environmental Health Center Dallas, hatte Elvira körperliche Stabilität und ihrer Familie Hoffnung zurückgegeben. Ihr Fall wird <a href="http://elviraroda.org/?cat=3">von den Medien seit einiger Zeit begleitet</a>.</p>
<p>Die junge Frau, die schon von geringen Spuren von Parfüms schwere Reaktionen bekommt, ist in letzter Zeit bereits mehrfach zusammengebrochen. Der Grund sind hochtoxische Pestizide der Organophosphatklasse, die von der Gemeinde vor ihrem Haus ausgebracht werden. Diese Pestizide sind für Sie ganz besonders gefährlich, weil sie ein bestimmtes Entgiftungsenzym lahmlegen und der Körper sich dadurch selbst vergiftet.</p>
<p>Im Moment wird Elvira täglich ans Meer gebracht. Es ist schwierig für sie, weil sie unter anderem unter schwerer Lichtempfindlichkeit, Spasmen, einem kapitalen Immunschaden und Fibromyalgie leidet. Dort verbringt sie den ganzen Tag, obwohl es ihr gesundheitlich so schlecht geht, dass sie im Bett liegen müsste. Es gibt keine andere Lösung, es ist die einzige Möglichkeit, um sie davor zu bewahren, dass sie den gefährlichen Giften ausgesetzt ist. Ein Notfallquartier gibt für Chemikaliensensible in Spanien nicht, genaussowenig wie in anderen Ländern.</p>
<p><strong>Junge Frau in Lebensgefahr, wegen Uneinsichtigkeit der Gemeinde</strong></p>
<p>Die Eltern von Elvira haben ihr eine „Bubble“ gestaltet &#8211; ihr Wohnraum ist schadstofffrei gestaltet, so dass die 35-jährige normalerweise gut zurechtkommt. Sie hat dort eine Sauna um zu entgiften, es ist alles da, damit Elvira Zuhause eine Oase hat, wo sie sicher ist. Doch das war einmal, jetzt versprüht die Gemeinde toxische Pestizide bis wenige Meter vor das Haus. Die Bäume werden mit einem Sprühwagen von oben bis unten eingenebelt.</p>
<p>Die Familie hat der Gemeinde mitgeteilt, in welche Gefahr diese Maßnahmen die junge Frau bringen, vergebens. Man teilte mit, dass man vor dem Versprühen der Pestizid Bescheid sagen wolle. Viel nutzt das nicht, denn die Aerosole dringen auch durch die abgedichteten Fenster und Türen des Apartments, in dem Elvira normalerweise Tag und Nacht ist. Organophosphatpestizide bleiben einige Zeit aktiv, das bedeutet, dass sie je nach Art mehrere Tage bis mehrere Wochen ausgasen. Gefährdet sind durch diese Pestizide nicht nur Chemikaliensensible, sondern jeder, der im Umfeld wohnt, ganz besonders natürlich Babys und Kinder, deren Entgiftungs- und Immunsystem noch nicht voll leistungsfähig ist. Das Hauptzielorgan für Organophosphatpestizide ist das Nervensystem, doch sie wirken auch schädigend auf das Immunsystem und sind im Fall von bspw. Chlorpyrifos dafür bekannt, MCS auszulösen.</p>
<p><strong>Petition zur Unterstützung von Elvira Roda</strong></p>
<p>Um das Versprühen der Pestizide zu stoppen, hat die Familie von Elvira eine Petition an den Stadtrat von Alboraya geschrieben. Jeder kann diese Petition mitunterzeichnen und einen Kommentar abgeben. Es ist wichtig, dass Elvira internationale Hilfe erhält. Die Familie bitte den Aufruf auch auf Facebook, in Newsgruppen und auf Twitter zu verbreiten.</p>
<p><strong><span style="color: #800000;">Petition für Elvira Roda:</span></strong> <a href="http://www.gopetition.com/online/37492.html">http://www.gopetition.com/online/37492.html</a></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Unterzeichnen und einen Kommentar abgeben kann man hier:</strong></span></p>
<p><a href="http://www.gopetition.com/online/37492/sign.html">http://www.gopetition.com/online/37492/sign.html</a></p>
<p><strong>Gebt Elvira Unterstützung, Kraft und Hoffnung</strong></p>
<p>Informationen über Elvira können auf ihrer <a href="http://elviraroda.org/ ">Webseite ElviraRoda</a> eingesehen werden, die ihre Familie für sie errichtet hat. Dort kann man sich über den Stand der Dinge informieren.</p>
<p>Eine nette menschliche Geste wäre, wenn viele an Elvira und ihre Familie schreiben und Mut zusprechen (ganz gleich in welcher Sprache, Englisch und Spanisch sind vorzugsweise zu verwenden. Andere Sprachen werden per Computerprogramm übersetzt). Die Situation, in der sich Elvira im Moment befindet, kann jeden treffen, der unter MCS leidet.</p>
<p>Da Elvira auch unter Elektrosensibilität leidet, kann sie zwar nicht selbst antworten, bekommt aber alle Briefe vorgelesen. Elvira wird versuchen, Kontakt über ihre Webseite zu halten. Sie schreibt handschriftlich auf Papier, und die Familie und Freunde aktualisieren die Seite. Es kann unter Umständen etwas dauern, bis Informationen online gehen, weil sich alle intensiv um die junge Frau kümmern müssen.</p>
<p><strong>Alles Gute für Elvira!</strong></p>
<p>Wir wünschen Elvira viel Kraft und dass von Seiten des Stadtrates schnell Verständnis eintritt und man zu ungiftigen Schädlingsbekämpfungsmethoden übergeht, das wäre zum Wohle aller Bewohner der spanischen Stadt. Alternativen gibt es.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Juli 2010</p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/en/cry-for-help-young-woman-in-danger/">Englische Übersetzung</a></li>
<li><a href="http://www.ne.jp/asahi/kagaku/pico/sick_school/cs_kaigai/CSN/100711_CSN_cry_for_help.html">Japanische Übersetzung</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere CSN Berichte über MCS Patienten in Not</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/07/hilferuf-junge-frau-mit-mcs-kampft-seit-jahren-um-ihr-uberleben/">Hilferuf: Junge Frau mit MCS kämpft seit Jahren um ihr Überleben</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/10/offentlicher-hilferuf-fur-eine-mcs-patientin/">Öffentlicher Hilferuf für eine MCS-Patientin</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/21/bundesministerium-fur-gesundheit-zum-aktuellen-mcs-notfall/">Bundesministerium für Gesundheit zum aktuellen MCS-Notfall</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gemeinsame weltweite Aktion richtet Augenmerk auf MCS</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/04/gemeinsame-weltweite-aktion-richtet-augenmerk-auf-mcs/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 16:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
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		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[MCS-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Monique van der Broek]]></category>
		<category><![CDATA[Oprah Winfrey Show]]></category>

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		<description><![CDATA[
Als Monique van der Broek auf Facebook ihre Idee für eine gemeinsame Aktion vorschlug, hatte sie zwar Hoffnung, dass sie einige MCS-Aktivisten und Organisationsleiter gewinnen könnte mitzumachen, aber dass der Erfolg so groß sein würde, das hatte die Holländerin nicht erwartet. Ihre Idee bestand darin, dass chemikaliensensible Menschen von überall auf der Welt ihre Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/MCS-Community.gif"><img class="size-full wp-image-9497 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Die MCS-Community hält zusammen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/MCS-Community.gif" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>Als Monique van der Broek auf Facebook ihre Idee für eine gemeinsame Aktion vorschlug, hatte sie zwar Hoffnung, dass sie einige MCS-Aktivisten und Organisationsleiter gewinnen könnte mitzumachen, aber dass der Erfolg so groß sein würde, das hatte die Holländerin nicht erwartet. Ihre Idee bestand darin, dass chemikaliensensible Menschen von überall auf der Welt ihre <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/30/action-weltweit-schreiben-mcs-kranke-an-oprah-winfrey/">Geschichte in kurzen Worten an Oprah Winfrey </a>schreiben sollten. Die wohl bekannteste Show-Moderatorin soll dadurch dafür gewonnen werden, MCS-Multiple Chemical Sensitivity zum Thema ihrer Show zu machen. Die Oprah Winfrey Show wird von Millionen und Abermillionen Menschen auf der ganzen Welt angeschaut.</p>
<p><strong>Monique van der Broek:</strong></p>
