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	<title>CSN Blog &#187; Menschenrechte</title>
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		<title>Trier sehen&#8230;und sterben</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 07:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[MCS, Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialgericht]]></category>
		<category><![CDATA[toxisch]]></category>
		<category><![CDATA[will nicht sterben]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Oder: Behörden, Patrick und der ganz große Coup Die Lebensuhr des 20-jährigen Patrick läuft unaufhörlich weiter ab (auch die seines ebenfalls schwer toxisch erkrankten Vaters) – eine tickende Zeitbombe. Ich schweige nicht mehr, ich habe keine Angst mehr Fortsetzung von: Verflucht, ich akzeptiere nicht dass mein Leben gelaufen ist! Alles hat die Krankheit „MCS“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Flaschenpost.jpg"><img class="size-full wp-image-14645 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="„Ich will nicht schon bald sterben, ich will leben!“" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Flaschenpost.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Oder: Behörden, Patrick und der ganz große Coup<br />
</strong></p>
<p>Die Lebensuhr des 20-jährigen Patrick läuft unaufhörlich weiter ab (auch die seines ebenfalls schwer toxisch erkrankten Vaters) – eine tickende Zeitbombe.</p>
<p><strong>Ich schweige nicht mehr, ich habe keine Angst mehr</strong></p>
<p>Fortsetzung von: <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/09/verflucht-ich-akzeptiere-nicht-dass-mein-leben-gelaufen-ist/ ">Verflucht, ich akzeptiere nicht dass mein Leben gelaufen ist</a>!</p>
<p>Alles hat die Krankheit „MCS“ meinem Sohn genommen, die Macht über seinen Körper, seine Selbständigkeit, seine Gesundheit, sein gesamtes bisheriges  Leben …&#8230;..</p>
<p>Jeder Tag ist eine Expedition ins Ungewisse, jeder Tag ein Kampf zurück ins Leben, jeder Tag die Hoffnung irgendwie geht es weiter, jeder Tag „Ich schaffe das schon!“</p>
<p>Es ist eine Grenzerfahrung, mit der Patrick  (und auch wir Eltern) umgehen müssen. Aber ich weiß definitiv, Patrick ist daran nur gewachsen, er lässt sich nicht zerstören.</p>
<p>Wie früher wird es nie wieder sein, jetzt geht es darum, das noch zu erhalten, was noch übrig ist: seine Würde, sein Stolz und seine Restgesundheit.</p>
<p>Unser  Kampf um unseren schwer toxisch erkrankten  Sohn und dessen Rechte dauert nun schon mehrere Jahre, genau 11 Jahre Odyssee durch die deutsche Schulmedizin, das deutsche Gesundheitswesen und die deutsche Sozialpolitik.</p>
<p>Von zu Hause aus kämpfe ich über das Internet für seine/unsere Rechte, versuche MCS sichtbar zu machen und Informationen untereinander auszutauschen, da unsere Regierung uns nicht hilft. Ich spreche bewusst in der Mehrzahl, weil in unserem Falle inzwischen <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/24/krank-in-deutschland-konsequenzen-fur-eine-familie/">die ganze Familie ernsthaft erkrankt</a> ist.</p>
<p>Unglücklicherweise ist es sehr einfach, uns schwer toxisch Erkrankten zu ignorieren, da die meisten von uns unter Hausarrest leben und wir nicht die Kraft haben, uns selber zu organisieren.</p>
<p><strong>Die ewige Hängepartie geht weiter, wie lange noch?</strong></p>
<p>Das hiesige Sozialgericht hat im August 2011 Patricks Klage wegen mangelnder Mitwirkungspflicht zurückgewiesen. Zwischenzeitlich haben wir Berufung  beim Landessozialgericht eingelegt, hier soll jetzt per Aktenlage ein Gutachten erfolgen…</p>
<p><strong>Wie aus einem Vergiftungsopfer ein Täter wird</strong></p>
<p>In diesem laufenden Verfahren vor dem Landessozialgericht habe ich nun Strafanzeige gegen die Ärztin der Gegenseite/Beklagte wegen ihres versorgungsärztlichen Gutachtens gestellt:</p>
<ul>
<li>Missachtung und Verstoß gegen die Menschenwürde</li>
<li>Prozessbetrug</li>
<li>Psychiatrisierung ist schwere vorsätzliche Körperverletzung (und jegliche Behandlung gegen den Willen ist Körperverletzung. Es spielt dabei keine Rolle, ob ein Schaden entstanden ist, oder nicht. Es genügt, dass der Patient nicht gefragt wurde. Das Einverständnis des Patienten ist Voraussetzung. Liegt es nicht vor, ist es Körperverletzung.)</li>
<li>Fehldiagnosen und bewusste Fehlinterpretationen medizinischer Diagnosen</li>
<li>Unterstellung einer Straftat (hier Missbrauch eines Betäubungsmittels und Medikamentenabhängigkeit), Vortäuschen einer Straftat nach § 145 STGB</li>
<li>institutioneller Amts- und Machtmissbrauch</li>
<li>unterlassene Hilfeleistung und psychische Verletzung (eine solche Art Medizin zu betreiben, schädigt den Patienten, der Hippokratische Eid verbietet das)</li>
</ul>
<p>um nur einiges zu nennen!</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, ob öffentliches Interesse besteht oder nicht.</p>
<p><strong>Unerwartete Unterstützung: „Thank you very, very much Dr. Doris Rapp“</strong></p>
<p>In der USA nennt man <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/09/13/eine-ikone-der-umweltmedizin-zu-besuch-in-deutschland/">Doris J. Rapp, M.D., &#8220;die Mutter der Umweltmedizin&#8221;</a>. Im September 2011 weilte die aktive Wissenschaftlerin zwei Wochen in Deutschland, u.a. war sie auch zu Besuch bei Dr. Peter Binz in Trier.</p>
<p>Dank des Einsatzes von Dr. Peter Binz und unserer CSN-Präsidentin Silvia Müller erklärte sich Doris J. Rapp, M.D. sofort bereit, unserem Sohn Patrick zu helfen. Sie untersuchte ihn kostenlos und bestätigte die gesamte Diagnostik von Dr. Binz. Durch ihre selbstlose und menschliche Hilfe haben wir wieder Kraft und Hoffnung schöpfen können &#8211; wir bleiben mit Doris Rapp, M.D. weiterhin über Email zwecks Betreuung ihrer vorgeschlagenen Therapiekonzepte bzgl. strikte Expositionsvermeidung in Kontakt.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Diagnosen:</strong></span></p>
<ul>
<li>MCS</li>
<li>Schwere chemische Überempfindlichkeiten</li>
<li>Schlafstörungen</li>
<li>Schwere toxische Schädigung</li>
</ul>
<p><strong>Der große Wehmutstropfen</strong></p>
<p>Fakt ist, dass wir hier nach wie vor komplett auf uns alleine angewiesen sind, nicht zu vergessen, dass auch mein Mann schwer toxisch erkrankt ist. Bisher haben wir keinerlei Unterstützung / Umsetzung seitens des Gesundheits- und Sozialsystems, keine finanzielle und materiellen Hilfen durch die Öffentlichkeit erhalten, da die Probleme (noch) nicht anerkannt sind bzw. schlichtweg ignoriert werden.</p>
<p>Die Behandlung beruht auf einem wesentlichen Grundsatz: Expositionsstopp bzw. Expositionsvermeidung. Dies ist jedoch mit hohem finanziellem Aufwand verbunden, für den wir keine Unterstützung bekommen und der allerwichtigste Punkt (in einem geeigneten Schadstoff- und schimmelfreien Haus  zu leben), ist nicht zu verwirklichen.</p>
<p><strong>“Wer nichts tut macht mit” (Werbung für Zivilcourage der Kriminalpolizei)</strong></p>
<p>Noch nicht einmal Hilfe/Unterstützung in Form eines Spendenaufrufs/Spendenkontos ist uns gewährt (zweckgebunden für Anwaltskosten, medizinische und alternative Hilfsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Luftfilter, Wasserfilter u.dgl., evtl. für ein neues Zuhause). Sei es die Kirche, Wohlfahrtsverbände, soziale Einrichtungen, Vereine, Notare, Parteien, VIP&#8217;s, Privatleute,  Medien etc.,  keiner will sich die Finger hier schmutzig machen.</p>
<p><strong>Jeder weiß, um was es hier geht, aber keiner tut was. Warum wohl ?</strong></p>
<p>Es geht hier nicht um die Inklusion und Integration meines Sohnes Patrick, sondern um MCS als „politische“ Krankheit, deren Anerkennung von starken „Lobbygruppen“ verhindert wird.</p>
<p>Ich werde die Hoffnung und den Kampf für meine Familie trotzdem nicht aufgeben. Es kann und darf nicht sein, dass man hier einfach wegschaut, man wartet oder arbeitet daraufhin, dass sich das Problem sozialverträglich, sprich auf biologische Weise löst.</p>
<p>Die toxische Vergiftung verläuft progressiv, das weiß inzwischen jeder Laie. Der Betroffene ist ernsthaft behindert, teilweise oder ganz arbeitsunfähig und im Endstadium nicht mehr ohne fremde Hilfe lebensfähig. Die gesundheitliche Situation meines Sohnes, als auch meines Mannes, ist sehr, sehr ernst. Ich weiß nicht, wie lange das Immunsystem und die körperlichen Organe noch mitmachen.</p>
<p><strong>Schwer krank zu sein ist kein Verbrechen</strong></p>
<p>Fakt ist, dass die persönlichen Daten und Rechte jedes Straftäters besser geschützt sind, als die meines Sohnes.</p>
<p>Patricks schwere toxische Erkrankung ist eine unbequeme Wahrheit – vieles haben wir bereits verloren und die Zukunft wird verdammt schwierig. Die Augen zu verschließen nützt nichts, gar nichts! Ein Schicksal, das viele Betroffene mit ihm teilen!</p>
<p>MCS-Kranke zu psychiatrisieren widerspricht jeglicher Wahrnehmung und Objektivität.</p>
<p>Die Täter werden geschützt, die Opfer alleingelassen und das Vertrauen verspielt. Deshalb ist das, was jetzt passiert, ein Schlag ins Gesicht der Opfer.</p>
<p>Wenn es in der Medizin, Politik etc. für die Aufklärung möglich ist, dass Taten über Jahre verharmlost und verschwiegen werden, Opfer nicht ernst genommen – was ist dann noch möglich?</p>
<p>Wenn nur durch den Mut der Opfer diese Fehler aufzudecken sind – wie glaubwürdig ist dann die Medizin und Politik?</p>
<p>Hier ist Schweigen nicht mehr möglich, Viele Mediziner verspielen ihr Vertrauen und nehmen letztendlich selbst Schaden, wenn sie weiterhin Täter schützt.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>&#8220;Es gehört meist mehr Mut dazu, einfach menschlich, statt heldenhaft heroisch zu sein.&#8221; (Hermann Hesse)</strong></p>
<p>“Zivilcourage setzt auf der individuellen Ebene viel voraus: einen kritischen Verstand, Charakterstärke, Mut, Offenheit, Konfliktbereitschaft und vor allem einen kultivierten Umgang mit der eigenen Angst” (Dieter Deisenroth, Richter am BVG)</p>
<p>Aus dem Nichtstun herausgehen, Kommunikation, Handeln auch aus der Distanz, überwinden der Gleichgültigkeit und helfen in Notsituationen erfordert Mut.</p>
<p><strong>Zeigt Zivilcourage, zeigt Solidarität mit Patrick, helft ihm zu überleben, gebt ihm eine Chance! </strong></p>
<p><strong>Dokumentiert, unterschreibt, verbreitet diesen Blogbeitrag … werdet laut und schweigt nicht mehr. </strong></p>
