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	<title>CSN Blog &#187; Krank durch Pestizide</title>
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		<title>EP-Umweltausschuss für strikte Regeln bei Bioziden</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/20/ep-umweltausschuss-fur-strikte-regeln-bei-bioziden/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 09:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Besserer Schutz für Verbraucher und Umwelt
Künftig wird es EU-weite Mindeststandards für die Zulassung von so genannten Bioziden geben. Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat sich heute in erster Lesung für eine entsprechende EU-Verordnung ausgesprochen. Biozide werden hauptsächlich im Hygiene- und Reinigungsbereich angewandt und schützen vor Bakterien, Ungeziefer, Insekten, Vorratsschädlingen und Mäusen oder Ratten. Biozide finden aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/EU-Flagge.jpg"><img class="size-full wp-image-9651 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="EU Parlament" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/EU-Flagge.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p><strong>Besserer Schutz für Verbraucher und Umwelt</strong></p>
<p>Künftig wird es EU-weite Mindeststandards für die Zulassung von so genannten Bioziden geben. Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat sich heute in erster Lesung für eine entsprechende EU-Verordnung ausgesprochen. Biozide werden hauptsächlich im Hygiene- und Reinigungsbereich angewandt und schützen vor Bakterien, Ungeziefer, Insekten, Vorratsschädlingen und Mäusen oder Ratten. Biozide finden aber auch in der Industrie Verwendung, etwa wenn Autolacke versiegelt oder Möbel behandelt werden.</p>
<p>Ein breiter Konsens besteht bei der so genanntes &#8220;Trittbrettfahrerproblematik&#8221;. Hier wird bei dem Zugang zu dem für die Registrierung erforderlichen Wirkstoffdossier sichergestellt, dass es bei der Produktzulassung keine Marktmonopole und keine Wettbewerbsverzerrungen gibt. Um unnötige Tierversuche zu vermeiden, soll europaweit ein Datenaustausch erfolgen.</p>
<p>Produkte wie etwa Möbel und Stoffe dürfen zukünftig nur mit in der EU zugelassenen Bioziden behandelt sein und sind entsprechend zu kennzeichnen. &#8220;Aus diesem Grund ist die EU-weite Produktzulassung so wichtig, die sicherstellt, dass überall dieselben Produktanforderungen gelten. In diesem Fall konnte sich die EVP-Fraktion mit ihrer Forderung vollständig durchsetzen,&#8221; so der Europaabgeordnete Dr. Horst Schnellhardt (EVP/CDU).</p>
<p>Die Plenarabstimmung wird voraussichtlich im September stattfinden. Eine Einigung zwischen Europäischem Parlament und Rat ist im kommenden Frühjahr denkbar.</p>
<p><strong>Literatur:</strong> Europäisches Parlament, Dr. Horst Schnellhardt, <a href="http://www.biozid.info/uploads/media/PM_Biozide_22062010.pdf">EP-Umweltausschuss für strikte Regeln bei Bioziden</a>, Dienstag, 22. Juni 2010</p>
<p>-</p>
<p><strong>Weitere CSN-Artikel:</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/25/60-wissenschaftler-und-ngos-appellieren-an-efsa/">60 Wissenschaftler und NGOs appellieren an EFSA</a><strong><br />
</strong></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/09/04/gericht-entscheidet-moebel-die-chemikalien-ausduensten-muessen-zurueckgenommen-werden-auch-nach-ueber-einem-jahr/">Gericht entscheidet: Möbel die Chemikalien ausdünsten müssen zurückgenommen werden, auch nach über einem Jahr</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/27/klimaanlagen-im-auto-demnachst-nur-noch-mit-toxischen-chemikalien-erhaltlich/">Klimaanlagen im Auto &#8211; Demnächst nur noch mit toxischen Chemikalien erhältlich</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/01/26/antwort-der-europaischen-kommission-auf-eine-anfrage-zur-umweltkrankheit-multiple-chemical-sensitivity/">Antwort der Europäischen Kommission auf eine Anfrage zur Umweltkrankheit Multiple Chemical Sensitivity</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/12/ein-jahr-un-behindertenkonvention-nullrunde-fur-behinderte-mit-mcs-%E2%80%93-multiple-chemical-sensitivity/">Ein Jahr EU-Behinderten Konvention &#8211; Nullrunde für Behinderte mit MCS &#8211; Multiple Chemical Sensitivity</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Hilferuf – Junge Frau in Lebensgefahr</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/11/hilferuf-junge-frau-in-lebensgefahr/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/07/11/hilferuf-junge-frau-in-lebensgefahr/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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Versprühen von Pestiziden bringt junge chemikaliensensible Frau in Not
Elvira Roda lebt in der spanischen Region Valencia und ist in großer Not, ihre Familie und Freunde bitten um internationale Hilfe. Die 35-jährige Frau leidet unter MCS-Multiple Chemical Sensitivity. Dort, wo sie wohnt, sind durch die feuchte Hitze vermehrt Ungeziefer und Moskitos aufgetreten. Die Gemeinde lässt zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Elvira-Roda-xx.gif"><img class="size-full wp-image-9558 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Elvira-Roda am Strand weil ihr Wohnraum kontaminiert ist" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Elvira-Roda-xx.gif" alt="" width="465" height="349" /></a></p>
<p><strong>Versprühen von Pestiziden bringt junge chemikaliensensible Frau in Not</strong></p>
<p>Elvira Roda lebt in der spanischen Region Valencia und ist in großer Not, ihre Familie und Freunde bitten um internationale Hilfe. Die 35-jährige Frau leidet unter MCS-Multiple Chemical Sensitivity. Dort, wo sie wohnt, sind durch die feuchte Hitze vermehrt Ungeziefer und Moskitos aufgetreten. Die Gemeinde lässt zur Eindämmung die Bäume und Straßenränder mit hochgiftigen Organophosphat-Pestiziden besprühen (<a href="http://www.gopetition.com/online/37492.html#sign">Siehe Video</a> in der Mitte der Webseite um einen Eindruck von der Sprühaktion zu bekommen). Diese Nervengifte sind für Menschen und Tiere sehr schädlich.</p>
<p>Elviras Familie hat am 1. Juli 2010 eine Petition verfasst und bitte um internationale Unterstützung.</p>
<p><strong>Behandlungserfolg von Spezialklinik vernichtet, stattdessen Lebensgefahr</strong></p>
<p>Ein Klinikaufenthalt in der besten Umweltklinik weltweit, dem Environmental Health Center Dallas, hatte Elvira körperliche Stabilität und ihrer Familie Hoffnung zurückgegeben. Ihr Fall wird <a href="http://elviraroda.org/?cat=3">von den Medien seit einiger Zeit begleitet</a>.</p>
<p>Die junge Frau, die schon von geringen Spuren von Parfüms schwere Reaktionen bekommt, ist in letzter Zeit bereits mehrfach zusammengebrochen. Der Grund sind hochtoxische Pestizide der Organophosphatklasse, die von der Gemeinde vor ihrem Haus ausgebracht werden. Diese Pestizide sind für Sie ganz besonders gefährlich, weil sie ein bestimmtes Entgiftungsenzym lahmlegen und der Körper sich dadurch selbst vergiftet.</p>
<p>Im Moment wird Elvira täglich ans Meer gebracht. Es ist schwierig für sie, weil sie unter anderem unter schwerer Lichtempfindlichkeit, Spasmen, einem kapitalen Immunschaden und Fibromyalgie leidet. Dort verbringt sie den ganzen Tag, obwohl es ihr gesundheitlich so schlecht geht, dass sie im Bett liegen müsste. Es gibt keine andere Lösung, es ist die einzige Möglichkeit, um sie davor zu bewahren, dass sie den gefährlichen Giften ausgesetzt ist. Ein Notfallquartier gibt für Chemikaliensensible in Spanien nicht, genaussowenig wie in anderen Ländern.</p>
<p><strong>Junge Frau in Lebensgefahr, wegen Uneinsichtigkeit der Gemeinde</strong></p>
<p>Die Eltern von Elvira haben ihr eine „Bubble“ gestaltet &#8211; ihr Wohnraum ist schadstofffrei gestaltet, so dass die 35-jährige normalerweise gut zurechtkommt. Sie hat dort eine Sauna um zu entgiften, es ist alles da, damit Elvira Zuhause eine Oase hat, wo sie sicher ist. Doch das war einmal, jetzt versprüht die Gemeinde toxische Pestizide bis wenige Meter vor das Haus. Die Bäume werden mit einem Sprühwagen von oben bis unten eingenebelt.</p>
<p>Die Familie hat der Gemeinde mitgeteilt, in welche Gefahr diese Maßnahmen die junge Frau bringen, vergebens. Man teilte mit, dass man vor dem Versprühen der Pestizid Bescheid sagen wolle. Viel nutzt das nicht, denn die Aerosole dringen auch durch die abgedichteten Fenster und Türen des Apartments, in dem Elvira normalerweise Tag und Nacht ist. Organophosphatpestizide bleiben einige Zeit aktiv, das bedeutet, dass sie je nach Art mehrere Tage bis mehrere Wochen ausgasen. Gefährdet sind durch diese Pestizide nicht nur Chemikaliensensible, sondern jeder, der im Umfeld wohnt, ganz besonders natürlich Babys und Kinder, deren Entgiftungs- und Immunsystem noch nicht voll leistungsfähig ist. Das Hauptzielorgan für Organophosphatpestizide ist das Nervensystem, doch sie wirken auch schädigend auf das Immunsystem und sind im Fall von bspw. Chlorpyrifos dafür bekannt, MCS auszulösen.</p>
<p><strong>Petition zur Unterstützung von Elvira Roda</strong></p>
<p>Um das Versprühen der Pestizide zu stoppen, hat die Familie von Elvira eine Petition an den Stadtrat von Alboraya geschrieben. Jeder kann diese Petition mitunterzeichnen und einen Kommentar abgeben. Es ist wichtig, dass Elvira internationale Hilfe erhält. Die Familie bitte den Aufruf auch auf Facebook, in Newsgruppen und auf Twitter zu verbreiten.</p>
<p><strong><span style="color: #800000;">Petition für Elvira Roda:</span></strong> <a href="http://www.gopetition.com/online/37492.html">http://www.gopetition.com/online/37492.html</a></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Unterzeichnen und einen Kommentar abgeben kann man hier:</strong></span></p>
<p><a href="http://www.gopetition.com/online/37492/sign.html">http://www.gopetition.com/online/37492/sign.html</a></p>
<p><strong>Gebt Elvira Unterstützung, Kraft und Hoffnung</strong></p>
<p>Informationen über Elvira können auf ihrer <a href="http://elviraroda.org/ ">Webseite ElviraRoda</a> eingesehen werden, die ihre Familie für sie errichtet hat. Dort kann man sich über den Stand der Dinge informieren.</p>
<p>Eine nette menschliche Geste wäre, wenn viele an Elvira und ihre Familie schreiben und Mut zusprechen (ganz gleich in welcher Sprache, Englisch und Spanisch sind vorzugsweise zu verwenden. Andere Sprachen werden per Computerprogramm übersetzt). Die Situation, in der sich Elvira im Moment befindet, kann jeden treffen, der unter MCS leidet.</p>
<p>Da Elvira auch unter Elektrosensibilität leidet, kann sie zwar nicht selbst antworten, bekommt aber alle Briefe vorgelesen. Elvira wird versuchen, Kontakt über ihre Webseite zu halten. Sie schreibt handschriftlich auf Papier, und die Familie und Freunde aktualisieren die Seite. Es kann unter Umständen etwas dauern, bis Informationen online gehen, weil sich alle intensiv um die junge Frau kümmern müssen.</p>
<p><strong>Alles Gute für Elvira!</strong></p>
<p>Wir wünschen Elvira viel Kraft und dass von Seiten des Stadtrates schnell Verständnis eintritt und man zu ungiftigen Schädlingsbekämpfungsmethoden übergeht, das wäre zum Wohle aller Bewohner der spanischen Stadt. Alternativen gibt es.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 11. Juli 2010</p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/en/cry-for-help-young-woman-in-danger/">Englische Übersetzung</a></li>
<li><a href="http://www.ne.jp/asahi/kagaku/pico/sick_school/cs_kaigai/CSN/100711_CSN_cry_for_help.html">Japanische Übersetzung</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere CSN Berichte über MCS Patienten in Not</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/07/hilferuf-junge-frau-mit-mcs-kampft-seit-jahren-um-ihr-uberleben/">Hilferuf: Junge Frau mit MCS kämpft seit Jahren um ihr Überleben</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/10/offentlicher-hilferuf-fur-eine-mcs-patientin/">Öffentlicher Hilferuf für eine MCS-Patientin</a></li>
<li style="text-align: left;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/12/21/bundesministerium-fur-gesundheit-zum-aktuellen-mcs-notfall/">Bundesministerium für Gesundheit zum aktuellen MCS-Notfall</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Waltraud Binz: Mein Mann hat nicht betrogen!</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/19/waltraud-binz-mein-mann-hat-nicht-betrogen/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/19/waltraud-binz-mein-mann-hat-nicht-betrogen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 03:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
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Ich schreibe dies zur Rechtfertigung vor unseren Kindern, vor unseren Patienten und auch vor meinen ehemaligen Schülern, die vielleicht an mir zweifeln. Besonders unsere Patienten mussten schon viele Demütigungen ertragen. Mein Mann hat nicht betrogen!