<blockquote><p>Als ich die Oprah Kampagne startete, hoffte ich, dass mir ein paar Länder helfen würden, an Oprah zu schreiben. Ich habe in meinen kühnsten Träumen nicht daran gedacht, dass ich Reaktionen von so vielen Menschen mit MCS bekommen würde. Menschen, die alle so zielgerichtet und stark sind…</p>
<p>Ich fand heraus, dass diese Menschen erfahrene Experten sind. Sie alle wissen und sind davon überzeugt, dass MCS eine körperlich bedingte Krankheit ist. Viele von ihnen folgen zum Überleben ihrem Instinkt; sie leben so gesund sie nur können; vermeiden Chemikalien. Aus den Berichten der Chemikaliensensiblen konnte ich feststellen, dass ganz gleich wo auf unserer Welt sie leben, ihre Symptome nahezu exakt die Gleichen sind.</p>
<p>Viele schickten mir eine Kopie ihrer Geschichte, die sie an Oprah gemailt hatten. Ihr könnt mir glauben, die Geschichten dieser Menschen ließen mich oft weinen in den letzten Tagen. Warum? Weil ich realisierte, dass sie zumeist noch kränker als ich sind und von niemandem Hilfe erhalten. Deswegen bin ich jetzt so froh, dass ich diese Idee hatte und den Mut, sie zu unterbreiten.</p>
<p>Sicher möchtet Ihr gerne wissen, wo die Menschen her sind, die sich an der Oprah Kampagne beteiligten. Es ist enorm, es waren Chemikaliensensible aus den USA, Kanada, Alaska, Grönland, Schweden, Finnland, Deutschland, Schweiz, Italien, Belgien, Frankreich, Spanien, Japan, Australien, Neuseeland und vielen anderen Ländern, die sich beteiligt haben. Der Tag ist noch nicht vorbei, es kommen ständig weitere Mails bei mir an und jeder, der im Moment zu krank ist oder es irgendwie nicht geschafft hat, kann immer noch schreiben in den nächsten Tagen. Bittet andere Euch zu helfen.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich die Möglichkeit nutzen, allen, die mitgemacht haben, von ganzem Herzen danken. Von nun sollten wir versuchen, weiter zusammen für die Rechte der MCS-Kranken zu kämpfen. Auch möchte ich es nicht versäumen, auf diesem Wege jedem anraten, der etwas bewegen möchte, dass er sich an erfahrene Organisationen in anderen Ländern wendet und um Mithilfe bittet bei einer Kampagne. Wir sollten Berichte, Informationen, Rechtsprechung und Vorgehensweisen austauschen und gemeinsam Wege finden, die dazu dienen, den MCS-Kranken zu helfen. Wir haben uns weltweit die Hände gereicht, wir haben eine starke Kette gebildet – die nicht mehr zu zerteilen ist. Die nächsten gemeinsamen Schritte der MCS-Community sind bereits in Planung.</p></blockquote>
<p><strong>Autoren: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network und Monique van der Broek, 4. Juli 2010</p>
<p>-</p>
<p><strong>Weitere Artikel über Aktivitäten von MCS Aktivisten:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/30/action-weltweit-schreiben-mcs-kranke-an-oprah-winfrey/">Action !!! Weltweit schreiben MCS-Kranke an Oprah Winfrey</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/27/wie-wird-man-in-weniger-als-365-tagen-ein-mcs-aktivist-schaut-nach-spanien/">Wie wird man in weniger als 365 Tagen ein MCS-Aktivist? Schaut nach Spanien!</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/11/organisation-will-wohnraum-fur-menschen-mit-umweltkrankheiten-schaffen/">Organisation will Wohnraum für Menschen mit Umweltkrankheiten schaffen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/23/das-thema-gesundes-wohnen-fur-umwelterkrankte-rennt-offene-turen-ein/">Das Thema Gesundes Wohnen für Umweltkranke rennt offene Türen ein</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<title>MCS-Kranke in Italien sollen Hilfe erhalten</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 10:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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In den vergangenen Monaten wurde in einigen Ländern das Thema MCS-Multiple Chemical Sensitivity von Politikern und Ministerien aufgegriffen und bearbeitet. Ziel ist, dass Chemikaliensensible zu behördlicher Anerkennung ihrer Krankheit, medizinischer Behandlung und etwas mehr Lebensqualität verholfen wird.
Die italienische MCS-Organisation AMICA gibt einen kurzen Zwischenbericht:
Der italienische Senat hat begonnen, die vier eingereichten Gesetzes-vorlagen zur Anerkennung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Ital.-Parlament.gif"><img class="size-full wp-image-9443 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Italienisches Parlament erörtert über Hilfe für MCS-Kranke" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Ital.-Parlament.gif" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>In den vergangenen Monaten wurde in einigen Ländern das Thema MCS-Multiple Chemical Sensitivity von Politikern und Ministerien aufgegriffen und bearbeitet. Ziel ist, dass Chemikaliensensible zu behördlicher Anerkennung ihrer Krankheit, medizinischer Behandlung und etwas mehr Lebensqualität verholfen wird.</p>
<p><strong>Die italienische MCS-Organisation <a href="http://www.infoamica.it/english.asp">AMICA</a> gibt einen kurzen Zwischenbericht:</strong></p>
<blockquote><p>Der italienische Senat hat begonnen, die vier eingereichten Gesetzes-vorlagen zur Anerkennung von MCS zu diskutieren. Einige Senatoren, wie Sen. Gustavio, erklärten die Charakteristika der Krankheit, die in einigen Ländern im ICD-10 als unspezifische Allergie gelistet ist. Der nationale Gesundheitsausschuss, ein wissenschaftlicher Arm des italienischen Gesundheitsministeriums, hat bereits festgelegt, dass MCS nicht als seltene Erkrankung eingestuft werden kann, weil die Beschwerden bei rund 12% der Bevölkerung auftreten.</p>
<p>Die weitere Diskussion wird sich u.a. auf die Notwendigkeit von adäquaten Gesundheitszentren und spezielle Leitlinien für Krankenhausaufenthalte fokussieren. Es ist auch eine Anhörung von Sachverständigen geplant, deren Aufgabe es sein wird, die sozialen Auswirkungen der Krankheit zu bewerten. Es sollen angemessene Strategien entwickelt werden, um den MCS-Erkrankten zu helfen, mit ihrer Krankheit im Alltag besser zurechtzukommen.</p></blockquote>
<p><strong>Autor:</strong> CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network, Juli 2010</p>
<p><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema: </strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/DIMDI_MCS_2008_de-en.pdf">Deutschland: MCS im ICD-10 unter T78.5 einklassifiziert</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/01/26/antwort-der-europaischen-kommission-auf-eine-anfrage-zur-umweltkrankheit-multiple-chemical-sensitivity/">Antwort der Europäischen Kommission auf eine Anfrage zur Umweltkrankheit Multiple Chemical Sensitivity</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/04/italienischer-mcs-kranker-offenbart-durch-seinen-tod-eine-unbequeme-wahrheit/">Italienischer MCS-Kranker offenbart durch seinen Tod eine unbequeme Wahrheit</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/en/italian-parties-united-under-the-mcs-cause/">Italian Parties united under the MCS cause</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/en/an-italian-law-proposal-for-environmental-illnesses-and-disability/">An Italian Law Proposal for Environmental Illnesses and Disability</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/16/mcs-jetzt-auch-in-japan-im-icd-10-als-korperlich-bedingte-krankheit-klassifiziert/">MCS  jetzt auch in Japan im ICD-10 als körperlich bedingte Krankheit  klassifiziert</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/06/26/mcs-multiple-chemical-sensitivity-in-oesterreich-laut-bundesministerium-fuer-gesundheit-als-eine-koerperlich-bedingte-krankheit-anerkannt/">MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity in Österreich laut Bundesministerium für Gesundheit als eine körperlich bedingte Krankheit anerkannt</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>MCS in Japan &#8211; Botschaft eines MCS-Betroffenen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/06/mcs-in-japan-botschaft-eines-mcs-betroffenen/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/06/mcs-in-japan-botschaft-eines-mcs-betroffenen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 10:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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Ryozo Tamakoshi ist Mitglied der japanischen Organisation CACP- Citizens Against Chemicals Pollution (Bürger gegen chemische Umweltverschmutzung). Am 22. Februar 2010 fand im Repräsentantenhaus in Tokio eine Konferenz &#8220;The 1st Meeting for Learning Chemical Policies for Enacting Chemical Basic Law&#8221; statt. Trotz Chemikaliensensitivität und Elektrosensibilität  hielt Ryozo Tamakoshi einen Vortrag über MCS. Es war ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Ryozo-Tamakoshi-xx.jpg"><img class="size-full wp-image-9105 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Ryozo Tamakoshi" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Ryozo-Tamakoshi-xx.jpg" alt="" width="450" height="317" /></a></p>