<p>Eventuell ernstgemeinte Hilfe, bitte Kontakt über CSN.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Kira, CSN- Chemical Sensitivity Network, 30. Januar 2012</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/09/verflucht-ich-akzeptiere-nicht-dass-mein-leben-gelaufen-ist/">Verflucht, ich akzeptiere nicht, dass mein Leben gelaufen ist!</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/22/macht-oder-ohnmacht-des-gerichts/">Macht oder Ohnmacht des Gerichts?</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/21/behordenkrieg-gegen-einen-jugendlichen-mit-chemikalien-sensitivitat/">Behördenkrieg gegen einen Jugendlichen mit Chemikalien-Sensitivität</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/24/krank-in-deutschland-konsequenzen-fur-eine-familie/">Krank in Deutschland: Konsequenzen für eine Familie</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>In Deutschland unvorstellbar: Ärzte verklagen großen Konzern und rufen Occupy!</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2012/01/25/in-deutschland-unvorstellbar-arzte-verklagen-grosen-konzern-und-rufen-occupy/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 17:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz, Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Luftqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Luftverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy]]></category>
		<category><![CDATA[Rio Tinto]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltinitiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Ärzte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ärzte in Utah schließen sich der Occupy-Bewegung an Von der Occupy-Bewegung inspiriert, kündigte Ende Dezember 2011 eine Gruppe aus Ärzten und Umweltinitiativen in Salt Lake City in Utah eine Klage wegen Verletzung des Luftreinhaltungsgesetzes gegen Rio Tinto an, dem drittgrößten Bergbauunternehmen der Welt. Dies ist wahrscheinlich das erste Mal überhaupt, dass Ärzte die Industrie wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14601 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title=" Bingham Canyon Mine" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/bingham_canyon_mine.jpg" alt="" width="465" height="310" /></p>
<p><strong>Ärzte in Utah schließen sich der Occupy-Bewegung an</strong></p>
<p>Von der Occupy-Bewegung inspiriert, kündigte Ende Dezember 2011 eine Gruppe aus Ärzten und Umweltinitiativen in Salt Lake City in Utah eine Klage wegen Verletzung des Luftreinhaltungsgesetzes gegen Rio Tinto an, dem drittgrößten Bergbauunternehmen der Welt. Dies ist wahrscheinlich das erste Mal überhaupt, dass Ärzte die Industrie wegen Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung angeklagt haben.</p>
<p>Luftverschmutzung verursacht in Utah zwischen 1.000 und 2.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr. <a href="#1bm">(1)</a></p>
<p>Außerdem hat die medizinische Forschung der vergangenen zehn Jahre eindeutig bewiesen, dass Luftverschmutzung das gleiche umfangreiche Spektrum an Krankheiten verursacht wie jene, die als Folge von Aktiv- und Passivrauchen bekannt sind &#8211; Schlaganfälle, Herzattacken, Bluthochdruck, nahezu jede Art von Lungenerkrankung, neurologische Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Intelligenzverlust, Erbgutschädigungen, erhöhtes Vorkommen von Diabetes und Adipositas, Miss- oder Fehlgeburten und verschiedene Krebserkrankungen wie z.B. Lungenkrebs, Brustkrebs und Leukämie. <a href="#2bm">(2-12)</a></p>
<p>In den meisten Städten Utahs werden viele der bundesweit gültigen Standards der amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA) für Luftqualität nicht eingehalten und in einem typischen Winter leidet Utah über Tage hinweg unter der schlimmsten Luftverschmutzung Amerikas. Die American Lung Assoziation (Lungenärzte-Organisation) benotet die Luftqualität der größten Städte in Utah regelmäßig mit einem &#8220;F&#8221; [A = beste, F = schlechteste Note]. Im Februar 2011 bewertete die Zeitschrift &#8220;Forbes&#8221; Salt Lake City als die 9t giftigste Stadt des Landes, wobei man Forbes kaum großes Engagement für umfassenden Umweltschutz unterstellen kann. Ausschlaggebend für diese Bewertung war die Bergbau- und Verhüttungstätigkeit in der Bingham Canyon Mine, welche vom Londoner Bergbau-Konsortium Rio Tinto/Kennecott (RTK) betrieben wird. <a href="#13bm">(13)</a></p>
<p>Dies ist der größte Tagebau der Welt und dieser hat für das weltgrößte, durch Bergbau verursachte Gewässerbelastungsproblem gesorgt. Die Mine befindet sich am westlichen Ortseingang von Salt Lake City, wo 1,8 Millionen Menschen leben. Es gibt kein anderes vergleichbares Beispiel für den Betrieb einer derart gigantischen Grube, so nah an einer so großen Stadtmetropole. RTKs Bergbau- und Hüttenbetrieb ist für 30 Prozent aller Feinstaubpartikel verantwortlich, welche in die Atmosphäre des Landkreises Salt Lake abgegeben werden <a href="#14bm">(14)</a> und diese Mine zur mit Abstand größten Quelle industrieller Umweltbelastung in den städtischen Gebieten Utahs machen.</p>
<p>Die Verhüttung und der Staub, welcher von den 1.100 Fuß (ca. 235 Meter) hohen Abraumhalden und von den Bergteichen aufgewirbelt wird, führen zu einer anhaltenden Kontamination von Luft, Wasser und Boden der größten Stadt Utahs &#8211; mit giftigen Schwermetallen wie Blei, Quecksilber, Arsen und Kadmium. Nach Auskunft von Earthworks, einer bergbaukritischen Organisation, gab RTK vor der erst kürzlich genehmigten Erweiterung jährlich 695 Millionen Pounds (ca. 383.000 Tonnen) toxisches Material in die Umwelt von Salt Lake City ab. <a href="#15bm">(15)</a> Da Schwermetalle nicht abbauen, nicht verbrannt oder zerstört werden können, erhöht sich die toxische Belastung über die Jahre, was in mehr als hundert Betriebsjahren der Mine geschehen ist. Trotz dieser extremen Belastung für die öffentliche Gesundheit, hat die für Luftqualität zuständige Behörde von Utah, wie vorauszusehen war, kürzlich RTK eine Genehmigung erteilt, ihren Tagebau um 32 Prozent zu erweitern, was die Umweltbelastung noch viel schlimmer machen wird.</p>
<p>RTK macht Rekord-Profite &#8211; 15 Milliarden Dollar 2011. Im August prahlte der Vorstandsvorsitzende Jan du Plessis, &#8220;Rio Tinto hat erneut eine Reihe von bahnbrechenden Ergebnissen erzielt&#8221;. Du Plessis ist offenbar auf die Lieferung von Schadstoffen spezialisiert: Es ist auch Vorstandsvorsitzender von British American Tobacco. Tom Albanese, Geschäftsführer von Rio Tinto, der im letzte Jahr annähernd 8,5 Millionen Dollar &#8220;verdient&#8221; hat, jammerte neulich, &#8220;[Rio Tinto muß] den Fluch des Ressourcen-Nationalismus&#8230; und den Aktivismus politischer Aktionäre noch besser bewältigen&#8221;. <a href="#16bm">(16)</a> Lassen Sie mich das für Sie übersetzen: Die Menschen vor Ort überall auf der Welt haben es satt, für den Profit ausgebeutet zu werden, sie beginnen für ihre eigenen Interessen einzutreten und Rio Tinto mag das nicht. Bürger von Utah, die der Umweltbelastung durch Rio Tinto überdrüssig sind, gehören demnach zu jenem &#8220;Fluch&#8221; von dem Rio Tinto Manager sprechen.</p>
<p>Es ist ganz einfach: RTK könnte sich Sanierungsmaßnahmen leisten, doch sie werden nichts dafür ausgeben und niemand kann sie dazu zwingen. Ihr Beitrag zur Umweltbelastung fügt allen Bewohnern von Salt Lake City Schaden zu und trägt zu den vorzeitigen, oben erwähnten Todesfällen bei. Für Umweltschützer und jene die sich für die allgemeine Gesundheit engagieren, lief das Fass über, als RTK um eine Erweiterungsgenehmigung ersuchte und diese bekam.</p>
<p>Wenn die Grunderkenntnis der Occupy-Bewegung darin besteht, dass Konzerne und die 1 Prozent die Regierung auf allen Ebenen manipulieren, damit sie nur ihren Profit-Zielen dient und zugleich die Interessen der 99 Prozent außer Acht lässt, wenn nicht sogar offen untergräbt, dann gibt es kein besseres Beispiel dafür, als den Betrieb der Bingham Canyon Mine in Utah durch RTK.</p>
<p>Die &#8220;Utah Physicians for Healthy Environment&#8221; (Ärzte für eine gesunde Umwelt) schätzen, dass die Verschmutzung durch RTK die Gemeinde mit Kosten für Gesundheit und Umwelt zwischen 2 und 4 Milliarden Dollar belastet, das ist mehr als das, was RTK an Löhnen und Steuern zahlt. Doch dank eines enormen Werbe-Etats kann sich RTK ausgiebigst als &#8220;Arbeitgeber&#8221; verkaufen und muss nahezu keine Verantwortung für die umfangreichen Folgen seiner Geschäftstätigkeit für Umwelt und Gesundheit übernehmen.</p>
<p>Frederick Douglass einer der führenden Köpfe der Bürgerrechtsbewegung des 19ten Jahrhunderts sagte: &#8220;Wenn man heraus bekommt, was die Leute still zu ertragen bereit sind, weiß man ganz genau, welches Maß an Ungerechtigkeit und Verbrechen sie aushalten werden müssen.&#8221; Alle sollen wissen, dass die Menschen in Utah nicht weiter &#8220;still&#8221; mehr Umweltverschmutzung, mehr Tote, verkürzte Lebensspannen und eine schlechtere Gesundheit hinnehmen werden, um die Brieftaschen im Londoner Vorstand von Rio Tinto fetter zu machen. Wir werden uns die Luft zum Atmen &#8220;zurück&#8221; holen. [Occupy: Die Demokratie zurück holen!]</p>
<p><strong>Autor:</strong> Dr. Brian Moench für <a href="http://www.truth-out.org/" target="_blank">Truthout</a>, 22. Januar 2012<br />
<strong>Übersetzung: </strong>BrunO für CSN – Chemical Sensitivity Network</p>
<p>Der Original-Text <a href="http://www.truth-out.org/utah-doctors-join-occupy-movement/1326501550" target="_blank">&#8220;Utah Doctors Join the Occupy Movement&#8221;</a> wurde unter der <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/us/" target="_blank">Creative Commons Lizenz: by-nc</a> veröffentlicht. Für diese Übersetzung gilt <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/" target="_blank">CC: by-nc-sa</a><br />
Das Foto ist von <a href="http://www.flickr.com/photos/19779889@N00/3746214861/" target="_blank">arbyreed</a> und steht unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank">CC: by-nc-sa</a></p>
<p><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema Umweltzerstörung und um Occupy: </strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/12/12/menschenrechtsverletzungen-sechs-agrarchemie-konzerne-schuldig-gesprochen/">Menschenrechtsverletzungen: Sechs Agrarchemie-Konzerne schuldig gesprochen</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/09/30/umweltverbande-setzen-sich-gegen-chemieindustrie-durch/">Umweltverbände setzen sich gegen Chemieindustrie durch!</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/03/mossville-rucksichtslosigkeit-oder-menschenversuch/">Mossville, Rücksichtslosigkeit oder Menschenversuch?</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/11/16/occupy-hier-geht-es-um-die-zukunft-fur-diese-jungen-leute/">Occupy: Hier geht es um die Zukunft für diese jungen Leute!</a></li>