1. Warum ist die KV Trier gegen ihn?
Hier Auszüge aus 3 Briefen eines umfangreichen Schriftverkehrs:
“Es hat in diesen Tagen bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Dr.-Binz-Praxis.jpg"></a><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Dr.-Binz-und-Frau.gif"><img class="size-full wp-image-9272 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Dr. Peter Binz, Waltraud Binz" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Dr.-Binz-und-Frau.gif" alt="" width="370" height="311" /></a></p>
<p>Ich schreibe dies zur Rechtfertigung vor unseren Kindern, vor unseren Patienten und auch vor meinen ehemaligen Schülern, die vielleicht an mir zweifeln. Besonders unsere Patienten mussten schon viele Demütigungen ertragen. Mein Mann hat nicht betrogen!</p>
<p><strong>1. Warum ist die KV Trier gegen ihn?</strong></p>
<p>Hier Auszüge aus 3 Briefen eines umfangreichen Schriftverkehrs:</p>
<p>“Es hat in diesen Tagen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Trier ein Gespräch stattgefunden, an dem Vertreter der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie, der Textil- und Bekleidungs-Berufsgenossenschaft und der Holz-Berufsgenossenschaft teilnahmen. Der Krankenkassenverband für den Regierungsbezirk Trier war ebenfalls vertreten. Das Ergebnis der Besprechung kann so zusammengefasst werden, dass nach Auffassung aller Beteiligten es nicht Ihre Aufgabe ist, im Rahmen der ambulanten kassenärztlichen Versorgung bei bestimmten Verdachtsdiagnosen diese durch teilweise sehr teure diagnostische Maßnahmen beweismäßig abzusichern.”</p>
<p>“Die Kassenärztliche Vereinigung wie auch andere ärztliche Organisationen, vornehmlich die Bezirksärztekammer, führen mit Herrn Dr. Binz seit längerer Zeit eine sehr umfängliche Korrespondenz, die im wesentlichen ihre Ursache darin hat, dass Herr Dr. Binz sich im Rahömen seiner ärztlichen Tätigkeit dazu berufen fühlt, umfängliche Ursachenforschung für bestimmte Krankheitsbilder zu arbeitsmedizinischen Fragen, wobei in besonderer Weise bekannt geworden ist seine Untersuchungen hinsichtlich sogenannter Lösungsmittelschäden”.</p>
<blockquote><p>“Wir bedauern zutiefst, dass wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass Sie selbst nicht erkennen können, dass Ihnen keinerlei Akzeptanz mehr entgegengebracht wird und Sie sich mit derartigem Gebaren selbst großen Schaden zufügen. Eigentlich müsste es doch ernüchternd für Sie sein, zur Kenntnis zu nehmen, dass Ihre Schreiben jegliche Wirkung verfehlen, vielmehr als ‘ideologisches Gequassel’ abgetan werden”.</p></blockquote>
<p>Mein Mann hat keinen Grund zu “ideologischem Gequassel” er hat im Gymnasium eine Klasse übersprungen und das “Medizinische Staatsexamen” sowie die Doktorarbeit mit “sehr gut” abgeschlossen. Hier müssen keine Wissenslücken mit Phantasie ausgefüllt werden.</p>
<p><strong>2. Staatsanwaltschaft</strong></p>
<p>Das Justizministerium verlangt von den Kirchen, jeden “Verdacht” auf Missbrauch der Staatsanwaltschaft zu melden. Seit 1998 hat mein Mann wie verlangt – (5 dicke Leitzordner von Meldungen an die Staatsanwaltschaft) Arbeitsschäden und Todesfälle gemeldet, er bekam nicht einmal eine Empfangsbestätigung. Dabei ging es nicht darum die Industrie anzuzeigen sondern nur um die Verbesserung des Arbeitsschutzes. Wir brauchen eine erstklassige Industrie.</p>
<p><strong>3. Wo bleibt der Aufschrei?</strong></p>
<p>Patienten erleiden Demütigungen von vielen Organisationen.</p>
<p>Die Krankheiten, Leidenswege, Demenzen und Todesfälle (wir haben einige Listen, Arbeiter haben eine viel kürzere Lebenserwartung) nehmen zu, chemische Vergiftungen sind nicht rückgängig zu machen und auch die nächste Generation wird durch Veränderung der Ei- und Samenzellen geschädigt. Prof. Haley untersuchte die Gehirne von Golfkrieg-Veteranen nach 20 Jahren: “and the soldiers haven’t gotten better with time”.</p>
<p>Einige französische Zeitungen problematisierten dieses Wochenende den Einsatz von Chlor – nicht als Kampfmittel wie im 1. Weltkrieg – sondern im Schwimmbad und die Folgen besonders für die Kinder.</p>
<p><strong>4. Warum gibt mein Mann nicht auf?</strong></p>
<p>Wir beide haben eine sehr strenge Erziehung in katholischen Internaten erhalten. Bei uns gab es keine sexuellen Belästigungen, aber das Leben war geprägt von Religiosität und Armut, aber vielleicht haben wir hier ein Gespür für Ethik und Moral mitbekommen?</p>
<p>Waltraud Binz, Trier, 17. Juni 2010</p>
<p>- -</p>
<p><strong>Weitere Artikel zum Fall Binz:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/15/staatsanwaltschaft-hat-anklage-gegen-dr-peter-binz-erhoben/">Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Dr. Peter Binz erhoben</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/11/die-kehrseite-der-medaille-oder-mit-welchen-mitteln-in-deutschland-umweltkrankheiten-vertuscht-werden-sollen/">Die  Kehrseite der Medaille, oder mit welchen Mitteln in Deutschland  Umweltkrankheiten vertuscht werden sollen</a></li>
<li><a href="http://www.16vor.de/?s=dr.+binz">Ermittlungen ohne Ende </a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/10/17/ein-professor-aus-korea-zur-sache-dr-peter-binz/">Ein   Professor aus Korea zur Sache Dr. Peter Binz</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/04/zur-unterstuetzung-von-dr-peter-binz-und-allen-anderen-aerzten-die-sich-in-besonderer-weise-um-ihre-patienten-kuemmern/">Zur   Unterstützung von Dr. Peter Binz und allen anderen Ärzten die sich in   besonderer Weise um ihre Patienten kümmern </a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/31/strafanzeige-und-das-zivilrechtliche-verfahren-gegen-dr-peter-binz-hintergruende/">Strafanzeige   und das zivilrechtliche Verfahren gegen Dr. Peter Binz – Hintergründe</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2007/11/20/unbequemer-umweltarzt-erhielt-zivilcouragepreis/">Unbequemer   Umweltmediziner erhielt Zivilcouragepreis</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/01/mutige-aerzte-fehlen-unserem-land/">Mutige   Ärzte fehlen unserem Land</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Film über Gifte in Containern erhielt Auszeichnung</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/10/film-uber-gifte-in-containern-erhielt-auszeichnung/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 13:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Pestizide]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch den Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Auszeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Container]]></category>
		<category><![CDATA[Das Gift kommt zurück]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Altemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Zuschauerpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ökofilmtour]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Film „Das Gift kommt zurück“ glich eher einem Krimi als einer Dokumentation, nur dass er nicht auf einer Fiktion beruhte, sondern die Realität wiederspiegelt. Jeder fünfte Container, der im Hamburger Hafen geöffnet wird, ist laut Aussage von Experten, mit giftigen Substanzen belastet.
Die Regisseurin Inge Altemeier und ein Filmteam hatten den Weg von Containern, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Containerschiff.gif"><img class="size-full wp-image-9162 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Container - Das Gift kehrt zurück " src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Containerschiff.gif" alt="" width="465" height="302" /></a></p>
<p>Der Film „Das Gift kommt zurück“ glich eher einem Krimi als einer Dokumentation, nur dass er nicht auf einer Fiktion beruhte, sondern die Realität wiederspiegelt. Jeder fünfte Container, der im Hamburger Hafen geöffnet wird, ist laut Aussage von Experten, mit giftigen Substanzen belastet.</p>
<p>Die Regisseurin Inge Altemeier und ein Filmteam hatten den Weg von Containern, die Textilen, Spielzeug und andere Konsumgüter enthielten, bis nach China und Indien verfolgt. Der für den NDR produzierte Beitrag wurde wegen der hohen Zuschauerzahlen mehrfach im Fernsehen wiederholt.</p>
<p>Bei der<a href="http://www.oekofilmtour.de/0321e29d610c9ec08/index.html"> Ökofilmtour</a>, dem „längsten Filmfestival Deutschlands“, wurde die Dokumentation an 50 Festival-Orten gezeigt und fesselte überall die Zuschauer.  Das <a href="http://www.globalfilm.de/film_das_gift_kommt_zurueck.shtml">&#8220;Gift kommt zurück&#8221; </a>wurde aus über hundert Einreichungen aus Deutschland, England, Frankreich, USA und Italien ausgewählt und erhielt den diesjährigen Zuschauerpreis.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 10. Juni 2010</p>
<p><strong>Weiterer CSN Beitrag zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/24/mit-toxischen-chemikalien-verseuchte-container-taegliche-realitaet-im-hafen-von-hamburg-und-rotterdam/">Mit toxischen Chemikalien verseuchte Container &#8211; tägliche Realität im Hafen von Hamburg und Rotterdam</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Pestizid Chlorpyrifos: Verbot in Südafrika</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/06/01/pestizid-chlorpyrifos-verbot-in-sudafrika/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 11:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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Das PAN &#8211; Pesticide Action Network berichtet, dass der Südafrikanische Minister für Landwirtschaft, Forst und Fischerei am 14. Mai 2010 angekündigt hat, dass das Land die Verwendung des Organophosphat-Pestizids Chlorpyrifos für Haus und im Garten verbieten will.