<p>Ryozo Tamakoshi ist Mitglied der japanischen Organisation<a href="http://www.ne.jp/asahi/kagaku/pico/"> CACP- Citizens Against Chemicals Pollution</a> (Bürger gegen chemische Umweltverschmutzung). Am 22. Februar 2010 fand im <a href="http://www.shugiin.go.jp/index.nsf/html/index_e.htm">Repräsentantenhaus in Tokio</a> eine Konferenz &#8220;The 1st Meeting for Learning Chemical Policies for Enacting Chemical Basic Law&#8221; statt. Trotz Chemikaliensensitivität und Elektrosensibilität  hielt Ryozo Tamakoshi einen Vortrag über MCS. Es war ihm ein äußerst wichtiges Anliegen, für das er einiges an gesundheitlichen Beschwerden in Kauf nahm, denn auf der Konferenz ging es um das Thema Chemikaliensicherheit und die notwendige Schaffung neuer Leitlinien zum sorgsameren Umgang mit Chemikalien – eine wichtige Basis für all die Menschen, die in Japan mit MCS leben müssen.</p>
<p><strong>Vortrag von Ryozo Tamakoshi / CACP:</strong></p>
<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Ryozo-Bild-xx.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-9106" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Ryozo Tamakoshi" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Ryozo-Bild-xx.gif" alt="" width="120" height="145" /></a>Ich komme nicht umhin, Ihnen als jemand, der MCS hat, ein paar wichtige Dinge mitzuteilen.</p>
<p>Ich leide an MCS und EMS. Multiple Chemical Sensitivity fängt bei jedem unterschiedlich an, auch die damit verbundenen Symptome. In meinem Fall wurde ich allmählich gegenüber Chemikalien empfindlich. Ich denke, meine Symptome sind im Vergleich zu anderen Erkrankten relativ moderat. Einige sind so sehr beeinträchtigt, dass sie kaum noch ihre Wohnung verlassen können, um an einem Treffen wie diesem hier teilzunehmen. Für mich ist es auch mit manchen Risiken verbunden, mich unter die Leute zu begeben, aber ich denke, es ist meine Pflicht als jemand, der tatsächlich noch zu so einem Treffen wie diesem hier kommen kann, anderen ein Eindruck von dem zu vermitteln, was man Multiple Chemical Sensitivity oder MCS nennt. Deshalb möchte ich meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, dass man mir die Möglichkeit gewährt, heute zu Ihnen zu sprechen. Vielen Dank.</p>
<p>Ich möchte zu sieben Punkten etwas sagen. Beachten Sie bitte, wenn Sie mir zuhören, dass all meine Erkenntnisse auf persönlicher Erfahrung beruhen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>I. EINE URSACHE VON MULTIPLE CHEMICAL SENSITIVITY IST DIE TOXISCHE WIRKUNG VON EXTREM NIEDRIGEN BELASTUNGEN DURCH CHEMISCHE SUBSTANZEN.</strong></p>
<p>Am 1. Oktober 2009 hat das Japanische Medical Information System Development Center (MEDIS-DC/vergleichbar m.d. DIMDI), eine dem Gesundheitsministerium unterstehende Organisation (Ministry of Health, Labor and Welfare/MHLW) Multiple Chemical Sensitivity als <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/16/mcs-jetzt-auch-in-japan-im-icd-10-als-korperlich-bedingte-krankheit-klassifiziert/">offizielle Krankheitsbezeichnung in den Japanischen ICD-10 aufgenommen</a>. Multiple Chemical Sensitivity wurde für Japan mit dem Schlüssel T65.9 kodiert &#8211; &#8220;Toxische Wirkung einer nicht näher bezeichneten Substanz, Vergiftung ohne nähere Angabe&#8221;.</p>
<p style="text-align: left;">Sehen Sie sich bitte die folgenden Definitionen (1)(2) an:</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Diese Quellen verdeutlichen, dass MCS unter &#8220;Toxische Wirkung von Substanzen&#8221; eingeordnet wird.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>(1) T65.9 (ICD-10/WHO)</strong></p>
<p style="text-align: left;">Kapitel XIX: Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)</p>
<p style="text-align: left;">T51-T65: Toxische Wirkungen von vorwiegend nicht medizinisch verwendeten Substanzen</p>
<p style="text-align: left;">T65: Toxische Wirkung sonstiger und nicht näher bezeichneter Substanzen</p>
<p style="text-align: left;">T65.9: Toxische Wirkung einer nicht näher bezeichneten Substanz Vergiftung o.n.A.</p>
<p><strong>(2) Die Japanische Bezeichnungen der unter dem &#8220;ICD-10 Code T65.9&#8243; verschlüs-selten Erkrankungen</strong></p>
<ol>
<li>Multiple Chemical Sensitivity</li>
<li>Systemische Vergiftung</li>
<li>Vergiftung</li>
<li>Unfallbedingte Giftaufnahme</li>
<li>Selbstmordversuch mittels Gift</li>
</ol>
<p>In Japan herrscht die eindeutige Auffassung, dass die &#8220;toxische Wirkung chemischer Substanzen&#8221; die Ursache von Multiple Chemical Sensitivity ist. Und das bedeutet im Klartext, wenn es keine Chemikalien mit toxischer Wirkung gäbe, würde auch niemand auf Chemikalien mit Krankheit reagieren.</p>
<p>Wie Sie sehen, kann ich mittlerweile nicht mehr ohne doppelte Atemmaske leben. (VOC-Maske (Volatile Organic Compounds/flüchtige Organische Stoffe, Lösungsmittel) und Aktivkohlefilter-Maske). Besonders im Winter kann ich diese Maske nicht mal nachts zum Schlafen abnehmen, da die Heizungsanlage des benachbarten Gewächshauses nachts läuft und Abgase freisetzt. Der Hersteller der Heizanlage schreibt folgendes in seinem Online-Katalog: &#8220;Abgase sind für Körper und Gesundheit extrem schädlich. Stellen sie sicher, dass diese ins Freie abgegeben werden.&#8221; Warum ist es erlaubt, solche schädlichen Gase im Freien abzulassen?</p>
<p>Diese Gase bereiteten mir im Winter die größte Angst. Wenn diese Gase in der Luft sind, rieche ich plötzlich einen Brandgeruch, fange zu husten an, Müdigkeit tritt ein und meine Augen schmerzen. Desweiteren habe ich einen bitteren Geschmack im Mund, meine Zunge fühlt sich taub an und ich spüre die Vergiftungsbeschwerden meiner inneren Organe, insbesondere der Verdauungsorgane. Dann spüre ich eine starke Erschöpfung im ganzen Körper, so dass ich mich hinlege und schließlich einschlafe.</p>
<p>Inzwischen kann ich die schlimme Beeinträchtigung durch diese Gase nicht mehr abwehren, selbst wenn ich eine Atemmaske trage und einen Luftreiniger in meiner Wohnung laufen habe. Wenn der Wind von meinem Haus zum Gewächshaus weht, bin ich relativ sicher, wenn mein Haus aber in dessen Windschatten liegt, stößt mich dies immer in die Hölle. Um diesen Gasen auszuweichen, schlafe ich oft weit von meinem Haus entfernt in meinem Auto, oder manchmal in einem Reisfeld oder auf einem Berg. Dies ist nur ein Beispiel der Probleme, die ich als Kranker mit Multiple Chemical Sensitivity habe.</p>
<p>Für mich ist diese Welt, so wie sie gerade ist, eine giftige Welt, egal wo ich mich aufhalte oder hingehe. Die Giftigkeit von Substanzen in Konzentrationen von ppm und ppb [Mikrogramm und Nanogramm pro Kilo] haben einen gravierenden Einfluss auf meine Gesundheit. Meine täglichen Gesundheitsprobleme, welche durch die Belastung mit vielen schädlichen Chemikalien verursacht werden, können nicht länger einfach nur durch eine allergische Reaktion erklärt werden. Die Ärzte, welche meine Symptome nur hinsichtlich einer Immunstörung untersuchten, konnten meine Beschwerden nicht exakt diagnostizieren.</p>
<p>Nach meiner Ansicht ist es nicht möglich, Multiple Chemical Sensitivity richtig zu verstehen, ohne sich mit der Komplexität in der Umwelt vorhandener chemischer Toxizität und den Symptomen der Kranken zu befassen.</p>