</ul>
<p><strong>Referenzen</strong>:</p>
<div style="font-size: 8pt;">
<p style="text-align: left;"><a name="1bm"></a>1. Calculation by the Utah Physicians for Healthy Environment using the formula published by the American Heart Association. Brook R, Rajagopalan S, Pope CA, Brook J, Bhatnagar A, et al. AHA Scientific Statement: Particulate Matter Air Pollution and Cardiovascular Disease; An Update to the Scientific Statement From the American Heart Association. Circulation. 2010;121:2331-2378.</p>
<p style="text-align: left;"><a name="2bm"></a>2. Peters, A. Air Quality and Cardiovascular Health: Smoke and Pollution Matter. Circulation. 2009: 120:924-927</p>
<p style="text-align: left;"><a name="3bm"></a>3. Eugenia E. Calle and Michael J. Thun C. Arden Pope, III, Richard T. Burnett, Daniel Krewski, Michael Jerrett, Yuanli Shi. Circulation. 2009;120:941-948. Cardiovascular Mortality and Exposure to Airbourne Fine Particulate Matter and Cigarette Smoke.</p>
<p style="text-align: left;"><a name="4"></a>4. Bocskay K, Tang D, Orjuela M, et al. Chromosomal Aberrations in Cord Blood Are Associated with Prenatal Exposure to Carcinogenic Polycyclic Aromatic Hydrocarbons. Cancer Epidem Biomarkers and Prev. Vol. 14, 506-511, Feb 2005</p>
<p style="text-align: left;"><a name="5bm"></a>5. Perera F, Tang D, Tu Y, Biomarkers in Maternal and Newborn Blood Indicate Heightened Fetal Susceptibility to Procarcinogenic DNA Damage. Environ Health Persp Vol 112 Number 10 July 2004</p>
<p style="text-align: left;"><a name="6bm"></a>6. Gauderman WJ, Gilliland GF, Vora H, et al. Association between Air Pollution and Lung Function Growth in Southern California Children: results from a second cohort. Am J Respir Crit Care Med 2002;166:76-84.</p>
<p style="text-align: left;"><a name="7bm"></a>7. Gauderman WJ, Gilliland GF, Vora H, et al. The effect of air pollution on lung development from 10 to 18 years of age. NEJM 2004;351:1057-67.</p>
<p style="text-align: left;"><a name="8bm"></a>8. van den Hooven EH, de Kluizenaar Y, Pierik FH, Hofman A, van Ratingen SW, Zandveld PY, Mackenbach JP, Steegers EA, Miedema HM, Jaddoe VW. Air Pollution, Blood Pressure, and the Risk of Hypertensive Complications During Pregnancy: The Generation R Study. Hypertension. 2011 Jan 10. [Epub ahead of print]</p>
<p style="text-align: left;"><a name="9bm"></a>9. Raaschou-Nielsen O, Andersen Z, Hvidberg M, Jensen SS, Ketzel M, Sørensen M, Loft S, Overvad K, Tjønneland A. Lung Cancer Incidence and Long-Term Exposure to Air Pollution from Traffic. Environ Health Perspect. 2011 Jan 12. [Epub ahead of print]</p>
<p style="text-align: left;"><a name="10bm"></a>10. Pearson J, Bachireddy C, Shyamprasad S, Goldfine A, Brownstein J. Association Between Fine Particulate Matter and Diabetes Prevalence in the U.S.Diabetes Care October 2010 33:2196-2201; published ahead of print July 13, 2010, doi:10.2337/dc10-0698</p>
<p style="text-align: left;"><a name="11bm"></a>11. Crouse DL, Goldberg MS, Ross NA, Chen H, Labrèche F 2010. Postmenopausal Breast Cancer Is Associated with Exposure to Traffic-Related Air Pollution in Montreal, Canada: A Case–Control Study. Environ Health Perspect 118:1578-1583. doi:10.1289/ehp.1002221</p>
<p style="text-align: left;"><a name="12bm"></a>12. Pearson RL, Wachtel H, Ebi KL. Distance-weighted traffic density in proximity to a home is a risk factor for leukemia and other childhood cancers. J Air Waste Manag Assoc 50(2):175-180.</p>
<p style="text-align: left;"><a name="13bm"></a>13. <a href="http://www.forbes.com/2011/02/28/most-toxic-cities-personal-finance.html" target="_blank">http://www.forbes.com/2011/02/28/most-toxic-cities-personal-finance.html</a></p>
<p style="text-align: left;"><a name="14bm"></a>14. Calculations by the Utah Physicians for a Healthy Environment based on inventory data at the Utah Division of Air Quality.</p>
<p style="text-align: left;"><a name="15bm"></a>15. <a href="http://www.earthworksaction.org/issues/detail/toxics_release_inventory_what_is_it" target="_blank">http://www.earthworksaction.org/issues/detail/toxics_release_inventory_what_is_it</a></p>
<p style="text-align: left;"><a name="16bm"></a>16. <a href="http://www.thisislondon.co.uk/standard-business/article-23934614-rio-tinto-boss-attacks-governments-for-interfering-in-mining.do" target="_blank">http://www.thisislondon.co.uk/standard-business/article-23934614-rio-tinto-boss-attacks-governments-for-interfering-in-mining.do</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Fukushima-Dreck gehört nicht mehr uns!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Fukushima Eigentümer garniert den Schaden mit Beleidigung &#8211; Behauptet, der Fallout gehöre ihnen nicht Im unmoralischen Milieu der Unternehmensbilanzen kann man Tokyo Electric Power Co. nicht einmal vorwerfen, es auf diese Weise zu versuchen. TEPCO ist Besitzer des 6. Reaktoren Komplexes, der aufgrund des Erdbeben am 11. März 2011 havarierte und vom nachfolgenden Tsunami [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Golfbälle.jpg"><img class="size-full wp-image-14573 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Der Fukushima Eigentümer garniert den Schaden mit Beleidigung" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Golfbälle.jpg" alt="" width="465" height="310" /></a></p>
<p><strong>Der Fukushima Eigentümer garniert den Schaden mit Beleidigung &#8211; Behauptet, der Fallout gehöre ihnen nicht</strong></p>
<p>Im unmoralischen Milieu der Unternehmensbilanzen kann man Tokyo Electric Power Co. nicht einmal vorwerfen, es auf diese Weise zu versuchen.</p>
<p>TEPCO ist Besitzer des 6. Reaktoren Komplexes, der aufgrund des Erdbeben am 11. März 2011 havarierte und vom nachfolgenden Tsunami zerstört wurde. TEPCO muss mit 350 Milliarden Dollar Schadensersatz und Kosten für Aufräumarbeiten rechnen, aber auch mit möglicher Strafverfolgung wegen Zurückhalten kritischer Informationen, die unter Umständen das Freisetzen von Strahlung in einem gewissen Umfang verhindert hätten und wegen dem Betrieb der riesigen Anlage, nachdem sie vor der Unzulänglichkeit ihrer Katastrophen-Vorkehrungen gewarnt worden waren.</p>
<p>Als nun das Unternehmen am 31. Oktober vor dem Bezirksgericht in Tokyo vom Sunfield Golf Club verklagt wurde, der die Dekontaminierung der Golfanlage verlangte, versuchten die Anwälte von TEPCO etwas Neuartiges. Sie behaupteten, das Unternehmen würde nicht länger haften, weil es die aus seinen zerstörten Reaktoren ausgestoßenen radioaktiven Gifte nicht mehr länger &#8220;besitzen&#8221; würde.</p>
<p>&#8220;Radioaktive Materialien aus dem Fukushima Reaktorblock 1, die verteilt wurden und niedergegangen sind, gehören den jeweiligen Landbesitzern, nicht TEPCO&#8221;, sagte das Unternehmen. Dies machte das Gericht, die Kläger und die Presse baff. Ein Anwalt des Golf Clubs sagte, &#8220;Uns bleibt die Spucke weg&#8230;</p>
<p>Das Gericht wies TEPCOs Auffassung zurück, sein Krebs verursachender Schadstoffniederschlag würde den Gebieten gehören, die kontaminiert wurden. Aber man habe ihnen das Zeug zurück zu geben. So ein dreister Unsinn kommt kaum ein zweites Mal auf der Welt vor.</p>
<p>Selbst Union Carbide, dessen giftige Gase 1984 in indischen Bhopal 15.000 Menschen umgebracht haben, hat es nicht so probiert. Dow Chemical, 2001 Käufer von Union Carbide, wehrt sich immer noch gegen Indiens Schadensersatzforderungen von 1,7 Milliarden Dollar. Vielleicht sollte Dow TEPCOs Nummer probieren: &#8220;Das Gas gehört nun denen, die es eingeatmet haben &#8211; was man hat, besitzt man meistens auch.&#8221;</p>
<p>Mittlerweile erwartet Kleinkinder in Japan ein Leben mit Behinderung und Krankheit, weil radioaktives Cäsium-137 und Cäsium-134 kürzlich in Milchpulver für Kindernahrung gefunden wurden. Am 6. Dezember 2011 gab es eine Ankündigung der Meiji Holdings Company, Inc. nach welcher sie 400.000 Döschen ihres &#8220;Meiji Step&#8221; Milchpulvers für Kinder über neun Monaten zurückrufen würden. Das Pulver wurde im April abgepackt &#8211; als die großen radioaktiven Freisetzungen von Fukushima ihren Höhepunkt erreichten &#8211; es wurde im Mai ausgeliefert und  hat das Verfallsdatum Oktober 2012.</p>
<p>Der Cäsium-Gehalt pro Portion dieses Milchpulvers lag ungefähr 8 Prozent über der von der Regierung zugelassenen Kontamination. Doch wer weiß schon, wie viel dieser Fertignahrung einzelne Säuglinge vor dem Rückruf verzehrt haben. Es ist bestens bekannt, dass Föten, Säuglinge, Kleinkinder und Frauen von Strahlendosen geschädigt werden, die weit unterhalb der zugelassenen Belastung liegen. Die meisten Grenzwerte wurden anhand der Strahlenwirkung auf einen &#8220;Referenz-Menschen&#8221; festgelegt, man ging von einem 20 bis 30-jährigen Weißen, nicht aber von Kindern und Frauen aus, die am gefährdetsten sind.</p>