Während es in den USA bereits seit langem Anwendungsbeschränkungen gibt, ist Chlorpyrifos in Deutschland noch in vielen leicht erhältlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Südafrika.jpg"><img class="size-full wp-image-9004 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Südafrika verbietet Chlorpyrifos in Haus und Garten" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Südafrika.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>Das<a href="http://action.panna.org/p/dia/action/public/?action_KEY=2268"> PAN &#8211; Pesticide Action Network</a> berichtet, dass der Südafrikanische Minister für Landwirtschaft, Forst und Fischerei am 14. Mai 2010 angekündigt hat, dass das Land die Verwendung des <a href="http://www.enius.de/schadstoffe/chlorpyrifos.html">Organophosphat-Pestizids Chlorpyrifos</a> für Haus und im Garten verbieten will.</p>
<p>Während es in den USA bereits seit langem Anwendungsbeschränkungen gibt, ist Chlorpyrifos in Deutschland noch in vielen leicht erhältlichen Schädlings-bekämpfungs- und Pflanzenschutzmitteln, auch für den häuslichen Bedarf, enthalten.</p>
<p>Chlorpyrifos ist als sensibilisierende Chemikalie bekannt. Das Pestizid war die erste Chemikalie, die in einem EPA Memorandum als Auslöser für MCS-Multiple Chemical Sensitivity benannt wurde.</p>
<p><strong>Auslöser für schwere Gesundheitsschäden</strong></p>
<p>Das von PAN als “Bad Actor Pestizid” eingestufte Chlorpyrifos ist ein akuttoxisches Nervengift, es wird vermutet, dass es sich auf das Hormonsystem störend auswirkt und steht mit zahlreichen anderen Gesundheitsschäden in Verbindung.</p>
<p>In jüngster Zeit wurden Organophosphat-Pestizide durch eine in den USA vielbeachtete Studie mit einem erhöhten <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat/">Risiko für das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS)</a> bei Kindern in Verbindung gebracht.</p>
<p>Die Ankündigung eines Verbots  ist ein bedeutender Schlag gegen Dow Chemical, der wichtigste Hersteller von Chlorpyrifos weltweit.</p>
<p><strong>Kinder besonders stark gefährdet</strong></p>
<p>Chlorpyrifos wurde bei Kindern in besonders hoher Konzentration nachgewiesen. Daten des „Center for Disease Control and Prevention“ (CDC) zeigten, dass 93% der Einwohner der USA in den Jahren zwischen 1999 und 2000 bei einer Stichprobe Chlorpyrifos in ihren Körpern aufwiesen. Bei Kindern im Alter von 6-11 Jahren wurden dabei  fast doppelt so hohe Werte nachgewiesen wie bei den Erwachsenen.</p>
<p>In den Jahren von 2001-2005 stellte die amerikanische Umweltschutzbehörde <a href="http://nlquery.epa.gov/epasearch/epasearch?querytext=CHLORPYRIFOS&amp;fld=&amp;areaname=&amp;areacontacts=http%3A%2F%2Fwww.epa.gov%2Fepahome%2Fcomments.htm&amp;areasearchurl=&amp;result_template=epafiles_default.xsl&amp;filter=sample4filt.hts">EPA die Nutzung von Chlorpyrifos</a> in den USA in Wohnräumen ein. Hierzu führte die Behörde insbesondere Bedenken für die Gesundheit von Kindern an.</p>
<p>Die in den USA unter dem Namen Dursban oder  Lorsban verkaufte Chemikalie wird jedoch  in der Landwirtschaft noch weitflächig verwendet. Das bedeutet, dass die Gefährdung durch erhöhte Exposition bei Kindern in ländlichen Gebieten und für Landarbeiterkinder weiterhin auftritt.</p>
<p><strong>Situation USA</strong></p>
<p>PAN Nordamerika arbeitet derzeit  mit Partnern, darunter das „Farm Worker Pesticide Project“, daran, die EPA zu drängen, ein Verbot  für Chlorpyrifos zu beschließen. &#8220;Es ist einfach unerhört, weiterhin die Exposition gegenüber Chlorpyrifos bei Kindern in landwirtschaftlichen Gebieten zu erlauben, nachdem festgelegt wurde, dass es zu gefährlich für Kinder im städtischen Umfeld ist&#8221;, sagte die wissenschaftliche Leiterin des Pestizid Aktions-Networks, Dr. Margaret Reeves, &#8220;es ist Zeit, es loszuwerden, ein für allemal.“</p>
<p><strong>Situation Deutschland</strong></p>
<p>In Deutschland ist das Pestizid Chlorpyrifos in zahlreichen Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmitteln für Haus und Garten enthalten. Sie sind in Form von Sprays, Köderdosen, Mottenstrips, Flohhalsbändern, etc. im Handel. Sowohl  in der Land- und Forstwirtschaft, als auch im Weinbau wird das Organophosphat-Pestizid verwendet.</p>
<p><strong>Situation Österreich</strong></p>
<p>Es gab eine  Anfrage (1632/AB (XXII. GP) ) der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend der Gesundheitsbedrohung durch Organophosphat-Pestizide und deren Einsatz in Österreich. <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXII/J/J_01648/fname_019231.pdf">Anfrage an Parlament Österreich</a></p>
<p>In der Anfragebeantwortung durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll zu der schriftlichen Anfrage (1648/J) wurden wichtige Fragen, auch zur rechtlichen Situation in Österreich, weitgehend  erläutert. <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXII/AB/AB_01632/imfname_022117.pdf">Antwort Parlament Österreich</a></p>
<p><strong>Autor:</strong> Silva K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network, 1. Juni 2010.</p>
<p><strong>Literatur:</strong> PAN, May 2010</p>
<p><strong>Weiterführende Literatur:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=104485">Pestizide: Entwicklungsstörungen von Kleinkindern nach pränataler Exposition mit Chlorpyrifos</a></li>
<li><a href="http://www.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/481-15.pdf">Landtag Rheinland-Pfalz: Pestizide, Chlorpyrifos auch in Zigarettenrauch zu erwarten</a></li>
<li><a href="http://www.pan-germany.org/deu/home.html">PAN Deutschland</a></li>
</ul>
<p><strong>CSN Artikel zum Thema Pestzide:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/06/hoerschaeden-durch-pestizide-bei-kinder-und-erwachsenen-festgestellt">Hörschäden durch Pestizide bei Kindern und Erwachsenen festgestellt</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/05/bauern-bereit-28-mehr-zu-zahlen-fuer-weniger-giftige-pestizide">Bauern bereit 28% mehr zu zahlen für weniger giftige Pestizide</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat">Studie findet Zusammenhang zwischen Pestiziden und Hyperaktivität</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/22/pestizide-pyrethroide-bereiten-neue-sorgen/">Pestizide: Pyrethroide bereiten neue Sorgen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/28/afrika-menschen-mit-mcs-leiden-besonders-unter-pestiziden">Afrika: Menschen mit MCS leiden besonders unter Pestiziden</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/05/pestizide-verursachen-abneigung-gegen-alkohol">Pestizide verursachen Abneigung gegen Alkohol</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Seit 25 Jahren krank durch Holzschutzmittel</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/26/seit-25-jahren-krank-durch-holzschutzmittel/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 13:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
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Der Marathon fand statt, aber anders als geplant 
1977 (16 Jahre alt) begann ich eine Lehre in einer Holzgroßhandlung. Ich war bis zu dem Zeitpunkt gesund, keinerlei Problem. Ich war sehr sportlich und habe immer Fußball gespielt. Etwa ein Jahr später bekam ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder einseitige Taubheitsgefühle, vom Fuß beginnend, über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Trauriger-Mann.gif"><img class="size-full wp-image-8932 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Krank durch Holzschutzmittel" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Trauriger-Mann.gif" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p><strong>Der Marathon fand statt, aber anders als geplant </strong></p>
<p>1977 (16 Jahre alt) begann ich eine Lehre in einer <a href="http://www.mdr.de/exakt/5498838.html">Holzgroßhandlung.</a> Ich war bis zu dem Zeitpunkt gesund, keinerlei Problem. Ich war sehr sportlich und habe immer Fußball gespielt. Etwa ein Jahr später bekam ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder einseitige Taubheitsgefühle, vom Fuß beginnend, über die Hand, den Rücken ins Gesicht, Mund und den Rest vom Kopf. Dabei konnte ich nicht mehr sprechen. Die Sprachfähigkeit stellte sich erst wieder ein, wenn dieses taube Gefühl im Kopf weg war. Naja, in dem Alter denkt man sich bei manchen Dingen nicht viel, zumal dann wieder alles in Ordnung war wie immer.</p>
<p><strong>Krankenhaus statt Marathon</strong></p>
<p>Dies ging  bis 1985. Ich hatte geplant, meinen ersten Marathon zu laufen. Stattdessen lag ich dann acht Wochen im Krankenhaus. Was war passiert? Ich hatte wieder mal so eine <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-9157678.html">Taubheitsattacke</a>. Ich lies mich nach Hause fahren und war dermaßen müde, dass ich mich nicht mehr wach halten konnte. Als ich aufwachte, war mir nur schlecht. Ich dachte, das geht wieder weg. Am nächsten Tag ging ich wieder arbeiten, irgendwie ging es mir nicht besser und ich bin nach zwei Stunden wieder nach Hause. Am nächsten Tag ging ich zum Arzt und wurde für den Rest der Woche krankgeschrieben.</p>
<p><strong>Eine Abwärtsspirale begann</strong></p>
<p>Montags war mir immer noch schlecht. Wieder zum Arzt, noch eine Woche krankgeschrieben. Sonntagabend, ich hatte schon zwei Kilo abgenommen, mir ging es immer schlechter und ich fing an zu zittern. Ich hielt es nicht mehr aus und sagte meiner Mutter, sie sollte den Notarzt rufen. Ich lag inzwischen im Bett und zitterte wie Espenlaub. Der Arzt kam und mein Blutzuckerwert war auf 25 abgesackt. Er hängte mich an einen Tropf und mir ging es schlagartig wieder gut. Dann traf der Krankenwagen ein und ich kam ins Krankenhaus, acht Wochen. Mir ging es schon am anderen Morgen nach der Einlieferung wieder schlecht. Mir wird schwindlig in Fahrstühlen und ich bekam nach dem Frühstück immer Herzrasen. Ohne einen Befund wurde ich wieder entlassen. 3 Tage war ich dann noch in der Mayo &#8211; Klinik in Wiesbaden, am letzten Tag beim Psychologen. Psychosomatische Ursache die Diagnose! Ich war stinksauer und konnte es nicht fassen. Mir geht es nur schlecht und alle sagen, ich bin gesund.</p>
<p><strong>Oberstes Ziel: Funktionieren</strong></p>