<p>Ich benutze das Wort &#8220;Gift&#8221; (toxische Wirkung) nicht emotional. Ich benutze den Ausdruck &#8220;Gift&#8221; (toxische Wirkung) um alltägliche, normale Erscheinungen zu beschreiben, da ich ohne Atemmaske nicht leben kann.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>II. MULTIPLE CHEMICAL SENSITIVITY GIBT ES AUFGRUND KOMPLEXER TOXISCHER WIRKUNGEN VIELER CHEMIKALIEN UND BREITET SICH WELTWEIT AUS.</strong></p>
<p>In der modernen Gesellschaft kommen sehr viele Chemikalien vor. Es ist nicht mehr möglich, ohne Chemikalien zu leben. Natürlich gibt es viele Chemikalien mit toxischen Wirkungen. Unser Leben ist auf mannigfache Weise durch sie belastet. Es wurden immer mehr Chemikalien hergestellt, ohne die Wirkung von Chemikalien auf das Ökosystem ausreichend in Betracht zu ziehen und sich zu vergewissern, ob sie für Mensch und Tier sicher sind. Auf diese Weise wurde die &#8220;toxische Welt&#8221; global ausgeweitet.</p>
<p>Ich hatte über das Internet mit Kranken aus anderen Ländern Kontakt, die an Multiple Chemical Sensitivity und Umwelterkrankungen leiden. Ich vernahm jämmerliches Weinen, warme Worte von Mitgefühl, um einander zu trösten und kraftvolle Proteste und Forderungen an unsere &#8220;toxische Welt&#8221;. Darüber hinaus bekam ich viele wichtigen Informationen zu MCS und Umwelterkrankungen, die über das Internet weltweit verbreitet werden. Die Umweltverschmutzung durch viele Chemikalien [toxic soup] hat sich inzwischen auf die ganze Welt ausgedehnt.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>III. MULTIPLE CHEMICAL SENSITIVITY KANN MAN NICHT UNABHÄNGIG VON ANDEREN UMWELTBEDINGTEN ERKRANKUNGEN WIE ENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN UND CHRONISCHE MULTISYSTEMERKRANKUNGEN BETRACHTEN.</strong></p>
<p>Multiple Chemical Sensitivity kann nicht unabhängig von anderen Umwelterkrankungen wie Sick Building Syndrome, Allergien und elektromagnetische Überempfindlichkeit betrachtet werden. Wir dürfen uns nicht nur mit chemischen Umweltschadstoffen befassen, wir müssen uns auch andere Umweltfaktoren wie Erreger von Infektionen und elektromagnetische Felder ansehen. Viele MCS-Kranke haben auch Allergien und sind elektrosensibel. Die Erkrankung hat viele Gesichter.</p>
<p>Ziehen Sie es in Betracht, ihren Blick auf Entwicklungsstörungen zu erweitern. In Japan versteht man unter Entwicklungsstörungen weit verbreitete Entwicklungsstörungen, High Functioning Autism [Autismus bei hoher Intelligenz], Asperger Syndrom [soziale Störung], Lernstörungen (Legasthenie) oder <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat/">Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHD)</a> usw. Aktuell gibt es sehr viele Studien, die aufzeigen, dass möglicherweise Umweltfaktoren (Chemikalien) das Auftreten dieser Entwicklungsstörungen verursachen. Es gibt immer mehr solche Studien.</p>
<p>Ich habe zwei Kinder mit Entwicklungsstörungen bei mir zu Hause betreut, dabei erschienen mir Umweltschadstoffe als Ursache für solche Erkrankungen plausibel. Die Menschen um sie herum verstehen sie nicht, was diesen Kindern Kummer und Leid bereitet. Ihre Situation scheint unserer zu ähneln. An der Forschung über sie mitzuwirken bereitet mir sehr viel Freude.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>IV. FÜR MCS GIBT ES EINIGE GEMEINSAMKEITEN, ABER JEDER MENSCH HAT ANDERE SYMPTOME. DESHALB GIBT ES SEHR UNTERSCHIEDLICHE PROBLEME UND EINSCHRÄNKUNGEN BEI MCS. DAFÜR BRAUCHT MAN UMFASSENDE HILFE.</strong></p>
<p>Nach meiner Ansicht ist es sehr wichtig, die individuellen Symptome im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Problemen und Einschränkungen im Alltag zu verstehen. Ich wünsche mir sehr, dass die Ausstellung von Ausweisen für Arbeitsunfähigkeit und Behinderung der Lage der Betroffenen besser gerecht würde und schneller erfolgt. Es ist zu begrüßen, dass die Anerkennung von Arbeitsunfällen und der Behindertenstatus von MCS in Japan tatsächlich gesetzlich geregelt wurden. Die Anträge auf Bewilligung des Behindertenstatus sind jedoch teilweise schlecht ausgeführt, so dass der Papierkram nicht korrekt ausgefüllt werden kann. Ich denke, die Formulare sollten sofort überarbeitet und verbessert werden.</p>
<p>Die gemäß dem Status eines jeden Menschen garantierten Rechte auf medizinische Versorgung, Sozialhilfe, Arbeit, Unterkunft und Rente stehen in der  Japanischen Verfassung.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>V. NEBEN DER VERMEIDUNG VON BELASTUNGEN DURCH TOXISCHE SUBSTANZEN UND DER EINRICHTUNG VON UNGEFÄHRLICHEN UND SICHEREN LEBENSRÄUMEN, SOLLTE DER SCHUTZ VON LEBEN UND GESUNDHEIT DER KRANKEN, DEREN BEHANDLUNG UND ERHOLUNG ERSTE PRIORITÄT SEIN.</strong></p>
<p>Für Kranke mit MCS ist es am Allerwichtigsten, eine Belastung durch toxische Substanzen zu vermeiden.</p>
<p>Insbesondere eine Not-Evakuierung von Kranken zu ermöglichen, ist zur dringlichsten Angelegenheit geworden.</p>
<p>Es ist sehr schwierig, sich mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten einen sicheren Ort einzurichten. Um die großen persönlichen Ausgaben zu reduzieren, ist eine gewisse Unterstützung durch die Behörden für die Kranken absolut notwendig. Zusätzlich sollte mit Nachdruck darauf hingewirkt werden, allen Bürgen korrekte Informationen über schädliche Chemikalien in vollem Umfang zugänglich zu machen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>VI. WIR HABEN EIN SCHWERWIEGENDES PROBLEM UND WERDEN OFT VON GEFÜHLEN DER ISOLATION, EINSAMKEIT, BEUNRUHIGUNG, ANGST UND HILFLOSIGKEIT BEFALLEN.</strong></p>
<p>Dies ist eines der schlimmsten und wichtigsten Probleme. Weltweit müssen MCS-Kranke wie wir in Furcht leben und leiden. Traurigerweise gibt es immer noch ein paar Menschen, die aus Verzweiflung Suizid begehen. Wenn Menschen aus meiner Umgebung einschließlich meiner Familie meinen körperlichen und seelischen Zustand nicht verstehen können, überkommt mich ein schreckliches Gefühl der Verlassenheit.</p>
<p>Anhaltende schlechte Gesundheit, Beunruhigung, und Angst vor einer plötzlichen chemischen Attacke, Ausschluss aus den gesellschaftlichen Leben, führen bei mir zu einem Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung. Um diese Endlosschleife zu durchbrechen ist gegenseitige Hilfe unter Freunden, als auch von der Gesellschaft, von Nöten. Die gesellschaftliche Anerkennung und die Unterstützung durch das Sozialsystem sind absolut notwendig.</p>
<p>Wenn ich toxischen Chemikalien ausgesetzt bin, werde ich ärgerlich, ungeduldig und manchmal bekomme ich schlechte Laune. Ich kann kein freundliches Gesicht machten. Unglücklicherweise wird ein solches Verhalten nicht als Folge der chemischen Vergiftung eines Menschen angesehen, sondern eher als ein Problem seiner ethischen Einstellung, was nicht zutrifft. Um solche bedauernswerten Fehleinschätzungen zu verhindern ist es sehr wichtig, dass wir korrekte Informationen über die Erkrankung verbreiten und uns um die Anerkennung von MCS bemühen. Wir müssen jene unterstützen, die zu einem schwachen Selbstbewusstsein neigen, MCS-Kranke bestärken, damit sie frei und in Frieden leben und an der Gesellschaft mit mehr Selbstachtung teilnehmen können.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>VII. <a href="http://www.toxwatch.net/en/8principles.htm">DIE ACHT GRUNDLEGENDEN PRINZIPIEN</a> DER &#8220;RECHTLICHEN GRUNDLAGE EINER CHEMIKALIEN-POLITIK&#8221; WIE SIE VON <a href="http://www.toxwatch.net/cheminet/index.htm">ChemiNet</a> VORGESCHLAGEN WURDEN, SOLLTEN BEACHTET WERDEN.</strong></p>
<p>Alle in folgenden aufgeführten Regeln sind sehr wichtig.</p>
<p>Die meisten mit Multiple Chemical Sensitivity verbundenen Probleme würden grundlegend gelöst, wenn eine Politik zustande käme, welche weit verbreitete Chemikalien auf Grundlage dieser Prinzipien reguliert:</p>
<ol>
<li>Herstellung und Einsatz von Chemikalien für eine nachhaltige Gesellschaft (Reduzierung der Anzahl von Chemikalien)</li>