<p>Selbst winzige innerliche radioaktive Kontamination kann die DNA beschädigen, Krebs verursachen und das Immunsystem schwächen. Die vom Fukushimas Kernschmelzen in Umlauf gebrachte radioaktive Kontamination wurde in Gemüse, Milch, Fischereiprodukten, Wasser, Getreide, Viehfutter und Rind nachgewiesen. Grüner Tee, der 400 Kilometer von Fukushima entfernt wuchs, war kontaminiert. Bei Reis, der im Herbst 2011 in der Präfektur Fukushima geerntet wurde, stellte man im November 2011 eine Cäsium-Belastung fest, die 25 Prozent über dem erlaubten Grenzwert lag. Die Auslieferung von Reis aus diesen landwirtschaftlichen Betrieben wurde verboten, doch erst, nachdem viele Tonnen davon bereits verkauft worden waren. Es ist davon auszugehen, dass diese Strahlung nun jedem einzelnen Verbraucher gehört, das ergibt sich aus den einfallsreichen Behauptungen der Unternehmens-Anwälte von TEPCO.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Autor: </strong>John LaForge, 16 Januar 2012 für <a href="http://www.truth-out.org/">Truthout</a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Übersetzung:</strong> BrunO für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p style="text-align: left;">Der Original-Artikel <a href="http://www.truth-out.org/fukushimas-owner-adds-insult-injury/1325868945">&#8220;Fukushima&#8217;s Owner Adds Insult to Injury &#8211; Claims Radioactive Fallout Isn&#8217;t Theirs&#8221;</a> wurde unter der <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/us/">Creative Commons Lizenz: by-nc</a> veröffentlicht. Für diese Übersetzung gilt <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/us/deed.de">CC: by-nc-sa</a>.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Foto</strong>: <a href="https://secure.flickr.com/photos/beaub/2788771906/">Beau B</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC: by</a>, bearbeitet</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema Radioaktivität und die Reaktorkatastrophe von Fukushima:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/26/fukushima-freisetzung-von-radioaktivem-xenon-und-casium/">Fukushima: Freisetzung von radioaktivem Xenon und Cäsium</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/08/02/fukushima-japanischer-professor-belegt-inkompetenz-der-regierung/">Fukushima: Japanischer Professor belegt Inkompetenz der Regierung</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/04/11/radioaktive-strahlung-aus-diesem-alptraum-gibt-es-kein-erwachen/">Radioaktive Strahlung – aus diesem Alptraum gibt es kein Erwachen</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/03/27/die-gefahr-durch-strahlung-wird-immer-herunter-gespielt/">Die Gefahr durch Strahlung wird immer herab gespielt</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/08/wird-aus-nuklearem-sperrgebiet-ein-vergnugungspark/">Wird aus nuklearem Sperrgebiet ein Vergnügungspark?</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Offizieller Baubeginn für MCS Wohnprojekt in Sicht</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/12/26/offizieller-baubeginn-fur-mcs-wohnprojekt-in-sicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 19:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Umweltkranke erhalten schadstofffreien Wohnraum In der Schweiz entsteht ein für Europa einmaliges Wohnprojekt. Im Frühjahr wird Baubeginn für das mit 5,8 Millionen Schweizer Franken veranschlagte Projekt sein. Die geplanten kleinen bis mittelgroßen baubiologischen Apartments sollen den hohen gesundheitlichen Anforderungen von chemikaliensensiblen Menschen entsprechen. Die Schweizer Wohnungsbaugenossenschaft „Gesundes Wohnen MCS“ wurde vor drei Jahren gegründet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Bauprojekt.jpg"><img class="size-full wp-image-14414 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Baubeginn für das MCS Wohnprojekt - Frühjahr 2012" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Bauprojekt.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p><strong>Umweltkranke erhalten schadstofffreien Wohnraum</strong></p>
<p>In der Schweiz entsteht ein für Europa einmaliges Wohnprojekt. Im Frühjahr wird Baubeginn für das mit 5,8 Millionen Schweizer Franken veranschlagte Projekt sein. Die geplanten kleinen bis mittelgroßen baubiologischen Apartments sollen den hohen gesundheitlichen Anforderungen von chemikaliensensiblen Menschen entsprechen. Die Schweizer Wohnungsbaugenossenschaft <a href="http://www.gesundes-wohnen-mcs.ch/">„Gesundes Wohnen MCS“</a> wurde vor drei Jahren gegründet und arbeitet seit dem zielgerichtet auf die Realisierung eines MCS Wohnprojektes hin. Die Stadt Zürich willigte ein und sieht Chancen in der Realisierung des MCS Wohnprojekts, denn die daraus gewonnenen Erkenntnisse können für künftige baubiologische Wohnprojekte der Stadt sehr erkenntnisreich sein.</p>
<p><strong>Baubeginn im Frühjahr</strong></p>
<p>Die Nachricht traf genau zum richtigen Zeitpunkt ein. Zu Weihnachten schickte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eCgKH6US-7w">Christian Schifferle</a> aus der Schweiz eine Email und teilte mit:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt gute Nachrichten: Wir haben von der Stadt Zürich vor einigen Tagen die definitive Baubewilligung erhalten für unser Zürcher MCS- Wohnprojekt. <a href="http://www.gesundes-wohnen-mcs.ch/index.php?s=aktuell&amp;l=de">Die ganze Vorplanung</a> läuft seit 2 Jahren planmäßig. Im Januar beginnen die Erschließungsarbeiten durch die Stadt Zürich (Zufahrt, Wasser, Strom) und im April/Mai ist offizieller Baubeginn.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Schadstofffreier Wohnraum</strong></p>
<p>In der Schweiz gab es, ebenso wie in Deutschland und Italien, bereits <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/01/die-letzten-monate-im-leben-der-chemikaliensensiblen-angelika-s/">Suizidfälle</a>, weil Wohnraum für Chemikaliensensible fehlt. Die Verzweiflung und Hilflosigkeit ist unbeschreiblich groß, wenn niemand hilft, wenn die Wohnung wegen einer Hypersensibilisierung auf Schadstoffe unbewohnbar wird, und sich trotz größter Bemühungen nichts Adäquates finden lässt. Christian Schifferle, der Initiator des Wohnprojektes, kennt die katastrophale Wohnsituation durch seine Beratungsarbeit und aus eigener Erfahrung. Jahrelang suchte er eine geeignete, schadstofffreie Wohnung und campierte in einem Wohnwagen in der Natur. Oftmals musste er im Wald schlafen, ungeachtet von Wetter und Temperaturen. Für ihn und weitere Umweltkranke hat ein langjähriges Martyrium sein Ende. Doch Christian Schifferle denkt bereits weiter, er möchte mittels der MCS Wohnungsbaugenossenschaft in ganz Europa schadstofffreie Wohnprojekte für Umweltkranke entstehen lassen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 26.12.2011</p>
<p><strong>Literatur:</strong> Christian Schifferle, Email vom 20. Dez. 2011</p>
<p><strong>Weitere CSN Artikel über das Schweizer MCS Wohnprojekt:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/09/07/wissenschaftlich-begleitetes-mcs-wohnprojekt-ist-im-entstehen/">Wissenschaftlich begleitetes MCS Wohnprojekt im Entstehen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/23/das-thema-gesundes-wohnen-fur-umwelterkrankte-rennt-offene-turen-ein/">Das Thema Gesundes Wohnen für Umweltkranke rennt offene Türen ein</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/06/stadt-zurich-schreibt-wohnprojekt-und-architekturpreis-fur-ein-baubiologisches-mcs-%E2%80%93-haus-aus/">Stadt  Zürich schreibt Wohnprojekt und Architekturpreis für ein  baubiologisches Wohnprojekt aus </a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/02/18/anerkennung-von-mcs-durch-stadt-zuerich/">Anerkennung von MCS durch Stadt Zürich</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Menschenrechtsverletzungen: Sechs Agrarchemie-Konzerne schuldig gesprochen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/12/12/menschenrechtsverletzungen-sechs-agrarchemie-konzerne-schuldig-gesprochen/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 15:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch Internationaler Währungsfond, Weltbank und Welthandelsorganisation wegen systematische Menschenrechtsverletzungen schuldig gesprochen Nach vier Verhandlungstagen des nach strengen juristischen Regeln arbeitenden Permanent People’s Tribunal folgte am 6. Dezember 2011 der Urteilsspruch. Danach sind die weltweit größten sechs Agrarchemie-Konzerne &#8211; Monsanto, Syngenta, Bayer, Dow Chemical, DuPont und BASF &#8211; schuldig, schwerwiegend, weitreichend und systematisch Menschenrechte verletzt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Poverty.jpg"><img class="size-full wp-image-14337 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Schwerwiegende, weitreichende und systematische Menschenrechtsverletzungen" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Poverty.jpg" alt="" width="465" height="311" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Auch Internationaler Währungsfond, Weltbank und Welthandelsorganisation wegen systematische Menschenrechtsverletzungen schuldig gesprochen<br />
</strong></p>
<p>Nach vier Verhandlungstagen des nach strengen juristischen Regeln arbeitenden Permanent People’s Tribunal folgte am 6. Dezember 2011 der Urteilsspruch. Danach sind die weltweit größten sechs Agrarchemie-Konzerne &#8211; Monsanto, Syngenta, Bayer, Dow Chemical, DuPont und BASF &#8211; schuldig, schwerwiegend, weitreichend und systematisch Menschenrechte verletzt zu haben.</p>
<p>Auf der Grundlage einer 274 Seiten umfassenden Anklageschrift verhandelte das Permanent People’s Tribunal Anklagen von Opfern und Zeugen aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika. Die Anklagepunkte betrafen das Recht auf Gesundheit und Leben sowie ökonomische, soziale und kulturelle Menschenrechte, aber auch zivile und politische Rechte und speziell die Rechte von Frauen und Kindern. Das Tribunal sprach die Konzerne auch schuldig, die Menschenrechte von indigenen Völkern verletzt zu haben. Die Anklageschrift wurde im Namen der Opfer durch PAN International eingereicht.</p>
<p><iframe width="465" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/yUhkWsPB4sw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Carina Weber, Geschäftsführerin von PAN Germany: „Dieses Tribunal macht deutlich, dass durch multinationale Agrarchemie-Konzerne begangene Menschenrechts- verletzungen in großem Ausmaß stillschweigend geschehen. Viele Opfer sind nicht in der Lage, ihre Rechte im eigenen Land juristisch einzufordern und auf globaler Ebene existiert kein wirksamer Mechanismus, um die Konzerne für begangene Menschen- rechtsverletzungen haftbar zu machen.“</p>
<p>Über die Heimatländer der Konzerne &#8211; die Schweiz, Deutschland und die Vereinigten Staaten &#8211; urteilt die Jury, dass sie sich nicht gemäß der international übernommenen Verantwortung, die Menschenrechte zu fördern und zu schützen, verhalten.</p>
<p>Neben den sechs Konzernen und den drei Ländern wurden der Internationale Währungsfond, die Weltbank und die Welthandelsorganisation schuldig gesprochen. Sie haben, so die Jury, durch ihre Politik und ihre Programme die Konzentration und Macht von Konzernen begünstigt. Die Jury sprach die Welthandelsorganisation schuldig, eine unausgewogene Politik zu betreiben, indem sie das Recht auf geistiges Eigentum der Konzerne stärker betone als den Schutz vor Langzeitgefahren, die aus Aktivitäten der Unternehmen resultieren. Der Internationale Währungsfond und die Weltbank haben der Jury zufolge im Rahmen ihrer Vergabepraxis die Einhaltung der Menschenrechte nicht ausreichend berücksichtigt.</p>