<p>Zwei Wochen war ich noch krankgeschrieben, dann ging ich wieder arbeiten, obwohl es mir noch immer schlecht ging. Inzwischen fühlte ich mich jeden Tag wie unter Strom, hatte jeden Tag Kopfschmerzen, Probleme mit dem Neonlicht in der Firma, und das alles über Jahre hinweg. Das war der Horror. Laufen konnte ich nicht mal mehr 6 Kilometer, egal was ich versuchte. Bis 1989 habe ich in dem Holzgroßhandel noch ausgehalten, dann habe ich gekündigt und war für sechs Monate bei einem Lieferanten. Weniger Stress, mehr Gehalt, aber mir ging es nicht besser. Dann habe ich dort aufgegeben. Ich hatte kurz vorher ein sehr gutes Angebot bei Beiersdorf im Außendienst abgelehnt, weil es mir schlecht ging, was aber niemand wusste. Ich habe immer versucht, irgendwie normal zu funktionieren.</p>
<p><strong>Kranke unerwünscht</strong></p>
<p>1990 habe ich noch einen Versuch bei Portas gestartet, wo ich dann in der Probezeit entlassen wurde, weil ich mich hatte krankschreiben lassen &#8211; ich konnte nicht mehr. Die haben gesehen, was los war und haben mich natürlich gleich entlassen. Ich hatte mich dann selbständig gemacht mit einem Schreiner, den ich vom Großhandel kannte. Wir haben zusammen gearbeitet, vier Monate. Da hatte ich noch eine private Krankenversicherung. Mein Hausarzt wollte eine Behandlung auf Verdacht durchführen und ich sollte eine Kostenbeteiligung bei der Versicherung beantragen. Die warfen mir vor, ich hätte eine Krankheit nicht angegeben und habe mir den Vertrag gekündigt. Es wurde ja nie etwas diagnostiziert!</p>
<p><strong>Der Amtsarzt sagt: Sie sind gesund!</strong></p>
<p>Ich meldete mich beim Arbeitsamt. Damals war das noch nicht so ein Stress und Druck wie heute. Sechs Jahre war ich bei denen. Ich hatte meine Ruhe, aber mir ging es nicht besser. Inzwischen hatte ich noch Magen &#8211; Darmprobleme und sehr oft Sodbrennen. Mir wurde bei einer Untersuchung die Wirbelsäule punktiert, ohne Ergebnis. Inzwischen nervte mich das Arbeitsamt. Ich sagte, dass ich schon seit Jahren krank wäre. Ich musste zum Amtsarzt, der sagte, ich sei gesund. Die wollten mich zum Spargelstechen schicken und ich sagte, ich kann nicht. Ich musste einen Schrieb unterschreiben, dass ich krank wäre und dann haben sie mich rausgeworfen! Zum Sozialamt wollte ich nicht gehen, da ich ja auch keine Krankheit nachweisen konnte. Voll arbeiten ging auch nicht, also, wieder selbständig, um irgendwie über die Runden zu kommen.</p>
<p><strong>Wieviel kann/muss man aushalten?</strong></p>
<p>Zum Glück hatte ich mir den Dachboden bei meinen Eltern ausgebaut und musste zu der Zeit noch keine Miete bezahlen. Keine Krankenversicherung und keine Rentenversicherung, dafür reichte es nicht. Das habe ich bis 2008 so gemacht. Niemand wusste die ganzen Jahre, wie es mir wirklich geht. Einem Arzt sagte ich mal, dass ich es nicht mehr aushalten würde. Der gab mir Psychopharmaka, abends eine Tablette, sagte er. In der Nacht flog ich wie ein Vogel durch Hochhausschluchten. Ich wachte morgens auf, hatte die verschiedensten Töne in den Ohren, ich war total zugedröhnt. Ich musste auf Toiletten, wurde beim Aufstehen ohnmächtig und knallte mit dem Kopf auf den Nachttisch. Als ich wieder aufwachte, schleppte ich mich auf die Toilette, wo ich wieder ohnmächtig wurde und auf den Boden fiel. Ich weiß nicht, wie lange ich da gelegen hatte. Ich schleppte mich wieder ins Bett, hatte Tränen in den Augen und fragte mich, wie lange das noch so weiter gehen soll. Dem Arzt sagte ich, dass ich die Tabletten nicht mehr nehmen würde. Ich hatte später irgendwann doch die Anleitung gelesen, da stand: man sollte morgens die Tablette nehmen!!</p>
<p><strong>Das Vertrauen in Ärzte schwand dahin</strong></p>
<p>Bei fünf Ärzten war ich in der Zeit bis 2009. 2001 habe ich selbst festgestellt, dass ich keinen Kaffee, keinen Tee (von beidem stand ich immer unter Strom), keine Farbstoffe und Konservierungsstoffe vertrage. Den Arzt hat das wenig interessiert. Ein gebrochenes Schultergelenk wurde bei mir nach einem Sturz auch nicht erkannt, erst nach drei Monaten. Seit 1980 hatte ich erhöhten Blutdruck, erst seit einem halben Jahr bekomme ich dafür Tabletten, wie auch für meine Magenprobleme Säureblocker. Oft habe ich mir gewünscht, morgens einfach nicht mehr aufzuwachen, weil ich nicht wusste, wie ich den nächsten Tag überstehen sollte.</p>
<p>Die Taubheitsattacken kommen von Nahrungsmittel die ich anscheinend nicht vertrage. Allen Ärzten hatte ich meinen <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13693373.html">Verdacht auf eine Schadstoffbelastung</a> geschildert, niemand ist dem nachgegangen! Alle Ärzte habe ich der Ärztekammer gemeldet, niemand ist sich einer Schuld bewusst, alles wurde abgewiegelt.</p>
<p><strong>Heilpraktikerin kam Vergiftung auf die Spur</strong></p>
<p>2007 bin ich durch Zufall durch meine Freundin zu einer Heilpraktikerin gekommen, die sich seit über 30 Jahren mit Schadstoffen und Allergien befasst. Die stellte mir sofort ganz gezielte Fragen, sodass ich fragen musste, woher sie weiß, wie es mir geht und welche Probleme ich habe. Der erste Mensch, der mich verstanden hatte, aber zu spät, sie konnte nichts mehr tun.  Das war ein Schock für mich. Ich hatte immer gehofft, dass mir irgendwann irgendjemand helfen könnte. Sie erklärte mir jedoch diese negativen Dinge nicht. Die Diagnosen habe ich mir selbst im Internet übersetzt und es dauerte über ein Jahr, bis ich das alles verstanden hatte.</p>
<p><strong>Krank? Dann ist man nichts mehr wert</strong></p>
<p>Dass es zu spät sei, das hatte ich meiner damaligen Freundin, die ich schon über 20 Jahre kannte samt Familie, aber nur 9 Monate mit ihr zusammen war, nicht gesagt. Ich wollte sie damit nicht belasten. Sie hatte damals den Ausbruch der Krankheit noch miterlebt und mich im Krankenhaus besucht. Damals ging ich wegen der Krankheit keine Beziehung mit ihr ein und ich hatte sie dann über 20 Jahre nicht mehr gesehen. Man könnte sage, dass sie die Liebe meines Lebens war, bis zu diesem Zeitpunkt. Als sie erfuhr, dass ich nicht regelmäßig arbeitete, was ja für mich schon seit Jahren normal war, sagte sie, ihr würde das gar nicht gefallen und ihr Ex wäre ja bald mit seiner Ausbildung fertig. Außerdem musste ich mir vor einer Feier sagen lassen, ich solle mich mit dem Essen zurück halten, sie hätte keine Lust wegen mir früher nach Hause zu fahren. Das war ein starkes Stück!</p>
<p><strong>Schnödes „Good bye“ per E-Mail</strong></p>
<p>Drei Wochen später wurde ich per Email vor die Tür gesetzt, sie ist wieder mit meinem Vorgänger zusammen, den sie abserviert hatte, weil er arbeitslos wurde. So viel zu Toleranz und Beistand bei Krankheit (wie mies kann man denn sein, sie war nur wegen meiner Visitenkarte mit mir zusammen war). Ich hatte vorher noch ihre komplette Küche umgebaut und eine neue zu meinem Einkaufspreis eingebaut, Rasen gemäht, Hecken geschnitten, Wurzeln ausgegraben, ohne Rücksicht auf mich. Alles ohne ein Danke. Diesen miesen Abschuss habe ich bis heute nicht verkraftet. Ich kann so viel Hinterhältigkeit immer noch nicht fassen. Noch nie habe ich mich im Leben so gedemütigt und wie Dreck behandelt gefühlt.</p>
<p><strong>Rundum fertig</strong></p>
<p>Inzwischen legte ich meinem Hausarzt die Diagnosen der Heilpraktikerin vor und drohte ihm mit den Medien. Diagnose der Heilpraktikerin: Reduzierter Allgemeinzustand als Folge von Schadstoffbelastung, periphere Durchblutungsstörungen, MCS, multiple Nahrungsmittelempfindlichkeiten &#8211; und Allergien, vegetative Dystonie infolge endogener &#8211; und exogener Stressbelastung, lymphatische &#8211; allergische Diathese, Vitamin B12 Mangel.</p>
<p>Ich habe bei einigen Lebensmitteln wahre „Erdbeben“ in mir, bis zu Durchfällen über den ganzen Tag, habe mit Licht vor allem beim Einkaufen Probleme, meine Kopfhaut fühlt sich irgendwie wie Leder an und ist durch anfassen mit kalten Fingern nicht richtig kälteempfindlich. Ich fühle mich leer vor allem im Kopf und habe das Gefühl, dass in meinem Kopf ein Stein ist statt ein Gehirn. Sehstörungen, ich vergesse manchmal Worte beim Sprechen oder Dinge die ich tun wollte, kann mich nicht mehr von richtig von Anstrengungen erholen, bin schnell gereizt oder genervt, schaffe es immer noch nicht mehr als 7 Kilometer zu laufen, was ich auch ganz aufgegeben habe.</p>
<p>Bei den Taubheitsattacken sehe manchmal auf einem Auge gar nichts mehr und habe bis zu drei Tagen Migräne. Öfters habe ich Kopfschmerzen, ich habe oft Ohrensausen, häufig ist mir so hundeelend, dass ich glaube ich sterbe. Ich weiß seit 25 Jahren nicht mehr wie es ist, wenn man sich gut und normal fühlt. Ich fühle es gibt in meinem Gehirn keine Endorphine mehr oder nur noch sehr wenige, fühle mich antriebslos, Schilddrüsenunterfunktion (auch nicht erkannt, oder nichts dagegen unternommen). Drei Seiten mit Lebensmitteln hatte die Heilpraktikerin mir ausgedruckt, die ich mehr oder weniger vertrage. Manchmal reagiert mein Körper auch schon auf Dinge die ich immer vertragen habe.</p>
<p><strong>ARGE – Das Grauen nimmt seinen Lauf</strong></p>
<p>Juli 2008 habe ich ganz aufgegeben und mich bei einer ARGE angemeldet, ALGII. Das wollte ich so lange wie möglich vermeiden. Wer dort schon mal war, weiß warum &#8211; das ist das Grauen. Menschenunwürdig und man ist rechtlos. Mein Antrag wurde über vier Monate bearbeitet und dann mit dem Hinweis abgelehnt, wenn ich einen Verwertungsausschluss für meine Lebensversicherung beigefügt hätte, wäre er genehmigt worden! Woher sollte ich das wissen?  Bis heute klage ich dagegen, schon mit dem zweiten Anwalt. Mein aktueller Rentenbescheid beläuft sich auf 359€. Erst Anfang Dezember 2008 bekam ich Leistungen, aber nur einen Teil, weil mir ein durchschnittlicher Umsatz vom Vorjahr abgerechnet wurde, den ich gar nicht mehr hatte. Außerdem ging es wieder zum Amtsarzt.</p>
<p><strong>Gehen Sie mal zum Umweltarzt</strong></p>