<li>&#8216;Keine Daten, kein Marktzugang&#8217; Regelung [Transparenz, Verkauf nur, wenn Daten zur biologischen Verträglichkeit vorliegen]</li>
<li>Die am meisten gefährdeten Menschen (Föten/Kinder) und das Ökosystem sollten Grundlage der Bewertungen [eines Stoffes] sein.</li>
<li>Lifecycle Management (Überwachung des gesamten Lebenszyklus eines Produktes) muss eingeführt werden. (Von der Forschung und Entwicklung bis zu Herstellung, Gebrauch, Wiederverwertung und Entsorgung)</li>
<li>Das <a href="http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2697.pdf">Vorsorgeprinzip</a> (PDF/1.1 MB) muss Beachtung finden</li>
<li>Das Prinzip alternativer Stoffe muss eingeführt werden [Wenn es unschädlichere Substanzen gibt, müssen diese eingesetzt werden]</li>
<li>Mitsprache aller Betroffenen &#8211; Bürgerbeteiligung muss eingeführt werden.</li>
<li>Es muss zu internationaler Zusammenarbeit kommen [Globalisierung eines menschen- und naturgerechten Umweltrechts]</li>
</ol>
<p><strong>Autor:</strong> Ryozo Tamakoshi, CACP, 2010</p>
<p><strong>Übersetzung: </strong>BrunO für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p>-</p>
<p><strong>Weitere CSN-Artikel zu Thema angemessene Hilfe für MCS-Kranke ist notwendig:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/16/mcs-jetzt-auch-in-japan-im-icd-10-als-korperlich-bedingte-krankheit-klassifiziert/">MCS jetzt auch in Japan im ICD-10 als körperlich bedingte Krankheit klassifiziert</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/21/bundesministerium-fur-gesundheit-zum-aktuellen-mcs-notfall/">Bundesministerium für Gesundheit zum aktuellen MCS-Notfall</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/07/31/in-gedenken-an-brigitte-s/">In Gedenken an Brigitte S. </a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/01/die-letzten-monate-im-leben-der-chemikaliensensiblen-angelika-s/">Die letzten Monate im Leben der chemikaliensensiblen Angelika S. </a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/31/angelika-musste-sterben/">Angelika musste sterben</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/04/italienischer-mcs-kranker-offenbart-durch-seinen-tod-eine-unbequeme-wahrheit/">Italienischer MCS-Kranker offenbahrt durch seinen Tod eine unbequeme Wahrheit</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Ölpest: Die Kinder am Golf von Mexiko</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/02/olpest-die-kinder-am-golf-von-mexiko/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/02/olpest-die-kinder-am-golf-von-mexiko/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 12:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz, Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Benzol]]></category>
		<category><![CDATA[Entgiftungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[Golf von Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der folgende Artikel von Alice Shabecoff beschreibt nicht nur, welcher bedrückenden Gefahr nun die Allerschwächsten in der Golfregion ausgesetzt sind. Er zeigt auch, was wir anderen Völkern angetan haben, in denen solche Unfälle zur Tagesordnung gehören, während wir gedankenlos ihr Öl verbraucht haben, das auch uns enorme Umweltbelastungen beschert hat. Und letztlich wird alles, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Rubberduck.gif"><img class="size-full wp-image-9020 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Mit Öl kontaminierte Gummiente" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Rubberduck.gif" alt="" width="420" height="309" /></a></p>
<p>Der folgende Artikel von Alice Shabecoff beschreibt nicht nur, welcher bedrückenden Gefahr nun die Allerschwächsten in der Golfregion ausgesetzt sind. Er zeigt auch, <a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/august/die-kloake-der-oelindustrie">was wir anderen Völkern angetan haben</a>, in denen solche Unfälle<a href="http://www.freitag.de/wissen/1022-stinkendes-siechtum"> zur Tagesordnung gehören</a>, während wir gedankenlos ihr Öl verbraucht haben, das auch uns enorme Umweltbelastungen beschert hat. Und letztlich wird alles, was giftig ist und MCS hervorruft, überwiegend aus Erdöl hergestellt.</p>
<p><strong>Ölpest: Die Kinder am Golf von Mexiko</strong></p>
<p>Während sich der gigantische Ölteppich der BP-Ölkatastrophe den Küsten und Gemeinden nähert, ist jeder über die Folgen für die Tiere und die natürliche Umwelt besorgt, schweigt seltsamerweise jedoch zu einer anderen unausweichlichen Gefahr. Eine massive Schädigung der Kinder am Golf von Mexiko ist nun nicht mehr zu vermeiden.</p>
<p>Wenn man das Öl in der Luft riechen kann, wie jetzt berichtet wird, bedeutet dies, dass die Chemikalien in der Luft sind und eingeatmet werden können. Eltern, die helfen, das Öl zu beseitigen, (die oft dazu nicht mal Handschuhe bekommen, wie wir gehört haben), werden diese Chemikalien auf ihrer Haut und mit der Kleidung in ihre Wohnungen tragen. Wenn das Öl an der Küste angekommen ist, gelangt es in die Wasserversorgung.</p>
<p>Rohöl ist eine komplexe Mischung aus hunderten hochgiftiger Chemikalien, einschließlich Benzol und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die sowohl dafür berüchtigt sind, Krebs zu verursachen, als auch das Nervensystem zu schädigen. Genaugenommen können die Bestandteile des Rohöls jedes der Körpersysteme schädigen, vom Fortpflanzungs- und Atemsystem bis zum Immunsystem, Nieren, Leber und das Magen-Darm-System. Sie stören die Organe des Hormonsystems, welches das geistige und körperliche Wachstum genau so regelt, wie die Fruchtbarkeit. Sie durchdringen mühelos Zellwände, zerstören Zellstrukturen, mitsamt der DNA.</p>
<p>Allerdings ist die Gefahr für Kinder wegen ihrem noch nicht voll entwickelten Körper am größten. Mit einen noch nicht voll ausgebildeten Immun- und Entgiftungssystem sind sie grundsätzlich stärker gefährdet als Erwachsene. Das Kind im Mutterleib ist am meisten gefährdet. Der erst kürzlich erschienene<a href="http://deainfo.nci.nih.gov/advisory/pcp/pcp08-09rpt/PCP_Report_08-09_508.pdf"> Bericht des &#8220;Cancer Panel&#8221;</a> (pdf), der Krebskommission des Amerikanischen Präsidenten, warnt vor Chemikalienbelastung während der Schwangerschaft. Längst sind Schäden eingetreten: Krebs bei Kindern, einst eine Seltenheit, ist während er letzten 20 Jahre, als die chemische Produktion rasant zunahm, auf 67% emporgeschnellt. Wir werden in den noch kommenden Jahren einen Gipfelwert in ähnlich entsetzlichen Statistiken aus der Golfregion zu Gesicht bekommen.</p>
<p>Wieso sprechen die Bundesbehörden nicht von diesem drohenden Unheil? Sie sollten die lokalen Behörden auf Möglichkeiten hinweisen, die Belastungen zu minimieren. Leuten die mit Rohöl arbeiten, sollten eine Schutzausrüstung bekommen. Es müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden, um kleine Kinder und schwangere Frauen zu schützen.</p>
<p>Die Körper unserer Kinder sind längst mit toxischen Substanzen in gefährlichem Maße überbelastet und viel zu viele, eins von dreien, leiden in Folge dessen an chronischen, manchmal tödlichen Krankheiten.</p>
<p>Was werden wir aus der Katastrophe lernen? Werden die Kosten für Krebs bei Kindern, Geburtsfehler, Asthma, und das Zurückgehen männlicher Geburten in die zukünftigen Energie-Pläne unserer Nation eingerechnet? Diese neuste Attacke aus dem Meer ist ein weiterer Grund, weshalb wir aktiv werden müssen, um das Öl allmählich aus unserer Ökonomie und unserer Umwelt heraus zu bekommen.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Alice Shabecoff für CSN – Chemical Sensitivity Network,  25. Mai 2010</p>
<p><strong>Übersetzung:</strong> BrunO für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p><strong>Zur weiteren Information:</strong></p>
<p>Crude Oil Health Hazards Fact Sheet, von Dr. Michael Harbut (Kamanos Cancer Institute) und Dr. Kathleen Burns von <a href="http://www.sciencecorps.org/crudeoilhazards.htm">Sciencecorps</a></p>