<p>Für die Anklage von Konzernen nach nationalem Recht empfiehlt die Jury das Strafrecht statt des Zivilrechts. Die Jury drängt Regierungen, sich für die Umstrukturierung des Internationalen Rechts einzusetzen, damit multinationale Konzerne zur Rechenschaft gezogen werden können, die Beweislast zukünftig weniger auf den Opfern lastet und das Vorsorgeprinzip gestärkt wird.</p>
<p><strong>Autor: </strong>PAN, Hamburg, 12. Dezember 2011</p>
<p style="text-align: left;">Mehr zum <a href="http://www.agricorporateaccountability.net">Permanent People´s Tribunal</a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/28/afrika-menschen-mit-mcs-leiden-besonders-unter-pestiziden/">Afrika – Menschen mit MCS leiden besonders unter Pestiziden</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/19/die-karibik-hat-eine-schattenseite-prostatakrebs-durch-pestizide/">Die Karibik hat eine Schattenseite: Prostatakrebs durch Pestizide</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/07/30/hommage-an-lukanga-mukara/">Hommage an Lukanga Mukara</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7523">Wald von unkontaktiertem Volk mit Chemikalien besprüht</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/12/12/menschenrechtsverletzungen-sechs-agrarchemie-konzerne-schuldig-gesprochen/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Ministerium für Gesundheit veröffentlicht Konsens über Multiple Chemical Sensitivity</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/12/08/ministerium-fur-gesundheit-veroffentlicht-konsens-uber-multiple-chemical-sensitivity/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 08:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ministerium für Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Experten wollen die Zukunft von MCS Kranken in Spanien verbessern In Spanien hat das Ministerium für Gesundheit ein Konsensdokument zu MCS herausgegeben. Der Konsens soll dazu beitragen, dass sich die bislang schwierige Situation der Chemikaliensensiblen verbessert. Medizinisches Personal und Angestellte in Gesundheitseinrichtungen sollen Kenntnis über die besonderen Bedürfnisse der MCS Kranken erhalten. Das 128-seitige Dokument [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/documento-consenso-SQM.jpg"><img class="size-full wp-image-14324 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="documento-consenso-SQM" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/documento-consenso-SQM.jpg" alt="" width="304" height="400" /></a></p>
<p><strong>Experten wollen die Zukunft von MCS Kranken in Spanien verbessern</strong></p>
<p>In Spanien hat das Ministerium für Gesundheit ein Konsensdokument zu MCS herausgegeben. Der Konsens soll dazu beitragen, dass sich die bislang schwierige Situation der Chemikaliensensiblen verbessert. Medizinisches Personal und Angestellte in Gesundheitseinrichtungen sollen Kenntnis über die besonderen Bedürfnisse der MCS Kranken erhalten. <a href="http://www.mspsi.gob.es/organizacion/sns/planCalidadSNS/pdf/equidad/SQM_documento_de_consenso_30nov2011.pdf">Das 128-seitige Dokument </a>(pdf), an dem mehrere Institutionen und medizinische Fachgesellschaften beteiligt waren, enthält unter anderem auch Empfehlungen, in welche Richtung zu dieser Umweltkrankheit zukünftig geforscht werden soll. Die spanische Bloggerin Eva Caballé, <a href="http://nofun-eva.blogspot.com/">No Fun Blog</a>, berichtet nachfolgend, was der Impuls für das Zustandekommen des MCS-Konsenses war. Ein ausführlicher Bericht über den Inhalt des MCS Konsensdokuments folgt in Kürze.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Eva Caballé:</strong></span></p>
<p>Am 30. November hat das Ministerium für Gesundheit in Spanien endlich das erwartete Konsensdokument über Multiple Chemical Sensitivity (MCS) offiziell präsentiert.</p>
<p>Vor zwei Jahren wurden José Luís Aparicio, eine MCS Erkrankte, und ich vom spanischen Radioprogramm Carne Cruda interviewt. Sie waren so sehr schockiert über MCS und die Auswirkungen der Krankheit, dass sie sich entschlossen, das Ministerium für Gesundheit zu kontaktieren und jemanden vom Ministerium für ein Interview in ihre Show zu bitten, um der Behörde die schreckliche Situation der MCS-Kranken darzulegen. Nach einer ganzen Reihe erfolgloser Anrufe beim Ministerium für Gesundheit, riefen sie dort während einer live Radio-Show an, und das Ministerium musste schlussendlich akzeptieren.</p>
<p>Im Januar 2010 wurde der Generalsekretär des Ministeriums für Gesundheit auf &#8220;Carne Cruda&#8221; befragt. Es war Sondersendung, die Multiple Chemical Sensitivity gewidmet war und an der Miguel Jara, Dr. Pablo Arnold, José Luís Aparicio und David Palma in meinem Namen teilnahmen.</p>
<p>Der Generalsekretär versprach öffentlich, sich mit Selbsthilfegruppen zu treffen, um MCS gerecht zu werden.</p>
<p>Im Februar 2010 fand das Treffen mit dem Ministerium für Gesundheit statt, um die Situation der Multiple Chemical Sensitivity Erkrankten in Spanien darzulegen. Das Ministerium verpflichtete sich, einen wissenschaftlichen Ausschuss zu schaffen, um jenes MCS Konsensdokument, das nun endlich freigegeben wurde, zu erarbeiten. Das Dokument umfasst 128 Seiten und wird durch das Ministerium für Gesundheit ins Englische übersetzt werden. Innerhalb von zwei Jahren wird es überprüft werden, um die jeweils neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse darin zu integrieren.</p>
<p>David und ich möchten an dieser Stelle allen danken, die Teil dieses langen Prozesses gewesen sind. Den Ärzten des Wissenschaftlichen Ausschusses, den 13 Vereinen, die das &#8220;Comité para el Reconocimiento de la Sensibilidad Química Multiple&#8221; (Nationaler Ausschuss für die Anerkennung von MCS in Spanien) bildeten und dass sie für diesen Prozess einstimmig waren. Besonderer Dank auch an Jaume Cortés, Rechtsanwalt des Colectivo Ronda, weil seine uneigennützige Teilnahme so entscheidend war für diesen Erfolg. Und wir wollen uns ganz speziell bei Javier Gallego, dem Direktor des Carne Cruda, und seinem Team bedanken, denn ohne ihre mutige Haltung hätte dieser Tag niemals zustande kommen können.</p>
<p>David war während des Prozesses als Beobachter dabei, was wir dem Ausschuss hoch anrechnen. Nun verlässt er den Ausschuss, weil wir keinem MCS Verein angehören und weil wir glauben, dass unsere Arbeit abgeschlossen ist.</p>
<p>Der 30. November 2011 ist ein großer Tag für alle MCS-Kranken in Spanien gewesen. Das MCS Konsensdokument, wenn auch unvollkommen, legt den Grundstein für die zukünftige Anerkennung dieser Krankheit, und letztendlich erkennt es an, dass die MCS-Patienten existieren.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Autor:</strong> Eva Caballé, No Fun Blog, <a href="http://nofun-eva.blogspot.com/2011/12/consensus-document-mcs.html">The Ministry of Health in Spain presents the Consensus Document on Multiple Chemical Sensitivity (MCS)</a> &#8211; November 30, 2011</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Übersetzung und Antext:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #800000;"><strong>Informationen  zum Thema MCS zum Weitergeben:</strong></span></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.mspsi.gob.es/organizacion/sns/planCalidadSNS/pdf/equidad/SQM_documento_de_consenso_30nov2011.pdf">Spanisches MCS Konsensdokument 2011</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/05/27/wissenschaftlicher-stand-der-forschung-ueber-multiple-chemical-sensitivity-mcs/">Wissenschaftlicher Stand der Forschung über Multiple Chemical Sensitivity</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf">MCS Ärzteinformation zum Weitergeben</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/icd_t78.pdf">CSN Merkblatt “MCS – Multiple Chemical Sensitivity ICD-10 T78.4</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Occupy: Hier geht es um die Zukunft für diese jungen Leute!</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 17:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Experten geben Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz, Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerung]]></category>
		<category><![CDATA[David Suzuki]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Firmen]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy]]></category>
		<category><![CDATA[Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[David Suzuki auf der Occupy Montreal Demo Manche, die sich für die Belange der Umwelt engagieren, erkennen in der nun weltweiten Occupy-Bewegung ein Engagement gegen die Ursache all der Probleme, mit denen sie sich schon länger befassen. Dementsprechend lag für Marc Coppola nichts näher als den Wissenschaftler, Radio-, Fernsehjournalisten und Umweltaktivisten David Suzuki zu interviewen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="465" height="290"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/rUTDxUicSmo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/rUTDxUicSmo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" width="465" height="290" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>David Suzuki auf der Occupy Montreal Demo</strong><br />
Manche, die sich für die Belange der Umwelt engagieren, erkennen in der nun weltweiten Occupy-Bewegung ein Engagement gegen die Ursache all der Probleme, mit denen sie sich schon länger befassen. Dementsprechend lag für <a href="http://www.whysimplybecause.com/">Marc Coppola</a> nichts näher als den Wissenschaftler, Radio-, Fernsehjournalisten und Umweltaktivisten <a href="http://www.davidsuzuki.org/david/">David Suzuki</a> zu interviewen, als dieser zu einer Occupy Demonstration nach Montreal kam.</p>
<p>David Suzuki und seine gleichnamige<a href="http://www.davidsuzuki.org/#"> Stiftung</a> sind durch die Aufsehen erregende &#8220;If YOU were Prime Minister Tour&#8221; ein Begriff. 1997 reiste der Kanadier mit einem Wohnmobil durch sein Land. Es war keine Tour, um ein Buch vorzustellen, auch keine Publicity Tour, sondern eine Reise um mit den Menschen über die Zukunft des Landes, dessen zukünftige Generationen und die Umwelt zu sprechen. Für David Suzuki besteht zwischen den Politikern, also den gewählten Volksvertretern und den Menschen im Land, eine nicht hinnehmbare Kluft. Für die Kanadier war zu diesem Zeitpunkt Umwelt und Klimaerwärmung das wichtigste Thema überhaupt. Die Politiker handelten das brandheiße Thema ab wie eine Schaufensterdeko, schnell eine Kulisse hochgezogen, damit alle erfreut sind und rasch weiter zum nächsten Thema, immer in der Hoffnung, dass dieses „Umwelt-Ding“ schnell vorüber ist und man es ignorieren und sich wieder den Wünschen der Industrie zuwenden kann. David Suzuki steuerte gegen, indem er den Kanadiern eine Stimme gab und auf seiner Tour Menschen im ganzen Land vor laufender Videokamera zur Sprache bringen ließ, was sie von ihrem Premierminister erwarten und was dieser für das Land tun soll. Genau das passiert im Moment auch durch die Occupy Bewegung, Menschen in vielen Ländern ergreifen das Mikrophon und teilen z.B. über Lifestreams der Welt mit, was sie für wichtig halten und was sich ändern muss, damit alle eine bessere Zukunft erfahren können.</p>