<p>Ich legte dem Amtsarzt ein Schreiben von mir und die Diagnose der Heilpraktikerin vor. Er sagte mir, er würde mir ja alles glauben, aber Heilpraktiker seien nicht anerkannt, ich solle zu einem Facharzt für Umweltmedizin  gehen. Mein Hausarzt wollte noch mal mit dem Amtsarzt telefonieren, was er vergas. Ich hakte nach und er besprach mit ihm, dass ich für drei Stunden täglich arbeitsfähig sei, damit mich das Kreisamt (ARGE) nicht mehr „piesacken“ würde. Ich könnte noch zu einem Umweltarzt gehen, aber für mich würde sich sowieso nichts mehr ändern. Auf Deutsch: Sieh zu wie du klar kommst.</p>
<p>Also suchte ich so einen Umweltarzt und bei mir im Ort war so eine Ärztin. Bei meinem Termin war ich gerade mal zehn Minuten bei der guten Frau. Sie fragte, was sie da jetzt noch tun sollte. Ich habe mich dann einfach verabschiedet und bin gegangen. Wollen Ärzte Patienten eigentlich noch helfen oder kassieren die nur die Krankenkassen und die Privatpatienten ab???</p>
<p><strong>Und wieder ausgetrickst</strong></p>
<p>Meinen Hausarzt sagte ich, dass ich eine <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/10/13/volle-rentenleistung-aus-der-privaten-berufsunfahigkeitsversicherung-buz-bei-fibromyalgie-mcs-sbs-cfs/">Arbeitsunfähigkeitsversicherung</a> hätte. Dafür würde es nicht reichen, sagte er mir. Acht Monate später meldete sich meine Versicherung, der Neue, der die Vertretung übernommen hatte. Er kam vorbei und ich schilderte ihm mein Fall. Da ich mehr als 50% arbeitsunfähig sei, hätte ich die Versicherung in Anspruch nehmen können, jetzt war es zu spät, da ich sie gekündigt hatte, weil ich sie nicht mehr bezahlen konnte. Toll!!</p>
<p><strong>Na, dann werden Sie doch Heilpraktiker</strong></p>
<p>Ich suchte mir einen neuen Hausarzt, legte dem alles vor. Der fragte was ich arbeite. Ich: „seit 1990 bin ich nicht mehr angestellt, ich beziehe ALG II“. Er meinte, ich hätte sicher einiges drauf um arbeiten zu können. Ich sagte ihm, er hätte keine Ahnung was ich die Jahre mitgemacht hätte. Er dann, ich könnte ja einen dreimonatigen Lehrgang machen, um Heilpraktiker zu werden. Was für ein Schwachsinn. So etwas muss man sich noch zu alledem anhören. Man kommt vom Regen in die Traufe.</p>
<p><strong>ARGE Sachbearbeiter war MCS kein Fremdwort</strong></p>
<p>Vor Wochen musste ich zu meinem Fallmanager bei der ARGE, der mich vermitteln wollte. Dem legte ich auch wieder alles vor. Wie ich das langsam leid bin, jedem alles wieder neu zu erklären. Aber der verstand mich sogar und kannte MCS. Ich erklärte ihm, es wäre wohl sinnlos irgendwo zu arbeiten, wenn man sich nicht gut fühlt und die Hälfte der Zeit deshalb nicht arbeiten kann, bzw. das Haus nicht verlassen kann. Jetzt muss ich wieder zum Amtsarzt, weil die Einstufung nur für ein Jahr gilt. Ich muss also bis zur Rente jedes Jahr dort hin und von  359€ leben. Wer macht solche Gesetze??? Ist ein Mensch der krank ist gar nichts mehr wert??? Er würde mich nicht vermitteln und ich solle jeden Monat drei Proforma-Bewerbungen schreiben. Ich dachte,  ich spinne!</p>
<p><strong>Ausgemustert wie ein kaputter Roboter – Ist das OK?</strong></p>
<p>Noch nie im Leben hatte ich Schulden. Durch die ARGE ist das jetzt der Fall. Mir wurde von meinem Sachbearbeiter der ARGE gesagt, dass meine Eltern ja meine Vermieter seien, die würden mir sicher Mietaufschub gewähren!! Wo anders wäre mir schon die Wohnung gekündigt worden und ich würde auf der Straße stehen.</p>
<p>Ich war mein Leben lang im Verein und war im Motorradclub. Das kann ich mir alles nicht mehr leisten. Ich überlege schon, ob ich mich nicht wieder bei der ARGE abmelde und mein Gewerbe wieder anmelde, ohne Kranken- und Rentenversicherung. Es ist nur noch demütigend und menschenverachtend. Ich gebe zu, man denkt, wenn man so etwas erlebt, darüber nach, ob man so weiter leben möchte. Ich weiß nicht, wie ich das Ganze alles bis heute ausgehalten habe.</p>
<p>Ich wünsche mir Toleranz und Anerkennung meiner Krankheit. Ich war Formaldehyd, Lösungsmitteln, Kunststoffen, Farben, Lacken, Holzschutzmitteln (auch Xyladecor) und Leimen fast 13 Jahre lang ausgesetzt. Zusätzlich hatte ich das Ganze noch in meiner Wohnung, die ich zusätzlich nach Ausbruch der Krankheit auch noch ausgebaut habe. Aber ein Mensch ist in Deutschland nur noch etwas wert, wenn er gesund ist und Arbeit hat. Ich verweigere jede Wahl, da ein Politiker nicht mehr für mich wählbar ist und es niemanden mehr um die Menschen geht, sondern nur noch um Geld und Macht!</p>
<p><strong>Autor: </strong>Michael Hundsdorf für CSN-Chemical Sensitivity Network, Mai 2010</p>
<p><strong>Weitere Artikel zum Thema Holzschutzmittel und krank durch den Beruf: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1997/SWB_01_97/Holzgiftprozess/holzgiftprozess.html">Kommentar zum Ausgang des Holzgiftprozesses und den Einschätzungen der Fachleute</a> (01/97)<strong><br />
</strong></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/10/20/die-holzschutzmittel-opfer-legal-vergiftet-dann-vergessen/">Die Holzschutzmittel-Opfer &#8211; Legal vergiftet, dann vergessen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/04/06/reha-bringen-sie-beim-abholen-einen-rollstuhl-mit/">REHA: Bringen Sie beim Abholen einen Rollstuhl mit</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/09/resultat-eines-arbeitslebens-als-maler/">Resultat eines Arbeitslebens als Maler</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/03/25/berufsgenossenschaften-bekennen-multiple-chemical-sensitivity-mcs-und-sick-building-syndrome-sbs-kosten-milliarden/">Berufsgenossenschaften bekennen, Multiple Chemical Sensitivity &#8211; MCS und Sick Building Syndrome kosten Milliarden</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>MANIFEST: Wir wissen, dass sie uns anlügen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/24/manifest-wir-wissen-dass-sie-uns-anlugen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 07:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Pestizide]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerbehinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-toxisches Manifest]]></category>
		<category><![CDATA[CFS]]></category>
		<category><![CDATA[Fibromyalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[lügen]]></category>
		<category><![CDATA[MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmafirmen]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[toxische Lügen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wir wissen, dass sie uns anlügen
-
(ANTI-TOXISCHES MANIFEST)
-
Wir wissen, dass sie uns anlügen. Sie belügen uns. Wir wissen, dass sie lügen.
Für die Politiker sind wir schwarze Schafe in ihrer kontrollierten Herde.
Für die Ärzte, die uns belügen, sind wir Meerschweinchen, die sich nicht richtig benehmen können.
Für die Industrie, die uns belügt, sind wir unprofitable defekte Maschinen.
Für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-xxx3.jpg"><img class="size-full wp-image-8920 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Anti-Toxisches Manifest" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-xxx3.jpg" alt="" width="300" height="426" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ea0000;">Wir wissen, dass sie uns anlügen</span></strong></p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p style="text-align: center;"><strong>(ANTI-TOXISCHES MANIFEST)</strong></p>
<p style="text-align: center;">-</p>
<p>Wir wissen, dass sie uns anlügen. Sie belügen uns. Wir wissen, dass sie lügen.</p>
<p>Für die Politiker sind wir schwarze Schafe in ihrer kontrollierten Herde.</p>
<p>Für die Ärzte, die uns belügen, sind wir Meerschweinchen, die sich nicht richtig benehmen können.</p>
<p>Für die Industrie, die uns belügt, sind wir unprofitable defekte Maschinen.</p>
<p>Für die Pharmafirmen sind wir der Stein in ihrem Schuh.</p>
<p>Die Krankheitsleugner belügen uns.</p>
<p>Diejenigen, die von Fortschritt reden und dabei eine Hand auf ihrer Brieftasche haben, belügen uns.</p>
<p>Aber wir glauben ihnen ihre toxischen Lügen nicht.</p>
<p>Auch wenn sie uns unsichtbar machen wollen, uns einsperren wollen in eine Krankheit und den Schlüssel wegwerfen, uns vergiften und uns den Mund verbieten, uns töten und uns unechte Blumen aufs Grab pflanzen, werden sie nicht in der Lage sein, uns einzusperren, uns ruhig zu bekommen, geschweige denn uns versch-winden zu lassen.</p>
<p>Wir haben keine Geduld mehr und wir sind keine braven Patienten. Wir rechtfertigen uns nicht, noch erklären wir uns selbst.</p>
<p>Wenn Du unter Fibromyalgie leidest, ME/Chronic Fatigue Syndrome überlebt hat, wenn Du mit Multiple Chemical Sensitivity gequält bist, dann solltest Du wissen, dass Du Dich in einem Krieg befindest. Deren Lügen verängstigen uns nicht, sie sind die Munition in diesem Krieg, der gerade erst begonnen hat.</p>
<p>Wenn Du glaubst, Du seist gesund, suche Dir die Seite, auf der Du stehen willst aus: Werde krank mit ihnen oder lebe mit uns.</p>
<p>Jetzt sind wir dran: Wir nennen unsere Krankheit beim Namen, wir entscheiden was wir wollen/brauchen, wir definieren was MCS ist.</p>
<p>Wir glauben deren toxische Lügen nicht.</p>
<p>Wir wissen dass sie lügen.</p>
<p>-</p>
<p><strong>Clara Valverde &amp; Eva Caballé, <a href="http://nofun-eva.blogspot.com/">No Fun</a></strong></p>
<p><strong>CSN – Chemical Sensitivity Network schließt sich dem Manifest  an.</strong></p>
<p>-</p>
<p>Veröffentlicht am 12. Mai 2010 – Internationaler Fibromyalgia, ME/CFS und MCS Tag</p>
<p>Übersetzung: Silvia K. Müller, CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-II-xx.jpg"><img class="size-full wp-image-8899 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Anti-Toxic Manifest" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Manifest-Delirio-II-xx.jpg" alt="" width="300" height="426" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Studie findet Zusammenhang zwischen Pestiziden und Hyperaktivität</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/18/studie-findet-zusammenhang-zwischen-pestiziden-und-hyperaktivitat/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 13:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Pestizide, die häufig bei der Erzeugung kinderfreundlicher Lebensmitteln verwendet werden &#8211; hierzu zählen gefrorene Heidelbeeren, frische Erdbeeren und Sellerie &#8211; die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Kinder die Diagnose Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität oder ADHS erhalten.
Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten und Kanada fanden heraus, dass Jugendliche mit hohen Pestizidrückständen im Urin, vor allem solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Cranberries.jpg"><img class="size-full wp-image-8842 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Pestizide in Obst und Gemüse tragen zu ADHS bei" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Cranberries.jpg" alt="" width="465" height="309" /></a></p>
<p>Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Pestizide, die häufig bei der Erzeugung kinderfreundlicher Lebensmitteln verwendet werden &#8211; hierzu zählen gefrorene Heidelbeeren, frische Erdbeeren und Sellerie &#8211; die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Kinder die Diagnose Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität oder ADHS erhalten.</p>
<p>Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten und Kanada fanden heraus, dass Jugendliche mit hohen Pestizidrückständen im Urin, vor allem solche von weit verbreiteten Insektiziden wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malathion">Malathion</a>, eine höhere Wahrscheinlichkeit für ADHS aufwiesen &#8211; die Verhaltensstörung, die sich in der Schule und im sozialem Leben oft störend auswirkt.</p>
<p>Kinder mit einer über dem Durchschnitt liegenden Pestizidbelastung für den Marker eines einzigen Schädlingsbekämpfungsmittels , hatten fast doppelt so häufig die Diagnose ADHS erhalten, wie Kinder, die keine Spuren des Giftes in ihrem Körper zeigten.</p>
<p>“Ich denke, dass ist recht signifikant. Eine Verdoppelung ist eine starke Auswirkung,“ sagte Maryse F. Bouchard, eine Wissenschaftlerin der University of Montreal in Quebec und Leiterin der Studie, die am 17. Mai 2010 im medizinischen Fachjournal Pediatrics veröffentlicht wurde.</p>
<p>Die Nachricht, die Prof. Bouchard Eltern mit auf den Weg gibt, ist Folgende: „Ich würde sagen, kaufen Sie so viel biologisch wie es nur geht. Ich würde auch empfehlen, das Obst und Gemüse so gründlich wie möglich zu waschen.“</p>
<p>Ernährung  ist eine wichtige <a href="http://de.einkaufsnetz.org/gift/lebensmittel/">Quelle für die Pestizidbelastung</a> bei Kindern, und viel von der Exposition stammt aus bevorzugten Früchten und Gemüse, gemäß den Aussagen der National Academie of Sciences (Nationale Akademie der Wissenschaften). Im Jahr 2008 wurden in 28 Prozent der Proben gefrorener Heidelbeeren, in 25 Prozent der Proben frischer Erdbeeren und in 19 Prozent der Proben von Sellerie, laut eines Regierungsberichts, Konzentrationen von Malathion nachgewiesen.</p>
<p>ADHS betrifft in den USA rund  4,5 Millionen Kinder. Bouchards Studie ist die bisher größte, um die Wirkung von Pestiziden auf die kindliche Entwicklung und das Verhalten, einschließlich ADHS, zu beurteilen. Rund 2,5 Millionen Kinder nehmen, nach Aussage des Centers for Disease Control and Prevention, Medikamente gegen die Erkrankung,</p>
<p>Bouchard und ihre Kollegen untersuchten für ihre Studie die Konzentrationen der Metabolite von sechs Pestiziden im Urin bei 1139 Kindern im Alter von 8 bis 15 Jahren. Die Kinder waren aus dem National Health and Nutrition Examination Survey (Fragebogen zu Gesundheit und Ernährungsstatus) zwischen 2000 und 2004 ausgewählt worden. Die Studie umfasste insgesamt 119 Kinder, die mit ADHS diagnostiziert wurden.</p>
<p>Im Gegensatz zu anderen <a href="http://pediatrics.aappublications.org/cgi/content/abstract/peds.2006-0338">Studien über Auswirkungen von Pestiziden</a> gab Bouchards Auswahl  einen kleinen Einblick in die durchschnittliche Insektizid-Exposition von Kindern in der Allgemeinbevölkerung, nicht in die einer speziellen Gruppe, wie Kinder von Landwirten. Da bestimmte Pestizide den Körper nach drei bis sechs Tagen verlassen, zeigt das Vorhandensein von Rückständen, dass die Belastung wahrscheinlich relativ konstant ist, sagte Prof. Bouchard.</p>
<p>Die Wissenschaftlerin fand heraus, dass Kinder mit einem 10-fachen Anstieg der Pestizidmetaboliten, die nach Malathion Exposition im Körper verblieben waren, eine 55 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für die Diagnose ADHS aufwiesen. Da die Wissenschaftler die Ernährung der Kinder nicht kontrollierten, konnten sie nicht sagen, warum manche Kinder so hohe Pestizidrückstände aufwiesen. Kinder unterliegen einem höheren Risiko durch Pestizide, weil ihr junger Körper noch in der Entwicklung ist und Chemikalien nicht so gut verstoffwechseln kann wie Erwachsene.</p>
<p>Die am meisten alarmierende Feststellung war eine Beinahe-Verdoppelung der Quote von ADHS-Diagnosen bei Kindern, die bei den häufigsten der sechs gemessenen Metaboliten über dem Durchschnitt lagen. Kinder mit hohem Dimethylthiophosphat waren 93 Prozent häufiger erkrankt, als Kinder mit keiner Belastung des Markers.</p>
<p>Die Forschungsergebnisse können die Besorgnis über ADHS, für das bislang keine Ursache bekannt war, verstärken, sagte Dr. Andrew Adesman, Chef der Abteilung für Entwicklungs-und Verhaltensstörungen bei Kindern am Steven Cohen und Alexandra Children&#8217;s Medical Center in New York.</p>
<p>&#8220;Es deutet darauf hin, dass bei nicht stark ausgeprägtem oder mehr typischem Grad der Erkrankung ein um einiges erhöhtes Risiko besteht&#8221;, sagte Adesman, die dem Fachbeirat einer Interessengruppe für Kinder und Erwachsene mit ADHS angehört.</p>
<p>Pestizide wirken auf das Nervensystem ein, erläuterte Bouchard, die<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2290988/?tool=pubmed"> Organophosphatpestizide</a> studierte, welche etwa 70 Prozent des Einsatzes von Pestiziden in den USA ausmachen. Sie wirken durch den Eingriff in das Nervensystem von Insekten, aber eine ähnliche Wirkung haben sie auch bei Säugetieren, einschließlich des Menschen. Die meisten Menschen in den USA haben Rückstände der Produkte in ihrem Urin.</p>
<p>Cheminova, die dänische Firma, die führender Hersteller von Malathion in der Welt ist, ging auf die Schlussfolgerungen der neuen Forschung mit keinem Kommentar ein. Diane Allemang, Vice President für Global Regulatory Affairs, sagte, sie habe die Studie nicht gesehen.</p>
<p>Für Eltern von Kindern mit ADHS, sagte Bouchard, wird die Studie jedoch ein weiterer Grund zur Sorge sein.</p>
<p>&#8220;Wir alle sind komplett auf Lebensmittel angewiesen&#8221;, sagte Jamie Norman, 32, aus Freiburg, Illinois, deren 6-jähriger Sohn Aidan vor sechs Monaten mit ADHS diagnostiziert wurde.</p>
<p>Das stimulierende Medikament, das  Aidan nimmt, Adderall XR, unterdrückt seinen Appetit, deshalb, so erklärt Norman, versuche sie ständig  gute Lebensmittel zu finden, die er auch essen mag. Andere Eltern von Kindern mit ADHS bevorzugen eine spezielle Diät, keine Medikamente, um die Erkrankung zu steuern, zu kontrollieren und sie überwachen zusätzlich ebenfalls die Nahrung.</p>
<p>Die Neuigkeit, dass einige der besten Lebensmittel für Kinder in Verbindung mit ADHS stehen könnten, ist besorgniserregend, sagte Norman.</p>
<p>&#8220;Ich weiß seit einiger Zeit, dass insbesondere Erdbeeren hohe Mengen an Pestiziden enthalten, aber dass gefrorenes Obst betroffen ist, daran habe ich bisher keinen zweiten Gedanken verschwendet&#8221;, sagte sie.</p>
<p>Kaufen Sie biologisch, achten Sie darauf, es gründlich zu waschen. Der beste Rat für Eltern – und für jeden, der Pestizide vermeiden will  –  ist, Lebensmittel zu wählen, in denen sie am unwahrscheinlichsten enthalten sind. Die<a href="http://www.ewg.org/"> Environmental Working Group</a>, eine interessenvertretende Verbraucherorganisation, rät Käufern bei einem Dutzend von Obst- und Gemüsesorten ökologisch zu kaufen, weil die Sorten, die im Boden wachsen oder allgemein mit der Schale gegessen werden, am ehesten kontaminiert sein können.</p>
<p>Vergewissern Sie sich, alle Früchte und Gemüse unter fließendem, kaltem Leitungswasser zu waschen und Gemüse mit Schale mit einer Bürste richtig zu schrubben. Achten Sie darauf, auch tiefgefrorenes Obst und Gemüse gründlich abzuwaschen.</p>
<p>Aber waschen Sie die Erzeugnisse nicht mit Seife. Die Food and Drug Administration sagt, dass dies  Rückstände von Reinigungsmitteln hinterlässt, also noch mehr Chemikalien, die jeder am besten vermeiden sollte.</p>
<p>Literatur: Pediatrics, Press Release, Chicago, 17. Mai 2010</p>
<p>Übersetzung: Silvia K. Müller, CSN – Chemical Sensitivity Network</p>
<p><strong>Weiterführende Links zum Thema Pestizide: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.einkaufsnetz.org/gift/lebensmittel/">Greenpeace &#8211; Pestizide in Obst und Gemüse</a></li>
<li><a href="http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/umweltgifte/Schwarze_Liste_der_Pestizide_II_2010.pdf">Schwarze Liste der Pestizide II vom 4. Februar 2010</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/10/persistente-altlasten-in-lebensmitteln/">Persistente Altlasten in Lebensmitteln &#8211; Pestizide</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/03/22/pestizide-pyrethroide-bereiten-neue-sorgen/">Pestizide: Pyrethroide bereiten neue Sorgen</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/06/06/hoerschaeden-durch-pestizide-bei-kinder-und-erwachsenen-festgestellt/">Hörschäden durch Pestizide bei Kindern und Erwachsenen festgestellt</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>ANTI-BAKTERIELL = ANTI-GESUND</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/17/anti-bakteriell-anti-gesund/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 04:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
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Triclosan kann die Gesundheit ruinieren
Wenn wir unserem natürlichen Instinkt folgen und unsere Kinder schützen, lauern uns manchmal (oder öfter?) Produkte auf, die im Endeffekt mehr schaden als nützen, dem Hersteller aber einen schönen Profit bescheren. Bei einer Chemikalie namens Triclosan ist dies der Fall.