<p><a href="http://www.rikiott.com/spillinfo.php">Informationsseite</a> von Riki Ott, Aktivist und Überlebender der Exxon Valdez Katastrophe</p>
<p>&#8211;</p>
<p><a href="http://www.poisonedprofits.com/authors.php">Alice Shabecoff </a>war  in ihrem Berufsleben als Journalistin für die New York Times, die  Washington Post und die International Herald Tribune tätig. Zusammen mit ihrem Mann Philip, hat sie das Buch <a href="http://www.leftistbookshop.com/?page=shop/flypage&amp;wt=1.00&amp;product_id=8261&amp;CLSN_2127=12710211832127773d142172b4ecedd8">&#8220;Poisoned for Profit: How Toxins Are Making Our Children Chronically Ill&#8221; </a>(Für den Profit vergiftet: Wie Giftstoffe unsere Kinder chronisch krank machen) geschrieben.</p>
<p><strong>Weitere Artikel von Alice Shabecoff:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/17/anti-bakteriell-anti-gesund/">Anti-Bakteriell = Anti-Gesund</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/08/ubergewicht-warum-wir-fett-werden-fakten-hintergrunde-pravention/">Übergewicht,  warum wir fett werden – Fakten, Hintergründe</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/19/vergiftete-profite-poisoned-profits/">Vergiftete  Profite – Poisoned Profits</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Seit 25 Jahren krank durch Holzschutzmittel</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/26/seit-25-jahren-krank-durch-holzschutzmittel/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 13:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
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Der Marathon fand statt, aber anders als geplant 
1977 (16 Jahre alt) begann ich eine Lehre in einer Holzgroßhandlung. Ich war bis zu dem Zeitpunkt gesund, keinerlei Problem. Ich war sehr sportlich und habe immer Fußball gespielt. Etwa ein Jahr später bekam ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder einseitige Taubheitsgefühle, vom Fuß beginnend, über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Trauriger-Mann.gif"><img class="size-full wp-image-8932 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Krank durch Holzschutzmittel" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Trauriger-Mann.gif" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p><strong>Der Marathon fand statt, aber anders als geplant </strong></p>
<p>1977 (16 Jahre alt) begann ich eine Lehre in einer <a href="http://www.mdr.de/exakt/5498838.html">Holzgroßhandlung.</a> Ich war bis zu dem Zeitpunkt gesund, keinerlei Problem. Ich war sehr sportlich und habe immer Fußball gespielt. Etwa ein Jahr später bekam ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder einseitige Taubheitsgefühle, vom Fuß beginnend, über die Hand, den Rücken ins Gesicht, Mund und den Rest vom Kopf. Dabei konnte ich nicht mehr sprechen. Die Sprachfähigkeit stellte sich erst wieder ein, wenn dieses taube Gefühl im Kopf weg war. Naja, in dem Alter denkt man sich bei manchen Dingen nicht viel, zumal dann wieder alles in Ordnung war wie immer.</p>
<p><strong>Krankenhaus statt Marathon</strong></p>
<p>Dies ging  bis 1985. Ich hatte geplant, meinen ersten Marathon zu laufen. Stattdessen lag ich dann acht Wochen im Krankenhaus. Was war passiert? Ich hatte wieder mal so eine <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-9157678.html">Taubheitsattacke</a>. Ich lies mich nach Hause fahren und war dermaßen müde, dass ich mich nicht mehr wach halten konnte. Als ich aufwachte, war mir nur schlecht. Ich dachte, das geht wieder weg. Am nächsten Tag ging ich wieder arbeiten, irgendwie ging es mir nicht besser und ich bin nach zwei Stunden wieder nach Hause. Am nächsten Tag ging ich zum Arzt und wurde für den Rest der Woche krankgeschrieben.</p>
<p><strong>Eine Abwärtsspirale begann</strong></p>
<p>Montags war mir immer noch schlecht. Wieder zum Arzt, noch eine Woche krankgeschrieben. Sonntagabend, ich hatte schon zwei Kilo abgenommen, mir ging es immer schlechter und ich fing an zu zittern. Ich hielt es nicht mehr aus und sagte meiner Mutter, sie sollte den Notarzt rufen. Ich lag inzwischen im Bett und zitterte wie Espenlaub. Der Arzt kam und mein Blutzuckerwert war auf 25 abgesackt. Er hängte mich an einen Tropf und mir ging es schlagartig wieder gut. Dann traf der Krankenwagen ein und ich kam ins Krankenhaus, acht Wochen. Mir ging es schon am anderen Morgen nach der Einlieferung wieder schlecht. Mir wird schwindlig in Fahrstühlen und ich bekam nach dem Frühstück immer Herzrasen. Ohne einen Befund wurde ich wieder entlassen. 3 Tage war ich dann noch in der Mayo &#8211; Klinik in Wiesbaden, am letzten Tag beim Psychologen. Psychosomatische Ursache die Diagnose! Ich war stinksauer und konnte es nicht fassen. Mir geht es nur schlecht und alle sagen, ich bin gesund.</p>
<p><strong>Oberstes Ziel: Funktionieren</strong></p>
<p>Zwei Wochen war ich noch krankgeschrieben, dann ging ich wieder arbeiten, obwohl es mir noch immer schlecht ging. Inzwischen fühlte ich mich jeden Tag wie unter Strom, hatte jeden Tag Kopfschmerzen, Probleme mit dem Neonlicht in der Firma, und das alles über Jahre hinweg. Das war der Horror. Laufen konnte ich nicht mal mehr 6 Kilometer, egal was ich versuchte. Bis 1989 habe ich in dem Holzgroßhandel noch ausgehalten, dann habe ich gekündigt und war für sechs Monate bei einem Lieferanten. Weniger Stress, mehr Gehalt, aber mir ging es nicht besser. Dann habe ich dort aufgegeben. Ich hatte kurz vorher ein sehr gutes Angebot bei Beiersdorf im Außendienst abgelehnt, weil es mir schlecht ging, was aber niemand wusste. Ich habe immer versucht, irgendwie normal zu funktionieren.</p>
<p><strong>Kranke unerwünscht</strong></p>
<p>1990 habe ich noch einen Versuch bei Portas gestartet, wo ich dann in der Probezeit entlassen wurde, weil ich mich hatte krankschreiben lassen &#8211; ich konnte nicht mehr. Die haben gesehen, was los war und haben mich natürlich gleich entlassen. Ich hatte mich dann selbständig gemacht mit einem Schreiner, den ich vom Großhandel kannte. Wir haben zusammen gearbeitet, vier Monate. Da hatte ich noch eine private Krankenversicherung. Mein Hausarzt wollte eine Behandlung auf Verdacht durchführen und ich sollte eine Kostenbeteiligung bei der Versicherung beantragen. Die warfen mir vor, ich hätte eine Krankheit nicht angegeben und habe mir den Vertrag gekündigt. Es wurde ja nie etwas diagnostiziert!</p>
<p><strong>Der Amtsarzt sagt: Sie sind gesund!</strong></p>
<p>Ich meldete mich beim Arbeitsamt. Damals war das noch nicht so ein Stress und Druck wie heute. Sechs Jahre war ich bei denen. Ich hatte meine Ruhe, aber mir ging es nicht besser. Inzwischen hatte ich noch Magen &#8211; Darmprobleme und sehr oft Sodbrennen. Mir wurde bei einer Untersuchung die Wirbelsäule punktiert, ohne Ergebnis. Inzwischen nervte mich das Arbeitsamt. Ich sagte, dass ich schon seit Jahren krank wäre. Ich musste zum Amtsarzt, der sagte, ich sei gesund. Die wollten mich zum Spargelstechen schicken und ich sagte, ich kann nicht. Ich musste einen Schrieb unterschreiben, dass ich krank wäre und dann haben sie mich rausgeworfen! Zum Sozialamt wollte ich nicht gehen, da ich ja auch keine Krankheit nachweisen konnte. Voll arbeiten ging auch nicht, also, wieder selbständig, um irgendwie über die Runden zu kommen.</p>
<p><strong>Wieviel kann/muss man aushalten?</strong></p>
<p>Zum Glück hatte ich mir den Dachboden bei meinen Eltern ausgebaut und musste zu der Zeit noch keine Miete bezahlen. Keine Krankenversicherung und keine Rentenversicherung, dafür reichte es nicht. Das habe ich bis 2008 so gemacht. Niemand wusste die ganzen Jahre, wie es mir wirklich geht. Einem Arzt sagte ich mal, dass ich es nicht mehr aushalten würde. Der gab mir Psychopharmaka, abends eine Tablette, sagte er. In der Nacht flog ich wie ein Vogel durch Hochhausschluchten. Ich wachte morgens auf, hatte die verschiedensten Töne in den Ohren, ich war total zugedröhnt. Ich musste auf Toiletten, wurde beim Aufstehen ohnmächtig und knallte mit dem Kopf auf den Nachttisch. Als ich wieder aufwachte, schleppte ich mich auf die Toilette, wo ich wieder ohnmächtig wurde und auf den Boden fiel. Ich weiß nicht, wie lange ich da gelegen hatte. Ich schleppte mich wieder ins Bett, hatte Tränen in den Augen und fragte mich, wie lange das noch so weiter gehen soll. Dem Arzt sagte ich, dass ich die Tabletten nicht mehr nehmen würde. Ich hatte später irgendwann doch die Anleitung gelesen, da stand: man sollte morgens die Tablette nehmen!!</p>