<p><strong>Interview Marc Coppola/David Suzuki:</strong></p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Marc Coppola: </strong></span>Wir wundern uns ein wenig, was Sie hierher gebracht hat?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>David Suzuki:</strong></span> Nun, Neugier, wie viele andere Leute hier auch. Große Frage für mich, ist das wirklich eine Bewegung? Ist das unser kleiner arabischer Augenblick, wenn die Leute sich erheben und sagen, wir müssen uns unser Land zurück nehmen, die Demokratie zurück holen, die wir nach meiner Ansicht im Moment gar nicht haben, aufhören der Agenda der Unternehmen zu dienen. Es sieht so aus, also ob einzig Geld bestimmt, welche Prioritäten wir derzeit haben. Und Geld, die Ökonomie ist sicher nur ein Mittel für etwas anderes. Die Ökonomie für sich selbst ist nichts. Wir benutzen die Ökonomie für etwas anderes. Möchten wir Gerechtigkeit, größere Teilhabe, wollen wir Umweltschutz, das sind die Dinge, die mich interessieren und wenn das Teil dieser Bewegung ist, dann ist das ein sehr aufregender Augenblick.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Coppola:</strong></span> Sehen Sie hier auch, wie die Medien sagen würden, radikalere Bewegungen, denken Sie das in jeder Bewegung&#8230;</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Das weiß ich nicht, ich habe nicht alles mitbekommen, was hier los ist!</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Coppola:</strong></span> Also z.B. wenn sie mal dort hinüber schauen, &#8230; ist das nicht die<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/V_wie_Vendetta_%28Comic%29"> &#8220;V wie Vendetta&#8221; Maske</a> an der Queen&#8217;s Statue? Hier gibt es viele solche Sachen.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Ja nun, ich kann nichts dazu sagen, ich weiß nicht mal, was das überhaupt ist. Doch was mich so begeistert ist, alle diese jungen Leute hier zu sehen, denn hier geht es um die Zukunft für diese jungen Leute, und diese hat man jetzt für die Agenda der Unternehmen geopfert, und es freut mich, Menschen zu sehen die sagen, wir werden uns das zurück holen! Nehmen wir uns das Land zurück!</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Coppola:</strong></span> &#8230; was meinen Sie genau mit &#8220;uns das Land zurück holen&#8221;?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Ich meine, es ist ihre Zukunft, es ist ihr Alles und ich denke sie sind dabei, an ihre Eltern und Großeltern Forderungen zu stellen. Sie sagen, seht, ja seht, wohin Ihr uns gebracht habt. Wie wäre es nun einmal Bilanz zu ziehen und wie wäre es, an uns zu denken und wie es weiter geht. Denn wir sind uns sicher, wir sind nicht auf einem sehr guten Weg.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Coppola:</strong></span> Und in den USA gibt es, ich denke an die Wall Street, eine Art symbolischen Brennpunkt, denken Sie, dass wir in Kanada ebenfalls einen Brennpunkt wie die Wall Street haben?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Nun, ich vermute, in Toronto wäre es die Bay Street, ich weiß nicht, wo es in Montreal ist. Doch ich denke, es wird überall im ganzen Land um das Gleiche gehen. Und das ist folgendes, wir werden zurzeit von etwas regiert, bei dem es sich um die Bedürfnisse der Firmen zu handeln scheint. Die Firmen kommen vor der Öffentlichkeit, und das ist einfach nicht tolerierbar. Das kann nicht weitergehen! Wozu sind Firmen da? Sie existieren wirklich nur aus einem Grund und nur aus diesen! Sie können Dinge tun, die wir brauchen, die wirklich nützlich sind. Doch der einzige Grund, warum sie existieren, ist Geld zu machen und je schneller sie Geld machen, umso besser ist es. Und das ist nicht gerade eine akzeptable Art, die Welt an Laufen zu halten! Was ist mit den Menschen? Was ist mit der Zukunft und den Jobs für junge Leute? Wo sind die Möglichkeiten für die jungen Leute? Das ist mit absoluter Sicherheit wichtiger als der Wunsch, einfach nur Geld zu machen.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Coppola:</strong></span> Ich habe ja neulich mit dem Präsidenten der Studentenvereinigung der Universität Toronto, vor ein paar Monaten, gesprochen und der hat mir erklärt, es gibt dort eine Menge Firmen, die Zeit und Geld aufwenden, um neue Rekrutierungs-Stützpunkte und ähnliches aufzubauen, im Prinzip, um zu versuchen, Studenten für die Arbeit in den Firmen zu interessieren.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Aber natürlich, das ist es, wozu Universitäten geworden sind. Universitäten sehen sich selbst als Produktionsstätten für Leute, die raus gehen und die Ökonomie unterstützen, die für die Firmen arbeiten. Universitäten, das waren einst Orte wo Leute hin gingen, um Ideen zu erforschen, das Äußerste, was der menschliche Geist denken kann, sehr radikale Orte, sehr erschreckend für die Gesellschaft. Doch das war das Spannende. Was machen wir nun? Wir laden Firmen ein, wir wollten, dass Firmen Teil von dem sind, was unsere Wissenschaftler und Akademiker alle tun. Das ist glaube ich ein großer Ausverkauf. Warum sollten Universitäten also nicht denken, dass sie Studenten produzieren, die hinaus gehen und der Agenda der Firmen dienen.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Coppola:</strong></span> Denken Sie, die Firmen bringen dieses hoch kompetitive Modell aus der Unternehmenswelt an die Universität, in das Leben der Studenten?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Ich weiß es nicht, wissen Sie, was die machen? &#8211; Doch ich sehe auf meinem Gebiet der Genetik, wie die Medizin-Industrie anfängt, die Regie zu übernehmen. Was eine Community war, die frei kommunizierte und Ideen austauschte, ist sehr geheimniskrämerisch geworden, da ja die Möglichkeit bestehen könnte, diese Ideen zu patentieren, und das ist für mich keine freie offene Institution mehr.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Coppola:</strong></span> Noch irgendeinen Gedanken zum Abschluss&#8230; ?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Das ist aber ein sehr langes Interview!</p>
<p><strong><span style="color: #888888;">Coppola</span> </strong>[zu den Anwesenden]: OK, noch was, haben Sie irgendeine Frage?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Anwesender:</strong></span> Gibt es irgendeinen Vorschlag, den Sie für die Zuhörer haben, für die Leute die dies sehen, die Leute, die dies gleich hören werden? Keine Vorschläge, die Sie für die jungen Leute haben, konkrete Vorschläge, die die Leute umsetzen können, damit die Leute aktiv werden können?</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Suzuki:</strong></span> Neijein &#8211; ja! Ich denke, dass sie ihren Körper bewegen müssen, dabei bleiben und fordern, dass wir mehr Demokratie brauchen. Und was die jungen Leute betrifft, lasst Euch nicht von den Wahlen irre machen. Sie scheren sich nicht um die Wahlen, weil sie wissen, die Agenda, welche sie von all diesen Politikern hören, hat nichts mit ihnen zu tun, es geht um die Agenda der Firmen. Deshalb müssen sie alle hierher zurückkommen und die Demokratie zurückfordern und das heißt, sie müssen ihren Körper aus dem Haus bekommen und sie müssen anfangen zu wählen und in dem Prozess aktiv werden. Derzeit haben wir keine Demokratie. Sie müssen sie zurück holen. Sie müssen diese obszöne Differenz zur Sprache bringen&#8230; wo ein Prozent der Bevölkerung, die absahnen, die riesig viel Geld verdienen, Steuern und jegliche Art von Verantwortung für die Schaffung von Jobs vermeiden wollen. Um diese Prioritäten muss es wieder gehen, sonst ist es nicht akzeptabel!</p>
<p>© Marc Coppola 2011</p>
<p><strong><span style="color: #888888;">Danke an Marc, dass wir dieses Interview übersetzen und publizieren durften. </span></strong></p>
<p>Marc Coppola hat dieses Interview am 15.10.2011 mit David Suzuki in Montreal geführt und u.a. auf seiner Seite <a href="http://www.whysimplybecause.com/">&#8220;Why? Simply Because&#8221;</a> veröffentlicht. Es ist auch über YouTube <a href="https://www.youtube.com/watch?v=rUTDxUicSmo">abrufbar</a>.</p>
<p><strong>Übersetzung:</strong> BrunO für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p><span style="color: #888888;">Die gestellten Fragen konnten aufgrund technischer Probleme leider nicht immer im genauen Wortlaut transkribiert und übersetzt werden.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="color: #000000;">Weitere CSN Artikel zum Thema: </span></strong></p>
<ul>
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</ul>
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		</item>
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		<title>Mitmachen bei Occupy Wallstreet und Occupy Worldwide auch als Couchpotato</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 10:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von der Couch aus über Occupy informieren, mitreden, unterstützen, mitentscheiden Die Occupy Bewegung startete in New York auf der Wallstreet und breitet seitdem überall auf der Welt aus. Menschen weltweit sind unzufrieden und empört über die Macht der Banken, Großkonzerne, Lobbyisten und wie diese ihre Machtstellung missbrauchen. Das Zeichen der Zeit ist angekommen. Politiker merken, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Finanzhai.jpg"><img class="size-full wp-image-14153 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Occupy nimmt Finanzhaie an die Kandarre" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Finanzhai.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Von der Couch aus über Occupy  informieren, mitreden, unterstützen, mitentscheiden</strong></p>
<p>Die Occupy Bewegung startete in New York auf der Wallstreet und breitet seitdem überall auf der Welt aus. Menschen weltweit sind unzufrieden und empört über die Macht der Banken, Großkonzerne, Lobbyisten und wie diese ihre Machtstellung missbrauchen. Das Zeichen der Zeit ist angekommen.</p>