Sie soll &#8220;Krankheitserreger&#8221; bekämpfen, insbesondere Bakterien und Mikroben. Sie werden Triclosan in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Seife.jpg"><img class="size-full wp-image-8812 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Seife reicht völlig aus - Anti-Bakterizide ruinieren die Gesundheit" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Seife.jpg" alt="" width="460" height="320" /></a></p>
<p><strong>Triclosan kann die Gesundheit ruinieren</strong></p>
<p>Wenn wir unserem natürlichen Instinkt folgen und unsere Kinder schützen, lauern uns manchmal (oder öfter?) Produkte auf, die im Endeffekt mehr schaden als nützen, dem Hersteller aber einen schönen Profit bescheren. Bei einer Chemikalie namens Triclosan ist dies der Fall.</p>
<p>Sie soll &#8220;Krankheitserreger&#8221; bekämpfen, insbesondere Bakterien und Mikroben. Sie werden Triclosan in Flüssigseifen, Zahnpasten, Aknecremes, Deos und Einwegtüchern genauso finden wie überraschenderweise auch in Schneidebrettern, Badetüchern, Plastiksandalen und Kinderspielsachen. Ihr chemisches Derivat Triclocarban wird hauptsächlich in Deo-Seifen und in vielen kosmetischen Produkten eingesetzt. Wir geben (in den USA) für solche Produkte annähernd eine Milliarde Dollar pro Jahr aus. Dabei ist einfaches Händewaschen, nur mit Seife und Wasser, genauso gut geeignet, um Erreger abzutöten und Krankheiten zu verhindern.</p>
<p>Wir vergeuden nicht nur einen großen Batzen Geld, es stellt sich heraus, dass wir uns selber und der Welt um uns Schaden zufügen. Da die Hersteller derart viele Produkte mit Triclosan versetzt haben, ist es nach und nach in unsere Körper vorgedrungen: Untersuchungen fanden es in immerhin 75% aller Amerikaner. Das ist keine gute Nachricht, da diese Chemikalie die Hormone der Schilddrüse beeinflusst, was das normale Wachstum und die Entwicklung des Gehirnes stören kann. Triclosan und Triclocarban beeinflussen außerdem beide die männlichen und weiblichen Geschlechtshormone, dies schädigt das Fortpflanzungssystem und kann potentiell zu Brustkrebs führen. Beide reichern sich im menschlichen Blut, in der Muttermilch und in der Nabelschnur von Babies im Mutterleib an. Beide Chemikalien bauen sich  zu Dioxinen ab &#8211; ein hochgradiges Karzinogen, &#8212; dabei spielt es weder eine Rolle, wo sie freigesetzt werden und sich in Dioxin verwandeln, noch wo sie hergestellt werden.</p>
<p>Eine andere beängstigende Tatsache ist, dass diese Chemikalien wahrscheinlich zur Antibiotika-Resistenz von Bakterien und Mikroben beitragen, die beim Menschen Infektionskrankheiten verursachen. Das ist ein Grund, warum die American Medical Association (Amerikanische Medizinische Gesellschaft) bekannt gab, dass wir diese Chemikalien meiden sollten.</p>
<p>Man muss diese Chemikalien-beladenen Produkte nicht mal benutzen, damit Spuren davon in unserem Körper auftauchen. Sie werden mit dem Abwasser in die Kanalisation gespült, wo manche die Abwasserbehandlung überstehen. Sie landen im Klärschlamm, der oft auf den Feldern in der Landwirtschaft als Dünger zum Einsatz kommt. Sie sammeln sich in derart verschiedenen Lebewesen wie Würmer, Bottleneck-Delphine und Algen an (für welche sie giftig sind).</p>
<p>Die gesetzlichen Regelungen dieser Chemikalien ist ein Alptraum, da sie für sehr viele unterschiedliche Produkte verwendet worden sind und an derart vielen anderen Stellen wie z.B. im Trinkwasser wieder auftauchen. Wenn Triclosan beispielsweise in Zahncreme eingesetzt wird, ist die FDA zuständig (Food and Drug Administration/Behörde für Lebensmittel und Arzneien), dies muss aber auch vom EPA Büro für Pestizid-Programme genehmigt werden (Environmental Protection Agency/Umweltbehörde), da es als antimikrobischer Stoff als Pestizid gilt. Wenn es in der Wasserversorgung vorkommt, fällt Triclosan sowohl unter den Clean Water Act (Wasserreinhaltungsgesetz) als auch unter den Safe Drinking Water Act (Trinkwassersicherheitsgesetz). Die Consumer Product Safety Commission (CPSC/Kommission für Gebrauchsgütersicherheit) überwacht Triclosan in Gebrauchsgütern. Wie der Environmental Defense Fund (Umweltschutzorganisation) feststellt, &#8220;verhindert so ein komplexes Regulierungssystem jeden Ansatz, Triclosan umfassend zu regulieren und hat dessen nachlässige Anwendung gefördert&#8221;.</p>
<p><strong>Wie können Sie als [bewusster] Verbraucher handeln?</strong></p>
<p>Sparen Sie Geld und schützen sie die Gesundheit Ihrer Familie: Vermeiden Sie es, &#8220;antibakterielle&#8221; Produkte zu kaufen. Diese Chemikalien tauchen auf den Etiketten unter verschiedenen Bezeichnungen auf &#8212; als Triclosan, Triclocarban, Microban, Irgasan, Biofresh, Lexol-300, Ster-Zac oder Cloxifenolum. Zu den Firmen, welche diese Chemikalien einsetzen, gehören Rubbermaid, Colgate-Palmolive, Procter and Gamble und Unilever.</p>
<p>Benutzen Sie stattdessen Seife und Wasser. Falls Sie besonders vorsichtig sein wollen, können Sie ihre Hände mit Isopropyl-Alkohol anfeuchten, jene Flüssigkeit, mit der Ärzte unsere Haut betupfen, bevor sie uns eine Spritze verpassen. Wenn Sie unterwegs sind, benutzen Sie ein Reinigungstuch mit Alkohol, wenn auf der Packung aber &#8216;antibakteriell&#8217; steht, enthält es eine der schädlichen Chemikalien. &#8216;Wasser und Seife&#8217; ist die richtige Methode um Handtücher und Spielsachen zu reinigen.</p>
<p>Engagieren Sie sich als Bürger: Unterstützen Sie die bereits aktive Bewegung, diese Chemikalien zu verbieten. Aktuell hat ein Bündnis von Umweltgruppen eine Kampagne zum Verbot von Triclosan auf den Weg gebracht, um auf FDA und EPA Druck auszuüben, diese antibakteriellen Stoffe zu reglementieren. Auf <a href="http://www.beyondpesticides.org/antibacterial/action/resources.htm">Beyond Pesticides</a> können Sie sich der Bewegung anschließen.</p>
<p><strong>Situation in Deutschland:</strong></p>
<ul>
<li>In Deutschland tritt die Umweltorganisation <a href="http://www.greenpeace.de/themen/chemie/gebrauchsartikel/artikel/triclosan_gefaehrlicher_bakterienkiller_in_gebrauchsartikeln/">Greenpeace seit Jahren gegen die unsinnige Verwendung von Triclosan</a> ein: <a href="http://www.greenpeace.de/service/suche/?tx_indexedsearch%5Bsword%5D=Triclosan&amp;tx_indexedsearch%5Border%5D=rank_freq&amp;tx_indexedsearch%5Btype%5D=2">Artikelauswahl</a></li>
<li>Das BfR &#8211; Bundesinstitut für Risikobewertung rät<a href="Triclosan nur im ärztlichen Bereich anwenden, um Resistenzbildungen vorzubeugen"> </a><a href="http://www.bfr.bund.de/cm/217/triclosan_nur_im_aerztlichen_bereich_anwenden_um_resistenzbildungen_vorzubeugen.pdf">Triclosan nur im ärztlichen Bereich zu anzuwenden</a> und befürwortet ein <a href="http://www.weka.de/gefahrstoffe/05.08.2009-Verwendungsverbot-von-Triclosan-.html">Anwendungsverbot von Triclosan in Lebensmittelbedarfsgegenständen</a></li>
<li>Das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit <a href="http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/kosmetik/kosmetik_triclosan.htm">rät auf Alternativen ohne Triclosan auszuweichen</a></li>
<li>Der Verband der Chemischen Industrie<a href="http://www.presseportal.de/showbin.htx?id=45858&amp;type=document&amp;attname=faktenzurStoffliste.pdf"> dementiert Risiken durch Triclosan</a></li>
</ul>
<p><strong>Autor:</strong> Alice Shabecoff für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network, 17. Mai 2010</p>
<p><strong>Ü</strong><strong>bersetzung: </strong>BrunO für CSN &#8211; Chemical Sensitivity Network</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Alice Shabecoff hat mir ihrem Mann Philip das Buch<a href="http://www.leftistbookshop.com/?page=shop/flypage&amp;wt=1.00&amp;product_id=8261&amp;CLSN_2127=12710211832127773d142172b4ecedd8"> &#8220;Poisoned for Profit: How Toxins Are Making Our Children Chronically Ill&#8221;</a> (Für den Profit vergiftet: Wie Giftstoffe unsere Kinder chronisch krank machen) geschrieben, das jüngst als Paperback erschien.</p>
<p><strong>Weitere Artikel von Alice Shabecoff im CSN Blog:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/08/ubergewicht-warum-wir-fett-werden-fakten-hintergrunde-pravention">Übergewicht, warum wir fett werden &#8211; Fakten, Hintergründe</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/19/vergiftete-profite-poisoned-profits">Vergiftete Profite &#8211; Poisoned Profits</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Kehrseite der Medaille &#8211; oder mit welchen Mitteln in Deutschland Umweltkrankheiten vertuscht werden sollen</title>
		<link>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/11/die-kehrseite-der-medaille-oder-mit-welchen-mitteln-in-deutschland-umweltkrankheiten-vertuscht-werden-sollen/</link>
		<comments>http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/11/die-kehrseite-der-medaille-oder-mit-welchen-mitteln-in-deutschland-umweltkrankheiten-vertuscht-werden-sollen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 May 2010 17:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CSN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behörden reagieren]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Sensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensibilität, MCS]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikaliensensitivität, Chemikalienunverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren durch Alltagschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krank durch Chemikalien]]></category>
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		<category><![CDATA[Dr. Peter Binz]]></category>
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		<category><![CDATA[Kassenärztlichen Bundesvereinigung]]></category>
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		<category><![CDATA[KV]]></category>
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Zermürbungstaktik gegen Umweltmediziner &#8211; keine Lösung mit Erfolgsaussicht für ein wachsendes Problem
Weltweit boomt die Solidarität hinsichtlich schwer toxisch geschädigten Menschen dank Internet.