<p><strong>Das Vertrauen in Ärzte schwand dahin</strong></p>
<p>Bei fünf Ärzten war ich in der Zeit bis 2009. 2001 habe ich selbst festgestellt, dass ich keinen Kaffee, keinen Tee (von beidem stand ich immer unter Strom), keine Farbstoffe und Konservierungsstoffe vertrage. Den Arzt hat das wenig interessiert. Ein gebrochenes Schultergelenk wurde bei mir nach einem Sturz auch nicht erkannt, erst nach drei Monaten. Seit 1980 hatte ich erhöhten Blutdruck, erst seit einem halben Jahr bekomme ich dafür Tabletten, wie auch für meine Magenprobleme Säureblocker. Oft habe ich mir gewünscht, morgens einfach nicht mehr aufzuwachen, weil ich nicht wusste, wie ich den nächsten Tag überstehen sollte.</p>
<p>Die Taubheitsattacken kommen von Nahrungsmittel die ich anscheinend nicht vertrage. Allen Ärzten hatte ich meinen <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13693373.html">Verdacht auf eine Schadstoffbelastung</a> geschildert, niemand ist dem nachgegangen! Alle Ärzte habe ich der Ärztekammer gemeldet, niemand ist sich einer Schuld bewusst, alles wurde abgewiegelt.</p>
<p><strong>Heilpraktikerin kam Vergiftung auf die Spur</strong></p>
<p>2007 bin ich durch Zufall durch meine Freundin zu einer Heilpraktikerin gekommen, die sich seit über 30 Jahren mit Schadstoffen und Allergien befasst. Die stellte mir sofort ganz gezielte Fragen, sodass ich fragen musste, woher sie weiß, wie es mir geht und welche Probleme ich habe. Der erste Mensch, der mich verstanden hatte, aber zu spät, sie konnte nichts mehr tun.  Das war ein Schock für mich. Ich hatte immer gehofft, dass mir irgendwann irgendjemand helfen könnte. Sie erklärte mir jedoch diese negativen Dinge nicht. Die Diagnosen habe ich mir selbst im Internet übersetzt und es dauerte über ein Jahr, bis ich das alles verstanden hatte.</p>
<p><strong>Krank? Dann ist man nichts mehr wert</strong></p>
<p>Dass es zu spät sei, das hatte ich meiner damaligen Freundin, die ich schon über 20 Jahre kannte samt Familie, aber nur 9 Monate mit ihr zusammen war, nicht gesagt. Ich wollte sie damit nicht belasten. Sie hatte damals den Ausbruch der Krankheit noch miterlebt und mich im Krankenhaus besucht. Damals ging ich wegen der Krankheit keine Beziehung mit ihr ein und ich hatte sie dann über 20 Jahre nicht mehr gesehen. Man könnte sage, dass sie die Liebe meines Lebens war, bis zu diesem Zeitpunkt. Als sie erfuhr, dass ich nicht regelmäßig arbeitete, was ja für mich schon seit Jahren normal war, sagte sie, ihr würde das gar nicht gefallen und ihr Ex wäre ja bald mit seiner Ausbildung fertig. Außerdem musste ich mir vor einer Feier sagen lassen, ich solle mich mit dem Essen zurück halten, sie hätte keine Lust wegen mir früher nach Hause zu fahren. Das war ein starkes Stück!</p>
<p><strong>Schnödes „Good bye“ per E-Mail</strong></p>
<p>Drei Wochen später wurde ich per Email vor die Tür gesetzt, sie ist wieder mit meinem Vorgänger zusammen, den sie abserviert hatte, weil er arbeitslos wurde. So viel zu Toleranz und Beistand bei Krankheit (wie mies kann man denn sein, sie war nur wegen meiner Visitenkarte mit mir zusammen war). Ich hatte vorher noch ihre komplette Küche umgebaut und eine neue zu meinem Einkaufspreis eingebaut, Rasen gemäht, Hecken geschnitten, Wurzeln ausgegraben, ohne Rücksicht auf mich. Alles ohne ein Danke. Diesen miesen Abschuss habe ich bis heute nicht verkraftet. Ich kann so viel Hinterhältigkeit immer noch nicht fassen. Noch nie habe ich mich im Leben so gedemütigt und wie Dreck behandelt gefühlt.</p>
<p><strong>Rundum fertig</strong></p>
<p>Inzwischen legte ich meinem Hausarzt die Diagnosen der Heilpraktikerin vor und drohte ihm mit den Medien. Diagnose der Heilpraktikerin: Reduzierter Allgemeinzustand als Folge von Schadstoffbelastung, periphere Durchblutungsstörungen, MCS, multiple Nahrungsmittelempfindlichkeiten &#8211; und Allergien, vegetative Dystonie infolge endogener &#8211; und exogener Stressbelastung, lymphatische &#8211; allergische Diathese, Vitamin B12 Mangel.</p>
<p>Ich habe bei einigen Lebensmitteln wahre „Erdbeben“ in mir, bis zu Durchfällen über den ganzen Tag, habe mit Licht vor allem beim Einkaufen Probleme, meine Kopfhaut fühlt sich irgendwie wie Leder an und ist durch anfassen mit kalten Fingern nicht richtig kälteempfindlich. Ich fühle mich leer vor allem im Kopf und habe das Gefühl, dass in meinem Kopf ein Stein ist statt ein Gehirn. Sehstörungen, ich vergesse manchmal Worte beim Sprechen oder Dinge die ich tun wollte, kann mich nicht mehr von richtig von Anstrengungen erholen, bin schnell gereizt oder genervt, schaffe es immer noch nicht mehr als 7 Kilometer zu laufen, was ich auch ganz aufgegeben habe.</p>
<p>Bei den Taubheitsattacken sehe manchmal auf einem Auge gar nichts mehr und habe bis zu drei Tagen Migräne. Öfters habe ich Kopfschmerzen, ich habe oft Ohrensausen, häufig ist mir so hundeelend, dass ich glaube ich sterbe. Ich weiß seit 25 Jahren nicht mehr wie es ist, wenn man sich gut und normal fühlt. Ich fühle es gibt in meinem Gehirn keine Endorphine mehr oder nur noch sehr wenige, fühle mich antriebslos, Schilddrüsenunterfunktion (auch nicht erkannt, oder nichts dagegen unternommen). Drei Seiten mit Lebensmitteln hatte die Heilpraktikerin mir ausgedruckt, die ich mehr oder weniger vertrage. Manchmal reagiert mein Körper auch schon auf Dinge die ich immer vertragen habe.</p>
<p><strong>ARGE – Das Grauen nimmt seinen Lauf</strong></p>
<p>Juli 2008 habe ich ganz aufgegeben und mich bei einer ARGE angemeldet, ALGII. Das wollte ich so lange wie möglich vermeiden. Wer dort schon mal war, weiß warum &#8211; das ist das Grauen. Menschenunwürdig und man ist rechtlos. Mein Antrag wurde über vier Monate bearbeitet und dann mit dem Hinweis abgelehnt, wenn ich einen Verwertungsausschluss für meine Lebensversicherung beigefügt hätte, wäre er genehmigt worden! Woher sollte ich das wissen?  Bis heute klage ich dagegen, schon mit dem zweiten Anwalt. Mein aktueller Rentenbescheid beläuft sich auf 359€. Erst Anfang Dezember 2008 bekam ich Leistungen, aber nur einen Teil, weil mir ein durchschnittlicher Umsatz vom Vorjahr abgerechnet wurde, den ich gar nicht mehr hatte. Außerdem ging es wieder zum Amtsarzt.</p>
<p><strong>Gehen Sie mal zum Umweltarzt</strong></p>
<p>Ich legte dem Amtsarzt ein Schreiben von mir und die Diagnose der Heilpraktikerin vor. Er sagte mir, er würde mir ja alles glauben, aber Heilpraktiker seien nicht anerkannt, ich solle zu einem Facharzt für Umweltmedizin  gehen. Mein Hausarzt wollte noch mal mit dem Amtsarzt telefonieren, was er vergas. Ich hakte nach und er besprach mit ihm, dass ich für drei Stunden täglich arbeitsfähig sei, damit mich das Kreisamt (ARGE) nicht mehr „piesacken“ würde. Ich könnte noch zu einem Umweltarzt gehen, aber für mich würde sich sowieso nichts mehr ändern. Auf Deutsch: Sieh zu wie du klar kommst.</p>
<p>Also suchte ich so einen Umweltarzt und bei mir im Ort war so eine Ärztin. Bei meinem Termin war ich gerade mal zehn Minuten bei der guten Frau. Sie fragte, was sie da jetzt noch tun sollte. Ich habe mich dann einfach verabschiedet und bin gegangen. Wollen Ärzte Patienten eigentlich noch helfen oder kassieren die nur die Krankenkassen und die Privatpatienten ab???</p>
<p><strong>Und wieder ausgetrickst</strong></p>