<p><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Kirche-xs.jpg"><img class="size-full wp-image-14146 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 8px;" title="Occupy Camp an der Martin Luther Kirche Düsseldorf" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Kirche-xs.jpg" alt="" width="150" height="226" /></a>Politiker merken, dass hinter der anfänglich von ihnen belächelten Bewegung sehr viel Potential steckt.</p>
<p>Auch die Kirche erkennt dies. Der <a href="http://www.demotix.com/news/903670/bishop-london-has-morning-tea-occupy-lsx-protesters">Bischof von London</a> gab sich weltlich und unterhielt sich mit den Occupydemonstranten im Camp neben der St. Pauls Kathedrale bei einem gemeinsamen Morgentee.  Das Camp in Düsseldorf neben der Martin-Luther-Kirche erhält Strom von der Kirche und der Pfarrer sitzt abends mit den Menschen, die sich dort zusammenfinden, im Diskussionszelt und trägt seine kreativen Ideen vor.</p>
<p><strong>Wer steht hinter Occupy? 99%<br />
</strong></p>
<p>Menschen. Menschen aller Altersgruppen, Gesell- schaftschichten und aller Couleur. Toleranz, Akzeptanz und friedliches Miteinander sind ihre Devisen. Wenn auch nicht jeder die gleichen Ziele verfolgt – den einen ist das kollabierende Finanzsystem die größte Sorge, anderen die Umwelt oder die enorme Macht der Großkonzerne – so gibt es doch gemeinsame Nenner: Man redet miteinander, diskutiert, hört zu. Den ganzen Tag über, bis in die frühen Morgenstunden, finden sich Interessierte in den Occupy Camps ein, um vorbeizuschauen, dabei zu sein oder mit zu diskutieren.</p>
<p>Ein weiterer Nenner scheint Kreativität zu sein. Schier unerschöpflich sind die Ideen der Menschen, die Teil von Occupy sind. Ob es die Demonstrationsplakate und Flyer sind oder die Aktionen, sie sind jenseits der Vorstellungskraft dessen, was Zieladressaten für möglich gehalten hätten. Gerade das Kreative und Unkonventionelle schafft Aufmerksamkeit und bringt die Message voran. Keine Chance für in starre Verwaltungsstrukturen gepresste Entscheidungsträger. In normalen Zeitungen und im Fernsehen werden Informationen oft in ihrem Gehalt beschnitten oder Aussagen verfälscht. Also werden Occupy Aktivisten selber aktiv und stellen ihre eigenen Zeitungen ins Netz oder drucken sie sogar:<a href="http://www.breakingcopy.com/occupied-wall-street-journal-issue-2-pdf">“ The Occupied Wallstreet Journal“</a>.</p>
<p>Gedruckt wird das Blatt auf Gewerkschaftsdruckmaschinen. Es wird kostenlos verteilt und finanziert sich aus Spenden. Die Erstauflage lag bei 20.000, die zweite bei 50.000 und liegt jetzt bei 250.000.</p>
<p><strong>Occupy Camps und Demonstrationen bis in den letzten Winkel</strong></p>
<p>Wie viele Occupy Camps es gibt, weiß wahrscheinlich niemand genau, denn es kommen täglich neue hinzu. Wer auf Facebook oder Twitter nachschaut, bekommt einen kleinen Eindruck. Über eine Google Search mit dem Begriff Occupy erfährt man, dass die Occupy Bewegung bis in den letzten Winkel der Welt vorgedrungen ist. Deren täglichen Zusammenkünfte „Assembelas“ kann man im Internet anschauen, viele lassen Webcams laufen und speisen sie als Livestreams ein oder als Videos auf Youtube. Chats, Blogs, Newsticker und, und, und… ermöglichen Kontakt vom letzten Winkel in den letzen Winkel.</p>
<p><strong>Menschen campieren aus Protest  im Freien</strong></p>
<p>Durch das Campieren im Freien und „Besetzen“ von öffentlichen Plätzen haben sich die Menschen, die daran teilnehmen, ins Blickfeld gerückt und verknüpfen damit die Möglichkeit, täglich mit vielen Passanten in Kontakt treten zu können. Das funktioniert. Die Occupy Camps erhalten aus der Bevölkerung viel Unterstützung.</p>
<p>Occupy Wallstreet gab Anfang November bekannt, dass über 500.000 Dollar an Spenden eingegangen seien. Täglich bringen Mitbürger Nahrungsmittel, Kleidung, Material für das Erstellen von Plakaten oder was ein Camp sonst noch so braucht vorbei. Die Düsseldorfer Occupy Gruppe äußerte, dass sie eine Toi-Toilette bräuchten. Kaum stand es in der Zeitung, gab es zwei solcher Toiletten, die als Spenden am Platzrand aufgestellt wurden. Ein anderer Unterstützer brachte ein iPhone vorbei, damit das Occupy Camp erreichbar ist und nach außen kommunizieren kann.</p>
<p><strong>Zu arm, zu krank, zu beschäftigt zum mitmachen? Kein Problem</strong></p>
<p>Die Occupy Camps erhalten viel Sympathie, wie sich unschwer erkennen lässt, und es würden sich noch viel mehr Mitmenschen daran beteiligen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.</p>
<p>Ein Kommentator zu einem Blogartikel über die Occupy &#8211; Bewegung brachte es auf den Punkt. Er ließ seinem Missmut über einen vorangegangenen Kommentar freien Lauf. Sein Vorgänger hatte geschrieben, dass die Leute bereits bequemer würden und der Zulauf zu den Demonstrationen weniger. Er war richtig sauer darüber und es klang durch, dass er es als Verrat an der Sache sah. Die Antwort darauf: Ich würde mitmachen, aber ich lebe weit von der nächsten Stadt entfernt. Hier gibt es keine Demo und kein Occupy Camp. Für Fahrten zu einer Samstagsdemonstration habe ich kein Geld, aber ich würde gerne mitmachen. Also was soll ich tun?!</p>
<p>Sicher ist es das Sinnvollste, wenn man sich aktiv beteiligt, aber wie man sieht, ist nicht jeder ist dazu in der Lage. Dennoch kann jeder, der Occupy unterstützen möchte, dabei sein, sogar von Zuhause aus von seiner Couch. Aber wie? Mit einer Guy Fawkes Maske aufs Sofa setzen? Nein!</p>
<p>Man beginnt damit, sich <a href="http://de-de.facebook.com/Occupy.Germany">über die Hintergründe zu informieren</a> und sich selbst kritische Gedanken zu machen. Wenn man Occupy verstanden hat und es begrüßt, sollte man mit Mitmenschen darüber reden. Schon ist man mittendrin in vielen spannenden Unterhaltungen und erweitert gegenseitig den Horizont. Auch das kann man online, wenn man nur von Zuhause aus aktiv sein kann.</p>
<p>Ein Occupy Camp unterstützen kann man, in dem man anfragt, was gebraucht wird oder im Internet auf der Webseite oder dem Facebook des Camps nachliest. In New York bekamen die Occupy Wall Street Camper z.B. Pizzas gespendet, in dem Menschen, die unterstützen wollten, dem Pizzaladen per Internet Auftrag erteilten. Etwas per Post schicken, per Internet oder von einer Wunschliste bei einem bestimmten Laden, das kann jeder, ob er im Büro oder auf der Couch sitzt und schon hat man einen Beitrag geleistet um diejenigen zu unterstützen, die Unbequemlichkeiten und Wettereinflüsse in Kauf nehmen, um Aufmerksamkeit über Missstände zu erregen, damit sie geändert werden.</p>
<p><strong>Signale setzen</strong></p>
<p>Die Banken sind Kernthema bei Occupy. Die Bankenkrise brachte zutage, dass die Millionen von Menschen von Banken um ihr hart verdientes Hab und Gut gebracht wurden. Banken, die solche ruinösen Praktiken durchführten, verdienen es nicht, dass man ihnen Geld und Vertrauen schenkt. Wer Occupy befürwortet und unterstützen möchte, kann alleine dadurch sein Signal setzen, indem er sein Geld zu einer anderen Bank wechselt, wenn er es auf einer Bank hat, die durch zweifelhafte Praktiken und Spekulationen auffiel. Für den 5. November rief das Internetkollektiv Anonymous zur „Operation Cashback“ auf. Bereits im Vorfeld hatten Bürger das Potential einer solchen Aktion erkannt und über 650.000 Menschen hatten sich Geld bar auszahlen lassen oder zu einer besseren Bank gewechselt.</p>
<p><strong>Occupy von der Couch aus unterstützen</strong></p>
<p>Eine Frau, die durch Chemikalien erkrankte und, weil sie hypersensibel auf Chemikalien reagiert, nicht am normalen Leben teilnehmen kann, war sehr traurig, zur Passivität gezwungen zu sein. Sie gründete die <a href="http://www.facebook.com/pages/Occupy-at-Home/210265929046061?ref=ts">Facebookgruppe „Occupy at Home“</a> und reicht seitdem mit anderen Chemikaliensensiblen und Interessierten Informationen weiter. Einen Blog hat sie auch gestartet. Auf <a href="http://occupyathome.wordpress.com/">„Occupy at Home</a>“ erläutert sie „von ihrer Couch“, wie man <a href="http://occupyathome.wordpress.com/2011/11/04/what-occupiers-need-how-to-get-it-to-them/">von Zuhause aus mithelfen</a> kann. Das Schöne dabei, ihr Couchpotato-Aktivismus all das kostet sie keinen Cent, nur ihre eigne Energie und Kreativität.</p>
<p>Solche Beiträge zur  Occupy Bewegung sind nicht weniger wertvoll als andere solidarische Unterstützungen, denn Kommunikation mit anderen und aktive gegenseitige Hilfe war etwas, was in den Hintergrund gedrängt wurde, und es möglich machte, dass die Interessen der Allgemeinheit in Vergessenheit gerieten und Machtstrukturen entstehen ließen, die ungesund sind.</p>
<p>Ob die Occupy Camps den Winter überstehen, indem die Menschen dort Kälte und Schnee trotzen, weiß niemand einzuschätzen. Selbst wenn nicht, es ist etwas in Bewegung geraten, was nicht nur spannend ist, es ist vom zwischenmenschlichen Aspekt her etwas passiert, dass schon jetzt Änderung in der Denkweise vieler gebracht hat, wie der Ausspruch eine Herrn im Anzug verdeutlicht: „Um gegen Korruption und Missstände zu sein, muss ich nicht arbeitslos oder arm sein.“</p>
<p>Autor: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 5. November 2011</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kinder auf dem Land bekommen doppelte Ladung Pestizide ab</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 16:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Experten geben Antwort]]></category>
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		<description><![CDATA[Kinder in ländlichen Regionen erhalten eine &#8220;doppelten Dosis&#8221; des Pestizids Chlorpyrifos aus der Nahrung und durch die Drift von benachbarten Feldern Während Schüler im ganzen Land beginnen, sich im neuen Schuljahr zurechtzufinden, fordern Mediziner und Angehörige aus Gesundheitsberufen von der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA das Verbot des neurotoxischen Pestizids Chlorpyrifos. Das Pestizid wird in den USA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Feld-Kind.jpg"><img class="size-full wp-image-14130 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Kinder auf dem Land erhalten eine &quot;doppelten Dosis&quot; Pestizide - Nahrung und durch die umliegenden Felder" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Feld-Kind.jpg" alt="" width="465" height="311" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Kinder in ländlichen Regionen erhalten eine &#8220;doppelten Dosis&#8221; des Pestizids Chlorpyrifos aus der Nahrung und durch die Drift von benachbarten Feldern</strong></p>