Deshalb möchte ich den MCS-Aufklärungsmonat Mai zum Anlass nehmen, mich bei all denen zu bedanken, die bisher ihre Solidarität zu uns Betroffenen immer wieder bekundet haben, uns mit Rat und Hilfe tatkräftig zur Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Dr.-Binz.jpg"><img class="size-full wp-image-8720 aligncenter" style="border: 0pt none; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Dr.Binz, Alison Johnson Präsidentin der MCS Foundation und Filmautorin, Frau Binz und Enkeltochter Luise" src="http://www.csn-deutschland.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Dr.-Binz.jpg" alt="" width="425" height="319" /></a></p>
<p><strong>Zermürbungstaktik gegen Umweltmediziner &#8211; keine Lösung mit Erfolgsaussicht für ein wachsendes Problem</strong></p>
<p>Weltweit boomt die Solidarität hinsichtlich schwer toxisch geschädigten Menschen dank Internet.</p>
<p>Deshalb möchte ich den MCS-Aufklärungsmonat Mai zum Anlass nehmen, mich bei all denen zu bedanken, die bisher ihre Solidarität zu uns Betroffenen immer wieder bekundet haben, uns mit Rat und Hilfe tatkräftig zur Seite stehen, uns Mut machen unsere Rechte durchzusetzen und für uns da sind, wenn wir Hilfe brauchen. Ohne ihr tatkräftiges Engagement wären wir hier in Deutschland mit Sicherheit nicht so weit gekommen, wie wir jetzt sind.</p>
<p>Dass aber diese Solidarität auch nach hinten los gehen kann, wird einfach verschwiegen, zumal wenn man in die Mühlen der deutschen Justiz gerät.</p>
<p><strong>Einen guten Einblick lieferte ein Artikel in der <a href="http://www.16vor.de/?s=dr.+binz">Trierer Zeitung 16vor</a>:</strong></p>
<blockquote><p><strong>Die haben mein ganzes Vermögen vernichtet </strong></p>
<p>21. April 2010</p>
<p>Im Dezember 2005 leitete die Staatsanwaltschaft Trier auf Betreiben der Kassenärztlichen Vereinigung ein Ermittlungsverfahren gegen den Neurologen Dr. Peter Binz ein. Die KV wirft dem bundesweit bekannten Mediziner Abrechnungsbetrug vor. Ob sich diese Vorwürfe inzwischen erhärten ließen, ist ungewiss und auch nicht zu erfahren. Denn bis dato wurde keine Anklage erhoben – und das, obwohl die Ermittler mehrere Hundert Patienten vernommen haben. Noch im ersten Halbjahr werde das Ermittlungsverfahren abgeschlossen, erwartet nun der Leitende</p>
<p>TRIER. Wer in die Mühlen der Justiz gerät, braucht in aller Regel starke Nerven und auch ein langer Atem wäre von Vorteil. Nerven sind gewissermaßen das Metier des Trierer Mediziners Dr. Peter Binz, für seinen langen Atem ist der Neurologe und Psychiater hinreichend bekannt – und bei manchen Behörden und auch einigen seiner Kollegen durchaus berüchtigt.</p>
<p>Vor fast viereinhalb Jahren leitete die Staatsanwaltschaft Trier gegen Dr. Binz ein Ermittlungsverfahren ein. Es bestand der Verdacht des Abrechnungsbetrugs, geäußert wurde er vom Trierer Regionalzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung und deren damaligem Chef Dr. Carl-Heinz Müller. Der stieg zwischenzeitlich zum Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf, derweil die Ermittlungen gegen Dr.Binz noch andauern. Immerhin geht der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Jürgen Brauer nun davon aus, “dass das Ermittlungsverfahren noch im 1. Halbjahr abgeschlossen werden kann”. Bis Ende Juni soll also feststehen, ob gegen den Arzt Anklage erhoben oder ob das Verfahren eingestellt wird.</p>
<p>Patientenakten lagern noch immer im alten Präsidium.</p>
<p>Die Ermittlungen gestalteten “sich äußerst schwierig und zeitaufwändig, weil umfangreiches Beweismaterial auszuwerten ist und 500 bis 600 Patienten vernommen werden mussten”, erklärte Brauer auf Anfrage gegenüber 16vor. Dr. Binz spricht sogar von 620 Patienten, die in allen Teilen der Republik vernommen worden seien. Dass dies nicht ohne Folgen für die tägliche Arbeit der Praxis bleibt, versteht sich von selbst. Zumal noch immer mehr als 600 bei einer Durchsuchungsaktion im Juni 2006 beschlagnahmte Patientenakten im ehemaligen Polizeipräsidium lagern. Meldet sich ein Patient zur Sprechstunde an, muss das Praxisteam die jeweils benötigte Akte eigens anfordern.</p>
<p>Dr. Binz hat sich in den vergangenen rund drei Jahrzehnten bundesweit einen Namen gemacht – und manchen Vertreter von Kassen, Kammern und Berufsgenossenschaften auch gegen sich aufgebracht. Früh widmete er sich dem Thema Gesundheitsgefährdung am Arbeitsplatz. Hat er bei einem seiner Patienten den Verdacht, dass er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit durch giftige Substanzen gesundheitlich geschädigt wurde, meldet er dies der zuständigen Staatsanwaltschaft – was bislang jedoch in aller Regel folgenlos blieb. Rund 150 Mitarbeiter einer Schuhfabrik hat Dr. Binz behandelt – viele von ihnen seien frühzeitig verstorben, berichtet er. Mit der Zeit wandten sich immer mehr Patienten auch aus anderen Teilen der Republik an den Trierer Mediziner, dem <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2007/11/20/unbequemer-umweltarzt-erhielt-zivilcouragepreis/">2007 der Zivilcouragepreis der Solbach-Freise-Stiftung</a> verliehen wurde – für sein “langjähriges, herausragendes und tapferes Engagement für chemikaliengeschädigte Menschen aus allen Lebensbereichen”, wie es in der Begründung hieß. Im vergangenen Jahr war Dr. Binz für den <a href="http://www.taz.de/zeitung/taznews-verlag/panterpreis/panterpreis2009/nominierte2009/nominierung6/">“taz Panter Preis”</a> der Berliner Tageszeitung nominiert.</p>
<p>Zwar hätten einige Patienten wohl auch aufgrund der Vernehmungen nicht mehr seine Praxis aufgesucht, berichtet der 69-Jährige, doch die meisten seien ihm treu geblieben. Den Vorwurf des Abrechnungsbetrugs weist der Mediziner weiterhin entschieden zurück. Der KV wirft Dr. Binz vor, diese habe “das ganze Vermögen meiner Familie vernichtet”. Tatsächlich musste er bei der Kassenärztlichen Vereinigung eine Bareinlage von 180.000 Euro leisten, um für mögliche Regressforderungen gewappnet zu sein. Um diese Summe aufzutreiben, habe er eine Hypothek auf sein Haus aufgenommen, berichtet Dr. Binz. Neben Zinsen kamen zusätzliche Ausgaben für Anwälte und Gutachter hinzu. Inzwischen hat der Mediziner nach eigenen Angaben rund 400.000 Euro Schulden.</p>
<p>Auf die Frage, ob man die Vorwürfe gegen den Nervenarzt aufrecht erhalte und ob Dr. Binz mit der Rückzahlung seiner Bareinlage rechnen könne, erklärte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung am Dienstag gegenüber 16vor:</p>
<p>“Während laufender Ermittlungsverfahren geben wir grundsätzlich keine Stellungnahme ab”.</p></blockquote>
<p><strong>Ein Fels in der Brandung</strong></p>
<p>Da kann ich nur sagen „Hut ab vor diesem Mann“. Als Patient habe ich bzw. wir ihn sehr schätzen gelernt und können nur bestätigen, dass ihm das Wohl seiner Patienten zu jeder Zeit sehr am Herzen liegt. Er ist für seine Patienten nach wie vor da – es ist und bleibt seine Lebensaufgabe den Patienten zu helfen, so lange wie er kann! „Ich habe nichts zu verbergen“ so seine eigenen Worte.</p>
<p>Auch seine Frau, seine Familie und seine Mitarbeiterinnen stehen hinter den Patienten – ungeachtet dieser angespannten Situation. Trotz dass die Patientenakten seit 4 ½ Jahren nicht griffbereit sind und ironischweise in einem chemikalienverseuchten ehemaligen Polizeirevier lagern, geht die Praxis weiter und das Telefon für Neuanmeldungen steht nicht still. Es gibt eben immer mehr, statt weniger Menschen, die durch Chemikalien auf ihrem Arbeitsplatz oder in ihrem Wohnumfeld erkrankten. Sie werden sich auch zukünftig nicht in Luft auflösen, ganz gleich wie das Verfahren für Dr. Binz ausgeht.</p>
<p>Die Taktik, Dr. Binz durch überlanges Verfahren zu entmutigen, wird schon deshalb nicht aufgehen, und weil wir ALLE weltweit unsere Solidarität für Dr. Binz kundtun und ihn tatkräftig unterstützen, so wie er es seit Jahren für jeden einzelnen seiner Patienten tut.</p>
<p>Solidarität erweisen dem kompetenden Umweltmediziner aus Trier auch namhafte Umweltmediziner und Organisationen aus anderen Ländern, u.a. den USA, Italien, der Schweiz, Korea und Frankreich. <a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/10/17/ein-professor-aus-korea-zur-sache-dr-peter-binz/">Ein Professor aus Korea</a> schrieb sogar an die deutschen Ministerien. Sie alle bestärken Dr. Binz seit Jahren nicht aufzugeben und beobachten das laufende Verfahren mit wachsendem Argwohn.</p>
<p><strong>Autor: </strong>Kira, CSN – Chemical Sensitivity, 06. Mai 2010</p>
<p>-</p>
<p><strong>Vielen Dank</strong> an die Trierer Zeitung „16vor“ für die freundliche Genehmigung den Artikel „Die haben mein ganzes Vermögen vernichtet“ übernehmen zu dürfen.</p>
<p>-</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Fall Binz: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.16vor.de/?s=dr.+binz">Ermittlungen ohne Ende </a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/07/25/nominiert-fuer-den-taz-panter-preis-silvia-k-mueller-csn-und-neurologe-dr-peter-binz/">Nominiert für den taz-panter-Preis: Silvia K. Müller-CSN und Neurologe Dr. Peter Binz</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/10/17/ein-professor-aus-korea-zur-sache-dr-peter-binz/">Ein Professor aus Korea zur Sache Dr. Peter Binz</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/09/04/zur-unterstuetzung-von-dr-peter-binz-und-allen-anderen-aerzten-die-sich-in-besonderer-weise-um-ihre-patienten-kuemmern/">Zur Unterstützung von Dr. Peter Binz und allen anderen Ärzten die sich in besonderer Weise um ihre Patienten kümmern </a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/07/31/strafanzeige-und-das-zivilrechtliche-verfahren-gegen-dr-peter-binz-hintergruende/">Strafanzeige und das zivilrechtliche Verfahren gegen Dr. Peter Binz &#8211; Hintergründe</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2007/11/20/unbequemer-umweltarzt-erhielt-zivilcouragepreis/">Unbequemer Umweltmediziner erhielt Zivilcouragepreis</a></li>
<li><a href="http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/01/01/mutige-aerzte-fehlen-unserem-land/">Mutige Ärzte fehlen unserem Land</a></li>
</ul>
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