<p>Meinen Hausarzt sagte ich, dass ich eine <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/13/volle-rentenleistung-aus-der-privaten-berufsunfahigkeitsversicherung-buz-bei-fibromyalgie-mcs-sbs-cfs/">Arbeitsunfähigkeitsversicherung</a> hätte. Dafür würde es nicht reichen, sagte er mir. Acht Monate später meldete sich meine Versicherung, der Neue, der die Vertretung übernommen hatte. Er kam vorbei und ich schilderte ihm mein Fall. Da ich mehr als 50% arbeitsunfähig sei, hätte ich die Versicherung in Anspruch nehmen können, jetzt war es zu spät, da ich sie gekündigt hatte, weil ich sie nicht mehr bezahlen konnte. Toll!!</p>
<p><strong>Na, dann werden Sie doch Heilpraktiker</strong></p>
<p>Ich suchte mir einen neuen Hausarzt, legte dem alles vor. Der fragte was ich arbeite. Ich: „seit 1990 bin ich nicht mehr angestellt, ich beziehe ALG II“. Er meinte, ich hätte sicher einiges drauf um arbeiten zu können. Ich sagte ihm, er hätte keine Ahnung was ich die Jahre mitgemacht hätte. Er dann, ich könnte ja einen dreimonatigen Lehrgang machen, um Heilpraktiker zu werden. Was für ein Schwachsinn. So etwas muss man sich noch zu alledem anhören. Man kommt vom Regen in die Traufe.</p>
<p><strong>ARGE Sachbearbeiter war MCS kein Fremdwort</strong></p>
<p>Vor Wochen musste ich zu meinem Fallmanager bei der ARGE, der mich vermitteln wollte. Dem legte ich auch wieder alles vor. Wie ich das langsam leid bin, jedem alles wieder neu zu erklären. Aber der verstand mich sogar und kannte MCS. Ich erklärte ihm, es wäre wohl sinnlos irgendwo zu arbeiten, wenn man sich nicht gut fühlt und die Hälfte der Zeit deshalb nicht arbeiten kann, bzw. das Haus nicht verlassen kann. Jetzt muss ich wieder zum Amtsarzt, weil die Einstufung nur für ein Jahr gilt. Ich muss also bis zur Rente jedes Jahr dort hin und von  359€ leben. Wer macht solche Gesetze??? Ist ein Mensch der krank ist gar nichts mehr wert??? Er würde mich nicht vermitteln und ich solle jeden Monat drei Proforma-Bewerbungen schreiben. Ich dachte,  ich spinne!</p>
<p><strong>Ausgemustert wie ein kaputter Roboter – Ist das OK?</strong></p>
<p>Noch nie im Leben hatte ich Schulden. Durch die ARGE ist das jetzt der Fall. Mir wurde von meinem Sachbearbeiter der ARGE gesagt, dass meine Eltern ja meine Vermieter seien, die würden mir sicher Mietaufschub gewähren!! Wo anders wäre mir schon die Wohnung gekündigt worden und ich würde auf der Straße stehen.</p>
<p>Ich war mein Leben lang im Verein und war im Motorradclub. Das kann ich mir alles nicht mehr leisten. Ich überlege schon, ob ich mich nicht wieder bei der ARGE abmelde und mein Gewerbe wieder anmelde, ohne Kranken- und Rentenversicherung. Es ist nur noch demütigend und menschenverachtend. Ich gebe zu, man denkt, wenn man so etwas erlebt, darüber nach, ob man so weiter leben möchte. Ich weiß nicht, wie ich das Ganze alles bis heute ausgehalten habe.</p>
<p>Ich wünsche mir Toleranz und Anerkennung meiner Krankheit. Ich war Formaldehyd, Lösungsmitteln, Kunststoffen, Farben, Lacken, Holzschutzmitteln (auch Xyladecor) und Leimen fast 13 Jahre lang ausgesetzt. Zusätzlich hatte ich das Ganze noch in meiner Wohnung, die ich zusätzlich nach Ausbruch der Krankheit auch noch ausgebaut habe. Aber ein Mensch ist in Deutschland nur noch etwas wert, wenn er gesund ist und Arbeit hat. Ich verweigere jede Wahl, da ein Politiker nicht mehr für mich wählbar ist und es niemanden mehr um die Menschen geht, sondern nur noch um Geld und Macht!</p>
<p><strong>Autor: </strong>Michael Hundsdorf für CSN-Chemical Sensitivity Network, Mai 2010</p>
<p><strong>Weitere Artikel zum Thema Holzschutzmittel und krank durch den Beruf: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1997/SWB_01_97/Holzgiftprozess/holzgiftprozess.html">Kommentar zum Ausgang des Holzgiftprozesses und den Einschätzungen der Fachleute</a> (01/97)<strong><br />
</strong></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/10/20/die-holzschutzmittel-opfer-legal-vergiftet-dann-vergessen/">Die Holzschutzmittel-Opfer &#8211; Legal vergiftet, dann vergessen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/06/reha-bringen-sie-beim-abholen-einen-rollstuhl-mit/">REHA: Bringen Sie beim Abholen einen Rollstuhl mit</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/09/resultat-eines-arbeitslebens-als-maler/">Resultat eines Arbeitslebens als Maler</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/25/berufsgenossenschaften-bekennen-multiple-chemical-sensitivity-mcs-und-sick-building-syndrome-sbs-kosten-milliarden/">Berufsgenossenschaften bekennen, Multiple Chemical Sensitivity &#8211; MCS und Sick Building Syndrome kosten Milliarden</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>MANIFEST: Wir wissen, dass sie uns anlügen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/24/manifest-wir-wissen-dass-sie-uns-anlugen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 07:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Wir wissen, dass sie uns anlügen
-
(ANTI-TOXISCHES MANIFEST)
-
Wir wissen, dass sie uns anlügen. Sie belügen uns. Wir wissen, dass sie lügen.
Für die Politiker sind wir schwarze Schafe in ihrer kontrollierten Herde.
Für die Ärzte, die uns belügen, sind wir Meerschweinchen, die sich nicht richtig benehmen können.
Für die Industrie, die uns belügt, sind wir unprofitable defekte Maschinen.
Für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-xxx3.jpg"><img class="size-full wp-image-8920 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Anti-Toxisches Manifest" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-xxx3.jpg" alt="" width="300" height="426" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ea0000;">Wir wissen, dass sie uns anlügen</span></strong></p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;"><strong>(ANTI-TOXISCHES MANIFEST)</strong></p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p>Wir wissen, dass sie uns anlügen. Sie belügen uns. Wir wissen, dass sie lügen.</p>
<p>Für die Politiker sind wir schwarze Schafe in ihrer kontrollierten Herde.</p>
<p>Für die Ärzte, die uns belügen, sind wir Meerschweinchen, die sich nicht richtig benehmen können.</p>
<p>Für die Industrie, die uns belügt, sind wir unprofitable defekte Maschinen.</p>
<p>Für die Pharmafirmen sind wir der Stein in ihrem Schuh.</p>
<p>Die Krankheitsleugner belügen uns.</p>
<p>Diejenigen, die von Fortschritt reden und dabei eine Hand auf ihrer Brieftasche haben, belügen uns.</p>
<p>Aber wir glauben ihnen ihre toxischen Lügen nicht.</p>
<p>Auch wenn sie uns unsichtbar machen wollen, uns einsperren wollen in eine Krankheit und den Schlüssel wegwerfen, uns vergiften und uns den Mund verbieten, uns töten und uns unechte Blumen aufs Grab pflanzen, werden sie nicht in der Lage sein, uns einzusperren, uns ruhig zu bekommen, geschweige denn uns versch-winden zu lassen.</p>
<p>Wir haben keine Geduld mehr und wir sind keine braven Patienten. Wir rechtfertigen uns nicht, noch erklären wir uns selbst.</p>
<p>Wenn Du unter Fibromyalgie leidest, ME/Chronic Fatigue Syndrome überlebt hat, wenn Du mit Multiple Chemical Sensitivity gequält bist, dann solltest Du wissen, dass Du Dich in einem Krieg befindest. Deren Lügen verängstigen uns nicht, sie sind die Munition in diesem Krieg, der gerade erst begonnen hat.</p>
<p>Wenn Du glaubst, Du seist gesund, suche Dir die Seite, auf der Du stehen willst aus: Werde krank mit ihnen oder lebe mit uns.</p>
<p>Jetzt sind wir dran: Wir nennen unsere Krankheit beim Namen, wir entscheiden was wir wollen/brauchen, wir definieren was MCS ist.</p>
<p>Wir glauben deren toxische Lügen nicht.</p>
<p>Wir wissen dass sie lügen.</p>
<p>-</p>
<p><strong>Clara Valverde &amp; Eva Caballé, <a href="http://nofun-eva.blogspot.com/">No Fun</a></strong></p>
<p><strong>CSN – Chemical Sensitivity Network schließt sich dem Manifest  an.</strong></p>
<p>-</p>
<p>Veröffentlicht am 12. Mai 2010 – Internationaler Fibromyalgia, ME/CFS und MCS Tag</p>
<p>Übersetzung: Silvia K. Müller, CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-II-xx.jpg"><img class="size-full wp-image-8899 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Anti-Toxic Manifest" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-II-xx.jpg" alt="" width="300" height="426" /></a></p>
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