<p>Während Schüler im ganzen Land beginnen, sich im neuen Schuljahr zurechtzufinden, fordern Mediziner und Angehörige aus Gesundheitsberufen von der <a href="http://www.epa.gov/">amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA</a> das Verbot des neurotoxischen Pestizids Chlorpyrifos. Das Pestizid wird in den USA und auch in Deutschland flächendeckend im Agrarbereich eingesetzt. Im häuslichen Bereich ist das Pestizid in den USA seit rund zehn Jahren verboten. (Anm. d. Übersetzers: In Deutschland gibt es keine Reglementierung.)</p>
<p>Über zwei Dutzend Angehörige aus Gesundheitsberufen schickten am 6. Oktober 2011 der EPA einen Brief mit den neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, in denen  die gesundheitlichen Auswirkungen von Chlorpyrifos, darunter <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/13/negative-auswirkungen-auf-den-iq-von-kleinkindern/">Verringerung des IQs</a> und<a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat/"> erhöhtes Risiko für ADHS und Lernstörungen</a> bei Kindern, aufgeführt werden.</p>
<p>&#8220;Die EPA sollte die Wissenschaft zur Kenntnis nehmen und dieses Gehirngift vollständig vom Markt nehmen&#8221;, sagte Dr. David Carpenter, MD, Direktor des Instituts für Gesundheit &amp; Umwelt, University Albany. &#8220;Chlorpyrifos ist eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit von Kindern und gehört nicht in unsere Häuser, auf unsere Bauernhöfe, oder auf unsere Cafeteria-Tabletts.&#8221;</p>
<p>Die jüngsten Studien zeigen, dass Exposition gegenüber Chlorpyrifos im Mutterleib und in der frühen Kindheit, sowie während der <a href="http://www.aerzteblatt.de/studieren/?docid=104485">kritischen Entwicklungs- &#8220;Fenster&#8221;</a>, sich dauerhaft auf das Gehirn auswirken kann. Die Forscher sagen aktuell, dass rund 25% aller US-Kinder einige IQs Punkte niedriger liegen als normal, wegen des Verzehrs von Lebensmitteln, das mit Chlorpyrifos und ähnlichen Pestiziden behandelt wurde.</p>
<p>&#8220;Obst und Gemüse sind wichtig für die Gesundheit von Kindern, aber es sollte nicht mit Chlorpyrifos angebaut werden&#8221;, sagte Ted Schettler, MD, MPH, wissenschaftlicher Direktor des Science and Environmental Health Network, einer der Unterzeichner des Briefes an die EPA. &#8220;Kinder in ländlichen Gemeinden bekommen eine doppelte Dosis des Gehirngiftes ab. Sie sind Chlorpyrifos durch benachbarte Feldern ausgesetzt, und wieder, wenn das Pestizid auf ihrem Essen ist. &#8221;</p>
<p>In den USA wurde der Einsatz von Chlorpyrifos in Häusern vor über zehn Jahren wegen seiner möglichen Schädlichkeit für Kinder verboten. Aber über zehn Millionen Pound Chlorpyrifos werden immer noch auf landwirtschaftlichen Feldern jedes Jahr benutzt. Air Monitoring, Human Biomonitoring und Vergiftungsdaten  bestätigen die umfangreiche Exposition der Menschen gegenüber Chlorpyrifos aufgrund der weiteren Verwendung in der Landwirtschaft. Nach Angaben der Centers for Disease Control trägt die überwiegende Mehrheit von uns Abbauprodukte des chemischen Stoffs in unserem Körper &#8211; darunter auch Kinder.</p>
<p>Kinder, die in landwirtschaftlichen Regionen leben, sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Neben der Exposition aus der Nahrung, atmen sie auch Partikel ein, die durch Abdrift von nahe gelegenen Bauernhöfen in ihre Klassenzimmern und Häuser gelangen. Bauernkinder sind Chlorpyrifos in noch größerem Umfang ausgesetzt, weil ihre Eltern manchmal Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln am Ende des Tages nach Hause bringen, die an ihrer Kleidung und ihren Schuhen haften.</p>
<p>&#8220;Chlorpyrifos-Drift ist eine ernsthafte Bedrohungen für Gemeinden wie meine&#8221;, sagte Luis Medellin  von der lokalen Organisation „El Quinto Sol de America“. Luis wuchs im kalifornischen San Joaquin Valley auf, in Häusern die direkt neben Bauernhöfen lagen, die Chlorpyrifos benutzten. &#8220;Die zugrundeliegende Realität zeigen, dass dieses Gehirngift nicht risikolos genutzt werden kann und deshalb auf den Feldern nicht verwendet werden sollte.&#8221;</p>
<p>Im Alter von 17 Jahren begann Luis mittels des  „Drift-Catchers“ von PAN, dem Pestizid Aktions-Netzwerks, die chemische Drift aus den benachbarten Zitrus-Plantagen zu erfassen. Es wurde festgestellt, dass die Mehrzahl der Proben Chlorpyrifos enthielt. Anwohner sammelten ebenfalls ihren Urin, um ihn auf Chlorpyrifos zu testen und alle, außer einem, hatten Werte, die über dem lagen, was EPA für &#8220;akzeptabel&#8221; hält.</p>
<p>In ihrem Brief an EPA fordern die Gesundheitsexperten, dass die EPA alle Verwendungen von Chlorpyrifos verbietet. In ihrem Schreiben steht:</p>
<p>„Wir fordern die EPA auf jetzt zu handeln aufgrund der Evidenz der wissenschaftlichen Beweise, dass Chlorpyrifos der Gesundheit von Kindern und Föten schadet. Es ist an der Zeit, dass die EPA Maßnahmen ergreift, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und für ein gesundes Erbe für unsere Kinder und für zukünftige Generationen sorgt. Wir appellieren an die EPA, um alle Anwendungen des Pestizids Chlorpyrifos zu stoppen.</p>
<p>Andere Briefe mit einer ähnlichen Betreff wurden der EPA von Gesundheits- und Umweltorganisationen aus ganz Amerika übersandt, darunter eine Petition, die von mehr als 6.000 besorgten Bürgern aus dem ganzen Land unterzeichnet war.</p>
<p><strong>Autor:</strong> <a href="http://www.panna.org/">PAN</a>, Toxic Brain Chemical Must Be Banned: Health Professionals Demand EPA Take Action, October 5, 2011</p>
<p><strong>Übersetzung: </strong>Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network</p>
<p><strong>Weitere CSN Artikel zum Thema Gefährlichkeit von Chlorpyrifos:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/01/pestizid-chlorpyrifos-verbot-in-sudafrika/">Pestizid Chlorpyrifos: Verbot in Südafrika</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/06/hoerschaeden-durch-pestizide-bei-kinder-und-erwachsenen-festgestellt/">Hörschäden  durch Pestizide bei Kindern und Erwachsenen festgestellt</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/05/bauern-bereit-28-mehr-zu-zahlen-fuer-weniger-giftige-pestizide/">Bauern  bereit 28% mehr zu zahlen für weniger giftige Pestizide</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat/">Studie  findet Zusammenhang zwischen Pestiziden und Hyperaktivität</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/02/13/negative-auswirkungen-auf-den-iq-von-kleinkindern/">Negative Auswirkungen auf den IQ von Kleinkindern</a></li>
</ul>
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		<title>Die Umweltkrankheit MCS lässt sich nicht ewig vertuschen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2011/10/24/die-umweltkrankheit-mcs-lasst-sich-nicht-ewig-vertuschen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 18:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thommy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogfrage der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Chemikaliensensible existieren, Tendenz steigend Sie sollen nicht existent sein, die Umwelterkrankten mit MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity. Menschen, die auf minimale Konzentrationen von Chemikalien im Alltag reagieren in einem Land, das Chemikalien in die ganze Welt exportiert und damit fette Gewinne erwirtschaftet, das passt nicht. Also wird dafür gesorgt, dass Chemikaliensensible nicht existieren. Zumindest nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Zahnrad.jpg"><img class="size-full wp-image-14089 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Chemikaliensensible existieren, Tendenz steigend - dagegen kann keine Lobby etwas tun" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Zahnrad.jpg" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p><strong>Chemikaliensensible existieren, Tendenz steigend </strong></p>
<p>Sie sollen nicht existent sein, die Umwelterkrankten mit <a href="http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf">MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity</a>. Menschen, die auf minimale Konzentrationen von Chemikalien im Alltag reagieren in einem Land, das Chemikalien in die ganze Welt exportiert und damit fette Gewinne erwirtschaftet, das passt nicht. Also wird dafür gesorgt, dass Chemikaliensensible nicht existieren. Zumindest nicht auf dem Papier.</p>
<p>Wer MCS hat und seine Erkrankung als Schwerbehinderung anerkannt bekommen möchte, erfährt schnell, dass MCS unerwünscht ist. Das Versorgungsamt dreht und windet sich wie ein Aal, nur damit MCS nicht als Behinderung akzeptiert wird. Denn, wenn MCS häufiger als Behinderung auftaucht, könnten die Erkrankten Forderungen durchsetzen und zwar auch solche, die ihre Krankheit in der Öffentlichkeit sichtbar macht. Ergo, dass MCS als Behinderung anerkannt wird, muss meist erst rechtlich erstritten werden.</p>
<p>In der Bevölkerung ist MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity nicht mehr ganz unbekannt, aber die Konsequenzen, die diese Erkrankung für die Menschen hat, die darunter leiden, kennt kaum jemand. Es wird versucht, MCS als Bagatelle darzustellen oder als Marotte, als psychische Störung, usw. Eben alles Mögliche, außer einer ernstzunehmenden Erkrankung, die rund 15% der Bevölkerung betrifft und sie einschränkt in allen Lebenslagen.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #800000;"><strong>Thommy’s Blogfrage der Woche:</strong></span></p>
<ul>
<li style="text-align: left;">Lässt sich MCS auf Ewig vertuschen?</li>
<li style="text-align: left;">Was können MCS Kranke unternehmen, damit die Allgemeinheit von ihnen erfährt?</li>
<li style="text-align: left;">Wie lässt sich Druck aufbauen, damit MCS als Behinderung im Einzelfall anerkannt wird und das ohne Rechtsstreit?</li>
<li style="text-align: left;">Wie kann dem Klischee „<a href="http://www.csn-deutschland.de/mcs_class.pdf">MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity sei psychisch</a>“ die Existenz entzogen werden?</li>
<li style="text-align: left;">Habt Ihr Ideen, wie MCS der Öffentlichkeit als das vermittelt werden kann, was es ist, nämlich eine einschränkende Behinderung?</li>
<li style="text-align: left;">Wie kann die Allgemeinheit effektiver und zeitnah über MCS informiert werden?</li>
</ul>
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